
Mit dem Sieg von Nemo aus der Schweiz beim Eurovision Song Contest 2024 setzte sich ein Beitrag durch, der im Televoting nur den fünften Platz erreicht hatte. Auch im letzten Jahr bremsten die Jurys den deutlichen Publikumsfavoriten Kärijää aus. Das kann Zufall sein und so etwas gab es schon früher. Allerdings ist das nun in den beiden Jahren der Fall gewesen, in denen die Jurys kein Mitspracherecht mehr in den Halbfinals haben. Die Big 5 könnten davon profitieren, indem sie typisches „Jury-Futter“ zum ESC schicken.
Mitte der 90er wurden die Jurys beim ESC nach und nach durch reines Televoting ersetzt. Ab 2009 führt man dann das System ein, das wir in groben Zügen heute kennen: Jurys und Televoting vergeben jeweils die Hälfte der Punkte. Das stimmt so nicht mehr ganz: Die Einführung der Abstimmungsgruppe „Rest of the World“ 2023 hat das Televoting im Finale etwas stärker gemacht. Gleichzeitig wurden die Halbfinale auf 100% Televoting umgestellt.
Was als Stärkung der Meinung der Zuschauenden gedacht war, stellt sich nach und nach als Schwächung heraus – zumindest im Finale. Denn seit dieser Regeländerung haben sich als ESC-Sieger nicht die Favoriten des Televotings durchgesetzt, sondern die der Jury. Dafür kann es ganz unterschiedliche Gründe geben. Und es ist sicher nicht verkehrt ein Korrektiv zu haben, um – wodurch auch immer ausgelöste – Tele-Powervotings abzuschwächen.
Das Problem liegt nun aber möglicherweise woanders: Alle Beiträge, die sich über die Halbfinale qualifizieren müssen, müssen zunächst das Publikum beeindrucken. Denn nur in seiner Hand liegt es, welche zehn Songs jeweils ins Finale kommen. Beiträge, die im Televoting durchfallen, aber von den Jurys honoriert werden könnten, fallen dabei möglicherweise eher durchs Raster.
Das Ergebnis: Wir haben im Finale viele Televoting-Favoriten – möglicherweise zu viele. Denn die Stimmen der Zuschauenden verteilen sich im Finale so auf mehr Beiträge und sind weniger stark auf einzelne fokussiert. Die Beiträge, die sich ohne Jury-Hilfe fürs Finale qualifiziert haben und von diesen besonderes honoriert werden, können hier nun richtig durchstarten. Denn die Jurys haben weniger Jury-affine Beiträge zur Auswahl, ihre Punkte können häufiger zu denselben Acts gehen – zum Beispiel Nemo. Dessen Beitrag „The Code“ war im Televoting im zweiten Halbfinale auf Platz 4 gelandet und im Finale auf Platz 5. Trotzdem hat es für den Sieg im Finale gereicht.
Hier liegt nun die Chance der für das Finale gesetzten Big5 und des Gastgeberlandes. Deren Beiträge müssen sich nicht im Halbfinale qualifizieren. Sie könnten sich direkt auf die Jury-Stimmen im Finale fokussieren. Letztlich haben sie darüber auch in diesem Jahr profitiert, wenn vielleicht auch nicht beabsichtigt.
Der Franzose Slimane konnte in Malmö Jurys und Publikum gleichermaßen abholen. Aber Angelina Mango aus Italien bekam von den Jurys 60 Punkte mehr als im Televoting. Bei Marcus & Martinus & Martinus, die für Schweden sangen, lag die Differenz sogar bei 76 Punkten. Olly Alexander aus Großbritannen konnte nur Dank der Jurys überhaupt Punkte aufweisen und den letzten Platz hinter sich lassen.
Am meisten profitierte aber der Deutsche ISAAK von dem Phänomen: 99 Punkte von den Jurys zu 18 Punkte im Televoting – das ist eine Differenz von 81 Punkten. Oder anders: 10. bei den Jurys und 19. beim Televoting ergaben zusammen den für deutsche Verhältnisse extrem guten 12. Platz.
Die Lehre daraus liegt auf der Hand: Sollte sich an dem Abstimmungsmodus in den Halbfinalen nichts ändern, wäre es nachvollziehbar, wenn sich Deutschland im nächsten Jahr auf die Suche nach einem Jury-Favoriten machen würde. Das würde möglicherweise weniger öffentliche Aufmerksamkeit z.B. in Form von Radio-Airplays bedeuten. Ein erfolgreiches Abschneiden beim ESC selbst über viele Punkte (von der Jury) könnte aber aber dennoch die Begeisterung für den Wettbewerb im Land befeuern.
Findest Du, dass die Jurys den Ausgang des ESC zu stark beeinflussen oder ist das System so gut? Und sollten die Big5-Länder stärker auf Jury-affine Beiträge setzen, um erfolgreich zu sein? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.
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Schade das die Jury Politik , für Nemo Gewinn , in Spiel gebracht hatte , das hat auch etwas wie „ Hofnarren“ Mentalität zu tun.
Nur weil Kroatien nicht gewonnen hat, ist der Sieg der Schweiz nicht gleich politisch.
Nicht wegen Kroatien – sondern weil weder die Ukraine noch Israel gewonnen haben
Ich bin nicht gegen diese zwei Lnder, aber wenn man im krieg ist oder im Land unruhen hat, mischt man sich automatisch politisch mit ein, wenn man solchen ländern einen auftritt gibt, denn jeder mensch denkt automatisch daran, was bei diesen ländern gerade passiert. Da muss der Esc unbedingt daran arbeiten.
Und wenn jeder Mensch daran denkt – es die Menschen beschäftigt, quasi – dann ist es der richtige Weg, diese Emotionen sofort den Garaus machen zu wollen?
ich fand weder Israels Lied, noch das der Ukraine so herrausragend, um da einen potentiellen Sieger zu sehen tbh. Und es ist gut, dass sie sich eben NICHT von politischen Gründen leiten lassen. (von der deutschen Jury dieses Jahr wohl mal abgesehen.)
Das die Jurys Nemo toll finden war abzusehen.
Die Formulierung „Jurys verhindern“ finde ich immer schwierig, weil tendenziös. Als ob es mit dem Televoting ein „wahres“ Ergebnis gibt, was dann wirkungslos gemächt soll. Das ESC-Ergebnis ist das Gesamtergebnis – es gibt da keine Verhinderungsteile (beim dt. VE hätte man höchstens sagen können, dass das nicht-unabhängige, auch noch spätere Televoting etwas verhindert haben könnte).
Das Juryergebnis geht – mit der kleinen Ausnahme des Rest-of-the-World-Votings zugunsten des Televotinggewichts – gleichberechtigt in das Gesamtergebnis mit ein. Es ist dem ESC-Televoting sogar zeitlich vorgelagert und davon unabhängig. Von Verhindern im eigentlichen Sinne kann eigentlich nicht die Rede sein. Ich finde das an der Stelle schon wichtig.
Grundsätzlich schon richtig aber der beschriebene Punkt ist, dass die Big 5 und Gastgeber eben Vorteil haben wenn sie sich auf die Jury konzentrieren, da sie nicht die durch reines Televoting entschiedenen Halbfinals überstehen müssen.
Auf dieses Jahr bezogen hätten UK und wohl auch Deutschland ein Halbfinale nicht überlebt.
Die anderen fokussieren sich auf das Publikum welches dann aber mehr Auswahl hat und die Punkte im Finale deutlicher verteilt.
Problem ist nicht die Jury per se sondern dieses Vorgehen.
Entweder die Jury entscheidet auch in den Halbfinals mit oder Big 5 und Gastgeber müssen ebenfalls in diese.
ja, schon klar
Ich denke, nach diesem Jahr muss man sich ohnedies einige Regeländerungen überlegen. Da gehört das Voting sicherlich wieder einmal überdacht. Vielleicht geht man mal ganz andere Wege, überhaupt weg vom Televoting. Mit dem Internet gibt es ganz andere Möglichkeiten heutzutage. Aber wahrscheinlich stehen da auch finanzielle Interessen im Wege.
Abstimmung über das Internet ist nahe zu unmöglich. Man kann nicht verhindern, dass per Skript zehntausende votes von einer Person abgegeben werden. Und man könnte mit leichten Mitteln auch für das eigene Land in anderen Ländern abstimmen. Am Ende würden die Technik affinsten gewinnen.
the winner are…. die Telefongesellschaften!
20 Anrufe und 20 sms pro Kandidat:in
Call Center erhalten wahrscheinlich einen Rabatt. Ansonsten gibt’s ja auch günstige software. Also…. Tele Voting …. finde ich teilweise recht fragwürdig.
Mir ist noch etwas anderes aufgefallen, was man mal anhand der Daten überprüfen könnte.Die Juroren verteilen ihre Punkte breiter im Feld, während es bei den Zuschauern meist wenige Favoriten gibt, die den großen Teil der Punkte bekommen. Dieses jahr waren das die ersten 5, die den Großteil der Punkte abbekamen. Oder bei den Juroren bekamen die ersten 10 (fast) mehr als hundert Punkte, während beim Public voting der Zehnte nur noch 58 bekam. Wer die Daten im Rechner hat, kann das mal überprüfen, ob das eine Entwicklung ist.
Auch hier wäre es für die Big5 gut eher auf die Jurys zu setzen, zumindest für UK und D, die ja meist nicht um den Sieg mitspielen und so wenigstens im Mittelfeld landen.
Ganz genau so ist es und einer der Gründe, warum ich nie wieder reines Televoting haben möchte. Allerdings sind 22 Höchstwertungen für die Schweiz schon ein Brett.
Breiter im Feld an Songs, die fast allesamt in die gleiche Genre-Sparte hauen. Das kann man sich schenken.
Dann lieber 3-5 Tele-Favoriten und der Rest erst mit Abstand danach.
Auch wenn dieses Jahr viele Spaßbeiträge und Dancesongs dabei waren, finde ich, dass die Qualität insgesamt sehr hoch war. Wir hatten doch in vergangenen Jahren oft ein Finale, da gabs Songs, die man eigentlich nicht dort sehen bzw. hören wollte. Dass jemand, der beim Televote nur Fünfter war den Sieg heimtragen kann, sollte aber nicht sein. Da muss man sich etwas überlegen. Entweder am Ende noch einen Extrabonus für den Televotesieger oder überhaupt die Regel, dass der Televotesieger automatisch gewinnt.
Mindestens gleichwertig finde ich aber das Problem mit den voraufgezeichneten Vocals. Die Regeln dazu werden immer mehr ausgereizt. So gab es heuer eindeutig Songs, da kamen die Lead Vocals teilweise vom Band, wie zum Beispiel bei Griechenland. Vielleicht sollte man das klarer formulieren, welche Art von Vocals man aufzeichnen kann und sollte das von einer Jury vorab kontrollieren lassen. Oder man schafft es überhaupt wieder ab. Dafür könnte man etwa die Zahl der Personen auf der Bühne auf 8 anheben oder 6 + 2 im Background.
Länder, die sich im Krieg befinden, sollte man nur außer Konkurrenz teilnehmen lassen.
Das kann ich so unterschreiben. Die Sache ist halt, dass die Publikumslieblinge allgemein mehr Emotionen auslösen. Man verfolgt sie über Wochen/Monate, baut eine Verbindung auf. Und dann kommt am Ende die Jury und… wissen wir ja. Wobei Nemo ja auch seine Fans hatte. Die Jury muss es auf jeden Fall geben. Sonst würde wohl vieles (wieder) aus dem Ruder laufen. Aber irgendeine Aufweichung sollte es geben. Die Schlucht zwischen Televoting und Juryvoting ist – zumindest gefühlt – zu tief. Deshalb finde ich auch, dass man sich da was überlegen bzw. sich annähern sollte. Die Idee mit dem Extrabonus finde ich ehrlich gesagt prima. Oder den Televotegewinner als Gesamtsieger küren. Und danach dann auf Publikum und Jury aufspalten. Keine Ahnung. Falls alle Stricke reißen, muss man halt in den Semis wieder die Jury einführen. So erspart man sich zumindest solche Schocks wie dieses und letztes Jahr, die zu starkem Unmut führen.
Mit welcher Begründung sollte man die Ukraine raus schmeißen? Den Menschen geht es scheiße, da muss man nicht noch von anderer Seite denen ans bein Pivkeln weil jemand Angst hat, dass es vielleicht Solidarität bzw. Mitleidsstimmen in Richtung Ukraine gibt.
Ich bin pro 50/50 Jury und Televote und werden es immer bleiben 👍🏻
Definitiv – ich verstehe auch nicht, warum da jedes Jahr immer wieder das gleiche Faß aufgemacht wird.
Zustimmung!!!
Vielleicht weil man es noch aus Zeiten vor 2009 kennt, dass das Televoting entscheidet und es nach wie vor für das beste hält.
Zustimmung. Und das sage ich, obwohl mein diesjähriger Lieblingsbeitrag bei den Jurys insgesamt am schlechtesten abgeschnitten hat!
Die Überschrift des Artikels suggeriert zudem eine nicht vorhandene höhere Wertigkeit des Televotes und negiert die Gleichberechtigung von Jury- und Televote.
Dass die Länder ihre Beiräge möglicherweise in Bezug auf eines der Votingsysteme auswählen, ist eine andere Frage . Ist rein subjektiv zu bewerten und kann objektiv betrachtet zu keinem *gerechten“ Endergebnis führen.
Naja, de facto hat das Televote dank ROTW ja mehr Gewicht. Da könnte man dann im Umkehrschluss aber auch fragen: „Ja, was denn noch?“. Die Jurys haben schon ihre Daseinsberechtigung. Und dieses Jahr sehe ich tatsächlich auch nicht ein Ergebnis, mit dem ich so gar nicht übereinstimmen würde. Höchstens noch das deutsche – und da beschwere ich mal lieber nicht. Aus Gründen, you know … 😀
Dass Norwegen letzter wurde, fand ich seltsam. Es nervt nach einiger Zeit aber ist deutlich besser als Du weißt schon.
Ich glaube Norwegen war einfach für das europäische Publikum zu speziell und den Gesang fand ich gerade im Finale doch ziemlich „kreischig“.
Von den vier Punkten im Televoting kamen übrigens drei aus der Ukraine und einer aus Finnland. Ansonsten ist der Song nur in Nordeuropa sowie im Ostseeraum einigermaßen knapp an den Punkten vorbeigerauscht, je weiter südlich man ging desto schlechter lief es für den Song.
Ich fand auch es wurde nach einiger Zeit ziemlich nervig – aber K und N waren absolut indiskutabel. Verstehe nicht, wie die Jurypunkte bekommen konnten.
deswegen gibt es 2025 auch wieder den bewährten keiino eintopf – schmeckt super lecker. 😃
Ach, ich weiß nicht. Ich fand den kleinen Hype um den Song, gerade rund um den MGP, schon sehr übertrieben. Für mich ist das „Cranberries trifft Mittelaltermark“. Rein theoretisch sollte ich das irgendwo mögen – und eine gewisse Grundsympathie für die Band ist auch da. Auch, dass sie ins Finale kam, fand ich gut und für die musikalische Vielfalt wichtig. Aber ultimativ hat mir das Lied leider genau gar nichts gegeben. Dass das keine Höhenflüge hinlegen würde, habe ich daher schon geahnt. Und am Ende ist es halt wie immer: Den letzten Platz belegt in der Regel eben nicht der schwächste Beitrag. Hätte da auch eher andere Kandidaten gesehen (Dons, Olly Alexander, Nebulossa, Isaak). Aber den Letzten korrekt zu tippen, ist ja fast schon die größte Kunst von allen. 😀
Isaak hat mich positiv überrascht. Er hat echt an seinem Auftritt gearbeitet., auch die Medienarbeit war besser. Umstieg von bunt auf schwarz sah wesentlich besser aus. Dito Slimanes Wechsel von schwarzen zu weißen Klamotten.
Ja, Isaak hat sich echt gemacht. Am Auftritt gab es wenig zu bemäkeln. Da aber auch der Revamp am Song wenig geändert hat, bin ich trotz der guten Bühnenperformance dennoch auch weiterhin positiv geschickt vom deutschen Ergebnis. Ich kann mir das wirklich nur mit seiner Stimme erklären – und weine dann stellvertretend für Jamie-Lees Behandlung durch die Jurys.
Man hätte eigentlich schon erahnen können dass Norwegen eher ein unterwältigendes Ergebnis einfahren wird nachdem der Auftritt auf YouTube nur wenig mehr Aufrufe hatte als der ausgeschiedene Song aus Dänemark.
Lange her, dass DK mal was geschickt, das mir gefiel. Was denkst Du über die Ergebnisse?
Mit den Ergebnissen der Semis gehe ich eigentlich ziemlich konform.
Natürlich freue ich mich sehr über das tolle Ergebnis von Slimane, auch Italien hat wieder gut abgeliefert auch wenn Angelina im Finale stimmlcih doch geschwächelt hat. Aber zum Glück haben sie die kmoischen Klamotten aus dem Semi eingemottet, das schwarze Outfit stand ihr richtig gut.
Ansonsten bin ich ehrlich gesagt schon etwas froh dass es vorbei ist, es war für mich als Fan die bisher anstrengendste Saison.
Nächste Saison darf es gerne sehr viel weniger Drama sein. Vor allem in der Finalwoche selbst.
Ja, zum Schluss hin hatte man fast die Lust verloren, ich hatte mich aber zusammengerissen, weil das der erste ESC für den Werwolf war und er ziemlich aufgekratzt war. Die Show war dann ja auch gut, auch wenn man man den Eindruck hatte, dass die Schweden nicht wirklich Bock hatten.
Ich schrieb das vorhin schon an anderer Stelle, aber finde das auch sehr bezeichnend: Du-weißt-schon-wer bekam in unserer Runde insgesamt 5 Punkte. 4 wären bei unserem Wertungssystem das absolute Minimum gewesen.
Allerdings hat bei uns auch Irland mit 33 von 40 Punkten gewonnen, während die Nächstbesten bloß 27 Punkte hatten. Von daher war unsere Runde wohl auch nicht sooo repräsentativ. 😅
Also wenn 4 das Minimum war, scheinen wir 5 ziemlich hochgegriffen 😜. Wir waren uns fast gänzlich d‘accord, haben Powervoting für Slimane gemacht und er fragte „Warum hat Spanien keine Sängerin geschickt?“
Sollte das Jury Voting irgendwann wegfallen, war das mein letzter ESC.
Beim Televoting werden gute Songs, also textlich und musikalisch so wie starke Stimmen meistens links liegen gelassen, aber genau dafür ist für mich der ESC da: Um textliche, musikalische Meisterwerke oder eben beides zu finden.
Danke !
Ich war damals nicht wirklich begeistert von der Einführung der Jurys. Mittlerweile will ich sie aber nicht mehr missen und denke auch, dass sie auch in den Semis dringend wieder installiert werden müssen. Eine – auch nur teilweise – Streichung der Jurys käme einer Katastrophe gleich und würde unweigerlich wieder in die finsteren Bloc-Voting-Zeiten der 00er-Jahre zurückführen.
Das soll ein Witz sein, oder?
Schonmal den Gewinnersong von letztem Jahr angehört? Den Text gelesen (denn Loreens Genuschel live versteht eh kein Mensch)?
An diesem Song ist alles 0815. Nur Loreens Bühnenpräsenz und Stimme hat diesen Song aufgewertet.
Mit Meisterwerk oder Kreativität hat das wirklich nichts zu tun.
Es ist Standardware, sehr gekonnt vorgetragen – und das soll für einen Sieg reichen? Na ich weiß ja nicht.
Ich finde es gut mit 50Jury/50Tele.
Meine Persönlichen Gewinner haben immer gut abgeschnitten, manche halt nicht:
2013:🇩🇰 1Platz
2014:🇭🇺 5Platz
2015:🇪🇪 7Platz
2016:🇺🇦 1Platz
2017:🇵🇹 1Platz
2018:🇮🇱 1Platz
2019:🇳🇱 1Platz
2021:🇲🇹 7Platz
2022:🇮🇹 6Platz
2023:🇸🇪 1Platz
2024:🇭🇷 2Platz
Natürlich ist es deprimiert, wenn der Publikumsfavorit nicht gewinnt, aber so sind die Regeln.
BTW: Haben die Jurys Israel verhindert, dass war schon arg auffällig. Gottseidank um Ehrlich zu sein. Währenddessen haben, die Televoter, vorallen im westlichen Europa Israel sehr geholfen. Natürlich waren beide Seite politisch Motiviert. Ohne Frage.
Finde in die Zukunft, sollten keine Länder mehr teilnehmen, die sich in einen militärischen Konflikt befinden, um politische Beeinflussung zu gut wie es geht zu verhindert. Natürlich geht es nie zu 100% unpolitisch zu sein. Wäre aber ein Anfang.
Bin ich ganz bei Dir, ich brauche in der jetzigen Situation weder Israel noch Ukaine im Wettbewerb, da das Televoting dadurch automatisch zum Stimmungsbarometer für die politische Situation verkommt. Wir sehen ja mittlerweile Jahr für Jahr, wie Osteuropa und besonders das Baltikum sie noch aktiv beim Wettbewerb unterstützen, im Westen ist das etwas weniger geworden.
Und die Jury sieht sich dann wohl berechtigt, ihren eigenen Favoriten mit aller Macht durchzudrücken, um solche politischen Siege eben zu verhindern. Ob jetzt Nemo weniger politisch motiviert dabei war, sei mal dahingestellt.
Meine Favoriten waren in diesem Zeitraum
2013 Ungarn (10.)
2014 Niederlande (2.)
2015 Lettland (6.)
2016 Ukraine (1.)
2017 Portugal (1.)
2018 Italien (5.)
2019 Italien (2.)
2021 Ukraine (5.)
2022 Serbien (5.)
2023 Australien (9.)
2024 Portugal (10.)
Dieses Wertungssystem hält die Spannung bis zur letzten Sekunde. Also nicht jede Neuerung der Schweden ist schlecht. Dieses Punktesystem jedenfalls nicht.
Gestern Abend gab es doch nicht viel Spannung. Schon nach dem zehten Jury wurde es klar, das die Schweiz gewinnen würde.
Jein. Wegen dem Jurysieg war es wirklich schnell langweilig. Weil Nemo schnell als Sieger klar war. Trotzdem war es gerade wegen Deutschland sehr spannend. Weil wir theoretisch von jedem Land hätten Punkte bekommen können. Ein Gefühl das wir gar nicht mehr kannten. Also ich fand die Wertung sehr spannend.
Das liegt an der Verkündungsform. Wenn ich mir vorstelle, zuerst die im Halbfinale ausgeschiedenen Länder ihre Punkte vergeben zu lassen, dann die restlichen Jurypunkte in der Reihenfolge basierend auf dem Zwischenstand aufzurufen (die Spokespersons verkünden dann ihre „eigenen“ Punkte) und dann die üblichen Televotes zu vergeben, hätte das viel Langatmigkeit rausgenommen.
Dafür macht es die Stunde in der man die ganzen Jury-Votes hört recht uninteressant, weil man weiß, dass sich das alles noch ändern wird.Früher war jeder verkündete Punkt entscheident, da wurde wirklich eine Stunde lang mitgefiebert, heute ist das eher der Hintergrund für die allgemeine Unterhaltung.
Bei reinem Televoting war es mitunter genauso vorhersehbar.
Ich gucke gerade wegen des Juryverhaltens bezüglich Israel…. „Generell ignoriert“ würde ich nicht behaupten, aber speziell Deutschland fällt positiv auf:
Albanien Platz 23
Armenien Platz 15
Australien Platz 20
Österreich Platz 18
Aserbaidschan Platz 12
Belgien Platz 6
Kroatien Platz 12
Zypern Platz 3
Tschechien Platz 16
Dänemark Platz 22
Estland Platz 6
Finnland Platz 25 – da ist der Unterschied zum Zwölfer vom Publikum am krassesten
Frankreich Platz 8
Georgien Platz 8
Deutschland Platz 3
Griechenland Platz 22
Island Platz 25 – im Televoting wiederum Dritter
Irland Platz 16
Italien Platz 22
Lettland Platz 10
Litauen Platz 7
Luxemburg Platz 18
Malta Platz 8
Moldau Platz 8
Niederlande Platz 18
Norwegen Platz 3
Polen Platz 19
Portugal Platz 23 – 12 Punkte von den Zuschauern
San Marino Platz 24 – ebenfalls, allerdings halte ich das TV in diesem Land für irrelevant
Serbien Platz 24
Slowenien Platz 18
Spanien Platz 15
Schweden Platz 16
Schweiz Platz 22
Ukraine Platz 22
Vereinigtes Königreich Platz 15
Wann gab es mal 10 Punkte im Televoting aus Israel für Deutschland ? Ich kann mich nicht erinnern.
Der Grund ist vermutlich darin zu suchen, dass die Israelis für die Hälfte der Acts nicht abstimmen wollten, da diese sich für den Rausschmiss von Israel stark gemacht haben.
Gute Frage. Ich kann mich noch an die Zeit aus meiner Kindheit erinnern, da war es ein No-Go, dass Deutschland von Israel auch nur einen Punkt erhält. Das war die Zeit, als wir von Österreich genau maximal diesen einen Zähler erhielten. Ewig her. 😉
Sorry, aber wann soll das gewesen sein? Israel hat 1973 zum ersten Mal am ESC teilgenommen und Deutschland in diesem ersten Jahr zumindest schon mal mit mehr als der Mindestpunktzahl bedacht. Von 1974 bis 1976 gab es dann zwar keine Punkte, allerdings für drei deutsche Beiträge, die auch aus allen anderen Ländern kaum welche erhielten und entsprechend sehr weit hinten landeten. Und bereits ab 1977 jedes Jahr Punkte aus Israel, mit dem Höhepunkt der ersten 12 Punkte für Deutschland 1982 in Harrogate. Dies nur als Überblick über die ersten zehn Jahre.
Ich würde sagen, da vermischt sich Deine Erinnerung mit einem Vorurteil …
Hat nicht auch Dschinghis Khan einen 12er ais ISR bekommen?
Nein, „Dschinghis Khan“ wurde von Israel mit guten 6 Punkten bewertet – erreichte nach dem Contest allerdings die Spitzenposition der israelischen Charts, daher wohl der hartnäckige 12-Punkte-Mythos …
Es stimmt nur eben nicht.
Ich meine bei Dana.
Das spannende ist ja, wenn man sich die Abstimmungen der einzelnen Juroren ansieht und da sieht man oft komplett entgegengesetzte Bewertungen des gleichen Auftritts. Diese Juroren scheinen also komplett unterschiedliche Meinungen über Qualität zugaben oder es geht denen wie jedem Televoter sich nur um den persönlichen Geschmack oder halt Politik.
Portugal, Finnland und Island auf den letzten Plätzen, das waren so ziemlich die Sender, die sich am stärksten dafür eingesetzt haben, dass man Israel nicht beim Wettbewerb teilnehmen lassen sollte. Überrascht wenig natürlich, aber ich finde das trotzdem interessant.
Finde ich auch – nach dem ich gesehen habe, wie viele der TV-Punkte allein die 7-8 am Ende oben Platzierten bekommen haben, wäre es sicherlich nicht spannender gewesen, die einzelnen Televoting-Ergebnisse der Länder anzuschauen, da hätte man fast bei jeder Wertung die gleichen 8 Länder gesehen.
Nicht einmal auf Zypern-Griechenland ist ja mehr Verlass! 😉
Und sollten die Big5-Länder stärker auf Jury-affine Beiträge setzen, um erfolgreich zu sein?
Klares Nein.
die Big5 Laender (wie uebrigens alle andere Laender) sollten ein gutes Lied schicken 😀
Die Antwort war einfach. 😁
Ich finde es zumindest sehr merkwürdig, dass sich die Jury 2023 wie 2024 so einig waren, dass die überwiegende Mehrheit den gleichen Song auf der 1 hatte, der aber nicht der Televote-Winner war.
Dass die Jury eher nach Hype als nach den eigentlich musiktheoretischen Kriterien geht liegt meiner Meinung nach offenkundig auf der Hand.
In diesem Jahr haben wir zumindest gesehen, dass Songs wie Grito sich auch ohne Jury aus dem Halbfinale qualifiziert haben. Insgesamt kann man doch sagen, dass in den Semis die Songs ausgeschieden sind, die auch vorher schon als schwach (im Sinne von weniger konkurrenzfähig beim ESC) angesehen wurden. Auch wenn die Reihenfolge (Norway 10th, wtf? schon teilweise erstaunlich war.
Dennoch finde ich Jurys auch berechtigt und wichtig. Nur die Einigkeit dieser lässt einen dann doch immer etwas ratlos zurück. Ich finde die Jurys sollten keinen Gesamtsieger bestimmen können, der im Televoting nur Fünfter war. Das wirkt einfach nicht wie ein verdienter Gesamtsieger (unabhängig davon, dass The Code natürlich trotzdem ein Favorit und absehbarer Siegkandidat war).
Vielleicht wäre ein 60/40-Split besser?
Mit 60/40 hätte es knapp für Kroatien gereicht!
Dann setzen wir das jetzt durch und BL macht noch mal mit einem richtigen Banger mit. 😉
„Dass die Jury eher nach Hype als nach den eigentlich musiktheoretischen Kriterien geht liegt meiner Meinung nach offenkundig auf der Hand.“
mMn ist das Gegenteil der Fall, das Publikum lässt sich von social media hypes mitreißen während die Jury zumindest hoffentlich versucht halbwegs nach objektiven Kritierien zu urteilen (sofern das überhaupt möglich ist bei Musik, Musiktheorie spielt da mMn auch gar keine Rolle da diese auch keine richtige und falsche Musik kennt, sondern nur analysiert). Das sie dies nicht unbedingt immer tut, sondern auch politisch bewertet, hat man auch gesehen (fand Israels Beitrag jetzt auch nicht soo stark aber das war schon auffällig), gleichzeitig kann man aber exakt das selbe über die Televotings sagen.
Ich bin übrigens superfroh das Schweiz gewonnen hat, weil ich den Song auch am stärksten fand und diese „lustige“ Industrial-Rock/Metal-Mitgröhl-und-Stampf-Nummer von Kroatien richtig schrecklich fand (wie schon auch die Finnische und Deutsche letztes Jahr) und den Hype darum auch absolut nicht nachvolziehen kann (wie schon bei der finnischen letztes Jahr).
Dass die Big5 auf Jury-Kram setzen sollten sage ich ja auch schon seit das System eingeführt wurde. Die Aussage, dass sich die Zuschauerpunkte auf mehrere Länder aufteilen und demnach der Sieger verhältnismäßig wenig Punkte haben müsste, ist aber Unsinn. Finnland hat nach der Ukraine den höchsten Televote-Score ever und auch jetzt hatten wir sogar DREI Beiträge mit 300+ Punkten im Televote. Das ist wahnsinnig viel.
Die Konsequenz ist also nicht, dass alle ein paar Punkte bekommen und die Jury setzt sich immer durch, nein, es ist so, dass die Televote-Favoriten aus dem Semi, die auf den hinteren Plätzen landeten und nur knapp weiterkamen, einfach noch weniger Punkte im Finale erhalten und von der Jury gibt es auch vielleicht wenig.Ca. 50 Punkte als Platz 10 ist extrem wenig und das hatten wir dieses Jahr und letztes Jahr.
Die Top-Favoriten bekommen immer noch die gleiche Anzahl und das Televote neigt ja generell dazu, sich auf einen Song zu fokussieren, während die Jury öfter mal sich uneinig ist. Aus diesem Grund gab es ja ständig den Fall, dass der Televote-Sieger sich doch durchgesetzt hat.
Was nun anders scheint ist der Rest, der im Pool der Konkurrenz plötzlich hinten wegfällt, mit 2 oder 3 Jury-Song mehr aber besser abschneiden könnte.
Ich bin nur heilfroh, daß es Baby Lasagna gab…. Ansonsten hätten wir uns noch mehr über „politisches Voting“ beschwert.
Ich denke, dass dieses Jahr vieles zusammen kam. Gerade die Situation mit Israel und auch das Ausscheiden der Niederlande hat das Endergebniss stark beeinflusst. Aber hier mal meine Gedanken etwas geordneter:
Mein Fazit:
Ja, Jurypunkte sind durch ein Voting-Halbfinale etwas leichter zu sammeln als Televote-Puntke, aber dieses Jahr war das mit den Televotes eh so eine Sache…
Von daher liebes Team, wer auch immer nächstes Jahr den deutschen Beitrag bestimmen mag: Sucht bitte einen Künstler mit einer guten, starken Stimme. Aber noch wichtiger: Investiert doch bitte auch in herausragende Songwriter und Komponisten.
Wenn der Künstler dann auch noch für eine etwas spannendere Inszenierung taugt können wir vielleicht auch mal wieder von einem ESC-Sieg träumen.
sehe ich auch so
Kurz anderes Thema: Leider ist nun wirklich Österreich 2024 der FFF. Das habe ich mir anders vorgestellt. Auch Belgien ist ein FFF.
Und als Dark Horse würde ich definitiv Irland einordnen. Und ein bisschen auch erfreulicherweise Deutschland 🙂
Armenien und Portugal !
Ja stimmt 2 weitere Dark Horse
Bei Österreich bin ich leider nicht überrascht….
Insgesamt läßt sich aber feststellen, daß möglicherweise der Hype von Spaßbeiträgen und den üblichen Dancenummern abgenommen hat.
Man kann eben auch Party feiern und Spaß haben mit etwas mehr Niveau.
Eben. Trends kommen und gehen.
Österreich hat das Finale erreicht, Belgien nicht (und zwar relativ deutlich nicht). Also wenn man sowas unbedingt braucht, dann wäre doch nun wirklich Belgien 2024 der FFF.
test!
bin ich hier jetzt gesperrt oder nicht?
Seit heute morgen dauert es immer, bis das Kommentar veroffentlicht wird. Man muss einfach weiterklicken, bis das geht (zumindest bei mir)
also doch probleme im maschinenraum – dauerhaftes speichern von lesername und email geht bei mir nach cookie löschen auch nicht mehr.
Ja sie sind nun gesperrt 😉
Ich habe 2 bescheidene Wünsche für 2025: Paola und Hunziker sollen irgendeine Rolle beim ESC spielen 🙂
Hazel Brugger !
Michelle hatte ich schon in Turin erwartet.
Ich auch.
Wäre zumindest besser als Laura Pausini gewesen. Aber jetzt wäre meine Favoritin ganz klar Hazel !
Ich fand sie bei DSDS nervig aber in Italien gut. Sie hat sehr gut auf den Unfall bei Wetten dass reagiert. Gottschalk redete dummes Zeug und sie hatte sofort eine Decke organisiert, um den Verletzten vor Zuschauerblicken und Kameras zu schützen.
Und Luca Hänni singt mit Beatrice Egli ein Duett. Ich will’s mir grad nicht vorstellen.
Gewinner der Herzen ist eigentlich Kroatien mit ihrem OBERGEILEM Song
Wieder massive Proteste in ganz Israel – für einen Deal und gegen Netanyahu. „He has failed Israel‘s children.“
ESC ablenkung hat ihn wohl nicht geholfen. Denke bald ist der Spuk vorbei sofern er sich nicht komplett outen will und offen Wahlmanipulation betreibt.
Mit einer neuen Regierung schafft man es dann vielleicht ein paar der weniger Radikalen Kräfte in Gaza zur einlekung zu bewegen. Denn auch das wird ja gerne vergessen solche Terror Organisation sind selten so perfekt organisiert dass da alle an einen Strang ziehen. Und es gibt immer die Hoffnung das sich in so ein Chaos weniger radikale Kräfte durchsetzen und die macht erlangen.
Tatsächlich hatten wir das vor vielen Jahren schonmal das ein sehr beliebter Hamas führer einen Anti Radikalen Weg einschlagen wollte. Der wurde aber leider ermordet bevor er Reformen durchsetzen konnte.
Das Problem ist, dass Israel auch ein konstruktives Misstrauensvotum hat, aber Netanyahu, Ben-Gwir und Shmotrich haben auch einen Selbstmordpakt; alle 3 wissen, dass sie nur zusammen an der Macht bleiben können. Die regulären Wahlen sind erst in 2 Jahren 😖😖
Ja und Iran das ja auch vor den Zusammenbruch steht durch die Proteste hat sicher auch ein Interesse irgendwie mit Israel in konflickt zu bleiben um seine Militär Ausgaben zu begründen und sein Regieme zu sichern.
Wird alles sehr schwierig. Doch positiv scheint zu sein das die Hisbolla abgesehen von Alibi Raketen und Drohnen bisher sehr ruhig geblieben ist. Zumindest auf der Seite scheint es so als würde man nur noch „Symbolisch“ gegen Israel stehen aber insgeheim darauf hoffen echte Kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden. Bzw. mit einer diplomatische Lösung zum zwei Staaten System flirten.
2-Staaten-Lösung ist der einzige Weg, wird aber natürlich von Netanyahu sabotiert. Israelische Politik ist seit dem Tod von Shimon Peres ein Disaster. Ich hatte den schrägerweise mal in NYC im Theater getroffen.
Bei Israel sehen wir deutschen halt gerade gut was passiert wenn man leute wie Merz an die Macht lassen würde. (Ist für mich ein ähnlicher Type).
Also Konservative die kein Problem damit haben mit Recht Extremen zu kucheln.
Ganz schlimm. Wenn CDU (was gerade wahrscheinlich erscheint, die Ampel taumelt ja von einer Krise in die nächste), dann lieber Günther oder ev. Wüst. Merz sehe ich genauso, völlig machversessen.
Merz ist eine Katastrophe…
Das sag ich auch immer. Wenn schon Union, dann bitte Günther oder Wüst. Merz geht so gar nicht. Vorhin gesehen, seine Gattin ist ja auch so drauf. Ganz übel.
Ist wie bei den Trumps, gleich und gleich gesellt sich gern.
Gerne Günther – dann wären wir den endlich los …
Wenn Du im Israel des Jahres 2024 jemandem mit Zweistaatenlösung kommst, fragt er Dich, aus welchem Jahrhundert Du stammst – und zwar völlig unabhängig davon, ob er Netanyahu unterstützt oder nicht …
Das glaube Ich nicht. Klar auf Israel Seite gibt es auch Fanatiker. Sehe die Zwangsvertreibung durch Militante Siedler in den Grenzregionen. Genau so wie nicht alle Palästiner auf der Welt Unschuldige sind. (Denn ansonsten gäbe es die Hamas nicht)
Aber (auch wenn manche bei mit anderes behaupten) Ich glaube an das Israelische Volk und bin der Meihnung das die meisten Fehler und Hass von der derzeitigen Regierung und den IDF ausgehen.
Ich glaube in Israel ist den meisten Menschen bewusst dass die jetzige Situation nicht gut ist. Und wenn es möglich ist eine Zweistaatenlösung hin zu bekommen würden sie es sofort unterschreiben.
Kurzfassung: Du scheinst keinen blassen Schimmer von Israel zu haben.
Wann warst Du das letzte Mal dort und hast für eine Weile so etwas wie Alltag in Israel erlebt?
(Ich bin seit Jahrzehnten einmal monatlich für ein verlängertes Wochenende in Israel – seit Ausbruch des Gaza-Konfliktes sogar öfter, weil mehrere meiner Angestellten sowie mehrere Kollegen von mir im Umfeld des Krieges tätig sind …)
Und wenn ich ohnehin schon dabei bin, erlaube ich mir angesichts Deiner derzeitigen Kommentarflut noch folgenden Wunsch:
Lass einfach alle weg, die rein spekulativ sind und überhaupt keine inhaltliche Substanz haben …
PS: Der gefährlichte Faktor in diesen Hexenkessel ist eigentlich inmoment der Lupenreine Demokrat Erdogan. Der es ja auch immer schwerer hat das Türkische Volk zu verarschen und auch das Feindbild Israel braucht.
Der muss auch endlich mal weg. Ditto Putin-Fan Orban.
Wir bräuchten eigentlich mal einen Politiksektor auf diesem Blog, alleine schon einfach für Dich und Deine stündlichen Updates zu außereuropäischen Konflikten. 😉
Schön, dass wir hier gerade die K-Frage aushandeln. Was für einen Kandidaten für die Union hätten wir gerne, den wir sowieso nicht wählen würden… 💭
Ich bin halt Dizzy, dizzy, dizzy.
Punktest Du etwa auch gerade so gar nicht bei Deinen Mitmenschen? 😛
Ich weiß ja, dass Du mir 12 Punkte gibst 5😜
Ich glaube nicht das ich es sage. Aber plötzlich wirkt Latchet nicht mehr so schlimm. Aber in vergleich zu Merz wirkt jeder andere CDUler wie ein Sozial Demokrat.
Das stimmt. Und bloß nicht unseren Söder. Auch ganz übel.
Ist ein Landsmann von mir und ich durfte seine Karriere verfolgen….
Gut, ich bin halt schon immer ein Sozi…
Dann sind wir wohl Landsleute. 😉 Ich selbst kenn ihn nur oberflächlich. Gleiche Heimatstadt halt. Aber mein Kumpel wohnt in seiner Straße. Ein anderer, älterer Bekannter war mit ihm auf der Schule. Finde, die beiden plaudern viel zu wenig aus dem Nähkästchen… 😀
Wagenknecht kommt aus meiner ecke. Der to desengel der Linken. Gerade wo ein linkes Gegengewicht so wichtig in Deutschland ist, hat sie die Partei gespalten und die Trümmer angezündet.
Naja zumindest kann sie nicht mehr versteckem das sie einfach eine populisten ist die sich nie für soziales interessiert hat.
Als ob die Linke nicht auch ohnehin schon aus mehreren Lagern bestanden hätte (und auch jetzt, wo Wagenknecht nicht mehr dabei ist, ist nicht alles eitel Sonnenschein, wie man so mitbekommt), aber schön, dass man jemand hat, dem man die alleinige Verantwortung für die aktuell schwierige Lage zuschieben kann. Es gab, so viel ich weiß, Teile der Partei, die sie schon lange draußen haben wollten.
Ich finde durchaus auch Kritikables an ihr, aber vieles, was sie über „Die Selbstgerechten“ (Titel ihres Buches von vor ein paar Jahren) geschrieben hat, hat sie gut beobachtet. Auch ihre Kritik an der Diskussionskultur und dem heute häufig zu beobachtenden Beharren auf dem eigenen Standpunkt als einzig Richtigem und moralisch Akzeptablen gefällt mir sehr gut.
Das Ding ist halt. Die Linke hat sich schleichen in zwei Teile gespalten und es wurde zu lange ignoriert. Ist ja nicht so als wurde nicht von vielen groß davor gewarnt was passiert.
Defakto hatten wir in der Linken einen vernünftigen Flügel. Und eine immer größer werdene Gruppe an Deppen welche sich hinter Wagenknecht und Konsorten versammelt hatten.
Leider ist es ja auch nicht so als wären nun zumindest all diese Deppen heraus. Klar die prominentesten sind jetzt in Bündnis Wagenknecht. Aber es sind noch zu viele mit auch noch zuviel Macht in der Linken übrig welche durch Putin liebe etc die Partei Sabotieren. Und die Parteispitze greift da einfach auch nicht genug durch.
Leider Bekleckert sich selbst Gysie nicht mehr immer mit Ruhm. Anfangs noch geschafft sich klar von Russland zu distanzieren schwimmt er jetzt so Hin und her.
Bodo Ramelow das sind so Linken die es mehr braucht!
mal was zum Thema: jedes Land sollte einen guten Song entsenden, ganz egal, ob Jury- oder Televote.
Laschet hatte einen der schlimmsten Wahlkämpfe der Geschichte. Es fing an mit dem Lachen bei Fluopfern, es endete mit dem Jammern, dass Kinderreporter zu ihm gemein waren. Ein Tiefpunkt mit Dukakis, Hillary und May.
Ich bin kein CDU-Fan, aber dieses fiese Ausbeuten eines ungeschickten Moments (man kann nicht die ganze Zeit eine Trauermiene haben, auch bei einer Beerdigung, oder zumindest beim Zusammenkommen danach, gibt es Momente, in denen Leute lachen oder lächeln) fand ich ziemlich daneben.
Das stimmt und ich schätze, das ist das Problem an der Sache, lol.
Ich glaube es ist das einzig richtige wenn Deutschland auf die Jurys abgestimmte Songs und stagings produzieren würde. Denn wir können es einfach nicht wenn es um den generellen Geschmack des Publikums geht. Wir müssen uns auf die Jury konzentrieren.
Portugal will jetzt wissen, warum es so eine Diskrepanz zwischen der Jury votes und des Televotes bei Israel gibt. Vermuten eine politische Punktzahl, was sie nicht witzig finden, da ESC ja apolitisch…
Der ganze Artikel ist einfach nur ein wtf
https://www.rtp.pt/noticias/cultura/rtp-aguarda-respostas-cabais-sobre-atraso-na-divulgacao-da-atuacao-de-iolanda_n1570968
da wird es noch viel aufzuarbeiten geben.
Jetzt sollten alle einfach mal abschließen und Ruhe geben. Und es gab ja auch bei Portugal eine große Diskrepanz zwischen Jury und Televote. Vielleicht erst mal an die eigene Nase fassen?
bezüglich des skandalösen juryverhaltens bei israel ist ruhe geben m.e. nicht angebracht.
musikjurys,die nach besten „politischen gewissen“ entscheiden,braucht kein mensch – solches verhalten macht sie obsolet.
hier geht es mir um’s prinzip.
Aber RTP scheint sich doch nicht über die Jurys, sondern über die vielen Televoting-Punkte für Israel aufzuregen.
Kann man Israel einfach mal nicht in Ruhe lassen! Die einen regen sich auf weil sie von den Juroren runtergewertet wurden. Und die Anderen regen sich auf weil sie vom Publikum überbewertet wurden. Niemanden kann man es recht machen.
Genau das war ja mein Punkt im obigen Kommentar, oder wolltest Du mir nur zustimmen?
Ja natürlich, dass ist meine Zustimmung zu Deinem Kommentar bzw Deiner Meinung.
Beides war etwas schräg, gut dass die beiden Votings sich balanciert haben.
Ja, du sagst es. Eigentlich sollte das doch jetzt ein Ergebnis sein, mit dem wirklich alle Seiten leben können.
Aber gut, das hätte ich von iolandas überraschendem 10. Platz auch gedacht. Wie man sich halt so irren kann …
Überrascht mich wenig, der portugiesische Sender hat ja eigentlich alles gemacht, was sie konnten. Mimicat als Punktesprecherin hat was dazu gesagt, Iolanda im Finale hat was gesagt, das Kleid bei der Eröffnung sollte wohl ebenso ein Statement sein, der letzte Platz bei ihren Juroren…ich frage mich, wie viel dabei vom Künstler und wie viel vom Sender kam.
Dann sind die Portugiesen ja noch „schlimmer“ als „gewisse“ Nordlichter.
Nicht die Portugiesen, sondern RTP.
Ja stimmt.
Wie dumm manche Menschen sind. Anstatt zb mit Eden Golan an die Bar zu gehen und zu Fragen „was ist los bei Euch….warum macht ihr das…ich finde das nicht gut“ also einfach REDEN und Meinungen austauschen und gegenseitiges Verständnis aufbringen, nein viele Menschen wollen andere Menschen (Eden Golan) ausschließen und beharren auf die eigenen Vorstellungen.
Genau so, die hätten doch eine ganz andere Basis finden können, so – united by music. Schade, Chance vertan …. Fronten nur weiter verhärtet.
Also haben sie sich… absolut politisch verhalten?
Ach, diese Ironie.
den ersten satz im eingangspost verstehe ich aber anders hmmm? – den verlinkten artikel habe ich nicht gelesen,ist nicht gerade meine haussprache.
diese angelegenheit lax runtermoderieren ist nicht zielführend – ich habe hier auch sehr viele kommentare gelesen,daß der song aus israel eh nix taugt und die sängern stimmlich auch nicht wirklich gegen die schmucken kerle konkurrieren kann – tzzz.
das dilemma liegt in der zusammensetzung der jurys und das nicht erst seit 2024 – richtig böse werde (ein anderes thema!) ich aber wenn ich lese,daß die ukrainer eden golan auf ihre onlineprangertodesliste gesetzt haben,weil sie mit 12 jahren an einem gesangswettbewerb auf der krim teilgenommen hat.
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/israelische-esc-saengerin-eden-golan-steht-auf-feindesliste-der-ukraine-li.2214294
Die Welt ist komplett verrückt geworden. 🙁
Und teilweise scheinheilig. Denke ich nur an das schlimme Ausbuhen der Russen Twins 2014. Nur 2 Jahre später hat sich rein gar nichts an der Politik geändert und beim Russen wurde gejubelt. Weil bei manchen die Moral wohl in der Hose steckt.
Ich fand das Ausbuhen der Zwillinge damals auch schon ganz schlimm. Natürlich finde ich alles, wofür Herr Putin steht, ganz schlimm, aber beim ESC müssen diese Dinge außen vor bleiben, weil sonst alles, was den ESC so einzigartig macht, beschädigt wird.
Grundsätzlich macht man sowas nicht (Ausbuhen). Dann mache ich halt nix. Ist auch ein Zeichen.
Ich mache mich nun unbeliebt, aber Martin Ö. hat mir gestern etwas leid getan. Ich glaube auch nicht das er alleine verantwortlich ist. Sondern das ein Team Entscheidungen trifft.
Ich möchte nicht in seiner Haut stecken und ausgerechnet einen Unsympathen wie Joost Klein zum Märtyrer machen zu lassen, haut ja nun schon gar nicht hin.
Ich denke mal, daß es eine Strafpredigt von ihm und seinem Team gab, die sämtlichen betroffenen Delegationen mit saftigen und angemessen Konsequenzen gedroht hat (beispielsweise Ausschluß aus der EBU).
Klar, wir waren allen nicht dabei. Aber es ist möglich, daß die Kurve erst im allerletzten Augenblick genommen wurde.
„aber beim ESC müssen diese Dinge außen vor bleiben, weil sonst alles, was den ESC so einzigartig macht, beschädigt wird.“
mein reden immer aber lasse hat nix zu melden – das kind scheint mir jetzt auch endgültig in den brunnen gefallen zu sein – ich vermisse bei manchen entscheidern dieser zeiten auch die fähigkeit zum tragweitendenken.
das hatten frühere entscheider besser im griff.
eine gewisse gelassenheit bzw. was aushalten können hat sich als eigenschaft auch rar gemacht.
Ich hab auch nix zu melden …
Ich habe es in den vergangenen Tagen einhundertmal geschrieben: Wir haben es hier auch mit einem Totalversagen der EBU zu tun. Die Kommunikationspolitik war unterirdisch.
Bizarr schlecht. Ausgerechnet SVT hat hier eine Katastrophe abgeliefert.
Was wirfst Du SVT vor?
Lustlose Moderation, schlechte Soundabmischung, Kameras waren auch nicht auf dem üblichen Level. Kommunikation ein Fiasco, die Probleme waren doch vorhersehbar.
Naja der ESC müsste sich einfach mal eingestehen das man es nicht schafft Politik und ESC zu trennen. Das hat man noch nie. Für viele Länder ist das mehr als eine reine Fun Veranstaltung.
Der ESC hat auch abseits von kriegen sehr viel politische Stellungs Name. Das lässt sich bei Musik auch kaum vermeiden.
Es wird einfach zeit die Regeln für Songs und Texte etwas zu lockern. Und eher nur noch gewalt und ähnliches einzuschränken.
Dann machen halt alle ihre Staatements. Denn jetzt läuft es ja meistens so das die Länder diese Regeln irgendwie umgehen und sich dann darüber an die Gurkel gehen.
Überhaupt wenn die Länder es übertreiben wird das sicher auch von Publikum und Jury abgestraft. Denke das würde sich ganz schnell einpegeln das sie von alleine davon absehen wenn die ersten Länder damit richtig auf die Nase fallen.
Stell dir z.b. vor dieses Jahr hätte jemand sich gedacht er macht ein pro Russland song. Der wäre damit sowas von baden gegangen das er sich das nie mehr traut:)
Nein, bitte nicht. Die Reaktion kann doch nicht sein, die Büchse der Pandora endgültig ganz aufzureißen. Eher sollte die EBU alles daran setzen, ausnahmslos alles, was auch nur die Spur einer politischen Botschaft enthalten könnte (bis hin zu „Ramonda“) gar nicht erst zuzulassen. Sprich: noch nicht mal „Love, Love, Peace, Peace“.
Und wenn wir in der Folge für die nächsten zehn Jahre nur noch Lieder mit dümmlichen „Fire/Desire“- oder „Ramdidamdam“-Texten haben: Der ESC ist als Leuchtturm der europäischen Einheit und der generellen Völkerverständigung zu wichtig, um ihn zu einem bloßen Beliebtheitswettbewerb politischer Anschauungen verkommen zu lassen.
Ich schreibe das wirklich nur sehr ungern, aber … vielleicht sollte man Russland doch wieder zulassen. Oder es sich zumindest so einfach machen, eine formelle Einladung auszusprechen und den Ball damit in ihre Hälfte zu spielen – sie kämen ja eh nicht wieder.
Nun andererseits. Stell dir vor politische botschaften wären teilweiße erlaubt. Israel hätte seinen ersten song eingereicht ohne medialen aufruhr.
Andere Länder hätte sich nicht Beschweren können aber die Freiheit gehabt darauf in ihren Songs zu antworten.
Plötzlich hätte der ganze konflickt sich über die Musik abgespielt.
Den Grund für das ganze drama war ja das es nunmal ein sehr politischer song ist und das Angriffläche geboten hat.
Wenn Länder sowieso ständig die Regeln umgehen. Sehe viele andere Länder zuvor wo es auch stress gab bei den fans und gerne als Entschuldigung herausgekramt werden. Warum dann überhaupt die Regel haben?
Alternativ und besser wäre es wohl ganz klare kante gegen politik zu zeigen. Keine loop holes. Kein „eigentlich geht das ja nicht darum.“
Sondern alles was irgendwie politisch auf die situation eines Landes angewendet werden kann verboten.
Mit ausnahme vielleicht von allgemeinen friedens und anti rassismus songs. Sofern sie nicht gerade auf ein aktuelles event anspielen in die das land beteiligt ist.
Oder wir bannen generell länder die in krieg sind. Auch wenn mir das für die Ukraine leid tun würde.
Da sind mir all deine anderen Überlegungen jedenfalls deutlich lieber, als das aktuelle Drama durch den Verzicht auf lyrische Codierungen noch weiter zu verstärken.
Da stellt sich die Frage, welches Land befindet sich nicht im Krieg. Vor allem, wer soll das entscheiden?
Was für eine „Völkerverständigung“ soll denn möglich sein, wenn man z.B. nicht mal historische Geschehenisse musikalisch verarbeiten darf oder manche Emotionen (z.B. Wehklagen) nicht erlaubt sein dürfen?
dazwischen war aber auch noch was und zwar „der teufel trägt prada“. oder so.😇
Nein, sondern weil der News Cycle so schnell und die Aufmerksamkeitsspanne der Leute so kurz geworden ist. 2016 war Russlands Annexion der Krim für viele Leute einfach kein großes Thema mehr – „aus den Augen, aus dem Sinn“, wenn man so will. Der Rest wählte im Zweifel Jamala.
Vor dem Hintergrund fast schon spektakulär, dass die Ukraine auch jetzt noch viele Solidaritätsstimmen bekommt, was moralisch ja auch nur gut und richtig gemeint ist. Aber auch das wird sich wohl sehr bald legen.
Dieser ganze KIndergarten veranlaßt mich fast schon zum Schwurbeln:
Ich behaupte mal, es wurde von irgendjemandem Geld an einen beträchtlichen Anteil der gestrigen Teilnehmer gezahlt, daß so panisch auf Israels Teilnahme reagieren.
Ist natürlich Quatsch, aber ich frage mich, was das Ganz soll ?
Aufmerksamkeit ? Das können sie sicherlich auf der Bühne beweisen.
So sehr ich den portugiesischen Beitrag schätze: Die Performance außerhalb war leider bescheiden !
Ich habe diese selbstgerechten Rotznasen aus dem (noch) sicheren und wohlhabenden Westen, zu denen offensichtlich auch Iolanda gehört, so was von satt.
Ich habe ja gar nichts dagegen, daß politische Themen auch bei einer Veranstaltung wie dem ESC angesprochen werden, wenn es paßt. Der Gaza-Krieg ist allerdings vollkommen ungeeignet dafür.
Ich habe eine Übersetzterapp und es mir auch übersetzten lassen.
Im Artikel geht es um mehrere Punkte:
– EBU hat Iolandas Finalauftritt nicht hochgeladen und sie wollten wissen warum. Erst sagte man aufgrund eines technischen Fehlers, dann, dass die Sängerin ihre Nähe im Style von Pro Palästina Symbolen sind. Auch ihr Augen-Make Up könnte man politisch deuten. Das kam.aber bicht von der EBU s vom RTP selbst. Was der Semder nicht verstehen kann: „What does it have to do eith anything“? Wohl wissend, dass politische Symbole verboten sind.
2. Iolandas Kleid bei der Flaggenparade symbolisiert auch Politik und kommt von einem Palästinischen Label
3. Televotes: wie oben schon beschrieben.
Und Begründung auf freie Presse und Meinungsäußerung
4. Sie überlegen sich ob sie noch mehr Beschwerden seitens der EBU einreichen wollen bis hin zur nicht Teilnahme (die haben aufgrund des Videos schon eine Beschwerde eingereicht)
So ungefähr
ok,danke für die mühe. 🙂
Das ist sowas von dämlich. Sie richten über ein Kind.
Eden Golan hatte es wahrlich nicht leicht im Leben – denken die denn, die ist grundlos wieder nach Israel zurücl nach Kriegsbeginn? Und dass der ESC nicht spurlos an ihr vorbeigegangen ist, das sieht man hier: https://x.com/Buurmann/status/1789623487235043797
Doppelstandards, Doppelmoral, Widersprüchlichkeiten, Manipulation, Korruption, scheint sich gut ausbreiten zu können in der Unduchsichtigkeit wachsender Komplexität.
Der Einzelne wird überfordert, in dem ganzen Durcheinander durchzusteigen.
Am meisten sorgt mich, dass es Kräfte gibt, die davon profitieren das Chaos bewusst zu intensivieren.
Ja, weil sie in ihrer Friends-Bubble mit Irland, Schweiz und Niederlande sitzen und jetzt durch den tosenden Beifall der Anti-Israel Aktivisten Blut geleckt haben.
Wollen die wirklich sagen, dass man Leuten vorschreiben darf, wen sie im Tele voten dürfen? Mich hat Eden Golan eben am meisten berührt. Das hat der sterile Schrei aus Portugal nicht geschafft.
Nun ja, Portugal ist trotz allem mein Sieger 2024, während ich den israelischen Beitrag visuell grandios aufbereitet, aber musikalisch langweilig fand. Geschmäcker sind halt verschieden, und das ist auch gut so.
Das sei dir ja vollkomen gegönnt – aber wie ich den Artikel auffassen, so möchte Portugal hier eine Art Leitlinie, wie Televoter wählen dürfen, weil xyz könnte schon wieder politisch sein.
Klingt nach schlechtem Verlierer.
Sehe ich ganz genauso !
Wenn es jedes andere Land wäre, dann würde die Hütte brennen bei Fans, Fanmedia, Journos etc.
Aber bei Israel sagen selbst rationale Köpfe hier: „Puh, zum Glück haben die Jurys nach politischem Gutdünken gewählt.“
Zum Staunen.
Absoluter Unsinn. Sorry.
Natürlich sagst du das, rarionaler Kopf.
Gab es nicht letztens Jahr sogar zwei Lager wo die Eine Seite Loreen Sieg durch die Jury komplett verdeitigt hat. Gab und gibt immer zwei Seiten. Irgendjemand denkt sich immer. „Unfair“ während die anderen Dingekn „Gerecht.“ Wenn beide votes abweichen.
Genau so gab es in der Vergangenheit auch immer Leute die es nicht gut fanden wenn ein Publikums Liebling gewonnen hat der bei der Jury nicht angekommen ist.
„Alle Glücklich“ hatten wir bisher nur selten.
Habe ich was verpasst? Wann und wo lag Israel denn bei den Jurys „ganz hinten“? Eden wurde 12. bei den Jurys. Und was soll das Jury-Ergebnis mit dem Televoting zu tun haben? Das sind zwei komplett getrennte Entitäten. Und überhaupt: Verzögerung beim Upload von iolandas Auftritt auf YouTube? Über was bitte reden wir hier eigentlich?
Wirklich seeehr viel WTF und definitiv kein gutes Bild, das RTP da abgibt. Zudem auch noch so absolut unnötig. Was wollen die damit eigentlich bezwecken, außer den ESC noch politischer zu machen und ihn uns Fans zu verleiden?
Fragen über Fragen. Das alles klingt, als wäre man bei RTP unter Drogen.
immerhin ist dort das gras etwas unkomplizierter freigegeben – bei uns wird man rein rechtlich gesehen durch komische viel zu weit gefasste (neue) gesetze in sehr vielen szenarien zum hehler beim erwerb und bei hehlerei kommt oftmals die polizei mit dem schießgewehr.😃
eher „zu weit hinten“.😃
Israel hat doch eigentlich ganz okay in der jury abgeschnitten. Sicher sind da 20 bis 40 punkte abhanden gekommen wenn man sehr pessimistisch ist. Kann aber auch sein das andere jurys es ausgeglichen haben. Z.b deutschland.
Und das hat sich ja mehr als deutlich ausgeglichenen durch das publikums vote was einfach etwas zu hoch ausgefallen ist und bei Nemo vielleicht auch weniger war. Den Israel hat Nemo z.b. nichts in publikum gegeben was mir auch nicht ganz unpolitisch klang.
die sollen erst mal die UK punkte nach israel rüberbeamen und das finnische gestrüpp gleich mit. 😃
habe beinahe einen lachflash bekommen bei der zero points verkündung – im ernst,dachte wirklich es wäre eher andersrum = so 50-100 punkte vom publikum für UK und von der jury so gut wie nix.
da steckste echt nicht drin aber am ende habe ich es dann schon verstanden.🥳️
Sie hätten das Badezimmer vorher putzen müssen, dann hätte es auch ein paar Punkte im TV gegeben,
Nemo hat sich nicht unpolitisch gegenüber Israel gegeben bzw. Eden Golan als Mensch respektiert, da kann man sich jetzt wirklich nicht beschweren, dass die Zuschauer darauf reagieren und nicht für ihn angerufen haben. Hätte vermutlich anders ausgesehen wenn er nicht mit Wortführer der Ausgrenzung gewesen wäre.
war er denn Mit-Wortführer? Dass er mit BT, Marina und der Portugiesin abgehangen hat, ja. Aber wie ich schon geschrieben habe, bei der PK nach den 2. Semi war er derjenige, der Marina angestupst hat, als sie sich so daneben benommen hat.
Einfach Israel eins auswischen und sich in der Bubble als Verfechter der Menschenrechte stilisieren.
Richtig, haben sie vollkommen Recht. Was die Jury mit Israel gemacht hat, müsste eigentlich ein Skandal sein. Gut erfasst, Portugal!
Mich berührt das hier sehr. Wie sehr sich ganz Kroatien freut und wie demütig und dankbar Baby Lasagna (Marko) ist.
“What am I supposed to say now? I expected twenty people at the airport and here there are a hundred. Thank you so much,” said Marko Purisic, who then burst into tears.
“We gave it our all, I think you noticed that. We are just kids, and I hope we proved that you can reach a high level on your own. We did everything ourselves,” he added, before performing the song “Rim Tim Tagi Dim” with his band.
He arrived at Ban Jelacic Square in an open bus, and at Zagreb Airport, along with numerous fans, he was also welcomed by his mother Marija, “the happiest mom in the world,” as she said.
Before coming to the stage at the square, he signed autographs for the gathered fans, many of whom were adorned with tablets or wore shirts with a cat motif.“
https://m.youtube.com/watch?v=-8qEk0h2yyM
Das war großartig und unglaublich emotional vorhin. Bin durch Zufall draufgestoßen, als sie gerade auf dem Flughafen auf ihn gewartet haben. Hab mir dann den ganzen Empfang angeschaut. Hatte durchgehend feuchte Augen. So ein bescheidener Kerl, der den Zuspruch erst so gar nicht richtig annehmen konnte. Alleine dafür hätte er den Sieg verdient gehabt. Naja… vorbei. Aber ich denke, nach einer kleinen verdienten Pause, geht’s für ihn erst richtig los. Das Album kommt ja im Sommer raus. Und die Hochzeit mit Elizabeta müsste doch auch irgendwann anstehen? Er wird sein Glück machen. 🙂
Er hat sehr viel erreicht, 🙂
Richtig schöne Bilder! Da geht einem echt das Herz auf.
Anscheinend war Marko neben Isaak und Tali der einzige, der nicht durch merkwürdiges Benehmen aufgefallen ist…
gibt’s eigentlich ein chance zu erfahren,wie holland im juryfinale abgeschnitten hat?
Nein. Ist auch gut so. Die Niederlande sind raus und man kann da nichts mehr ändern. Jetzt ist Aufarbeitung angesagt. Heißt für Avrotros: 1 War es richtig Joost Klein zum ESC zu schicken und 2 haben wir ihn ausreichend begleitet bzw. geschutzt? Heißt für NPO: Wollen wir noch teilnehmen oder sind andere Programme wichtiger (Neue rechts-konservative Regierung hat bereits Budgetkurzung eingeplant). Heißt für den EBU: 1 Ist es richtig die Künstler quasi wie Zoo-Tiere zu vermarkten? 2 Brauchen wir nicht eine Beschwerde/Schlichtungskommission vor Ort statt unsere normale burokratische Arbeitsweise?
In besten Fall hat Niederlande mit ihrer Schilderung komplett unrecht oder es war ein Missverständnis wo man sich bei beiden Seiten versöhnen kann.
So oder so. Irgendjemand muss sich bei jemanden entschuldigen öffentlich. Und vielleicht könnte man es, wenn es dann nichts super strafälliges war sogar hinbekommen das Europapa als star cast beim nächsten event auftreten darf als zeichen der beitseitien versöhnung.
Ich halte mich da eher zurück. Erstens weil nach und nach mehr bekannt wird. Zweitens weil ich in meinem Arbeit mit ähnliche Vorfälle zu tun hatte und bestimmt noch werde. Voreilige Fazitte sind da keine Hilfe, stören eher eine richtige Lösung.
Wir hatten ja schon im letzten Jahr eine recht emotionale Diskussion darüber, aber in diesem Jahr war es nochmal deutlich extremer. Der extreme Vorsprung hat es fast unmöglich gemacht, dass ein Act überhaupt noch rankommen kann. Da wollten sie wohl auf Nummer sichergehen, dass weder etwas Politisches noch etwas Osteuropäisches gewinnt (wie doch ziemlich oft in den letzten Jahren).
Großen Respekt nochmal an Baby Lasagna, der das Unmögliche geschafft hat und sich zwischen den beiden großen Solidaritätsvotings Westeuropas (an Israel) und Osteuropas (an Ukraine) durchsetzen konnte, nur um dann vom anderen europäischen Zeitgeist geschlagen zu werden. Du bist und bleibst der Gewinner der Herzen, Marko! ♥
So sieht’s wohl aus. Tut mir auch heute noch richtig weh. Dieser Knödel im Hals, der nicht verschwindet. Mir ist Marko in den letzten drei Monaten einfach zu sehr ans Herz gewachsen. Das hatte ich zuvor noch bei keinem anderen Teilnehmer. Dabei verfolge ich den ESC schon ’ne halbe Ewigkeit. Ich versuch mir immer einzureden, dass es was Gutes hat, nur den 2. Platz erreicht zu haben. Marko wirkte in den letzten Tagen (Ausnahme: Stage) schon stark ausgelaugt. Kein Wunder, bei dem ewigen Rummel. Jetzt hat er zumindest seine Ruhe und kann sich wieder ums Wesentliche kümmern. Ich weiß nicht, was passiert wäre, hätte er das Ding geholt. So sehr ich es ihm gewünscht hab.
In den letzten Jahren ging die Emotion aber um so harmlose Dinge wie das Loreen total überbewertet ist. Oder das die deutschen sowieso nichts verstanden haben.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie allergisch vor zwei Jahren recht viele User hier reagiert haben, wenn von Solidaritätsvotings für die Ukraine geschrieben wurde und dass die Ukraine nur deswegen bei den Wettquoten oben stehen würde bzw. gewonnen hätte. Dieses Jahr scheint es kaum jemanden zu stören, wenn bei Israel und der Ukraine immer wieder von Solidaritätsvotings oder politschen Wertungen geredet wird, ja es wird bisweilen sogar angeregt, deswegen bestimmte Länder, bei denen die Gefahr solcher Votings besteht, gar nicht erst zuzulassen. Dass sehr viele Leute vielleicht tatsächlich von diesen beeindruckenden Auftritten ergriffen oder begeistert waren und/oder ihnen diese Lieder sehr gefallen haben, wird bei diesen angeblich „mittelmäßigen“ Songs (das scheint eine unumstößliche Tatsache zu sein) überhaupt nicht in Erwägung gezogen.
Noch zum ersten und zweiten Platz: Es ist vollkommen ok, mit einem ESC-Ergebnis nicht zufrieden zu sein, das geht mir ständig so, aber muss gleich ein „eigentlicher“ Gewinner bzw. „Gewinner der Herzen“ deklariert werden, nur weil die Juries und die Televoting-Zuschauer sich nicht an die Vorgaben der Bubble gehalten haben? Man kann doch weiter seinen persönlichen Favoriten des Herzens haben, ohne das gleich verallgemeinern zu müssen.
Von mir großen Respekt an Baby Lasagna dafür, dass er sich, wie ich hier lese, aus diesen ganzen persönlichen Konflikten unter den Teilnehmern herausgehalten und sich nicht am Eden-Mobbing beteiligt hat.
Natürlich gab es auch viele Anrufer, die das Lied an sich mochten und deswegen angerufen haben. Aber im Westen hat man in den letzten Tagen doch eine ziemlich große „Kampagne“ zugunsten Israel seitens Politiker und teilweise anderen Prominenten in den SoMe gesehen. Wer da mal unterwegs war, kann das nun wirklich nicht leugnen. Und man verkennt hier gerne, wie wichtig das Thema „Solidarität für die Ukraine“ bspw. im Baltikum immer noch ist. Des Weiteren kommt noch hinzu, dass gerade Ukraine die Plattform für die eine oder andere politische Botschaft nutzt, das haben wir auch vorgestern wieder im Greenroom gesehen. Das ist nicht mal böse gemeint meinerseits, aber es hat System. Ich brauche Stand Jetzt weder Israel noch Ukraine beim ESC, weil es den Wettbewerb schlichtweg verzerrt und an falschen Stellen emotionalisiert. Das war auch schon vor 2 Jahren meine Meinung.
Auch vor dem Hintergund der Geschichte kann man diesen Erdrutschsieg bei den Juroren betrachten, es wirkte so, als wolle man den Sieger mit allen Mitteln durchbringen. Lustigerweise hat man damit genau ein anderes Politikum gefördert, Nemo hatte ja auch eine Botschaft, die eher er mit dem Brecheisen denn geschickt vermittelt hat. Und je mehr man von Nemo erfährt, desto künstlicher halte ich das Gesamtprodukt. Alles in allem hinterlässt das Ergebnis einen sehr, sehr bitteren Beigeschmack.
Ich weiß, Du stimmst mir größtenteils vermutlich nicht zu, was auch völlig in Ordnung ist, aber so sehe ich das mittlerweile. 🙂
„Ich weiß, Du stimmst mir größtenteils vermutlich nicht zu, was auch völlig in Ordnung ist, aber so sehe ich das mittlerweile.“
Danke für Dein ausführliches Eingehen auf meine Punkte. Ich finde vieles, was Du schreibst, durchaus nachvollziehbar, auch wenn meine Schlussfolgerung daraus nicht ganz dieselbe ist. Da ich außer bei ESC-Kompakt nicht in sozialen Medien unterwegs bin, habe ich die pro-Israel Stimmen, die Du beschreibst, nicht so wahrgenommen, mir sind die Boykottiert-Israel-Bewegten deutlich stärker aufgefallen, aber man nimmt halt auch oft das, was einen stört, (leider) stärker war.
Was Nemo angeht, so hatte ich vor dem ESC nichts Negatives wahrgenommen, außer dass der eine oder andere seiner Fans hier recht aggressiv gegen Kritik an „The Code“ angeschrieben hat bzw. darauf gelauert hat, jemanden der Benutzung des falschen Pronomens zu überführen. Aber Nemo kann ja nichts für seine/ihre/their Fans (diese Stelle ist ein Beispiel dafür, dass es eben nicht so einfach ist, immer auf Pronomen zu verzichten, man kann in einem Text nicht immer nur die ganze Zeit „Nemo“ schreiben). Nemo selbst hat wohl gesagt, Nemo fände es nicht schlimm, wenn hin und wieder mal ein „er“ rausrutscht, wie ich heute in der Zeitung gelesen habe.
Ich denke die kleine Ironie bei den ganzen ist ja. Das nicht nur Israel sondern wahrscheinlich auch einige Gegner und an meisten die Ukraine von sympathie votes profitiert haben.
Und ausgerechnet die Ukraine hat mit ihrer „Feindesliste“ jetzt wohl noch den schlimsten Nachtrag geliefert. Denn das hat noch nicht einmal was mit Israel zu tun sondern da sie es gewagt hat als Kind auf der Krim aufzutreten.
Glaub das zeigt sehr gut wie es nach hinten los gehen kann wenn man versucht den „Sympathisten“ gewinnen zu lassen. Und das man doch lieber versuchen sollte bei der Musik zu bleiben.
Ich wäre dafür, dass die Big5 die ersten 5 des Wettbewerbs sind. Die Big5 von früher sind schon lange keine Big5 mehr und nehmen so grossartigen Songs aus anderen Ländern die Plätze weg.
Fairer im Sinne der Völkerverständigung fände ich es, wenn die Big 5 die jeweils Letztplatzierten des Vorjahres wären. Wenn man sich mal die Quali-Bilanzen von Lettland, Georgien, Tschechien und insbesondere natürlich San Marino anschaut, wäre so ein gewisses Trostpflaster dann und wann sicher nicht schlecht für die Motivation.
das hat, leider Gotte nichts mit Fairness zu tun, sondern mit finanziellen Mitteln. Dein „Trostpflaster“ wäre in dem Fall Pfeffer in einer offenen Wunde
die Big 5 von „früher“ sind die gleichen wie heute, sie bezahlen die Masse der Kosten. Was soll das dann bringen, dass sie die ersten 5 Startplätze haben sollen? Nichts, es kommt ja immerhin noch auf den Titel an. Wird dann ausgelost, wer den Startplatz 2 bekommen soll? Frag mal die ausgeschiedenen Teilnehmer, Was glaubst Du, wieviele Antworten würden, dass ihr Ausscheiden mit den Big 5 zu tun hat? Ich möchte wetten, niemand.
Nach all meinem Gemeckere möchte ich noch mal ausdrücklich sagen, dass ich happy bin, wie sehr Isaak an sich selber und seiner a Performance gearbeitet hat! Ich war auch sehr happy, dass er unsere Fahne trug und sogar noch in die Kamera hielt im Gegensatz zum Zirkus letztes Jahr. Ich bin null rechts, schwarz-rot-Gold steht für Freiheit und Demokratie. Wir müssen uns da nicht schämen.
Absolut nicht und ich finde diese Fahnenphobie mancher „Linker“ echt zum Würgen.
Alles richtig gemacht, danke !
Ja, ich hasse es, wenn man dafür in die rechte Ecke gestellt wird.
Manchmal denke ich, dass Du der einzige Linke in der Welt bist, mit dem ich auf einer Linie bin. Danke, dass es Dich gibt … 🤣
Muchas gracias….
Ich bezeichne mich auch gerne als links- beziehungsweise sozialliberal.
Hey würde mich sogar als sehr radikal links einstufen als sogar ehemaliges Mitglied in der Linken. Aber bin trotzdem stolz Deutscher zu sein und auch in jeden Wettbewerb sehr patriotisch pro Deutschland. Außer man blamiert sich so wie in Katar wo man alibi mäßig sogar bei der Armbinde eingeknickt ist.
Mit dem Begriff „Stolz“ habe ich in diesem Zusammenhang so meine Probleme. Stolz kann ich nur auf etwas sein, was ich selbst erreicht habe,
Wohl wahr.^^ In deutschland geboren zu sein ist ja jetzt nicht gerade eine leistung. Aber lieber sehe Ich leute die ihren nationalstolz über wettbewerbe Ausleben wie auf der Straße.
Das geht mir auch so. Ich würde es so formulieren, ich schäme mich nicht dafür, in Deutschland geboren zu sein und hier zu leben ich verneine meine Herkunft und Zugehörigkeit nicht.
Wenn die Welt die Nationalitäten überwunden hätte, dann aber mit einer Weltverfassung, die festlegt, dass die Ressourcen der Erde das Erbe aller Menschen sind, wäre ich auch sehr froh, aber das bleibt Utopie.
Solange identifiziere ich mich mit meiner Nationalität und freue mich, wenn es den Bürgern meines Landes gut geht und sie sich zueinander zugehörig fühlen znd das auch gerne ausdrücken.
Ich bin weiterhin nicht der größte Fan von Fahnen und dieses Flaggengeschwenke beim ESC, egal ob auf der Bühne bei dieser relativ neuen Flaggenparade oder im Zuschauerraum bräuchte ich nicht unbedingt. Ich war ja bisher noch nie live bei einem ESC, aber beeinträchtigen diese Flaggen im Zuschauerraum nicht öfters mal die Sicht?
Nun ja, solange bei uns nicht auch die Schüler morgens aufstehen und die Flagge grüßen müssen, soll’s mir egal sein.
So ist es. Isaak hat vor Ort eine Menge richtig gemacht.
So, der Song Contest 2024 ist Geschichte. Mit ein wenig Abstand hat sich die Aufregung gelegt und die post-eurovisionäre Depression klopft schön langsam bei mir an…
Was war das für ein Abend voller Emotionen gestern. Tagsüber überschlugen sich die Ereignisse und mischte sich ein wenig Beklemmung in die Vorfreude, weil sich die Meldungen mit jeder Stunde überschlugen. Aber die tolle Show hat einen schnell in Bann gezogen, die Schweden können es einfach.
Zum Ergebnis: Einerseits freue ich mich, dass ein Nachbarland gewonnen hat und wir dadurch nächstes Jahr nicht weit zu unserer Lieblingsveranstaltung haben. Andererseits ist der Siegertitel nicht in meinen persönlichen Top10 und hat die Jury wieder einmal den Favoriten der Zuseher und von mir verhindert. Mann, wie ich Kroatien den ersten Sieg gegönnt hätte. Marko hat eine unglaubliche Ausstrahlung und hätte dem ESC gerade in dieser kritischen Phase als Sieger so gut getan. Der Empfang, den ihm seine Landsleute heute in Zagreb bereiteten, spricht Bände. Wird wohl eine Zeitlang dauern, bis ich das verdaut habe. Auf jeden Fall einmal mehr ein Grund, das Abstimmungssystem zu hinterfragen.
Danke, schön geschrieben. Ich fühl mit dir. Mir ging ein ESC-Teilnehmer noch nie so nah wie Marko. Als er vorhin auf der Bühne anfing zu weinen, kam bei mir auch der Wasserfall. Da zerreißt es einem doch fast das Herz. Ja, dieser junge Mann hat eine Ausstrahlung, die man nicht wirklich beschreiben kann. Man kann sie nur fühlen. Ging bereits kurz vor der Dora los. Wer seinen Weg vom Nachrücker bis heute miterlebt hat, hängt emotional eh mit drin. Seine Enttäuschung gestern, als Nemo gewann, war kaum zu ertragen. Umso großartiger fand ich den herzlichen Empfang in Zagreb. Seine Landsleute haben gezeigt, wie stolz sie auf ihren Baby Lasagna und seine „Family“ sind. Das dürfen Marko und sein Team selbst auch sein.
Ich persönlich bin der Meinung, daß Deutschland (und damit meine ich definitiv nicht den NDR) endlich damit beginnen sollte, ein nationales Songfestival zu etablieren, an dem teilzunehmen und das zu gewinnen einen vom internationalen ESC-Finale unabhängigen Wert hat. Nur ein gleichbleibend hochwertiger nationaler Vorentscheid kann statt Zufallstreffern so etwas wie garantiertes Top-Ten-Niveau der Siegertitel hervorbringen …
Wie problematisch Nachbarschaftsvoting ist (einer der Hauptgründe, weshalb überhaupt wieder Juries installiert wurden), haben wir ja erneut gerade im ersten Semi gesehen, in dem Serbien und Slowenien das Grand Final ohne die ex-jugoslawischen Nachbarschaftspunkte gar nicht erreicht hätten – diese Pest ist beim ESC offenbar unausrottbar.
Aber das ideale Wertungssystem existiert ohnehin nicht. Wobei ich selbst es heuer besonders schade finde, daß der Televotingerste nicht auch insgesamt gewonnen hat, weil ich denke, daß die Televoter ein gutes Gespür dafür hatten, einen „neutralen“ Beitrag wie Kroatien an die Spitze zu setzen – im Gegensatz zum stark polarisierenden der Schweiz, der in allererster Linie den mit der Generation Ego einhergehenden Zeitgeist repräsentiert. Dieses Gespür der Televoter, welcher Beitrag nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Palästina-Konfliktes ein guter, weil neutraler, ESC-Botschafter gewesen wäre, hatten die Juries leider nicht.
Mir ist eben wieder eingefallen, wie unfassbar cool und harmonisch der 2023er Jahrgang im Umgang untereinander war. Allen voran natürlich Bojan von Joker out und Käärijä, aber auch Teya & Salena, Lord of the Lost, Voyager und Mimicat.
Und dieses Jahr? Schlimmer geht’s wohl kaum noch … Das zieht mich gerade richtig runter.
Denke das hat sich super hochgeschaukelt beidseitig verschuldet.
Der ganze Streit um den song von Israel hätte niemals öffentlich in einer schlammschlacht ausgetragen werden dürfen. So wie es passiert ist. Das hat schon zuviel aufmerksamkeit darauf gelenkt.
Die großen Ankündigungen von rücktritten hätten endweder durch gezogen werden sollen oder nicht laut bellen.
Dann vor Ort hätte man auf die Kritiker zugehen sollen. Den dialoge miteinander suchen. In interview vielleichg nicht sagen: „Ich bin die stimme der Opfer.“
Sondern: „Heute wollen wir für den Frieden und auf ein ende des hasses singen.“
Niederlande und co hätten sich nicht wie Kinder aufführen sollen. Und mit guten Beispiel voran gehen sollen und lieber ein klares Statement gebracht wo sie an der reihe waren wenn es den unbedingt sein muss.
Sie ECU hätte sich klarer gegen den Kindergarten stellen müssen. Und allen öffentlich ins gewissen reden sollen. Aucv hier eine gemeinsame Schweigeminite zu gedenken aller organisierne oder so.
Es hätte einfach nie zur DQ kommen dürfen. Das hat das Fass wohl endgültig zum überlaufen gebracht. Da man so Israel noch mehr zur Feindfigur gemacht hat.
Ich meine anstatt die Buhrufe auszublenden. Hätte ich das cool gefunden wenn der ECU sich eiskalt hinstellt. Und die show demonstrativ unterbricht bis die fans lernen sich zu benehmen.
Glaube, so schlimm wie dieses Jahr war es noch nie. Habe den ESC u. a. immer so toll gefunden, wie die Künstler:innen trotz der Unterschiede harmonisch miteinander gefeiert haben. Manchmal hat man das Gefühl, dass richtige Freundschaften entstanden sind. Und dieses Jahr – das war ja richtiges Mobbing.🙁
Ja dem stimme ich zu: Habe auch von der EBU bzw auch vom Gastgeber ein richtiges Statement für Frieden, Toleranz und Nächstenliebe vermisst.
Das stößt mir echt sauer auf dieses Jahr…
Möchte noch betonen, wie froh ich bin, dass sich ISAAK und das deutsche Team nicht an der Hatz beteiligt haben. Haben bei mir dafür echt Sympathiepunkte gesammelt. ist für mich sogar noch wichtiger als das sehr respektable Ergebnis. Vielen Dank dafür.👍
Absolut. Dem schließe ich mich an. Bei mir hat es zwar etwas gedauert, bis ich mit Isaak warm wurde. Aber von Woche zu Woche wurde er mir immer sympathischer, bis ich ihn im Finale sogar richtig gefeiert hab.
Sobald in einer Gruppe eine dominante Person beginnt, Stimmung zu machen, dann kann das die Gruppe sprengen. Nach meinem Empfinden war das heuer BT und Joost.
Wohltuend, wie sich Isaak und auch Baby Lasagne, sowie bestimmt auch mehrere andere, verhalten haben, die sich nicht in die Stimmungsmache haben reinziehen lassen.
Leider hat sich herausgestellt, daß sich auch Käärija zum verqueren Gedankengut bekennt und den „Job“ als Punktesprecher wegen Israels Teilnahme zurückgezogen hat
Will mal betonen das Ich es völlig okay finde wenn Die Leute es so machen. Lieber zurückziehen als vor Ort stress machen so wie es passiert ist.
Zumal es durchaus auch Gründe gibt gegen die Teilnehmerin selbst bedenken zu haben. Denn das wird hier ja gerne heruntergespielt. Aber wer stolz davon schwärmt später ins Militär zu gehen und „Die Stimme der Opfer zu sein.“ (Betonung in allen Interviews immer nur explizit auf die Israelischen Opfer).
Finde Ich jetzt Persöhnlich auch kein super sympathischen Charakterzug.
Finde es schon gerechtfertigt wenn man dann für sich persöhnlichs sagt, dass man damit nichts zu tun haben will. Oder das man selbst einsieht das man nicht Objektiv entscheiden kann.
Stell dir vor Isaak würde davon schwärmen nach den ESC in die Bunderwehr zu gehen. Glaube das würde bei den ein oder anderen auch zu – Punkten führen.
In Israel gibt es eine formelle Wehrpflicht für Männer und Frauen, das ist allen Staatsbürgern dort wichtig.
Macht bei der ständigen Bedrohungslage des Landes (möglicherweise) auch Sinn.
Warum sollte die spätere Berufsplanung eines Interpreten von Belang für die Bewertung eines Gesangsbeitrages im Hier und Jetzt sein?
Im übrigen wussten alle schon weit im voraus, dass Israel am ESC 2024 teilnimmt, da finde ich einen last-minute-Rückzieher aus Gewissensgründen schon merkwürdig. Da hätte man sich besser gar nicht dafür gemeldet; das stellt vermutlich auch den jeweiligen Haussender vor kurzfristige Änderungen im Ablauf. Demnächst werden dann immer 2 Punktesprecher nominiert, falls jemand ausfällt – oder
Herr Österdahl trägt alle Punkte vor (sicherheitshalber in schalldichter Kabine, damit seine Stimme auch verstanden wird).
Sorry für die Späte antwort darauf. Man muss einfach bedenken das die IDF derzeit sehr viele Kriegsverbrechen in ihren Kampf gegen die Hamas begeht. Das wird hier in Deutschland zwar alles heruntergespielt. In vielen anderen Ländern wird der IDF jedoch deutlich kritischer gesehen.
Ich halte es einfach für nicht sehr weiße zu betonen das man später zum IDF will. Wenn man weiß das beim ESC viele Länder beteiligt sind, welche den IDF kritisch gegenüber stehen.
Und die ständigen Aussagen das man die Stimme der Opfer ist halte ich für sehr anmaßend und sehr unsympathisch. Nicht das dies rechtfertigt wie Bambi ihren Hexenzirkel versucht hat auf sie zu hetzen. Aber wäre ich persöhnlich vor Ort gewesen hätte ich sie respecktvoll und freundlich behandelt aber nicht so getan als wären wir best friends.
Positiv: Love is in the air. Aiko ist jetzt mit der Drummerin von Megara zusammen.
Echt? Awww! So was liest man doch gerne. 🙂
Mag Portugals Senderanstalt sich das hier auch mal angucken und sofort bitte der EBU melden?
https://www.instagram.com/p/C633TXoCihF/
Norwegisches Jury-Mitglied „entschuldigt“ sich für die 8 Punkte aus Norwegen für Israel, er habe entgegen der Prinzipien der EBU natürlich keine Punkte für Israel vergeben, da er Pro-Palestina ist.
Der im Video zu sehene Herr ist Daniel Johansen Elmrhari und offizieller Juror: https://eurovision.tv/event/malmo-2024/grand-final/jury
Jetzt mal im Ernst, da muss doch jetzt was passieren? Kann KAN das nicht ebenfalls dann melden, wie es die Iren oder Portugiesen die ganze Zeit machen?
Der sagt doch klar das er an der finalen punktevergabe nicht beteiligt war da er keine objektive bewertung vornehmen konnte in original video das mir bekannt ist.
Werde mir bei dir nicht mal die mühe machen auf die links zu klicken. Würde mich nicht wundern wenn sie zu deepfake oder anderweitig führen.
Heftig
Da ich Eden Golan verteidigt habe müssen meine Links, die übrigens zum Original Insta Account des Jurors führen und zur ESC Website selbst, natürlich deepfakes sein.
Und was er sagt ist, dass er nichts damit zu tun hat, dass Norwegen Punkte an Israel gegeben hat, weil er Israel an Platz 24 gewählt hat, NICHT, dass er nicht gewählt hätte.
Deine Unterstellung, ich würde hier mit gefakten Quellen arbeiten, lässt tief blicken.
Sorry. Doch du schreibst halt unter jeden Beitrag wie Israel betrogen wurde. Da habe Ich dann nicht viel vertrauen in deine Links. Habe es ja dann doch angeklickt.
Du bist nicht die große Eminenz, der ich irgendetwas beweisen muss.
Ich habe die Links jedem hier zur Verfügung gestellt, um es anzusehen wenn man will. Und die Macht, Insta und gar die ESC Webseite zu faken, da denkst du dann doch zu hoch von mir. So viel Macht, die habe ich nicht.
Jetzt habe ich doch draufgeklickt und man sieht sogar wie das video massig geschnitten wurde. Wahrscheinlich um die pro palästina haltung des users zu unterstützen.
„Ich konnte nicjt objektiv abstimmen.“
Hört sich halt nichz so gut an wie: „haha ich habe die boykotiert“
Das Video hat der gute Mann selbst so zusammengesetzt, schon mal TikTok gesehen? Schnitte sind normal und nein, kein Zeichen einer Verschwörung.
Er hat nicht objektiv abgestimmt und sagt, dass er sich bewusst gegen das gestellt hat, was die EBU als Prinzipien der Jury verlangt. Und das findest du wenig?
Aber selbst wenn wir hier bei der Jury einzelne Juroren hatten bei den Punkte abhanden gekommen sind. Israel hat dafür in Publikum wieder andersrum massig votes von leuten bekommen welche die Songs nicht einmal angehört haben und so hat sich das ganze wieder ausgegichen.
Vorallem geht ihr ja immer nur davon aus das es einseitig passiert wäre. Das sind alles Menschen die niemals komplett Objektiv sind. Es ist auch sehr wahrscheinlich das vereinzelt Juroren es eher höher wie normal bewertet haben. In Deutschland hat nahezu die ganze Jury Israel als Top Favorit bewertet. (Nur hinter den direkten Nachbar Schweitz) Das kann ich mir auch eher Subjektiv wie Objektiv erklären.
Bei Lords of the Lost wissen wir das sie bei der Jury nekativ aufgefallen waren. Und das hat man dann auch hier und da mal gesehen.
Sind halt Menschen das wirst du nicht verhindern können.
Verbessere Schweden. Wir haben ja ein Schweden bias.
Hallo katzen1fan, es wäre toll, wenn Du nicht alle Kommentare, die Dir nicht passen, melden würdest. Du machst mir damit sehr viel Arbeit und die Funktion ist nicht als Abstimmungsbarometer gedacht. So schaffe ich es dann außerdem nicht, die wirklich problematischen Kommentare von den unproblematischen zu unterscheiden. Danke!
Klar aber finde schon das dieser User in seinen beiträgen nicht zum Frieden beisteuert. Ich natürlich auch nicht immer. Könnte ja auch einfach die Leute ignorieren die versuchen das ganze in Schwarz und Weiß zu sehen. Bin ja froh das die andere Seite „Alle Israelisch ***“ Hier nicht mehr so aktiv ist zurzeit wie noch vor ein paar Tagen.
@ Benjamin.
Wenn ich einen Beitrag gemeldet habe, kann ich das wieder rückgängig machen? Beim scrollen ist es mir schon zweimal passiert, dass ich versehentlich Kommentare gemeldet habe.
Schließe mich der Frage an – mir ist das beim Scrollen auf dem Handy auch schon passiert …
Versteh bitte, es geht nicht um das Ergebnis.
Es geht um die Tatsache an sich, nämlich, dass die Jury vor ihrer Wahl von der EBU spezifisch angehalten wird, nicht aufgrund von Herkunft, Ethnie etc und eben auch nicht aufgrund der eigenen politischen Haltung eine Stimmverzerrung vorzunehmen. Und dann hast du Juroren, die das absichtlich brechen und dies sogar weit und breit auf Social Media breittreten.
So jemand darf nicht in der Jury sitzen. Damit macht man diese Instanz einfach sinnlos – denn wer politisch Voten möchte, der kann das vermeintlich auch im Tele.
Warum genau sollte dann zB Herr Daniel Johansen mit seiner MEINUNG mehr Mitspracherecht haben, als du oder ich?
Er hat ja, angekündigt, nicht aufgrund seiner Expertise eine Einteilung vorgenommen.
Mich interessiert aber Herrn Johansen’s persönliche Meinung dann gar nicht, ich wollte eine Fachjurybewertung der Lieder.
Schließlich zahlen wir für die Televotes – wenn Dan knapp 50% der Entscheidung von Jurys getroffen wird, dann müssen die ihren Job machen. Und nicht unseren.
Darum geht es nicht. Juryvote und Televote muss man hier getrennt beachten. Es kann einfach nicht sein, dass es Juroren gibt, die sich bewusst, und sogar angekündigt/jetzt öffentlich gegen die Prinzipien ihrer Rolle wenden und man das mit einem müden Gähnen quittiert.
Die Teilnahme Israels sollte nicht erlaubt werden, sagten die Leute, weil politisch. Gleichzeitig waren hier Juroren, die sich rausgenommen haben, ihre politische Einstellung und Weltansicht vor ihre Verantwortung zu stellen – dann müssen diese disqualifiziert werden.
Guten Morgen, ich schreibe aus Deutschland. Das Niveau des ESC ist in den letzten Jahren der Maßen gesunken, dass ich diese Sendung nicht mehr schauen werde. Es wird nicht die Musik bewertet, sondern nur noch die jeweilige Show. Um so verrückter, um so besser. Nachbarländer schieben sich die Punkte zu. Der diesjährige Gewinner kann weder singen, noch hat er eine gute Show gezeigt. Einen richtigen Ohrwurm haben nur Frankreich und Deutschland erzeugt. Alles Andere war nur Geschreie. Ich habe dann den Ton ausgestellt. Für mich lohnt sich ein solcher Abend nicht.
ESC ohne Ton? Echt?
Okay – jeder Jeck ist anders…
Sowas liebe ich ja, sich hier noch ne haben blicken lassen und dann groß verkünden wie doof doch alles ist und dass man nie wieder schauen wird.🤦🏻♂️
Ich denke, die Jurys sind okay… gerade in diesem Jahr habe ich erlebt, wie online massiv für Israel positive Stimmung gemacht wurde, weil wenn jemand da nicht für Anrufe sei die Person antisemitisch. Gleichzeitig gab es massiv Hate-Kampagnen wegen „geschlechterverwirrtem Scheissdreck“.
Und genau solch Stimmungslagen werden das Televoting immer beeinflussen.
Weil der ESC eben sowohl bei den Jurys und dem Publikum doch politisch ist.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal sagen, dass Thorsten Schorn ein sehr würdiger Nachfolger von Peter Urban ist. Was mir sehr gefallen hat, er hat seine Semifinal- Kommentare nicht wiederholt, sondern im Finale überwiegend neue Meinungen kundgetan.
Meine Tochter fand die Kommentare sehr witzig.
Heute wird Johnny Logan 70. Happy Birthday !
Juuforria…. lalala
Ich als „Boomer“ finde, Jury- und Televote sollten wieder national ausgewertet werden. erst danach erfolgt die Punktevergabe pro Nation. Der angedachte Spannungsbogen mit der Art der Punkteverkündung funktioniert nicht mehr.
Stimmt. Warum nicht zusammen legen …
Petra: To London, welcome Dame Joanna Lumley‘
Joanna: ‚This is London calling. Thank you for an excellent show‘
…
Petra: ‚May we have your 12 points, please?‘
3 Sekunden nichts
Joanna: ‚Yes, our twelve points go to … Portugal!‘
Petra: ‚Twelve points for Portugal. And know … the points from the public for the United Kingdom.‘
Joanna: ‚We can’t wait to receive them‘
Petra: ‚The United Kingdom gets … zero points from the public. I’m sorry.‘
Joanna: ‚Is that a punishment for the zero points for Abba, 50 years ago?‘
So etwas ergibt ein ganz neue Spannungsbogen. Wurde noch besser funktionieren wenn alle Länder Punkte bekämen (Platz 1 = 26 Punkte und Platz 26 = 1 Punkt).
Gleiches Gespräch, Portugal bekommt 25 Punkte, da Joost ausgeladen ist.
Petra: ‚The United Kingdom gets … 201 points from the public.‘
Joanna: ‚Well, that’s a lot, thank you, my dear.‘
Und erst später wird klar, dass 201 Publikums-Punkte eher wenig sind, weil jedes Land bei 25 Teilnehmer 325 Punkte verteilt (bij 26 sind es 351).
Oder?
Mein Kommentar: SCHAFFT ENDLICH DIE JURYS AB!!!!
Nein.
Danke
Kannst Du Dir an den Hut stecken, sorry.
Meine Antwort: NEIN
Niemals !
In die Top Ten oder gar Top Five kommt man ohne viele Punkte des Televotings trotzdem nicht. Und will man Lieder, die niemand kennt, weil sie außer beim ESC nirgendwo zu hören sind und ein Halbfinale vermutlich gar nicht überstehen würden. Ob das das Publikum motiviert glaube ich auch nicht.
mich nerven die Juries jedes Jahr. Die deutsche muss taub sein (12 Punkte für den echt sauschwachen schwedischen Beitrag), generell wird offenbar nicht der aktuelle Auftritt bewertet (sonst hätte der Engländer, der Sonnabend zu wenig Luft zum Singen hatte, keine Punkte bekommen dürfen). Gerne wieder abschaffen!
In dem kleine Badezimmer waren auch einfach zu viele Menschen, da kann die Luft schon mal dünn werden. 🙂
Dabei singe ich unter der Dusche immer recht gut – ich bin da aber auch meist allein – hmmm, das bringt mich gerade auf eine Idee: Gibt es schon einen Termin für den deutschen Vorentscheid? 😉
Tja, mich nerven die Juries gar nicht. So ziemlich jedes Jahr wird mindestens einer meiner Favoriten dort geschätzt.
Diese Betrachtung stimmt so nicht. Das Gegenteilige ist auch schon eingetroffen. Der Juryfavorit wurde vom Televoting vom Thron gestürzt. In einem Musikwettbewerb soll durchaus auch das Können eine Rolle spielen. Ich finde den Song von Baby Lasagna toll, aber den können viele Singen. Nemo’s Song hingegen ist so ziemlich für die meisten eine unlösbare Aufgabe.
Da gebe ich Dir recht. ich mag Baby Lasagna auch, aber ein großartiger Gesang war das nicht. Finde auch, es sollten schon auch nach gewissen Kriterien geurteilt werden. Das Publikum entscheidet aus dem Bauch raus (und lässt sich manchmal auch von Hypes leiten). Ist ja auch okay, aber ich finde es ebenso gut und wichtig, wenn der Gesang und künstlerische Anspruch auch gewürdigt wird.
Die Klasse des Gesangs kann und darf kein allgemeines Kriterium sein.
Es gibt viele Arten von Musik, die dadurch fast automatisch rausfallen würden.
Rap z.B. wird von den Juries regelrecht ignoriert.
Dabei garantiere ich dir, dass auch der beste Sänger nicht gleich rappen kann, besonders nicht sprachlich anspruchsvollere/schnelle Parts.
Es ist eben ein anderes Anspruchsprofil.
Bewertet werden sollte, wie gut ein Künstler seinen Part erfüllt. Und da sollte die Bewertung je nach Part anders verlaufen und nicht einfach nur nach „kann ganz toll hoch singen“.
Rap wird ueberhaupt vom ESC ignoriert… 😀
Ich gehöre definitiv zum Camp #AbolishTheJury, aber ich würde auch durchaus eine Reform akzeptieren.
Das große Problem der Juries ist, dass sie komplett vorhersehbar, nahezu einstimmig und mit extremem Genre-Bias abstimmen. Zumindest, was den ersten Platz angeht. Die letzten Jahre haben das zur Genüge bewiesen.
Die Juries sollten aber doch genau solch eine Einseitigkeit verhindern und stattdessen nach eher technischen Aspekten unabhängig vom Hype oder Politik um einzelne Beiträge abstimmen.
Aber da wird so ein 0815-Song wie der von Portugel regelrecht mit Punkten überhäuft, während der norwegische Song sicher ungewöhnlich, aber eben auch stimmlich und technisch nahezu perfekt vorgetragen, keinerlei Punkte bekommen hat.
Das ergibt doch keinerlei Sinn!
Das liegt schlicht daran, dass die Juries eben auch viel zu einseitig und mit zu wenigen Leuten besetzt sind.
Ist etwas Pop? Alles klar, super. Ist es noch dazu radiotauglich? Noch besser.
Ist etwas Folk/Ethno? Nein, danke.
Hier könnte man schon ansetzen und von den Nationen verlangen, die Anzahl der Juroren zu verdoppeln und auch sicherzustellen, dass eben nicht nur Leute aus dem Pop-Business und der Bubble vertreten sind.
So wie es jetzt ist, stimme ich im Halbfinale noch ab, aber im Finale lass ich es inzwischen bleiben.
Ich bin radikal gegen die Abschaffung der Juries, was nun ?
Portugal war definitiv nicht 08/15 und wurde von den Juries absolut korrekt bewertet.
Alleine beim Wort „abschaffen“ kriege ich jedes Mal ganz schlimme Zustände.
Als ob das Publikum alleine genügend „Kompetenz“ besäße und selbst der „Partyfaktor“ zieht doch zum Glück gar nicht mehr
Dieser Songcontest verkommt immer mehr zu einer Freakshow, in der alle ihre sexuellen Neigungen, seien auch noch so abartig, zeigen können. Mit Singen, das sagt ja der Name eigentlich, hat das bei den wenigsten zu tun. Ich werde nächstes Jahr nicht mehr einschalten. Der /die/das Sieger war einfach nur furchtbar
Jawohl, mein Führ….
Schon die Wortwahl wiederlich. Ich soll ja beiträge nicht mehr melden… Aber ist das noch Meihnungsfreihei LGBTQ als „Wiederlich“ zu bezeichnen?
Ich glaube, wenn man gegen queere Menschen agitieren will, dann ist das so ungefähr die falscheste Stelle, die man finden kann. Anderer Leuts sexuelle Neigungen haben mit Dir nix zu tun und gehen Dich nix an. Verzieh Dich einfach. Diese Art von Intoleranz und Dummheit ist hier nicht erwünscht.
Ja, und genau deswegen kannst du dich hier gleich wieder verziehen.
Um es mit Conchita zu sagen: „We are unstoppable!“
Im Übrigen ist Binärität keine sexuelle Neigung.
Jurys abschaffen und Big 5 müssen sich auch qualifizierten
Teil 1: NEIN
Teil 2: Diskutabel
Ich uerberlege….
2022:
Jury: UK – 283 Pt (Ukraine: 192)
Publikum – Ukraine 439
2019:
Jury: Oesterreich 271 (Israel: 212 – Uebrigens: Italien 59 🤣 )
Publikum: Israel: 317 (Osterrerich 71- Italien: 249)
Es sind nur Beispiele. Wo steht geschrieben, dass die Jury immer gewinnt? Nein, ich finde die heutige Mischung schon spannend, interessant, insgesamt eine Bereicherung. Jury abschaffen? Auf keinen Fall!
Für den Lachsmily hinter der 59 kannst Du Dir mich mit einem ausgestreckten Finger vorstellen, und es ist nicht der Daumen. Einer der Momente, wo die Jury komplett versagt hat.
In der Tat – aber deswegen stelle ich doch nicht die Juries generell in Frage.
Du schreibst über 2018 ?
Ich finde so bald sich einer zum Affen macht auf der Bühne wird er von Jury belohnt. Hätten alle Männliche Sänger ein Rock angezogen , dann hätte Jury ein wirkliches Problem beim Punktevergabe. Das Publikum soll entscheiden.
Boah, du misgenderst hier. Nemo definiert und empfindet sich nicht als männlich.
Die Jurys müssen wieder abgeschafft werden. Es ist eine Show für das Publikum also soll auch das Publikum abstimmen
NEIN
Der starke Einfluss der Jury-Bewertung ist schon gerechtfertigt, denn die Jury legt bei der Bewertung besonders viel Wert auf den musikalischen Auftritt an sich (die Inszinierung, den Gesang,…). Beim Televoting können auch oft Sympathiefaktoren einen großen Einfluss auf die Bewertung haben (z.B. Attraktivität des Künstlers). Beim letzten Sieg der Ukraine dürften ja viele Zuschauer auch nur aus Mitleid wegen des Krieges abgestimmt haben, was zu dieser Rekordpunktzahl beim Televoting geführt hat. Dabei soll der ESC doch ein Musikwettbewerb sein und kein Sympathie- und Politikwettbewerb.
Reines Televoting bringt die Länder nach vorne, wo große Teile der Bevölkerung als Flüchtlinge in der EU leben (Ukraine). Tatsächlich war ich froh, das es die Jurymitglieder waren, die der sonstigen Routine von „Best Friends“ Ländern einen Riegel vorgeschoben haben.
Genau das war 2009 der Grund, die Juries wieder einzuführen.
Und genau auch deswegen möchte ich sie nicht abschaffen-
Mit der Schweiz hat nun leider wir nur eine 0815 Nummer den ESC gewonnen den nach drei Tagen keiner mehr kennt. Überhaupt war der Song leider nur Mittelmaß. Höchstens Platz 15.
Kroatien hatte den besten Song 2024, basta. Das professionelle Publikum hat das mit seinem Musiverstand begriffen, diese ach so musikalischen Amateurjuroren (abgesehen von Zypern und Serbien; und Deutschland) leider nicht.
Ich liebe es, wenn eigene Meinung als alleingültige verkauft wird. Ich fand den Schweizer Beitrag keinesfalls 0815 – er hat unglaublich viele Stile miteinander verbunden und das hat dennoch gepasst. Und ob Kroatien den besten Song hatte, ist auch deine subjektive Wahrnehmung.
Ich finde alle Länder sollten durchs Halbfinale,besonders die Big Five
Ich habe mich mal durch den ganzen Thread gekämpft und ja, das war teilweise echt anstrengend.
Um es gleich vorwegzunehmen: Ich bin klarer Befürworter des Juryvotings zu 50% und hätte dies auch gerne wieder in den Semis. Auf jeden Fall ist das Juryvoting im Finale unverzichtbar.
DPs Artikel ist logisch und nachvollziehbar geschrieben und die Argumentation ist durchaus schlüssig.
Ich erlaube mir hier drei Anmerkungen, die nicht alle zusammenhängen:
1.) Ich bin kein Fan der auch in diesem Artikel in der Headline verwendeten Wendung „Jurys verhindern den Televoting-Favoriten“. Diese Beschreibung schreibt der Jury jeglichen konstruktiven Charakter ab und stellt diese als ausnahmslos destruktiv dar. Dabei wird aber vergessen, dass die Jurys durchaus konstruktiv sind, da sie einen viel objektiveren und rationaleren Blick bieten und ihre Entscheidungen (im Optimalfall) nicht emotional treffen.
2.) Ich kann die Formulierung „Gewinner der Herzen“ nicht (mehr) ertragen. Zum einen wird den Jurys ihr Herz abgeschrieben. Zum anderen hat diese Formulierung etwas vom Narrativ vieler Rechtsextremisten, dass es eine „schweigende Mehrheit“ gebe, die von einer lauten Minderheit unterdrückt wird. In diesem Fall wird der „Gewinner der Herzen“ (=Televote) von den Jurys unterdrückt. Das reine Aufwägen der nüchtern betrachteten absoluten Anzahl an Personen in den Jurys bzw. im Televoting stellt für mich kein Argument dar, die Jurys abzuschaffen. Nach der Logik „ein paar Hände voller Experten haben genauso viel Gewicht wie die Stimmen von Millionen von Menschen“ müssten wir die repräsentative Demokratie auch abschaffen, da wenige Politiker über das Auslegen von Millionen von Partikularinteressen entscheiden. Da wären wir dann demokratietheoretisch bei Rousseau, bei dem die ganze Macht vom Volk ausgehen soll, auf der Grundlage eines Volkswillens, der a priori ist. Ich erspare euch aber weitere Ausführungen zu Demokratietheorien, auch wenn ich auf dieser Website ellenlange Texte darüber schreiben könnte, die wahrscheinlich niemanden interessieren würden.
3.) Ja, einige Acts der Class of 2024 haben sich mit respektlosem Verhalten daneben benommen und den Spirit des ESCs ad absurdum geführt. Dennoch wäre ich vorsichtig mit Vorverurteilungen. Nur weil Person Xy mit Person Z gesehen wurde, die sich respektlos verhalten hat, ist Person Xy nicht auch gleich respektlos.
Ein Song Contest muss Songs von hoher musikalischer Qualität enthalten. Sonst werden Songs und Anlass seicht. Die Jury sorgt dafür, dass solche Songs auch eine Chance zum Sieg haben.
So ist es !