Das beliebte Eesti Laul, mit dem Estland seit 2009 den geeigneten Beitrag für den ESC sucht, geht heute Abend in die zweite Runde. Zehn Jahre lang wurde zwischen 20 Beiträgen in zwei Halbfinals und einem Finale entschieden, wer für Estland zum Eurovision Song Contest fährt. Dieses Jahr wurde die Anzahl der Beiträge nun verdoppelt. Diese batteln sich zunächst in vier Viertelfinals um den Einzug in die Halbfinale.
Nachdem sich vergangenen Woche im ersten Halbfinale bereits die ersten fünf Beiträge das Halbfinalticket sichern konnten, treten heute Abend nun die nächsten zehn Acts an. Unter ihnen sind auch diverse Künstler*innen, die bereits in früheren Jahren an der estnischen Vorentscheidung teilgenommen haben.
Die Acts dürfen – wie schon in der vergangenen Woche – heute Abend noch nicht auf die große Bühne. In den Viertelfinals werden nämlich ausschließlich die Musikvideos der Beiträge gezeigt. Auf deren Basis werden dann aus jeder Show fünf von zehn Beiträgen in die Halbfinals gewählt – zwei davon von der Jury, drei vom Publikum. Von den insgesamt 20 Halbfinalisten kommen letztendlich zehn, also zweimal fünf, Acts ins Finale. Moderiert wird die Show heute von den ehemaligen ESC-Teilnehmern Uku Suviste und Tanja Mihhailova-Saar. Alle Informationen zum genauen Ablauf und die Daten der weiteren Shows haben wir bereits an anderer Stelle veröffentlicht.
Folgende Beiträge stehen heute Abend zur Wahl:
- Andrei Zevakin feat. Grete Paia – Mis nüüd saab (Geschrieben von Andrei Zevakin, Henry Orlov und Grete Paia)
- An-Marlen – Lõpuks muutub (Geschrieben von Ingel Marlen Mikk, Sander Sadam und Alvar Antson)
- Desiree – Siiani (Geschrieben von Hannes Agur Vellend, Desiree Mumm und Kretel Kopra)
- Helen – Vaata minu poole (Geschrieben von Karl Killing, Gevin Niglas, Merili Käsper und Helen Randmets)
- Jyrise – Plaksuta (Geschrieben von Rauno Jürise, Tuomas Lehtinen, Mairo Virolainen und Sander Valge)
- Kaia-Liisa Kesler – Vaikus (Geschrieben von Kaarel Orumägi und Kaia-Liisa Kesler)
- Meisterjaan – Vahel lihtsalt (Geschrieben von Jaan Tätte juunior)
- Silver Jusilo – Elu rüpes (Geschrieben von Silver Jusilo)
- Triin Niitoja & Frants Tikerpuu – Laululind (Geschrieben von Frants Tikerpuu)
- Wiiralt – Kuradile (Geschrieben von Hendrik Sal-Saller und Martin Saaremägi)
Was glaubt ihr – welche fünf Songs haben die besten Chancen das Halbfinale zu erreichen?
Das zweite Viertelfinale des Eesti Laul 2022 wird von 20.35 Uhr bis 21.35 Uhr live bei ETV übertragen. Den Livestream zur Sendung findet Ihr hier. Alle Entwicklungen könnt Ihr auch hier im Live-Blog verfolgen. Ihr habt die Möglichkeit, die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Beitrag zu kommentieren.
Hallo und herzlich willkommen zu unserem heutigen Live-Blog und meinem ersten der neuen Vorentscheidungssaison. Noch läuft auf ETV eine Sportsendung, wir haben also noch ein bisschen Zeit, bis das zweite Eesti-Laul-Viertelfinale 2022 beginnt.
Ich blogge heute live aus Mainhatten aka. Frankfurt am Main. Wir schauen zu zweit und werden jeweils bis zu zwanzig (2×10) Punkte pro Beitrag vergeben. Ihr seid herzlich eingeladen, das ebenfalls in den Kommentaren zu tun oder auch einfach „nur“ Eure Meinung zu den einzelnen Acts zu schreiben. Ich freue mich darauf!
Und jetzt geht es auch gleich los…wie sich das gehört, natürlich mit der Eurovisions-Fanfare und dann mit einem stimmungsvollen Eesti-Laul-Intro.
Schon begrüßen uns Uku und Tanja, der Start ist ein bisschen holprig. Alle Künstler*innen sitzen im Hintergrund und sind sichtlich aufgeregt.
Uku zeigt gewohnt viel Dekolleté, Tanja trägt Glitzer. Soweit also alles beim Alten.
1. Wiiralt – Kuradile
(Geschrieben von Hendrik Sal-Saller und Martin Saaremägi)
Damit geht es schon los und zwar mit meinen Patenkindern beim ESC kompakt Second Chance Contest 2021. Wiiralt spielen ihren gewohnten Country-Rock, ich finde „Kuradile“ aber weniger eingängig als „Tuuled“ in der vergangenen Saison. Es gibt aber wieder ein schönes Gitarrensolo. Das Video ist eher so mittel, auch wenn schön mit Geschlechterklischees gespielt wird.
Wertung: 8/20 Punkten.
2. Desiree – Siiani
(Geschrieben von Hannes Agur Vellend, Desiree Mumm und Kretel Kopra)
„Siiani“ geht sehr getragen los und Desiree wird zu Beginn nur von einem Klavier begleitet. Das Lied bleibt auch im weiteren Verlauf eine sehr klassische Ballade. Mich würde interessieren, wie das live klingen würde, einfach zu singen ist es nämlich ganz sicher nicht. Gegen Ende fehlt ein wenig der Höhepunkt. Etwas zu harmlos, aber schön.
Wertung: 12/20 Punkten.
3. Silver Jusilo – Elu rüpes
(Geschrieben von Silver Jusilo)
Silver erinnert mich ein bisschen an Egert Milder. Sein Stil geht auch in die Singer-Songwriter-Richtung, der Song ist sehr entspannt und zurückgelehnt. Hier bekommen wir jetzt außerdem mal ein Video in einem etwas außergewöhnlicheren Setting zu sehen: Silver im Meer. Das Lied ist richtig schön, dürfte für die große Bühne aber zu unauffällig sein – und ist auch sehr schnell wieder vorbei.
Wertung: 15/20 Punkte.
4. Kaia-Liisa Kesler – Vaikus
(Geschrieben von Kaarel Orumägi und Kaia-Liisa Kesler)
Wir bekommen im Video gleich mehrere ESC-Evergreens zu sehen: Ausdruckstanz, Gebärdensprache und eine (zum Glück nicht Sand-) Malerin. Mehr ist mehr. Wenn man aber die Augen zumacht, ist das vielleicht der klassischste ESC-Song bzw. die klassischste ESC-Ballade bisher mit ein paar dramatischen Steigerungen am Ende. Vielleicht nicht unbedingt auf der Höhe der Zeit, würde ich aber trotzdem eine Runde weiter sehen.
Wertung: 11/20 Punkten.
5. Helen – Vaata minu poole
(Geschrieben von Karl Killing, Gevin Niglas, Merili Käsper und Helen Randmets)
Helen bringt jetzt endlich mal wieder ein Lied mit etwas Beat. Der Refrain fällt dann im Vergleich zu den Strophen leider etwas ab und rutscht ins Belanglose. Ein bisschen Drive fehlt; sehr harmlos. Sie sticht aus dem bisherigen Teilnehmerfeld trotzdem heraus. Hoffen wir, dass die Live-Präsentation diesmal besser klappt als beim letzten Mal – falls sie eine Runde weiterkommt.
Wertung: 10/20 Punkten.
Erfreulich ist doch, dass die ganze Sache hier wirklich zügig vorangeht. I like.
6. Jyrise – Plaksuta
(Geschrieben von Rauno Jürise, Tuomas Lehtinen, Mairo Virolainen und Sander Valge)
Oha, hier kommt estnischer Rap. Und der hat noch dazu richtig Drive und im Ohrwurm-Refrain außerdem beste Anlagen, um auch einem Nicht-Rap-affinen Mainstream-Publikum zu gefallen. Eindeutig der beste Beitrag des Abends bislang. Sehr ihr auch schon die Inszenierung für die große ESC-Bühne vor Euch? Stark!
Wertung: 16/20 Punkten.
7. An-Marlen – Lõpuks muutub
(Geschrieben von Ingel Marlen Mikk, Sander Sadam und Alvar Antson)
Na jetzt hauen die Esten hier aber die richtigen Hits raus. „Lõpuks muutub“ ist ein sehr moderner, schnellerer, elektronischer Song und könnte gut auf diversen Spotify-Playlists unterkommen. Wie das live dargeboten und gesungen wird, kann ich mir zwar gerade noch nicht vorstellen, aber das sehen wir dann hoffentlich im Halbfinale.
Wertung: 14/20 Punkten.
8. Andrei Zevakin feat. Grete Paia – Mis nüüd saab
(Geschrieben von Andrei Zevakin, Henry Orlov und Grete Paia)
Andrei und Grete versucht es in diesem Jahr mit einem modernen Popsong mit karibischem Einschlag. Der Refrain ist allerdings etwas repetitiv. Grete darf erst relativ spät in den Song einsteigen und wirkt durch ihre getragene Passage eher wie ein Fremdkörper. Schlecht ist das nicht, aber irgendwie sehr gewollt. Und diese eine Textzeile im Refrain wird wirklich SEHR oft wiederholt.
Wertung: 9/20 Punkten.
9. Meisterjaan – Vahel lihtsalt
(Geschrieben von Jaan Tätte juunior)
Ich tippe mal, man müsste den Text verstehen, um auch den Humor zu verstehen. So lässt nur das plakativ und comicartige Video erahnen, was hinter dem Lied steckt. Musikalisch ist das aber ziemlich öde und unspektakulär. Hm…
Wertung: 4/20 Punkten.
Gleich kommt schon der letzte Beitrag für heute.
10. Triin Niitoja & Frants Tikerpuu – Laululind
(Geschrieben von Frants Tikerpuu)
Frants ist wohl der uneheliche Bruder von Andrei, zumindest der Frisur nach zu urteilen. Musikalisch ist das aber etwas ganz anderes und zwar eine Ballade mit viel Kitsch und einem ebensolchen Video. Sowas gewinnt heute beim ESC keinen Blumentopf mehr – und langweilig ist der Song noch dazu.
Wertung: 7/20 Punkten.
Damit sind wir schon durch. Ginge es nach der Frankfurter Jury, dürften folgende fünf Beiträge gerne in die nächste Runde:
- Jyrise – Plaksuta (16 Punkte)
- Silver Jusilo – Elu rüpes (15 Punkte)
- An-Marlen – Lõpuks muutub (14 Punkte)
- Desiree – Siiani (12 Punkte)
- Kaia-Liisa Kesler – Vaikus (11 Punkte)
Ob’s so kommt? Mal sehen… Jetzt läuft jedenfalls der Schnelldurchlauf.
Die Künstler*innen werden jetzt noch eine Runde interviewt, dann dürfte das Voting aber auch gleich schon vorbei sein.
Oh, doch noch nicht vorbei: Es kommt noch ein Schnelldurchlauf.
10, 9, 8…3, 2, 1 – vorbei!
Das Publikum schickt folgende Beiträge ins Halbfinale:
- Triin Niitoja & Frants Tikerpuu – Laululind
- Helen – Vaata minu poole
- Andrei Zevakin feat. Grete Paia – Mis nüüd saab
Na da hat sich das Publikum ja was zusammengevotet.
Gerettet werden von der Jury aber noch:
- Jyrise – Plaksuta
- Kaia-Liisa Kesler – Vaikus
Naja, ein zumindest interessantes Ergebnis. Und damit ist die Show auch schon vorbei. An-Marlen schaut sichtlich entgeistert.
Euch allen trotzdem noch einen schönen Abend und merci fürs Mitlesen und Mitkommentieren. Weitere geht’s dann am kommenden Samstag mit dem nächsten Live-Blog vom dritten Halbfinale.
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Helens Song macht zwar gute Laune, kommt aber mit etwas angezogener Handbremse daher.
5. Helen (die milf) – Vaata minu poole
die dame zeigt gerne körper – die nummer könnte auch beim melo laufen – gefällt mir nicht besonders aber schicke gardrobe.
2/10
Der Nummer von Helen fehlt leider etwas Wumms
Mein Gott, ist Helen Lied öde. Da helfen auch 100 Kleiderwechsel nichts. 1/8
Helen hört sich gut an. Etwas ESC Potenzial. Aber nicht Finale tauglich.
Good luck und let’s go habe ich verstanden. 🙂
Ich auch 🙂
6) Ja gut Rap brauche ich nicht.
Hip-Hop aus Estland mit Jyrise.
Was ist das jetzt? Erinnert an Peter Fox.
6.Jyrise – Plaksuta
materia aus estland?
nicht so der brüller aber alleinstellungsmerkmal.
3,5/10
Wenn das gut inszeniert ist mit ein paar coolen Tänzern wirkt das live bestimmt super.
Der zweite richtig gute Song nach Wiiralt.
Yeah RAp und bisher meine Nr.1 Palju onne Jyrise.
7. An-Marlen – Lõpuks muutub
spotifypöpchen – da finde ich keinen zugang zu – schön hören ist auch nicht,habe es probiert – 1/10
7) Kommt experimentierfreudig rüber. Leider nicht auf Aminata-Niveau. Ich mags, dürfte aber schwer werden.
An-Marlen mit dem bis dato modernsten Popsong des Abends, kann gerne ins Halbfinale!
Jyrise klasse 7/8 Diese piesenden Boobs jetzt nervig 1/8
Der Beat bei An Marlen macht mich nervös und ihre Stimme ist auch etwas gewöhnungsbedürftig
Die 7, meeeeega!
Die Esten tragen ihre Kleider ja nicht lange
An-Marlen. Ja, gut.
babbalocken einkommend.🤡
Bisher sind die Lieder besser als in der 1. Runde letzter Woche.
7, 3 und 6 liegen bei mir vorn.
Radiotauglicher Popsong von Grete und dem Typen.
8) Andrei <3 Ob er mehr Glück hat als letzte Woche?
Hmm…aus dem Lied werde ich nicht schlau. Recht basic. Auf die öde Art.
8. Andrei Zevakin feat. Grete Paia – Mis nüüd saab
siehe 7.
1/10
Die Frau rettet den Song.
Och nö, dieses Mann/Frau Duo ist doch auch nix… sehr repetitiv
Andrei Zevakin feat. Grete Paia. Rapsong Nr. 2. Mir gefällts. Gerne ins Halbfinale.
Die beiden ficken das Mikro – irgendwie hat das Lied was 5/8
Andre und Grete machen einen auf Shawn Mendes und Camilla Labello.
Die Show ist kurzweilig, 4/5 aller Titel sind schon durch.
Jetzt singt der Straßenreiniger.
Huch, das ist jetzt wohl die Ulknummer.
Glaubt der Straßenreiniger wirklich, dass er mit diesem Müll weiterkommt????????
Schnauze, sonst gibts am 6.12. nichts vom Nilsilaus 😉
Boah ist das schlecht.
Schade, würd gerne Meisterjaans Text verstehen
9) Furchtbar. Kommt aber wohl weiter weil Estland sowas mag.
Was sollen diese Schriftzeichen? Ist das ein politischer Song? Oder versucht er einfach Dadi nachzumachen?
Oh je. Meisterjaan ist ein bisschen wie Jendrik ohne Speed. Nix für mich.
9. Meisterjaan – Vahel lihtsalt
da einer alle veräppeln – 1 punkt für die musik – 4 punkte für den trollfaktor.
5/10
wird aber sich keine runde weiter kommen.
Meisterjaan mit großem Unterhaltungswert, allerdings dürfte es mit dem Song schwer werden, die nächste Runde zu erreichen.
So will man uns auf den abschließenden Knallersong vorbereiten.
Das ist nun Kunst, wo von Ihr hier wirklich nichts versteht. Vertraut mir, ich will den japnischen Straßenfeger beim ESC 7/8
Meisterjaan klingt in meinen Ohren langweilig.
Eine Frage:
Ist diese Pimmelkrause auf dem Kopf der Jungs bzw. Herren modern?
sehr modern besonders bei den muslimen.
Andrei und Frants waren beim gleichen Friseur.
noch mal babbalocken mit ganz wenig babba.🤣
La La Land?
10) Und es endet balladig. Nach der 9 eine Wohltat. Leider mag ich ihre Stimmen nicht zusammen bzw. die der Frau. Es passiert auch nichts Interessantes. In meinen Top 5 wären sie schon, aber mehr nicht.