
In der europäischen Kulturhauptstadt Bodø in Nordnorwegen wird heute Abend die 21. Ausgabe von Eurovision Young Musicians ausgetragen. Insgesamt treten junge Künstler*innen aus elf europäischen Ländern an und präsentieren auf unterschiedlichsten Instrumenten klassische Musikstücke. Dabei sind auch Vertreter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Während Österreich bereits fünfmal den Sieg davontragen konnte und Deutschland zumindest einmal bei der ersten Ausgabe des Wettbewerbs 1982, wartet die Schweiz hier noch auf ihren ersten Titel.
Eurovision Young Musicians ist ein prestigeträchtiger, internationaler Wettbewerb der EBU, bei dem die besten jungen klassischen Musiker*innen zwischen 13 und 21 Jahren vorgestellt werden. Er findet seit 1982 alle zwei Jahre statt, wobei er 2020 – genau wie der große ESC auch – pandemiebedingt abgesagt wurde. Der Wettbewerb kann, muss aber nicht, in dem Land ausgetragen werden, von dem er zuletzt gewonnen wurde. Von 2006 bis 2012 fand er viermal hintereinander in Wien statt, ohne dass Österreich jedes Mal gewonnen hätte. In Deutschland ist der WDR für den Wettbewerb zuständig, was dann auch erklärt, warum Eurovision Young Musicians 2014 und 2016 in Köln ausgetragen wurde.
Die heutige Veranstaltung wird vom norwegischen Fernsehsender NRK produziert. Die Moderation übernehmen Silje Nordnes und Mona Berntsen. Die Beiträge werden vom Norwegischen Radio Orchester unter der Leitung von Eivind Aadland begleitet. Die Entscheidung über den bzw. die Sieger*in sowie die Plätze 2 und 3 fällt eine vierköpfige Jury. Diese besteht in diesem Jahr aus Andreas Sundén (Klarinettist), Marianna Shirinyan (klassische Pianistin), Martin Grubinger (Multi-Schlagzeuger, Finalist im Jahr 2000, Moderator im Jahr 2012 und Intervall-Act beim Eurovision Song Contest 2015) und Tabita Berglund (Dirigentin und Cellistin).
Da das Publikum nicht über die Beiträge abstimmen darf, gibt es auch keine Notwendigkeit für eine Live-Übertragung. In Norwegen und einigen anderen Ländern (Armenien, Tschechien, Polen und Serbien) ist die Sendung live zu sehen und startet um 21 Uhr. In Deutschland kann sie ab 21:45 Uhr im WDR Fernsehen verfolgt werden, in Österreich ab 22:10 Uhr auf ORF 2 und in der Schweiz ab 22:35 Uhr (RTS 2) bzw. 22:45 Uhr (SRF 1).
Für den Live-Chat orientieren wir uns an der ersten deutschsprachigen Übertragung, also der vom WDR ab 21:45 Uhr. Da die Sendung laut NRK zwei Stunden dauern soll, werden wir das Ergebnis dementsprechend gegen 23:45 Uhr veröffentlichen. Den Live-Stream vom WDR Fernsehen findet Ihr hier. Die deutschsprachige Kommentierung übernimmt Daniel Finkernagel vom Klassiksender WDR 3.
Hier sind alle Teilnehmenden in der Reihenfolge der EBU (Startreihenfolge):
1. Norwegen: Sebastian Egebakken Svenøy (20), Klavier – Camille Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 5, 3. Satz
2. Schweiz: Valerian Alfaré (20), Euphonium – Paul Mealor: Auszug aus dem Euphoniumkonzert
3. Belgien: Mahault Ska (13), Klavier – Felix Mendelssohn: Klavierkonzert in g-Moll, 1. Satz
4. Österreich: Leonhard Baumgartner (17), Geige – Henri Vieuxtemps: Violinkonzert Nr. 5 in a-Moll, 1. Satz
5. Armenien: Hayk Hekekyan (18), Oboe – Ludwig August Lebrun: Oboenkonzert Nr. 1 in d-Moll, 1. Satz
6. Frankreich: Pierre-Emmanuel Hurpeau (20), Klavier – Maurice Ravel: Klavierkonzert in G, 3. Satz
7. Schweden: Hugo Svedberg (16), Cello – Joseph Haydn: Cellokonzert Nr. 1 in D-Dur, 1. Satz
8. Polen: Jeremi Tabęcki (19), Klarinette – Luigi Bassi: Konzertfantasie über Motive aus Rigoletto
9. Serbien: Bogdan Dugalić (20), Klavier – Sergej Rachmaninow: Rhapsodie über ein Thema von Paganini
10. Deutschland: Fabian Egger (17), Flöte – Jakob Gade / Toke Lund Christiansen: Tango Fantasia für Flöte und Orchester
11. Tschechische Republik: Adam Znamirovský (14), Klavier – Camille Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 2, 3. Satz
Hier die Teilnehmenden im Schnelldurchlauf mit Vorabauftritten (in alphabetischer Reihenfolge der Länder):
Der deutsche Vertreter, der Flötist Fabian Egger aus Traunstein, wurde vom WDR intern ausgewählt. Er hat schon mit hochrangigen Orchestern wie dem Leipziger Symphonieorchester gespielt, erhielt eine Hochbegabtenförderung am Mozarteum in Salzburg und beeindruckt als Solist und Komponist.
Eurovision Young Musicians 2024 könnt Ihr ab 21:45 Uhr im WDR Fernsehen verfolgen und wir orientieren unsere Berichterstattung an dieser Übertragung. Vor, während und nach der Show könnt Ihr in den Kommentaren unter diesem Beitrag gerne Eure Eindrücke zu den Präsentationen im Live-Chat kommentieren.
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Bei „Young Musicians“ kann ich einfach keine Bewertung vornehmen. Die spielen alle sensationell. Ich glaube um hier rauszufinden wer heraussticht muss man wirklich Profi in diesem Bereich sein, wie eben die Jury.
So ist es
Total. Wenn ich daran denke, wie übel ich nach vier Jahren Unterricht auf dem Klavier rumgehackt habe. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nie richtig auswendig spielen konnte.
So ging es mir auch, lange Unterricht gehabt, aber bis heute kann ich hauptsächlich nur nach Noten Spielen.
Ich finde, dass es sich beim ESC ebenso verhält. Auch dort wünsche ich mir Jurys mit richtigen Musikexperten, nicht das B-Aufgebot mit mehr oder weniger Expertise, das wir in den meisten ESC-Jurys sehen …
Andererseits wäre dann wohl der Graben zwischen Jury- und Televoting-Ergebnissen noch weiter … Kann mit z. B. nicht vorstellen, dass eine wirklich professionelle Jury einen einzigen Punkt an KEiiNO gegeben hätte. Dann wäre noch mehr DRAAAAAMAAAAA …
Hab ich mir auch gedacht. Unglaublich, was diese jungen Leute leisten und draufhaben. Kaum in Worte zu fassen.
Wann kommst jetzt bitte die satanistische Einlage?
Der letzte Satz von Fabian war das er süchtig ist nach diesem Stück. Ich glaube er hat mich angefixt. Ich bin gerade schockverliebt in Instrument und Stück. Ich fliege wieder….einfach geil
Wenn man das als Laie beurteilen soll, so kam mir Fabian schon richtig,richtig gut vor.
Oh nein, jetzt ist Madonna dran … Ich gehe mal kurz in die Küche …
Alle unglaublich gut. Technik versus Gefühl? Manchmal kommt letzteres in der Bewertung zu kurz? Aber mal sehen. Schön das alles zu hören und zu sehen. So wunderbare junge Musiker:innen. Bin gespannt auf die Entscheidung.
ja, da haben sie uns einen schönen Abend beschert
Ganz schwer, hier eine Reihenfolge zu finden. Ich sage mal
Polen
Schweden
Norwegen
Mein Voting, ist natürlich grade bei Klassik, sehr vom Geschmack der Stücke abhängig:
12 Pt. Serbia
10 Pt. Deutschland
08 Pt. Swiss
07 Pt. Norway
06 Pt. Belgium
05 Pt. Armenia
04 Pt. Czech
03 Pt. France
02 Pt. Austria
Rest of my Respect 😘
Mein Voting, ist natürlich grade bei Klassik, sehr vom Geschmack der Stücke abhängig:
12 Pt. Serbia
10 Pt. Deutschland
08 Pt. Swiss
07 Pt. Norway
06 Pt. Belgium
05 Pt. Armenia
04 Pt. Czech
03 Pt. France
02 Pt. Austria
Rest of my Respect 😘
Doppelt hält besser. 🙂
Ich fand die Rachmaninoff-Interpretation auch Hammer
Gerade wollte ich schreiben, dass ich gern einen Schnelldurchlauf hätte, und da kommt er auch schon, obwohl wir ja gar nicht selber abstimmen dürfen/müssen.
Sorry irgendwie gedoppelt, der Kommentar 🫣
Ach, das macht doch nichts. 🙂
Sehr schwierig, ich kann Klassik null einordnen, wenn sie gut gemacht ist. Good Show.
Jetzt noch bitte ein Abba-Medley…
Klassisch interpretiert …
Au ja, das wäre schöne jetzt
Puh ganz ganz schwer hier eine Rangfolge zu finden. Von den Pianisten gefiel mir Serbien am besten. Von den Streichern Schweden und von den Bläsern hat Fabian die die Nase vorn
3 Platz für Fabian
Endlich ist der Regen da! Die Luft bei uns war die letzten Tage wie 2nd Hand … oder eher 5th Lung.
Das Cello auf Platz 2
Musste ja so kommen, da meine Favoriten bei nahezu allen ESC-Varianten auf dem Platz landen. 😛 Und toller dritter Rang für Fabian. 🙂
Schon wieder hat eine Geige gewonnen. Irgendwie auch wieder langweilig. Aber natürlich hochverdient.
Und kein Klavier unter den ersten dreien
Herzlichen Glückwunsch nach Österreich, Timo, deine erste Einschätzung hat gestimmt.😃
So oft wie ich dieses Jahr mit meinen Prognosen richtig lag – ESC-Sieger SChweiz, Fußball-Europameister Spanien, ISAAK beim ESC knapp die Top 10 verpasst und Sieger des deutschen Finales- graut mir schon vor der ESC-Saison 2025.
Da werde ich bestimmt beim Sanremo-Sieger (m/w/d), beim ESC-Sieger (m/w/d) und beim Sieger des deutschen Finales (m/w/d) um Lichtjahre daneben liegen. 😀
Ich sag doch, BVB gewinnt SR, Annalisa die CL.
Ich bin auf deine JESC Prognose im November gespannt 😄 (hoffentlich nicht Frankreich)
Wieder mal eine tolle Veranstaltung. Schau ich mir immer gerne an.
Ach, das war doch richtig toll. Die Kluft zum ’normalen‘ schrillen, lauten, hektischen ESC könnte kaum größer sein.
Mir hat er jetzt nicht viel gegeben, aber ganz viele Grüße und Glückwünsche nach Österreich, für den kleinen Leonhard mi Zahnspannge 🙋♂️👍🏻
Danke ihr Lieben und Douze Point das ein ESC Live Blog auch mal solche Musik zum Thema hatte. Es war mir eine besondere Freude dabei gewesen zu sein. Ein wunderbarer Abend war das.
Danke, great show und schön mit Euch – mal ne etwas andere Szene!
Das waren kurzweilige 2 Stunden.
Super und Danke, dass es dieses Jahr hier einen Live-Chat hier gab!