ESC 2024: Jurys verhindern erneut Televoting-Favoriten – Liegt hier die Chance für die Big5?

ISAAK – Foto: Sarah Louise Bennett/EBU

Mit dem Sieg von Nemo aus der Schweiz beim Eurovision Song Contest 2024 setzte sich ein Beitrag durch, der im Televoting nur den fünften Platz erreicht hatte. Auch im letzten Jahr bremsten die Jurys den deutlichen Publikumsfavoriten Kärijää aus. Das kann Zufall sein und so etwas gab es schon früher. Allerdings ist das nun in den beiden Jahren der Fall gewesen, in denen die Jurys kein Mitspracherecht mehr in den Halbfinals haben. Die Big 5 könnten davon profitieren, indem sie typisches „Jury-Futter“ zum ESC schicken.

Mitte der 90er wurden die Jurys beim ESC nach und nach durch reines Televoting ersetzt. Ab 2009 führt man dann das System ein, das wir in groben Zügen heute kennen: Jurys und Televoting vergeben jeweils die Hälfte der Punkte. Das stimmt so nicht mehr ganz: Die Einführung der Abstimmungsgruppe „Rest of the World“ 2023 hat das Televoting im Finale etwas stärker gemacht. Gleichzeitig wurden die Halbfinale auf 100% Televoting umgestellt.

Was als Stärkung der Meinung der Zuschauenden gedacht war, stellt sich nach und nach als Schwächung heraus – zumindest im Finale. Denn seit dieser Regeländerung haben sich als ESC-Sieger nicht die Favoriten des Televotings durchgesetzt, sondern die der Jury. Dafür kann es ganz unterschiedliche Gründe geben. Und es ist sicher nicht verkehrt ein Korrektiv zu haben, um – wodurch auch immer ausgelöste – Tele-Powervotings abzuschwächen.

Das Problem liegt nun aber möglicherweise woanders: Alle Beiträge, die sich über die Halbfinale qualifizieren müssen, müssen zunächst das Publikum beeindrucken. Denn nur in seiner Hand liegt es, welche zehn Songs jeweils ins Finale kommen. Beiträge, die im Televoting durchfallen, aber von den Jurys honoriert werden könnten, fallen dabei möglicherweise eher durchs Raster.

Das Ergebnis: Wir haben im Finale viele Televoting-Favoriten – möglicherweise zu viele. Denn die Stimmen der Zuschauenden verteilen sich im Finale so auf mehr Beiträge und sind weniger stark auf einzelne fokussiert. Die Beiträge, die sich ohne Jury-Hilfe fürs Finale qualifiziert haben und von diesen besonderes honoriert werden, können hier nun richtig durchstarten. Denn die Jurys haben weniger Jury-affine Beiträge zur Auswahl, ihre Punkte können häufiger zu denselben Acts gehen – zum Beispiel Nemo. Dessen Beitrag „The Code“ war im Televoting im zweiten Halbfinale auf Platz 4 gelandet und im Finale auf Platz 5. Trotzdem hat es für den Sieg im Finale gereicht.

Hier liegt nun die Chance der für das Finale gesetzten Big5 und des Gastgeberlandes. Deren Beiträge müssen sich nicht im Halbfinale qualifizieren. Sie könnten sich direkt auf die Jury-Stimmen im Finale fokussieren. Letztlich haben sie darüber auch in diesem Jahr profitiert, wenn vielleicht auch nicht beabsichtigt.

Der Franzose Slimane konnte in Malmö Jurys und Publikum gleichermaßen abholen. Aber Angelina Mango aus Italien bekam von den Jurys 60 Punkte mehr als im Televoting. Bei Marcus & Martinus & Martinus, die für Schweden sangen, lag die Differenz sogar bei 76 Punkten. Olly Alexander aus Großbritannen konnte nur Dank der Jurys überhaupt Punkte aufweisen und den letzten Platz hinter sich lassen.

Am meisten profitierte aber der Deutsche ISAAK von dem Phänomen: 99 Punkte von den Jurys zu 18 Punkte im Televoting – das ist eine Differenz von 81 Punkten. Oder anders: 10. bei den Jurys und 19. beim Televoting ergaben zusammen den für deutsche Verhältnisse extrem guten 12. Platz.

Die Lehre daraus liegt auf der Hand: Sollte sich an dem Abstimmungsmodus in den Halbfinalen nichts ändern, wäre es nachvollziehbar, wenn sich Deutschland im nächsten Jahr auf die Suche nach einem Jury-Favoriten machen würde. Das würde möglicherweise weniger öffentliche Aufmerksamkeit z.B. in Form von Radio-Airplays bedeuten. Ein erfolgreiches Abschneiden beim ESC selbst über viele Punkte (von der Jury) könnte aber aber dennoch die Begeisterung für den Wettbewerb im Land befeuern.

Findest Du, dass die Jurys den Ausgang des ESC zu stark beeinflussen oder ist das System so gut? Und sollten die Big5-Länder stärker auf Jury-affine Beiträge setzen, um erfolgreich zu sein? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.

Über alle aktuellen Themen rund um den Eurovision Song Contest sprechen wir heute Abend um 19 Uhr bei ESC kompakt LIVE auf YouTube.



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586 Comments
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Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Lieber Benny,
liebes ESC-Kompakt-Team,

können wir bitte, bevor wir das hier weiter diskutieren, mal darüber reden, was Ihr Blogger in den zwei Wochen in Malmö im allgemeinen und in der Zeit zwischen dem zweiten Semi und dem Finale im besonderen für eine unmenschliche Leistung erbracht habt? Ihr habt uns wie gewohnt toll, sachlich und ausgewogen über alles informiert, was da vor sich ging, das kennen und lieben wir ja schon aus den Vorjahren. Was Euch allerdings zwischen Donnerstag Nacht und Samstag Abend abverlangt wurde, war neu. Wie Ihr das gemeistert habt, davor kann man wirklich nur ein komplettes Hutgeschäft ziehen. Ihr habt über alles informiert, was gesichert war, seid Euch aber niemals in Spekulationen ergangen und habt die Sache höchst professionell gehandhabt. Ich seid nie auf der Spekulationswelle von X und anderen Medien mitgeschwommen und habt Euch nicht dazu hinreißen lassen, Gerüchte hier weiterzuverbreiten.

Und dabei habt Ihr es immer geschafft, deutliche Worte zu finden, wenn es angezeigt war, da möchte ich insbesondere das Statement von DP im gestrigen Livechat hervorheben, wo er sich dazu geäußert hat, dass man, wenn man sich bereiterklärt, an einem Wettbewerb teilzunehmen, nach den Regeln zu spielen hat. Da hast Du vielen, vielen, vielen aus dem Herzen gesprochen! 

Ich komm mit meinen alten Knochen gar nicht mehr so tief runter, wie ich mich verneigen möchte. Danke, danke, danke für Eure Berichterstattung, Eure Begleitung, für ALLES!

D. B.
Mitglied
D. B.
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Vollste Zustimmung! Danke!

Julian
Julian
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Ich schließe mich an. Danke liebes ESC kompakt Team! Normale Zeitungen liegen solche Artikel hinter Bezahlschranken.
Eure Arbeit trägt dazu bei, dass der ESC in Deutschland wieder mehr repräsentiert wird.

Last edited 1 Jahr zuvor by Julian
undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Fein geschrieben und so wahr, wo wäre ich als alter ESCler wohl ohne euch gelandet.
Kompetent, sachlich und trotzdem nie ganz emotionslos in jeder Situation (sei sie auch noch so verrückt und quer) eben kompakt.
Danke sehr liebes, geschätztes ESCK-Bloggerteam.

Last edited 1 Jahr zuvor by undeuxtrois
mauve
mauve
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Tolle Worte, volle Zustimmung!

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Besser kann man es nicht sagen, Tamara.

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Dem kann man sich nur anschließen! Danke an das gesamte „ESC kompakt“-Team, dass ihr uns auch diese Saison wieder durch die, wohl auch schwierige, ESC-Saison begleitet habt und als Highlight zusätzlich dazu auch noch die Reactions auf die Beine gestellt habt. Auch für die Reactions nochmal ein großes Danke an alle die daran beteiligt waren.

HHStephan
HHStephan
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

So isses, Wahnsinn was ihr an Zeit und Stress auf euch genommen habt, uns einmal mer hier durch die ESC Saison zu führen. Lieben Dank an das ESC Kompakt-Team und an Tamara für die schönen Worte

Benjamin Hertlein
Admin
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

💟

AgnethaFrida
AgnethaFrida
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Dem möchte ich mich unbedingt anschließen.

Merci (wie man im Siegerland so schön sagt.)

ANDi
ANDi
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Auch von mir volle Zustimmung!
Vielen vielen Dank für die Begleitung in den letzten Monaten und speziell in den letzten Tagen!

Christo
Christo
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Meine Wenigkeit kommt nicht umhin, sich dieser haarscharfen, liebreizend-wortgewandten Eloge mit präterpropter 1 Million herzbespickten Dankeschöns an die Bloggergemeinschaft anschließen zu müssen…
…und ein Herzchen extra nur für Dich, werteste Tamara…

ESCFrank
ESCFrank
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Besser kann man es nicht sagen. In den etablierten Medien ist der ESC eine Randnotiz. Es sei denn, es kommt zu Skandalen und unschönen Ereignissen, wie in diesem Jahr.
Ohne Euch, wäre der ESC nicht dasselbe.
Danke ihr Lieben 🥰

ESCFrank
ESCFrank
1 Jahr zuvor
Reply to  ESCFrank

PS: ich bin ja noch oldschool und habe eine Fernsehzeitung abonniert 😂
HÖRZU, die ist halt irgendwie immer da, seit meiner Kindheit 🤷‍♂️
Die hatten in der Ausgabe für diese Woche sechs Seiten ESC, Ausblick und Rückblick. Das hat mir gefallen.
Das nur am Rande 🥳

derwahrestefan
Mitglied
derwahrestefan
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Jedes weitere Wort ist überflüssig. Danke ESC kompakt.

HSPLP
HSPLP
1 Jahr zuvor

Ich denke die Mischung macht es. Sich jetzt speziell auf Jury-Songs zu spezialisieren oder nur auf Tele Voting-Songs finde ich nicht gut. Ein klares Konzept, wo man auf Qualität und auch Show achtet soll wäre für die nächsten Jahre echt wünschenswert und man sieht ja dass man selbst als deutscher Teilnehmer wahrgenommen wird, wenn man gut singen kann und halbwegs gut inszeniert.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor

Es ist bemerkenswert, wie viel weniger dieses Jahr das noch extremere Negieren der Televote durch die Juries kommentiert wird, letztes Jahr galt das noch als große Tragödie.

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor

Naja gibt schon in einigen Post hier sehr viele welche Die Jury etwas vorwerfen. Nur glaube halt Schweitz ist Neutral bei den beiden Lagern. Deswegen weniger stress.

Ron
Ron
1 Jahr zuvor

Ich weiß nicht, wo und was du liest. Nach meiner Wahrnehmung wird das sehr wohl kommentiert.

Es wirkt übrigens nur extremer durch die Platzierung (5. Platz), ist es aber nicht: In Punkten gemessen war die Schweiz näher an Israel und Kroatien dran als letztes Jahr Schweden an Finnland.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Das liegt vermutlich auch an den ganzen unerfreulichen Begleitumständen. Ich denke, mit ein paar Tagen Abstand wird das vielleicht auch nochmal aufgerollt. Letztlich hatten zwar viele Kroatien auf dem Zettel und der Wunschliste, können aber mit der Schweiz als Sieger wunderbar leben.

wüster Volker
Mitglied
wüster Volker
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Ja, ich bin letztes Jahr sauer gewesen wegen Loreen, dieses Jahr habe ich mich für Nemo sehr gefreut, wäre aber auch mit Baby Lasagna glücklich gewesen. Wobei ich Nemo schon bevorzuge.

Und letztes Jahr dachte ich einfach: Och nö, nicht schon wieder Schweden…

Ich war heute nacht ziemlich erleichtert, als klar war, Israel gewinnt nicht – nicht weil ich den Beitrag nichtt gut fand, oder aus Ablehnung. Aber ich mag mir nicht ausmalen, was dann passiert wäre.

Jabastalus
Jabastalus
1 Jahr zuvor

Wie konnte die Schweiz überhaupt gewinnen? Ich dachte keiner aus deinem Umfeld mochte den Song??

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Jabastalus

Unabhängig vom Geschmack meines Umfeldes hat die Schweiz ja auch nur wegen der Juries gewonnen.

Pascal_ESC
Pascal_ESC
1 Jahr zuvor

Ohne die über 200 Punkte von den Zuschauer*innen hätte der Beitrag nicht gewonnen. Wir sollten nicht vergessen, dass er dennoch 10x mehr Televote Stimmen erhalten hat als bspw. Deutschland. So unbeliebt kann es also auch nicht gewesen sein.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Pascal_ESC

Ich sag ja auch nicht, dass The Code unbeliebt ist, aber es war nun mal 5. in der Televote. Eigentlich wahrscheinlich Dritter, die Ukraine und Israel haben sicher einiges an Solidaritätsstimmen bekommen.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor

Und ohne Jurys und ohne die Disqualifikation von Joost Klein hätte möglicherweise Israel gewonnen und dadurch eine tiefgreifende Spaltung des ESC verursacht. Auch kein wirklich schöner Gedanke.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Porsteinn

Da war ich auch erleichtert.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor

Mir ist mittlerweile die Lust vergangen, mich über die Unzulänglichkeiten der einzelnen Wertungsblöcke aufzuregen. Zudem empfand ich den Käärija-Hype letztes Jahr auch als noch etwas größer als den BL-Hype dieses Jahr (Wettquote mal außer Acht gelassen).

Last edited 1 Jahr zuvor by Porsteinn
Mareike Kaa
Mareike Kaa
1 Jahr zuvor

Ich hab schon ein bisschen rumgemeckert, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich mich ärgere, dass mein Tipp so schlecht war. 😉

Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
1 Jahr zuvor

Bei mir ist es einfach so, dass ich das Gefühl habe, dass Nemo den deutlichen Jurysieg verdient hat. Das eindeutige Juryvoting für Loreen fand ich dagegen nicht gerechtfertigt. Zumindest in den Liveshows hat sie im Gegensatz zu Nemo nicht perfekt gesungen.

Ron
Ron
1 Jahr zuvor

Super Analyse!

Für mich wäre die Schlussfolgerung, dass man den Voting-Modus angleichen sollte. Fand es ohnehin merkwürdig, dass es in den Halbfinals und im Finale unterschiedliche Modi gibt.

Diese Auswirkungen verstärken mein Störgefühl noch. Dass Deutschland als Big-5-Land einen taktischen Vorteil hat, muss man bei der Bewertung natürlich ausklammern, es geht ja um Fairnes.

Bin gespannt, wann die Nicht-Big-5-Länder darauf kommen und auf eine Änderungen drängen und ob es dann tatsächlich eine Angleichung gibt. Es wird ja eh gerade wieder viel über das Jury-Voting diskutiert. Vielleicht verbindet man das und macht in den nächsten Jahren eine größere Reform?!

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor

Dieses Jahr das brauchen wir uns nicht schönreden hat das Publikum extrem politisch abgestimmt. Ich sehe da langsam ein ernstes Problem und es kann doch nicht sein dass wir inzwischen eine Situatien erreicht haben wo Publikum und Jury gegeneinander voten anstatt objektiv auf die Musik.

Überhaupt all die Länder welche an den Debakel beteiligt waren haben provitiert an der ein oder anderen Stelle. Das macht mir sorgen.
Was ist Wenn Ländern nun demnächst absichtlich Kravall machen damit sich Lager bilden. Denn Niemand, Weder Israel, Irland oder Griechenland hat daraus einen Nachteil gehabt. Ich meine wäre Niederlande dabei gewesen, hätten sie sich neben der Ukraine und Israel wahrscheinlich auch noch in die Top 5 gemogelt.

Ron
Ron
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Gegeneinander voten und objektiv bewerten sind kein Gegensatz.

Dass das Publikum extrem politisch abgestimmt hat, ist erstmal eine Vermutung. Das kann umgekehrt auch bei (manchen) Jurys behaupten.

Es ist schwer bis unmöglich, das alles aufzudröseln. Daher Vorsicht bitte mit vereinfachenden Behauptungen.

Auch dass diese drei Länder keinen Nachteil gehabt hätten – woher willst du das wissen? Du müsstest in der Zeit zurückreisen und alles unter anderen Bedingungen durchspielen.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Ja, dieses Jahr gab es extrem viel politisches Voting. Aber umso schöner ist es doch auch, dass mit der Schweiz und Kroatien zwei Beiträge vorne lagen, bei denen man sicher sein kann, dass die Punkte allein aufgrund der musikalischen Qualität zustande kamen.

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Japs. Das hat dass ganze gerettet. Glaube hätte es Israel oder Ukraine geschafft wäre das Event für viele gestorben. Und nicht nur für die Israel hasser und Russland Freunde^^. Sondern für auch alle welche durchaus an Musik interessiert sind.

Fairerweiße muss man sagen das die Politik Votes aber nicht verhindert hätten das ein Musikalischer Beitrag gewinnt. Denn auch ohne Jury wäre es ja dann Kroatien geworden.

Cherry-Juice
Mitglied
Cherry-Juice
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Im Grunde haben wir das bekommen, was die Wettquoten seit Wochen gesagt haben.. Einen Zweikampf zwischen Schweiz und Kroatien. Meine Hypothese ist, dass die vielen Israel Votes Kroatien den Sieg gekostet haben. Am Ende war es wirklich sehr knapp.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  Cherry-Juice

Genau den Gedanken hatte ich auch. Mit einem so starken Abschneiden Israels und der Ukraine hatte ich vor ein paar Tagen noch nicht gerechnet.

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Jahr zuvor
Reply to  Cherry-Juice

Meine Hypothese ist, dass die vielen Israel Votes Kroatien den Sieg gekostet haben. Am Ende war es wirklich sehr knapp.

Meine Hypnose ist,das die Disqualifikation von Joost Kroatien Punkte gebracht hat.
Aber alles sehr schwierig.
Wo ist Jörg Schönenborn,wenn man ihn mal braucht.

Last edited 1 Jahr zuvor by elkracho
katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

Meine Theorie ist das wir dieses Jahr hart an der grenze von einen Debakel vorbei geschrammt sind. Und auch wenn es am Ende doch noch eine gute Show wurde mit abstrichen der Buhlaute die wohl auch der angeheitzten Stimmung geschultet waren, insbesondere des rauswurfes Niederlande.

Das muss alles nachgearbeitet werden. Alle beteiligten AUF BEIDEN SEITEN. Müssen sich ernsthaft hinterfragen ob es wirklich okay war den ESC für ihre Agenda zu missbrauchen. Und auch das Fehlverhalten von Sendern wie KAN oder glaub der Belgische hat auch was gemacht. Müssen zu konzequenzen führen.

Feunik
Feunik
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Im Gegenteil: Wäre der diesjährige ESC nicht so stark politisiert worden, hätte Israel noch stärker abgeschnitten. Mir kann nämlich keiner erzählen, dass Israel so schlecht aufgrund von der musikalischen Leistung bei der Jury abgeschnitten hat. Die wahren Auswirkungen der Politisierung waren, dass diejenigen, die normalerweise aufgrund des Songs für Israel abgestimmt hätte, es dieses Jahr nicht getan haben.
Bei vielen scheint der Israel-Hass vorhanden zu sein.

Vondenburg
Vondenburg
1 Jahr zuvor
Reply to  Feunik

Und natürlich umgekehrt, diejenigen, die normalerweise die Show garnicht schauen, aber einfach trotzdem für Israel aus Solidarität 20x Israel gestimmt haben. Die Politisierung war dieses Jahr von beiden Seiten extrem heftig.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  Vondenburg

Letztlich haben sich Anhänger (Televoting-Punkte) und Widersacher (eher schwache Jury-Bewertung) Israels gegenseitig aufgehoben. Am Ende steht in der Kombination ein mehr oder minder leistungsgerechtes Ergebnis: Top 10, aber glücklicherweise kein Sieg. Und schlussendlich dürfen sich auch hier beide Seiten als Sieger fühlen.

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Die Jüdische Allgemeinen hatte übrigens nichts besseres zu tun als Nachzutreten bei Niederlande, Irland und co. Es ist so schade wie sich dieses Blatt von einen wichtigen Sprachrohr der jüdischen Gemeide zu einen hassdurchtrieften Propaganda blatt entwickelt hat das alles und jeden ankeift den es nicht egal ist wie viele In Gaza sterben.

Wolfgang Groß
Wolfgang Groß
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Dass Deine Behauptungen hier nicht stimmen kann man einfach durch lesen des Zeitungsartikel beweisen.

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  Feunik

Lol nein. Israel song war mittelmaß schlechthin. Hätte das Deutschland geschickt und ohne den 7ten Oktober bezug wäre das bei der Jury genau da gelandet wo es gerade ist und beim Publikum Richtung 0 Punkte gegangen.

Das kannst Du ganz einfach nachprüfen wenn du es mit ähnlichen Nummern in der vergangeheit vergleicht.

Cherry-Juice
Mitglied
Cherry-Juice
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Kann man so auch nicht sagen. Ja, für mich ist das Lied auch nur Mittelmaß und klingt wie so eine typische Castingshow Gewinner-Song, der nicht weh tut. ABER Eden hat richtig gut gesungen, sie hat eine tolle Ausstrahlung auf der Bühne gehabt und die Bühne und Choreo waren generell einfach top. Wenn wir das in der Form geschickt hätten, hätten wir bestimmt auch eine Top10 Platzierung bekommen. Also falls Eden sich irgendwann mal in einem deutschen VE mit einem soliden Song wiederfindet (und den Artikel Director mitbringt um den Dietmann zu ersetzen 😜), dann hat sie meine Stimmen sicher. Bin bei Nils, ich glaube Televoting und Jury-Voting haben sich in diesem Fall gegenseitig aufgehoben und dem Lied eine faire Platzierung eingebracht.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
1 Jahr zuvor

Ein wichtiger Punkt wurde leider nicht erwähnt. Die Jurys bewerten einen anderen Auftritt als später das Televoting. Hier können sich dadurch auch Verschiebungen ergeben und erklären.

Außerdem wäre eine Erklärung nur über die Platzierung weniger aussagekräftig als ein Punkteabstand zu anderen Teilnehmern oder besser noch ein prozentualer Abstand wenn der Gewinner mit 100% angesetzt wird.

Sonst danke auch für eure Arbeit.

Sven
Sven
1 Jahr zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Der Verschiebung von Televoting und Jury mithilfe der zwei Wertungszeitpunkte zu begründen halte ich für gewagt.
Ja, die Jurys haben ihr eigenes Finale. Aber es ist jetzt nicht so, dass zwei unterschiedliche Auftritte gezeigt werden. Es sind Kleinigkeiten, die sich da unterscheiden, aber nichts was große Punktdifferenzen ausmachen würden. Oder könntest du im Nachhinein sagen, welcher Auftritt von Kroatien aus dem Halbfinale ist und welcher aus dem Finale, wenn du dir beide nochmal hintereinander anguckst?

Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Sven

Das könnte ich in diesem Fall tatsächlich. 😉 Bei allen anderen Teilnehmern allerdings weniger. Aber es kommt schon mal vor, dass ein Künstler einen eher schlechten oder guten Tag hat. Kann sich durchaus auf die Bewertung auswirken. Allerdings im Normalfall nicht gravierend. Außer du hast einen Textaussetzer etc.

Angelo
Angelo
1 Jahr zuvor

Die ganzen Solidaritätspunkte, seis vom Televote oder der Jury gehen mir so ziemlich auf die Nerven, dass ich gestern mit übelster Laune ins Bett gegangen bin. Die Spaßbeiträge waren dieses Jahr too much! Es kann auch nicht sein, dass Irland bei den Juries so hoch gehandelt wurde. Es wird immer mehr zur Inszenierungsshow, statt zum Songcontest… ich fand der diesjährige ESC ganz furchtbar. Hatte jedes Jahr mehrere Songs in meiner Playlist. Dieses Jahr gar kein Lied! Konnte immer was mit dem Sieger anfangen, auch wenn es nicht mein Geschmack war. Ich gönne es natürlich der Schweiz, aber das Lied wird meiner Meinung nach kein Hit und schnell in der Versenkung verschwinden. Mag sein, dass die Bubble es feiert… aber davon kann sich Nemo auch nichts kaufen…

Wassereis
Wassereis
1 Jahr zuvor
Reply to  Angelo

Das war einer der stärksten Jahrgänge seit langem…

Mareike Kaa
Mareike Kaa
1 Jahr zuvor
Reply to  Wassereis

Naja, der stärkste seit 2021.

Cherry-Juice
Mitglied
Cherry-Juice
1 Jahr zuvor
Reply to  Angelo

Alles Geschmackssache.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Jahr zuvor
Reply to  Angelo

Irland war kein Spaßbeitrag. Die reinen Spaßbeiträge landeten entweder weiter hinten, oder wurden vorher disqualifiziert. Einzig Armenien landete mit was wildem in der Top 10.

D. B.
Mitglied
D. B.
1 Jahr zuvor

Meine Meinung:
Ich schrieb es bereits an anderer Stelle. Das Juryvoting muss meiner Auffassung nach definitiv entweder ganz abgeschafft ( extrem ) oder zum Beispiel von 50 auf 35 Prozent des Gesamtergebnisses ( immerhin ein Kompromiss ) reduziert werden.
Das Publikum hat doch schon oft genug bewiesen, dass die Kritik am Televoting oft falsch ist. Aktuellstes Beispiel ist wohl Lettland. Wer hätte gedacht, dass Dons es ins Finale schafft? Ich nicht. Aber Lettland hat es am Ende geschafft im zweiten Halbfinale ( nur Televoting ) weiterzukommen. Malta aber hingegen nicht. Die Zuschauer können durchaus musikalische Klasse und besondere Gesangsleistungen erkennen und würdigen ( das Ergebnis bei Lettland im Halbfinale war ja gar nicht so knapp wie ich eigentlich dachte ).
Ich finde es des Weiteren per se kritisch, dass einer sehr kleinen Gruppe an Menschen genau so viel Macht zugesprochen wird wie Millionen (!) Zuschauern, die sogar für ihre Stimme bezahlen müssen. Da fragt man sich in Zukunft zweimal ( wenn es einen Juryfavoriten gibt ) , ob man überhaupt abstimmen soll, wenn die Juries diesen ohnehin durchsetzen können. Immerhin wurden die Televotingergebnisse nahezu komplett durch die Juryergebnisse negiert ( Beispiel Israel ganz extrem ). Wenn sich die Mehrheit der Zuschauer gewünscht hätte, dass Israel gewinnen sollte ( war ja nicht der Fall tatsächlich ), dass sollte man diesem Wunsch auch Folge leisten. Wäre zumindest ein schönes Zeichen gegen Hass, Hetze und Antisemitismus.
Außerdem: Das Muster, nachdem die Juroren in den einzelnen Ländern gewählt werden, ist schleierhaft. Musikalische Profis sehe ich da nicht zwangsläufig ( die deutsche Jury vergibt zwölf Punkte an Schweden??? ).
Dieses Mal wurde klar politisch von den Juries gevoted. Eden Golan hat eine wahnsinnige Leistung erbracht und kam bei den Juries nicht einmal in die Top 10??? Das kann nicht sein. Sie spielte, finde ich, auf einer Liga mit Frankreich. Wenn man sich jetzt die einzelnen Juryvotings genauer anschaut, dann stellt man fest, dass viele Juroren, wohl ganz aus Protest, Israel nicht einmal in die Top 20 aufgenommen haben.
Hingegen haben die Juries Kroatien, einem Song, der eigentlich nicht so juryfreundlich ist, viele Punkte geschenkt. Man wollte wohl auf jeden Fall sicherstellen, dass auf gar keinen Fall Israel gewinnt. Schade, finde ich.
Angekommen, wir hätten diesmal kein Juryvoting gehabt. Gewonnen hätte Kroatien als Publikumsliebling. Frankreich, die Schweiz, Israel und die Ukraine wären auch auf den Top- Plätzen gelandet.
Man kann nicht gleichzeitig das Televoting dafür kritisieren zu politisch zu handeln und zugleich politisches Handeln der Juries gut finden.
Ich hoffe wirklich, dass man in Zukunft das Konzept der Juries überarbeitet. So kann es meiner Meinung nach nicht ewig weitergehen.
Ich bin gespannt auf weitere Meinungen, Kommentare und Anregungen.

( Zusatz: Falls es so rübergekommen ist, als würde ich Nemo nicht den Sieg gönnen: Doch, das tue ich, sehr sogar. Eine wahnsinnige Leistung hat Nemo erbracht. Ich freue mich auf den ESC 2025 live aus der Schweiz. Aber ein mulmiges Gefühl bleibt eben doch ein wenig, wenn dieses Abstimmungsprozedere immer so beibehalten wird. )

Wassereis
Wassereis
1 Jahr zuvor
Reply to  D. B.

Nein.

D. B.
Mitglied
D. B.
1 Jahr zuvor
Reply to  Wassereis

Können Sie Ihre Kritik näher ausführen? Ich würde gerne darauf reagieren, aber ein „Nein.“ ist doch etwas inhaltsleer. 😅

Sven
Sven
1 Jahr zuvor
Reply to  D. B.

Ich würde gerne das Beispiel Israel aufgreifen: Meiner Meinung nach haben hier beide Seiten politisch gevotet, was sich zum Glück am Ende ausgeglichen hat. Eden hatte einen guten Song, der persönlich mir live nicht so gut gefiel wie im Studio, trotz guter Inszenierung. Aber 323(?) Punkte im Televoting sind wirklich over the top. (Interessanterweise waren da auch einige 12er der skandinavischen tendenziell pro-Palästinensischen Länder dabei.)
Gleichzeitig fand ich den Song von den Juries auch total unterbewertet. Lässt sich denke ich dadurch erklären, dass die bewertenden Juroren Künstler sind, die eher israelkritisch eingestellt sind. Als Extrembeispiel für diese These wäre die Documenta nennen, die am Ende mit einem Antisemitismusskandal konfrontiert war.
In diesem Fall haben sich beide Gruppen also glücklicherweise ausgeglichen. Denn beide Extreme waren meiner Meinung nach nicht dem Song gerecht.

D. B.
Mitglied
D. B.
1 Jahr zuvor
Reply to  Sven

Also bei Israel hat das sich wohl tatsächlich relativiert. Die Top 5 habe ich ( in anderer Reihenfolge ) genau so getippt.
Aber meine Kritik besteht weiterhin:
Die Juries bestehen im Verhältnis zum Publikum aus extrem wenigen Menschen, haben aber genauso viel Macht. Die Auswahl der Juries ist nicht nach klaren Kriterien geregelt ( und ob da wirklich Leute vom Fach sitzen, das muss jeder für sich selbst entscheiden ).
Das Signal, welches durch das aktuelle Voting-System gesendet wird, ist meiner Meinung nach nicht gut. Das zahlende Publikum kann von einer kleinen Anzahl an privilegierten Menschen überstimmt werden. Dieses Jahr war das nicht so schlimm, aber letztes Jahr doch schon extrem.
Vielleicht bin ich etwas alleine, aber wenn die Zuhörerschaft unbedingt einen Beitrag als Sieger sehen möchte, dann sollte man das nicht komplett negieren. So ist zumindest meine Meinung.

Wolfgang Groß
Wolfgang Groß
1 Jahr zuvor
Reply to  D. B.

Soll die EBU jetzt auch noch Regeln festsetzen, wie sich die nationalen Juries zusammen setzen sollen ? Das geht dann doch zu weit. Unabhängig Davon, dass es offensichtlich die allgemeine Meinung ist, Televoter seien alles „Fachleute“, verstehe ich den Einwand nicht, dass in Juries keine „Fachleute“ besitzen sollen. Definiere bitte den Begriff „Fachleute“, damit ich mir ein Bild deiner Intention machen kann. Danke!

Sven
Sven
1 Jahr zuvor
Reply to  D. B.

Da stimme ich dir zu. Israel muss man dieses Jahr ausklammern, es ging in beide Richtungen etwas drüber.
Grundsätzlich teile ich deine Kritik nämlich. Und würde auch weitergehen, dass es nicht nur letztes Jahr schlimm war, sondern auch dieses. Selbst wenn man Ukraine und Israel dieses Jahr im Televoting ein politisches Voting unterstellen würde, wäre Nemo immer noch nur dritter im Televoting gewesen. Auch der Abstand in Punkten von Kroatien zur Schweiz ist sehr groß. Letztes Jahr wurde auch die Kritik angebracht, dass Loreen (fast) keine 12er-Wertungen von den Zuschauern bekam. Das wiederholt sich grad. Nemo hat lediglich einmal 12 Punkte bekommen. Bitte nicht falsch verstehen, Nemo war bei mir ganz vorne dabei und ich habe ihm den Sieg auch gegönnt. Allerdings sehe ich langfristig eine Gefahr für den ESC. Noch beschäftigt sich nur die Bubble mit dem detaillierten Ergebnissen. Aber wenn das Publikum dauerhaft überstimmt wird, wird es auch außerhalb der Hardcore-Fans ein Thema werden… Das sollte meiner Meinung nach gegengesteuert werden.

Spaceman04
Spaceman04
1 Jahr zuvor
Reply to  Sven

Warum soll das ein Glück sein?
Egal was das von dir gewünschte Ergebnis ist – siehst du denn wahrlich nichts problematisches daran, dass hier eine Fachjury teilweiße ganz offen und öffentlich auf Instagram sagt, ich habe die Prinzipien der Jurortätigkeit absichtlich nicht beachtet und nach meinem Gutdünken gewählt?
Wozu dann die Fachjury? Damit man „Schlimmeres“ durch den (blöden) Televoter verhindert?
Die Arroganz dieser Jury, zu denken, sie wüssten was besser für die Welt ist (nicht musikalisch! Eine echte Jury, die nur die Musik bewertet, die fände ich ja richtig) als das Publikum. Paternalistisch ohne Ende.

Marko mSuF
Marko mSuF
1 Jahr zuvor
Reply to  D. B.

Beispiel Israel: Eden Golan kann singen, dafür war der Song mittelmäßig und den Auftritt (eine Sängerin mit mehrere Tänzer auf der Bühne) nicht sonderlich originell. Insgesamt gab es dieses Jahr acht (!) Mal so eine Kombination auf der Bühne.
(Quelle: https://orf.at/stories/3357443/)

Die Juroren bewerten drei Aspekte, im Grunde Auftritt, Kwalität, Möglichkeiten und am Ende das Gesamtpaket (Details auf Eurovision.tv).

Bei Israel Auftritt ist durchschnitt, Kwalität ebenso, vokale Kwalität vorhanden, aber der Konkurrenz kann ja auch singen und oft besser.

Aber jut, die Punkte sind verteilt worden und nimmt man Israel heraus, verteilen sich die Punkte in der Breite. Genau was hieroben im Artikel beschrieben wird.

Anderes Beispiel:
Irlands Bambie hatte einen ‚Grunch‘ drin. Diese Technik hat viele Künstler bereits die Stimmbänder gekostet und sie macht es professionell ohne Schade davon zu tragen. So etwas hört ein Profi, also ein Juror, aber ob jeder Leihe so etwas erkennt?

Mehr Televoting, weniger Jury?
Nein. So viele Leute machen da nicht mit. NDR hat dieses Jahr nach dem Vorentscheid die absolute Zahlen veröffentlicht und das waren sehr wenige (ist hier irgendwo zu finden). Vor einige Jahren habe ich die Zahlen aus Italien gesehen: über 40 Mio. Einwohner, etwas 4 Mio. Zuschauer und weniger als 10.000 Stimmen.
Setzt man auf reines Televoting, schleicht die Laune des Tages in den Ergebnisse herein, wurde es noch mehr politisches, falsch, wurde es noch mehr strategisches Voting geben wie bereits der Fall ist.

Wenn man schon etwas ändern möchte, plädiere ich dafür bereits in den Halbfinalen alle Länder abstimmen zu lassen, sowohl Jury wie Publikum. Das beugt Komplotten und Vetternstimmen vor, wertet zugleich die Halbfinalen auf.

Wolfgang Groß
Wolfgang Groß
1 Jahr zuvor
Reply to  D. B.

gib mir bitte ein Beispiel für den „Nichtprofi“ in der Deutschen Jury und Deine Expertise, dass Du diese Bewertung abgeben kannst. Danke!

Spaceman04
Spaceman04
1 Jahr zuvor
Reply to  D. B.

Als letztjähriger Loreen Fan und Jury Befürworter muss ich beipflichten.

Was ich gesehen habe, ist, dass sich zT Juroren absichtlich gegen ihren Job gestellt haben und als Privatperson abgestimmt haben – nur, dass sie damit viel mehr Einfluss haben als jede andere Privatperson (siehe Daniel Johansen aus NO). Das geht nicht. Vor allem nicht, da die Televotes Geld kosten.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor

Sehr guter Hinweis, das Argument macht Sinn. Hinzukommen kann, dass die Jurys viel mehr aus einer Eurovision Babbel kommen als die Menschen, die beim Televoting abstimmen.

Diese fast einhellige Punktevergabe für den Jurysieger erschließt sich nicht unbedingt aus dem Beitrag. Das kann schon was mit einer Jurybabbel und dem Briefing, das die Juroren erhalten, zu tun haben.

Erschließt es sich aus der Performance, wie Israel bei den meisten Juries ignoriert wurde?

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

Ich kann mir schon vorstellen, dass gegen Israel und die Ukraine gebrieft wurde, nicht wegen Politik, sondern um Chaos beim nächsten ESC zu minimieren. Beide hatten auch für ihre Verhältnisse schwache Songs.

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor

Israel war ja schon sehr schwach. Und das obwohl sie den 7ten Oktober intrumentisieren wollten. Aber Ukraine hat mich noch mehr entäuscht. Das war dieses Jahr in meinen Augen garnichts und hätte nicht einmal auf die Linke Seite gehört.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Ukraine ist eigentlich meistens meiner ESC-Lieblingsländer, aber dieses Jahr blieb das null bei mir hängen.

Pascal_ESC
Pascal_ESC
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Sehe ich in Bezug auf die Ukraine völlig anders. Ein Lied, was in Kombination mit dem Staging absolute Gänsehautmomente auslöst.

Wolfgang Groß
Wolfgang Groß
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Gott sei Dank ist Musik so vielfältig, dass ich mir solch eine Meinung nicht getraue zu veröffentlichen. OK, Meinungsfreiheit………

fabianberlin
fabianberlin
1 Jahr zuvor

Wenn es irgend ein Briefing gab hat es die deutsche Jury aber definitiv nicht erreicht 😀

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  fabianberlin

Die 12 für Schweden fand ich absurd.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor

Es nervt mich, immer wieder hier zu lesen, dass die beiden Länder dieses Jahr schwache Songs hatten. Wenn man versucht, anhand der vielen Televotes (bei sehr frühen Startnummern) zu argumentieren, dass die Songs vielleicht doch ganz gut beim europäischen Fernsehpublikum angekommen sind, dann kommt als Entgegnung, die vielen Televotes seien ja ein deutliches Indiz dafür, dass politisch gewählt wurde.

M.E. haben die Ukraine und Israel dieses Jahr ganz besonders starke Songs im Rennen gehabt, Israel das beste Lied seit mindestens 2015. Das ist mein persönlicher Geschmack, es ist klar, dass das nicht jedeR so sieht. Es ärgert mich halt, immer wieder Kommentare lesen zu müssen, in denen es als eine Art Fakt oder gar Allgemeinwissen dargestellt wird, dass die diesjährigen Songs der beiden Länder nun mal einfach schwach seien.

italojeck
italojeck
1 Jahr zuvor

Das ist auch mein Geschmack. Ich hatte bloss mit dem ukrainischen Text Probleme (zu religioes fuer mein Empfinden), aber Musik und Staging waren super.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor

Bei Israel mag ich fast durch die Bank von männlichen Sängern – ist nur bei denen so und zu einem Grad bei Griechenland.

Spaceman04
Spaceman04
1 Jahr zuvor

Mich macht diese Arroganz, tut mir Leid so fühle ich das gerade, echt sauer.
Als ob der Televoter blöd und Geschmackssverirrt ist und vor sich selbst geschützt werden muss weil er zu simpel gestrickt ist, zu wissen was entweder wirklich gut, oder was gut für ihn ist (es ist besser, strategisch, wenn das, was dir gefällt, nicht gewinnt, Televoter!)

Nils
Nils
1 Jahr zuvor

Ich setz mal dagegen, dass der starke 2. Platz von Käärijä und auch Irlands 6. Platz in diesem Jahr kein typischer Jury Song ist und eben trotzdem gut abgeschnitten haben. Sich deshalb auf die Suche nach einem Jury Song zu machen halte ich für unsinnig.
In diesem Jahr war ich froh um die Jury Stimmen. Sie verhindern halt politische abgegebene Stimmen. So hätte Israel in diesem Jahr fast gewonnen, wenn nur das Publikum gezählt hätte.
Um zu gewinnen muss man nach wie vor Jury und Publikum überzeugen. Ich bin mit Nemo als Sieger daher sehr zufrieden.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Der NDR soll sich ruhig weiterhin auf die Suche nach Jurysongs machen. So kriegen sie uns aber nicht auf ihre Seite, sondern nur die internationalen Jurys.

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

So kriegen sie uns aber nicht auf ihre Seite,

Ist das nötg,die Bubble auf ihre Seite zu bekommen.
Jury+Televoter reicht vollkommen.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

„He had exceptional support from the entire Croatia before the competition, with the title of the song visible on tram station displays and highways, and crocheted tablets and cat shirts, of which he is a fan, became mandatory fashion accessories“

Hättest du nicht mal gerne einen Song, der mit so viel Unterstützung im Land geschickt wird?

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

Du hast meinen Beitrag nicht richtig gelesen.

Wolfgang Groß
Wolfgang Groß
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

nein, die Deutsche Bubble ist unnötig, da man ja nicht für das eigene Land abstimmen darf.

Spaceman04
Spaceman04
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Warum sind politisch angegebene Stimmen der Jurys besser oder wertvoller als die politischen Stimmen der Televoter?

sunlight
sunlight
1 Jahr zuvor

Kommt immer auf den Jahrgang an was andere Länder anbieten.Dieses Jahr gab es zuviel Spaß-und Tanzbeiträge. Man war gelangweilt. Deutschland hatte Glück kein ähnlicher Beitrag war im Angebot dazu noch seine gute Stimme.Balladen gab es auch nur wenige damit punktet man immer bei den Jurys.Frau W. hat es gesagt wir brauchen Juryfutter und hatte mal recht.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Nemo hat mit gigantischer Mehrheit den ersten Platz bei den Jurys erreicht und einen ganz, ganz großen Teil der Televoter (m/w/d) in Europa mit einem Song, auf den man sich erst bewusst und gewollt einlassen muss, um seine künstlerische Qualität zu erkennen, auf seine Seite gezogen.

Damit hat Nemo verdient gewonnen.

Es gibt weitere ESC-Sieger (m/w/d), die das Televoting nicht gewonnen haben. Einer von ihnen ist Måns Zelmerlöw.

Darüber hinaus gibt es ESC-Sieger (m/w/d), die weder das Televoting noch das Juryvoting gewonnen haben. Denken kann man bei jenen ESC-Sieger (m/w/d) an Jamala und Duncan Laurence.

Egal wie sich ein ESC-Sieg zusammen setzt und wie knapp der Punktevorsprung in der Gesamtpunktzahl am Ende auch ist. alle ESC-Sieger (m/w/d) haben berechtigt und verdient gewonnen. 😀


Last edited 1 Jahr zuvor by Timo1986
wüster Volker
Mitglied
wüster Volker
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Duncan Lawrence auch

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Danke, Timo! Ich finde die Diskussionen um „hat verdient gewonnen oder nicht“ auch immer unsäglich. De Regels sind de Regels, und wer nach de Regels die meisten Punkte hat, ist der Sieger. Ende, aus. Das mag mir passen oder nicht, aber das ist so gefälligst zu akzeptieren. Und was Duncan angeht: Von Beginn an Top-Favorit, meistgestreamter Song der ESC-Geschichte, wenn das kein verdienter Sieger war, wer denn bitte dann?

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
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1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Mahmood!

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Fratello, der macht noch zwei oder drei Mal beim Festival di Sanremo mit, gewinnt dieses, nimmt dann beim ESC teil und gewinnt diesen.

Vielleicht schon nächstes Jahr in Zürich. 😉

Ach nein, da soll ja dann Annalisa hin, wenn sie nächstes Jahr das Sanremo-Festival endlich mal gewinnt. 😀

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
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1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Vielleicht kommt ja jemand überraschendes durch, Fratellino. Oder wieder mal Arisa. Freu mich für Dich, dass Dein Favorit gestern gewonnen hat.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Oh Gott, Ihr beiden seid echt zum Knutschen. Jahrelang die Köppe einhauen, und jetzt Fratelli. Mi piace!

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Freut mich für dich, dass dein Habibi einen so guten Platz erreicht hat und natürlich, dass nun auch ein Fußballverein aus SH in der ersten Bundesliga ist.

Wenn ich jetzt SH-ler wäre, ich glaube ich würde immer noch besoffen in er Kiste abhängen. 😀

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
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1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Ich Treff mich nachher mit meinem Fussballbuddy für Drinks!

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Der in BEIDEN Votings hinter Duncan lag. Setzen, sechs!

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
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1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Ich kann überhaupt nichts mit Arcade anfangen, das ist so WDR2 Musik für mich.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Ich LIEBELIEBELIEBE Arcade! Das einzige Mal in diesem Jahrtausend, dass mein persönlicher Sieger auch der tatsächliche Sieger war.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
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1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Hatte ich 2x, Måneskin und Kalush. Dieses Jahr kann ich auch nicht meckern mit Platz 4.

wüster Volker
Mitglied
wüster Volker
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Ich habe nicht gesagt, dass er nicht verdient gewonnen hat

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor
Reply to  wüster Volker

Es galt auch nicht Dir.

Joris
Joris
1 Jahr zuvor

Außerdem gilt zu bedenken:
Die Menschen, die nicht in der Heimat leben und somit aus dem Ausland für ihr Heimatladen anrufen (können), egal wie sie das Lied finden. Das lässt sich schlussendlich nicht fair regeln.

J-129
J-129
1 Jahr zuvor

Naja ISAAK hat doch gerade gezeigt, dass Jury-affine Songs gerade auch im Radio erfolgreich sein können. Das ist ja quasi genau das Gegenteil von „ weniger öffentliche[r] Aufmerksamkeit z.B. in Form von Radio-Airplays“.

Dem Grundgedanken kann ich dennoch unterschreiben. Generell ist ja diese Zweiteilung in Televote-/Jury-affine Songs aber eher schwierig. Am besten sind halt immer noch Songs, die alle gleichermaßen begeistern. Und das waren die Songs, die auch in diesem und im letzten Jahr weit oben landeten – mit Abstrichen zwar, aber es waren ja durchaus Songs, die in beiden Gruppen nicht total schlecht performt haben.

ESCFan2009
ESCFan2009
1 Jahr zuvor

Ich finde das 50:50 System eine gute Regel und möchte es gerne in den Semis wiederhaben. Wer gewinnen möchte, muss beide Gruppen begeistern (ja, auch ein 5. Platz im Televoting ist super). Begeistert man eine Gruppe sehr stark und die andere kaum, kann es fürs gute Mittelfeld reichen.

k.bradnter
k.bradnter
1 Jahr zuvor

die großen Geldgeber sollten sich endlich auch zwingend Qualifizieren müssen. so was Unterirdeisches wie Spanien oder UK hätte dann niemals das Halbfinale überlebt

es kann nicht sein dass Länder die in der Vergangenheit viel zu Farbe und Vielfalt des Contests beigetragen haben wie RUM, BUL, MAK, MNE, BIH sich eine Teilnahme nicht mehr leisten könnenn und die fünf großen Staaten sind automatisch gesetzt und schicken nur Durchschnittsware hin, weil sie sich nicht behaupten müssen in dem Vorfeld.

wenn sich IT, FR, ES, UK, DE wie jeder anderer auch qualifizieren müsste, würden sie sich auch mehr Mühe geben müssen.

Wassereis
Wassereis
1 Jahr zuvor
Reply to  k.bradnter

Da spricht das Fachpersonal

k.brandtner
k.brandtner
1 Jahr zuvor
Reply to  Wassereis

deine persönlichen Anfeindungen tun mir nicht weh und sind hier überflüssig.

Chriss
Chriss
1 Jahr zuvor
Reply to  k.bradnter

Komische Logik. Es ist doch so: Weil die 5 Länder die größten Geldgeber sind, sind sie automatisch qualifiziert. Das ist der Deal.
Kann mag gut finden oder nicht.
Wenn sie sich jetzt auch qualifizieren müssten, würden sie nicht mehr so viel Geld in den Wettbewerb stecken wollen, weil sie dann ja wahrscheinlich nicht jedes Jahr dabei sein würden.
Dann würden die kleineren Länder mehr bezahlen müssen. Es könnten sich dann womöglich noch mehr Länder die Teilnahme nicht leisten. Wollen wir das? Nein! Und irgendwie muss sich der Event ja finanzieren. Klingt logisch, oder?

k.bradntnert
k.bradntnert
1 Jahr zuvor
Reply to  Chriss

Der Event finanziert sich über Telefoneinnahmen (von den 14 Cent einer kostenpflichtigen Mehrwertnummer geht die Hälfte an den Provider und der Rest an den Veranstalter des Votings) und Werbung während der Show. Allein im Finale habe ich 6 Werbeblöcke gezählt. Dass in Deutschland RF-staatsvertraglich im Ersten nach 20 Uhr keine Werbung mehr gezeigt werden darf und auf ONE ganztägig sowieso nicht, ist kein Grund. In Deutschland haben die ör Sender aber dank der Umstellung auf die Pflichtabgabe ohnehin einen jährlichen Milliardenüberschuss (und sind trotzdem nurn am jammern).

Schau mal den ESC im ORF mit seinen ständigen Werbeunterbrechungen…

AT1982
AT1982
1 Jahr zuvor

Ich bin immernoch für die komplette Abschaffung der Juries selbst wenn mir das Ergbenis dieses Jahr nicht geschmeckt hätte und dem ESC nachhaltig geschadet hätte.
Dieses Jahr konnte ich zwar das Juryvoting gut nachvollziehen aber es bleibt dabei, dass da einige wenige angebliche Experten, die aber letztlich von den Rundfunkanstalten besetzt werden über die Meinung der Mehrheit gestellt werden.

Ich sehe aber dieses Jahr nicht, dass Juryfutter in den Halbfinals hängengeblieben ist. Da war nichts dabei, was bei Juries nachhaltig gescored hat. Und Nemo beweist ja: Wenn der Song gut genug ist, bleiben auch Jurysongs nicht in Halbfinale hängen.
Wer den ESC gewinnen will, muss auch beim Publikum mindestens solide ankommen. Ich finde sogar, dass die Juries in den letzten beiden Jahren recht milde mit den Televotefavoriten umgegangen sind. Sowohl Baby Lasagna als auch Kärjää haben echt solide gescored dafür dass ihre Songs recht stark auf Televotes geschielt haben und objektive Probleme hatte (Stimme bei Kärjää, Plagiatsvorwürfe bei Baby Lasagna).
Auf reine Jurysongs zu setzen mag für Top Ten Plätze langen…..für Siege braucht es mehr.
Und einen Song wie Nemos the code zu finden, ist nicht einfach.

Das Ergebnis von Israel im Televote und bei der Jury dürfte sich anders erklären. Im Televote hatte Israel einen Vorteil, da die politischen Votes positiv voll durchgeschlagen haben aber diejenige, die sich einen Ausschluss wünschten kein Ventil hatten, weil man nur für und nicht gegen ein Land anrufen kann.
Bei den Juries sieht das anders aus, weil jedes Jurymitglied alle Länder durchscored. Wenn nur ein Jurymitglied Israel aus politischen Gründen auf den letzten Platz setzt, schlägt das stärker durch als wenn ein Jurymitglied aufgrund politischer Gründe die Top Plazieren gibt. Auch in den Juries sitzen politische Menschen und wer privat der Meinung ist, dass ein Ausschluss zwingend erforderlich war, wird auch Gründe finden einen Song musikalisch auf den letzten Platz zu setzen. Denn schließlich ist Musikbewertung auch durch Jurymitglieder subjektiv. Ich hätte als Jurymitglied genauso gehandelt.
Bei ist inherent problematisch. Wenn Island den Kandidaten mit palästinensischen Wurzeln geschickt hätte, wäre es bei Televote wahrscheinlich zu einem reinen politischen Showdown gekommen, weil es dann zwei Ventile gegeben hätte.

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  AT1982

Ich glaube es hätte schon gereicht wenn Niederlande zugelassen wurde wäre. Ich glaube dann wäre überhaupt kein faires voting mehr möglich gewesen. Da beide Lager ein target gehabt hätten. Defakto hätte der rest der Welt sich auf einen verdienten Sieger einigen müssen und diesen geschlossen wählen müssen. Wäre es nur ein Publikums Voting gewesen.

Hendi
Hendi
1 Jahr zuvor
Reply to  AT1982

Wo du Island erwähnst: Einen Gefallen haben die sich dieses Jahr mit allem, was sie gemacht haben, nicht getan. Die Quittung: Statt einem potenziellen Showdown (oder einem ganz anderen Lied) ein krachendes und doch so stilles Scheitern.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor

Ich hatte übrigens mit einem first time viewer geguckt. Er war schon im Vorfeld aufgekratzt und ich hab ihm Nix vom ganzen Theater erzählt. Er fand die Show super und wir lagen musikalisch nah beieinander, von uns gingen 60 Stimmen an Slimane.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor

Ich musste mich auch etwas revidieren, Slimane hat mich gestern nicht angeschrien, obwohl ich den Song nicht mag hat er mit diesem reduzierterem gefühlvollem Gesang auch mich erreicht.

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

Leute unterschätzen wie schwer der Taschenspieler Trick ist ohne Mikrofon die Halle zu übertonen. Das ist zurecht aufjedenfall bei der Jury massig punkte.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Ich finde die Sequenz immer sehr bewegend.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Nur weil etwas schwer zu singen ist, ist es nicht auch automatisch künstlerisch hochwertig oder berührend.

Weil wenn es reichen würde, dass es schwer zu machen ist, dann sind wir im Sport.

Wolfgang Groß
Wolfgang Groß
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Somit sind alle Acappella-Gruppen „Taschenspieler“

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

Er hat den Auftritt ständig optimiert, da sieht man den Profi. Ich bin schon seit Jahren Fan.

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Habe den Auftritt von Slimane sehr genossen. War wunderschön.😍

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

Meine Mutter mochte Frankreich auch sehr.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

Merci, auch mein absolutes Highlight. Italien hingegen fand ich enttäuschend.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor

Ich fand Italien toll.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

Ich fand das Staging chaotisch und zu düster, die Leichtigkeit von SR war völlig weg. Ich gab manchmal den Eindruck, dass die Italiener zwischen SR und ESC ausgebrannt sind, Gabbani hatte sich damals auch nur durch den Auftritt geschleppt.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor

Ich glaube ich habe davon profitiert, dass er seine Stimme an den Vortagen überstrapaziert hatte, scheinbar konnte er bei der Juryshow nicht mehr so gut singen. Insofern war die Ermüdung seiner Stimmbänder von Vorteil, er konnte einfach nicht mehr so schreien 😂

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor

Frankreich hatte mich im Semi noch nicht erreicht, Im Finale dann aber schon. 👍

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Porsteinn

Better late than never 😜

Nils
Nils
1 Jahr zuvor

Über die Diskrepanz zwischen Jury- und Televote habe ich auch schon nachgedacht. So brisant wie letztes Jahr erscheint sie mir dieses Jahr aber nicht. Bei genauerer Betrachtung war mit Nemos Jury-Ergebnis ja schon zu rechnen – dass sowohl die Ukraine als auch Israel so nah an Baby Lasagnas Televoting-Punktzahl rankämen, hätte mindestens bis zum italienischen Leak aber wohl kaum wer gedacht. Daher sehe ich es eher so, dass die vielen Stimmen für Israel und die Ukraine Kroatien um den Sieg gebracht haben, nicht die Jurys.

Dabei muss man aber auch bedenken: Wäre Joost Klein nicht disqualifiziert worden, hätte er wohl vor allem Baby Lasagna Stimmen gekostet.

Unter dem Strich also ein Ergebnis, das in jeder Hinsicht in Ordnung geht. Ich denke auch, man muss nicht jedes Mal, wenn der Televoting-Sieger nicht gewinnt, gleich ein Fass aufmachen. Immerhin hat Nemo auch beim Televoting über 200 Punkte geholt.

Benji
Benji
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Man hat ja damit gerechnet, dass Nemo auf Platz 1 bei den Jurys landen würde. Aber kaum jemand hat damit gerechnet, dass die Schweiz sogar 22-mal 12 Punkte bekommen würde. Mir sieht ziemlich unrealistich und tendenziös aus. Der Jury-Punktezahl nach könnte man denken, es sei eins der besten Lieder in der ESC-Geschichte.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  Benji

Es gab dieses Jahr aber auch wenig anderes Jury-Futter von der Klasse. Frankreich war im Vergleich zur Schweiz ja dann doch wieder sehr altbacken. Und wenn man sieht, wie gut Irland abgeschnitten hat, scheint die Jury dieses Jahr doch auch sehr auf mutige Kompositionen gestanden zu haben. Unter den Gesichtspunkten ergibt sich Nemos Vorsprung dann fast von selbst.

wüster Volker
Mitglied
wüster Volker
1 Jahr zuvor
Reply to  Benji

Oh bitte…
Nemo hatte

  • eine verdammt gute Stimme gepaart mit
  • einem interessanten stagig, dass auch das Thema des Songs aufgenommen hat
  • einen Song, der aufregend war und verschiedene Stile miteinander harmonisch verbunden hat
  • auch eine Botschaft

Für mich in der Tat eines der besten Lieder der ESC-Geschichte.

Ajuleila
Ajuleila
1 Jahr zuvor
Reply to  Benji

Das ist es auch!

Benji
Benji
1 Jahr zuvor
Reply to  Ajuleila

Hm, eins der besten Lieder der ESC-Geschichte und konnte beim Publikum nur den Platz 5 erreichen. Obwohl mir auch Nemos Auftritt sehr gefallen hat, finde ich 365 Punkte von den Jurys jedoch übertrieben.

Ajuleila
Ajuleila
1 Jahr zuvor
Reply to  Benji

In dem Song steckt so viel drin, er wurde hervorragend gesungen und als ausgebildete Sängerin habe ich da wahrscheinlich andere Zugangskriterien, als nur den Aspekt des Gefallens. Ich glaube, genau dazu sind die Fachjuries doch da. Insofern finde ich die Diskrepanz zwischen Jury- und Publikumsstimmen überhaupt nicht schlimm.
Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht!

Last edited 1 Jahr zuvor by Ajuleila
Benji
Benji
1 Jahr zuvor
Reply to  Ajuleila

In 2022 hat Ukraine 12 Punkte vom Publikum in 28 Ländern bekommen, ohne Zwefeil auch aus politischen Gründen, daran hat fast niemand gezweifelt. Ich bestreite den Sieg Nemos nicht, aber bei so vielen Zwölfern von den Fachjurys bin ich mir auch in diesem Fall nicht ganz sicher, ob sie sich nur nach den fachlichen Kriterien gerichtet haben und ob der Sieg der Schweiz wirklich so kristallklar ist, wie manche hier bahaupten.

Ajuleila
Ajuleila
1 Jahr zuvor
Reply to  Benji

Ich finde, das ist ein ziemlich subjektiver Aspekt, und dennoch menschlich. Und warum sollte man den Sieg in Zweifel ziehen? Ich habe mir die Mühe gemacht, auf Eurovision.tv alle Jury-Einzelwertungen anzuschauen. Um einen 12er zu bekommen, müssen nicht zwangsläufig alle Juroren des Landes „kristallklar“ für einen Song gestimmt haben. Die Juroren ranken alle Songs durch. Und wenn nur ein Juror einen Song auf den Letzten Platz einreiht, hat das große Auswirkungen auf das Gesamtergebnis des Landes. Ich kann mich aber an Jahre erinnern, wo aus Deutschland alle Juroren einen Song gemeinsam auf Platz 1 hatten, sozusagen, um den Siegertitel zu untermauern, und Einigkeit zu vermitteln. Nur sah das eher so aus, als ob da eine unerlaubte Absprache stattgefunden hätte.
Wenn wir die Juries infrage stellen, sollten wir 1. bei dem unsäglichen Ranking anfangen und 2. die Anzahl der Juroren deutlich erhöhen.

Ajuleila
Ajuleila
1 Jahr zuvor
Reply to  Ajuleila

Was mir in dem Zusammenhang dann positiv aufgefallen ist, dass tatsächlich nur ein deutsches Jurymitglied Schweden tatsächlich auf den ersten Platz gesetzt hatte. (was mich ungemein beruhigt)

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Sagen wir es mal so: Die Jurys zu überzeugen, ist mMn etwas einfacher, da sie nach bestimmten Kriterien urteilen (sollten), was natürlich nicht immer funktioniert, aber doch meistens. Das Publikum auf seine Seite zu ziehen, ist schon schwieriger,
da ja nur die jeweilige TOP 10 der Länder überhaupt Punkte bekommt. Nichtsdestotrotz sollte sich der NDR, sollte er weiterhin für den NDR die Verantwortung für den ESC in Deutschland übernehmen, sich auf keinen Fall jetzt auf den Achtungserfolg ausruhen, sondern sich möglichst bemühen, Acts für die Vorentscheidung zu finden, die auch beim Publikum Begeisterung auslösen können.

P. S. Hängt bei Euch die Kommentarfunktion eigentlich auch so? Wenn ich einen Kommentar abschicken möchte, muss ich mitunter mehrfach klicken…

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor
Reply to  Douze Points

Danke, sorry für die Ungeduld. Habe mich nur was gewundert😅

Delta
Mitglied
Delta
1 Jahr zuvor

Wie schon vorher geschrieben wäre mein Wunsch:

Juryvote 35%, 65% Televote

Dann kann die Jury immernoch Beiträge aufgrund fehlender Qualität abstrafen, aber ein Beitrag der von den Juries gut gefunden wird und von den Televotern an Top gesetzt wird, wird immer gewinnen.

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Habe ich eigentlich was Falsches geschrieben, weil mein Kommentar nicht veröffentlicht wird?🤔

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

Gibt ein paar Wörter die man nicht einsetzen darf oder dann halt erstmal überprüft werden müssen.

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Ach so, danke für den Hinweis… hm… was sind das denn für Wörter… bin mir erst einmal keiner Schuld bewusst… Bitte um Hinweis, damit ich diese künftig vermeiden kann. Vielen Dank.🙂

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

Eins der Worte ist das was auch isaak ausblenden musste;)

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

Schr@tt und Mü@l unter anderem.

Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor

Ich geh mit schnellem Schritt an Fluss und Mühl darf man nicht mehr schreiben, warum das denn?

Nils
Nils
1 Jahr zuvor

Check, check: Was ist eigentlich mit „Schrottsong“?

Wassereis
Wassereis
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

F—tze z. B. Oder andere Schimpfwörter… und so was alles

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor
Reply to  Wassereis

Okay, danke für die Hinweise, habe ich zwar nicht geschrieben… aber egal, jetzt ist er ja da. Vielleicht sollte ich einfach mal abwarten.😉
Entschuldigung.😅

Last edited 1 Jahr zuvor by Gaby
Gabriel G.
Gabriel G.
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

N@zi kann man auch nicht schreiben zum Beispiel :)😌

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Wassereis

Inspiriert durch Alkibernds wunderschönen Flusssatz weiter oben:

Fischers Fritze fischt frische Fische.

Last edited 1 Jahr zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Nils
Nils
1 Jahr zuvor

Mit dem Ergebnis bin ich so zufrieden wie lange nicht mehr. Ich find’s toll, dass dem grassierenden Antisemitismus mit Rang 2 für Israel im Televoting ein so klares Signal entgegen gesetzt wurde. Ich bin gleichzeitig aber auch sehr froh, dass Israel letztlich keine der Wertungen und auch den gesamten Contest nicht gewonnen hat. Die Diskussionen, die das ausgelöst hätte, wären absolut unerträglich gewesen. Und ein Gesamtsieg Israels hätte sogar den ganzen ESC in Gefahr gebracht.

So haben wir nun einen verdienten Sieger, auf den sich alle irgendwie einigen können. Die Buchmacher wurden nicht zu einhundert Prozent bestätigt, was auch ganz schön ist. Und Deutschland erzielte aus dem Nichts ein sehr achtbares Ergebnis, über das man sich auch dann sehr freuen kann, wenn man es nicht ganz versteht.

Finnland ist beim Televoting durchgefallen und lag noch hinter Estland. Das macht Hoffnung, dass die musikalische Qualität nächstes Jahr wieder steigt. Ebenso, dass die dürftige Gesangsleistung von Olly Alexander vom Publikum so konsequent abgewatscht wurde. Außerdem erfreulich und unerwartet: Bambie Thug hat sogar knapp mehr als die Hälfte ihrer Punkte von der Jury erhalten. So viel Offenheit für Musik abseits des Mainstreams gab es nicht immer. Und auch Portugals 10. Platz im Gesamtranking gefällt mir, obwohl mir das Lied weiterhin nichts gibt. Aber sowohl iolanda als auch Slimane zeigten, dass es auch 2024 nicht immer die ganz große, überkandidelte Inszenierung braucht.

Luise
Luise
1 Jahr zuvor

Ich finde es eher schade, dass die Jurys größtenteils Lieder favorisieren, die zum einen dem Genre (Mainstream) Pop bzw. Singer-Songrwriter und zum anderen einer klaren Schublade zuzuordnen sind. Lieder, die entweder mehrere Stile vereinen oder generell abseits vom Mainstream liegen (siehe LOTL, Gåte, usw.) werden oft abgestraft. Ich würde mir da eine etwas professionellere Bewertung wünschen.

Pascal_ESC
Pascal_ESC
1 Jahr zuvor
Reply to  Luise

Das ist irgendwie widersprüchlich. Ich sehe den Song von Nemo nicht als Mainstream und mehrere Stile (Oper, Rap, Drum n Base) vereint er auch.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor
Reply to  Luise

Dasselbe Schicksal erlitt dieses Jahr Norwegen. Zusätzlich hatte man ihnen die unpassendste Startposition gegeben, weil die Performance muss man insgesamt sehen, aber viele waren aus der Pause noch nicht wieder bereit, denke ich, deshalb auch 0 Televoting Punkte.

Oronil
Oronil
1 Jahr zuvor

In erster Linie sollte man abschaffen, dass die Jurys einen anderen Auftritt bewerten als die Televote Zuschauer. Das ergibt für mich einfach überhaupt gar keinen Sinn.

Pascal_ESC
Pascal_ESC
1 Jahr zuvor
Reply to  Oronil

Wie will man das machen?

Ron
Ron
1 Jahr zuvor
Reply to  Pascal_ESC

Worin sollte das Problem bestehen? Jurys werten halt auch am Samstag.

fabianberlin
fabianberlin
1 Jahr zuvor
Reply to  Ron

Das Juryvoting soll aber auch als Backup dienen falls am Samstag irgendwas passiert

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor

Optimal ist immer noch, beide Instanzen zu überzeugen, wie man an Frankreich in diesem Jahr sieht. Und auch die Schweiz hat ja über 200 Punkte im Televoting bekommen.

Wenn einem ein Mittelfeldplatz reicht und man die Häme bzw. den Antiklimax bei vielen (oder ausreichend) Jury- und wenigen Televotingpunkten (siehe Benjamin Ingrosso, Marius Bear, Olly Alexander) aushalten kann, bitte. Aber letztendlich ist das nur halb gemachte Arbeit und grenzt für mich immer noch an Arbeitsverweigerung.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Ich hab übrigens ne Theorie, warum das mit Isaak so gut geklappt hat. Thomas Mohr hat ja bei einem der Katerfrühstücke in den letzten Jahren gesagt, dass man, um Punkte zu sammeln, in seiner Nische exzellent sein müsse. In gewisser Weise hat Isaak das erfüllt. Er war nämlich stimmlich absolut exzellent. Der Auftritt gestern Abend war der mit Abstand beste, den ich von ihm gesehen hab, und das aufwendige Staging hat sicher nicht geschadet. Am Dienstag hatte er noch kaum in die Kamera geschaut, das war gestern deutlich besser. Das heißt: Stimmlich herausragend, Staging war gut, Song tut halt net weh, aber da hat man schon in einer Sparte eine Exzellenz. Und die hat ja dann bei der Zielgruppe auch gut gepunktet.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor
Reply to  Douze Points

Da bin ich bei Dir – aber es gibt ja kein Exklusivitätsrecht auf Exzellenz. Jedenfalls so gesehen ein Schritt in die richtige Richtung. Und dann auch noch von dieser blöden Startnummer aus. Ist doch cool!

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Douze Points

Ich finde, Slimane moduliert besser, Isaak ist eigentlich immer auf dem gleichen Level. Angelina macht das normalerweise auch sehr gut, keine Ahnung, was Italien gestern gemacht hat.

Pascal_ESC
Pascal_ESC
1 Jahr zuvor

Das Staging passte irgendwie nicht zum Lied. Das hat den Song etwas abgewertet, leider. Zumindest aus meiner Sicht.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Pascal_ESC

Es gab Staging? Hab nur auf ihn geguckt 😜

Andi
Andi
1 Jahr zuvor
Reply to  Douze Points

Wissen tut man es vorher nie, aber es gab genug Anzeichen das Isaak bei den Jurys gut ankommt. Er hat beim Vorentscheid das Voting gewonnen. Lotl nicht. Dann war in Malmö nicht soviel Juryfutter dabei. Blendet man mal die Bubble- Meinung aus und hat Ottonormalverbraucher gefragt, dann finden viele das Lied gut. Indizien gab es dann auch durch die Eurojury. Alles zusammen hat mich optimistisch gemacht, was ein gutes Ergebnis betrifft. Und natürlich die Regel, oft kommt es anders als man meint. Im Vorjahr meinte die Mehrheit (inklusive mir), Lotl werden erfolgreich. Dieses war es bei Isaak anders.

Ron
Ron
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Dem stimme ich zu! Stimmlich auf einer Stufe mit dem Franzosen, vom Lied her nicht auf einer Stufe, daher ja auch nicht ganz vorne.

Dazu kommt meiner Meinung nach die Zusammensetzung des diesjährigen Teilnehmerfeldes, das ihm entgegenkam. Es gab eben nicht zehn solcher Beiträge, die auf die (in dem Fall männliche) Stimme gesetzt haben, sondern vielleicht drei.

Umgeben von all den Beiträgen, die auf eine aufwändige Inszenierung gesetzt haben, sei es mit visuellen Effekten oder mit Tanzchoreos, war es fast schon eine wohltuende Abwechslung, Isaak zu sehen und zu hören!

Wolfgang Groß
Wolfgang Groß
1 Jahr zuvor
Reply to  Ron

auf Startposition 3 war er ja auch von all dem, was Du aufführst, umgeben.

Soenke
Soenke
1 Jahr zuvor

Auch wenn Nemo bei mir auf dem 4. Platz gelandet wäre und ich den Auftritt super fand, ärgere lch mich doch nach paar Stunden Abstand immer mehr, dass Kroatien nicht gewonnen hat.

Ich finde es ungerecht, dass durch die Juries dieser ESC wieder mal entschieden wurde.

Ungerecht in dem Sinne, dass eine Jury aus 3,4 oder 5 Personen gleichgewichtet wird wie Hunderttausende oder gar Millionen Anrufe aus einem Land.

Mein Kompromiss Vorschlag:

Gewichtung Jury zu Televote 40 zu 60

Zudem sollte die Abstimmung des Televotes nicht vor den Beiträgen beginnen, sondern erst nach dem letzten Beitrag.

Ebenso sollte die Jury nicht schon am Vortag abstimmen, sondern am Finaltag wie wir Televoter.

Und zu guter Letzt :

Ich würde es besser finden, wenn die Verkündung der Punktevergabe der Länder die Ergebnisse der Televoter abbilden und die Ergebnisse der Juries werden zusammengefasst.
Mich interessiert mehr die Abstimmung der Televoter als irgendwelche “ möchtegern Experten.

Die letzten 3 Punkte hätten das Ergebnis nicht verändert, würde es mir aber wünschen.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor
Reply to  Soenke

Für das Publikum kann es ja mehrheitlich nur enttäuschend sein, wenn ihr klarer Gewinnersong nicht siegt.

AgnethaFrida
AgnethaFrida
1 Jahr zuvor
Reply to  Soenke

Ich finde es ungerecht, dass durch die Juries dieser ESC wieder mal entschieden wurde.“

Die kroatische Jury ist die einzige, die der Schweiz (ihrem größten Konkurrenten) keinen Punkt gegeben hat. Ist das gerecht?

Soenke
Soenke
1 Jahr zuvor
Reply to  AgnethaFrida

Die kroatische Jury ist die einzige, die der Schweiz (ihrem größten Konkurrenten) keinen Punkt gegeben hat. Ist das gerecht?

Das hat aber nicht den Sieg entschieden.

Wenn du so argumentierst, dann könnte ich auch so argumentieren:

Die Juries haben Kroatien oftmals keine Punkte oder nur 1, 2, 3 oder 4 Punkte gegeben, obwohl sie wussten, daß Kroatien der größte Konkurrent von der Schweiz ist.

Fakt ist, dass eine Jury von 5 Personen die gleiche Gewichtung hat wie Hunderttausende bis Millionen Stimmen der Televoter.

Dann kann man auch gleich das Televoting abschaffen, wenn 5 Personen jedes Landes die Macht haben.

Wachtmeister Traffy
Wachtmeister Traffy
1 Jahr zuvor

Auch wenn ich mit dem Ergebnis deutlich mehr Komfort bin als im letzten Jahr, bleibe ich dabei das zumindest die Anzahl der Jurymitglieder von 5 auf 10 erhöht werden sollte. So schlagen Ausrutscher nach oben/unten nicht zu sehr in Gewicht.

Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor

Ich bin übrigens für die Abschaffung der Juries und die Abschaffung der Televoter, weil beide nicht das ausreichend bepunktet haben, was ich für das beste hielt.

Weg damit !

LosPanik!
LosPanik!
1 Jahr zuvor
Reply to  Alkibernd

Das finde ich ein super Konzept über das man nachdenken sollte.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Jahr zuvor
Reply to  Alkibernd

Geil, nächstes Jahr das sogenannte Alkibernd Voting Sytem

Wachtmeister Traffy
Wachtmeister Traffy
1 Jahr zuvor
Reply to  Alkibernd

Ich rieche da ein neues Innovatives System! Der Zufallsgenerator bestimmt für jedes Land die Top 10 und dann fängt die Bewertung an. Spart man sich auch die Juryshow.

LosPanik!
LosPanik!
1 Jahr zuvor

Ich kann es immer wieder nur wiederholen: Die Rückkehr der Jurywertung rettet seit Jahren die musikalische Relevanz des ESC. Auch ich bin nicht immer mit der Jurywertung zufrieden, aber ohne sie bliebe der ESC nur in ihrer eigenen Bubble hängen, und die ist sehr viel kleiner als sie sich selbst immer macht. Das ist gut zu sehen an den Acts, die immer nur beim ESC auftauchen, aber sonst über die ganzen restlichen 51 Wochen im Jahr nicht auftauchen. Auch Loreen wird mit ihrem seltsam geräkelten Remix von Tattoo, außer in Schweden, keinen Fußabdruck mehr hinterlassen können. Der ESC ist, trotz seiner aufgeblasenen Größe, auf dem Musikmarkt nicht mehr wert wie eine Talent- oder Castingshow. Für nachhaltigen Erfolg sind andere Dinge wichtig.

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor

Ich muss mich erstmal dafür entschuldigen, da ich in den letzten Tagen und Wochen gedacht und dies auch in meinen Kommentaren geschrieben habe, dass wir wohl bereits nach dem Juryvoting wieder Bottom 5 sein werden. Dieser Fall ist nicht eingetreten, dafür möchte ich mich, bei Isaak und dem gesamten Team hinter unseren deutschen Beitrag, entschuldigen!

Ja, es ist vielleicht eine Möglichkeit, um dem ESC dem deutschen Publikum durch gute Platzierungen wieder schmackhaft zu machen, auf „Jurysongs“ zu setzen, falls das mit dem Tele- und Juryvoting beim ESC so weiter geht wie dieses und letztes Jahr. Aber es ist genauso wichtig dabei die Inszenierungen nicht zu vergessen. Dieses Jahr war es wirklich top für den Song und auch die Kameraeinstellungen haben letztendlich gepasst. Wird zu beobachten sein. Für einen ESC-Sieg braucht man aber nach wie vor einen Topsong mit einer guten Inszenierung, welcher nicht nur auf die Jurys schielt.

Da ich heute morgen nach dem ESC noch keinen Kommentar geschrieben habe, möchte ich noch allgemein ein paar Anmerkungen jetzt zum diesjährigen ESC machen:

  1. Die EBU bzw. die Reference Group sollte mal ganz klare Regeln machen, welche Strafen es bei welchen Verstößen (z.B. politische Statements, Mobbing gegenüber anderen Acts) gibt und dieses dann auch konsequent durchziehen.
  2. Ich bin überrascht zwischen der Heftigkeit der Auseinandersetzung zwischen der EBU und Avrotros. Ich habe gedacht, dass gerade Avrotros mit der EBU gut kann. Avrotros hat einen Sitz in der Steerung Group beim JuniorESC, welches so etwas ist wie die Reference Group beim ESC ist, nur halt kleiner (ich glaube 7 Personen/Länder). Da dies ganze in der Steering Group eben kleiner und somit vielleicht auch ein wenig „familiärer“ ist, hätte ich gedacht, dass Avrotros und die EBU in der Sache Joost Klein schnell auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
  3. Dass Israel gestern so viele Televotingpunkte bekommen hat, kam vielleicht gerade recht. Hier hat sich das Publikum mal heraus genommen ein politisches Statement zu setzen, was sonst die ESC-Acts in den letzten Wochen und Monaten getan haben. Gerade bei so einem ESC wie in diesem Jahr ist es, zumidnest meiner Meinung nach, egal, dass hier wohl der Song nur eine nebensächliche Rolle gespielt hat.
herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Jahr zuvor

Eigentlich Quatsch, sind doch in den Semis sämtliche Balladen weitergekommen und nicht nur unterhaltsame Beiträge. Allein Dons und Iolanda sind gute Beispiele dafür, das nicht immer auch besonders auffällige Songs weiter kommen müssen.

Pascal_ESC
Pascal_ESC
1 Jahr zuvor
Reply to  herrtobsucht

Naja, irgendwie waren die Songs ja auch schon auffällig neben denen ganzen Dance Beiträgen.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Jahr zuvor
Reply to  Pascal_ESC

Aber das alle durchkommen hätt ich nicht gedacht.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor

Nun ja, ich fand dieses Jahr sowohl die Punktezuteilung durch die Jurys als auch das Televoting etwas seltsam. Das Jury-Briefing durch die EBU scheint vielleicht etwas zu eng gefasst zu sein, wenn wir das zweite Jahr in Folge solch einen Erdutschsieg sehen. Zudem denke ich, dass einige Jurys nicht nur musikalisch, sondern auch politisch abgewägt haben. Das Televoting war mMn ohnehin stark politisch beeinflusst.

Und was stimmt eigentlich mit der deutschen Jury nicht? Schon wieder 12 Punkte nach Schweden? Als einzige Jury überhaupt? Auffällig war zudem, dass die kroatische Jury den schweizer Beitrag komplett ignoriert hat.Meine Lieblingsjurys waren selbstverständlich jene aus dem Vereinigten Königreich und aus Frankreich.

Einige Acts haben bei mir in den letzten Tagen jeglichen Respekt verloren, allen voran Bambie Thug. Bambie Thug scheint mir nicht nur sehr selbstgerecht und selbstverliebt zu sein, sondern auch das Anti-Israel-Mobbing mit angeführt zu haben. Selbst nach dem Finale musste BT noch nachtreten. In einem Interview mit Sky News hat BT gesagt: We in the Top 6 are all freedom fighters, bar one. Das hat mich an meinen schrecklichen Klassenkameraden Markus erinnert, der immer Dinge gesagt hat wie Wir sind alle cool, außer die Britta. Klassisches Schulhofmobbing eben. Leider hat Nemo in den letzten Tagen eine große Nähe zu den Anführern des Mobs gezeigt. Das hinterlässt zumindest bei mir bezüglich des Siegers einene schalen Beigeschmack. Kroatien hätte ich als Sieger gefeiert, die Schweiz feier ich leider nicht. Non-binär zu sein reicht mir nicht, um den Geist des ESC zu repräsentieren. Für mich ist der wichtigste Wert des ESC und auch dessen Alleinstellungsmerkmal, dass man Musik und Politik zumindest in der Interaktion mit den anderen Künstlern und in den Äußerungen über andere Künstler streng trennt.

Last edited 1 Jahr zuvor by togravus ceterum
christliches
christliches
1 Jahr zuvor

Volle Zustimmung!

christliches
christliches
1 Jahr zuvor

Vor einer Stunde hatte ich unter diesem Post auch schon was dazu kommentiert und Bambie Thug Zitate angeführt

https://esc-kompakt.de/eurovision-song-contest-2024-das-vollstaendige-ergebnis-des-ersten-halbfinales/

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

Eine unangenehme Person, wie Tante Gertrud sagen würde. 🙁

christliches
christliches
1 Jahr zuvor

Ich habe schon ein bisschen die Befürchtung, dass der integrative Geist von Eurovision durch solche Personen konterkariert wird.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

Ja, dieses Jahr scheint sich eine kleine Gruppe gefunden zu haben (BT, Nemo, Marina, vielleicht auch noch andere …) die sich den anderen irgendwie moralisch überlegen gefühlt haben. Schulhofschlägerverhalten eben. Das hat die Stimmung beim ESC 2024 vergiftet.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor

Und dann muss noch eine anheizende Masse dazu kommen von der sie sich bestätigt fühlen und schnell wird die verfolgte Hexe zur Hexenverfolgerin

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

Perfekt auf den Punkt gebracht.

Döminik
Döminik
1 Jahr zuvor

Diese Eindruck drängt sich leider zunehmend auf, ja. Wirklich unangenehme Truppe 🙁

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Es ist so traurig, das zu hören. In den Vorjahren war das Verhältnis zwischen den Künstler:innen doch meistens sehr gut, nach allem, was ich gehört habe. Diesmal hatten sie eine Künstlerin, bzw. eine Delegation, an der sie sich abgearbeitet haben.
Aber dass Nemo sich beteiligt haben soll? Das schockiert mich, ehrlich gesagt, wenn das so stimmt. Von der Bambie Thug und Marina Satti hätte ich nichts anderes erwartet, da sie ein sehr unsympathisches Verhalten an den Tag gelegt haben. Aber Nemo??? Dann wäre ich echt enttäuscht, mag den Beitrag immer noch sehr gerne, und habe mich über den Sieg der Schweiz sehr gefreut. Auch weil es schon ewig lange her ist, dass sie das letzte Mal gewonnen haben. Sie haben sich ja in den letzten Jahren auch echt Mühe gegeben, und ich finde es schön, dass dies auch mal belohnt wurde.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

Nun ja, Nemo hing ja ständig mit Bambie und Marina ab, und die 3 haben ihre enge Verbundenheit ja auch im Green Room präsentiert. Marina ist nach den 12 Punkten aus Griechenland zu Nemo gelaufen und Nemo um den Hals gefallen. Und hatte Nemo auf dem Weg zur Siegerehrung nicht sogar BTs Dornenkrone (oder was das war …) dabei?

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Ach so, das habe ich gar nicht mitbekommen…

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

Ich glaube nicht mal, dass Nemo aktiv an irgendwelchen Aktionen beteiligt war, sondern sich schlichtweg die falschen besten Freunde ausgesucht hat. Das könnte man eigentlich unter Naivität verbuchen, aber spätestens im Finale hätte auch Nemo klar sein müssen, welches Zeichen die Nähe zu BT und Marina setzt.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor

Ganz ehrlich?? Nach diesen Aktionen möchte ich von Marina und vor allem von Bambie NIE WIEDER irgendwas hören, absolut ekelhaft und moralisch verkommen!!

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Wobei es nicht falsch ist, gegen die rechtsradikale Netanyahu-Regierung zu sein. Wenn sie Eden gemobbt haben, ist das natürlich falsch und sie hätten geahndet werden sollen.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor

Aber auch dafür wäre der ESC der falsche Ort.

wüster Volker
Mitglied
wüster Volker
1 Jahr zuvor

Die Portugiesin ist ihm aber auch um den Hals gefallen.

Aber auch, ergänzend: Nemo hat Marina bei der Pressekonferenz angestupst, als sie sich so unmöglich benommen hat, das fand ich gut.

Obwohl – war das nicht auch aggressives Verhalten *grübel*

Last edited 1 Jahr zuvor by wstervolker
Spaceman04
Spaceman04
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

Nemo, Marina und BT haben vor dem Finale noch einen letzten Versuch unternommen, Israel aus den Wettbewerb ausschließen zu lassen und haben diverse „Vorfälle“ gemeldet und zugleich gedroht, vom großen Finale zurückzutreten.

U.a. ging es darum, dass BT sich gekonnt gefühlt hat, weil der Moderator von KAN (Israel) bei der Postkarte meinte, dass Kinder sich erschrocken könnten weil das etwas satanisch anmutet und, „prepare your curses“. Damit meinte er aber nicht dass man BT beleidigen sollte, im hebräischen Original geht’s um Flüche, magischer Natur.
Die EBU hatte deswegen Sondersitzungen mit Schweiz, Griechenland, Portugal und Irland.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor

So wie Du sie/ihn beschreibst, ist Bambie Thug ist ein typisches Beispiel jener Selbstgerechtigkeit, die man manchmal bei so genannten „Freedom fighters“ findet bzw. bei Leuten, die sich auf der richtigen und die meisten anderen auf der falschen Seite wähnen.

Mir war allerdings nicht klar, dass Nemo auch bei dieser Mobbing-Gruppe mit dabei war. Schade!

Franny
Franny
1 Jahr zuvor

Das mit Bambie und Nemo stieß mir auch sauer auf. Waren bei mir immerhin nach BL auf Rang 2 und 3. Wegen meiner persönlichen Platzierung könnte ich auch mit dem Schweizer Sieg leben. Aber: Du bringst es halt auf den Punkt. Da ist dieser bittere Beigeschmack. Wobei ich das mit Nemo erst später erfahren hab. War allerdings schon beim Sieg klar zu erkennen, als Bambie sich an Nemo ranschmiss. Naja, kann man nicht mehr ändern. Uns sollte es eh wurscht sein. Mir tut es nur um gewisse Künstler*innen leid, die diesen ESC-Geist noch hatten und präsentierten – ohne Drama, ohne politische Mobbingversuche. Hat leider nicht ganz geklappt.
Beim Rest stimm ich dir auch zu. Deutschlands pathologisches Faible für Schweden bzw. das Gastgeberland. Sowie auch das Jury-Briefing.

meridian_child
meridian_child
1 Jahr zuvor

Man muss schon sagen, dass dieser Jahr der Hate gesiegt hat. Wirklich traurig wie sich einige geäussert haben und dann von großen Teilen der ESC-Community gefeiert wurden, weil dieser Zorn in Richtung Israel geht.
Auch Silvester Belts Tweet ist sowas von daneben.
Oder Luna aus Polen hatte dann einen ‚Support for this year artists‘ post auf Instagram rausgehauen, bei dem sie die Flaggen aller Länder auf ihr Kostüm platziert hat. Alle Länder bis auf Israel.
Oder Jendrik der von ‚I dont feel hate‘ sang, sich dann beschwerte, dass die EBU das Buhen unterdrückt, weil er der Meinung ist, dass die Welt mitbekommen soll, dass alle gegen Israel sind.
Wie du bereits sagst.. klassiches Schulhofmobbing. Volle Zustimmung von mir!

Marko mSuF
Marko mSuF
1 Jahr zuvor

Bei der Kroatische Jury ist der Schweiz auf Platz 11 gelandet. Top 3 dort sind Portugal, Slovenien und Irland, also eher sperrige Songs.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  Marko mSuF

Portugal und Slowenien sind beide in meiner persönlichen Top 3. 😍

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Ich versuch mich jetzt mal an einem Rundumschlag, was die nötigen Verbesserungen angeht, und da sehe ich das Juryvoting derzeit NICHT an erster Stelle:

Erstens: Abschaffung der Backings vom Band. Das wurde 2021 gemacht, weil es aus Coronagründen angezeigt war – je weniger Personen auf der Bühne, desto besser. Wir haben aber kein Corona mehr, deshalb sollte man das auch wieder aufheben. Die Auswirkungen dieser Regel hat man in diesem Jahr drastisch an der Zunahme der Hupfdohlennummern inkl. halbnackte Tänzer gesehen. Isaak hatte seine Backings am Ende mit auf der Bühne, was vermutlich auch nicht gerade ein Nachteil war – in einem Feld immer gleicher Nummern hat die einen Vorteil, die sich unterscheidet. Die bestplatzierte Hupfdohlennummer war Griechenland auf Platz 11, warum auch immer (nein, ich mag es immer noch nicht, sorry Micha!). Wenn alles wieder live gesungen wird, wird sich wieder mehr auf den Song fokussiert, und ich glaube, das täte dem Wettbewerb ziemlich gut Und wenn wir schon dabei sind, hätte ich die Backings dann auch gern wieder auf der Bühne.

Zweitens: Abschaffung der handgeklöppelten Startreihenfolge. In diesem Jahr war das so manipuliert (Ukraine auf 2, Israel auf 6), dass ich mir meine sonst auf dem Sixtusblog übliche Startnummernanalyse komplett gespart habe. Egal wie hehr der Zweck war, er heiligt nicht die Mittel, und mit einem fairen Wettbewerb hatte das nichts mehr zu tun. Zurück zum Losverfahren ist die beste Lösung. Und ja, ein Rybaksches Fairytale, ein Euphoria oder ein Amar pelos dois hätten auch vom Startplatz 2 aus haushoch gewonnen. Und ein Stefania auch.

Drittens: Wenn Losverfahren, dann Schnelldurchlauf grundsätzlich umgekehrt. Immer und jedes Mal. Was die Schweden in diesem Jahr im Finale veranstaltet haben, hatte ein derartiges Geschmäckle, dass ich darauf eigentlich gar nicht weiter eingehen will. Die Möglichkeit, von Anfang an zu werten, kann man bei dieser Gelegenheit auch nochmal auf den Prüfstand stellen.

Viertens: Abwertung der Jury im Finale. 70% Televoting und 30% Jury ist genug. Der Jury auf die Finger schauen, ob sie nach objektiven Kriterien wertet. Wenn das nicht geht oder erkennbar nicht der Fall war: Raus damit. Man kann hier auch über eine Wiedereinführung der Jurys in den Semis nachdenken, aber dann nur mit ebenfalls 30%. Es gab ja gute Gründe, warum man die Jurys aus den Semis rausgeworfen hat. Betrugsfall 2022 anyone? Im Finale spielt das nicht so eine Rolle, aber in den Semis, wo es um Weiterkommen oder nicht geht, sehr wohl.

Fünftens: Den Schweden ein für alle Mal verbieten, jedes einzelne Mal, wenn sie hosten, den Wettbewerb mit irgendwelchen neuen Regelungen zu verschlimmbessern.

Sechstens: Sich immer wieder bewusst machen, dass man Musik eigentlich nicht ranken kann. Jeder hat einen anderen Geschmack.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Freue mich schon sehr auf deine Nachbetrachtung. 🙂

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Zustimmung in allen Punkten.

Schlippschlapp
Schlippschlapp
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Sorry Tamara, beim Thema Juriy teile ich deine Meinung nicht.

Selten bin ich so froh, daß es sie gab und in vielen Fällen war ich wirklich einer Meinung und bei den vorderen Plätzen zum Teil regelrecht überrascht: Daß die Schweiz dermaßen abgeht, hätte ich nie gedacht. Dann noch die Bewertungen von Armenien und Irland. Am meisten gefreut hat mich natürlich Portugal (tja, mir wollte keiner glauben….). Thank you, UK, hvala, Hrvatska, merci, la France für die Höchstwertungen.

Ich bin zwar nicht der größte Fan von Isaak, aber auch er wurde leistungsgerecht bewertet und mit reinem Zuschauervoting wäre hinterher das Jammern wieder losgegangen.

Leider war absehbar, daß es extrem viele Anrufe für Israel geben wird und ein Sieg wäre für die EBU eine ganz große Herausforderung gewesen. Insofern ist ein ESC bei den Eidgenossen 2025 die perfekte Wahl und ich hätte bereits eine Wunschkandidatin für die Moderation (nein, nicht Frau Hunziker)

Bei den anderen genannten Forderungen bin ich ganz bei Dir.

Andi
Andi
1 Jahr zuvor
Reply to  Schlippschlapp

Teilweise stimme ich Dir zu. Aber finde es dann sehr schade, dass Du das politische Juryvoting gegenüber Israel nicht erwähnst. Weil Eden Golan wurde völlig zu Unrecht von den meisten Juroren abgestraft.

Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor
Reply to  Andi

Also ich fand den israelischen Beitrag eine furchtbare Grütze, freue mich daher tierisch über die Solidaritätsbekundung der Mehrheit der europäischen Bevölkerung mit Israel (und der Ukraine), im Gegensatz zu den Bekundungen öffentlich-rechtlich alimentierter Wollen-wir-erst-noch-werden-Künstler oder verzogener amerikanischer Elite-Student:innen

Andi
Andi
1 Jahr zuvor
Reply to  Alkibernd

Viele werden die Ballade mögen. Viele auch nicht. Ist auch okay. Aber als Jury diese Komposition und den Gesang und die Choreografie so abzustrafen hinterlässt bei mir einen bitteren Eindruck.

Schlippschlapp
Schlippschlapp
1 Jahr zuvor
Reply to  Andi

In der Tat, ich hätte Israel höher bei den Juries vermutet.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor
Reply to  Schlippschlapp

Ich glaube nicht, dass wir da so weit weg voneinander sind. Man muss wahrscheinlich „Jury dieses Jahr“ und „Jury allgemein“ ein wenig trennen.

Ich glaube, dass das Juryvoting in diesem Jahr nicht nur die EBU vor einer großen Herausforderung bewahrt hat, sondern (und das war meine Hauptbefürchtung!) möglicherweise auch Verletzte oder Tote in Malmö verhindert hat. Von daher: Merci Jury. Und nochmals: Das hat weder mit Eden noch mit ihrem Beitrag irgendwas zu tun, der hatte leider nie eine wirkliche Chance, leistungsgerecht bewertet zu werden. Das hat auch nichts mit einer Positionierung meinerseits pro oder contra Israel zu tun. Ich finde Edens Beitrag schön, sie hat es insbesondere im Semi sehr gut gemacht, und mit Platz 5 für sie kann ich prima leben

Bei der Jury allgemein bleibe ich bei meiner Meinung und hoffe, dass wir so eine Situation wie in diesem Jahr nie wieder haben werden und dass wir uns künftig wieder darüber aufregen können, warum XY unseren Lieblingsbeitrag so schlecht bewertet hat.

Spaceman04
Spaceman04
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Du denkst, dass Leute andere getötet hätten, wenn Israel gewonnen hätte?

Wo sind wir denn gelandet?

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor
Reply to  Spaceman04

Ich halte es durchaus für möglich, dass es nach einem israelischen Sieg Demonstrationen mit heftigen Ausschreitungen gegeben hätte, ja. Vielleicht nicht in der Halle, aber möglicherweise vor der Halle bzw am nächsten Tag in der Stadt.

christliches
christliches
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Jetzt müssen nur noch herausfinden, wie wir eine Petition organisieren, die viele internationale Fans unterstützen und diese dann an die EBU geben.

Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor
Reply to  christliches

Ich würde eine Sitzblockade vor Österdahls Haus ins Spiel bringen.

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Alkibernd

mit selbst gemaltem Pappplakat?

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Man hatte den Eindruck, dass die Schweden keine Lust hattenModeration, Drehbuch die komischen Grafiken mit den Ländernamen, es passte alles nicht so wirklich.

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Die Moderation fand ich aber sehr sympathisch, Petra Mede und Malin haben mir wirklich sehr gut gefallen.👍

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor

Es ist wohl doch eine gewisse Homophobie bei Zuschauern. Natürlich hat Olly schlecht gesungen, aber K und Nebulossa – die nicht mal versucht hat zu singen – waren noch schlechter.

Andi
Andi
1 Jahr zuvor

Mit Verlaub, man kann nicht alles auf Homophobie schieben, weil ein Gayact abgestraft wurde. Das Lied war brav um nicht zu sagen belanglos und die Choreografie zuviel des Guten. Vom Gesang wollen wir mal gar nicht sprechen.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Andi

Es fällt halt auf im Vergleich zu K und N, die ebenfalls belanglose Lieder hatten und gehaucht bzw gesprochen haben. Alle 3 hätten 0 verdient (wobei ich Olly’s Song am besten fand).

Andi
Andi
1 Jahr zuvor

Also wirklich, sind denn die 5 Punkte für Kaleen soviel besser wie die 0 für Olly??? Es gibt nun wirklich viel wichtigere Dinge. Zum Beispiel, ist der Tänzer von Bambie nun arbeitslos und kann man ihn engagieren?

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Andi

Hotter geht echt nicht!

Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor

Das Verhältnis zwischen der Selbsteinschätzung als „schwuhl“ und „non-binär“ ist ohnehin ein Feuilleton wert. Früher war man eben ne Tunt, immer dann wenn man Lust hatte, und den Kleiderschrank meiner Urgroßmutter habe ich auch geplündert, ohne deshalb beim ESC auftreten zu wollen.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Jahr zuvor

Das hat nun wirklich nichts mit Homophobie zu tun. Dizzy war einfach langweiliger Quark. Die anderen Songs waren besser.

Last edited 1 Jahr zuvor by herrtobsucht
Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor
Reply to  herrtobsucht

Ich wurde aber ganz dizzy von „dizzy“, mal abgesehen vom schweinigeligen Staging, bei dem ich putererrötend wegsehen musste. Der perfekt konstruierte Pop-Song !

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  herrtobsucht

Geschmackssache. War aber eventuell auch von der Optik der Jungs abgelenkt.

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor

Eine tolle Inszenierung kann einen schwachen Song leider auch nicht stärker machen!

Schlippschlapp
Schlippschlapp
1 Jahr zuvor
Reply to  AlexESC

Allerdings – stimmlich war das eine Katastrophe. Zudem wählt die schwule Zielgruppe bestimmt nicht alles, was ihr so vorgesetzt wird….

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Jahr zuvor
Reply to  AlexESC

Måns Zelmerlöw: Hold my beer

christliches
christliches
1 Jahr zuvor

Die Homophobie Keule gehört da gar nicht hin, das verkennst du total.

Wenn vor mir Männer ihre schwule Sexualität überdeutlich demonstrieren wollen, kann das sein, dass mir das zu dicht ist und ich das nicht möchte. Und so eine Grenze hätte rein gar nichts mit Homophobie zu tun.

Zudem hatte Olly einen schwachen Song, den er sehr schlecht gesungen hat gestern.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Sorry, aber dem muss ich jetzt mal entschieden entgegentreten. Leuten, die nicht für einen schwul inszenierten Beitrag voten, Homophobie zu unterstellen, steht für mich auf einer Stufe mit „Deutschland mag niemand, deshalb ruft keiner für uns an“. Ollys Song war nix, sein Gesang war nix, und dann fällt auch Ottonormalzuschauer nicht auf die Inszenierung rein. So einfach ist das. Das hat nix mit Homophobie zu tun, sondern damit, dass das schlicht und einfach nicht zu gefallen wusste. Deal with it.

Was Nebulossa angeht: Die hat VIEL besser gesungen als im Semi und im VE und hatte durch das Mitgehen der Halle auch ein kleines Momentum. Kaleen hat auch schlecht gesungen, aber im Vergleich zu Dizzy ist der Song dann doch weniger beliebig. Das hat dann für die paar Pünktchen mehr gereicht.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Ich sag ja, alle 3 hätten null verdient gehabt.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor

Wieso „ja“? Tamara hat gerade völlig zurecht positive Seiten des spanischen Beitrags betont, ich kann bei ihr nirgends rauslesen, dass sie 0 Punkte für angemessen gehalten hätte.

Hast Du eigentlich beim spanischen Beitrag wieder nicht zugeguckt wie schon beim Semi? Falls ja: Der spanische Beitrag war sehr charmant dargeboten, die Choreographie hat die Musik „unterstützt“, während beim UK diese absolut bescheuerten Inszenierung vom schönen Lied abgelenkt hat. Und der Gesang bei „Zorra“ hat nicht in den Ohren weh getan, ganz im Gegensatz zum britischen Beitrag.

Die Reaktionen hier im Live-Blog bei Spanien waren übrigens öfters in der Art von „Das wird niemals Letzter“. Dass es dann doch nur 30 Punkte wurden, liegt m.E. an dem sehr ungünstig gewählten Schnelldurchlaufausschnitt (der Schluss, da kamen die ganzen tollen Elemente des Songs nicht zur Geltung).

Aber Slimane war gestern wirklich ganz große Klasse, ich denke, da sind wir uns einig. Der hätte ruhig gewinnen dürfen!

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
1 Jahr zuvor

Slimane war super, a war ich echt happy! Spanien erschließt sich mir überhaupt nicht. Ich hatte es gesehen, bin nur bei Finnland in die Küche gegangen. UK klar war überfrachtet und er hätte mehr aufs Singen statt auf die Choreo achten sollen. Ich fand die Jungs sehr sexy und der Look (sportswear, jockstraps, boots, WhiteSox) ist so ziemlich genau mein Geschmack.

Cherry-Juice
Mitglied
Cherry-Juice
1 Jahr zuvor

Nebulossa hat richtig Stimmung gemacht. Nicht ganz die Atmosphäre aus dem Benidorm für mich, aber die Zorra Zorra Rufe aus dem Publikum und der kluge Kameraschwenk in das Publikum, haben schon für ein paar Pünktchen gesorgt. Kaleen hatte eine schwache Stimme, aber auch ein einfaches Lied, bei dem es nicht so sehr aufgefallen ist/besser kaschierbar ist. Olly hat einfach unfassbar schief gesungen. Ich hab eigentlich überhaupt kein Ohr dafür und selbst mir ist aufgefallen wie schepp er teilweise war. Das hat beim Zuhören weh getan.

Anmey
Anmey
1 Jahr zuvor

Ich finde, das kann man so nicht sagen. In den Semis sind ja unerwartet viele „Jury-Favoriten“ weitergekommen. Die Situation war ja auch dieses Jahr eine völlig andere als letztes Jahr. Käärja hat beim Publikum auf Rybak- und Sobral-Nivau dominiert und nicht gewonnen, weil die er bei den Jurys zu schlecht ankam, während dieses Baby Lasagna darunter gelitten hat, dass die Televotingpunkte wesentlich gleichmäßiger verteilt waren als die Jurypunkte. Die Konstante ist, dass ein Beitrag bei den Jurys extrem dominiert.

Andi
Andi
1 Jahr zuvor

Das ist mir schon wieder zu verkopft und fast typisch Deutsch beim ESC: suchen wir ein Lied für den Jurygeschmack. Das funktioniert nicht. Ist genauso unsinnig, wie Schreibes alte Idee, jene Leute sollen VE Lieder bewerten, die zuvor einen typischen ESC- Geschmack hatten. Einfach gute Lieder auswählen und nicht auf Jury oder Publikum zielen- das ist zielführend.

Last edited 1 Jahr zuvor by Andi
Schlippschlapp
Schlippschlapp
1 Jahr zuvor
Reply to  Andi

Ich stimme Dir zumindest teilweise zu. Immerhin hat dieses „Konzept“ aber diesmal für die vordere Hälfte gereicht und wenn man bedenkt, daß die Juries sogar Irland hoch bewertet haben….

Das heißt aber nicht, daß es nächstes Jahr genau so weitergehen soll….

Last edited 1 Jahr zuvor by Schlippschlapp
cars10
cars10
1 Jahr zuvor

Test

Jabastalus
Jabastalus
1 Jahr zuvor
Reply to  cars10

Test

Jabastalus
Jabastalus
1 Jahr zuvor

Es lief alles für die Schweiz was für sie laufen konnte:

1. Kaum Konkurrenz bei den Jurys
2. Die Schweiz erbte wohl Televotepunkte von den Niederlanden, da man davon ausgehen kann, dass Joost in vielen Ländern vor Nemo aber hinter Baby Lasagna gelandet wäre.
3. Das politische Voting für Israel raubte sowohl Kroatien als auch der Schweiz Televotepunkte, jedoch nur zum Schaden von Kroatien, da Baby Lasagna nach den Juryvoting auf die Punkte angewiesen gewesen wäre.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor

Ich schreib gleich was dazu. Nur kurz: Ich schau gerade Baby Lasagnas Empfang in Zagreb. Da geht dir das Herz auf, wie er gefeiert wird. Sicher gingen die meisten von einem Gesamtsieg aus. Doch statt alles abzusagen, zog man den Empfang (mit Shuttle-Bus und Live-Report) durch. Man spürt den Stolz und die Wertschätzung der Leute dort. Marko sieht man an, dass er das Gefühl hat, enttäuscht zu haben. Umso gerührter ist er vom Publikum. Und damit wären wir beim Thema:

Ja, die Jury kann man als Übel sehen. Und ja, auch ich war gestern leicht angefressen. Nicht wegen Nemos Sieg (der geht in Ordnung), sondern der Art und Weise, wie er zustande kam. Ihr habt das Wesentliche gut erfasst. Ohne Jury geht es nicht. Aber diese sollte anders zusammengesetzt werden und weniger abhängig von den Sendeanstalten sein. Bzgl. Gewichtung bin ich noch Unschlüssig. Wobei ich schon finde, dass ein Publikum aus ganz Europa mehr Einfluss haben sollte, als ein paar Leute in der Jury. Dass einige Künstler immer von den Experten profitieren und andere nicht, ist klar. Wird immer so sein. Trotzdem würde ich viel früher ansetzen – nämlich bei den Odds, die ich als Hauptübel sehe:

Da werden Favoriten vorausgesagt, Acts auf den Rängen hin- und hergeschoben. Das führt zu Druck, zu Erwartungen. Es werden Hoffnungen geschürt, die am Ende möglicherweise nicht erfüllt werden können. Bist du Top-Favorit, geht der Trubel los. Siehe BL dieses Jahr. Ein junger Künstler, der von 0 auf 100 ins Rampenlicht schoss. Monatelang stand er fast durchgehend oben. Du wirst von den Medien belagert, alle haben Erwartungen an dich – das eigene Land, die Fans, die Medien. Und dann passiert so was wie gestern. Was macht das wohl mit dir? Marko MUSSTE gestern gewinnen, so wie man ihn in diese Position gebracht hat. Mir tut er daher einfach nur leid. Doch auch bei anderen Künstlern war es schlimm: Nach jeder Probe wurden die Odds angepasst. Hier wieder schieben und dort wieder. Furchtbar. Dazu kommt, dass die Odds eher auf das Publikumsvoting ausgelegt sind. Die Jurys bleiben immer eher im Hintergrund. Mich als Teilnehmerin würde das verrückt machen.

Keine Ahnung, ob man diesen Wettmist überhaupt loswerden bzw. ignorieren kann. Jedenfalls ist klar, dass es ohne diese Wettquoten am Ende weniger Gehate und weniger Enttäuschungen geben würde. Klar gibt es immer Favoriten, die sich auch zeigen. Aber nicht in diesem Ausmaß. Das Feld wäre ausgeglichener, bevor der ESC richtig startet. Ich als Laie würde dort ansetzen und mich dann um die Jury kümmern.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Das unterschreibe ich!

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Zustimmung, was die Wetten angeht. Finde ja auch, dass sie den Wettbewerb in gewisser Weise auch kaputt machen. Aber man wird sie leider nicht mehr los. Ist eine riesige, und wie ich finde, auch gefährliche Geldmaschine.🙁

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Ich finde die Odds auch ganz arg schlimm, Du hast das mit den riesigen Erwartungen und dem Druck, der dadurch erzeugt wird, sehr schön beschrieben. Ich war ja kein großer Fan des diesjährigen kroatischen Beitrags, aber dass Marko nun das Gefühl hat, enttäuscht zu haben, tut mir wahnsinnig leid. Dabei ist ein zweiter Platz doch etwas ganz Tolles, es freut mich sehr, dass er diesen schönen Empfang und viel Wertschätzung bekommt!

christliches
christliches
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Die Medien und Berichterstatter hypen die Odds, indem sie ständig diese Wasserstanfsmeldungen abgeben und diese als relevante Informationen und Vorhersage beschreiben

Patrick
Patrick
1 Jahr zuvor

Jedes Jahr wiederhole ich mich! Gott sei dank haben wir die Juries!

cars10
cars10
1 Jahr zuvor

Der ESC steckt m.M.n. in einer sehr, sehr tiefen Krise:
– Jury- und Televote werden anders ermittelt und beurteilen jeweils einen anderen Auftritt. Das Tagesgeschehen greift also unkontrollierbar ein.
– Das Politische hat mittlerweile die Oberhand bzw. ist ein unkalkulierbarer Faktor geworden, egal welche Agenda gerade verfolgt wird.
– Länder passen ihre VEs den neuen Gegebenheiten an, was manchmal klappt, manchmal daneben geht. Die Zuschauer entdecken dennoch so manches Juwel.
– Die Big5 wirken mehr und mehr wie Länder, die eine extragroße Wurst gebraten bekommen.
– Die EBU schafft nicht den Spagat zwischen Einhaltung aller Regeln für Alle und klarer Kommunikation. Man spürt die Hilflosigkeit der Verantwortlichen geradezu, s. gestern beim Auftritt Israels sowie der deutlich zu merkenden Zeitverzögerung bei jeder Jury-Punktevergabe. Das Fortbleiben von NL beim Juryvote spricht unkommentiert Bände.

Unterm Strich bleibt Ernüchterung.
Die Krise ist da, auch wenn jetzt bereits zum dritten Mal der vermeintlich „richtige“ Beitrag gewonnen hat. Das verstärkt meinen Eindruck nur noch weiter, denn es nimmt mir den Spaß am, Achtung, Wettbewerb.

Die Lösung:
Back to the roots. Keine Playbacks, keine Big5-Regelung, keine überbordende Showelemente, keine LEDs.
Ich will am Fernseher dieselben Bilder sehen wie live vor Ort und keine optischen Veränderungen, Verzerrungen oder andere Effekte.
Vielleicht kann man mit einem Reset den ESC noch retten.

Falls nicht, ja dann kann ich jetzt schon vorhersagen, wie es im nächsten Jahr wird, aber ich werde mich hüten, hier die Katze aus dem Sack zu lassen. Nur eins vorab: Frau S. und den NDR werden wir dann sicher nicht losgeworden sein, das Knallen der Sektkorken und das „Weiter so!“ gestern Nacht hörte ich bis zu mir an die Ostsee.

Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor
Reply to  cars10

Am besten noch mit den Fernsehgeräten von 1956.

Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor
Reply to  Alkibernd

Orchester? Smoking-Zwang? Die Zofen und Chauffeure der diplomatischen Korps als einzig zugelassene Zuschauer?

italojeck
italojeck
1 Jahr zuvor
Reply to  Alkibernd

Orchester waere natuerlich machbar. aber das waere einfach eine andere Show. Muss man akzeptieren.
Esc ist eher Video/Tik Tok/Staging usw.

Wenn man live-Musik ohne Schnick-Schnack haben will, kann man Sanremo schauen. Das ist aber auch nicht umsonst. Man bezahlt mit Werbung, Fiorello, unterirdische Witze, John Travolta, Ricchi e Poveri usw.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  italojeck

Oder Notte della Taranta … 😍
Immer wenn ich eine schlechte Minute habe, schaue ich mir das Finale 2023 mit Fiorella, Arisa und Tananai an. Dann geht es mir gleich besser 💃💃💃

italojeck
italojeck
1 Jahr zuvor

Natuerlich!!! Notte della Taranta ist einfach klasse.
Ab und zu schaue ich mir auch alte Taranta-Sendungen (Bregovic, Pagani, Sollima, Manzanera und und und….)

Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  cars10

Das Tagesgeschehen greift also unkontrollierbar ein.“ Hier bin ich tatsächlich bei dir. Hatte ich noch gar nicht bedacht. Vor allem wichtig bei dem kürzlichen Drama kurz vor dem Finale.

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  cars10

Frau S. war doch an der Ostsee, wenn ich recht erinnere.

Rimtimtagidim
Rimtimtagidim
1 Jahr zuvor

Hallo zusammen, einen Tag danach als absoluter Baby Lasagne Fan, sitze ich noch immer hier in der Couch und kann nicht glauben, was da gestern passiert ist, offensichtlich hat das Lied das Publikum polarisiert schon seit Monaten, in beiden Proben hat die ganze Halle und alle internationalen Journalisten haben mitgesungen, Als Kroate, versuche ich, objektiv zu bleiben, kann mich aber dem Ganzen nicht mehr verschließen, dass die Jury intransparent votet und alles kaputt macht.

Aus meinem Blickwinkel ist es eine absolute Frechheit, dass am Ende ein Kandidat gewinnt, aufgrund des Jury Votings und auf der anderen Seite ein Kandidat verliert, der ganz deutlich von den Publikumsvotings gewählt wurde, das hat sich jetzt im zweiten Jahr wiederholt.

Zudem ist es wahrscheinlich auch schwierig politisch korrekt zu formulieren, dass es auch noch andere Kriterien gibt, die es einem Musiker oder einer Musikerin beim ESC mittlerweile deutlich erschweren zu gewinnen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Rimtimtagidim
Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor
Reply to  Rimtimtagidim

Kann Dein Unverständnis auf der einen Seite verstehen, aber der 2. Platz ist doch ein sehr schönes Ergebnis. Herzlichen Glückwunsch dafür. Nicht darüber ärgern, sondern sich darüber freuen, dass so vielen Leuten der kroatische Beitrag so gut gefallen hat.🙂

christliches
christliches
1 Jahr zuvor
THE-O
Mitglied
THE-O
1 Jahr zuvor

die jurys sollten gar nicht so einen großen einfluss haben. wenn man sich mal anguckt wer da zum teil was zu sagen hat, wird einem echt übel. zum teil auch mittelmäßige sänger, die selbst noch nie einen hit hatten. außerdem glaube ich dass die jurypunkte vieles killen und politischer abstimmen, als der zuschauer. aufgrund von systemrelavaten finanziellen einflüssen und absprachen. ich bin für einen großen punktedurchlauf. wo alles zusammegezählt wird. wie früher. von mir aus auch prozentual jury, online voting, bloggern, aber 80 % televoting, damit auch noch etwas kulturelles seinen platz und gewicht behält.

Last edited 1 Jahr zuvor by THE-O
Schlippschlapp
Schlippschlapp
1 Jahr zuvor
Reply to  THE-O

Nein und nochmal nein. Definitiv ganz klar 50/50 und nichts anderes !

Namid
Namid
1 Jahr zuvor

Sorry, aber was wird denn da gerechnet? Nicht Issak hat am meisten profitiert, sondern ganz klar Nemo mit 139 bei den Jurys mehr als im Televote. Ich glaube fast von einigen Bloggern hier wird gerne eine eigene Traumwelt kreiert.

Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor
Reply to  Namid

Prozentrechnung hilft manchmal

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Jahr zuvor

Findest Du, dass die Jurys den Ausgang des ESC zu stark beeinflussen oder ist das System so gut?

Wenn wir die Jurys abschaffen,haben wir in paar Jahren unweigerlich ne Zirkusshow.
Man sollte sie bitte beibehalten.

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

Ja bin ja auch oft ein Gegner der Jury. Und ich glaube auch das sich Musik auch beim Publikum durchsetzen kann, sehe Kroatien.

Aber dieses Jahr hat man ja mehr als deutlich gesehen das die Zuschauer sehr nach Sympathie voten und es zumindest ein leichtes Gegengewicht braucht. Selbst wenn das leider auch nicht immer perfekt Neutral arbeitet.

Denn Ich glaube nicht einmal an eine Clowns show. Was man dieses Jahr gesehen hat ist, dass wir anscheinend auch komplett die Musik lassen sein können und es nur darum geht wer die traurigste Geschichte zu erzählen hat.

Schlippschlapp
Schlippschlapp
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

Absolut !

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

Zack – und schon sind die paar Jahre um.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor

Fun Fact: Sowohl Finnlands als auch Schwedens Televoting-Zwölfen gingen an Israel. Klassischer Streisand-Effekt, würde ich mal sagen. 😀

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Auch im irischen Televoting hat Israel 10 Punkte bekommen. Wie Bambie wohl darauf reagiert hat?? 🤣

Last edited 1 Jahr zuvor by ESC1994
undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Mit einem Fluch!

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Das muss all der Israel hass sein den Israel denen vorgeworfen hat. Gleichzeitig hat das Israelischen Publikum übrigens keinen der Länder auch Schweitz nicht punkte gegeben. Sehr Neutral von denen. Glasshaus eingerissen würde Ich sagen.

Last edited 1 Jahr zuvor by katzen1fan
Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  katzen1fan

Was mich tierisch aufgeregt hat: 12 Punkte von der israelischen Jury an Tali. Wenn’s das Televoting wäre, okay. Aber von der Jury? Come on … sehr unwürdig, das.

Alkibernd
Alkibernd
1 Jahr zuvor

Sorry, die Juries und diese Form der Wertung gibt es nicht, um die Sache „gerechter“ zu machen, sondern um sie spannender zu machen. Es sollen einfach mehr Länder ein Erfolgserlebnis haben. Man denke an die furchtbaren 00-er Jahre diesbezüglich zurück. Statistisch lässt sich nachweisen, dass alle Nationenwertungen gegen dieselben Ergebnisse konvergieren würden, außer es gäbe musikfremde Einflüsse wie Nachbarschaftsvoting etc.

Die Sendung muss eine zeitgemäße Unterhaltungssendung bleiben und kein alter von wenigen gehüteter Gral.

Schlippschlapp
Schlippschlapp
1 Jahr zuvor
Reply to  Alkibernd

Ich bin gerade in der Zeile verrutscht. Televotingsieger war natürlich Kroatien, nicht Israel. Da kann man aber nicht von „verhindern“ sprechen, sorry.

Die Zeiten mit reinem Televoting möchte auch ich ganz bestimmt nicht zurück, der Vorposter hat die Gründe erwähnt.