Selbst auf der Bühne stehen wird Jüri Pootsmann (Aufmacherfoto) im vierten Viertelfinale von Eesti Laul 2022 heute Abend nicht, dafür ist er zu sehr von seiner Finalteilnahme bei unserem ESC kompakt Second Chance Contest 2021 beansprucht. Für die Moderation der Show reichen die Kraftreserven aber noch, zumal er freundlicherweise von Getter Jaani unterstützt wird. Wie schon in den ersten drei Viertelfinals stehen wieder zehn Beiträge zur Wahl, von denen fünf ins Halbfinale gewählt werden.
Die Acts dürfen – wie schon in den vergangenen Wochen – heute Abend noch nicht auf die große Bühne. In den Viertelfinals werden nämlich ausschließlich die Musikvideos der Beiträge gezeigt. Auf deren Basis werden dann aus jeder Show fünf von zehn Beiträgen in die Halbfinals gewählt – zwei davon von der Jury, drei vom Publikum. Von den insgesamt 20 Halbfinalisten kommen letztendlich zehn, also zweimal fünf, Acts ins Finale. Moderiert wird die Show heute von den ehemaligen ESC-Teilnehmern Jüri Pootsmann und Getter Jaani. Alle Informationen zum genauen Ablauf und die Daten der weiteren Shows haben wir bereits an anderer Stelle veröffentlicht.
Folgende Beiträge stehen heute Abend zur Wahl:
- Ariadne – Shouldn’t Be Friends (Geschrieben von Liina Ariadne Pedanik, Martti Hallik, Sofi Meronen und Aleksi Liski)
- Black Velvet – Sandra (Geschrieben von Sven Lõhmus)
- Dramanda – Tule minu sisse (Geschrieben von Amanda Hermiine Künnapas und Hendrik Põlluste)
- Eleryn Tiit – Tunnete keel (Geschrieben von Karl Killing, Gevin Niglas, Eleryn Tiit und Aron Blom)
- ELYSA – Fire (Geschrieben von Linnea Deb, Ellen Benediktson, Andreas Stone, Elisa Kolk und Indrek Rahumaa)
- EMILI J. – Quicksilver (Geschrieben von Vallo Kikas, Emili Jürgens, Ani Nnebedum und Aleksanteri Hulkko)
- Jessica – My Mom (Geschrieben von Steven Ilves und Jessica Rohelpuu)
- Minimal Wind ft. elisabeth tiffany – What To Make Of This (Geschrieben von Paula Pajusaar, Taavi-Hans Kõlar, Elisabeth Tiffany Lepik und Ralf Erik Kollom)
- Ott Lepland – Aovalguses (Geschrieben von Ott Lepland, Maian Anna Kärmas und Karl-Ander Reismann)
- Púr Múdd, Shira – Golden Shores (Geschrieben von Madis Sillamo, Oliver Rõõmus, Joonatan Siiman, Kasper Krogh Vestergaard und Nikolaj Tøth Andersen)
Was glaubt ihr – welche fünf Songs haben die besten Chancen, sich für die Halbfinal-Shows zu qualifizieren?
Das vierte Viertelfinale des Eesti Laul 2022 wird von 20.35 Uhr bis 21.35 Uhr live bei ETV übertragen. Den Livestream zur Sendung findet Ihr hier. Alle Entwicklungen könnt Ihr auch hier im Live-Blog verfolgen. Ihr habt die Möglichkeit, die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Beitrag zu kommentieren.
Hallo alle zusammen und einen schönen guten Abend aus Frankfurt am Main! Ich hoffe, dass der Live-Blog, den ich etwas beeinträchtigt durch sowohl eine Erkältung als auch meine gestrige Booster-Impfung schreibe, ohne Probleme über die Bühne geht.
Es läuft wie immer: Die zweiköpfige Frankfurter Jury vergibt pro Beitrag bis zu 20 Punkte, also jeder Juror 10. Ihr seid herzlich eingeladen, die Lieder in den Kommentaren ebenfalls zu bewerten.
Und schon beginnt die Show. Getter und Jüri begrüßen uns zum vierten Viertelfinale. Gewohnt schnell geht es dann auch los mit dem ersten Beitrag.
1. Púr Múdd, Shira – Golden Shores
„Golden Shores“ ist relativ elektronisch, aber auch relativ harmlos. Im Video kommen die aus der Netflix-Serie „Squid Games“ bekannten Visitenkarten zum Einsatz. So aufregend wie die Erfolgsserie ist der Beitrag aber nicht. Das kann man gut weghören, aber wirklich eindrucksvoll ist die Sache nicht.
Wertung: 8/20 Punkten
2. ELYSA – Fire
Jetzt also der schwedische Beitrag im Wettbewerb, hier haben ja einige Mello-Songwriter die Finger im Spiel. Video und Song erinnern sofort und unweigerlich an „Fuego“. Allerdings fehlt „Fire“ im Vergleich dann doch der nötige Wumms, das ist schon ziemlich harmlos produziert. Aber dann eben doch auch irgendwie ein Ohrwurm und ein Lied, das beim ESC zumindest nicht ganz hinten landen müsste.
Wertung: 11/20 Punkten
3. Minimal Wind ft. elisabeth tiffany – What To Make Of This
Dieser Beitrag ist sehr ruhig und geht fast ein bisschen ins bluesige. Das ist handwerklich gut gemacht und hat auch einen gewissen Anspruch. Kann ich mir das auf der großen Bühne vorstellen? Eher nicht…
Wertung: 9/20 Punkten
4. Dramanda – Tule minu sisse
Dramanda hat eine sehr beeindruckende und ungewöhnliche Stimme und singt ein sehr ruhiges Lied, dass ziemlich alternativ daher kommt. Witzig: Im Musikvideo wird ihre Zigarette verpixelt. Der Pelzmantel darf aber gezeigt werden – und der Alkohol auch. Aber das Lied….ist mir dann doch zu sperrrig, sorry.
Wertung: 5/20 Punkten
5. EMILI J. – Quicksilver
Okay, einen schnellen Song bekommen wir heute wohl nicht mehr zu hören. Auch das hier ist ein bestenfalls Midtempo-Song, der eher nach typischem Mainstreampop klingt. Nicht wirklich schlecht, aber auch wieder nicht zwingend. Ist in dem Moment schon wieder vergessen, in dem man ihn gehört hat.
Wertung: 11/20 Punkten
6. Ott Lepland – Aovalguses
Auch Otts neuestes Werk ist eine sehr ruhige und getragene Klavierballade, die hauptsächlich von der Stimme des Sängers lebt und von den Gefühlen, die er so transportiert. Auch wenn das Lied eigentlich sehr unaufgeregt ist, hat es doch eine interessante Steigerung, um dann zum Ende hin wieder ganz ruhig zu werden.
Wertung: 14/20 Punkten
7. Eleryn Tiit – Tunnete keel
Das gefällt mir gut. „Tunnete keel“ hat ein paar schöne Retro-Anleihen, ist dabei aber auch sehr modern und geht in die Beine und ins Ohr. Scheint mir einer der „fertigsten“ Beiträge am heutigen Abend zu sein.
Wertung: 15/20 Punkten.
8. Jessica – My Mom
Der Song beginnt zunächst als ruhige Klavierballade, das ändert sich aber dann mit dem ersten Refrain, wenn auch einige elektronische Elemente hinzukommen. Diese Entwicklung finde ich sehr spannend, weil der Song zwischendurch immer wieder überrascht.
Wertung: 9/20.
9. Ariadne – Shouldn’t Be Friends
Eine schön elektronische Nummer, die gleichzeitig auch noch Ohrwurmpotenzial hat. Trotzdem auch wieder – wie vieles an diesem Abend – ein kleines bisschen harmlos und mir sehr plötzlichem Ende.
Wertung: 14/20 Punkten.
10. Black Velvet – Sandra
Das hier sind dann wohl die estnischen Fyr & Flamme, Black Velvet surfen jedenfalls voll auch der 80er-Jahre-Retro-Welle. Das hat auch was, der Refrain ist dann aber doch etwas sehr einfach gestrickt und nicht so richtig zwingend (bis auf den Sandra-Ruf am Ende).
Wertung: 7/20 Punkten.
Nun ja, jetzt sind alle Acts durch. Ich fand das Feld heute wirklich schwach, sehr viel bestenfalls mittelmäßiges. Aber zwei, drei Highlights waren dann doch dabei. Unsere Top 5 waren:
- Eleryn Tiit – Tunnete keel (15 Punkte)
- Ott Lepland – Aovalguses (14 Punkte)
- Ariadne – Shouldn’t Be Friends (14 Punkte)
- EMILI J. – Quicksilver (11 Punkte)
- ELYSA – Fire (11 Punkte)
Jetzt läuft der erste Schnelldurchlauf.
Im Anschluss gibt es jetzt den üblichen Small Talk mit den Juror*innen und eine Schnellfragerunde mit den Kandidat*innen.
Jüri Pootsmann hat auch eine Spielkarte dabei und lässt sie verschwinden (=wirft sie aus dem Bild). Getter und er harmonieren gut.
So, zweiter Schnelldurchlauf und es darf noch zwei Minuten abgestimmt werden. Wir nähern uns dem Ende.
Die Leitungen sind geschlossen, gleich kommt das Ergebnis.
Zuerst wird verkündet, welche Beiträge durch das Publikum ins Halbfinale gewählt wurden:
- Ott Lepland – Aovalguses
- ELYSA – Fire
- Black Velvet – Sandra
Außerdem hat die Jury gerettet:
- Minimal Wind ft. elisabeth tiffany – What To Make Of This
- Púr Múdd, Shira – Golden Shores
Wieder eine interessante Wahl der Esten. In diesem Sinne: Euch allen einen schönen Restabend, wir sehen, lesen uns hören uns dann wieder im Februar zum ersten Eesti-Laul-Halbfinale.
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Dramandas Song „Tule minu sisse“ heißt wörtlich übersetzt „Komm in mir“. Mehr sage ich dazu nicht, sonst ermahnt mich Benny wieder, daß das hier kein Erotikportal ist.
Dramanda , klasse!!
4) uuuhhhh… das ist mal „ungewöhnlich“. Elektronisch und mysteriös. Erinnert mich ein bisschen an den Twin Peaks Soundtrack, auch wenns natürlich imposanter produziert ist. Irgendwie mag ich das. Würde ich gern sehen, was die sich für die Bühne ausgedacht haben.
4.Dramanda – Tule minu sisse
nicht dramantisch eher solider pop ohne höhepunkte.
2,5/10
Psychodelischer Gitarrenpop!
Auch die 4 ist ganz meine Musik, So wie ich die Finnen aka Esten kennen, war das schon ein recht fröhliches Lied, Andere Frage, war das eine TARDIS auf dem Feld?
Ist mir nicht aufgefallen, fänd ich aber mega! 😃
Hihi, hab ich auch gedacht, vor allem, wie sie verschwand…
Dramanda hört sich Interessant an. Würd mir ins Finale wünschen.
Benny ist aber streng. „Fire“ müsste doch genau seine Musik sein, oder? 😀 Am meisten bin noch auf Adriane und auf den Song „Sandra“ gespannt. Ott habe ich ja bereits gehört.
Replay.
5) Der 3. Beitrag, der mir gefällt. Was ist heute los? Ist aber nichts für den ESC.
„Quicksilver“ finde ich überraschend gut. Nichts besonderes, aber klingt gut.
Emili Jürgens ist nach zwei Jahren wieder beim Eesti Laul dabei und der gerade vorgestellte Song kann von mir aus gerne ins Halbfinale!
5. EMILI J.
spotifystangenpop – zum xten mal gehört – öde.
1/10
5) Emily J mit den Glitzersteinchen in Augennähe. Ihr „Quicksilver“ ist für mich die bisher uninteressanteste musikalische Kost und wirkt schon oft gehört und überrascht nicht. Aber auch das kann gut im Radio laufen und ist gut produziert. Die Esten werden einen richtig guten Vorentscheid in diesem Jahr haben.
Quacksalber war auch nix
Oh mein Gott, jetzt kommt Ott!
5. kann nicht negatives aber auch nichts Positives finden.
Emili sehr durchschnittlich
9 Punkte für die 3 und 5 für die 4? What?
Ich schiebe heute alles auf die Impfung 😉
Wenn der Arm so aua tut wie bei mir, dann kann das schon belasten
Ja und tatsächlich auch ein bisschen Kopf.
War das die 3.? Welcher Impfstoff?
6) Und nun die schönste Beule des ESCs mit seiner eindrucksvoll gesungenen Ballade. Klar kommt das völlig zurecht ins Finale. Und Ott wird damit auch weit oben im Finale mit dabei sein.
Mich wundert allerdings, dass der Einsatz der weiteren Instrumente in der zweiten Hälfte des Liedes so leise produziert wurde. Da sollte man nochmal ran…
Ein Schlaflied.
Warum schreit er denn so?
Ott singt „Im Licht“ und Dramaballade in Vollendung!
6) Etwas zu viele lange Töne und zu wenig einprägsame Melodie. Es geht eigentlich nur um die Stimme. Ist aber recht schön. Kommt sicher weiter.
6. Ott Lepland
damit gewinnt estland keinen blumentopf – die ballade kommt einfach nicht in die pötte – die kraftvolle gute stimme steht im vordergrund – musik eher nebensache – man zielt klar auf die jury.
2/10
Puh nee, das war nichts für mich.
Nr 4
Dramanda 😍
Der Rest (im gesamten bisherigen Eesti Laul) hat mich überhaupt nicht erreicht.
EMILY J: Fand auch nichts besonders.
6 Gewoht unter die Haut gehende Stimme, die Rückung und die Geigen hätte er weglassen können, dafür sind die Hörner am Schluss sehr schön.
Meine Freunde Daniel & Jos fragten mich gerade wann denn die Lieder endlich anfangen? Das ganze Vorprogramm nervt 🙂
Halbfinale ist für Ott heute Abend auf jeden Fall drin!
Na, da haben wir ja den estnischen Beitrag für Turin.Wunderschön !
Joh, schon schön das Lied von Ott, er hat bloss keine Gesangstechnik
Der nächste von Karl Killing verfaßte Wettbewerbsbeitrag.
7) Nein danke.
Ott Lepland. War, ja weder gut noch schlecht. Fürs erste.
die interessante steigerung bei nr.6 muß mir der herr hertlein beizeiten mal erklären. 🤠
6. Ott Lepland – „Aovalguses“ _ Wertung: 14/20 Punkten
Wer hat denn da zu tief ins Glas geschaut? (Jos)
Nebenwirkungen der Boosterimpfung.
Die 3 und 4 haben mir bisher am besten gefallen. Ein richtiges Highlight vermisse ich aber noch.
7. Eleryn Tiit
noch mehr öder stangenwarenspotifypop.
1/10
wo bleibt die kunst,estland?
Solider Radiopop mit Eleryn Tiit.
7) Nett. Nicht so belanglos wie Emily, ein paar 80s Synthies. Stört nicht – auch wenn es fürs Radio produziert scheint und nicht für die Bühne. Aber auch das ist nicht schlecht. Eleryn Tiit werden wir aber wohl nicht in der nächsten Runde sehen.
Ich frag mich grad wieviele Punkte lasse vergeben will, wenn mal etwas wirklich schlechtes kommt. Bisher ist doch alles zumindest solide… 😉
Eleryn Tiit. Ist auh in der Mitte.
Puuuuh „My Mom“ – die Puschi-Puschi-Bäume sind das Beste. (Daniel)
8) Auch nein.
Jessica mit einem verspäteten Muttertagsgeschenk.
8. Jessica
öde,öder,am ödesten?
beerdigungsmusik?
ich weiß es nicht.
1/10
Um Gottes Willen, Jessica ist ja voll langweilig
8) Jessica…oder doch die estnischen zalagaspar? Ne. Das erreicht mich gar nicht und ich muss es nicht wiederhören.
Jessica, das wird nichts mit dem Halbfinale! Da kann auch die Jury nichts retten.