Junior Eurovision Song Contest 2024: Das Ergebnis der Jury und des Online-Votings im Detail

Bild: Corinne Cumming/EBU

Der Junior Eurovision Song Contest 2024 ist Geschichte. Andria Putkaradze aus Georgien ist mit seinem Lied „To My Mom“ der strahlende Sieger (Aufmacherfoto); Bjarne aus Deutschland hat mit „Save The Best For Us“ den 11. Platz erreicht. Das komplette Endergebnis des diesjährigen Junior ESC könnt Ihr hier nachlesen.

Mit einem Tag Abstand wollen wir uns heute auch noch einmal genau anschauen, wie die beiden Votinginstanzen abgestimmt haben und wie sich die die beiden Wertungen unterschieden haben. Wie haben die internationalen Jurys abgestimmt, wie die Zuschauer*innen im Online-Voting?

So sieht das Ergebnis des Jury-Votings aus:

  1. Georgien: Andria Putkaradze – To My Mom (180 Punkte)
  2. Ukraine: Artem Kotenko – Hear Me Now (122 Punkte)
  3. Frankreich: Titouan – Comme ci, comme ça (103 Punkte)
  4. Portugal: Victoria Nicole – Esperança (96 Punkte)
  5. Albanien: Nikol Çabeli – Vallëzoj (82 Punkte)
  6. Spanien: Chloe DelaRosa – Como La Lola (80 Punkte)
  7. Armenien: Leo – Cosmic Friend (76 Punkte)
  8. Malta: Ramires Sciberras – Stilla ċkejkna (74 Punkte)
  9. Italien: Simone Grande – Pigiama Party (52 Punkte)
  10. Niederlande: Stay Tuned – Music (34 Punkte)
  11. Nordmazedonien: Ana Vanchevska & Aleksej Ivanovski – Marathon (20 Punkte)
  12. Irland: Enya Cox Dempsey – Le Chéile (15 Punkte)
  13. Deutschland: Bjarne – Save the Best for Us (14 Punkte)
  14. Estland: Annabelle Ats – Tänavad (14 Punkte)
  15. Polen: Dominik Arim – All Together (13 Punkte)
  16. Zypern: Maria Pissarides – Crystal Waters (10 Punkte)
  17. San Marino: Idols SM – Come noi (1 Punkt)

So sieht das Ergebnis des Online-Votings aus:

  1. Portugal: Victoria Nicole – Esperança (117 Punkte)
  2. Ukraine: Artem Kotenko – Hear Me Now (81 Punkte)
  3. Malta: Ramires Sciberras – Stilla ċkejkna (79 Punkte)
  4. Frankreich: Titouan – Comme ci, comme ça (74 Punkte)
  5. Spanien: Chloe DelaRosa – Como La Lola (64 Punkte)
  6. Georgien: Andria Putkaradze – To My Mom (59 Punkte)
  7. Niederlande: Stay Tuned – Music (57 Punkte)
  8. Deutschland: Bjarne – Save the Best for Us (57 Punkte)
  9. Zypern: Maria Pissarides – Crystal Waters (50 Punkte)
  10. Armenien: Leo – Cosmic Friend (49 Punkte)
  11. Polen: Dominik Arim – All Together (48 Punkte)
  12. Italien: Simone Grande – Pigiama Party (46 Punkte)
  13. San Marino: Idols SM – Come noi (46 Punkte)
  14. Albanien: Nikol Çabeli – Vallëzoj (44 Punkte)
  15. Estland: Annabelle Ats – Tänavad (41 Punkte)
  16. Irland: Enya Cox Dempsey – Le Chéile (40 Punkte)
  17. Nordmazedonien: Ana Vanchevska & Aleksej Ivanovski – Marathon (34 Punkte)

Auffällig ist bei diesem Ergebnis, dass JESC-Sieger Andria bei den Jurys deutlich besser abgeschnitten hat als bei den Zuschauer*innen. Letztere waren zwar offensichtlich auch für dramatische Kunst empfänglich, fühlten sich aber von Victoria aus Portugal in diesem Genre besser abgeholt. Da die zusammengerechneten Jury-Punkte durch das bekannte 12-Punkte-Schema eine größere Varianz aufweisen als die prozentual berechneten und gewichteten Online-Voting-Punkte (179 Punkte Unterschied bei zwischen Platz 1 und 17 bei den Jurys; 83 zwischen Platz 1 und Platz 17 beim Online-Voting), war Georgien der Sieg nach dem Jury-Voting fast nicht mehr zu nehmen.

Genau anders herum war es bei Bjarne für Deutschland. „Save The Best For Us“ kam beim Publikum deutlich besser an als bei den Jurys. Während letztere nur 14 Punkte für Deutschland übrig hatten, belohnten die Zuschauer*innen Bjarnes Auftritt mit 57 Punkten und Platz 8.

Das Gesamtergebnis mit den zusammengerechneten Jury- und Publikumspunkten findet Ihr hier.

Welche Aspekte des Votings sind Euch noch positiv oder negativ aufgefallen? Schreibt uns Eure Hinweise und Meinungen gerne in die Kommentare.

Über das Ergebnis des Junior Eurovision Song Contest 2024 haben wir gestern Abend auch beim ESC kompakt LIVE gesprochen – unter anderem mit den Gästen Consi und Marcel.



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Maypril
Maypril
1 Jahr zuvor

Off-topic, aber Norwegen scheint 2025 zum Junior Eurovision Song Contest zurück zu kommen. Jetzt bitte noch Litauen und Kroatien 🙏

KaiHa
KaiHa
1 Jahr zuvor

Bei den meisten Jurys war Deutschland Elfter – also meistens einfach nur knapp verfehlt

ECD534
ECD534
1 Jahr zuvor

Seit wann heißt der Song „Save the Best for Last“?

inga
inga
1 Jahr zuvor

Gibt es auch noch einen Artikel zur Einschaltquote? Ich nehme mal an, ihr seid dran? Würde mich sehr interessieren.

Last edited 1 Jahr zuvor by inga
Matty
1 Jahr zuvor
Reply to  inga
inga
inga
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Danke Matty.

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Anderes Thema: Auch heute – jetzt gerade – läuft eine weitere Folge des israelischen ESC-Vorentscheides „HaKokhav HaBa“ bei Keshet 12.

Man kann das zusätzlich kostenlos aus Deutschland über die „mako“ App aufrufen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Danya | דניה | 🎗️
Jacqob'99 - Wir haben Björn unterstützt! 🐻
Jacqob'99 - Wir haben Björn unterstützt! 🐻
1 Jahr zuvor

Also meinem Göttergatten und mir hat unser Ausflug nach Madrid 🇪🇸 viel Spaß gemacht, auch wenn man unmittelbar nach den Auftritten nahezu jedesmal befürchten mußte, daß die Kinder außer Kontrolle geraten. Andererseits war kein einziges so langweilig unterwegs wie bspw. Ryk 🥱 oder 🥱 Annalisa. Björn hingegen hat seine Sache toll gemacht – fast wie Michelle 2001, behauptet zumindest mein Göttergatte, dem außerdem vor allem Irland gefallen hat. Und meine persönliche Wertung lautet folgendermaßen:

1 Punkt / Italien 🇮🇹
2 Punkte / San Marino 🇸🇲
3 Punkte / Georgien 🇬🇪
4 Punkte / Ukraine 🇺🇦
5 Punkte / Frankreich 🇫🇷
6 Punkte / Malta 🇲🇹
7 Punkte / Irland 🇮🇪
8 Punkte / Deutschland 🇩🇪
10 Punkte / Estland 🇪🇪
12 Punkte / Polen 🇵🇱

Bleibt festzuhalten, daß 2024 als das Jahr der grenzdebilen Juryentscheidungen in die Eurovisionsgeschichte eingehen wird – weg damit! Niemand braucht Sieger, die bei den Zuhörern und Zuschauern noch nicht mal die Top 3 erreichen …

Wolfgang Groß
Wolfgang Groß
1 Jahr zuvor

Der Junge heißt Bjarne! ich werde das bei jedem wiederholen, der es falsch macht. … auch Kindern sollte man Respekt zollen, dazu gehört nun mal, dass man sie mit richtigem Namen anspricht……

Jacqob'99 - Senza pietà 💪
Jacqob'99 - Senza pietà 💪
1 Jahr zuvor
Reply to  Wolfgang Groß

Erstens würde ich sagen, Du hast da was verpaßt …

Und zweitens hat Bjarne erfreulicherweise wesentlich mehr Humor als Du und sogar eines unserer beiden Autogramme mit Björn unterschrieben …

Aber viel Spaß beim Wiederholen – achte einfach besonders auf meine JESC-Kommentare, und natürlich auf die von 4porcelli …

Und auch in Zukunft nicht vergessen: Wir müssen Björn unterstützen! 🐻

rainer1
rainer1
1 Jahr zuvor

Vielleicht wäre es, auch anhand der letzten resultate, an der zeit das man für den jury/ televote-sieger einen eigenen preis auslobt.

Nilou
Nilou
1 Jahr zuvor
Reply to  rainer1

Interessante Idee. 🤔

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor
Reply to  rainer1

Gute Idee!

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
1 Jahr zuvor
Reply to  Porsteinn

So ist es !

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor
Reply to  rainer1

Also diese Idee finde ich ehrlich gesagt auch nicht mal so schlecht! Ein wenig wie im Sport, z.B. Ski Alpin, da gibt es auch Pokale für die Gewinner der einzelnen Disziplinen und dann halt noch einen für den Gesamtsieger (Gesamtweltcup).

Jacqob'99 - Senza pietà 💪
Jacqob'99 - Senza pietà 💪
1 Jahr zuvor
Reply to  AlexESC

Dann müßte man den ESC aber auf Ende Februar oder Anfang März verlegen, weil im Mai nirgendwo mehr Schnee liegt und es auch für Beschneiungskanonen schon zu warm ist … ⛷ Und kann die Romy Ertl überhaupt singen? 🥇🥇🥈 Rosi Mittermaier hatte es 1983 mit „Enorm in Form“ ja zumindest mal in die deutsche Radio-Vorrunde geschafft.

Nilou
Nilou
1 Jahr zuvor

Danke für die genaue Aufschlüsselung des Votings!
Ich bin zwar auch eher öfter auf der Seite der Jury, fande aber genau diese vor allem beim JESC dieses Jahr etwas problematisch.
Und das nicht wegen dem Gewinner. Georgien hat zurecht das Voting gewonnen, was vor allem der phänomenalen Stimme des Sängers zu verdanken ist.
Ich sehe das Problem eher in der Tatsache, dass die Jury einfach mehr Einfluss auf den Ausgang der Abstimmung hat, obwohl das System ja eigentlich 50/50 sein sollte.
Und generell sind die Juries mit den fünf Mitgliedern etwas undurchsichtig, da die Kriterien für die Wertung nicht wirklich bekannt sind und auch teilweise nicht gut nachvollzogen werden können. Zumindest geht das mir so. Kenne mich in dem Bereich aber auch nicht besonders gut aus.

Zum Beispiel ist Georgien wie schon gesagt ein sehr gerechtfertigter Jury-Sieger, die Ukraine und Portugal aber mindestens genauso. Obwohl meine persönliche Sicht da natürlich auch mitreinspielt. Objektivität kann im Praktischen wohl einfach nicht durchgeführt werden, weshalb Votingverfahren, die sich wie das Televoting auf den allgemeinen Favoriten konzentrieren und nicht auf objektive Leistungsbewertung, es oft schwer haben, sich zu legitimieren.
Und trotzdem sind Jurys ein sehr wichtiger Teil der Show. Man müsste es teilweise bloß anders gewichten. Und die Kriterien vielleicht konkretisieren.

Aber insgesamt betrachtet danke ich der Jury auch für ein paar Aspekte, z.B. das gute Abschneiden von Albanien. Da war das Televoting nämlich ganz der Erwartung weniger großzügig, was die Punkte angeht.

Also das Fazit des Kommentars: Jurys sind wichtig, könnten aber vielleicht eine kleine Reform gebrauchen.

jo2602
jo2602
1 Jahr zuvor
Reply to  Nilou

Ich wäre erstens dafür, das man diese idiotische Präsentation des Juryvotings ganz schnell wieder abschafft. 2. Wie wäre es wenn man das Onlinevoting zu 75% und das Juryvoting zu 25% in die Wertung einfließen lässt.

Matty
1 Jahr zuvor

Irina „Iru“ Chetschanowi vertrat Georgien letztes Jahr beim ESC und hat bereits ihr Interesse bekundet, nächstes Jahr den JESC zu moderieren:

https://www.instagram.com/p/DCfF_lsNE5J/

Vor 13 Jahren nahm sie als Mitglied der Gruppe Candy, die den JESC gewann, teil.

jo2602
jo2602
1 Jahr zuvor

Mit dem Ergebnis für Deutschland und mit dem Gewinner kann ich leben. Denn ich kann durchaus verstehen, warum die Jury Deutschland nur mit 14 Punkten bedacht haben. Wenn wir ehrllich sind, so den ein oder anderen Ton hat Bjarne schon versemmelt. Am Ende trumpfte er aber dann doch wieder auf. Der Georgier hat verdient gewonnen, er hatte wirklich ein total knuffigen Auftritt und gesanglich war er einer der besten des Abends. Die Qualitätsunterschiede im Gesang waren schon sehr groß. Manche waren große Talente, manchen sollten lieber mal öfters üben. Besonders San Marino war gesanglich ganz schwach und bei dem kleinen Polen, taten mir die Ohren weh. Mir hat noch der Armenier, Portugal und Spanien ganz gut gefallen.

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor

Erstmal, was mir am Samstag beim JESC nicht so aufgefallen ist, aber im Nachhinein, als ich das Voting mir nochmals angeschaut habe, war die Tatsache, dass man im Greenroom, direkt hinter Georgien, einen Teil der „Head of Delegations“ der einzelnen Länder gesehen hat und man richtig gemerkt hat, wie die sich für Georgien, bzw, für die HoD von Georgien, gefreut haben.

So, zu Deutschland habe ich ja in meinen letzten Kommentaren bei den letzten beiden JESC-Artikel viel dazu gesagt, deswegen hier nochmal im „Schnelldurchlauf“: Bjarne und auch das Team vom NDR/KiKA haben das wunderbar gemacht, auch die Inszenierung. Wir haben den 7. Platz im Online-Voting geholt, auch damit kann man zufrieden sein. Dass es bei den Jurys nicht geklappt hat, hier muss man halt dann auch einfach erwähnen, dass es halt einfach stärkere Songs gab. Alles in allem kann man mit dem 11. Platz zufrieden sein und Bjarne auch Stolz auf sich, vor allem auch den 7. Platz beim Publikum geholt zu haben.
Und ja, ich finde Deutschland sollte nächstes Jahr wieder mitmachen und ja ich finde auch die Zusammenarbeit mit „Voice Kids“ bzw. „Bildergarten Entertainment“ beim JESC prima. Ich hoffe, dass die Tatsache, dass Bildergarten den ESC-Vorentscheid nicht mehr produziert, keine Auswirkungen auf die Zusammenarbeit beim JESC haben wird. Ob man den deutschen JESC-Vorentscheid weiterhin so macht mit einem Online-Voting wo die Acts ihren Song für eine Minute ansingen, sollte davon abhängen ob man dafür auch eben Songs findet, oder, falls es wie beim ESC sein sollte, dass Songwriter ihre Songs nicht so gerne für einen Vorentscheid hergeben, dann sollte vielleicht nur die Act-Auswahl in einem Online-Voting sein und der Song selbst dann intern ausgewählt werden.

Zum JESC selbst habe ich mich noch überhaupt nicht geäußert, deswegen mache ich dies jetzt:
2 Stunden sind schon sehr schnell vorbei, ob diese Länge beibehalten werden soll, möchte ich nicht entscheiden, vor allem, da wir auch nicht die genauen Quoten kennen. Diese hat die EBU und auch die einzelnen EBU-Sender, vor allem was die Online-Nutzung (im YouTube-Livestream und den Mediatheken) betrifft. Positiv ist, dass die Greenroom-Interviews weggefallen sind. Fand ich beim JESC sowieso immer ein wenig unpassend und vor allem wurden in den letzten Jahren oft immer die selben Länder im Greenroom interviewt. Hier weiß man auch nicht wie dies ausgemacht wurde. Haben das die Produzenten fest gelegt, oder wurden hier die einzelnen JESC-Länder gefragt, wer denn ein Greenroom-Interview machen möchte?
Die neue Votingsequenz beim Juryvoting finde ich überhaupt nicht mehr so schlimm, diese kann von mir aus beim JESC beibehalten werden. Auch die Punktevergabe der Spokepersons sind jetzt vorher ausgezeichnet worden, so sieht es zumindest aus und, nach rund 10 Jahren wo die Spokepersons beim JESC vor Ort waren, geht man jetzt hier wieder den klassischen Weg, in dem dies eben, wie beim ESC, wieder nicht mehr der Fall ist. Auf der einen Seite schade, da die Spokepersons bei vielen Länder die letztjährigen Acts sind und sich diese hier nach einem Jahr beim JESC wieder hätten treffen können, auf der anderen Seite fährt halt dann bei den Delegations eine Person weniger mit zum JESC.

Ob man die Jury beim JESC reformieren sollte, möchte ich nicht entscheiden. Muss mal durchgerechnet werden und geschaut werden, wie die Chancen für das Gewinnerland des Online-Votings so stehen auch den Gesamtsieg beim JESC zu holen. Nicht immer wird der Jurysieger der Gewinner. 2019 glaube ich war Kasachstan der Jury-Sieger, aber Polen beim Online-Voting und Polen hat letztendlich auch gewonnen. Hier muss man aber dazu sagen, dass es 2019 noch eine andere Voting-Plattform gab, wo man z.B. alleine mit einem AdBlocker die Pflicht umgehen konnte vor dem Voting das Schnelldurchlauf-Video anzusehen.

jo2602
jo2602
1 Jahr zuvor
Reply to  AlexESC

Meine Haltung zum JESC bleibt weiterhin kritisch. Nix dagegen das man Kindern aus ganz Europa Gelegenheit gibt, miteinander zu musizieren. Aber ich bin dagegen, das die Kinder diesem Wettbewerbsdruck ausgesetzt werden. Diesem Wettbewerbsdruck ist ja noch nicht einmal manch erwachsener Künstler gewachsen. Diese Haltung bleibt beibehalten. Gottseidank, waren die Outfits der Mädchen ihrem Alter entsprechend und nicht schon wie in den Jahren zuvor, zu erwachsen aufreizend.

merlin
merlin
1 Jahr zuvor

ich möchte keinem kind erklären müssen, dass der im televoting sechsplatzierte der große gewinner ist…
die juries als meinungskorrektiv braucht kein mensch! das hat sich an diesem WE mal wieder klar gezeigt.

Teufelchen
Teufelchen
1 Jahr zuvor

Der JESC hat eine Besonderheit. Man kann als Zuschauen für das eigene Land voten. Qualität des Beitrags her oder hin. Da sind Juries als Korrektiv schon richtig und wichtig. Über die Wichtung kann man m.E. sprechen.

Ich finde, Bjarne war der richtige Kandidat. Und die Inszenierung war für deutsche Verhältnisse richtig gut. Aber gesanglich war da noch Luft nach oben. Ich nahm ein paar Ton-Ausreißer wahr.

Mit Georgien hat einer der Mitfavoriten gewonnen. Mein Geschmack trafen auch die Kandidaten aus Albanien und Portugal.

Jacqob'99 - Senza pietà 💪
Jacqob'99 - Senza pietà 💪
1 Jahr zuvor

Mit ihren Rängen 4 und 3 gewinnen Isaak und Bjarne bei mir übrigens für Deutschland die Kombiwertung des Jahres 2024 und verteidigen damit den Titel von Lord of the Lost und Fia aus dem Vorjahr. Alle Stockerlplätze dieser Saison:

Malmö 2024

  1. 🥇 Israel 🇮🇱
  2. 🥈 Ukraine 🇺🇦
  3. 🥉 Australien 🇦🇺

Madrid 2024

  1. 🥇 Polen 🇵🇱
  2. 🥈 Estland 🇪🇪
  3. 🥉 Deutschland 🇩🇪

Kombiwertung

  1. 🥇 Deutschland 🇩🇪
  2. 🥈 Ukraine 🇺🇦
  3. 🥉 Georgien 🇬🇪
Branko
Branko
1 Jahr zuvor
Reply to  Branko

Merke gerade, dass die „Senderchefin“ und der georgische JESC-Gewinner von 2024 anscheinend einen ähnlichen Friseur haben, miteinander verwandt sind oder habe ich vielleicht einen aktuellen, neuen Haartrend verschlafen?

SanomiKedvesem
SanomiKedvesem
1 Jahr zuvor

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Parallelen zu früheren Sieger:innen fallen mir auf:

Zuerst einmal, wie anderswo bereits erwähnt, die Wohnzimmerkulisse (Russland 2017). Und nicht nur das: Beide wurden im Onlinevoting „nur“ Sechste, aber es reichte zum Sieg. Und beide Male lag Georgien bei den Jurys vorne.

Auch scheint es sich auszuzahlen, von der Mutter zu singen. Fragt mal bei Vladimir Arzumanjan und Lissandro nach.

Und der letzte georgische JESC-Sieg war im Jahr 2016 – damals zog das Land beim Senior-ESC ins Finale ein. Beides gelang dann erst wieder 2024.

Außerdem war da 2011 „Candy Music“. Kein schlechter Song, aber wir halten doch lieber zum Zweitplatzierten „Ik ben een teenager“!

Und auch wenn Italiens Siegersong 2014 so schön war – der Sieger der Herzen war doch ganz klar Bulgarien. So wie es jetzt „Esperanca“ ist.

Apropos: Auch wenn der Vorsprung Georgiens bei den Jurys so übergroß war, dass es die Grafik gesprengt hat (die hoffentlich nicht wieder zurückkehrt): Beim Senior-ESC hatten wir es doch die letzten beiden Jahre auch, dass Loreen und Nemo einen so großen Vorsprung hatten, dass Käärijä und Baby Lasagna das nicht mehr aufholen konnten. Und vor allem im erstgenannten Fall gefiel es auch nicht jedem. Man sollte also bei beiden Wettbewerben das Punktesystem auf den Prüfstand stellen.

Zumindest hätte ein JESC in Georgien etwas Gutes: Vielleicht sehen wir Bzikebi wieder? Summ, Summ, Summ! 😀

Matty
1 Jahr zuvor

Ana María Bordas, die ausführende Produzentin des JESC 2024, hat sich zu den AI-Postkarten und der Darstellung des Votings geäußert:

https://eurovoix.com/2024/11/21/junior-eurovision-2024-more-details-revealed-about-ai-postcards/

Nächstes Jahr bitte die AI verbannen und zum alten Votingprozedere (Einblendung der Punkte von eins bis zehn und Verkündung der 12 Punkte durch die Sprecher und Sprecherinnen) zurückkehren.

SanomiKedvesem
SanomiKedvesem
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Ein paar Argumente sind durchaus plausibel, etwa mit den Ängsten und Tränen bei den Teilnehmerinnen aus Frankreich und Spanien letztes Jahr, als die Entscheidung bevorstand. Vor allem Sandra war den Tränen nahe, beim Siegerauftritt von Zoe war sie wohl gar nicht mehr auf der Bühne (zumindest erkenne ich kein Mädchen mit langen Locken und Piloten-Outfit): https://www.youtube.com/watch?v=nUhqg9AeLao

Aber wenn man es vergleicht: Letztes Jahr wurde die Bekanntgabe der letzten Online-Wertung sehr herausgezögert: https://www.youtube.com/watch?v=SfMMdiR7KqI

Dieses Jahr ging es etwas zügiger, wenn man von der technischen Verzögerung bei der ukrainischen Wertung einmal absieht: https://www.youtube.com/watch?v=b3rc8Mxr_e4

Aber ansonsten bin auch ich wieder für das gewohnte System. Aber bitte den Kindern nicht zu viel Druck machen. Dieses Jahr konnte Victoria Nicole für den Sieger noch klatschen. Wie es Sandra Valero nach der Bekanntgabe des französischen Sieges ergangen sein dürfte, möchte ich nicht wissen…

Last edited 1 Jahr zuvor by SanomiKedvesem
Matty
1 Jahr zuvor
Reply to  SanomiKedvesem

Die spannende Frage ist: Wann wird Deutschland von den Juries besser bewertet?

Matty
1 Jahr zuvor

Es gibt einen neuen Song von Artem Kotenko, der dieses Jahr die Ukraine beim JESC vertrat. Der Titel ist „Напевно, даремно“ (Wahrscheinlich vergebens):