Unser Lied für Rotterdam: So wurde der deutsche ESC-Beitrag 2020 ausgewählt

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So arbeitete die Eurovisions-Jury 2018

Am Montag vor einer Woche hat der NDR die ersten Informationen zum Auswahlprozess für den deutschen ESC-Beitrag 2020 veröffentlicht und zeitgleich weitere Informationen für den heutigen Tag angekündigt. Wir hatten gestern schon vermutet, dass es sich dabei um konkretere Details zur Song- und Künstlerauswahl sowie der Arbeit der beiden Jurys handeln könnte und genauso ist es gekommen: Veröffentlicht wurden ein weiteres Video mit dem Titel „Das ESC-Institut von Prof. S“ sowie ein Handout zu den Aktivitäten der beiden Jurys.

Aus der letzten Woche wissen wir bereits, dass das Auswahlverfahren, das in diesem Jahr angewendet wurde, dem aus den vergangenen beiden Jahren gleicht: Eine 100-köpfige deutsche Eurovisions-Jury und eine 20-köpfige internationale Expertenjury aus Musikprofis hat die mehr als 600 Künstler in mehreren Runden bewertet. „Lediglich“ die Vorentscheidung und damit die Beteiligung des Publikums entfällt – damit orientiert sich Deutschland am ESC-Auswahlverfahren der Schweiz, die im vergangenen sowie in diesem Jahr ebenfalls so verfahren ist.

Detaillierter wurde das Verfahren jetzt in einem Video mit (einige Leser hatten ihn schon am Hinterkopf erkannt) Sky du Mont erklärt, der sich „Prof. Satellite“ nennt. Hier erfahren wir, dass der NDR über Facebook, Instagram und YouTube Songs gesucht und diese dann mit Newcomern gepairt hat. Auf eurovision.de steht wiederum, dass über die genannten Plattformen die Künstler gesucht wurden, was uns etwas einleuchtender erscheint. (Anmerkung: Im Folgenden gibt es weitere Abweichungen zwischen dem Video und dem verschriftlichten Prozess auf eurovision.de. Wir gehen in diesem Fall davon aus, dass die schriftliche Version korrekt ist.)

Um die passenden Songs für diese Newcomer zu finden, wurden dann wiederum nationale und internationale Songwriter angesprochen, die Lieder eingereicht haben. Zusätzlich fanden aber auch Songwriting Camps statt. So wurden am Ende 607 Künstler sowie 568 Songs gefunden, 84 davon sind im Laufe des Prozesses entstanden. Diese 568 Lieder und 607 Künstler wurden dann von den beiden oben genannten Jurys bewertet. In dem Video mit Sky du Mont wird auch nochmals erklärt, wie diese Jurys gefunden wurden.

Im nächsten Schritt wurden die Lieder und Künstler – zunächst unabhängig voneinander – in mehreren Votingrunden immer weiter reduziert, bis am Ende 50 Künstler und 34 Songs übrig waren. Diese wurden dann gepairt, d.h. Lieder und Künstler wurden so miteinander kombiniert, dass sie bestmöglich zusammenpassten. Am Ende blieben für die finale Votingrunde 20 Act-Song-Kombinationen bestehend aus 10 Künstlern und 17 Songs. Manche Songs wurden also logischerweise von mehreren Künstlern gesungen (darüber hatten wir schon Anfang des Jahres berichtet).

Von diesen 20 Act-Song-Kombinationen wurden dann wie in den vergangenen Jahren bei den Eurovision-Workshops einheitliche Videos erstellt, für die jeder Künstler nur drei Versuche hatte und die dann als Bewertungsgrundlage für die letzte Wertungsrunde der Jurys dienten. Der deutsche ESC-Beitrag hat sowohl von der Eurovisions- als auch von der internationalen Fachjury die meisten Punkte erhalten.

Ausführlich ist das Verfahren außerdem ebenfalls auf eurovision.de beschrieben.

Der deutsche ESC-Beitrag 2020 wird am Donnerstag, den 27. Februar, um 21:30 Uhr in der Sendung „Unser Lied für Rotterdam“ auf ONE präsentiert.


406 Kommentare

  1. Na da ist der NDR ja mutig. „der beste ESC Song aller Zeiten“. Gerade nach den Ergebnissen der letzten Jahre, eine seeeehr gewagte Aussage. Ich erinnere gerne an letztes Jahr: Der NDR fand Sister so überwältigend geil, dass sie den Act nachträglich in letzter Minute in den Vorentscheid gepresst haben.

    Ich erwarte nicht viel – da können auch die Selbstlobreden des NDR nichts dran ändern. Eher im Gegenteil. Von daher: Einfach mal gucken, was uns in 10 Tagen präsentiert wird. Vielleicht werden wir ja alle positiv überrascht^^

  2. Ich finde das Video wirklich hübsch und charmant gemacht 😀
    Und auch der Prozess klingt nicht so verkehrt. Ich bin gespannt auf das Ergebnis!
    Die Messlatte so hoch zu legen („bester deutscher Song“, Satellite etc.), na gut, aber jetzt warten wir mal ab, was es denn wird.
    Und zur Bühnenshow: Ja, es wird Zeit, dass es ein richtig schönes Staging gibt und der Künstler nicht einfach nur auf einer leeren Bühne (hust, 2017) am Mikro steht (je nach Genre – Duncan konnte natürlich gut am Klavier sitzen, aber bei einem Uptempo-Song muss was passieren ^^).

  3. 568 Songs je 3 Minuten macht 1704 Hörminuten (28,5 Stunden). zweite Runde 284 (14 Stunden). Dritte runde 142 ( 7 Stunden). Vierte Runde 71 (3,5 Stunden) letzte Runde ca 2 stunden. Reine Hörzeit insgesamt 55 Stunden je Jurymitglied was Songs betrifft. Hinzu waren ja die 600 Künstler auch noch mit deren Vorträgen zu bewerten. Da sind dann insgesamt mindestens 110 Stunden Gesamthörzeit. Da müssen ja die Ohren wahnsinnig geblutet haben. Zwangshörzeiten von mehr als 4 Stunden am Tag könnte man als versuchte Körperverletzung einstufen. Gehen wir mal von 4 Stunden täglich je Jurymitglied aus muss jedes Jurymitglied 30 Arbeitstage gesessen haben (das sind 6 Wochen!!!). Mussten die alle etwa nicht arbeiten? Hatten die von ihren Arbeitgebern unbezahlten Urlaub bekommen? Bekamen die Jurymitglieder wenigstens Mindestlohn? Dann hätte der Spass ja 120.000€ gekostet….Ich finde das alles sehr unstimmig. Nach NDR Vergütungsschema müssten Freie Mitarbeiter mit an die 30€ entlohnt werden. Es wären somit als Lohn Kosten von 500.000€ angefallen. lol. Finde es unglaubwürdig. Kann eigentlich nur so gewesen sein, dass jedes Jurymitglied maximal ein Zehntel dessen gehört hat, was als Gesamtangebot da war. Dadurch ergeben sich aber dann ganz erhebliche statistische Risiken. 10 sind halt nicht so gut wie hundert…
    Ausserdem ergeben sich erhebliche Risiken durch sogenannte ‚Hörblindheit‘. Die Bewertungsfähigkeit nimmt um so weiter ab, umso mehr gehört wird…

    Weitgehend genauso lief das ja im Vorjahr auch. Heraus kamen damals sämtlichst Titel, die ‚für die Tonne‘ waren.

      • egal. wenn nicht jeder alles bewertet hat entstehen zwangsläufig statistische Abweichungen, die ganz beträchtlich ausfallen KÖNNEN. Zudem ist nicht kommuniziert was eigentlich die Bewertungsvorgabe war. War das der eigene persönliche Geschmack, oder das was man meint was und wer beim ESC viele Punkte bringen könnte? Würde Letzteres gegolten haben könnte man im Grund eh Würfeln. Gut bei den Künstlern kann man natürlich schon auch als Laie hören, ob wer was kann oder nicht. Ein Gesangswettbewerb ist der ESC aber gar nicht. Es geht im Grunde nur um den Song. Absolute Top Stimme ist nicht notwendig, sonst hätte Lena ja nie gewinnen können…

        Davon ab ist natürlich das Songangebot entscheidend. Auch wenn es 2000 Songs gewesen wären, könnte das alles ‚Driss‘ sein. Und natürlich würde es uns doch alle interessieren welche Songs denn das finale Voting erreicht haben und zb auch welche im Halbfinale ‚entfernt‘ wurden. Da wir das nie erfahren werden kann jeder behaupten was er will.

  4. Wie sich hier alle an der Formulierung „bester ESC-Song aller Zeiten“ aufhängen…
    Klappern gehört halt zum Handwerk und der NDR möchte wahrscheinlich die Spannung etwas anheizen – aber ich hoffe, dass niemand hier ernsthaft für bare Münze nimmt und den besten ESC-Song aller Zeiten erwartet (was auch immer objektiv gesehen der „beste ESC-Song“ sein soll). Ein halbwegs moderner, konkurrenzfähiger Titel mit einen charismatischen Interpreten reicht doch schon.

    • vielleicht ist es am Ende die ‚dämlichste Selbstbeweihräucherung aller Zeiten‘. Das wird sich dann ja noch zeigen. Abgerechnet wird am 16.05.20 gegen Mitternacht. Es lässt sich aber sagen, dass man vom beim NDR angestellten Journalisten solche sich Kritik geradezu verbittenden Töne normalerweise nicht gewöhnt ist. Das ist nicht NDR Niveau. Aber anscheinend dürfen die Leute der Eurovision Redaktion machen was sie wollen. Scheint niemanden beim NDR auch nur zu jucken. Das finde ich verstörend, da an sich die öffentlich-rechtlichen Journalisten so viel Wert auf sachliche und wahrheitsgetreue Berichterstattung legen und sich ‚Lügenpresse‘ Vorwürfe regelmäßig (und berechtigt) verbitten. Warum das bei der Eurovision Redaktion anders läuft, das wird sich mir nie erschliessen. Logisch aber ist, dass dreiste am besten sogar unwahre Formulierungen gewählt werden um mehr Aussenwirkung/Aufmerksamkeit zu erzielen. Das lernt mal wohl schon im ersten Semester Journalistik, oder halt aber spätestens in der NDR Eurovision Redaktion…

    • Natürlich wird es der beste. Und ich denke so schnell wird auch kein besserer Song mehr kommen in den nächsten Jahren beim ESC. Da werden wir eine Messlatte für die nächsten 10 Jahre mindestens setzen.

  5. eine wahrheitsgetreue Formulierung wäre ‚der bestmögliche Beitrag unter den gegebenen Umständen‘. Wobei den Juries die Hauptverantwortung zugeschustert wird, wenn es denn dann doch wieder schiefgeht. Dann wären diese Juries zwangsläufig auch raus, nachdem ja die Televoter in diesem Jahr schon raus sind.

    und..Auswahlverfahren hin oder her…ich wette auf eine Titel/Act Kombi aus einer Universal Schublade…bin schon mäßig gespannt ob ich falsch liege oder nicht…Es ist meiner Meinung nach ausgeschlossen, dass sich jemand hat durchsetzen können, der weder bekannt ist, noch unter den Fittichen eines großen Musikkonzerns ist.

  6. Wow, schon wieder so viele Kommentare! I like!!! In Sachen „Spannungsaufbau“ hat der NDR wohl doch schon vieles richtig gemacht.
    Ansonsten: „Abwarten und Tee trinken.“ Noch bin ich positiv gestimmt.

  7. Inzwischen wird ein Kommentar von mir auf eurovision. de nicht freigeschaltet. Ich bin noch unschlüssig darüber, ob ich jetzt darauf stolz oder beleidigt sein soll.

  8. Ich verstehe nicht, warum manche von euch offensichtlich immer nur das Haar in der Suppe suchen. Der beschriebene Auswahlprozess mit den beiden Jury ist ja nicht ganz neu. In Deutschland wurde er 2018 eingeführt. Da hat es dann neben anderen Künstler/innen Michael Schulte in den Vorentscheid geschafft.
    Auch der Song, den er gesungen hat, wurde vorab von den Jurys gewählt. Das Ergebnis in Lissabon war super. Danach gab es dann plötzlich ganz Viele, die es schon vorher gewusst hatten…
    2019 ist dasselbe Verfahren komplett in die Hose gegangen. Zumindest in Deutschland.
    Allerdings hat es dafür umso besser in der Schweiz geklappt (ohne TV-Vorentscheid).
    In Summe bislang 3 Versuche, 1 mal komplett daneben, zweimal mehr als beachtlich.
    Was lernt man daraus? Einfach mal abwarten.

  9. Ich bin guter Dinge, dass es was wird. Und wenn nicht, dann gibt es nächstes Jahr wieder eine Chance. Ich bin guter Dinge, dass man aus den eingereichten wirklich einen starken Beitrag herausgefischt hat. Und so schlecht wie hier manche tun, sind wir wahrlich nicht. Neulich gab es doch mal die Gesamtpunkte-Statistik der letzten Jahre. Man kann nicht jedes Jahr ganz oben stehen. Manch einer versteift sich hier so dermaßen in die Sache. Vor allem aber glaube ich das das Verfahren wirklich stimmig ist. So stark sind die anderen Beiträge wahrlich auch nicht. Zumindest die jetzt feststehen. Und wenn ich mir die VE-Songs in den anderen Ländern ansehe, Meisterwerke sind das auch alles nicht. Irgendeiner wird wieder die richtige Idee haben. Vllt. sind es dieses Mal wir, vllt. Russland. Wer weiß das schon. Jetzt warten wir erstmal ab. Ich erwarte immer das bestmögliche.

    • Stimmt schon, besonders hoch ist die Messlatte von der Konkurrenz dieses Jahr bisher noch nicht gelegt worden. Und diverse Vorentscheide in anderen Ländern legen den Verdacht nahe, dass dort interne Auswahlen eventuell auch eine bessere Idee gewesen wären…

    • moment. du weisst aber doch gar nicht was zur Auswahl stand. Daher kann nicht beurteilt werden ob eine starke, oder ‚die stärkste‘ Song/Act Kombi ausgewählt wurde. Nur weil das irgendwer behauptet muss das noch lange nicht stimmen…dein Vertrauen in allen Ehren. Bis jetzt ist steht es ’nur‘ 50:50. 2018 gings wundersamerweise gut, 2019 totaler Fehlschlag…

      Wie das am Ende dann mit den Punkten aussehen wird ist ein Buch mit sieben Siegeln. Die Konkurrenz ist groß. Gewinnen, oder Top 10 gehen kann eigentlich jeder so lange bis raus ist, wer gewonnen hat, oder in den Top 10 gelandet ist. Binsenweisheit. Bis dahin behaupten alle sie hätten den ‚besten Song ever‘ und solange kann auch behauptet werden Deutschland hätte nen top ESC-geeigneten Song…Das Gegenteil kann aber halt auch solange behauptet werden. Es wird sich aber im Vorfeld schon herauskristallisieren, ob Chancen bestehen, oder nicht. Last Minute Wendungen sind sogar auch noch möglich, das hat ja Schulte bewiesen. Bissl rumtricksen kann auch hilfreich sein. Ich würde ordentlich Geld bei den Wettbüros setzen, am besten kurz vor Torschluss, das fällt am stärksten auf 🙂

  10. Also diese „Häppchen-Präsentation“ scheint auf jeden Fall als PR gut zu funktionieren. Ihr seid alle gespannt und bei den Wetten ist Deutschland auf 11. 😂

    Ich denke, dass die Juries ein guten Job gemacht haben. Die Frage ist nur, wie die Auswahl war, denn selber einen Song zu komponieren war wohl von den Juries nicht zu erwarten.

    Der NDR hat sich ganz klar was überlegt. Das muss man anerkennen. Was dabei rauskommt ist doch etwas dem Glück überlassen. Es kann durchaus ein Knaller-Song zur Auswahl gestanden haben, dann hat Deutschland Glück.

    Ich fnde es sehr positiv, dass das Geld, was in einen Vorentscheid geflossen wäre (mit grottigen Einschaltquoten wohlbemerkt), in den endgültigen Auftritt investiert wird. Er wird auf ONE gezeigt und kann dann für den Mai weiter ausgebaut werden.

    Der NDR bemüht sich einen Weg zu finden und nun hört auf euch in die Hosen zu machen…. 🙈

  11. Immer wieder muss man sich hier von einigen vorhalten lassen, man sei ein ständiger Nörgler, Meckerer, macht immer alles schlecht, usw. usw. usw. Und das alles nur, weil man Kritik äußert. Sprich, seine Meinung äußert.
    Die Kritik mag manchmal harsch rüberkommen. Allerdings muss ich sagen, der NDR hat so viele Chancen gehabt sich zu beweisen. Und es wurde immer wieder vergeigt. Wir alle wissen doch, was für Fehler andauernd gemacht wurden. Seit 2015 klappt es hinten und vorne nicht mehr. Da wurden praktisch jedes Jahr unnötig falsche Entscheidungen getroffen. Letzte Fauxpas war, dass eigene Reglement übern Haufen werfen und Sisters nachschieben. Das Maß ist voll und zumindest ich kann einfach nicht mehr ein -einfach so weiter- machen.
    Ich finde es auch unerträglich, wie manche immer wieder das ARD Publikum verunglimpft! A- haben eher noch jüngere den Vorentscheid angeschaut und B- diese dann auch angerufen. Hört euch doch die VE- Lieder der letzten Jahre an. Ich finde hier hat der NDR versagt. Es ist dem Team überhaupt nicht gelungen, starke konkurrenzfähige Songs im Vorentscheid anzubieten. Wie auch, wenn man ein Wochende mit Künstlern zusammen sitzt und dann krampfhaft versucht, den Hit zu schreiben. Mit überwiegend Komponisten, die schon zuvor beim ESC wenig erfolgreich waren. Die letzten Jahre waren nur junge austauschbare Künstler erlaubt. Gruppen wurden gleich ausgeschlossen. Es gab überhaupt kein Mut zum Risiko. Keine originellen oder frechen Beiträge. Das alles hat dazu geführt, dass die Zuschauer von Jahr zu Jahr weniger wurden. Man hat den VE gegen die Wand gefahren. Weil man einfach so lustlos und ohne neue Ideen an die Sache rangegangen ist. Das es funktioniert zeigen uns zahlreiche andere Länder.

    Deshalb bin ich mittlerweile gegenüber dem NDR sehr kritisch. Und wenn ich lese wie die Suche nach unserem Act 2020 abläuft, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln.

    • Meckern und Nörgeln ist schon in Ordnung, solange man sich nicht im Ton vergreift, was Du mMn nicht getan hast. 🙂
      Allerdings kann man dem Fernsehpublikum schon eine Mitschuld zuschiebem. Wenn Cascada, die ihr Haltbarkeitsdatum längst überschritten hatten, Blitzkids.mvt schlägt und die Kümmert-Ann Sophie-Combo Alexa Feser rauskegelt, kann man kaum erwarten, dass sich interessante Künstler den Vorentscheid antun.

      • Ich bin da längst abgehärtet. Weil meine Lieblingslieder praktisch nie gewinnen. Und falls doch wie 1999, darf sie trotzdem nicht zum ESC. Der perfekte VE wäre doch, wenn man sagen könnte, egal wer gewinnt, wir sind sehr gut vertreten. Warum gelingt es nicht 6 oder 7 Lieder zur Wahl zu stellen, die alle stark sind. Das kann doch nicht so schwer sein.

      • @togravus ceterum: Das mit dem Haltbarkeitsdatum finde ich nicht sehr nett. Man mag zu Cascada stehen wie man will (ich mag ihre Musik im Allgemeinen und auch ihren ESC-Beitrag im Besonderen, selbst wenn es nicht mein erster Platz in der damaligen VE war), aber der Titel muss schon auch noch ein paar anderen als dem abstimmenden ARD-Publikum gefallen haben. Schließlich hat er sich nach der VE recht gut verkauft (auch wenn das sicherlich nicht das Wichtigste ist) und wenn ich mich richtig erinnere, wurde er im Vorfeld des Finales international hoch gehandelt. Irgendwie scheint der Auftritt dann nicht so angekommen sein, aber egal, für mich ist’s einer der besseren ESC-Songs.

        Du magst Cascada nicht interessant finden, aber immerhin hat sich hier eine Künstlerin, die in Großbritannien eine britische Nummer 1 hatte und in den USA schon in den Top 10 war, den Vorentscheid tatsächlich angetan.

      • Ja ja, aber Cascada hätte das eben 2007 oder 2008, nicht 2013 tun sollen. Und wenn wir alle immerzu nett wären, wäre das Leben doch ziemlich langweilig. Außerdem finde ich ‚abgelaufenes Haltbarkeitsdatum‘ gar nicht schlimm, weil diese Formulierung ja zumindest impliziert, dass etwas zu einem früheren Zeitpunkt mal etwas getaugt hat. 🙂

      • „In Großbritannien eine britische Nummer 1“ Wer hätt’s gedacht? Da habe ich vergessen, das Adjektiv, das von meiner ersten Version des Satzes stammte, zu löschen.

      • Du bist gemein, erst nicht-nett zu Cascada sein, und dann auch noch Deinen Kommentar zwischen zwei von mir reinschmuggeln 😉 Jetzt sieht’s so aus, also ob ich direkt auf mich selbst antworten und mich selbst für gemein halten würde (und das ist ja nur der bessere Fall, im schlechteren Fall landet das mal wieder als eigener Kommentar ganz unten).

        Mr Penibel möchte aber noch ergänzen, dass Cascada ihre britische Nummer 1 erst 2009 hatte, und dass sie bis 2012 jedes Jahr mit Singles in die Charts kam, im UK zwar nur bis 2011, aber in Deutschland erreichte sie noch 2012 mit „Summer of love“ einen Platz 13 (Platz 7 in Österreich, auch in der Schweiz und in Frankreich erfolgreich) und mit der Nachfolgesingle „Rhythm of the night“ hat sie’s in allen drei Dach-Ländern immerhin noch in die Top 30 geschafft (Österreich Platz 9). Ihre Karriere war also mitnichten schon lange vorbei gewesen.

        „Glorious“ war nochmal ein Platz 6 in Deutschland, und danach hört es dann wirklich auf mit den Charts-Eintragen. Ich befürchte, dass die hintere Position beim ESC kräftig mit dazu beigetragen haben könnte. Von daher finde ich, dass ESC-Fans schon nett zu Cascada sein dürfen. Auch wenn Du natürlich grundsätzlich recht hast mit dem Satz „Und wenn wir alle immerzu nett wären, wäre das Leben doch ziemlich langweilig.“

      • Ich kann Dich bei Gelegenheit ja mal in die okkulte Kunst des Kommentareinschiebens einweisen. 🙂

      • Andi was hätte ich dem Komponisten 1999 den Hintern versohlen können. Corinna hatten den Besten Song und hätte den ESC bestimmt gewonnen. Mein liebstes ESC Lied bis heute

    • „Keine starken, konkurrenzfähigen Songs“- Nun, das ist natürlich Geschmackssache. Ich finde schon, dass es kreative Alternativen gegeben hätte. 2013:Blitzkids.mvt, 2014: MarieMarie, 2015: Lain oder Fahrenhaidt, 2016: Avantasia oder Gregorians, 2017? Okay, da war alles Grütze. Aber das ist natürlich nur meine Meinung und ich muss zugeben, dass die Live-Auftritte teilweise enttäuschend waren.

      • @ Gaby.

        Ich beziehe mich auf die Jahre 2017 bis jetzt. Davor war es sicherlich nicht so düster. Wobei dieses System- jeder singt 2 Lieder- mehr als unglücklich war.

    • „Keine originellen oder frechen Beiträge.“
      War Ryk, Xavier Darcy, LillyAmongClouds etc. nicht originell? Die waren doch nicht austauschbar sondern haben eine eigene spezielle Richtung.
      Gruppen verboten? Voxxclub war auch dabei. Wenn es sonst keine guten Gruppen gibt die weiter kommen ist das halt so.

      „Wie auch, wenn man ein Wochende mit Künstlern zusammen sitzt und dann krampfhaft versucht, den Hit zu schreiben.“
      Das hat sich ja dieses Jahr ja scheinbar geändert, wenn man liest dass deutlich mehr Songs in Camps geschrieben wurden.

      „Und wenn ich lese wie die Suche nach unserem Act 2020 abläuft“
      Am besten noch mal 😀

      • Zustimmung zumindest bei Ryk und Lilly Among Clouds, aber „mehr Songs in Camps“ ist doch gerade das Problem und nicht dessen Lösung – mMn kommen da nur Songs nach Schema F (oder eben E;) raus, stets von den üblichen ESC-Arbeitern zurechtgeschustert. Es mag zwar angehn, dass man mit solchen Leuten einen konkurrenzfähigen Act bekommt, aber Originalität oder gar Unangepasstheit würde mich beim gegenwärtigen Verfahren schon sehr überraschen.

  12. Das Hauptproblem ist ja bei vielen, dass den votenden Fernsehzuschauern in die Schuhe geschoben wurde, sie hätten Sisters letzten Platz mit zu verantworten. Noch dazu wurde die sehr geringe VE Votingbereitschaft als Exit-Argument an den Haaren herbeigezogen. Dabei waren Sisters auch glaub ich von der ESCFanjury als erfolgversprechender ESCtauglicher Act eingestuft worden. Die Fan-Jury favorisierte am Ende dann aber glaub ich diese Aly Ryan. Deren Song ging ja danach regelrecht ‚durch die Decke‘. Leider nur nicht nach oben, sondern die andere Richtung……. Soll ja Länder geben die Juries wieder komplett abgeschafft haben und nur noch auf das Televoting setzen…

  13. Wie kommen hier eigentlich einige Schreiber darauf, dass die Sisters nachgeschoben wurden? Soweit ich mich erinnern kann, wurde immer kommuniziert, dass man möglicherweise noch Songs nachnominieren möchte. Das hat der NDR dann auch gemacht, also waren es sieben statt sechs Songs. Dann brauchte man noch Sängerinnen für den Song.
    Die beiden Sängerinnen waren aber vorher in den Jurys drin, genauso wie alle anderen auch. Und die haben da, soweit bekannt ist, sehr gut abgeschnitten. Von Nachschieben oder Wildcard kann ich da nichts erkennen. Und tolle Sängerinnen sind sie auch.

    • Soweit ich weiß, bezieht sich die Kritik vor allem darauf, dass alle anderen Künstler des Vorentscheids durch den aufwendigen Prozess des Songwritingcamps gegangen sind. Die S!sters dagegen sind einfach so zusammengestellt worden, haben den Song bekommen und durften im VE auftreten – zudem als letzte Startnummer (was einige dazu verleitet hat anzunehmen, sie sollten durchgeboxt werden).

      Bezogen auf den ersten Aspekt kann ich zumindest verstehen, dass das als Künstler, der den ganzen Prozess durchläuft und möglicherweise persönliche Emotion in einen Song aus dem Camp gesteckt hat, durchaus ein Geschmäckle hat.

      • Es wurde schon vorher klar kommunziert, das noch ein siebter Act nachnominiert wird. Und wenn ein Nachnominierter Act die VE gewinnt, dann waren wohl die Acts, die die beiden Juries ausgesucht haben, wohl nicht so dolle? Vielleicht hats auch daran gelegen.

      • muss ja so gewesen sein, dass im vergangenen Jahr besagter Auswahlprozess als ‚gescheitert‘ eingestuft worden war und daher eine weitere Option als dringend nötig angesehen wurde. In diesem Jahr haben wir den genau gleichen Prozess, allerdings ohne ein finales öffentliches Voting. Die Tatsache, dass es genau dieses öffentliche Voting in diesem Jahr nicht gibt soll die Qualität der eingereichten Beiträge und die ‚Qualität und Bekanntheit der Bewerber‘ in ungeahnte Höhen geschraubt haben….wer DAS wirklich glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen. Zum Zeitpunkt des Bewerbungsendes war ja mitnichten den Bewerbern schon 100% eindeutig klar, dass es KEINEN öffentlichen Vorentscheid gibt. Oder sehe ich da etwas falsch?

      • Rekapitulieren wir mal. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an die Zeit nach dem Vorentscheid. Die S!sters sind ja damals auf der Scheibe aufgetreten. Da wurde ja bekannt gegeben, dass sie rausgenommen wurde, weil die Sängerinnen sich nicht wohl darauf fühlten. Wenn man sich den Vorentscheidsauftritt nach diesem Aspekt ansieht, kann man das sehr genau erkennen (einfach nochmal auf YT anschauen!). Als das nachgeschobene Musikvideo rauskam, hatte jemand Laurell Barker per Facebook oder Instagram gefragt, ob die Idee des Videos als Performance für den Beitrag angedacht gewesen war. Sie bejahte das und meinte, dass es logistischen Gründen nicht geklappt hätte.
        Sprich: Sie hatten zu wenig Zeit ne sinnvolle Performance hinzubekommen, nachdem mindestens 2 Ideen hinfällig waren.
        Daher denke ich war es eine sehr kluge Entscheidung 2 Monate mehr Vorbereitung für die Performance rauszuholen und dafür den Vorentscheid fallen zu lassen.

        Ob es sich dann gelohnt hat, werden wir am 27. erfahren.

  14. Das stimmt ja so nicht. Die Sängerinnen von Sisters mussten genauso durch die beiden Jurys wie alle anderen auch. Der einzige Unterschied ist das Songwriting, an dem die beiden dann wohl nicht mehr teilgenommen haben.
    Geschmäckle kann ich da nun aber wirklich nicht erkennen. Die anderen Künstler waren ja scheinbar auch nicht gezwungen, einen Song aus dem Camp zu nehmen. Denn einige sind dann ja auch mit Songs angetreten, die nicht im Song Writing entstanden sind.
    Also exakt alles gleich wie Sisters.

    • Ich empfehle Dir mal, Dich mit allen Fakten sowie der Kommunikation des letzten Jahres, insbesondere hier auf ESC-kompakt zu befassen.
      Vielleicht ändert sich dann ja Deine „also ich kann da nichts als unregelmäßig erkennen“- Denke ein bisschen. Der unsägliche Beitrag des letzten Jahres sollte wohl passieren, manche sagen, es wurde gelenkt, da gibt es mindestens sieben sehr starke Indizien.

    • Danke Kirsten (auch für Deinen Beitrag weiter unten um 16:45 Uhr). Lass Dich nicht von den Leuten beeindrucken, die einfach nicht akzeptieren können, dass ihr Titel nicht gewonnen hat.

      • Eines dieser „starken Indizien“ ist für viele übrigens die Startnummer 7, was ja bei der gewaltigen und völlig unüberschaubaren Anzahl von 7 Titeln einen riesigen Vorteil gegenüber der Startnummer 1 bedeutet (Ironiemodus aus). Die Final-Startnummer 4 von 26 Titeln für „Sister“ wird dagegen nie erwähnt beim „Zero-Points“-Hämekübel-Ausgießen (bei dem regelmäßig 24 Punkte unterschlagen werden).

  15. Ehrlich gesagt freue ich mich ja schon auf den 27.02., damit man dem NDR die Bezeichnung „Bester ESC-Song aller Zeiten“, so richtig schön um die Ohren hauen kann. Besonders freue ich mich schon auf die Zeit nach dem ESC, wenn wieder nicht mehr als Platz 20 herausspringt, auf die Unmengen an Häme und Spott die dann auf den NDR herabprasseln werden. Herrlich, ick freu mir.

    • Findest du das Video wirklich gut gemacht?

      Ja klar ist Sky Du Mont ein guter Schauspieler, aber in dieser Rolle eine Fehlbesetzung (in meinen Augen). Und das Video ist dilettantisch. So schlecht und billig gemacht.

  16. Lieber escfan05,
    also ich freu´ mich, wie schon seit ganz vielen Jahre, jedes Jahr aufs Neue auf den ESC. Das ist einfach ein super Event. Und ich gebe es zu: ich drücke Deutschland immer ganz fest die Daumen. Selbst dann, wenn ich den Song vielleicht nicht so sehr mag. Das mache ich übrigens auch beim Fußball so. Oder beim Handball. Oder beim Biathlon. Und ich beschimpfe weder unsere Sänger/innen, noch unsere Sportler. Die geben alle ihr Bestes. Und natürlich weiß ich auch die Leistung anderer Länder sehr zu schätzen, beim ESC wie im Sport. Am Ende ist es einfach ein toller Spaß.
    Sich jetzt an so einem leicht selbstironischen Video mit Sky Dumont und dem Spruch „Bester ESC-Song aller Zeiten“ hochzuziehen und daraus ein Garantieversprechen abzuleiten und sich auf Häme und Spott zu freuen ist eine seltsame Form der Sportlichkeit. Passt so gar nicht zu deinem Usernamen.
    Ein bisschen mehr Spaß und Sachlichkeit vielleicht?

  17. Gott sei Dank beginnt sehr bald wieder The Masked Singers. Das ist wirklich sehr gute musikalische Unterhaltung. PRO 7 hat das nicht erfunden. Aber besser geklaut, als neue schlechte Ideen.

  18. Also ich bin immer noch optimistisch bis mir das Gegenteil bewiesen wird. Und den Clip mit Du Mont finde ich charmanter als das Lied von Babsi.

  19. …..die Juroren hatten also die Qual der Wahl und konnten aus 568 starken Songs auswählen. Selten so etwas Lustiges gehört. Aber gut, sollte ja auch wohl Satire sein. Und wenn der NDR sonst meistens nicht mal einen guten Beitrag auf die Bühne brachte, dann darf man die Aussage von Sky wohl nicht ernst nehmen.
    Wundere mich immer noch über einige Kommentare hier. Hiernach war das Publikum ja stets an den Misserfolgen beim ESC verantwortlich. Wenn dann noch der Welterfolg aus dem Vorentscheid der Blitzkids angeführt wird……. Ich habe diese Gruppe nach dem damaligen Vorentscheid nie wieder gehört. Oder ist mir da Irgend etwas total entgangen ? Auch eine Alexa Feser, die durchaus eine starke Sängerin ist, konnte beim Vorentscheid nichts reißen. „Glück“ war mehr als nur ein mittelmäßiger Titel.

    • Also ich habe von Blitzkids mvt. danach schon was gehört. War sogar auf einem Konzert, das ausverkauft war. Auch Künstler, die beim ESC auftraten, haben am Ende nicht immer noch einen Top 20 Hit. Müssen sie auch nicht. Sind sie deswegen weniger wert, weil sie keine Weltstars sind? Oder ist es völlig egal, weil es schlicht nicht zählt, sie weiter als Musik durch Clubs tingeln? Und ja mit blitzkids.mvt wären wir deutlich erfolgreicher gewesen. Und trotzdem wären sie vllt. wieder dort, wo sie jetzt sind. Das ist doch völlig egal. Es geht doch nicht darum: Wir machen alle zu Weltstars. Das ist doch nicht der Anspruch des ESC.

  20. Immerhin hat der NDR jetzt 2 Monate mehr Zeit, um sich eine tolle Choreographie einfallen zu lassen. Wow das ist doch was! Vielleicht sind sie schon in Verhandlungen mit Dita von Teese.

  21. Hat eigentlich jemand hier im Forum die Songs schon mal gehört? Oder wenigstens ein paar davon? Irgendein Juror wird hier doch bestimmt auch mal reinschauen.
    Ich fand die Songs im letzten Vorentscheid übrigens nicht sooooo schlecht, wie hier manchmal getan wird. Lilly fand ich toll, Makeda fand ich offen gesagt auch super und Sisters finde ich nicht so schlecht, wie es die Platzierung vermuten lässt. Aber ein bisschen kompliziert und sperrig vielleicht. Selbst Aly konnte man sich anhören.
    Musik ist halt Geschmackssache. Manche mögen Goldkehlchen, manche Netta, manche Hänni. Selbst im Forum sind die Meinungen doch komplett unterschiedlich.
    Ich kann mir also schon vorstellen, dass bei 568 Songs auch sehr gute Songs dabei sind. Für jeden. Wieso einige jetzt schon wissen, dass die Songs schlecht sind, verstehe ich nicht.

    • Lilly war super, auch perfekt inszeniert. Sie hätte ich gern beim ESC gesehen. Ist anders gekommen. Sei’s drum. Schade, aber nicht mehr zu ändern.
      Gott sei Dank sind die Geschmäcker unterschiedlich, wie furchtbar langweilig wäre es, wenn jeder dieselben Favoriten hätte. Ein wenig fragwürdig finde ich es, wenn von „schlechter“ Musik geschrieben wird. Die gibt es nämlich, meiner Meinung nach, nicht. Empfindet jeder anders.
      Im Moment sehe ich auch noch keinen Anlass, den Jurys zu misstrauen. Sie werden schon sich sehr viel Mühe bei der Auswahl gegeben haben. Und sollte der Song mir nicht gefallen, ist es auch kein Beinbruch, habe ich doch mit Norwegen und Litauen (und mittlerweile auch Belgien) ein paar Lieblingssongs entdeckt. (Hoffe nur, dass Iva in Island gewinnt, dann bin ich selig).

      • Gaby – Du findest Belgiens gut? Nach 1:20 min bin ich fast eingeschlafen – und dann singt sie 16 x „Release me“ nacheinander. Nein danke – das ist vielleicht etwas zum chillen ….aber doch nicht für den ESC. Bei Norwegen und Litauen bin ich aber voll auf Deiner Seite und ja – Iva bitte unbedingt zum ESC.

  22. Nein. Niemand hat was gehört. Keiner der dort in der Jury saß kommentiert irgendwo irgendetwas, da er/sie Angst hat von der NDR Überall-Stasi entdeckt zu werden und auf eine Quadrillion Euro Schweigebruch-Geld verklagt zu werden haha. Diese immerhin 100 Jurymitglieder haben alle Internetverbot bis zum 27.02.19.

  23. Kennst`e Wayne Schreiber?

    Wenn der NDR weiterhin uns solch uninteressantes Gebrabbel häppchenweise kredenzt anstatt Lieder zu präsentieren, dann werde ich demnächst der geneigten Leserschaft ein Live-Webinar von meiner Morgentoilette anbieten, damit es dann im doppelten Sinne heißt.: „Das ist mir alles Wurst!“

    Liefert, Kinners, Euren besten Beitrag aller Zeiten und schwallt nicht drüber

  24. genau. und der Ausspruch ‚der beste Beitrag Deutschlands aller Zeiten‘ birgt in sich das extrem hohe Risiko des kapitalen Flops. Bislang ‚beste‘ ist ‚Satellite‘ von Lena. Das wird demnach also übertroffen werden. Weit über 100.000 verkaufte Songs in der Erstveröffentlichungswoche und relativ ausgeprägter Punktervorsprung im ESC Finale 2010, über 100 Mio Videoviews. 100.000 Songs sind übrigens 13 Mio Streams in einer Woche…Es ist daher zu 99% davon auszugehen, dass das Versprechen ‚beste aller Zeiten‘ nicht nur nicht gehalten wird, sondern meilenweit verfehlt werden wird. Ihr dürft Euch an 1% Hoffnung klammern wie Titanic-Fahrgäste an im Meer herumtreibenden Trümmern.
    Das überhaupt dieses Risiko hübsch einfach und problemlos an die Wald gemalt werden kann, daran sind die sehr gelenkigen NDR Wortakrobaten selber Schuld.

    • „der Ausspruch ‚der beste Beitrag Deutschlands aller Zeiten‘ birgt in sich das extrem hohe Risiko des kapitalen Flops.“

      Da hast Du sicherlich recht, man sollte den Mund nicht so voll nehmen, auch wenn’s mit einem Augenzwinkern gemeint ist.

      Übrigens, ich habe diesen Kommentar hier, in dem Du vom „beste[n] Beitrag Deutschlands“ schreibst, erst jetzt entdeckt, nachdem ich schon weiter unten mein Erstaunen zum Ausdruck gebracht habe, dass Du Lenas „Satellite“ mit großer Selbstverständlichkeit für den „besten ESC-Beitrag aller Zeiten“ (so Dein ZItat unten) zu halten schienst, jetzt sehe ich, wie Du’s gemeint hattest.

      Für Deutschland passt das mit dem besten Beitrag für „Satellite“ natürlich schon eher, allerdings könnte nach Deinen Kriterien für dieses Prädikat auch Nicole in Frage kommen. Ihr Punktvorsprung war auch ziemlich deutlich, und auch sie war national und international sehr erfolgreich (z.B. Platz 1 im United Kingdom). Allerdings gab’s damals noch keine Videoviews und Streams.

  25. Ich habe mich auch schon gewundert, dass keine diesjährigen Jurymitglieder kommentieren. Klar sie bleiben anonym, aber es wäre wenigstens interessant zu wissen, ob sich der Hype vom NDR wirklich lohnt

    • Normal müsste bei 100 Leuten etwas irgendwo leaken…Es ist verwunderlich dass dies nicht passiert. Anonym sind sie beim NDR natürlich nicht. Trotzdem wäre das Leaken für sie keine so große Gefahr, wie ihnen wahrscheinlich vom NDR vorgegaukelt wurde (keiner von denen wird ja wohl anwaltlichen Rat eingeholt haben, ob hoch strafbewehrte Schweigeverpflichtungen bindend sind usw.). Für mich unglaubhaft ist, dass die ominösen 100 nie erfahren haben wie die Songtitel heissen, oder wie die Interpreten heissen. Haben sich dass dann wahrscheinlich alle mit Augenbinden um angeschaut, damit ja niemand erkannt werden kann, oder wie. Die 100 fühlen sich demnach berufen zu Schweigen. Kann aber sein, dass in der Zukunft irgendwann ein Zustand eintritt an dem ‚die Dämme brechen‘. Wir werden ‚es‘ mit unglaublich gelangweiltem Interesse nebenher beobachten…

  26. ausserdem wird der NDR jede Webseite oder Facebookseite, oder Twitterseiter wegen Sperrfristbruch verklagen, sollte irgendwas offiziös mitgeteilt werden, was noch nicht verbreitet werden darf. Die hier aktiven Schreiber wären dann ihren NDR-Bonus-Status los, sollten sie die Sperrfrist brechen. Das werden sie hier daher keinesfalls wagen. Niemals. Sie könnten ansonsten hier den Laden nämlich dicht machen (allein schon wegen den dann fehlenden Bildrechten. Nur 1 Personen-Bild ohne Rechte daran hier veröffentlicht kostet viele Tausend Euro Strafen und Anwaltskosten…). Von daher gibt es für die Betreiber hier überhaupt keine Alternative als das Spiel des NDR mitzuspielen. Würden sie es nicht wollen, wären sie ‚erledigt’…so they play their game…so ist das Business halt

  27. Esc Kompakt hat Kontakt zu einem oder mehreren Jurymitgliedern. Aber man will uns nichts verraten. Schließlich sollen wir uns NOCH freuen. Bevor am 27. die Ernüchterung kommt 😉. Schreiber hat verraten das die Jurys von unserem Act begeistert sind. Dummerweise wissen die aber nichts davon. Also die Jurys.

    • Heißt nur dass die Jurys abgestimmt haben und keine Rückmeldung bekommen haben welcher Song/Sänger(in) eine Runde weiter gekommen ist.

      • normal ist doch anzunehmen dass die 100 schon wissen wie die Titel der Songs waren und wer die Interpreten auch dem Namen nach waren. Bekannter Leute werden sie ja wohl auch ohne Namensnennung erkannt haben…. Von daher müsste es EIGENTLICH Leaks geben. Es gib im übrigen einfach niemanden der irgendwen kennt, der nachweissen kann letzten Herbst Fan-Jurymitglied gewesen zu sein. Kann ja jeder behaupten, dort dabei gewesen zu sein…lol

    • Ich weiß gar nicht auf was ich mich jetzt groß freuen sollte? Auf einen Gesangsazubi aus der Castingshowfabrik, der irgendeinen Messagesong gröhlen darf? Und das ohne VE? Vielen dank auch. Da freue ich mich ja eher auf ne Zahnbehandlung ohne Narkose, als auf sowas. Statt dämlicher und infantiler Videos hätten sie den armen Tropf doch schon längst bekanntgeben können, wenn er doch soooooo toll ist und das beste deutsche ESC-Lied ever ist und wenn er so toll warum versteckt man ihn denn auf One um 21:30 Uhr. Sie tun doch alles, das keiner wahrnimmt das es einen deutschen Vertreter für den ESC 2020 überhaupt gibt. Also so toll kann er ja dann nicht sein.

  28. Wenn es wirklich der beste ESC-Song aller Zeiten sein soll, wird es sich bei dem Interpreten wohl doch um Helene Fischer handeln. Der NDR legt mir ehrlich gesagt mit dem zweiten Video die Latte zu hoch, als das ein anderer Sänger drüber kommen könnte. Wer außer Helene Fischer kann den diesem Anspruch „bester ESC-Song aller Zeiten“ gerecht werden?

    • Und wie kommst du darauf, dass Helene Fischer das könnte? Es soll ja, ich hörte davon, Leute geben, die mit den Lieder von Helene Fischer nichts anfangen können.

    • ‚bester Beitrag aller Zeiten‘ bedeutet: mehr Punktevorsprung im Finale als Lena 2010, mehr 12 Punkte Wertungen als Lena 2010, mehr Verkaufserfolg in der Erstveröffentlichungswoche als Lena, mehr Nummer 1 Platzierungen im Ausland, als Lena, und bis Jahresende deutlich über 100 Mio Videoviews…also wenn du DAS wirklich glaubst, dann, also ich will dir wirklich nicht zu Nahe treten, dann musst du dich wirklich ganz ganz dringend beim NDR Abteilung Unterhaltung Unterabteilung ‚Eurovision‘ bewerben. Dort bist du dann genau richtig untergebracht.

      • „Satellite“ bester ESC-Beitrag aller Zeiten? Das ist jetzt aber nicht Dein Ernst?

      • Habe inzwischen zwei Kommentare entdeckt, in denen das Zitat „bester deutscher Beitrag aller Zeiten“ war. Das wäre natürlich was Anderes, dann wäre Dein Beispiel „Satellite“ nicht mehr ganz so abwegig (auch wenn’s sicherlich nicht mein persönlicher deutscher Lieblingsbeitrag ist).

    • Wenn ich „bester ESC-Song aller Zeiten“ höre, würde ICH nicht an Helene Fischer denken…

      Aber das ist eben Geschmackssache.

    • Ich würde sagen, dass es ein Indiz dafür ist, dass es Helene Fischer auf gar keinen Fall sein kann. Gibt zum Glück noch viele andere Künstler, die es auch drauf haben 😅

  29. Wurde nicht mal gesagt, dass bekannte Acts aus der ESC-Bubble dabei waren? Vielleicht Ryk (hatte der nicht mal einen Song angeblich im dänischen Vorentscheid dabei und dann war es nur eine Lüge von Ryk?) oder man setzt auf einen wirklichen Newcomer-Act, dann könnte ich mir fast schon Moritz Garth vorstellen.

  30. @ Marko. Schreiber sagt bewusst, dass die Jurys von unserem Act begeistert sind. Damit will er der Bevölkerung und Presse vermitteln, sie stehen voll hinter dem Beitrag. Weil sie ja begeistert sind. Da sind alte Taschenspielertricks der Branche.

  31. „Der beste deutsche ESC Song aller Zeiten“??? Hmmm, es wird schwierig „Über die Brücke geh’n“ von der 1 zu vertreiben. Schön wäre. Ich glaube aber nicht daran.

  32. „Der beste ESC-Song aller Zeiten“… das nimmt doch keiner wirklich ernst? Das ist ironisch, sarkastisch gemeint.. oder von mir aus auch nur ne Marketing-Masche. Aber daran kann sich doch nicht wirklich jemand hochziehen?

    Ich bin mal gespannt, was der NDR uns nächsten Donnerstag vorsetzten wird. Mittlerweile sehe ich das auch ganz entspannt. Ändern kann man es eh nicht…. 😉

  33. Soviel Tam Tam für einen Song der ca 3 Minuten dauert,80% der Bevölkerung Deutschlands nicht interessiert und dann wahrscheinlich doch nur höchstens mittelmäßig ist.Was ist das eigentlich für ein lächerliches Getue und dann diese blöde Heimlichtuerei…das ist nicht spannend sondern eher nervtötend…Der Schuss kann eigentlich nur nach hinten losgehen, weil man Erwartungen schürt,die ich glaube, nicht erfüllt werden können. Wenn das was man am 27.02. präsentiert nicht das Geilste vom geilen ist ist es zumindest die Lachnummer des Jahres…

  34. Ich hoffe sehr, dass es nicht Daniel Schuhmacher macht. Das wäre irgendwie zu einfach. Und würde meine Erwartungen nicht erfüllen nach dem ganzen Tam Tam hier. Ob das jetzt der beste ESC Song aller Zeiten sein wird, wage ich auch zu bezweifeln… weil das eh Geschmacksache ist und ich die Gewinnersongs oft nur so lala fand. Aber ich hoffe, dass es gut wird, wenn das selbst Sky du Mont sagt, den ich hier irgendwie auch nicht erwartet hätte. In zehn Tagen wissen wir Bescheid…

  35. Es ist ausgeschlossen dass Daniel S. für den NDR nach Rotterdam fährt. Ich glaube ganz ganz arg fest daran dass es stattdessen Finch Asozial wird. 🙂

    • Solch Blasphemie! Den besten deutschen VE-Song gab es bereits vor 29 Jahren, und dieser war seiner Zeit einfach weit voraus. Deshalb bin ich für Atlantis 2020. Ein Lied, ein Land, eine Legende!

  36. Nach der langen Hinhaltetaktik war ich eigentlich fest davon überzeugt, dass uns der NDR mit einem namenhaften Interpreten überrascht. Im Video ist jetzt allerdings von Newcomer die Rede … naja, geben wir ihm mal eine Chance.

  37. Was man so „zwischen den Zeilen“ bei den bisherigen Veröffentlichungen vom NDR lesen kann, ja wird es eher was „Unbekanntes“… also ich denke eine Helene Fischer und so können wir uns abschminken. Wobei, das war eh klar. Spricht auch nichts gegen was „Unbekanntes“, solange der Song stimmt. Und der Auftritt natürlich.

  38. Ich denke bei den 17 anderen Songs sind auch noch ein paar dabei für Top 10 Platzierungen in den nächsten Jahren. Reicht sicher für 5 Jahre.

  39. Gerade hatte jemand „Insider News zum Song“ unter dem neuen Video auf Youtube gepostet. Die Frage ist nur ob diese Infos nun stimmen oder ausgedacht sind. Wenn sie stimmen werden wir enttäuscht sein…

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