Live-Blog Deutschland: Unser Lied für Rotterdam

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Deutschland verzichtet in diesem Jahr auf eine öffentliche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest und hat stattdessen zwei Experten-Jurys „Unser Lied für Rotterdam“ auswählen lassen. Präsentiert wird dieses am Donnerstagabend in der gleichnamigen Sendung, die ab 21:30 Uhr auf ONE läuft und von Barbara Schöneberger moderiert wird. Neben dem deutschen Act für den ESC 2020 werden auch Michael Schulte und Peter Urban zu Gast sein.

Die Sendung „Unser Lied für Rotterdam“ wird zeitversetzt live ausgestrahlt und das bedeutet, dass sie bereits am Nachmittag ab 15 Uhr in Hamburg aufgezeichnet wird. Um 15:45 Uhr (nicht wie ursprünglich angekündigt um 15:30 Uhr) läuft allerdings schon die Sperrfrist ab und die Presse darf über die Inhalte der Sendung berichten – spätestens dann werden unser Star und unser Song für Rotterdam also bekannt werden. Auch auf ESC kompakt werden wir dann natürlich schon den deutschen Act für Rotterdam sowie dessen Lied für den ESC vorstellen.

Trotzdem ist die Sendung „Unser Lied für Rotterdam“ für ESC-Fans natürlich ein muss. Übertragen wird sie von 21:30 Uhr bis 22:30 Uhr auf ONE oder hier im Livestream. Alle wichtigen Geschehnisse in der Sendung werden wir hier livebloggen und Euch außerdem mit interessanten Hintergrundinformationen von der Aufzeichnung am Nachmittag versorgen. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr die Ereignisse wie immer unter diesem Beitrag kommentieren.

Direkt im Anschluss an „Unser Lied für Rotterdam“ diskutieren wir die Neuigkeiten des Tages ausführlich in unserem ESC kompakt LIVE auf YouTube. Auch dort freuen wir uns natürlich auf Eure Kommentare!

Hi there, liebe ESC kompakt Gemeinde. Aus HH City meldet sich Peter – mein erster Liveblog der Saison (die Praxisvertretung für Flo in Norwegen nicht mitgezählt).

Wir* sitzen hier in einem fancy New Work Office (Mindspace) am Rödingsmarkt (schräg gegenüber von den lässigen Frazier Suites) und schauen jetzt gemeinsam „zeitversetzt live“ die Übertragung „Unser Lied für Rotterdam“ aus der Astor Filmlounge, zehn Fußminuten von mir in der Hafencity!

Welcome Everybody!

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*Wir das sind von rechts nach links Flo, Douze Points, Benny und Peter. Ready for a night of „violent things“. Flo, Benny und der Chronist dieses Liveblogs haben heute die meiste Zeit des Tages in HH in der Hafencity mit der deutschen Delegation verbracht. Wir haben Interviews gemacht, photographiert, recherchiert, davon lest ihr viel in den nächsten Tagen.

Barbara Schöneberger eröffnet die Übertragung mit einer einmal mehr beschwingt-witzigen Anmoderation aus der wunderschönen Lobby des High-End-Kinos Astor Film Lounge. Sie trägt ein schwarzes brustbetones Ledertop und einen aufmerksamkeitsstarken hochgeschnittenen quitschgelben Rock. Ein Ensemble, was nur Barbara mit der ihr innewohnenden Souveranität tragen kann.

Die erste MAZ, die folgt, ist ein Rückblick auf Tel Aviv, der in Fremdenverkehrswerbung für die Stadt Rotterdam mündet.

Opener der Übertragung aus dem Kino ist nach dem Abspielen der MAZ Michael „ESC kompakt Favorite“ Schulte mit seinem neuen Song „Keep me up“, begleitet von seinem Keyboarder, stimmstark live vorgetragen.

Etwa 30 Menschen passen ins Kino, darum hat das Ganze was von einem Kammerspiel. Bubble-Insider entdecken viele bekannte Gesichter (meistens die Hinterköpfe) im Publikum.

Es folgt die MAZ mit dem allseits bekannten „Wir erklären ULfR 2020“ Erklärsong von Barbara, dann ruft Barbara ARD Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber auf. Dieser erklärt in didaktisch ansprechenden Graphiken, dass die Zuschauer, in in Deutschland abstimmen, kaum Überschneidungen besitzen mit den internationalen Televotern. Weshalb die 100-köpfige Eurovisionsjury ab April 2019 danach ausgesucht wurde, dass diese das ESC Ergebnis 2019 möglichst zutreffend prognostiziert haben.

Zur internationalen Jury sagt Thomas Schreiber nichts. Mutmaßlich sind Zuschauer jenseits der Bubble auch schon bei der intellektuellen Durchdringung des ersten Jurykonzepts ausgestiegen.

Es folgt der Sky-Dumont-Unwitzig-Video-Einspieler. Der beginnt mit „Sexyback“ von Justin Timberland, das ist – wie wir später feststellen werden – ein Zeichen.

Bennys Mama whatsappt in die Runde, leider nicht zitierfähig. Sie äußert sich sehr dezidiert zur Performance einzelner Protagonisten.

Als nächstes darf Christian Blenker, der neue ARD ESC Teamchef auf die Bühne. Er gibt weitere Details zur Songauswahl. Christian (supersympathisch übrigens heute) wirkt ein bissel wie ein Teilnehmer einer Boyband, die fünfzehn Jahre nach der ersten UK No. One inzwischen Familienväter sind.

Es wird Bilder vom Songwriter-Camp eingespielt, wir entdecken BB Thomaz. Der israelische „Toy“ Composer wünscht Deutschland 2020 beim ESC viel Erfolg.

Jeder neue (und alte) NDR ESC Verantwortliche darf etwas sagen, nun ist die neue HoD Alex(andra) Wolfslast dran. Sie erzählt, dass es sehr schwer war, den Song, der seit dem 12. Dezember 2019 feststeht, geheimzuhalten. Sie hatte übrigens die Aufgabe, dem deutschen Act 2020 die Nachricht zu erbringen, dass beide Jurys sich für ihn entschieden haben.

Es folgt die Weltpremiere des Videos unseres diesjährigen ESC Beitrags:

Der Song groovt, der Song hat tolle Hooks, Ben ist mitreissend, I like. Ein Crossover aus Justin (Bieber/Timberlake), White Soul und gefälligem Kids-Club-Funk. Das in Sofia gedrehte Video ist auf Augenhöhe mit dem internationalen Reportoire, was in dieser Kategorie auf youtube zu sehen ist.

Ben kommt aus Slovenien, mit seinen Eltern die letzten Jahre in der Schweiz gelebt und ist im Januar d.J. nach Berlin gezogen. Ben ist 1997 geboren und nennt Michael Jackson als sein großes Vorbild. Er hat als Boyband-Mitglied (D-Base) schon einmal am slovenischen ESC Vorentscheid teilgenommen (2016). Für ESC kompakt Leser ist er kein Unbekannter, wir hatten ihn in unserem relevant set als potentieller Vertreter Deutschlands 2020 (Link folgt).

Die nächste MAZ ist das Video, auf dessen Basis die beiden Jurys über den Song (und Act) abgestimmt haben. Der Song und auch Ben lagen bei beiden Jurys weit vorne.

Die Kino-Atmo ist schon ein wenig strange, wenn die Totale gezeigt wird. Ein bissel Grimmepreis meets „How to be a popstar“ Doktorantenseminar…

Peter Urban (ist begeistert vom „zeitgemäßen“ Song) und Michael Schulte (ist auch begeistert) gesellen sich zur Barbara und Ben auf die Bühne. „Wenn DER Song nicht im Radio läuft, heisse ich ab sofort Emil.“ sagt Peter Urban.

Hinter dem gemeinsamen Auftritt von Peter Urban und Michael Schulte verbirgt sich eine der wirklich überraschenden News des heutigen Tages, denn die beiden werden die drei ESC Shows im Mai in der ARD Sendergruppe gemeinsam moderieren.

Der nächste Promi ist dran beim Interview-Marathon von Barbara, Boris Milanov hat „Violent thing“ komponiert. Seine ESC Erfolge (von Poli Genova über Cesar „Megasexy“ Sampson bis Chingiz) werden als Snippets eingespielt. Für Equinox wurde er sogar als bester Songwriter des Jahres 2018 ausgezeichnet. Sein größter Erfolg ist „Beautful Mess“ von Kristian Kostov.

Als nächstes wird der Choreograph Marty Kudelka ins Gespräch eingeführt. Er wird die Inszenierung von Bens Song verantworten und auch dafür sind die Planungen weit fortgeschritten.

„Unser Lied für Rotterdam“ neigt sich dem Ende zu. Ben singt seinen großartigen ESC Song jetzt noch einmal accoustic mit Gitarrenbegleitung – und zwar in der ESC Version. Denn ja, es gibt eine ESC-Version, wo er im letzten Drittel stimmlich noch einmal richtig Gas gibt. Im Video hören wir hingegen die konsumigere Radioversion.

So, das war´s, Barbara moderiert ab. Ich bedanke mich sehr für Eure Aufmerksamkeit und wechsele nahtlos in die ESC Livechat Gruppe.

Wir sehen uns also jetzt drüben im youtube Chat.

 

 

 

 


606 Kommentare

  1. Okay, ich sag euch jetzt, wie es ist:

    Es ist doch Marie Reim im Duett mit Daniel Schuhmacher mit einem Barker/G.son-Song.
    Ey, voll sorry, dass ich euch da angetüddelt habe.

    • Ben Dolic hat „ganz plötzlich“ seine Story gelöscht, in der man erkennt, dass er in der Astor lounge in Hamburg ist… Wenn das mal kein Zufall ist..
      Dadurch hat er sich zwar noch auffälliger verhalten aber egal😂

      • Es wurde ja gesagt, dass der Künstler schon in der ESC-Fangemeinde bekannt ist. Und er hat ja bereits am slowenischen Vorentscheid teilgenommen, also…

  2. Ich träume von einer etwas anderen Auslegung des Wortes „Sperrfrist“: Bitte einfach mal bis morgen 15.45 Uhr sämtliche Kommentare zu dem Thema deutscher Beitrag sperren! Aber, wie gesagt, ist nur ein schöner Traum…

  3. Ich werde mir die Show morgen ersparen, warte aber gespannt auf das Ergebnis. Und dann freue ich mich schon darauf, dass es hier morgen so richtig rund gehen wird. 😉

  4. Lieber Peter, die Show auf ONE geht von 21 Uhr 30 bis 22 Uhr 30 und daher müßt lhr den Start des Liveblogs auf Youtube 15 Minuten später starten.

    Es wäre besser, den Artikel über den deutschen Teilnehmer erst nach der Show freizuschalten, damit die Spannung für diejenigen erhalten bleibt, die sich die Sendung auf ONE zuerst anschauen möchten oder lhr schaltet die Kommentarfunktion erst ab 22 Uhr 30 frei.

  5. Drei Wünsche hätte ich noch, bevor wir unseren Act bekommen.
    1. Kein Castingteilnehmer.
    2. Keine Barker/G:son Komposition
    3. Kein Lied dem Siegersong von 2019 gleicht.

    Gute Nacht.

  6. Es scheint wirklich dieser Ben Dolic zu sein:
    – auffällige Insta-Story in Hamburg und dann hat er es gelöscht
    – Insta-Account aktuell sogar deaktiviert!
    – auffälliger Post auf Facebook im Dez’19 (nachdem der deutsche Song feststand), dass 2019 das beste Jahr war und dass 2020 noch schöner wird
    – Nico Santos (Zypern) und Victoria (Bulgarien) folgen ihn wohl

    Es ist jetzt 0:15 Uhr und alle Leute schlafen schon. Ich denke, dass morgen früh über diesen Leak in den Medien berichtet wird.

    Grundsätzlich ärgert mich es schon, dass es SCHON WIEDER wie diese Carl Otto Truemän etwas von der The-Voice-Resterampe ist, aber solange der Song okay ist, bin ich zufrieden.

  7. Benjamin ist zwar ein guter Sänger, er fühlt sich aber wohl mehr im mid-tempo Bereich am wohlsten. Hab jedenfalls auf yt noch nix „schmissiges“ von ihm gefunden….hmmm :-/

  8. So nachdem ich von der Spätschicht nach Hause gekommen bin und sämtliche Beiträge hier gecheckt habe und mir einige coversongs von Benjamin Dolic angehört habe bin ich sehr gespannt was morgen auf uns zu kommt. Sollte es stimmen das Ben Dolic singt und Michael Schulte den Song geschrieben haben dann könnte es was hammermäßiges werden. Dabei ist es mir egal ob er bei TVOG mitgemacht hat oder Schweizer ist. Wenn der Song gut ist und er den Auftritt morgen nicht verkackt bin ich glücklich. Ich habe morgen leider wieder Spätschicht und verpasse alle Live Sachen Daher bin ich dankbar nachmittags in der Pause hier schon was lesen zu können. So und jetzt wünsche ich allen eine gute Nacht

  9. Ich verstehe einfach nicht, wieso bei einer Direktnominierung so ein No Name ausgewählt wird. Da greift am Ende doch wieder das Mekado-Prinzip: Wenn der Act uninteressant ist, ist auch die finale Platzierung egal. Oder anders: Lieber mit Texas Lightning und super Quoten auf der 15. landen als mit Sürpriz und totalem Desinteresse der potentiellen Zuschauer*innen in der Top3 verenden.

    • Ich wusste bisher noch nicht, dass „No no never“ die europäischen Quoten so nach oben getrieben hat!

      Und komisch, dass „beim totalen Desinteresse der potentiellen Zuschauer*innen“ doch so viele Punkte rausgesprungen sind, dass es für den dritten Platz gereicht hat. Nicht, dass ich immer mit dem europäischen Televotingverhalten konform gehe, aber in diesem Fall habe ich mich wirklich sehr gefreut.

      • Ich rede nicht vom europäischen, sondern vom deutschen Markt. Bei Texas Lightning waren 10,41 Millionen, bei Sürpriz 4,79 Millionen Zuschauer*innen dabei.

        Bei den Sisters haben übrigens 7,59 Millionen Menschen vorm Fernseher gesessen – was ich wirklich erstaunlich finde und für die Popularität des Wettbewerbs spricht – trotz alle Kamikaze-Aktionen des NDR.

      • @Frederik: Ich hatte schon verstanden, dass Du von deutschen Einschaltquoten sprichst. Ich wollte mit meinem Kommentar zum Ausdruck bringen, dass für mich die deutschen Einschaltquoten nicht das Allerwichtigste am ESC sind. Und man sollte vielleicht noch erwähnen, dass der ESC in den 90ern einschaltquotentechnisch generell nicht in einer Hochphase war, auch wenn es im Jahr zuvor einen (m.E. total nervigen) Hype gegeben hatte. Sürpriz hatten auch das Pech, dass sie von vielen hier als Nachrücker gesehen wurden, die den Start nicht verdient hätten. Aber ihr Auftritt in Jerusalem war einfach toll und das unvoreingenommene europäische Publikum hatte das zum Glück erkannt.

    • Ehm Direktnominierung? Hab ich was verpasst. Der Act wurde mit dem dazugehörigen Song so in der Kombination von einer Experten Jury und einem Europanel ausgewählt. Das ist doch pieps egal ob der bekannt ist oder nicht. Er hat sich gegen alle durchgesetzt und war das Konzept was am meisten überzeugt hat.

      • Unter anderem von der internationalen Jury, die im letzten Jahr schon Sisters die 12 Punkte gegeben habt? Ob 5 Juroren im Jahr 2009 oder 120 Juroren im Jahr 2020 – der Sender hat direkt nomieriert, da es keine TV-Ausscheidung unter Zuschauerbeteiligung gab.

      • Damit die Leute einschalten? Damit der ESC gute Quoten erreicht und so andere Künstler*innen von einer Teilnahme überzeugt werden können? Damit der NDR das ganze Ding nicht irgendwann vor lauter Amateurhaftigkeit an die Wand fährt?

      • Keine Sorge die werden schon einschalten, ob jetzt Nico Santos singt, Sarah Connor oder Ben Dolic.

      • Sagen sie das? Also die Quoten der letzten Jahre waren alles andere als schlecht. Mit einer der höchsten Einschaltquoten im gesamten Jahr. Mal ein paar weniger, mal ein paar mehr. Aber grundsätzlich sind die Quoten mehr als ordentlich.

      • Ja, das sagen sie. Natürlich sind 7 Millionen Zuschauer für heutige Verhältnisse immer noch ein Brett. Aber man könnte eben auch 10 oder 12 Millionen zum Einschalten bewegen.

      • Dass heute aufgrund des breiteren Angebot die Quoten nicht mehr bei 20 Mio. und mehr drin sind, ist völlig normal. Das ESC Finale bleibt weiterhin in der Top 10, oftmals in der Top 5, der meist gesehenen Fernsehsendungen im Jahr.

      • @chatforest Krude Logik kann man dir attestieren, entspricht außerdem 1:1 der des NDR. Statt sich mal Gedanken zu machen, wie man die 7 davongerannten Millionen Zuschauer seit 2010/11 wieder einfangen kann, redet man sich lieber die Übriggebliebenen schön. Das Gegenprogramm beim Finalabend ist mangels Traute auch seit Jahren unter aller Kanone, da ziehen wir pauschal noch mal 2 Mio ab. Und wenn’s wieder bottom 5 wird, ach was soll’s, dann hatten wir doch trotzdem alle einen schönen Abend und die Trottel werden aus Gewohnheit schon nächstes Jahr wieder einschalten, nicht wahr? Bloß nicht mal an die eigene Nase fassen, bloß nicht raus aus der Spur und immer weiter in die schon pickepackevolle Taschen geflunkert. Hätt ja noch immer jot jegange…

      • @Frederik & Kowalski:
        Kurzer Realitycheck: Der Herr Schreiber hatte in seinem Interview vor nem knappen Monat berichtet, dass die Leute, die beim Vorentscheid anrufen nur zu 6 oder 7% diejenigen seien, die beim ESC anrufen. Daraus kann man dann schliessen, dass den meisten ESC-Gucker der deutsche Vorentscheid ziemlich schnurzegal ist. Das deckt sich mit meiner Wahrnehmung, dass alle Leute in meinem Bekannten- und Freundeskreis den ESC schauen, den Vorentscheid NICHT schauen. Ich selber bin da auch nur alle paar Jahre selber vorm Fernseher.
        Das bedeutet aber auch umgekehrt, dass der Vorentscheid selber nicht die Zugmaschine für den ESC ist, die Ihr gerne hättet.
        Dagegen hatten wir dieses Jahr schon richtig viele ESC-Artikel in den diversen Zeitungen und Onlineportalen. Und zwar mehr als letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt.

      • @Benjamin:
        Das ist nur mein Eindruck. „Richtig viel“ sollte nur in Relation zu den Artikeln letztes Jahr vor dem Vorentscheid stehen.

      • Wo gab es außerhalb der Blogblase und offensichtlicher Clickbait-Desaster wie merkur online denn ernsthafte Berichte? Heute wird jede Zeitung einmal über unseren Beitrag berichten – und dann bis Mai den Mantel des Schweigens drüber ausbreiten. So baut man keinen Hype auf.

  10. @Frederik, nützt aber nix, wenn so`n Knaller wie Texas Lightning bei einem deutschen VE einfach nicht mehr im Angebot ist. Nimm mal nur die letzte deutsche VE von 2019 – nur Durchschnittware – nix was einen echt vom Hocker gerissen hätte. Am Ende wurde der Act gewählt, der am entscheidenden Abend den besten Eindruck hinterlassen hatte (war ja auch so) – aber für grosse Begeisterung hatte der nicht gesorgt und leider auch null Rückenwind bis Tel Aviv.

    Ein VE macht nur dann wieder Sinn, wenn man wirklich interessante und aussichtsreiche Acts zur Teilnahme bewegen kann. Damit scheint der NDR aber allergrösste Schwierigkeiten zu haben. Ich finde es daher gut, dass das dieses Jahr nun mal anderst läuft. Und es kann doch eigentlich nur besser werden…Glück auf!!

    • Und wenn sich dieser „No Name“, falls es sich bewahrheitet, gegen bekanntere Namen durchsetzte und das scheint ja der Fall gewesen zu sein (es waren bekannte in der Auswahl), dann kann man sagen: Der Beitrag war wirklich überzeugend.

      • Schluck selber deine Beruhigungspille. Gleiches hat man von „S!sters“ auch behauptet. Vielleicht war der noname nur der Einäugige unter lauter Blinden. Selbst wenn, der Hammer müsste schon gewaltig sein, soll das außerhalb der bubble irgendwen interessieren. Wer so runtergewirtschaftet hat, ist ohne aufbauschbare Halbwaisenstory eben aufgeschmissen. Dann die Bilanz bis hierher: mehr verkehrt als richtig gemacht und vor der Brust jede Menge Disziplinen, in denen man fast ausschließlich zu enttäuschen wusste. Es ist kein Grund erkennbar, nicht für Optimismus und erst recht nicht für Begeisterungsstürme.

    • …und einen namhaften Act zu finden, der das Wagnis ESC eingeht ist hierzulande wohl verdammt schwierig – es gibt schliesslich mehr zu verlieren, als zu gewinnen.

    • Ja, das stimmt leider, Markenpflege gehört nicht zu den Kernkompetenzen der NDR-Verantwortlichen. Na gut, was soll man von einem studierten Juristen und dem ehemaligen Büroleiter des abgegangenen Intendanten auch erwarten.

    • Noch ein schneller Gedanke: Texas Lightning haben im Jahr nach der desaströsen 2005er-Vorentscheidung (und die war wirklich, wirklich schlecht) und Gracias letztem Platz in Kiew teilgenommen. Die Ausgangslage war also beschissen. Warum sollte sowas heute – gerade in Anbetracht des stark umbrechenden Musikmarktes – nicht mehr möglich sein. Es wäre doch nicht zuviel verlangt, dass die ARD neben den 129 Musikantenscheunen wenigstens eine relevante Pop/Rock/Indie/WTF-Show auf die Beine stellt.

  11. Ja, das sagen sie. Natürlich sind 7 Millionen Zuschauer für heutige Verhältnisse immer noch ein Brett. Aber man könnte eben auch 10 oder 12 Millionen zum Einschalten bewegen.

  12. Wenn es wirklich Benjamin Dolic ist bin ich jetzt schon skeptisch. Tut mir Leid, aber er hat kein Charisma… Seine Cover von guten Liedern sind unterwätigend und das ist jetzt gerade schon ein Warnsignal…

    Bin gespannt, aber verabschiede mich schonmal von meinem Wunsch einen Uptempo Song vorgetragen zu bekommen.

  13. Ich verstehe nicht, warum kategorisch Songwriter negativ bewertet werden…ein „she got me“ von barker oder „euphoria“ von g:son hätte wohl niemand abgelehnt! Also: Immer schön ruhig bleiben und den Nachmittag bzw. Abend abwarten 🙂

    • „She gor me“ war ein gutes Beispiel, wie so ein Retortensong gut abschneiden kann, der nicht mal originell war, weil er sich an den Vorjahrshype anlehnte. Sowas ist gutes Füllmaterial, wenn aber immer mehr Länder auf sowas setzten (dieses Jahr mit Frankreich auch schon wieder eins mehr), verliert der ESC das Besondere. Euphoria war nicht wirklich ein gutes Lied, hier klappte aber die Interpretation der Künstlerin erstaunlich gut, und so wurde daraus etwas Einzigartieges. Ok, wenn G:Son mal alle 40+ Länder beliefert, dann man da auch wieder ein Song richtig rausstechen, aber wollen wir wirklich daraud warten?

      Andererseits muss das System des NDR nicht wirklcih grunsäztlich auf Retorte hinaus laufen. Man kann in die Wertung natürlich auch Künstler mit eigenen Songs einbauen.

  14. Ich mag die Stimme überhaupt nicht.. Irgendwie klingt die Stimme von Benjamin Doloc einfach gar nicht reif.. Wenn ich die mit Michael schulte Vergleiche, gewinnt schulte’s Stimme riesen Vorsprung..
    Ich ahne da leider nichts gutes

  15. Sollte es wie behauptet so kommen wird, dann würde meine Erwartung (entgegen meinem Wunsch) wahrwerden:
    – männlicher recht unbekannter Interpret (damit haben ich absolut kein Problem)
    – Ballade oder Midtempo (bevorzuge eindeutig Umptempo und halte dies auch für aussichtsreicher)

      • Mir schwant nichts Gutes für heute 15:45 Uhr. Nicht weil das Lied schlecht ist, sondern weil die Community sich schon fest auf den Verriss eingestellt hat und sich nicht zu Schade ist, ohne das Lied zu kennen, ein negatives Bauchgefühl zu Äußern. Also dann wieder das jährliche 0-Punkte Voraussagen, es scheint einige glücklich zu machen.
        Dazu kommt, konnte man letztes Jahr den Titel noch mit vier anderen vergleichen und da einen besser finden, kann man ihn dieses Jahr mit allen fiktiven Liedern vergleichen und findet bestimmt etwas besseres. Das werden sich unsere Mießmachen nicht entgehen lassen.

        Zu deinem Gefühl. Das Tempo des Liedes durfte beim ESC ziemlich schnuppe sein. Wichtig ist alleinig, dass die 3 Minuten eine positive Emotion bei dem Zuschauern bewirken.

      • Ich finde leider die Analysen momentan nicht, aber das Tempo selber hat interessanterweise durchaus einen Einfluss auf die Chancen zu gewinnen oderletzter zu werden und dabei und wenn ich mih richtig erinnere, dann ist Midtempo bei den letzten Plätzen besonders stark vertreten.

        Unabhängig davon zumindest bei mir nicht immer vom Negativsten ausgehen. Ich persönlich habe halt schon zu viele Midtemposongs abstürzen sehen.
        Aber wie ich schon schrieb: Warten wir es ab.

    • Ich frag mich echt, was hier alle immer mit Mid-Tempo, Up-Tempo und Ballade haben. Ein Song muss die Leute erreichen und ob er das schafft oder nicht, hat nicht wirklich etwas mit der Geschwindigkeit des Songs zu tun. Die ist nur ein Bestandteil von vielen, denn das Gesamtpaket muss stimmen. Einem Song vorm ersten Hören allein aufgrund seiner (potentiellen) Geschwindigkeit alle Chancen abzusprechen, ist echt dämlich.

      • Ich finde leider die Analysen momentan nicht, aber das Tempo selber hat interessanterweise durchaus einen Einfluss auf die Chancen zu gewinnen oderletzter zu werden und dabei und wenn ich mih richtig erinnere, dann ist Midtempo bei den letzten Plätzen besonders stark vertreten.

  16. Kleiner TV-Hinweis: Laut ARD-Teletext (S. 314) soll es heute bei Live nach Neun (ab 9:05 Uhr) einen kleinen.Beitrag zu heute Abend geben. Das wird für uns wohl nix Neues bringen. Aber wenn man mittlerweile schon kleine Trailer feiern muss, so sei auch darauf mal hingewiesen…

    • Hab’s grad gesehen. War wie erwartet für uns ohne neue Infos. Aufhänger war das Barbara Schöneberger-Video zum Vorentscheidsersatz. Ich klinke mich bis heute Abend mal aus und wünsche euch und uns für heute Nachmittag/Abend das Beste. Mit einer Träne im Knopfloch ob des VE-Abschaffens dann bis nach der ONE-Show…

  17. Stimme Dir zu! Ich würde mir auch wünschen, dass wir alle heute Abend (oder Nachmittag) unserem Beitrag und Interpreten mit einer positiven Grundhaltung begegnen und nicht gleich draufkloppen… Allen einen schönen Donnerstag!

  18. Inzwischen gehe ich ganz fest von Benjamin D. aus. Und was soll ich sagen? Das macht mir ganz viel Hoffnung, weil ich ihn großartig finde. Schon damals bei TVOG. Jetzt noch ein geiler Song PLEASE! Mal abgesehen davon wünsche ich ihm ein dickes Fell – Bei der „Fan“ Mentalität, die in den meisten Foren herrscht, wird er gegrillt werden – egal wie gut der Song ist.

  19. Naheliegend wäre ja auch, dass Benjamin Dolic für die Schweiz nach Rotterdam reist – schließlich haben auch unsere Nachbarn ihren Beitrag intern ausgesucht.

  20. Guten Morgen,
    ich habe mittlerweile gar kein Gefühl mehr und versuche, möglichst unbefangen an den Song heranzugehen. Hab‘ heute morgen Bürotag und hören BBC1, um gleich den UK Beitrag zu hören. Macht Spaß!

  21. Wenn es denn Benjamin Dolic würde, dann wäre ich zumindest mit ihm als Sänger schon mal sehr einverstanden. Das präventive Gejammere („No Name“, „kein Charisma“, „Ich ahne nichts Gutes“…) einiger Berufspessimisten hier kann man fast nicht mehr hören. Ich finde es einem Künstler gegenüber, der sich traut, beim ESC mitzumachen, komplett unfair und respektlos.
    Ich finde, er hat eine tolle, außergewöhnlich klare Stimme, die auffällt.
    Er war Zweiter bei The Voice (Michael Schulte war ähnlich erfolgreich bei The Voice). Ob man es nun mag oder nicht, aber die meisten der Finalisten bei The Voice können singen und Benjamin kann das definitiv auch.
    Außerdem war Benjamin Dolic hier einer der Top-10 Wunschkandidaten der ehemaligen Eurovisionsjury. So ganz doof sind die ja vermutlich auch nicht.
    Und Bekanntheit ist für mich kein wesentliches Kriterium. Michael Schulte kannte doch vor dem ESC auch kaum jemand. Zlatko oder Moshammer schon.
    In 7 Stunden sind wir schlauer. Die Zeit können einige ja noch gut nutzen, um ihre Messer zu wetzen.

  22. Hier ist ja einiges los 😀 Ich verhänge mir heute Nachmittag Blog-Sperre und gucke ganz entspannt „Unser Lied für Rotterdam“ und danach den ESC-kompakt Livestream. Benjamin Dolic kenne ich nur vom Namen her. Sollte er es werden, warte ich den Song ab (also sowieso erst den heutigen Abend). Die Spekulationen haben schon Spaß gemacht (alle, die das nervig finden, mussten und müssen die Artikel ja nicht lesen 😉 ), aber es wird jetzt Zeit für heute Abend 😀
    Vorher muss ich aber doch nochmal auf den Blog, weil wir ja Großes aus dem UK erwarten 😀 John Newman wäre sehr cool. Seinen Bruder habe ich noch nie singen gehört. Abwarten…
    Uns allen einen tollen ESC-Tag heute 😀

    • Der einzige Grund, wieso hier spekuliert wird, dass Benjamin zum ESC fährt ist, dass er gestern in der Astor Lounge unterwegs war – dem Drehort für Unser Lied für Rotterdam. Das verbindet ihn einzig und allein – wenn überhaupt – mit dem deutschen Beitrag.
      Aber nicht mit der Schweiz. Auch wenn er Schweizer ist, bin ich mir fast schon sicher, dass es in der Schweiz noch mehr als nur einen Sänger gibt, dessen Stimme ungewöhnlich hoch ist 😉 Das ist jetzt so, als würde ich „vermuten“, dass Stefanie Heinzmann für die Schweiz antritt, nur weil sie Schweizerin ist.

      • Also wenn es der wird, frage ich mich ob der NDR nicht genügend gute Deutsche Sänger gefunden hat, das man sich mit einem eher unbekannten Schweizer Sänger abgeben muss.

      • Stefanie Heinzmann hat den Swiss Music Award als beste Solokünstlerin gewonnen! Bei den Männern ging er an Luca Hänni.

    • Was in dem fall für den dolic sprechen würde….esc-kompakt hat im zusammenhang mit der deutschen auswahl immer wieder auf das schweizer beispiel verwiesen. Und weil wir ja vermuten, das esc-kompakt mehr weiss als wir…..

  23. Die Mindesterwartung, die ich an die Entscheidung des NDR knüpfe, wäre zumindest mal ein Abweichen vom bisherigen Schema – also statt der in den letzten fünf Jahren stets ausgewählten Nonames oder The-Voice-Kandidaten mit Quasi-Retortensong mal ein eigenständiger Act mit eigenem, gerne auch etwas gewagterem Konzept.

    So wie es jetzt aussieht, bekommen wir aber genau das gleiche wie die letzten Jahre. Wenn das stimmen sollte, kann ich einfach nicht umhin, enttäuscht zu sein (mit viel Glück ist der Song dann gut genug, um das auszugleichen). Die Behauptung, dass so ein Konstrukt für einen öffentlichen Vorentscheid nicht zur Verfügung gestanden oder diesen nicht gewonnen hätte, wäre für mich grober Unfug.
    Der Zuschauer soll nun also glauben, dass sich der ausgewählte Song gegen viel stärkere Konkurrenz als sonst durchgesetzt hat, weil diese Konkurrenz ja keine Angst mehr vor dem Imageschaden eines Vorentscheidsverlust haben muss? Hat ein bisschen was von Placebo-Effekt…

    Nun denn. Viel Lärm um (noch) nichts.
    Wir warten weiter (aufs Christkind) …

    • Aber von der Erwartung musste man sich doch in dem Moment verabschieden, als die grundsätzliche
      Beibehaltung des bisherigen Auswahlverfahrens bekannt gegeben wurde. Nur dass dieses mal eben nicht sechs oder sieben, sondern lediglich der am besten bewertete Song veröffentlicht wird. Da wundert mich es nicht, wenn das wieder ein „Schema-F“-Song geworden ist, der auch schon in den letzten Jahren von den Jurys gut bewertet wurde. Eine andere Sache wäre es gewesen, wenn wirklich nur 2-4 NDR-Funktionäre intern etwas auswählen und da vielleicht auch mal was riskiert hätten.

      • Dazu habe mich auch schon früher entsprechend kritisch geäussert, nur gab (und gibt …) es ja Hoffnung, dass in der Auswahl eben nicht NUR Newcomer waren und wenn schon, dann zumindest welche, die vielleicht schon eine gewisse musikalische Eigenständigkeit und/oder sogar kompositorische Fähigkeiten (meinetwegen auch einen entsprechenden Partner) mitbringen. Eben das, was die letzten Kandidaten (bis auf vielleicht Schulte) so vermissen liessen.
        Den letzten Funken Hoffnung diesbezüglich werde ich mir aber bis heute abend bewahren. 😉

  24. Habe heute ab 15.30 Internetverbot von meinen Töchtern auferlegt bekommen, um dann gemeinsam und vollkommen unvoreingenommen abends die Sendung auf One zu verfolgen.
    Bin krankgeschrieben, was soll ich bis dahin nur tun ? 🤢🤢🤢🤢

    • Ich bin auch geneigt, so einen Nachrichtenstop durchzuziehen – ist ja nicht so, dass einem an jeder Ecke spoilerfreudige ESC-Fans auflauern und zur Not kann man sich auch einfach mal ein-zwei Filme, meinetwegen auch Serien anschauen.

      Das Problem ist nur, dass ich meine Kinder diesbezüglich noch nicht instruiert habe …

  25. Limmo
    14. Februar 2020 um 12:59 Uhr

    Ich glaube, dass es jemand ist, der so halb bekannt ist. Mit einem eigenen YouTube Channel, ein paar Fans und vielleicht ne Teilnahme an einer Casting Show in der Vergangenheit. Jemand der Bühnenerfahrung hat und sich gut präsentieren kann. Aber das Lied wird die Masse ansprechen. Modern, aber eigentlich nicht wirklich gut und irgendwas polarisierendes, um es von den anderen zu unterscheiden, die sich eigentlich genauso abhören… (ich möchte nicht auf Michael Schulte anspielen).

    Das schrieb ich am 14. Februar… würde ja schon passen, wenn es wirklich Benjamin D. ist… 😀

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