Melodifestivalen 2020 – 2. Halbfinale: Diese Beiträge sind eine Runde weiter

Auch das zweite Halbfinale des Melodifestivalens 2020 war für eine Überraschung gut: Dotter (links im Aufmacherfoto), die 2018 bereits beim Mello angetreten war, schaffte es überraschenderweise mit ihrem Titel „Bulletproof“ direkt ins Finale. Traurig ist hingegen, dass es für Linda Bengtzing nicht einmal für einen Platz unter den besten fünf gereicht hat.

Direkt für das Finale qualifiziert haben sich:

Anna Bergendahl – Kingdom Come

Dotter – Bulletproof

Anna Bergendahl hat ihren Favoritenstatus vollends bestätigt. Sie ging als letzte an den Start und stand völlig berechtigt als erste für das Finale fest. 2010 schied sie noch beim ESC in Oslo im Halbfinale aus. Im letzten Jahr landete sie dann beim Melodifestivalen mit „Ashes zu Ashes“ einen Superhit. Und die Bühnenshow von „Kingdom Come“ hat direkt Helene-Fischer-Niveau. We love!

In der Andra Chansen dürfen sich folgende Acts ein zweites Mal beweisen und weiterhin darauf hoffen, am 7. März doch noch in Stockholm dabei sein zu können:

Paul Rey – Talking in My Sleep

Méndez feat. Álvaro Estrella – Vamos Amigos

Das Abschneiden von Méndez und Álvaro Estrella ist etwas überraschend, hier wäre der direkte Einzug ins Finale eigentlich gesetzt. Obwohl sie mit dem Song bestens das Latino-Pop-Genre bedienten, war die Show doch eher auf dem Niveau einer schlechten MDR-Fernsehballettnummer.

Paul Reys Auftritt war auch vergleichsweise reduziert, aber der Titel ist eben wirklich stark und sehr modern. Auch diese Qualifikation also verdient.

Weniger gut lief es für Jan Johansen, der für Thorsten Flinck eingesprungen war. Man merkte schon zu deutlich, dass das Lied Thorsten Flink auf den Leib geschneidert war. Dennoch: Hut ab für die Leistung. Tja, und Linda ist wirklich bedauerlich. Ein gar nicht so schlechter Song, aber eben zu wenig Popschlager, um wirklich sofort zu zünden – und in den nächsten Monaten auf den Partys in Schweden gespielt zu werden.

Unseren Live-Chat zur heutigen Sendung könnt Ihr hier nachlesen.

Das nächste Halbfinale steht dann am kommenden Samstag um 20 Uhr an. An dieser Show nimmt unter anderem Mohombi teil, der im letzten Jahr ins Mello-Finale gekommen ist. Auch für diese Sendung bieten wir hier auf ESC kompakt natürlich wieder einen Live-Chat an. Stay tuned!

Was sagt Ihr zum Ergebnis der heutigen Show und wer ist bislang Euer Favorit?


19 Kommentare

  1. Das Einzige, was als Ergebnis in Ordnung geht, ist der Finaleinzug von Dotter und Anna. Wenn die Schweden intelligent gewesen wären, hätten sie Mendez und Paul Rey sofort nach Hause geschickt und dafür Linda und Klara in die Andra Chancen gelassen!

  2. Dotter hatte von allen bis jetzt veröffentlichten Beiträgen den Stärksten und auch die stärkste Performance. Wahnsinn diese Laser-Show!

    Anna Bergendahl war klar. Nette Sängerin, netter Song, nette Performance. Aber ob das für den Gesamtsieg reicht, wage ich doch stark zu bezweifeln.

    Paul Reys Song in Andra Chansen ist Okay. Dieses Herumgehampel scheint im Moment Inn zu sein. Erst Australiens Gewinnerin Montaigne und jetzt Paul Rey. Na, das kann man ja noch verbessern, oder?

    Ein bisschen Leid tut es mir nur um Klara Hammarström. Das waren ein guter Auftakt und eine ganz gute Up-Tempo-Nummer. Naja, vielleichtklappt es ein anderes Mal.

    Also ich bin für heute Abend zufrieden.

  3. Ich bin heute mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

    Dotter und Anna waren meine Faves. Mit Anna habe ich gerechnet im Finale, bei Dotter war ich mir nicht sicher, da man sie 2018 schon direkt ausscheiden lies. Umso glücklicher bin ich jetzt!

    1. Anna
    2. Dotter
    3. Paul
    4. Linda
    5. Alvaro & Mendez
    6. Klara
    7. Jan

    Schade für Linda, ich mochte ihre Energie und ihren Song. Dieses Semi war für mich so was von Meilenweit stärker, als das erste Semi.

  4. Schweden ist wieder mit Volldampf auf dem Weg in die ESC-Top 10 auch Top 5 ist nach dem heutigen Halbfinale drin, vielleicht sogar der 7. Sieg. Anna und Dotter überstrahlen bei weitem Robin und The Mamas. Die heutigen Auftritte der Beiden Mädels waren MEGA. bin total begeistert. Dotter finde ich bald noch einen Tick internationaler und aussichtsreicher. Ich bin und bleibe musikalischer Schwede 😉 Tack Sverige

    • Stimme dir zu, obwohl ich musikalisch alles andere als ein Schwede bin.
      Anna und Dotter waren heute richtig richtig stark.
      Bulletproof war von der Bühnenpräsenz zwar etwas besser, aber Anna hat den eingängigeren Song.
      UND das schönere strahlende Lächeln.

      Ich denke auch, dass die Top5 in Rotterdam für Kingdom come auf jeden Fall realistisch sind.
      Vermutlich auch für Bulletproof.
      Aber mal sehen, ob eine der beiden überhaupt zum ESC fahren wird oder ob nicht noch was besseres kommt in den weiteren Semifinals (ich wage es zu bezweifeln bei der hohen Messlatte)

  5. Oje. Das ist aber wirklich nur Mittelklasse. Frau Bergendahls Performance war doch sehr bemüht, um über das schwache Schwedenschlagerchen hinwegzutäuschen. Das waren drei Schritte zurück und keiner vor. Und Dotter trat in genau dieselbe Bresche. Altbackenes Liedgut in scheinbar neue Form gepresst. Das will ich 2020 nun nicht mehr sehen. Bitte mal was wirklich neues bringen.

  6. Die textlich-musikalische Klitterung von „Kingdom Come“ hätte eine KI derzeit noch nicht so gut hingekriegt wie die Co-Autoren Ljunggren und Gustafsson 😀
    Wer auf Spurensuche geht, findet Akkordschnipsel von John Lennon bis Abba, die Lyrics bedienen sich an jüdisch-cristlichen Glaubenskenntnissen und bei Cher. Listing to be continued.
    Das ist natürlich gemacht, um es zu lieben. Aber statt es zu hassen, kann man auch einfach drüber staunen.
    Könnte ich öfter hören, würde das aber natürlich niemals zugeben. Meine Serotonine singen aus vollem Hals „And on and on and on!!“

  7. Bei aller Liebe, aber das Lied von Anna ist weder innovativ, kreativ oder in irgend einer Weise modern….Es ist ein netter gut gesungener Schweden Schlager mit ein paar gut tanzenden Jungs aufgepeppt und wird niemals beim ESC in die Top 5 kommen, so seicht kann der Geschmack von Europa dann doch nicht sein.

    • Ja, natürlich hört man den Schwedenschlager heraus. Na und?
      Letztes Jahr haben auch alle Keino aus Norwegen mit Europop abgeschrieben und am Ende haben sie sogar die Telefonabstimmung gewonnen.

      • @manboy
        da hast du natürlich recht!
        ob nun europop,schwedenschlager oder schwedenpop – das ist alles vom selben stamm.
        mal klappt’s,mal nicht so.
        wenn man annas song z.b. mit norwegen oder dänemark 2020 vergleicht,kann anna durchaus punkten.
        das schlimmste,was ich mir vorstellen kann,ist,daß anna melo 2020 tatsächlich gewinnt und dann in rotterdam wieder im semi kleben bleibt – anna war 2010 zur falschen zeit am falschen ort – in den 2 jahren davor oder auch später wäre es bestimmt besser gelaufen.
        von den 3 ESC songs ist der von 2010 immer noch der mit abstand stärkste.
        alle reden übrigens immer vom sogenannten bop – z.b. annnas song aus lettland – wo bleibt sowas beim melo?
        vielleicht werden wir ja in semi 3 oder 4 dahingehend erleuchtet?
        on stage ist jedenfalls alles beim ESC und da konnte anna mich in semi 2 sehr überzeugen.

  8. Mensch, ich habe mir tatsächlich die gesamte Chose reingezogen. Was man nicht alles tut, nur um das Sanremo zu übergehen. 😀
    Nein, im Ernst, das war eine durchaus nette Runde. Vergleichbar mit PIN oder Supernova war das aber selbstverständlich nicht.

    1. Dotter – Bulletproof (Der erste Mellosong in diesem Jahr, der mich überzeugt. Klar, das war bis auf die Performance nichts Neues, aber der Song hat was. Gefällt mir richtig gut! Das hat mich überrascht, da ich ihr „Cry“ vor ein paar Jahren überhaupt nicht leiden konnte.)

    2. Klara Hammarström – Nobody (Schade, dass sie es nicht mal ins AC geschafft hat. War ein toller Auftakt.)

    3. Paul Rey – Talking in my Sleep (Fand ich in der ersten Hälfte total grauenvoll, wurde dann aber erträglich.)

    4. Anna Bergendahl – Kingdom Come (Das war schon sehr annaesk. Und was ein Schlager! Ich habe mir beim Titel etwas mehr Pep erhofft, aber das war wirklich mau. Da mochte ich Ashes to Ashes mehr. Naja, wenigstens war das Kleid nett anzusehen!)

    5. Linda Bentzing – Alla Mina Sorger (Linda kommt echt sympathisch rüber, der Song nicht so.)

    6. Mendez & Alvaro Estrella – Vamos Amigos (Schade, habe mir von Alvaro mehr erhofft.)

    7. Jan Johansen – Miraklernas Tid (Das war einfach ne Nullnummer)

  9. Dotter war für mich das Highlight des Abends! Ein sehr schöner Song. Ja klar, Sia-esk und nicht die Neuerfindung des Rades, aber echt gut und eine hübsche Bühnenshow.
    Anna hat mich vom Song gar nicht so mitgenommen, den müsste ich erstmal noch in Ruhe anhören, um die Struktur aufzunehmen, der ging doch ein wenig für mich unter.
    Linda fand ich großartig, echt schade ^^
    Klara hat das gut gemacht, das war eine schöne Uptempo-Nummer.
    Mit den Männern konnte ich dieses Mal ausnahmslos überhaupt nichts anfangen 🙈

    • Na, da ist ja doch noch etwas Verbindung über die Vertretungszeit hinaus. Dotter ist auch meine Nummer 1 dieses Mello-Semis. 🙂

  10. Paul knapp vor Anna bei mir, finde es übrigens auch gut, dass die Komponisten in den Einspielern dabei sind. Elemente von Elenis Auftritt werden gern genommen 🙂

  11. Jetzt weiß ich auch wieder, woran mich Annes Zeile „for the lonely ones“ erinnert.

    Niamh Kavanagh und „Its For You“: When I cry, it’s for the lonely. 🙂

  12. Was für eine Show am Samstag, aber irgendwie finde ich das dieses Jahr sehr viel Wert auf Show anstatt des Lied gelegt wurden ist oder? Freue mich für Anna sehr, gerade Ihr merkt man es an das sie unbedingt ihre Pleite von 2010 wieder gut machen möchte. Ihr Song strotzt nur so vor Energie. Er bleibt auch im Ohr hängen auch wenn man die Augen schließt. Leider muss ich auch sagen das der Rest mich nicht ganz überzeugen könnte. Dotter ist mehr Schein als Sein. Hätte sie nicht so eine fulminante Laser-Inzenierung dann hätte sie es um einiges schwerer gehabt, vom gesanglichen möchte ich nicht enthalten. Hoffe das in den nächsten beiden Semi‘s noch etwas Überraschendes auf mich wartet vielleicht auch etwas was mich Überzeugen kann.

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