Unser Lied für Rotterdam: So wurde der deutsche ESC-Beitrag 2020 ausgewählt

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So arbeitete die Eurovisions-Jury 2018

Am Montag vor einer Woche hat der NDR die ersten Informationen zum Auswahlprozess für den deutschen ESC-Beitrag 2020 veröffentlicht und zeitgleich weitere Informationen für den heutigen Tag angekündigt. Wir hatten gestern schon vermutet, dass es sich dabei um konkretere Details zur Song- und Künstlerauswahl sowie der Arbeit der beiden Jurys handeln könnte und genauso ist es gekommen: Veröffentlicht wurden ein weiteres Video mit dem Titel „Das ESC-Institut von Prof. S“ sowie ein Handout zu den Aktivitäten der beiden Jurys.

Aus der letzten Woche wissen wir bereits, dass das Auswahlverfahren, das in diesem Jahr angewendet wurde, dem aus den vergangenen beiden Jahren gleicht: Eine 100-köpfige deutsche Eurovisions-Jury und eine 20-köpfige internationale Expertenjury aus Musikprofis hat die mehr als 600 Künstler in mehreren Runden bewertet. „Lediglich“ die Vorentscheidung und damit die Beteiligung des Publikums entfällt – damit orientiert sich Deutschland am ESC-Auswahlverfahren der Schweiz, die im vergangenen sowie in diesem Jahr ebenfalls so verfahren ist.

Detaillierter wurde das Verfahren jetzt in einem Video mit (einige Leser hatten ihn schon am Hinterkopf erkannt) Sky du Mont erklärt, der sich „Prof. Satellite“ nennt. Hier erfahren wir, dass der NDR über Facebook, Instagram und YouTube Songs gesucht und diese dann mit Newcomern gepairt hat. Auf eurovision.de steht wiederum, dass über die genannten Plattformen die Künstler gesucht wurden, was uns etwas einleuchtender erscheint. (Anmerkung: Im Folgenden gibt es weitere Abweichungen zwischen dem Video und dem verschriftlichten Prozess auf eurovision.de. Wir gehen in diesem Fall davon aus, dass die schriftliche Version korrekt ist.)

Um die passenden Songs für diese Newcomer zu finden, wurden dann wiederum nationale und internationale Songwriter angesprochen, die Lieder eingereicht haben. Zusätzlich fanden aber auch Songwriting Camps statt. So wurden am Ende 607 Künstler sowie 568 Songs gefunden, 84 davon sind im Laufe des Prozesses entstanden. Diese 568 Lieder und 607 Künstler wurden dann von den beiden oben genannten Jurys bewertet. In dem Video mit Sky du Mont wird auch nochmals erklärt, wie diese Jurys gefunden wurden.

Im nächsten Schritt wurden die Lieder und Künstler – zunächst unabhängig voneinander – in mehreren Votingrunden immer weiter reduziert, bis am Ende 50 Künstler und 34 Songs übrig waren. Diese wurden dann gepairt, d.h. Lieder und Künstler wurden so miteinander kombiniert, dass sie bestmöglich zusammenpassten. Am Ende blieben für die finale Votingrunde 20 Act-Song-Kombinationen bestehend aus 10 Künstlern und 17 Songs. Manche Songs wurden also logischerweise von mehreren Künstlern gesungen (darüber hatten wir schon Anfang des Jahres berichtet).

Von diesen 20 Act-Song-Kombinationen wurden dann wie in den vergangenen Jahren bei den Eurovision-Workshops einheitliche Videos erstellt, für die jeder Künstler nur drei Versuche hatte und die dann als Bewertungsgrundlage für die letzte Wertungsrunde der Jurys dienten. Der deutsche ESC-Beitrag hat sowohl von der Eurovisions- als auch von der internationalen Fachjury die meisten Punkte erhalten.

Ausführlich ist das Verfahren außerdem ebenfalls auf eurovision.de beschrieben.

Der deutsche ESC-Beitrag 2020 wird am Donnerstag, den 27. Februar, um 21:30 Uhr in der Sendung „Unser Lied für Rotterdam“ auf ONE präsentiert.


406 Kommentare

  1. Newcomer ist ein Problem vor allem wegen der erstmal völlig fehlenden Reichweite. Das Risiko ist im Newcomer-Fall sehr gross einen Fehlschlag zu erleiden. Schwer wird es einen schlechten Start noch wegzubügeln. Es sollte schon eine merkliche Anzahl an Leuten geben die sich einen solchen Newcomersong wirklich öfters anhören wollen. Zu erwarten ist so wie man zumindest die 100er ESC Jury kennt ein eher konservativer Castingshowsiegersong-ähnlicher Beitrag. Das könnte übelst in die Hose gehen. Als gering aber natürlich vorhanden sind die Möglichkeiten ‚mäßige Beliebtheit erlangend‘ und sehr unwahrscheinlich: ‚instant bombenerfolg‘.

    • Ich sehe das mit dem Risiko, dass Newcomer eher einen Fehlschlag wegen fehlender Reichweite erleiden, etwas anders. So viele Top-Stars treten beim ESC ja nun auch nicht wirklich in den Ring.
      Für die anderen 40-ESC Länder ist es doch ziemlich egal, wie bekannt ein Künstler in seinem eigenen Land ist. Für „bekannt im fremden Land“ gibt es keinen einzigen Punkt mehr. Wie viele Menschen außerhalb von Holland kannten Duncan (wahrscheinlich kannten ihn selbst die meisten Holländer nicht). Oder Sobral?. Wurst? Jamala? Netta? Lena?
      Die Zuschauer und Juroren aus >40 Ländern sehen am Finaltag 26 x 3 Minuten lang Irgendwen, den sie nicht kennen. Da suchen sie sich dann das raus, was ihnen irgendwie im Gedächtnis bleibt oder sie berührt. Und rufen vielleicht an. Wahrscheinlich aber nicht mal das.
      Da müsste dann wirklich schon eine internationale Granate auftreten, um da Eindruck zu hinterlassen. Aber wo soll die herkommen? Wer sollte das sein aus Deutschland?
      Das Risiko ist für etablierte Stars doch viel größer, als Loser abgestempelt zu werden, weil die Erwartungshaltung auch viel größer ist.
      Ein Nobody kann kaum was verlieren, aber viel gewinnen. Bei einem Top-Star ist doch alles andere als der erste Platz schon eine Niederlage.

      • @Kirsten. Jamal ist Sonderfall, da es in der Ukraine eigentlich gar keinen Musikmarkt für Songs so richtig gibt. Sobral war in Portugal mehrere Wochen nach seinem VE Sieg in den dortigen Streaming Top 40. Das war eine recht starke Leistung für diesen ja zum Anhören eigentlich doch sehr sperrigen Song. Bei Wurst war Streaming noch unbedeutend. Meine mich aber erinnern zu können, dass ihr Song in den Ösi-Top 40 Wochencharts nach dem VE vertreten war. Aber nur so 30er Bereich. Wissen hier bestimmt aber welche genauer. Bei Youtube jedoch lief es für Wurst auf Anhieb gut. Sorgte für rasches Aufsehen. Bei Sobral dagegen mehr so la-la war aber gut bewertet. Netta war sehr stark bei Youtube. Ihr Song hat es weitflächig in die Youtube-algos geschafft. Auch in nicht-europäischen Ländern. Duncan lief sowohl bei Youtube als auch im heimatlichen Streaming gut.

        Du hast insofern natürlich Recht, dass aus irgendwelchen Vorfelderfolgen, oder Miserfolgen nicht zwangsläufig vorgezeichnet ist, wie es im ESC Finale laufen wird. Eins ist aber erwiesen: wahrscheinlicher machen es Miserfolge im Vorfeld nicht, dass im ESC Finale Erfolg einkehrt. Es ist z.B. zu 99,9% auszuschliessen, dass ein deutscher VE Siegersong Platz 1 der deutschen Charts vor dem Finale erreicht hat und im ESC Finale dann Letzter wird. Das geht nicht. Selbst nur Platz 20 wäre so gut wie eine Garantie dafür, dass man nicht im letzten Drittel landet.

      • Chart-Performance und (Miss-)Erfolg beim ESC stehen nicht zwingend in einem Zusammenhang. „Ghost“ war z.B. in den Charts etwas erfolgreicher als „You Let Me Walk Alone“ und das wird sicherlich nicht die berühmte Ausnahme sein.

      • @Frédéric:
        Nee, das stimmt so nicht. YLMWA war insgesamt deutlich erfolgreicher in den Charts als „Ghost“. Jamie-Lee peakte auf 11, Micha auf 3. In den Midweek-Charts nach dem ESC lag er sogar noch auf 1. Wann hat das zum letzten Mal ein deutscher Beitrag geschafft? 🙂

      • Allerdings war Michael Schulte laut Wikipedia nur 8 Wochen in den Charts (ich nehme an, es sind die Top 100 gemeint) und Jamie-Lee 19 Wochen. Sogar Gracias „Run and hide“ hat sich 9 Wochen gehalten und eben den von Trevoristos genannten Platz 20 erreicht, wobei damals auch von Chart-Manipulationen die Rede gewesen war, was für die Aufenthaltdauer weniger eine Rolle gespielt haben dürfte als für die Peak Position. Ich gebe aber gern zu, dass es über die Jahre unterschiedlich schwierig gewesen ist, sich länger in den Charts zu halten.

        Texas Lightning war eine deutsche Nummer 1 und schaffte beim ESC Platz 14 (wobei das ja gar nicht so schlecht ist, aber von vielen in Deutschland als Enttäuschung wahrgenommen wurde), Sürpriz kamen gar nicht in die Top 100 und sie wurden Dritte, für mich einer der schönsten Momente der ESC-Geschichte, gerade auch weil es im Vorfeld nicht solch einen schrecklichen Hype gegeben hatte. Um mal ein internationales Beispiel zu nennen: Jahn Teigens „Mill etter mill“ war der erste Nullpunkter des ab 1975 geltenden Wertungssystems, in Norwegen war’s eine Nummer 1.

      • @Andi
        Mir ging es um Trevoristos‘ These, dass ein Charterfolg vor dem ESC dort eine passable Platzierung zur Folge hat.
        In meiner Erinnerung war YLMWA in dieser Phase weniger erfolgreich als z.B. Ghost. Wobei man bei letzterem natürlich noch den The-Voice Schub abziehen kann (bin auch nicht sicher, ob Ghost seinen Peak vor oder nach dem VE hatte.

      • @Frédéric & Thomas:
        Aber auch vor dem ESC hat Michael trotz schwächerer Chart-Platzierung mehr verkauft. Von Streamingzahlen ganz zu schweigen. Ist jetzt die Frage, was man als erfolgreicher ansieht. Ihren Platz 11 im Vergleich zu seinem Platz 29 oder was es auch immer direkt nach dem VE war, oder aber die absoluten Zahlen. Schwer.
        Aber zumindest eint wohl beide, dass sie nicht von sehr viel Häme begleitet wurden, nachdem sie den VE gewonnen hatten. Das war in meiner Wahrnehmung in anderen Jahren deutlich anders. Und nach dem ESC ja erst recht.

      • Also Jamie-Lee’s Peakposition war 11 nach ihrem Sieg bei The Voice, nach dem ESC-Vorentscheid kam sie dann noch einmal auf die 12. Michael Schulte hatte nur einen einwöchigen Einstand auf der 27, dann fiel er wieder aus den Charts. Erst nach seinem (für uns alle so überraschenden und überragenden 4. Platz in Lissabon) stieg er dann auf der 3 wieder ein.

        Conchita Wurst war vor ihrem Sieg in Österreich nur eine Woche in den Charts. Auf Platz 51.

    • „Wear your love“ ist also ein konservativer Castingshowsiegersong gewesen? Denn das war letztes Jahr der Favorit der 100er Jury.

    • muss da noch eine Konkretisierung anfügen: ‚Ghost‘ ist natürlich ein seltener Sonderfall. Dieser Titel war ja nicht als ESC Titel gedacht gewesen, sondern wurde weit vor dem Bekanntwerden einer VE Nominierung bereits als Castingshowsiegersong veröffentlicht und hatte da schon wie für damals noch für Castingsiegertitel weitgehend üblich kommerziellen Erfolg durch Fankäufe. Zudem beziehe ich mich ausschliesslich auf die aktuelle Situation. Das Streaming hat die Wirkung kurzfristiger Peaks stark verändert. Peaks durch TV schlagen dort bei weitem nicht mehr so zu Buche, wie das früher der Fall war. Heutzutage werden Peaks durch Algorithmen befeuert und in Kombination mit/oder durch trafficstarke socialmedia accounts erzeugt und wirken ausserordentlich intensiv (öfters aber nicht nachhaltig). Hier erweist es sich, dass die ESC Fanblase viel zu wenig Personen umfasst, um erkennbar an der Spitze wirksam zu werden.

      Insgesamt muss aber schon eingeräumt werden, dass ‚Ghost‘ in Deutschland einen Erfolg darstellte auch wenn man die erste Veröffentlichungsphase mal aussen vor lässt. Es hätte beim ESC besser laufen können müssen, wenigstens beim Televote. Glaube, dass die Darstellung auf der Bühne halt einfach Käse war. Es gab keinen Gleichklang aus Aufmachung, Bühnenbild, Choreo und Styling der Sängerin. und naja halt ab und zu (aber nicht oft) funktioniert ein englischsprachiger Song in Deutschland, woanders aber halt nicht. Ausnahmen bestätigten die Regel. Die Regeln haben sich aber durch das Streaming geändert. Die Regeln die noch zu ‚Ghost‘ Zeiten galten, die gelten heute so gut wie nicht mehr…

      Ausserdem muss angemerkt werden, dass das gerade für den ESC wichtige Youtubestreaming in Deutschland und den meisten anderen Ländern leider nicht chartrelevant ist, obwohl es echter Musikkonsum ist und auch beträchtliche Einnahmen generiert.

      und wollen wir mal ehrlich sein: viele auch bei den Entscheidern geben ja zu Protokoll ‚Charterfolg sei nicht wichtig‘ doch wären sie unter den Ersten, die hemmungslos großspurig jubeln würden, gäbe es einen größeren Charterfolg…da kann man sich 100% sicher sein.

    • Über 4 Mio Franzosen haben sich gestern die Premiere ihres Liedes für Rotterdam angeschaut. Schauen wir mal ob der NDR auf ONE auch so eine tolle Quote schafft 😉.

      • „Über 4 Mio Franzosen haben sich gestern die Premiere ihres Liedes für Rotterdam angeschaut.“

        Wahrscheinlich war der 5-minütige Sendeblock umgeben von zwei Programmhighlights … nur so eine Vermutung.

      • Es war eine 25-minutigen Sendung (20.30-20.55) unmittelbar nach den Nachrichten. In der Regel sind die Nachrichten um 13.00 die am meisten gesehenen Sendung des Tages.

    • Lena hatte aber halt sehr viel TV-Airtime schon vor ihrem VE Sieg und sie hat haufenweise Lieder in die Charts gebracht, die sie in der Castingphase vorgetragen hatte. Ist aber richtig, dass sie Newcomerin war, da ihr erstes kommerzielles Musikprodukt u.a. der Siegersong war. Nicole war keine Newcomerin. Sie hatte bereits einen Top 10 Hit (oder Platz 11 müsste man Wiki zu Rate ziehen) (Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund‘ hiess das glaub ich).
      Lena hatte aber eben zu ihrer Zeit 2010 in einer sehr sehr quotenstarken Sendung reüssiert. Der Lena Hype lief ja schon quasi nach ihrem allerersten Auftritt. Damals war das mit den Castingshows auch noch in den Musikkonsumentenbereich hinein stark wirkend. Das ist heute nicht mehr so.

      Nur im äusserst seltenen, eher doch theoretischen Fall könnte ein Newcomersong, lediglich im Kanal One vor weniger als 100.000 Zuschauern vorgestellt, zum Hype hochmutieren. Kann aber sein, dass weitere Auftritte in zuseherstarken Sendungen der ARD Kette durchgezogen werden, was sicher Wirkung erzielen würde. Bei Youtube in die Trends zu kommen könnte passieren, was nicht unbedingt heisst, dass das auch was Gutes bedeutet. Ein ‚Daumen-runter‘-Gewitter pusht gelegentlich auch mal was in die Trends. Kann aber auch gut sein, dass die Trends komplett verfehlt werden. Der Freitag ist, was die Youtubetrends betrifft, sehr hart umkämpt. Da hat es der Newcomer mit extrem bekannten Rapacts zu tun, die nicht mal so eben leicht zu besiegen sind. Falls die Trends fehlschlagen müssten wahrscheinlich dann erhebliche Summen bei Youtube in Werbung investiert werden, um fehlende Algorithmus-Platzierung zu ersetzen. Relativ schnell wird die Plattenfirma, die das zu bezahlen hätte, spitz bekommen, ob Werbung dafür überhaupt ein lohnendes Investment ist. Es besteht aber auch noch die kleine Option, dass der deutsche Act in diesem Jahr gar nicht unter den Fittichen eines der 4 Musikkonzerne ist. Es wäre dann gar kein Geld da für eventuell notwendig werdende Promo. Aber, wir könne recht sicher sein, es wird einer der 4 Musikkonzerne seine Fingerchen im Spiele haben…

    • Bezüglich Nicole stimmt das nicht ganz, Nicole war schon in den Frühen Achtzigern vor 1982 schon sehr bekannt. Hatte mit Papillion schon einen Hit. Sie war damals schon eine bekannte Schlagersängerin, zumindest in Deutschland.

      • Ach Leute, immer dieses Halbwissen, dass dann hier wie die große Offenbarung gebracht wird. Also Nicole: „Flieg‘ nicht so hoch mein kleiner Freund“ – am 24.08.1981 auf Platz 2 der deutschen Charts, insgesamt 22 Wochen in den Charts. „Der alte Mann und das Meer“ – am 18.01.1982 auf Platz 41, insgesamt 9 Wochen in den Charts. Also sie war keine absolute Newcomerin mehr, lief auch viel im Radio (habe damals RTL gehört), aber „Ein bißchen Frieden“ war erst ihre dritte Single (die in den Charts landete) und „Papillon“ war die Nachfolgesingle (Peak 23). Insgesamt hatte sie 19 Titel in den Charts, aber mit „Ich hab‘ dich doch lieb“ nur noch einen weiteren Top 10 Hit. Aber die große Zeit des Schlagers war dann 1982 auch vorbei.

  2. Zitat Professor Satellite: „Nach einem Facebookaufruf konnte sich jeder für die Teilnahme an der Eurovisionsjury 2020 bewerben.“

    Jeder? Jeder … mit einem Facebook-Konto. Na toll. Skandal!

    I + F + Y … ich bin wohl mittlerweile zu alt für den ESC.

    Und die ‚ESC Formel‘ treibt einem Mathematiker die Tränen in die Augen.

    Puh, zum Glück geht es nur um ein Lied. Wird schon irgendwie.

    • diesen Facebookaufruf sollte mal jemand erscrollen und nen Bildschrimdruck davon hier veröffentlichen. War es nicht in Wahrheit so, dass sich keineswegs ‚jeder‘ hat bewerben können….?

      • @inga:
        Ist ja okay, dass du damit nix am Hut hast.
        Aber Musiker haben damit was am Hut, weil sie die Reichweite dort brauchen. Wo du da einen Skandal siehst, ist mir nicht ganz klar.

      • Der Link zur Bewerbungs-Umfrage für das Panel wurde auf mehreren Wegen verbreitet, auch hier auf ESC-Kompakt.

      • @Andi:
        Das mit dem ‚Skandal‘ ist nicht ganz so Ernst gemeint, keine Angst. Es hat aber nun mal nicht JEDER ein Facebook Konto, somit konnte auch nicht (wie im Video gesagt) JEDER Jurymitglied werden. Und dass ich mit F nichts am Hut habe, bezieht sich auf die Frage in der Antwort von Trevoristos zum Facebookaufruf. Die kann ich nicht beantworten, da ich wie gesagt kein Konto habe und auch keines möchte.

        Und Sky du Mont ist ’ne coole Socke, muss man mal so sagen.

      • @inga
        Ach, pardon, ich hatte gedacht, es geht um den Aufruf für Musiker… wegen Y+I+F…

        Aber es gab diese Juryaufruf auch nur für FB-User? Das war für 2019 noch anders. Da habe ich mich beworben und das lief nicht über FB.

      • @Andi:
        So wurde es zumindest im Video gesagt. Laut Floppy1992 gab es aber wohl auch noch andere Verbreitungswege.

        Kein Problem, alles gut.

  3. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass der Name des Interpreten noch nicht in der Medienszene angekommen ist. Es gibt doch bereits im Kreise des NDR Eingeweihte und auch die Vorbereitungen für die Show müssen ja laufen. Das zieht ja weitere Kreise. Bin gespannt, wann der Name letztlich durchsickert…

    • Nein. Wenn dem so wäre hätte schon längst ein Outlet eine Insider-Info rausgehauen. Es muss aber Dutzende von Gecasteten geben, die das Good-Bye erhalten haben. Auch die Schweigen alle. Insgesamt ist der Erfolg der Geheimhaltung ungewöhnlich. Müsste die ‚Vierbuchstabenzeitung‘, oder so, wohl viel viel mehr Geld für Infos bieten…ab ner bestimmten wird doch immer einer schwach…es interessiert die Outlets aber einfach überhaupt nicht genug dafür Geld zu verjubeln.

      • Es kann auch gut sein, dass die „Outlets“ gar nichts voneinander wissen und alles, was sie sagen könnten, wäre: „Ich war dabei, bin es nicht geworden und wer es ist, weiß ich nicht“. Aber warum sollten sie das tun? Eventuell möchten sie ja nächstes Jahr wieder mitmachen und es sicht jetzt nicht dadurch verscherzen.
        Die Schweiz macht ja im übrigen das gleiche Verfahren und auch dort deutet sich dieses Mal bisher kein Leak an (im letzten Jahr auch nur durch den „Inneren Zirkel“ (SRF-Twitteraccount, Luca selbst)), so ungewöhlich ist das also gar nicht.

      • Vielleicht postet ja ein Star seit dem 12.12.2019 doppeldeutiges auf seiner Twitter Seite oder so. Aber bei newcomern wird es schwer rauszukriegen sein.

      • es hat niemand irgendwas gepostet, der/die da im Herbst 19 dabei war. Kein einziges Sterbenswörtchen. Google würde es finden…die Frage ist nicht ob das ungewöhnlich ist, sondern warum niemand über seine vielleicht sogar ungerechtfertigt gescheiterte Teilnahme seit vielen Monaten kein einziges Wort verliert…wenn z.B. ich ein bekannter Act wäre würd mich das ja unwahrscheinlich wurmen mit meinem ach so tollen Song gegen einen ’nobody‘ den Kürzeren gezogen zu haben…Das Schweigegelübde muss daher mit einer sehr hohen Vertragsstrafe verbunden sein. Das könnte aber mit gar nicht mal so viel Geschick umgangen werden, wenn man das wollte. Frage ist: warum will das niemand und zwar niemand von 600!

      • @Trevoristos
        Genau, DICH würde das wurmen. Du kannst aber nicht so einfach von dir auf andere schließen. Sei doch froh, dass sich die Teilnehmer bisher professionell verhalten und es kein böses Blut im Vorfeld gibt. Außerdem bin ich gar nicht so sicher, ob überhaupt alle 607 von ihrem Glück wussten. In den letzten Jahren lief die Strategie „Herzlichen Glückwunsch, du bist in den Top 20 / 50“ ja auch ziemlich gut, um zurückhaltende Leute für sich zu gewinnen.
        Und was willst du überhaupt googlen, um da irgendwas zu finden? „Der NDR ist SCHEIßE 2020“?

      • @floppy1992
        ‚mich‘ würde es natürlich wurmen wenn ich dort teilgenommen hätte mit einem Supersong und dann die Red Card bekommen hätte weil irgendein Retortenact von Universal mir die Suppe versalzt. Rein hypothetisch natürlich.
        Ob und wann etwas professionell ist mag ich, anders als Du, nicht beurteilen. also…ich wundere mich nur. Es müsste doch wenigstens ein paar geben, die richtig sauer sind. 9 von 10 zum Beispiel. Oder die 25 die davor geaxt wurden…

  4. So jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben. Zum Video: Sky DuMont hat die Vorgaben exzellent und glaubwürdig umgesetzt. Das Video hätte man auch in der Sendung mit der Maus zeigen können. Vom Inhalt her dachte ich die ganze Zeit der Beitrag aus Frankreich wurde beschrieben hätte ich den bloß vorher nicht gehört. Ich werde mich auch überraschen lassen am 27.2 aber ich bin sehr skeptisch ob da was gutes bei rauskommt. Das Verfahren mit den beiden Jurys ist vllt nicht das verkehrteste aber ich hätte mir etwas mehr Offenheit gewünscht. Fürs nächste Jahr sollte man dabei bleiben wollen würde ich mir wünschen zusätzlich zu den Jurys die Fans in Form eines Onlinevotings hier auf ESC Kompakt und von mir aus auch auf Wiwiblogs ab einem Bestimmten Zeitpunkt mit einzubeziehen. Z.B. Ab dem Zeitpunkt wo die besten 50,30 oder 20 Songs oder Acts festesten. Es gibt ja bestimmt Tonspuren oder Videos vom Tonstudio die in den Blogs per Onlinevoting bewertet werden könnten. Das hier so ein Votingverfahren funktionieren könnte davon bin ich jedenfalls mehr als überzeugt und wäre ein schöner Kompromiss für die Fans die eine Fernsehshow vermissen. Vllt ist es ja eine ganz normale Entwicklung das es immer weniger Vorentscheidshows gibt. Der ESC hat sich immer irgendwie weiterentwickelt manchmal zum Guten manchmal zum Schlechten. Was aber für mich das schlimmste war und immer noch ist das der NDR uns in die Nebel von Norwegen geschickt hat. Diese Geheimniskrämerei so wie sie passiert war ganz mies. Ich verstehe das es Gründe geben mag nicht alles bekannt zu geben aber so gar nichts zu sagen war zumindest den Fans gegenüber eine Frechheit. Sollte Deutschland wieder schlecht abschneiden könnte sich das bitter rächen. Ich freue mich trotzdem auf den ESC und drücke Deutschland diesmal wie auch jedes Jahr alle Daumen für ein gutes Abschneiden. Aber dank dies wunderbaren Blogs habe ich auch Acts von anderen Ländern so richtig schätzen gelernt. Mittlerweile habe ich mit Litauen einen großen Favoriten aber da kommen noch viele mehr. Ich bin gespannt auf den Song von Destiny und wenn Iva in Island gewinnt bin ich fast schon sicher wo wir nächstes Jahr aufschlagen werden.

  5. Ja und jetzt geht man total wissenschaftlich vor. Toll. Die Expertenjury setzt sich aus Jurymitgliedern zusammen, die bestimmt einmal in der Nase gebohrt haben. Die Fanjury war mit ihrem Voting ganz nah am Ergebnis, toll. Wie hat man das herausgefunden? Hatte man da Hilfe von den Tanten von Astro-TV? Hmm. Bei so tollen Juroren, da kann ja nur ein phonetisches Meisterwerk herauskommen. Und jetzt wo man jetzt ganze 2 Monate mehr Zeit um den Auftritt beim ESC zu verkorksen. Das wird schon schief gehen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

    • Also zum einen ist es nicht ungewöhnlich, dass Kinder mal in der Nase bohren. Die Expertenjurymitglieder waren mal Kinder, folglich ist es nicht abwegig, dass sie mal in der Nase gebohrt haben. Und bei der Bewerbung für die Fanjury musste man noch vor dem ESC aktuelle Beiträge bewerten und wo man sie im Ranking sieht. Da hatten diese 100 eben das beste Gespür, oder einfach Glück. Verstehe also deinen, mal wieder absolut sinnlosen Kommentar nicht.

  6. Irgendwer muss doch am Ende Songs aussieben und einen Teilnehmer bestimmen. Ich finde, da hat jedes Verfahren Vor- und Nachteile und es gibt nicht nur den einen, richtigen Weg. In manchen Ländern bestimmt der TV-Chef oder Staatspräsident. Anderswo ist es ein Televoting. Bei uns halt zwei Jurys. Eine gut zusammengestellte Jury hat da genauso ihre Berechtigung.
    In der Expertenjury sitzen 20 ehemalige Juroren aus unterschiedlichen ESC-Ländern, die für ihr Land schon mal Punkte in der Expertenjury vergeben haben. Der eine oder andere bohrt vielleicht auch schon mal in der Nase, das war aber offensichtlich nicht das relevante „Einstellungskriterium“. Bei Eurovision.de steht, dass sie mit ihrer Punktevergabe besonders nahe am Endergebnis aller Experten lagen. Bei mehr als 40 ESC-Ländern sind das also jedes Jahr über 200 Menschen in ganz Europa. Davon hat man wohl 20 Besten genommen.
    Und bei der Fanjury hat man die Besten 100 aus 15000 genommen. Hier haben doch sicher einige versucht, da reinzukommen. Man musste 8 oder 10 Auftritte aus Vorentscheiden bewerten. Klar, vielleicht hat der eine oder andere einfach nur Dusel gehabt, aber bei hundert Leuten sind sicherlich auch viele dabei, die tatsächlich ein gutes Gespür für ESC-geeignete Beiträge haben. Ich scheinbar weniger.
    Also wenn ich bspw. 1000 € privates Geld beim ESC für eine Wette einsetzen müsste, um sagen wir mal das Ergebnis für 3 beliebige Beiträge vorauszusagen und ich könnte a) die beiden Jurys zu Rate ziehen oder b) den einen oder anderen, der gerne grundsätzlich alles kritisiert…

  7. Mir wäre es lieber gewesen, das der NDR die internationale Jury abgeschafft hätte, statt der Zuschauer. Ich bin mir sicher, die kriegen bestimmt dafür auch ein fürstliches Gehalt. Umsonst machen die das ja wohl nicht. Außerdem widerspricht es dem Ursprungsgedanken des ESC, wenn eine internationale Jury den Beitrag eines Landes bestimmt. Im Fussball bestimmt ja auch keine internationale Jury welche Spieler für ein Land bei einer EM oder WM antreten sollen.

    • Ich weiß dir geht es darum, dass der Zuschauer, wir Fans, ein Mitspracherecht haben sollten. Aber wollen wir uns nicht doch zuerst das Ergebnis im Mai anschauen? Wenn es wieder ein schlechtes Ergebnis ist, dann muss sich was grundsätzlich verändern. Aber wenn es gut ist, bin ich sehr zufrieden mit dem Konzept. Es kann doch nicht in deinem Interesse sein, dass Deutschland weiterhin im hinteren Drittel landet nur weil in der ARD alte leute Anrufen, die überhaupt keine Ahnung haben.

      • Ich kann ja nachvollziehen, das man nicht mit dem Beitrag der gewählt worden ist. Aber deswegen die Zuschauer als „alt“ im negativen Sinn zu bezeichnen, finde ich arg anmaßend. Mir ist das Ergebnis egal. Kein noch so gutes Ergebnis, rechtfertigt es, das die Zuschauer und auch Gebührenzahler, auf Dauer nicht beteiligt werden. Mir ist lieber die Zuschauer haben Mitspracherecht, auch wenn der Song dann vielleicht schlechter abschneidet, dann hat man eben Pech gehabt, als das uns von einer internationalen Jury, so ein Pimpf vor die Nase gesetzt wird. Dann lieber mit Stil abkacken, als sowas. Außerdem die Sisters haben auch von der internationalen Jury die meisten Punkte bekommen. Die Zuschauer haben auch eine lena, Roman Lob, Max Mutzke, Michael Schulte gewählt. Also bitte.

      • Michael Schulte ist die Ausnahme, Lena, Roman Lob und Max Mutzke wurden Vorallem durch das ProSieben Publikum gewählt.

      • Das Argument mit den jüngeren Anrufern finde ich etwas merkwürdig. Wenn das 2018 mit Schulte/The Voice geklappt haben soll, dann war das ziemlich sicher auch 2016 mit Jamie-Lee der Fall – Ergebnis bekannt.
        Und selbst wenn diese „besseren“ Anrufer in den Misserfolgsjahren nicht mitgemacht haben – wie will man da belegen, dass sie etwas anderes gewählt hätten und, wichtiger noch, diese Alternative beim ESC wirklich besser abgeschnitten hätte? Selbst wenn ein VE-Verlierer in den Charts so richtig Erfolg hatte, wäre das nicht zwingend ein Beweis für irgendwas, aber war ja ohnehin nicht der Fall (soweit ich es erinnere).

        Zudem hege ich den leisen Verdacht, dass unter den 10 verbliebenen Interpreten (die mit den 17 Songs) hauptsächlich oder sogar nur Newcomer waren, die sich einem Vorentscheid durchaus gestellt hätten. Und auch hier wird man nie beweisen können, dass das ARD-Publikum eine andere, „schlechtere“ Entscheidung getroffen hätte, sich im Falle eines ESC-Erfolgs aber schön auf die Schulter klopfen und vermutlich bei der internen Entscheidung bleiben.
        Aus diesem Grunde bin auch ich zumindest gehemmt, den gewählten Act zu supporten.

  8. Und außerdem es hätte ja noch nicht einmal eine aufwendige Fernsehshow gebraucht, um die Zuschauer oder Fans einzubinden. Man hätte doch aus dem Pool von den 568 Songs, Fünf Acts mit ihren Songs Online stellen können und die User hätten über die Songs dann abgestimmt. In der Sendung vom 27.02.2020 auf One hätte man das Ergebnis verkünden können. Das hätte ich noch akzeptiert, aber so nicht. Auf keinen Fall. Egal wie gut der Act in Rotterdam abschließen wird. So ist das Ergebnis nicht mal die Hälfte wert. Egal wie gut es sein wird.

  9. Wie gesagt: es gibt viele Wege, nur eben keinen, der immer Erfolg sichert.Die Zuschauer haben letztes Jahr übrigens auch mehrheitlich für Sisters angerufen, da tobte hier der Sturm der Entrüstung über „die blöden Zuschauer“ doch tagelang. Manchmal habe ich den Eindruck, dass jeder das System bevorzugt, was seinem eigenen Geschmack Rechnung trägt.
    Ich finde aber, man sollte auch einmal unterscheiden zwischen interner Nominierung und Jury-Wahl. Deutschland ist meiner Meinung nach gar keine interne Nominierung, auch wenn das immer wieder so dargestellt wird.
    Xavier Naidoo war eine echte interne Nominierung. Was Österreich macht, ist eine echte interne Nominierung. Da entscheiden wenige Verantwortliche des Senders auf Basis von Kriterien, die nicht transparent gemacht werden. Das hat durchaus etwas Willkürliches, kann aber trotzdem sehr erfolgreich sein.
    Eine Jury-Wahl wie in Deutschland funktioniert ja eher wie eine Stellvertreterwahl. Da wird einfach zusammengerechnet, was 100 + 20 Leute unabhängig voneinander am besten fanden.

    • „Sister“ hat hier durchaus polarisiert, also bitte nicht die Fürsprecher unter den Teppich kehren. Auch wird mitunter gerne ausgeblendet, dass neben dem NDR auch die internationale Jury den Song sehr gut bewertete (nicht nur J. Strate).

      Obwohl ich den Song mag, wäre mir „Surprise“ lieber gewesen, genauso wie ich 2018 Ryk, 2015 Laing, 2014 Madeline Juno und 2013 LaBrassBanda bevorzugt hätte. Trotzdem bin ich gegen eine interne Wahl und das nicht nur, weil der Vorentscheid demokratischer ist, sondern auch weil ich starke Zweifel habe, dass die „Experten“ eher in meinem Sinne entscheiden würden (2019 & 2013 schon mal nicht), was zur Folge hätte, dass ich die entsprechenden Acts künftig woanders entdecken muss. 🙁

      • Sehe ich anders. Der Song hat mitnichten polarisiert. Den Sisters Song wollte einfach ’niemand‘ mehrmals anhören. Das Interesse erstarb bei 99,8% der Leute nach einmaligem anhören. Dennoch wurde eisern behauptet dieser Song könnte beim ESC ein Erfolg werden. Es war im vergangenen Jahr kein Song im VE dabei der auch nur die geringsten Aussichten hatte irgendwas zu werden. Dass die TV Zuschauer Sisters gewählt haben ist dabei zu vernachlässigen, da gar kein ordentliches Beteiligungslevel erreicht werden konnte. Wollen wir nicht vergessen, dass die ESC-Fanjury den Sisters Song alles andere als vorne gesehen hatte…

      • Du solltest dich vielleicht mal entscheiden, ob Du die ESC-Fanjury jetzt als mitspracheberechtigt oder nicht einstufen möchtest – die Anrufer waren jedenfalls deutlich mehr. Auch finde ich deine Chart-fixierte Argumentation nur bedingt sinnvoll, da doch hinlänglich bekannt ist, dass der ESC allen Demokratisierungsbemühungen zum Trotz anders tickt (und das finde ich auch gut so).

      • „Den Sisters Song wollte einfach ’niemand‘ mehrmals anhören.“

        Trevoristos, woher nimmst Du immer nur die Bestimmtheit, mit der Du irgendwelche haarsträubenden Thesen als Fakten darstellst?

    • Fakten sind nicht haarsträubend, sondern Fakten. ’sisters‘ wollte ’niemand‘ hören, zumindest im Sinne von nicht ausreichend viele Leute. Nur ein paar Tausend. Nicht Zehntausende, oder gar Hunderttausende. Das ist keine Meinung. Ist auch nicht chartfixiert. Sondern eben die Wahrheit. Kann man bei Spotify nachschauen. und muss jetzt wirklich auch mal sagen dass wer DAS nicht gehört hat, dass Sisters nix werden wird, also das ist schon seeehr seltsam. Als ob irgendwer bei Universal ernsthaft gedacht hat, dass die mit Sisters die große Kugel beim ESC schieben werden. Das glaubt doch kein Mensch.

  10. Ein Online-Voting ist aber auch nur einer von vielen möglichen Wegen. Mit vielen Möglichkeiten, da irgendwie zu beeinflussen. Und das klärt auch nicht die Frage, wer aus den 568 Songs die Auswahl von 5 hätte treffen sollen.

    • 568 ist ja eh eine völlig irre Zahl. Das sind mehr Songs als in einem ganzen Jahr in die deutschen Charts in die Top 100 neu einsteigen. Es kann sich dabei keinesfalls um 568 aussichtsreiche Songs gehandelt haben. Das ist ausgeschlossen. Ganz im Gegenteil. Es können daher auch keine 568 richtig gut ausproduzierte als Single-veröffentlichung gedachte Songs gewesen sein. Zu bewerten waren daher doch wohl meist ‚unfertige‘ Songs, oder Pseudo-Bewerbungen von Driss, die mit einer wohl nur guten Handvoll ‚fertiger‘ Songs der Musikkonzerne in direkter Konkurrenz waren. und davon mal ab ist es unlogisch Songs ohne einen vortragenden passenden Interpreten stimmig bewerten wollen zu können. Halte das für unmöglich bzw das Abstimmungsergebnis für ‚irrelevant‘.

  11. Ich finde es nicht gerechtfertigt, dass ‚ESC Fans‘ meinen ein besonders großes Mitspracherecht haben zu dürfen. Ich sehe dafür keine überzeugende Begründung. Die Zahl der ‚Fans‘ ist minimal und ich sag mal schon allein ‚geschlechtsmäßig‘ in einer extremen 75% Unwucht. Es ist unklug einer so kleinen Gruppe ein großes Mitspracherrecht einzuräumen. Klüger und auch eindeutig überzeugender wäre es den tatsächlichen Musikintensivkonsumenten ein hohes Mitspracherrecht einzuräumen. 500 bis 1000 durch ein Umfrageunternehmen nach Zufall ermittelte Musik-Intensivkonsumenten könnten natürlich live gesungene Act/Song Kombis (nicht kommerzielle Tonaufnahmen) sicher recht treffend bewerten. Das Ergebnis wäre wissenschaftlich korrekt. So erzielte Ergebnisse wären dann auch kaum noch angreifbar. Warum sollte es beim ESC, oder beim Vorentscheid Songs geben, die ‚keiner‘, auf die es ankommt, hören will? Das macht keinen Sinn. So wie es jetzt läuft besteht die Gefahr, dass der ESC wegen Irrelevanz ‚untergeht‘.

    • Stimme ich dir nur zum Teil zu. Ein Musikintensivkonsument würde nämlich nie ein „1944“ „amar pelos dois“ und wahrscheinlich auch kein „Toy“ als Gewinnersong bewerten unter vielen anderen. Der ESC ist eine eigene Geschichte, mittlerweile schon ein eigenes Genre. Wo auch ein Song gewinnt, der nicht überall in den Charts laufen würde

      • halt stopp. Diese Songs haben sich in Deutschland im VE doch auch gar nicht beworben. Ausserdem bedeutet es mitnichten, dass eine Auswahl, die ‚Musikkonsumenten‘ träfen nicht auch ungewöhnliche VE Sieger-Songs hervorbringen könnte. Andere halt. Sicher wären Konsumenten eher offen für Ungewöhnliches. Man kann zwar auch Anderes behaupten (zb ‚Konsumenten sind dumm und geschmacklos‘) ist aber nicht beweisbar, da es so ein Wahlverfahren noch nie irgendwo gegeben hat. Logisch erscheint mir aber, dass ESC Fangeschmack und Musikkonsumentengeschmack allein wegen der großen Altersdistanz im Durchschnitt Ergebnisse zu Tage bringen dürfte, die vielen ‚alten‘ ESC Fans richtig quer lägen. Es gäbe dann aber halt eben viele neue Fans. Und auf die neuen kommt es an…Ohne neue Fans wird es den ESC bald nicht mehr geben. In der ARD ist zumindest der Vorentscheid und die Vorstellung des deutschen Beitrages bereits praktisch abgesetzt.

      • @Trevoristos: „Logisch erscheint mir aber, dass ESC Fangeschmack und Musikkonsumentengeschmack allein wegen der großen Altersdistanz im Durchschnitt Ergebnisse zu Tage bringen dürfte, die vielen ‚alten‘ ESC Fans richtig quer lägen.“

        Konsumieren nur jüngere Leute Musik? Was konsumieren dann ältere Leute, wenn sie das hören, was ich Musik nennen würde? Lässt Deine Definition von Musik auch anderes als Rap zu?

        Dennoch teile ich Deinen Mangel an Euphorie für die Fan-Jury. Eine VE ausschließlich mit Televoting oder mit demoskopischer Umfrage wie es der Bayerische Rundfunk eine Zeit lang durchführte, das wäre mir am liebsten. Akzeptabel fände ich noch 50% Jury (gerne eine Mischung aus internationaler und Fan-Jury) und 50% Televoting.

    • Mir geht es nicht um die ESC-Fans, sondern um die Zuschauer an sich. Ich finde es anmaßend, die Zuschauer als zu blöd zu bezeichnen, nur weil die halt anders gewählt haben, als man es selbst haben wollte. Wenn ein Ergebnis demokratisch zu stande gekommen ist, dann muss man es halt auch mal akzeptieren. Dieses Ergebnis vom NDR in diesem Jahr ist nicht demokratisch, sondern autokratisch zustande gekommen. Deswegen ist es für mich total inaktzeptabel.

      • aber ‚die Zuschauer‘ haben doch gar nicht abgestimmt, sondern nur ein kleiner Anteil der Zuschauer hat tatsächlich abgestimmt. Die totale absolute Mehrheit (um die 90%) hat die Abstimmung verweigert. Denen hat daher Nichts von dem gefallen was dort vorgetragen wurde. Der NDR hat daraus aber konstruiert, dass ‚die Zuschauer‘ offenbar zu dumm waren die tollen Songs, die vorgestellt worden waren zu würdigen. In Wahrheit wurde aber das Auswahlverfahren und das so Ausgewählte von den Zuschauern in Bausch und Bogen und sehr radikal abgestraft. Für den diesjährigen Beitrag gab es ein nun ein dem letztjährigen Verfahren sehr ähnliches Auswahlverfahren.

        Ohne TV Voting waren im Vorjahr Sisters und Aly Ryan gleich auf mit 18 Punkten (aber nur durch die Strate Stimme). Ohne Strate hätte wohl Aly vorne gelegen.

        War es im vergangenen Jahr dennoch ein demokratisches Ergebnis? Vordergründig ja. Ich würde aber meinen: wegen zu geringer Beteiligung ‚ungültig‘. Ich glaube ein Mindestmaß an Beteiligung muss vorhanden sein um ausreichend Legitimität zu haben. Oder man erzeugt die Legitimität auf andere Weise!

      • Das ist nicht richtig, denn ohne die Zuschauer hätte Mekada noch mit 20 Punkten vor den beiden gelegen (ob nun mit oder ohne Strate).

        Die Zuschauer, die es interessierte haben angerufen (insgesamt fast 375 Tsd. mal) und das war bzw. ist zumindest demokratischer als nur Jurys entscheiden zu lassen, die nicht nach demoskopischen oder sonstwie repräsentativen Gesichtspunkten ausgewählt werden.

  12. Was daran besser sein soll, erschließt sich mir nicht sofort.Ich bin mir sicher, dass bei einer „Musikintensivkonsumenten-Jury“ auch wieder viele enttäuscht wären.

    A) Definiere Musikintensivkonsumenten. Woran machst du das fest? Zahl der Songs, die jemand pro Tag hört? Unabhängig von dessen Musikstil? Also auch Opa, der 3 Stunden Marschmusik hört (sorry, unfairer Stereotyp)?
    B) Nicht jeder, der viel Musik hört, hat auch einen ESC-verträglichen Musikgeschmack (siehe Opa).

    Und dann war da auch noch die Frage, was du denn erreichen möchtest? Soll der deutsche Beitrag dem Willen der Grundgesamtheit entsprechen, also repräsentativ sein? Oder geht es um eine gute Platzierung?
    Bei letzterem fänd´ ich es dann schon gut, wenn man sich in irgendeiner Form für diese Aufgabe qualifiziert. Allerdings reicht das Fan-Sein dazu alleine sicher nicht aus.

    Ich teile aber deinen Punkt, dass niemand per se Anspruch darauf hat, den ESC-Act mitbestimmen zu können – oder gar selber zu bestimmen. Nur dein Lösungsansatz überzeugt mich nicht.

    • Spotify (oder die anderen Musikstreamingdienste) verfügt über alle entsprechenden Daten. Die Musikindustrie ermittelt solcheart Daten aber auch kontinuierlich selbst. Bei 500 bis 1000 Personen könnte auch ein marschmusik dauerstreamender Opa eventuell dabei sein. Wäre aber irrelevant.

      Einen ESC-verträglichen Musikgeschmack gibt es nicht. Logisch ist natürlich, dass nur TV-sendefähiges Musikmaterial/Künstler (was Songtexte betrifft usw) Berücksichtigung finden kann.

      Eine gute ESC Platzierung erzielen zu wollen ist ein unrealistischer Ansatz. Zu vermessen. Bei 40+ Teilnehmern ist der Sieg bzw eine gute Platzierung von Faktoren abhängig die nicht absehbar sind.

      Der realistische Ansatz ist eine Act/Song-Kombi zu haben, die eine möglichst zumindest potentiell gute Wirkung im Heimatland erzielt. Kein Mensch braucht einen Song, den dann ’niemand‘ hören will.

      auch bei einer ‚Musikkonsumentenabstimmung‘ steht und fällt es natürlich mit dem zur Abstimmung stehendem Songangebot. Glaube aber dass eine solchen Art Abstimmung bekannte Acts eher dazu bringen würde sich mit Songs beim ESC zu bewerben. Sie müssten ja nicht fürchten von ‚Nicht Fans‘ weggevotet zu werden…

      • Sehr idealistisch, aber nicht realistisch. Vor dem ESC in Lissabon gab es massenhaft Experten, Fans und Journalisten, die Schulte und seinen Song ziemlich bescheiden fanden.
        Was wurde da über verzweifelte „The Voice“ Kandidaten hergezogen. Im Radio wurde der Song so gut wie gar nicht gespielt.
        Nachher waren alle happy und hatten es kommen sehen.
        Die gute Wirkung im Heimatland hängt doch zu 90% von der erzielten Platzierung beim ESC ab.
        So ist er, der Mensch. Wenn die Nationalmannschaft bei einem Turnier von Sieg zu Sieg eilt, explodiert die Zahl der Deutschland-Fähnchen im Winde. Sobald sie aus dem Turnier rausfliegt, verschwinden die Fahnen klammheimlich.

  13. Wo ist denn die Jury, die die Künstler in die Live Shows bei der „TV Total Casting Show“ reingewählt hat? Also die, die Lena, Roman Lob, Max Mutzke gewählt hat. Die sind ja auch bei einer Vorjury gewesen, haben vorgesungen und erst dann haben die Zuschauer sie zu Gesicht gekriegt und wählen können. Alle die oben genannten Interpreten waren ja bei einem ESC dabei und haben gute Plätze (1,10, 8, 8) erzielt. Diese Jury scheint ja irgendwie Ahnung zu haben. 🤷🏼‍♂️ Nichts für ungut, aber ich glaub nicht, dass ein Johannes Strate so eine Ahnung hätte…

    • Ja ganz locker. denn wir haben diesmal den besten song von allen und derer die noch kommen
      werden und natürlich auch des beste musikvideo und natürlich auch die beste bühnenperformance, die es je im fernsehen zu bestaunen gab.

  14. wenn unser meisterwerk so klingt wie das hier,wäre ich sehr zufrieden.
    innovative musik aus den staaten (stöbert mal…) – erst vorletzte nacht entdeckt weil mir das von youtube bei „the roop“ aus litauen vorgeschlagen wurde.
    man ist die hübsch – genau main typ. 🙂

    • Sofi Tukker ist ein Duo. Die Sängerin heisst Sophie ihr Kollege Tucker mit Vorname…Sophie ist übrigens in Deutschland geboren. Sie könnte ganz theoretisch Deutsche werden und dann für Deutschland beim ESC starten. 😉

      • die hatten ja schon viele relativ erfolgreiche Videos. Die werden von den Youtube Algos ‚bevorzugt behandelt‘. Wo wurde der Vorschlag denn platziert? ganz oben oder weiter unten in der Leiste? Bei mir wird zb am besten platziert als nicht Eurovision Song der Billie Eilish Song als Vorschlag geführt.

      • weiter unten also im scrollbereich (27 zöller) war das – ganz oben verfolgt mich sein 1 woche pola (einfach klasse dazu dieses rätselhafte video) – liegt sicher auch daran,daß ich sehr viel im polnischen bereich gestöbert habe – desweiteren bekomme ich seit der entdeckung vor gut 3 wochen alles möglich von Go_A und anderen acts aus der ukraine angezeigt.
        obligarisch ganz oben ist natürlich auch the roop,weil ich die 3-4 versionen mittlerweile schon über 20 mal angeschaut habe

  15. @kirsten
    du meinst also Schulte hätte bei einem Musikkonsumentenvoting nicht gewinnen können? Das kannst du zwar behaupten, aber nicht beweisen. Ich behaupte einfach mal das Gegenteil. Er war ja mit Abstand der Bekannteste aller VE Teilnehmer…

    Glaube mich erinnern zu können, dass Schulte in seinem VE eigentlich praktisch keine Konkurrenz hatte, die er hätte ‚fürchten‘ müssen.

    Sein Song war im Februar 2018 bei den Musikkonsumenten kurz gut angekommen, liess dann aber rasch nach. Sein ESC Erfolg erbrachte vor allem Radioabspielungen, welche es vorher nicht gab und die die ‚Lebensdauer‘ seines Songs im kommerziellen Sinne verlängern hielfen. Im Ausland war sein Song bis auf die Niederlande eher ein Miserfolg (wie ja meist bei ESC Songs im Ausland). Der Karriereboost durch seine ESC Platzierung ist, würde mal sagen ’nicht übertrieben stark‘ gewesen. War aber nützlich.

    • Nö, das stimmt doch nicht. Michael Schulte war mitnichten der bekannteste Teilnehmer. Mit Ivy und Natia hatten wir eine ehemalige und eine aktuelle TVOG-Gewinnerin dabei, dazu Voxxclub, die definitiv vorher um einiges bekannter waren als Michael. Ich war kurz vor dem VE noch auf Konzerten von ihm. Da war so wenig los, man hätte es auch bei mir im Wohnzimme rmachen können.
      Sein Favoritenstatus hat sich erst ergeben, als die Lieder rauskamen. Es war übrigens auch nicht so, dass er nicht im Radio gespielt wurde nach dem VE. Das hat sich alles nach und nach entwickelt, weil er eben auch viele sympathische Auftritte im TV hatte und das Lied flächendeckend gut ankam. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber YLMWA war, das muss man so sagen, der erste Titel nach Lena und vielleicht noch Roman Lob, auf den sich die überwältigende Mehrheit einigen konnte. Dass die Chartposition das nicht direkt widerspiegelte lag an den schlechten deutschen ESC-Ergebnissen vorher. Aber dafür konnte Michael ja nichts.

      • ja gut aber wirklich furchterregend war die Konkurrenz ob der Lieder ja nun wirklich nicht. Schulte hatte aber sicher die meisten tatsächlich auch aktiven Fans, da er ja einen beständigen Veröffentichungsstream hatte.

        Nach dem VE war die Radiodiffusion eher spärlich. War aber natürlich mehr als bei Sisters oder Ann-Sophie jedoch weniger als bei Elaiza.

        In den Charts lief Schultes Titel finde ich doch eher schleppend, ist aber nicht als Miserfolg zu werten. So la-la halt. Das Streaming verstetigte sich eigentlich erst nach dem ESC Finale. Eine Verknüpfung von Charterfolg und Ergebnissen vorheriger deutscher ESC Acts halte ich für nicht sehr stichhaltig. Aber: die Einschaltquote war glaub ich zwar gut aber nicht überragend. Bisschen spielte das dann schon rein.

  16. Doch, Schulte hätte da natürlich auch gewinnen können. Du suggerierst, ich würde das behaupten. Tue ich aber nicht…
    Das spricht aber trotzdem nicht für ein Musikkonsumentenvoting. Schulte hat damals bei allen drei Gruppen -Experten, Fans und Zuschauer- gewonnen. Übrigens: den Song haben damals im Vorfeld die Jurys ausgewählt. Nur so am Rande.

    Ich sage doch nur, dass die Wahrnehmung eines ESC-Songs/Kandidaten bei uns in Deutschland zu Beginn sehr verhalten ist. In Deutschland sogar eher berufspessimistisch. Die meisten springen erst dann mit auf, wenn es beim ESC Erfolg gab.
    Schulte war übrigens auch nicht der Bekannteste VE Teilnehmer 2018. Aus Sicht der 3 Mio Zuschauer war das damals ganz bestimmt Natia Todua, weil ganz frisch gekürte The Voice Gewinnerin.

    Was den Einfluss des 4. Platzes beim ESC für seine Karriere angeht, teile ich deine Meinung nicht. Er selber hat oft genug betont, dass das das Beste war, was ihm passiert ist (nach der Geburt seines Kindes). Ich würde fast wetten, dass You let me walk alone kommerziell alles in allem weitaus erfolgreicher war, als Netta oder alle Gewinner ab 2013. Alles in allem bedeutet Radio, Streaming aber auch Konzerte, die sich daraus ergeben haben.

    • eine Vorauswahl ist sowieso zwingend notwendig die perse schonmal ein unperfektes Ergebnis liefert. Niemand hat ja die Zeit sich hunderte Songs und dazu noch hunderte Interpreten anzuhören. Geht nicht. Die Vorauswahl würde daher schon ein subjektiv eingefärbtes Ergebnis haben müssen.

      Um deinen Infostand zu aktualisieren: Netta ist natürlich weitaus erfolgreicher als Schulte. Sie verdient als DJane ‚around the world‘ einen Haufen Geld, da kann Schulte nur von träumen. Ihr Hit hat 160 Mio Youtube Views und ist glaub ich der grösste ESC Youtube Hit eines ‚bevölkerungsarmen ESC Landes‘ aller Zeiten. Schulte hat insgesamt mit seinem Song vielleicht 20 Mio Youtube Views. Bei Spotify kannst du selbst schauen. Netta hat erst kürzlich wieder in Israel einen landesweiten Top 10 Hit gehabt. Schulte nicht (Rang 33). Von daher: Netta klar vorne.
      Immerhin aber ist er wohl nach Netta die Nummer 2 zusammen mit Eleni Foureira. ‚Fuego‘ ist mit 52 Mio YoutubeViews ein doch unwahrscheinlich grosser Hit gewesen (vor allem wenn man bedenkt, dass Zypern weniger als 1 Mio Einwohner hat, fast alle Views stammen daher aus dem ‚Ausland‘).

  17. Zu der Frage warum der Name noch nicht bekannt ist:

    – Der Kreis der Involvierte ist sehr niedrig und alle Teilnehmer haben zwei Charakterzügen: sie sind sowohl sehr umgänglich als auch sehr verschlossen. (Sonst ist man Fehl am Platz innerhalb einer Medienorganisation)
    So bald Fragen in Richtung des Künstlers/Songs gehen, werden sie das Thema geschickt ausweichen oder klar sagen, dass man warten muss bis der offizielle Bekanntgabe (meistens begleitet von einem frechen Schmunzeln) oder sehr zögernd und deswegen überzeugend antworten, dass sie nichts davon wissen.

    – Die Auswahl war dieses Mal so organisiert, dass kein Jurymitglied genau wußte welcher Song und Stimme in die engeren Auswahl gekommen war. Überall gab es Geheimhaltungsbedingungen, aber das ist heutzutage das neue Normal. Weil Melodien, Texten, Stimmen gerne kopiert / plagiiert / geklaut werden und die erste zwei nun einmal urheberrechtlich geschutzt sind.

    Klar ist dieses Video nicht all zu ernst zu nehmen, ein guter Versuch einen staubtrocknenen Vorgang anschaulich zu machen.

    Wie auf der ersten Seite der Kommentaren schon angemerkt wurde: Musik ist emotional, kan man wissenschaftlich zerstückeln, aber der Weg zurück, von Zahlen und Fakten nach den Emotionen, ist keine Garantie für Erfolg.

    • So klein ist der Kreis der Involvierten gar nicht. Und er wächst sicher grad auch täglich wegen der Organisation der Show. Es sind sicher auch schon so viele involviert, weil der Act ja auch von irgendwem sicher schon gebucht ist für andere TV-Auftritte.

      Für mich deutet es deswegen darauf hin, dass es tatsächlich ein Newcomer ist und die Meldung dass der Philosophiestudent Philipp aus Paderborn ein selbstkomponiertes Lied auf der Gitarre singt halt keine Katze interessiert. Oder es ist tatsächlich ein größerer Name und es gibt drölfzig Verschwiegenheitsvereinbarungen mit Konventionalstrafe und allem zipp und zapp.
      Und mit „größerer Name“ mein ich jetzt nicht diese Helene Fischer. Und möglicherweise ist es jemand, der eine Verbindung zu einem gewissen Musiker hat, der am 27. auch bei der Show zugegen sein wird. Aber hier verliere ich mich wieder in Spekulationen. Wenn auch in indizienreiche. 🙂

      • „möglicherweise ist es jemand, der eine Verbindung zu einem gewissen Musiker hat, der am 27. auch bei der Show zugegen sein wird“
        – gewisser Musiker in der Show = Michael Schulte
        – Verbindung zu Michael fällt mir sofort Max Giesinger ein. Meinst du? 😀 Das wäre aber schon ein großer Name, das glaube ich nur, wenn ich es am 27. Februar tatsächlich sehe 😀

      • Zur Show-Vorbereitung: Man probt mit jemand anderen, meinetwegen die Sekretärin oder ein Mitglied eines Männerchors. In der Planung steht nur ‚D-ESC-2020‘. Ich wäre nicht einmal überrascht wenn der Teilnehmer schon am 26.02. ins Gebäude geht und dort übernachtet, nur damit nichts vorzeitig bekannt wird. Oder durch einen Hintertür vor Ort ankommt.

        Die andere TV-Auftritte sind teilweise schon festgelegt, aber nur unter ‚D-ESC-2020‘. Wie eine verbindliche Reservierung: man weiß schon was und wann, aber die Details folgen.

        Kommt der Song gut an, werden andere Sendungen versuchen einen ‚Last-Minute‘-Auftritt zu bekommen. Sprich: Sendungen, die in der Regel den ESC ignorieren.

        Vielleicht ist noch interessant wie viele Sender am 27.02. ein Team schicken. Sind Sat1Pro7 oder RTL auch da, hat der NDR alles richtig eingefädelt.

      • @Marko:
        Nee, sorry, nimm es mir nicht übel, aber das ist etwas naiv.
        Da werden keine anderen Kamerateams sein und wenn es nicht vielleicht doch Helene Fischer oder Roland Kaiser sind, wird man den Act auch nicht schon vorher inkognito übernachten lassen oder so.
        Wenn der Act schon für weitere Shows gebucht ist, wäre es viel zu umständlich, das erst unter einem Decknamen laufen zu lassen und nach dem 27. Februar auf den korrekten Namen umzubuchen. Die gesamte Promo-Tour ist schon durchgeplant (oder zumindest der allergrößte Teil). Da müssen Termine koordiniert werden, Hotels, Flüge, Züge, pipapo. Da funktioniert so eine Geheimhaltung nicht. Bei Hotels vielleicht, aber da verweise ich nochmal auf mein Eingangsargument: viel zu umständlich. Wenn, dann ist ein Hotel direkt auf NDR oder Schreiber gebucht oder so.
        Aber, und das ist der Hauptpunkt: du wirst es außer bei NDR-Produktionen (und auch da nur bedingt) nicht schaffen, mit einem Alias durchzukommen. Nehmen wir mal an, man möchte den Act bei Markus Lanz unterbringen oder Silbereisen oder Schlag den Star. Alles mit ESC-Startern schon vorgekommen. Die lassen sich nicht darauf an, dass der NDR sagt: „Ja, aber das wird der beste Song aller Zeiten, also nehmt den in die Show, Namen verraten wir euch dann noch.“ Das läuft nicht.
        Natürlich kann manauch einfach so einen Act in eine Show reinbuchen – wenns ein großer oder bekannterer Name zumindest ist. Aber wenns ein Newcomer-Act ist, funktioniert das auch nicht.

        Wie gesagt: ich weiß, dass der Kreis der Involvierten nicht besonders klein ist. Da wissen Leute bescheid, von denen ich nicht dachte, dass sie bescheid wissen könnten. Die sagen nix, weil sie eine Konventionalstrafe fürchten. Entweder ist der Act also so bekannt, dass man als NDR da wirklich sich rundrum abgesichert hat. Oder aber der Act ist erstmal so unbekannt, dass es eine Vorab-Veröffentlichung in irgendeiner Zeitung nicht rechtfertigen würde.

      • Mit ’naiv‘ kann ich gut leben. Sind alle reale Beispiele aus den letzten Jahren, wie man vorgeht, wenn etwas nicht frühzeitig bekannt werden soll. 😉

        Promo-Tour wird in der Regel von der Anstalt bezahlt. Flugtickets werden mit den Namen gebucht, aber da hat keiner Zugriff drauf. Hotelzimmer werden reserviert und erst vor Ort folgt die Anmeldung mit Namen.

        Mit extern produzierte Sendungen hast du teilweise Recht. Wer unbedingt Namen und Musik vorab wissen und hören möchte, bekommt erst eine Geheimhaltungsvertrag (samt saftige Strafzahlungen als Sanktion) vor der Nase oder – und dies passiert öfter – bis zur Veröffentlichung gibt es eine unverbindliche Anfrage und in der Woche danach wird alles entweder verbindlich oder abgesagt.

        Geheimhaltungsklausel haben Konjunktur, da stimme ich dich zu. 😉

        Übrigens brauchst du mich nicht zu erklären wie alles ablauft. Auf meiner Arbeit beraten wir viele Medienorganisation. Nur so als kleinen Hinweis. ^^ Hier oben habe ich nur einige Grunde erwähnt wie Geheimhaltung in der Praxis abläuft für wen sich fragt warum der NDR wie einen Burcht funktioniert.

      • @Marko:
        Es ging mir ja auch nicht darum, wer was bezahlt.
        Sondern, dass es ein großer Aufwand ist, alles zu koordinieren. Das ist ja dann auch offenbar ein Prozess, der schon mehrere Monate andauert. Und da sitzen schon allein beim NDR nicht nur 3 Leute im stillen Kämmerlein, die alles organisieren und so weiter. Da sind schon intern mehr Leute daran beteiligt, dann lässt einer mal hier irgendwo was fallen, der andere plaudert es zuhause bei seinen Schwiegereltern aus… Man kann bei dieser Planung einfach nicht alles zu 100% geheimhalten, es funktioniert nicht überall, nur einen Alias anzugeben, vor allem nicht (und das war ja mein Hauptpunkt) wenn es um weitere TV-Termine geht. Und wie gesagt, so klein ist der Kreis nicht. Kann er ja auch nicht sein.

        Interessant ist doch, warum nichts durchgestochen wird. Was nur bedingt daran liegt, dass die NDR-Mitarbeiter alle so integer sind. Oder die Menschen aus dem Umfeld des Künstlers.
        Entweder ist es halt ein No Name und es interessiert eben keine Katze, wenn man es an die Medien durchstechen würde. Oder es ist so ein großer Name, dass man sich daran lieber nicht verheben will.

      • Noch 8 Tagen grübeln, Andi, Bis dahin: Karnaval/Fasching und falls du so hibbelig bist, dass du nicht schlafen kannst, gibt es Nervenberuhiger wie Alk oder Pillen vom Arzt bzw Dealer oder ’nen Joint.

        ‚Eilmeldung‘: Heute Abend gibt es die nächste Runde ‚was passiert in Rotterdam?‘, (dieses Mal ab 22.30) Werde mich das Morgen ganz früh anschauen.

  18. Also wurde so gewählt, das zunächst der beste Song und dann eine beste Stimme gewählt worden ist? Und dann mixt man das zu dem „Superact“ zusammen? hmmmm

    • Ich habe das etwas anders verstanden.
      Es wurden Künstler bewertet und die Besten wurden zu Songwritings eingeladen. Da haben die Künstler 84 eigene Songs geschrieben und 20 weitere eigene Songs mitgebracht. Diese über 100 Songs wurden dann zusammen mit den anderen etwa 460 Songs bewertet.
      Daraus ergeben sich dann theoretisch nach der Bewertung aller Songs folgende Optionen:

      a) sehr gut bewertete Songs, die schon einen „eigenen“ Künstler haben (also jemanden, der den Song selber geschrieben oder daran mitgeschrieben hat),
      b) sehr gut bewertete Songs, die aber keinen „eigenen“ Künstler haben (also aus den 460 eingesendeten Songs).

      Fall a) ist quasi die natürliche Kombination, an der man nichts mehr ändern muss.
      Für Fall b) muss man dann aus dem Pool der am besten bewerteten Künstler noch jemand finden, der passt und den Song auch singen will. Scheinbar wurden hier auch schon mal mehrere Künstler je Song ausprobiert.

      Die 20 stärksten Kombinationen wurden dann als Video aufgenommen und getestet.

  19. Eigentlich wollte ich es ja gut sein lassen, aber dieser Vorwurf, dass hier Musik irgendwie mathematisch und kühl zerstückelt wird, hält sich ja wirklich hartnäckig wie eine Hautkrankheit.
    Ich habe den Bericht bei Eurovision.de sehr sorgfältig gelesen. Da kann man ganz klar daraus ableiten, dass es echte Musiker waren, die die Musik gemacht haben. Viele Songs wurden von den Künstlern und Künstlerinnen selber geschrieben oder mitgeschrieben.
    Ich bin mir sicher, dass die alle Emotionen in ihre Songs reingelegt haben, die sie hatten. Darin unterscheidet sich Deutschland überhaupt nicht von anderen Ländern. In Schweden oder Norwegen werden die Songs genauso geschrieben.
    Das einzige, was in Deutschland vielleicht wissenschaftlich ist oder mit Zahlen zu tun hat, ist die Auswahl der Jury-Mitglieder. In Schweden ist der Auswahlprozess aber nicht minder mathematisch. Mathematik spielt bei Wahlen nun mal eine Rolle.

  20. so wie ich das verstanden haben wurden ‚mehrere Songs als aussichtsreich‘ ausgesiebt. Gleiches wurde bei den Interpreten gemacht. Dann wurde von irgendwem möglicherweise nach zuvorigen ‚Scheindiskussionen‘ (besser ‚Schmackhaftmachungen‘) entschieden (wer das wohl war) wer was singen muss/darf/soll. Meine jeder konnte nur maximal 2 Songs vortragen. Unklar ist, ob auch Interpreten da waren, die bereits ein ‚fertiges Endprodukt Act/Song‘ lieferten, oder nicht. Man muss davon ausgehen, dass die wenigsten Songs von den Interpreten selber geschrieben worden sind. Das ist unüblich und können auch gar nicht so viele.

    • Ob in den letzten 20 Kombinationen einer dabei war, weiß man natürlich nicht. Aber es ist eindeutig kommuniziert, dass gut bewertete Künstler mit gut bewerteten eigenen Songs quasi bevorzugt („automatisch“) eine Runde weitergeschickt wurden.

  21. Also mir ist es gar nicht mal soo wichtig, ob es einen Vorentscheid gibt oder nicht. Einen solchen finde ich zwar schön und freue mich jedes Mal darauf, aber ich wäre auch mit internen Wahlen zufrieden, wenn – ja wenn – man sich auf das Gespür der Verantwortlichen verlassen könnte. Wenn interne Wahlen zu tollen Beiträgen führen und man sich im Mittel genau darauf verlassen könnte, dann hätte ich nichts dagegen.

    Insofern bin ich durchaus optimistisch, dass es gut werden kann(!) und hoffe, dass der NDR mit seinen vollmundigen Versprechen dieses Jahr nicht zu verspielt gescherzt hat. Das einzige, was mich wirklich misstrauisch macht, ist die Erfahrung aus den vielen vergangenen Jahren, dass der NDR es gerne mal verhaut.

    Deshalb hoffe ich auf die Expertise der Juries, dass diese etwas halbwegs Brauchbares raussortiert haben. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das auch im Angebot war. Allerdings fand ich die Juries in den letzten beiden Jahren auch nicht soo sehr misslungen, sondern durchaus sinnvoll. Deshalb traue ich denen durchaus etwas zu.

    Hoffentlich wird es gut. Wenn es echt Mist wird (Frankreich, mon amour), dann muss der NDR das Verfahren wieder ändern und wir kriegen den Vorentscheid vielleicht wieder zurück (falls nicht, feiert der NDR sich natürlich selbst und wir können uns nächstes Jahr über den fehlenden Vorentscheid abermals echauffieren. Aber immerhin haben wir dann gut abgeschnitten. Wäre ja für dieses Jahr erstmal gar nicht so übel x) )

  22. Hab das Ganze nochmal genau unter die Lupe genommen

    eigentlich das entscheidende Sagen hatte die 30 köpfige Expertenjury, da sie festlegte wie die Beliebtheitsreihenfolge war nachdem die Songs und Acts dann zugeteilt wurden (ausser in den Fällen wo bereits eine Song/Act Kombi fertig vorlag und Song als auch Act gut bewertet wurden, oder eine Zuteilung ’nicht möglich war, weil sich der Interpret weigerte sowas zu singen bzw niemand den Song singen konnte,…‘)

    Diejenigen, die eine ‚fertige Song/Act Kombi‘ waren sind stark bevorteilt gewesen. Sie mussten keinen neuen Song mit dem sie zuvor ’nichts zu tun hatten‘ sich selbst schmackhaft machen. Riesig ist der Vorteil aber nicht, aber halt vorhanden. Offensichtlich landeten fertige Kombis im entscheidenen 20er Finale, sonst würde man es ja nicht so explizit erwähnen.

    Die Schlussabstimmung erscheint mir rätselhaft. 20 Videos wurden gedreht. Aber nur mit 10 Acts und 17 verschiedenen Liedern. Hat nun jeder Act 2 Videos gedreht, oder gab es gar welche, die 3 oder noch mehr gedreht haben bzw drehen mussten und andere nur 1?

    Mich wundert es doch arg, dass es anscheinend 17 Songs gab, denen hohe ESC-tauglichkeit bescheinigt wurde. Das sind 3% aller in Frage gekommenen Titel. Ein geradezu fantastisches Ergebnis.

    Mich wundert auch, dass es 10 Acts gab, denen hohe ESC-tauglichkeit bescheinigt wurde. Ein auch ganz erstaunlich gutes Ergebnis.

    Noch etwas verwunderlicher ist dann sogar, dass Pseudofanjury und Expertenjury das gleiche Ergebnis lieferten. So groß kann dann die Konkurrenz nicht gewesen sein. Zwischen den 10 Acts muss es sehr bemerkenswerte Leistungsunterschiede gegeben haben. Hätten alle hohe ESC-tauglichkeit, wäre es wenig wahrscheinlich, dass die Juries das gleiche End-Produkt zum Sieger küren, da es dann ja nur um Nuancen hätte gehen können, die schnell mal unterschiedlich gesehen werden könnten….

    Ich tippe weiterhin auf eine fertige Song/Act Kombi aus dem Hause Universal 🙂

    • Stimmt, nur bei Michael Schulte wissen wir, dass er von Anfang an der Favorit beider Juries war und mit sehr hohen Stimmen sein Lied favorisiert wurde. Wie es 2019 vor dem ESC-Vorentscheid aussah, weiß das jemand? Gab es da Zahlen, Statistiken usw.?

      • Schulte war ja so meine ich ein ‚fertige‘ Song/Act Kombi. Glaube er hätte sonst auch gar nicht teilgenommen.

      • Richtig ist, er hat „YLMWA“ mit ins Songwriting Camp gebracht, das wurde da dann aber noch weiterentwickelt und war eines von mehreren Lieder, die er zur Auswahl hatte.

  23. Nö, stimmt nicht, lieber Trevoristos. Habe ich mal woanders gelesen. Schulte ist genauso durch die Jurys gegangen, wie alle anderen auch. Und sein VE-Song wurde auch von den Jurys vorausgewählt. Er hatte auch noch andere Songs. So wile alle anderen auch.

      • Richtig, YLMWA hat er selbst ausgewählt. Die Vorabauswahl erfolgte mit seinem Lied „Falling Apart“. Als er dann zur VE eingeladen wurde, hat er sich zurückgezogen und an Song-Ideen gearbeitet. YLMWA war von Beginn an (s)ein Favorit, seine Familie hat ihn dann darin bestärkt, diesen Song zu singen. Aber es gab z.B. auch noch „The love you left behind“, was auf dem aktuellen Album ist.

        @trevoristos:
        Er hat sich ja selbst beworben. Er hat keine Bedingungen an seine Teilnahme geknüpft. Er hatte einfach Bock drauf und hat’s gemacht.

  24. An alle lustigen Spekulanten: Am 29. März (Pre-Party London) haben sowohl Alli Neumann als auch Max Giesinger Konzerte. Alli auch noch am 4. April (Eurovision in Concert). Da der deutsche Act dort ja laut Frau Wolfslast fest eingeplant ist, sie beide wohl draußen. Natürlich könnte man die Konzerte noch absagen, aber ungewöhlich wäre es schon, dass dafür immer noch Tickets verkauft werden.

    • Übrigens: falls du mich mit Spekulant meinst, so muss ich sagen, dass ich den Namen Giesinger nicht erwähnt habe. Ich habe nur gesagt, dass der Act was mit einem Musiker zu tun hat, der in VE-Show bei ONE zu Gast ist. Und ich bin doch ziemlich sicher, dass das mehr ist als nur eine Spekulation. Ich würde sogar sagen: ich bin mir zu 100% sicher. Ich weiß halt immer noch nicht, wer es ist. Aber es gibt da eine Verbiindung. Safe.

      • Nö. Jeder kann es nicht sein. Ich meinte mit „Verbindung“ ja auch nicht, dass die sich mal irgendwo gesehen haben. Ich hab da so eine Ahnung. Erzähl ich euch nächste Woche, ob ich richtig lag. 🙂

      • Also Michael Schulte ist als Stargast ja schon bestätigt mein ich. Wenn du sagst der Act hat eine Verbindung zum Stargast dann könnte es wenn es Max Giesinger nicht ist. Auch Dominik Sanz sein. Gewiss finden sich auch noch mehr die eine Verbindung zu Michael haben oder es gibt noch einen Stargast den wir noch nicht kennen

      • Ah danke. Gefällt mir leider weder stimmlich noch musikalisch. Find ich extrem anstrengend.

        Und woher kommen nun die Gerüchte?

      • ich habe keinen blassen schimmer.
        ist mir auch im prinzip egal aber das hätte wenigstens stimmliche qualität – vielleicht kann die auch englisch?

      • Höre Alli Neumann gerade das erste Mal und muss sagen boah geil genau das was Deutschland schicken muss. Das ist auffallend, null langweilig, endlich mal ein cooler Act in deutscher Sprache der sich nicht gleich nach Schlager anhört oder zu textlastig ist

  25. Immer die gleichen Namen sind im Spiel .Die Boulevard Presse bekommt auch nichts raus …vielleicht sind es Schulte und Giesinger als Duett und singen ein Liedchen über ihre Freundschaft.
    Die Boulevard Presse kann es wohl nicht mehr erwarten den deutschen Beitrag zu kritisieren……da für 12 Points an den NDR

  26. Btw: Wenn ich mir vorstelle, dass unter den meistkommentierten Beiträgen des Jahres 2020 gefühlt mindestens 5mal ein „Was ist mit Deutschland?“-Artikel stehen wird… xD

  27. Lassen wir mal der Presse das Denkfutter, ihre Gier ohne Wissen scheint größer zu sein als bei der deutschen Bevölkerung
    Die Köpfe der Redakteure sind vielleicht schon wund gerieben somit erklären sich die ständigen Helene Fischer Beiträge als mögliche ESC Kandidatin.

    • Nee. Ist komplett umgekehrt, denk ich. Also… klar, gibt es auch Redakteure und Journalisten, die nicht nachdenken und einfach irgendwas raushauen. Aber warum passiert das? Weil mit Namen wie Helene Fischer Auflage gemacht wird. Oder halt Klicks.
      Mit „Fährt Daniel Schuhmacher für Deutschland zum ESC?“ sorgste halt nicht für Aufmerksamkeit, also packste da den Namen von Helene rein und schon haste wieder tausend Dumme mehr, die denken, im Artikel steht vielleicht irgendwas neues über die Gute.
      Man darf getrost davon ausgehen, dass diese Journalisten und Redakteure die Spekulation, wer Deutschland beim ESC vertritt, vollkommen latte ist – wenn sie nicht grad privat ESC-Fan sind.

  28. Was ist eigentlich mit Vanessa Mai? Ihr Name wurde in den letzten 2 Jahren öfters genannt. Merkwürdigerweise dieses Jahr gar nicht. Und wenn wir schon bei Schlager sind, Ben Zucker wäre doch eine gute Wahl.

    • Ob sie einen Schlager-Act weit vorne hatten, weiss ich nicht. Wenn allerdings sowas wie das Attention von der Ulrikke am Start gewesen war, dann könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass der Schlager-Act dann weit vorne war.

  29. Ich sehe einfach kein Szenario wo ein Schlageract doe Auswahl gewinnen könnte.. Hört also auf daran zu glauben. 😂
    Nicht mal Voxxclub wurde von den juries gemocht und das war eig. Gut

  30. Die Unterhaltungsredaktionen schreiben natürlich nur was zum Thema, wenn es Clicks bringt. Wurscht ob wahr, oder gelogen. Alles mit Helene Fischer bringt Clicks. Diese Redaktionen interessiert nicht mal einen Piep wer nach Rotterdam fährt.

    Klassischen deutschsprachigen Schlager wird es weiter sehr lange nicht mehr vllt sogar nie mehr beim ESC für Deutschland geben. 2007 mit Cicero…schon da war es kein wirklicher Schlager mehr. Auch 2003 war es kein Schlager im eigentlichen Sinne mehr. 2001 mit Michelle endete die Karriere des deutschsprachigen Schlagers für das ESC-Finale. Das sind jetzt schon 19 Jahre ohne Schlager. 19 Jahre Gejammer der Schlagerfans. Alle Votings wurden verloren.

    Ich bin ja gespannt wann endlich die Karriere des Deutschrap beim ESC beginnt…für sagenhaft erfolgversprechend hielte ich auch zb einen Deutschrap-Schlager Hybriden.

  31. Von mir aus dürfte es auch gerne mal wieder nen „echter“ Schlager-Titel für Deutschland sein. Why not? Ich meine wir sind mit diesen englischsprachigen, weichgespülten Radiosongs oft genug in den letzten Jahren hinten gelandet. Das könnte mit einem Schlagersong kaum zu unterbieten sein. Allerdings wird der NDR sicher keinen Schlagersong intern nominieren. Das würde mich zumindest doch sehr wundern.

    • sind aber Schlagersongs nicht die Speer-Spitze der weichgespülten Radiosongs? Schlager hat nur indirekt eine kleine Chance, d.h. wenn der Song zwar ’schlagerhaft‘ ist, aber englischsprachig vorgetragen wird. Dann aber ist es eben kein Schlager, da Schlager gemeinhin als deutschsprachig fest definiert ist.
      Bevor aber irgendwann einmal ‚Schlager‘ wieder drankäme müsste eigentlich erst ein paarmal ‚Rap‘ (bzw Variationen davon) drankommen. Das fände ich viel berechtigter.

      Es wurde ja auch vom NDR bekannt gegeben, dass auch Acts/Firmen aufgefordert wurden etwas einzureichen, die ‚in den Charts erfolgreich‘ sind. Es müsste sich dabei dann ja um eine nicht geringe Zahl von ‚irgendwie mit Rap zu tun Habenden‘ handeln. Ob die Angesprochenen etwas Eingereicht haben?

  32. Ich glaube zwar nicht, dass ein deutschsprachiger Song Erfolg hätte und schon gar kein Schlager.
    Aber wie wär es denn hiermit? Das ist zeitgemäße Musik aus Deutschland. Sowas könnte ich mir dann doch wieder vorstellen. Wenn’s schon Margot Eskens nicht wird.

    • Das ist nicht schlecht. Bin mir aber nicht sicher, ob die beiden das ‚Live‘ in ausreichend guter Qualität darstellen können.

      Etwas shokker aber iwie gut:

      • nicht konkret dafür, ist wie gesagt etwas zu shokking für those kids watching, der Künstler ist aber würd ich meinen ESCfähig. Wer weiss, vielleicht wurde der Künstler(nicht dieser Song) von Warner sogar vorgeschlagen.

  33. Oh man. In einer Woche ist die Bekanntgabe des Acts. Auch wenn ich mir wünsche, dass es super sein wird, glaube ich, dass es unterirdisch wird. Ich meine wer sowas sagt wie der ‚beste ESC Song aller Zeiten‘, das muss schief gehen… ich meine wie gut muss der denn sein? Das muss alle Vorstellungen übertreffen. Da muss ich immer an DSDS denken. Und ist da jemals wirklich ein Superstar rausgekommen? NEIN!

    • Selbst wenn da ein halbwegs passaber Song herauskommen sollte, wünsche ich mir das der in Rotterdam abkackt. Mehr wie Platz 20 hat der NDR und sein Act in diesem Jahr jedenfalls nicht verdient. Denn sonst wird man beim NDR noch arroganter mit den Zuschauer umgehen, als dieses Jahr und wir können uns auf Jahre hin von der VE verabschieden. Am besten wäre es, wenn es noch eine schlimmere Pleite gibt als 2019.

      • Naa, so streng sehe ich das jetzt nicht. 😉 nach den vielen Pleiten in den letzten Jahren wünschte ich dem deutschen Beitrag wieder einen Top 10 oder Top 5 Platz. Natürlich nur, wenn ich den Künstler und Song auch selbst zumindest okay finde. Alle Mühe soll auch belohnt werden! Und ich find, es ist ein Versuch wert mal nicht als Zuschauer einbezogen zu werden. Fühle mich da jetzt nicht hintergangen. Die probieren eben mal was anderes aus, um eventuell erfolgreicher zu sein. Ich persönlich hätte 90% der Gewinner Acts in den VE nicht gewählt. Mir war immer klar, wer das Rennen machen wird, wenn die Zuschauer mitentscheiden. Kann also nur besser werden. Ist ja auch nur ne Show 😂 12 Points goes Germany

  34. @Limmo: Welche Mühe denn? Ein Beitrag der nicht von den Zuschauer gewählt worden ist, ist sowieso nix wert. Ebenso wenig das Ergebnis, egal wie gut es ist, ist nix wert, wenn alles hinter verschlossenen Türen ausgeklüngelt worden ist. Nur weil dir die Ergebnisse nicht gepasst haben, haben die Zuschauer nicht falsch entschieden. Deshalb wünsche ich dem Kandidaten vom NDR das er größtmöglichst abkackt.

    • Die Mühe, die die sich da anscheinend machen, um einen Gewinner-Act zu finden. Auf einen Versuch kann man es ja ankommen lassen. Wieso hat das denn keinen Wert nur weil die Zuschauer nicht mitentschieden haben? Bestimmt magst du den Act der Deutschland vertritt nachher total gern 😂 und dann? Und wenn der gewinnt, findest du das dann immer noch doof? 😂 wäre aber schade. Und wenn’s der letzte Platz wird, dann ist das eben so und der NDR muss neue Ideen entwickeln.

  35. @floppy1992
    Der Auftritt von Alli Neumann beim Between the Beats – Festival am 4.4.2020 in Lörrach wurde abgesagt. Stattdessen tritt dort eine andere Band auf.

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