Nach Israels Sieg im Televoting beim ESC 2025: Belgien und Spanien fordern Untersuchung und Transparenz

Yuval Raphael im ESC-Finale 2025 – Foto: Alma Bengtsson / EBU

Der erste Platz im Televoting der Israelin Yuval Raphael (Aufmacherbild) beim Eurovision Song Contest 2025 sorgt (weiter) für Diskussionen. Vor allem die Fernsehsender in Belgien und Spanien, die sich bereits vor und während dem Wettbewerb in Basel kritisch bis ablehnend zur Teilnahme Israels geäußert hatten, fordern eine Untersuchung des Ergebnisses und „Transparenz“. Während der belgische Sender VRT seine weitere Teilnahme am ESC davon abhängig machen will, fordert in Spanien niemand geringeres als der Ministerpräsident den Ausschluss Israels vom Wettbewerb.

Yuval Raphael erhielt beim großen Finale des ESC in Basel von den Jurys insgesamt 60 Punkte und landete damit auf Platz 15. Lediglich bei der Jury in Aserbaidschan stand der Beitrag an der Spitze und erhielt 12 Punkte. Im Televoting sah das ganz anders aus: Hier gab es gleich 13 Mal die Höchstwertung für die Sängerin und ihren Song „New Day Will Rise“ – neben Rest of the World unter anderem auch von Deutschland, der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden und eben auch Belgien und Spanien.

TV-Verantwortliche in den beiden letztgenannten Ländern zweifeln zwar nicht an der korrekten Durchführung der Abstimmung, die in der Sendung von Martin Österdahl per Daumen-hoch bestätigt wurde, hinterfragen aber die generelle Eignung des Votingssystems, um die tatsächliche Meinung in der Bevölkerung bezüglich der Lieder zu ermitteln. In diesem Zusammenhang wird mehrfach auf die bis zu 20 Stimmen hingewiesen, die pro Person (bzw. korrekterweise Telefonanschluss und/oder Kreditkarte) abgegeben werden und für Manipulationen des Ergebnisses sorgen können.

Diese Diskussion ist nichts Neues und auch im Rahmen des sogenannten Diaspora-Votings mehrfach thematisiert worden. So hat zum Beispiel in Deutschland fast immer der türkische Beitrag das Televoting gewonnen, so lange das Land noch am ESC teilgenommen hat. Der einfache Grund: die Personen türkischer Abstammung stellen hierzulande die größte Migrationsgruppe und haben besonders oft für den „eigenen“ Beitrag abgestimmt.

Israelis bzw. Personen jüdischen Glaubens waren bisher nicht dafür bekannt, die Möglichkeiten des ESC-Televotings für ihre Interessen ausnutzen. Das hat sich nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und den seither andauernden militärischen Maßnahmen Israels im Gazastreifen geändert. In diesem Zusammenhang wurden immer wieder Stimmen laut, die den Ausschluss Israel vom ESC forderten. Diese kamen typischerweise von Kunst- oder TV-Schaffenden in den nordischen oder westeuropäischen Ländern. Selbst der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez äußerte sich jetzt in dieser Richtung. Dabei setzte er Israel mit Russland gleich, das nach dem Angriffskrieg auf die Ukraine von der EBU ausgeschlossen worden war.

Derzeit scheint festzustehen, dass Israel zwar aktiv war, um das Televoting-Verhalten beim ESC 2025 für sich zu beeinflussen. Allerdings scheint man dabei nichts getan zu haben, was gegen die Regeln des ESC widerspricht. So hat offenbar eine Behörde der israelischen Regierung offizielle Profile in den sozialen Medien genutzt, um den ESC-Beitrag „New Day Will Rise“ zu bewerben. Außerdem sei ein spezieller YouTube-Kanal geschaffen worden, auf dem sich u.a. Videos finden, in denen Yuval Raphael auf verschiedenen Sprachen die Menschen auffordert, für ihren Song beim ESC zu stimmen. Dort fand sich auch der explizite Hinweis, dass man bis zu 20 Mal abstimmen kann.

Laut dem belgischen Sender VRT hätten anschließend offizielle Social-Media-Kanäle des Staates Israel sowie eine Agentur für die Verbreitung der Videos gesorgt. So habe man im Werbearchiv von Google entsprechende Werbung gefunden. Darin soll es aber auch um die Position der israelischen Regierung bezüglich ihrer Aktivitäten im Gazastreifen gegangen sein. VRT stellt dabei auch klar, dass auch Werbung für andere ESC-Beiträge gefunden worden sein soll, so für Malta, Frankreich, Italien und Österreich. Hier sollen aber die nationalen Fernsehsender oder die Musiklabel die Auftraggeber gewesen sein.

Dass gerade die TV-Sender Spaniens und Belgiens dieses Thema weiter befeuern, ist nicht ganz überraschend. Nachdem die spanischen Kommentator*innen bei der Vorstellung von Yuval Raphael im zweiten ESC-Halbfinale am Donnerstag gesagt hatten, dass die Sängerin eine Überlebende der Terrorattacke der Hamas sei, riefen sie zu Frieden in Gaza auf und erinnerten daran, dass es dort bereits mehr als 50.000 Opfer gab, mehr als 15.000 davon Minderjährige.

In Reaktion darauf hat die EBU den spanischen Sender aufgefordert, solche politischen Aussagen in der Show zu unterlassen. Bei einer Wiederholung würde sonst eine Geldstrafe gegen den Sender verhängt werden. Stattdessen zeigte das spanische Fernsehen offenbar direkt vor dem Finale eine Tafel mit der Aussage: „Wenn es um Menschenrechte geht, ist Schweigen keine Option. Frieden und Gerechtigkeit für Palästina.“

Ähnlich ging die Gewerkschaft beim belgischen Sender VRT vor. Sie unterbrach die Übertragung, wobei nicht ganz klar ist, ob direkt vor der Sendung oder während des Auftritts von Yuval Raphael: „Dies ist eine Gewerkschaftsaktion. Wir verurteilen die Menschenrechtsverletzungen durch den Staat Israel. Außerdem zerstört der Staat Israel die Pressefreiheit. Darum unterbrechen wir kurz das Bild.“

Während des diesjährigen ESC-Finales haben zwei Personen versucht, die israelische Performance zu stürmen und ein Farbanschlag zu verüben. Mindestens ein Mann schaffte es dabei über die Absperrung, wie Videos in den sozialen Netzwerken zeigen, eine weitere Komplizin war offenbar offiziell für den Eurovision Song Contest akkreditiert. Wir haben über den Vorfall hier berichtet.

Grundsätzlich ist es das Ansinnen der EBU, den Eurovision Song Contest frei von Politik zu halten. Er soll die Völker der EBU-Mitglieder zusammenbringen, nicht spalten. Ein Argument dabei ist, dass die nationalen (öffentlich-rechtlichen) Fernsehsender an dem Wettbewerb teilnehmen, nicht die Staaten selbst. So lange die Sender unabhängig von der Regierung sind, sollen/können sie nicht vom Wettbewerb ausgeschlossen werden, auch wenn man mit der Politik eines Landes nicht einverstanden ist.

Wir bitten Euch, in den Kommentaren auf eine Polarisierung zu verzichten und die Netiquette einzuhalten. 



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753 Comments
Nils
Nils
1 Jahr zuvor

Uff. Danke, dass ihr eurer Chronistenpflicht so geflissentlich nachkommt. Aber seid ihr euch sicher, dass ihr euch die Kommentare wirklich antun wollt?

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Bin auch gespannt wie lange der Kommentarbereich unter dem Artikel geöffnet bleibt.

Rouven
Rouven
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Es geht hier doch vergleichsweise gesittet und sachlich zu.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  Rouven

Im Zweifel alles nur eine Frage der Zeit. Das Spiel kennen wir ja leider schon.

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor

Es ist wohl nicht zu bestreiten, dass beide Seiten politisieren.

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Im letzten Absatz ist alles gesagt, meine Güte, hört die Diskussion denn nie auf…🙁

Funi_Cula
Funi_Cula
1 Jahr zuvor
Reply to  Gaby

Nicht solange die EBU an ihrer „Wir sind unpolitisch“-Position festhält.

Martin
Martin
1 Jahr zuvor

Naja, ich will es mal so sagen: wenn es nicht politisch sein soll, warum muss dann mitgeteilt werden, dass sie eine Überlebende des Anschlags war – so auch im Ersten im Halbfinale und Finale?

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Martin

Warum musste letztes Jahr mitgeteilt werden, dass sich Künstler x oder y als nichtbinär definiert? Weil nicht nur Songs vermarktet werden, sondern auch die dahinterstehenden Künstler. Das war bei Michael Schulte doch nicht anders. Ohne seine offensiv vermarktete Familiengeschichte wäre sein Song nicht weiter aufgefallen.

Martin
Martin
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

Natürlich ist es ein persönliches Desaster für Sie gewesen, ohne Frage. Aber es hat einen zeitaktuellen politischen Hintergrund, dein Vergleich mit Michael S. oder eben auch nonbinär ist unpassend, da ohne politischen Hintergrund.

Jark
Jark
1 Jahr zuvor
Reply to  Martin

Genderideologie ist sehr wohl hochpolitisch. Nonbinär zu sein ist eher vermarktbar, als unter gender dysphoria zu leiden…

Aber der Punkt war eben, dass auch die Person vermarktet wird, und dabei wird genutzt was man kann.
Dazu kommt, dass es vor allem die Medien waren, die auf den Zug aufgesprungen sind. Yuval selbst hat sich zumindest im direkten Umfeld eher zurückgehalten.

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Martin

Hä da betreibst du totales Cherry Picking, das eine findest politische aber das andere nicht ?
Nemo hat bewusst seine Nicht Binärität als politisches Statement genutzt. Auch nach seinen Sieg wollte weiter die Debatte aufrechterhalten. Also wirklich diese Doppelmoral bei dir ist irgendwie anstrengend

Marko +++
Marko +++
1 Jahr zuvor
Reply to  Martin

Diese Info war in der Pressemappe enthalten. Alle Kommentatoren haben dies erwähnt, egal welches Land.

Dascha
Dascha
1 Jahr zuvor
Reply to  Marko +++

Stimmt so nicht. Graham Norton 🇬🇧 hat das zum Beispiel nicht erwähnt, einige weitere Kommentator:innen auch nicht.

Marko +++
Marko +++
1 Jahr zuvor
Reply to  Dascha

Wer sonst nicht?

Dascha
Dascha
1 Jahr zuvor
Reply to  Marko +++

Die Verantwortlichen aus Australien zum Beispiel. Und RTVE aus Spanien auch nicht, aber das ist ja offensichtlich.

Last edited 1 Jahr zuvor by Dascha
Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Martin

Das ist nun mal ihre Geschichte und ein dramatisches Ereignis was Sie versingt. Nichts anders als das Armenien über ihr Drama 2017 sang, Jamala über das Drama der Krimtataren, oder Kladvia über die Ponzogriechen dieses Jahr.

Daran ist nicht politisches. Schmerz wird versungen. Ein Klassiker in der Musik
Da was politisches zu sehen, ist schräg

Martin
Martin
1 Jahr zuvor
Reply to  Chemieunfall

Leute, ihr versteht es nicht. Es ist nun einmal politisch und somit finde ich auch angemessen, dass die Folgen des einen Ereignisses ebenfalls klar benannt werden dürfen.

Martin
Martin
1 Jahr zuvor
Reply to  Martin

Man nennt das Pressefreiheit. Auf eine kleinere Basis runtergebrochen: ein Familienmitglied wir ermordet. Dramatisch und schlimm. Darf man dann nicht auch darüber berichten, wenn daraufhin 10 Familienmitglieder des Mörders umgebracht werden?

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Martin

Martin du verstehst nicht das was du sagst einfach nicht stimmt und du nur deine eigene Haltung heranziehst als Standard.

Martin
Martin
1 Jahr zuvor
Reply to  Chemieunfall

Hier sind Meinungen gefragt, auch meine Meinung. Du kannst ja auch deine Meinung entsprechend äußern. Weder meine noch deine Meinung wird damit zum Standard…

David
David
1 Jahr zuvor
Reply to  Chemieunfall

Glaubst du ernsthaft das war ein reiner Zufall, dass Israel sie ausgewählt hat, um dieses Jahr anzutreten? DAS ist doch das eigentliche Problem. Alleine die October Rain Debatte letztes Jahr und dieses Jahr das. Dass Israel den ESC als Propaganda-Bühne nutzt, ist höchst problematisch.

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  David

Hamas Alu Hut Träger alles eine Verschwörung 🤡😂

Nein auch October Rian war Ok, aber könnte schnell Aufschrei erregen, weshalb es geändert wurde. Es hat nie die Regel begleichen

Und daran ist nicht Propaganda wenn Israel Stark auftreten will. Dann wäre ja Ukraine 2022 auch reine Propaganda gewesen für dich

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  David

Nein, kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Casting-Show:

„Die elfte Staffel der israelischen Castingshow HaKokhav HaBa (hebräisch הכוכב הבא, dt.: Der nächste Star) wurde zwischen dem 10. November 2024 und dem 22. Januar 2025 auf dem Privatsender Keshet12 ausgestrahlt werden. In Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Fernsehen Kan war es die israelische Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2025 in Basel. Es gewann Yuval Raphael.“

Martin
Martin
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

Sie gewann mit Vorgeschichte. Diese wurde nun einmal zu ihren Gunsten verwertet – es stand in der Pressemappe. Wenn man es im eigenen Interesse verwertet, muss man eben auch mit dem Echo klar kommen… Für mich hätte weder das eine noch das andere zum ESC gehört.

Lady Madonna
Lady Madonna
1 Jahr zuvor

Ich habe noch nie verstanden, was das mit den 20 Anrufen soll, außer Geld kosten.
Von mir aus kann man das gerne reduzieren. Ich glaube aber nicht, dass es seitens der Verantwortlichen ein Interessante daran gibt, dies zu ändern.

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Lady Madonna

Da wäre ich sofort dabei. Natürlich kann man von verschiedenen Geräten aus voten, aber eine gewisse Beschränkung wäre es. Israel hätte das Televoting trotzdem gewonnen.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  Lady Madonna

Als ESC-Romantiker war mir die Regelung mit einem Anruf pro Anschluss ja auch wesentlich lieber. Allein schon, weil diese Stimme dann gleich so viel mehr Gewicht hatte und bedeutend mehr Abwägung bedurfte. Bei den heutigen Ausrichtungskosten des ESCs geht es mit weniger als diesen 20 Anrufen aber wohl schlicht nicht mehr. Den Geist kriegt man vermutlich nicht mehr in die Flasche.

jan135
jan135
1 Jahr zuvor
Reply to  Lady Madonna

Das Geld dient teils der Refinanzierung der Teilnahmekosten der einzelnen Rundfunkanstalten, deshalb sind die Gebühren pro Anruf in manchen Ländern so hoch (z.B. Estland). In Deutschland ist das hingegen nicht erlaubt, da decken die Einnahmen nur die Kosten zur Durchführung des Televotings.

Biobanänli
Biobanänli
1 Jahr zuvor
Reply to  Lady Madonna

Naja ein Anruf ist zu wenig weil man mehrere Favoriten hat und dann will man die ja auch noch wichten.

Luna
Luna
1 Jahr zuvor
Reply to  Biobanänli

Dann muss man sich halt entscheiden?

Tobiz
Mitglied
Tobiz
1 Jahr zuvor
Reply to  Lady Madonna

Ich fänd es gut, wenn es bei 20 bleibt, aber maximal 5 pro Land.

tenor78
tenor78
1 Jahr zuvor

Aus Spanien und Belgien kommen solche Stimmen? OK, so sehen schlechte Verlierer aus…

David
David
1 Jahr zuvor
Reply to  tenor78

Mittlerweile auch aus Portugal, Island, Finnland und den Niederlanden. Aber verschließt ruhig weiter die Augen.

SoSo
SoSo
1 Jahr zuvor
Reply to  David

Danke David, dass du hier Meinungsvielfalt abbildest. Gerade mit den Kommentaren von Chemieunfall und anderen, die in ihrer eigenen Realität leben und dies nach außen projizieren.

Regina Kilian
Regina Kilian
1 Jahr zuvor
Reply to  SoSo

Selektive Wahrnehmung gesteht die eigene Blase nicht ein.
Mit Betrug gewinnen zu wollen (Israel) und gegen die Stimmen der Bevölkerung wie die Demo in DenHaag zeigt.

Jäger
Jäger
1 Jahr zuvor
Reply to  tenor78

Schlechte Verlierer wart ihr im EM Finale gegen Spanien

eurovision-berlin
eurovision-berlin
1 Jahr zuvor

Die Finnin hat sich auch ähnlich über das Televoting geäußert.

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor

Sie hatte sich sicherlich ein besseres Ergebnis beim Publikum ausgerechnet und ist jetzt enttäuscht. Aber in ihrem Teich haben halt auch noch andere gefischt (Malta, Schweden, Estland).

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

tommy der fischer. 😺

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor

Im Espresso Macchiato schwimmen Fische? 😱😱😱

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor
Reply to  Malge1985

katzen!
kennste denn nicht tommy the cat? 🎸

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor

Nur vom Namen her.

LoicLover
LoicLover
1 Jahr zuvor
Reply to  Malge1985

Ach Malge, ich mag deine Kommentare 😉

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Der Fischer von San Juan (Tommy Steiner)

Nils
Nils
1 Jahr zuvor

Und der isländische Sender ebenfalls.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Nuuun, wenn man diesen ohrenzermürbend schiefen hohen Ton gleich dreimal im Schnelldurchlauf präsentiert, wirds schwierig mit den Anrufen … Erikas Finalperformance blieb leider deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Ganz ehrlich, wenn jemand meine Ohren zermürbt hat, dann JJ. Kann ja sein, dass das technisch alles Weltklasse war, aber ich fand es trotzdem schwer zu ertragen. Bin ich halt Kulturbanause, meinetwegen.

Regina Kilian
Regina Kilian
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

Das schlimmste war der versuchte Betrug von Israel. Ansehen in der Welt gewinnt so kein Land.

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied
Danya | דניה | 🎗️
1 Jahr zuvor

Der ESC-Direktor Martin Green hat sich ebenfalls bereits dazu geäußert:

“The televoting system currently used in Eurovision is considered the most advanced in the world today, combining advanced verification processes, data security mechanisms and analytical review of voting patterns. There is no suspicion of bias or irregularities in the awarding of points – not even in relation to the full score given to Israel by Spanish viewers.”

Nils
Nils
1 Jahr zuvor

In Spanien meint man ja, speziell bei der Anzahl der via Eurovision App abgegebenen Stimmen Auffälligkeiten zu sehen, weil die wohl während des Finales um ein Zehnfaches größer war als während der Semis – was bei den beiden anderen Abstimmungswegen wohl nicht der Fall war.

Aber selbst wenn es diese Auffälligkeit tatsächlich gäbe (Quelle ist bloß ein unbelegter Kommentar auf Wiwibloggs, also höchstwahrscheinlich BS), würde ich mich doch immer noch fragen: Warum sollte das pöhse Israel den komplizierten Weg über ein bevölkerungsreiches Land wie Spanien (und offenbar ja auch Deutschland, wenn man der Theorie glauben schenken will) gehen, wo man z. B. in Island (vier Televoting-Punkte) oder anderen Zwergstaaten doch so viel günstiger an die zwölf Televoting-Punkte hätte kommen können.

Soll ich dem Land jetzt also eine kompliziert orchestrierte europaweite Manipulation einer Unterhaltungsshow zutrauen – aber Ökonomie, die selbst ein Grundschüler versteht, wiederum nicht?

Johannes Floehr
Johannes Floehr
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

„Quelle ist bloß ein unbelegter Kommentar auf Wiwibloggs“, das sagt doch alles. Ich will gar nicht wissen, wie viele solcher Lügen sich in den letzten Monaten über Social Media über Israel im Fandom verbreitet haben. Und, nebenbei gesagt, auch darüber hinaus. Sobald irgendein Beitrag oder Künstler einem nicht passt, hat man Lügen erfunden: So habe ich beispielsweise rund um den Eesti Laul mehrfach gelesen, Tommy Cash wäre Putinfreund und spräche noch nicht mal Estnisch. Einfach, weil man seinen Song nicht mochte.

Alki Bernd
Alki Bernd
1 Jahr zuvor

Das war auch nicht Estnisch, klang doch eher Italienisch 😉

Sidus
Sidus
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Ich glaube weniger, dass es darum geht, dass RTVE denkt dass tatsächlich betrogen wurde, sondern mehr darum, dass das aktuelle Votingsystem durch Spamvoting einer bestimmten Gruppe „ausgenutzt“ wurde und dass deshalb Bedenken wegen des aktuellen Systems genannt werden. Soweit wäre es an sich für mich auch verständlich, wobei die Beschwerde für mich an sich wie gesagt trotzdem ein Geschmäckle hat. Aber ich glaube jetzt nicht daran, dass die Leute von RTVE komplett unter die Aluhut-Träger gegangen ist.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  Sidus

Hmm, ja, nun, das wäre dann ja aber vollkommen regelkonform. Die Gedanken sind eben frei. Und mit einer Begrenzung der maximalen Anrufzahl (bzw. Stimmzahl) pro Votendem würden sich diejenigen Sender, die auf das Geld angewiesen sind, doch auch nur selbst ins Knie schießen. Dass die EBU die Schraube daher politisch überhaupt zurückdrehen könnte, halte ich für sehr unwahrscheinlich. 🤷‍♂️

Sidus
Sidus
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Ob das machbar ist, lasse ich jetzt mal dahingestellt, und dass die Sender sich damit auch irgendwo selber ins Fleisch schneiden würden, ist klar. Ich glaube aber trotzdem, dass es den Sendern mehr um die Ausnutzbarkeit der aktuell konformen Regeln geht, als um irgendwelche Manipulationsvorwürfe. Dass sie die jetzt (erst) vorbringen, ist ein anderes Thema.

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Sidus

Hä aber passiert halt, wenn nicht die Gruppe dann sind es die Diaspora die Punkte spammen. Also zu sagen das böse Israel wurde Blockanrufe machen ist halt lächerlich

Biobanänli
Biobanänli
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Die Spanier haben das teuerste Voting und nun entsprechend wenig wird abgestimmt. Nun wird gemotzt, dass doch Menschen Geld in die Hand genommen haben.

Regina Kilian
Regina Kilian
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Bei den Kriegsverbrechen brauchts wieder Ansehen in der Welt. Kosten spielen da keine Rolle. Mit dem Lied präsentiert man sich wunderbar als Opfer.
Zwergstaaten können betrügerische Anrufe leichter entlarven.

Last edited 1 Jahr zuvor by Regina Kilian
jofan2602
jofan2602
1 Jahr zuvor
Reply to  Regina Kilian

Israel ist ja auch das Opfer, die Hamas der Täter und die Sängerin ist Opfer des Terroranschlags vom 07.10.2023, die braucht sich nicht dafür inszenieren. Rede doch keinen Schwachsinn daher.

Marko +++
Marko +++
1 Jahr zuvor

Wie aus dem Buch. Nein, Martin Green, dieses Jahr kommen Sie nicht so leicht davon.

NZL
NZL
1 Jahr zuvor

Israel hat im zweiten Semifinale 203 Punkte bekommen. Das ist schon sehr seltsam

Rouven
Rouven
1 Jahr zuvor
Reply to  NZL

Was meinst du mit seltsam? Die Korrektheit der Abstimmung ziehen ja nicht einmal die betreffenden Fernsehanstalten in Zweifel, die Israel gerne ausgeschlossen sähen.

Cor
Cor
1 Jahr zuvor
Reply to  NZL

Der Staat Israel mischt ja auch mit Millionen für Werbekampagnen mit. Sogar in der NY Times wurde ein grosses Inserat geschaltet mit dem Aufruf zum wählen. Zudem haben sie noch eine grosse Diaspora in verschiedenen Länder. Da wird einem einiges klarer. Die wollen gewinnen um jeden Preis.

Biobanänli
Biobanänli
1 Jahr zuvor
Reply to  Cor

Klar doch da wird es hundertausende Stimmen aus den USA geben. Erzähl doch keinen Unsinn. Kennst du irgendjemand in Deutschland, der eine Anzeige aus Israel gesehen hat.

Patrick
Patrick
1 Jahr zuvor
Reply to  Biobanänli

Ja ich! Auf YouTube wurde ich damit zugeballert. Die Sängerin hat mit einer synchronisierten deutschen Stimme dauernd Werbung gemacht und gebeten die #4 zu wählen!!!

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Patrick

Ich habe vor allem YT-Ranking-Videos gesehen (und dann wieder abgebrochen), in denen Israel bewusst weggelassen wurde!

Matty
Matty
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

Ich habe die Rankingvideos, in denen Israel weggelassen wurde bei Youtube gemeldet.

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Patrick

Ja aber wer denkt sich nach der Werbung, jetzt wähle ich das. Sag mal bisschen mehr Verstand bei der Thematik anschalten

Patrick
Patrick
1 Jahr zuvor
Reply to  Chemieunfall

Hör auf Leute zu beleidigen, ich habe lediglich auf eine Frage geantwortet du unverschämter Chemieunfall!

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor
Reply to  Cor

So what? Das hätten alle Anderen auch machen können.

Spaceman04
Spaceman04
1 Jahr zuvor
Reply to  Cor

Dann hätten sie doch – da sie ja die Macht und das viele Geld haben, laut dir – doch lieber die Jury geschmiert.

Blödsinn ohne Ende.

Waterloo
Waterloo
1 Jahr zuvor
Reply to  Cor

Das erinnert jetzt sehr an das Jammern der Jusos, man solle TikTok verbieten, weil ungeliebte und nicht sonderlich geachtete Parteien da so tolle Werbung machen und Erfolge erzielen. Nur weil die Jusos TikTok nicht vertanden haben, soll anderen das Medium weggenommen werden.

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Cor

Ich halte so viele Werbungen für andere Länder auf Insta, TikTok oder Grindr. Nicht nur Israel macht das
Ich hatte letztes Jahr ne Werbung für Slowenien anzurufen.

Das ist so Aluhut und Antisemitisch klingen

jan135
jan135
1 Jahr zuvor

Interessant, dass auf dem YouTube-Kanal mit den Votingaufrufen für Israel auch einer für San Marino ist. Hat denen keiner gesagt, dass die kein Televoting haben? xD

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  jan135

Bitte erklärt mir mal den Neuigkeitswert. Ich abonniere jedes Jahr in verschiedenen Netzwerken die Künstler, deren ESC-Songs mir besonders gut gefallen und werde dann in der ESC-Woche mit Voting-Aufrufen bombardiert. Manche Künstler tingeln monatelang durch europäische Rundfunkstationen und werben für ihren ESC-Auftritt. Soll das dann alles verboten werden?

Marko +++
Marko +++
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

Nein. Das Problem liegt in wer das alles bezahlt und organisiert. Anstalt, Musikherausgeber oder Regierung. So bald da eine Regierung mitmischt, wird das anders betrachtet, weil da die (Un)Abhängigkeit einer Regierung mitspielt.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  Marko +++

Aber auch da ist doch dann die Frage: Wo fängt man an? „Visit Malta“ steht vermutlich ebenfalls unter Aufsicht der maltesischen Regierung – ist dieses harmlose Sponsoring hier auf dem Blog dann etwa auch schon staatliche Beeinflussung? Und vom kurzlebigen monegassischen Comeback in den Nullerjahren wird ebenfalls gesagt, dass es wohl speziell auf das Bestreben Alberts zustande kam – zwar damals ohne YouTube- und sonstige Werbung, aber eben trotzdem im Kern irgendwo „unfrei“ und aus politischen Interessen heraus.

Marko +++
Marko +++
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Visit Malta schaltet hier in der ESC-Saison keine Anzeigen auf Malta zu stimmen, versucht nur das Interesse für diesen Insel anzuregen.

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Marko +++

Naja, ich finde schon dass das Sponsoring dieses Blogs durch Malta ein Geschmäckle hat. Vielleicht könnten die Blogger mal bei Israel nachfragen, ob die nicht noch was in der Kasse haben. Sicher wäre da deutlich mehr zu holen.

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

Wenn es einen Geschmack gäbe, zahlte dieser sich für Malta hier auf dem Blog aber nicht aus. 😉 Die Kommentare unter den Malta-Beiträgen sind meist nicht sehr wohlwollend, davon können die Einzelkämpfer ein Liedchen trällern. 🙂

Da vermute ich eher, dass Katjes hier Einfluss auf das Votingverhalten nimmt… 😀

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

Ich esse immer noch Haribo. Dieses klebrige Katjes-Zeug kommt mir nicht in den Einkaufskorb. Werde ich jetzt gesperrt?

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

Das musst Du nach Deinem Outing jetzt mal abwarten. 😉

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Marko +++

War nicht bei der Rückkehr von Luxemburg auch die Regierung involviert?

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Marko +++

Hä unser ÖRR wird durch Steuergelder finanziert, was das für Werbung nutzt, ist das jetzt für dich ein Skandal??? Weird

RichardESC1997
RichardESC1997
1 Jahr zuvor

Ich bleib dabei.
Länder die sich in einen militärischen Konflikt befinden, sollten nicht teilnnehmen dürfen, da es den Wettbewerb verzerrt.

Rouven
Rouven
1 Jahr zuvor
Reply to  RichardESC1997

Ich bleib dabei. Alle Länder/Fernsehanstalten, die die Richtlinien der EBU erfüllen, sollten teilnehmen dürfen. Bedenke die Folgen, wenn man eine Einschränkung vornimmt. Angegriffene Länder werden ohne jede Schuld ausgeschlossen. Es muss im Einzelfall entschieden werden, wann ein militärischer Konflikt, wie du es nennst beginnt. Die Diskussionen werden größer, nicht kleiner.

JD..
JD..
1 Jahr zuvor
Reply to  RichardESC1997

Wenn also zB Australien von China angegriffen werden würde, sollte man es als zusätzliche Strafe ausschließen?
Oder Georgien von Russland? Oder… Oder oder…

Dufte Idee, kommt bestimmt gut.

Nein, die politische Motivierung der Zuschauer ist auszuhalten.

Germanfan
Germanfan
1 Jahr zuvor
Reply to  JD..

Oder Russland von Ukraine – ..
Es ist wirklich sehr schwierig. Auch ein Angegriffener wehrt sich meistens mit Terror, Tod, Vertreibung und Gegeneroberungen mit ebenfalls vielen Toten. Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten ein angegriffenes Land darf immer am ESC teilnehmen und kann dann sich wehren und selbst Kriegsverbrechen, Tote usw. hinterlassen und kann auf ewig am ESC teilnehmen.Nicht wirklich gerecht.

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor
Reply to  Germanfan

👍👍👍

4porcelli - Help the 🦦 save his people United24k
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24k
1 Jahr zuvor
Reply to  Germanfan

Also die Ukraine und Irland auf eine Stufe zu stellen ist unfassbar dreist. Die Ukraine vermeidet Ziele mit vielen Zivilisten während Russland gezielt Wohnhäuser, Einkaufszentren und Krankenhäuser bombardiert. Außerdem verschleppt die Ukraine keine Kinder.

Biobanänli
Biobanänli
1 Jahr zuvor
Reply to  RichardESC1997

Das würde das Problem der Semis beheben, denn dann hätten in den letzten 20 Jahre viele Länder nicht mitmachen können, incl. Deutschland, das Truppen in Afganistan stationiert hatte.

Waterloo
Waterloo
1 Jahr zuvor
Reply to  RichardESC1997

Es geht nicht um kriegerische Konflikte! Es geht um einen unabhängigen Rundfunk! Ist eine TV-Anstalt frei oder nur noch Staatsorgan wie in Rusland oder Belarus!

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Sachen gibt’s … Da schickt der spanische Sender einen Song über die Probleme einer Diva und handelt selbst wie eine!

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

Authentizität ist so wichtig

Sidus
Sidus
1 Jahr zuvor

Eine Überarbeitung des Televotes würde ich sehr begrüßen;

Die Werbekampagne, die Israel dieses Jahr gefahren hat, hat für mein persönliches Empfinden auch alles überstiegen was ich jemals gesehen habe. Hier wird oft gesagt, Malta hätte das ja früher immer genauso gemacht. Ich für meinen Teil kann sagen, dass Sarah Bonnici letztes Jahr ein bis zweimal bei Instagram bei mir aufgeploppt ist, mehr aber auch nicht. Und Sarah Bonnici war die Einzige, die mich aus Malta jemals über Social Media erreicht hat. Yuval wurde ich aber in der Tat dieses Jahr gar nicht mehr los. Bei JEDEM Video auf diversen Plattformen wurde ihre Werbung davor geschaltet. Der Algorithmus wurde gemolken wie eine eierlegende Wollmilchsau. Das ist natürlich reiner anecdotal evidence und heißt mitnichten, dass die Kampagne unbedingt erfolgreich war und sie jetzt genau deswegen Erste im Televote wurde. Und es ist hervorzuheben, dass Werbung zu schalten (noch) nicht verboten ist. Deswegen ist es auch alles okay so. Über ein Verbot für alle Delegationen, solche Ads in Zukunft zu schalten, könnte man trotzdem nachdenken. Das ist im Endeffekt aber gar nicht der Punkt, warum ich auch für eine Änderung im Televoting bin, auch wenn ich die Art und Weise der Kritik der Broadcaster fragwürdig finde.

An sich würde ich sehr befürworten, wenn ein Powervoting in Zukunft verhindert werden könnte. Das befürworte ich allerdings auch schon seit Jahren, und nicht erst seit Israel dieses Jahr das Televote gewonnen hat. In meinem Kommentar auf Douzis Kommentar zur Forderung nach Veränderung in der Jury bin ich bereits darauf eingegangen, dass Solidaritätsvotings an sich legitim sind. Aber ob das direkt zwanzig mal sein muss (wie das Limit der EBU es bisher zulässt), bzw. wenn man kreativ wird sogar öfter, weiß ich nicht und empfinde es persönlich als verzerrend. Daher würde ich schon lange bevorzugen, wenn es ein Limit dabei gäbe, wie oft man für ein bestimmtes Land anrufen kann. Ich vermute (das ist aber mitnichten belegt), dass die meisten Televoter die 20 nicht ausreizen, außer jenen, die entweder Superfans sind oder aber aus anderen Motivationen als dem Lied selbst abstimmen. Und die Superfans stimmen meist nicht mit allen 20 Stimmen für ein bestimmtes Land. Das gibt am Ende den Powervotern einen „Bedeutungsüberhang“ (zumindest wenn es genug von ihnen gibt). Das war auch schon bei anderen Beiträgen so und nicht nur bei Yuval. Es gibt verschiedene Diskussionen, wie genau das Televoting jetzt angepasst werden sollte, und alle haben denke ich Vor- und Nachteile. Aber eine Reduzierung der Powervoting-Möglichkeiten und damit auch -Anreize fände ich sehr gut. Gleichzeitig darf die Jury auf keinen Fall an Macht einbüßen, solange Beiträge, die beim Televote offensichtlich aus Gründen abseits des eigentlichen Liedes und seiner Präsentation gewählt werden, ganz oben mitspielen. Ein Sieg Israels dieses Jahr wäre ein absolutes Desaster und eine Schmach gewesen. Stefania hat sicherlich nicht nur wegen des Liedes gewonnen, aber das hat auch ohne Solidarität zumindest ziemlich weit oben mitgespielt, weil das Lied meilenweit besser war.

Jetzt kommt das große Aber. Die Art und Weise wie die Broadcaster das Televote kritisieren, finde ich etwas komisch und ich finde es hat auch ein Geschmäckle. Ich bin selbst kein Fan von den Machenschaften von Israel und wäre persönlich gegen eine Inklusion des Landes bei Eurovision, da objektiv bewiesen ist, dass das Land mit unverhältnismäßigen Mitteln in Gaza vorgeht. Wenn ein Broadcaster aber trotzdem bei Eurovision mitmacht, dann muss er das auch akzeptieren und nicht die ganze Zeit um den heißen Brei herumreden. Eine Änderung im Votingverfahren bei Eurovision zu fordern ist an sich total okay, und wie gesagt befürworte ich eine Änderung auch im Allgemeinen. Es hört sich allerdings so an, als würde man Israel indirekt „Schummeln“ vorwerfen. Und das ist der Punkt, wo ich nicht mitgehe.

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Sidus

Können wir uns darauf einigen, dass der palästinensische Terror der letzten jahrzehnte auch unverhältnismäßig war?

RichardESC1997
RichardESC1997
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

Was hat das jetzt mit den zu tun, was Sidus geschrieben hat?
Er hat seine neutrale Meinung geäußert.

Sidus
Sidus
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

Terror ist meiner Meinung nach nie verhältnismäßig. Daher ja, können wir. Ich sehe es auch mitnichten so, dass Israel nicht auf den 7. Oktober hätte reagieren dürfen oder sollen. Die Art der Reaktion übersteigt allerdings seit anderthalb Jahren meiner Meinung jegliche Rechtfertigung.

Germanfan
Germanfan
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

Aber Palästina nimmt wenigstens sowieso nicht am ESC teil und kann deshalb nicht ausgeschlossen werden.
Israel dagegen schon.
Und Russland darf auch nicht teilnehmen.
Wo gibt’s denn Krieg in Belarus? Darf auch nicht teilnehmen und Aserbaijan hat auch einen „Diktator“ und überfällt ein Land und kann trotzdem teilnehmen.
Alles anscheinend abhängig von ein paar Leuten in der EBU welche nach undurchsichtigen Kriterien das eine Land teilnehmen lässt unfassbar andere Land nicht.

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Germanfan

Hmmm… es geht aber nicht um Staaten und Länder, sondern um Rundfunkanstalten, die am ESC teilnehmen!

Christian W
Christian W
1 Jahr zuvor
Reply to  Germanfan

ES GEHT NICHT UM DEN VERDAMMTEN KRIEG BEIM AUSSCHLUSS RUSSLANDS!!!!!!! IMMER NOCH NICHT!!!!!!! Wie oft muss das jetzt hier noch erklärt werden?! Das ist unfassbar. Dass es immer noch Leute gibt, die das immer wieder brav für den Kreml hochkochen.

Weder die ruSSische Drecksdiktatur, noch die weißruSSische Kolonie Moskaus sind noch Mitglied der EBU. Sie könnten a) sowieso nicht mehr teilnehmen und b) wurden ihre Sender aus der EBU ausgeschlossen, weil sie eben direkte Propagandainstrumente der jeweiligen Regierungen sind. Das verhält sich bei KAN und Israel anders, das bei Netanyahu und seinen rechtsextremen Mitstreitern so verhasst ist, dass er es bereits mehrfach schließen wollte, was dann aber die ESC-Teilnahme und die Popularität des ESC in Israel jedes Mal verhinderte. Aserbaidschans Fernsehen wurde quasi extra für den ESC gegründet. Das eigentliche Staatsfernsehen wurde als Mitglied von der EBU mehrfach abgelehnt.

Und es sind keine undurchsichtigen Kriterien. Die Kriterien sind absolut glasklar. Du bist nur uninformiert (Sorry, but not sorry at all) und versuchst hier Empörung hervorzurufen, wo gar keine nötig ist.

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Sidus

Du kritisiert also wie Leute Voten ?

Last edited 1 Jahr zuvor by Chemieunfall
Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Ich habe zwar meine zigfachen Stimmen zum Großteil anders verteilt, aber derartige Aufrufe seine Votes zu potenzieren würden doch ohnehin nur überzeugte Fans beeinflussen und die kommen auch ohne einen solchen Hinweis auf die Idee. Das Thema wird viel zu hoch gehängt.

Jabastalus
Jabastalus
1 Jahr zuvor

Ich würde mich nicht wundern, wenn wir Israel so schnell nicht wieder auf der ESC-Bühne sehen würden.
Irgendwann kippt auch die EBU, wenn sich immer mehr Sender gegen Israel
verschwören. Und Spanien ist immerhin ein Big5-Land.
Aktuell kann ich mir nur bei Deutschland vorstellen, dass man sich aktiv für einen Verbleib Israels am Contest stark machen würde.
Etwas speziell ist natürlich schon, dass nun ausgerechnet jene Länder protestieren, die dieses Jahr besonders erfolglos waren.

Alki Bernd
Alki Bernd
1 Jahr zuvor
Reply to  Jabastalus

Die Sender müssen aufpassen, dass sie nicht selber kippen

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  Jabastalus

Naja, gut, „besonders erfolglos“ … ich weiß ja nicht. Finnland war zwar ein FFF, aber Platz 11 ist ja so schlecht nicht. Island hat mal wieder das Finale gesehen, was nun auch nicht Usus ist. Und Spanien hat halt abgeschnitten, wie Spanien eben abschneidet. Wirklich mies lief’s doch eigentlich nur für Belgien …

Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor
Reply to  Jabastalus

Komplett ausschließen können wir einen freiwilligen Verzicht von Israel. In der Medienstrategie von Netanjahu spielt der ESC eine wichtige Rolle und deshalb wird Israel auch weiter teilnehmen wollen.

Ein Ausschluss von Israel hätte aus meiner Sicht das Potenzial, den ESC zu spalten, da Länder, die Israel unterstützend zur Seite stehen, auf einmal ihrerseits einen Boykott erwägen könnten.
Kurzum: Das Thema könnte ein böses Pulverfass sein, was den ESC weiter grundlegend (zum Negativen) verändert.

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Frank B.

Der Ausschluss von Israel wäre der endgültige Beweis, dass „United by Music“ die pure Heuchelei ist. Natürlich würde ich dann von der ARD einen Boykott erwarten. Alles andere wäre ein Skandal.

Christian W
Christian W
1 Jahr zuvor
Reply to  Frank B.

Netanyahus Ziel war es bereits mehrfach, KAN zu schließen. Dem ist der ESC Wurst. Der will viel lieber, dass KAN aufhört unabhängig und regierungskritisch zu berichten. Das ist die Medienstrategie dieses Mannes. Je weniger Menschen von seinen korrupten Machenschaften erfahren, desto besser. Netanyahu und seinen rechtsextremen Partnern ist es doch mittlerweile vollkommen egal, was irgendwelche Spanier oder Belgier denken. Das ist das Ergebnis der ganzen durchgeknallten und überzogenen Proteste in den letzten Jahren. Glückwunsch dazu an die ganzen Farbbeutelwerfer und „Genozid“-Schreihälse. Da wurde echt viel erreicht. Alle Achtung!

Anna01
Anna01
1 Jahr zuvor
Reply to  Christian W

So ganz egal ist ihm die internationale (Nicht) Unterstützung nicht.
Und naja, ich würde mir halt wünsche das man die Sachen etwas nüchtern betrachtet: Zum Beispiel Genozid:
Ich bin ja der Wissenschaftlichkeit verschrieben und viele Genozidforscher*innen sehen Anzeichen. Aber so radikal wie manche in Social Media und Co auftreten ist darüber keine sachliche Diskussionen möglich.

Last edited 1 Jahr zuvor by Anna01
Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor
Reply to  Christian W

Ich will mich nicht als allwissend darstellen, daher mein Wissensstand: Aus meiner Erinnerung (gerade wieder durch den YT-Account von „Overthinking Eurovision“ gestärkt) wurde der gebührenfinanzierte Vorgängersender 2017 stillgelegt und durch einen „schlankeren“ und durch das aus Steuergeldern finanzierte KAN ersetzt.
Nach dem ESC-Gewinn 2018 gab es anfangs einige Diskussionen, ob Israel den Contest 2019 überhaupt ausrichten dürfte, (neben finanziellen Fragen) u.a. auch weil Israel die Abschaffung von Nachrichtensendungen im Hauptprogramm erwogen hatte. Die Pläne wurden beerdigt und Israel durfte den ESC in Tel Aviv ausrichten.

Für mich ist das eine Argumentationskette dafür, dass eine ESC-Teilnahme für Netanjahu relativ wichtig ist, sonst würde er gegenüber der EBU doch keine Zugeständnisse machen.

Ob die Hintergründe stimmen oder ob KAN wirklich der politisch ausgewogene TV-Sender ist als der er regelmäßig bezeichnet wird, kann ich natürlich nicht bestätigen. Ich kann mich da nur auf die seriös aussehenden Quellen verlassen.

David
David
1 Jahr zuvor
Reply to  Frank B.

Die weitere Teilnahme Israels aber genauso. Wir können doch nicht ernsthaft die nächsten Jahre jedes Mal standardmäßig mit 300 Televotepunkten für Israel starten, egal was auf die Bühne gestellt wird. Die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs geht damit endgültig flöten und keine großen Künstler werden daran teilnehmen wollen, wenn so eine Wettbewerbsverzerrung stattfindet. mMn wären die langfristigen Schäden viel, viel größer in diesem Szenario.

Und dass Israel den ESC weiter als Propagandaplattform nutzen wird, ist offensichtlich.

Dascha
Dascha
1 Jahr zuvor
Reply to  David

„Die weitere Teilnahme Israels aber genauso. Wir können doch nicht ernsthaft die nächsten Jahre jedes Mal standardmäßig mit 300 Televotepunkten für Israel starten, egal was auf die Bühne gestellt wird.“

Was ist mit der Ukraine? Die Fälle sind doch gleich. Selbst dieses Jahr, als die Ukraine den meines Erachtens nach schwächsten Beitrag seit ganz vielen Jahren geschickt hat, haben sie das Semi gewonnen und im Finale eine Top 10 Platzierung erreicht.

Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor
Reply to  David

Natürlich wird der ESC auch als „Propagandaplattform“ verwendet, wie du es bezeichnest. Alleine der Gastgeber SFR hat 37 verschiedene Postkarten gezeigt, die „Propaganda“ für schweizer Tourismusorte betrieben haben.

Überall, wo viele Menschen zusehen, versuchen sich Länder (und seien es auch nur die TV-Sender als Repräsentanten ihres Landes) möglichst positiv darzustellen. In Wettbewerben bedeutet dies auch im Rahmen des erlaubten seine Siegchancen zu optimieren.

Beispiele dafür haben wir in der ESC-Geschichte ja einige gehabt, wobei einige davon niemals richtig aufgeklärt wurden. Der letzte größere Fall hat uns die juryfreien Semifinals eingebracht (von denen ich auch mittlerweile glaube, dass sie dem ESC eher schaden als nützen).

Und Israel? Ja, die machen das oben genannte auch, in dem sie einen gefälligen, massenkompatiblen Song auswählen. Sie suchen sich dazu hübsche, gut singende Sängerinnen, die auf die meisten symphathisch wirken. Sie machen Werbung über Social Media (ich glaube es den ganzen Schreibenden – ich habe immer nur Werbung von Louane und Kaj auf Insta gesehen) und fordern zum Voting auf. Sie weisen auf die gültigen Votingregeln mit max. 20 Stimmen hin.
Davon ist für mich nichts ungewöhnlich oder skandalös, sondern einfach gut durchdacht.

Wenn die EBU den Einfluss solcher Unterstützungsaktionen minimieren will, sollen sie halt die für alle geltenden Votingregeln ändern (ob das viel weiß man natürlich auch nicht).
Oder andere Sender sollen einfach mal versuchen das Erfolgsrezept von Israel 2024/25 zu kopieren (so wie es auch früher bei erfolgreichen Auftritten gemacht wurde).

Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor
Reply to  David

Das eine weitere Teilnahme Israels aber genauso gefährlich ist wie ein Ausschluss kann ich nur bestätigen, da stimme ich dir zu. Ist für die EBU derzeit eine „Pest oder Cholera“-Situation, bei der sie schauen muss, mit welchem Weg sie weniger Länder dauerhaft verärgert.

Erinnert mich an einige europäische Sportverbände (z.B. Uefa), die eigentlich gerne Russland wieder teilnehmen lassen würden, aber sich das aus politischen Gründen noch nicht trauen. Noch.

Anna01
Anna01
1 Jahr zuvor
Reply to  Frank B.

Russland will ja seinen eigenen ESC veranstalten und es ist schon von mindestens 20 Ländern die Rede. Weiß jetzt nicht, wie eng Israel mit Russland ist oder andere Staaten, aber ich sehe da auch die Befürchtung, dass diese sixh Russland anschließen werden und irgendwann nur noch für „unseren“ ESC hauptsächlich „westliche“ Länder übrig bleiben.

Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor
Reply to  Anna01

Bin ich auch mal gespannt, wer da alles dran teilnimmt. Ich meine aber auch, dass Putin schon durchaus auf Distanz zu Israel gegangen war, daher würde ich das eher gerade ausschließen.
Andererseits könnten Länder natürlich auch versuchen an beiden Wettbewerben teilzunehmen. Wüsste nicht, dass das bislang jemand untersagt hätte.

Ich könnte mir eher andere osteuropäische und/oder autokratisch regierte Länder vorstellen, die dauerhaft wechseln wie z.B. Georgien, Belarus, Serbien, die Slowakei oder Ungarn.

Oltomm
Oltomm
1 Jahr zuvor

Eine Veränderung des Votingsystems um Massenabstimmungen von einem Gerät zu reduzieren und es so schwieriger machen, einen einzigen Beitrag gezielt nach oben zu puschen fände ich gut. Sowohl im jetztigen Kontext als auch als eine Maßnahme um das Televoting im Falle von zukünftigen Kontroversen jeglicher Art stabiler zu machen.

Eine Idee die ich jetzt schon öfter gehört habe ist auch die, dass man beim Abstimmen immer für gleich 3 verschiedene Länder eine Stimme geben muss. Die Logik dahinter ist die, dass man beim Anschauen eines Finales mit 26 Liedern wohl kaum mit nur einem einzigen Favoriten herauskommen wird. So wird man dazu „gezwungen“, seinen 3 Lieblingsliedern eine Stimme zu geben, was das extreme Puschen von nur einem Song ineffektiver macht, da man so auch gleichzeitig noch immer zwei weitere Beiträge nach oben treibt.

Lady Madonna
Lady Madonna
1 Jahr zuvor
Reply to  Oltomm

„Eine Idee die ich jetzt schon öfter gehört habe ist auch die, dass man beim Abstimmen immer für gleich 3 verschiedene Länder eine Stimme geben muss.“

Bin dagegen. Und zwar entschieden! Ich komme pro Jahrgang meistens nur auf 1-2 Songs, für die ich richtig brenne – dieses Jahr waren dies Litauen und Albanien. Dazu kommen dann meistens noch eine Handvoll Songs, die ich mag, für die ich aber nicht abstimme, weil mir die anderen 1-2 Songs wichtiger sind… Ich will nicht gezwungen werden, entgegen meiner Präferenzen zu wählen!

Johannes Floehr
Johannes Floehr
1 Jahr zuvor

Ich wünsche mir, dass mehr ESC-Fanmedien dieses Thema sachlich und faktenbasiert behandeln. Denn gefühlt ist es immer noch so, dass große bzw. laute Teile der Fans denken, Netanjahu persönlich hätte den Beitrag ausgewählt. Da herrscht große Unwissenheit (oder Desinteresse), die dann sehr schnell in kollektivem Hass mündet, der nicht nur dem ESC, sondern dem gesamten gesellschaftlichen Miteinander überhaupt nicht gut tut. Und auch den Menschen, denen man ja eigentlich eine Stimme und Solidarität geben möchte, null hilft. Natürlich wäre jetzt die einfachste Lösung, Israel vom Contest auszuschließen. Dieser Forderung einer – so mein Eindruck – Minderheit nachzukommen widerspräche aber zumindest meinem Verständnis des Grundgedankens hinter dem ESC.

Germanfan
Germanfan
1 Jahr zuvor

Einfachste Lösung:
Alle Länder dürfen teilnehmen, egal ob Krieg oder nicht.
Schließlich ist es ein SONG Contest und nicht ein COUNTRY Contest.

Christian W
Christian W
1 Jahr zuvor
Reply to  Germanfan

Es geht nicht um Krieg, verflucht!!! *beißt in den Tisch*

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor

Warum wäre das einfach? Das wäre skandalös.

David
David
1 Jahr zuvor

Du glaubst, es ist reiner Zufall dass man letztes Jahr mit „October Rain“ an den Start gehen wollte und dieses Jahr auch ganz zufällig eine Überlebende des Massakers vom 7. Oktober ausgewählt hat? Puh, so viele Zufälle.

Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor
Reply to  David

An welcher Stelle soll Johannes das behauptet haben?

Anmey
Anmey
1 Jahr zuvor

Ich verstehe diese Obsession mit der israelischen Voting-Werbung überhaupt nicht. Ich bin mir absolut sicher, dass das israelische Ergebnis nicht anders ausgefallen wäre, wenn es die nicht gegeben hätte. Was ich noch befremdlicher finde, ist, dass tatsächlich Sender auf diesen Zug aufspringen. Für mich ist das aber ganz eindeutig bloß vorgeschoben, weil die sich nicht trauen, offen den Ausschluss von Israel (aus politischen Gründen) zu fordern, den sie eigentlich wollen.

Die Zahl der Stimmen zu beschränken, halte ich prinzipiell für eine gute Idee, um Powervoting jedweder Art zu verhindern. Ich habe sehr viel Sympathie dafür, wie bspw. beim MGP pro Person nur eine Stimme zuzulassen. Es gibt allerdings vermutlich Länder, wo es dann schwierig wird, ein valides Ergebnis zustande zu bekommen. Ganz abgesehen davon, dass das Voting für viele Sender eine benötigte Einnahmequelle ist.

Oltomm
Oltomm
1 Jahr zuvor
Reply to  Anmey

Natürlich hat die Werbung einen Effekt, sonst würden sie die ja nicht schalten. Wie groß dieser aber ist kann man aber wirklich nicht sagen, besonders da die Werbung in vielen Fällen ja nicht direkt, sondern nur indirekt für Votes sorgt.

Gemeint ist damit, dass die Werbung zum einen auch die die den Contest eigentlich garnicht schauen würden an diesen erinnert, und zum anderen, dass es nach dem Schauen der Werbung vielleicht eher dazu kommt, Familie und Freunde auf das Thema anzusprechen (wenn auch nur beiläufig), sodass diese dann möglicherweise eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, den Contest zu schauen und/oder zu voten. Es geht also nicht nur darum die Person die die Werbung bekommt anzusprechen, sondern auch deren Bekanntenkreis zu aktivieren.

Meiner persönlichen Meinung nach sollte das Werbung schalten einfach allgemein verboten oder zumindest stark eingeschränkt sein. Lass einfach das Lied für sich selbst sprechen.

Anmey
Anmey
1 Jahr zuvor
Reply to  Oltomm

Am Ende kann man nicht nachweisen, ob die Werbung funktioniert hat oder nicht. Ich sehe jedenfalls überhaupt gar nichts verwerfliches darin, harmlose YouTube-Werbung zu schalten. Das könnte jedes andere Land genau so machen (und einige haben es ja auch getan).

Lady Madonna
Lady Madonna
1 Jahr zuvor
Reply to  Anmey

Aus finanziellen Gründen kann es sich aber nicht jedes Land leisten, Werbung zu schalten. Die unterschiedlichen Budgets beim Staging verzerren den Wettbewerb ohnehin schon. Wenn jetzt auch noch unterschiedliche Werbebudgets dazukommen, wird‘s noch schlimmer. Ich bin daher auch für ein grundsätzliches Werbespotverbot beim ESC.

Wolfgang Groß
Wolfgang Groß
1 Jahr zuvor
Reply to  Lady Madonna

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Songs nicht mehr vorab veröffentlicht werden dürfen.

Christian W
Christian W
1 Jahr zuvor
Reply to  Lady Madonna

Was ist denn dann Werbung? Erika Vikman hat zum Beispiel in Deutchland in der finnischen Botschaft gesungen und diese hat das geteilt. Das wäre dann Werbung. Die finnische Heimatstadt von KAJ hat eine Sauna nach Basel geschickt, was wiederum von der schwedischen Botschaft geteilt worden ist. Auch das wäre verboten. Portugals Botschaften rufen regelmäßig dazu auf, für den portugiesischen Beitrag zu werten. Wäre alles verboten. Wo fängt man da an und wo hört man auf?

JD..
JD..
1 Jahr zuvor

Dass die vielen Punkte für Israel politisch motiviert waren, kann wirklich niemand bezweifeln.
Soooo gut oder besonders war der Song einfach nicht.

Aber: es ist nicht gegen die Regeln, die eigene Diaspora nach Kräften einzuspannen.

Sollte es das sein? Ich weiß nicht.

Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor
Reply to  JD..

Kann es aber vielleicht zusätzlich sein, dass die Fans, klassischer, epochaler Balladen auch dieses und letztes Jahr wenig Auswahl hatten und deshalb für Israel gestimmt haben?

Wenn Spanien und Belgien (oder andere Länder) selbst eine bessere Ballade schicken würden, würde das Israel mehr weh tun als irgendein Vorwurf, Werbung zu schalten.

Davon abgesehen: Das Televoting ist das 2. Jahr in Folge vielleicht überbewertet, die Jurys sparen aber weiter auffällig an Punkten für Israel.
Stören tut mich beides, aber immerhin revidieren sich beide Effekte zum Teil aus

JD..
JD..
1 Jahr zuvor
Reply to  Frank B.

Klar kann das sein.
Aber eben nicht in dem Umfang.

Der ESC ist recht bekannt dafür, dass Balladen ala Israel es eben eher schwer haben.
Ohne die, ähm, politischen „Umstände“ hätte der Beitrag immer noch sehr gut abgeschnitten, aber den Sieg im Public Voting? Das kann man ausschließen.

Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor
Reply to  JD..

Naja, die große epochale Powerballade westeuropäischer Prägung (als Abgrenzung zur Balkanballade oder Songs mit Ethnoeinflüssen) holen natürlich nicht immer den Sieg. Aber Conchita und Duncen Laurence könnte man schon in diese Richtung packen (wobei Rise like a Phoenix eine klassischere Ballade war, Arcade eher etwas moderner).

Aber wie schon geschrieben fand ich die beiden israelischen Songs im Televoting (aus politischen Gründen) zu hoch bewertet, während die Jurys das Gegenteil gemacht haben. Das bedeutet auch, dass ich im aktuellen Song auch keinen überzeugenden TV-Sieger sehen kann.

Biobanänli
Biobanänli
1 Jahr zuvor
Reply to  JD..

Sag doch einfach, dass du der Meinung bist, das es so ist. Warum sprichst du anderen ihre mögliche Meinung ab?

JD..
JD..
1 Jahr zuvor
Reply to  Biobanänli

Meinungen kann man haben.

Nur gibt es eben Meinungen, die auf der Realität und Fakten basieren…. und andere, die eher so aus der Ecke „Gefühl“ herrühren.

Beide sind nicht gleichwertig.

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  JD..

Und auch die Frage, ob es theoretisch gegen die Regeln sein sollte, erübrigt sich ja bereits dadurch, dass es gar keine Kontrollinstanz geben kann (oder zumindest darf), die diesem Diaspora- und Bloc-Voting einen Riegel vorschiebt.

Gibt eben Dinge, die kann man nicht ändern: Wasser ist nass, nachts ist kälter als draußen, Griechenland kriegt zwölf Punkte im zyprischen Televote. 🤷‍♂️

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Ich finde den Begriff Diaspora in diesem Zusammenhang immer schon schlimm. In Deutschland lebende Türken und türkischstämmige Deutsche haben früher für die Türkei gevotet. Na und? Wer hier wohnt ist Teil unserer Gesellschaft und sollte auch repräsentiert werden. Auch beim ESC.

Roy
Roy
1 Jahr zuvor
Reply to  Haraldur

Das Thema ist doch völlig an den Haaren herbeigezogen. Wenn ich mir anschaue, wie wenig Juden ist in den europäischen Ländern so gibt, frage ich mich, wie diese Israel zu 12 Punkten verholfen haben sollen.

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Roy

Hä was ist das für ein seltsames Argument. Nur weil es nur wenige gibt heißt es nicht das vermehrt diese schauen als „Nicht-Juden“ und es rufen ja nicht nur Juden zur Soli von Israel an

JD..
JD..
1 Jahr zuvor
Reply to  Nils

Da hast du recht.
Man kann eine Kontroller eigentlich ausschließen.

Besser wäre eine Votingreform, die nicht mehr als X (vllt 5?) Votes für den gleichen Beitrag zulässt.

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor
Reply to  JD..

Ich liebe den israelischen Beitrag. Für mich war es der beste des Abends und ich habe tatsächlich 20 mal problemlos dafür angerufen. Punkt.

kon
kon
1 Jahr zuvor

Spanien und Belgien versuchen in ihrer TV-Übertragung den Wettbewerb zu beeinflussen, dann bekommt Israel 12 Punkte aus dem Televoting beider Länder und jetzt beklagen sie das Wertungssystem. Kann man sich ja kaum ausdenken…..

Biobanänli
Biobanänli
1 Jahr zuvor
Reply to  kon

Ich bin ja immer noch der Meinung, dass so ein Voting eher eine Reaktion auf die gesellschaftliche Diskussion in den entsprechenden Ländern ist. Und da man nur für und nicht gegen ein Land anrufen kann, ist es eben wahrscheinlicher, dass aus viel Israelkritik auch viel Stimmen für Israel kommen.

kon
kon
1 Jahr zuvor
Reply to  Biobanänli

Ja, sicherlich fühlen sich die Leute, die es nicht ganz so sehen, oder es daneben finden, dass eine Künstlerin, die mit der Poltik des Landes nichts zu tun hat, den ganzen Druck abbekommt, teilweise dazu bemüßigt da einen Ausgleich herzustellen.

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor
Reply to  kon

Genau so 👍👍👍

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  kon

Wer mal in Antwerpen war, der wird sich kaum über belgische Stimmen für Israel wundern. Erst recht nicht, wenn Belgien im Finale gar nicht mehr vertreten ist. Dann dürften doch die Einschaltquoten geringer sein und somit jeder Anruf Bedeutung haben.

Thomas2000
Thomas2000
1 Jahr zuvor

Kein Mensch auf der ganzen Welt glaubt, dass die 300 Punkte aus rein musikalisch künstlerischen Gründen gegeben wurden. Das glauben nicht einmal die, die für Israel angerufen haben.

Dascha
Dascha
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Was ist mit der Ukraine? Was ist allgemein mit den Ländern, die eine abstimmungsfreundliche Diaspora haben?

Thomas2000
Thomas2000
1 Jahr zuvor
Reply to  Dascha

Stimmt, es ist kein rein israelisches Thema. Aber das, was hier die letzten beiden Jahre passiert ist, ist ist eine neue Dimension.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

also 2022 wußte jedes land im prinzip,daß der sieger zu 99,99% bereits feststeht.
2024 und 2025 war israel jeweils mit in der siegerverlosung aber fest stand da noch gar nichts. 😎

Laurine
Laurine
1 Jahr zuvor

„fest stand“ trotzdem dass Israel im Televoting sehr weit vorne landen wird

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Nö war schon immer ein Punkt.

Johannes Floehr
Johannes Floehr
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Angehört wird der Song aber trotzdem viel. Nicht so viel wie eine Handvoll anderer Beiträge des diesjährigen Jahrgangs, aber gibt schon auch Leute, die sich das gerne anhören. Ganz im Gegensatz zum Beispiel zum polnischen Song.

https://esctracker.com/

Edit: Ah, verguckt, ich war nicht beim Spotify-Reiter. Da ist Israel dann tatsächlich sehr schwach vertreten für einen Televotesieger, das stimmt.

Last edited 1 Jahr zuvor by Johannes Floehr
Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor

Malta und Polen sind die einzigen Lieder die nicht in den Top 200 der Spotify Charts Germany sind.

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor

Ich habe Polen aus voller Überzeugung gewählt und kann mich auch nicht daran statthören.

Chemieunfall
Chemieunfall
1 Jahr zuvor

Du muss aber bedenken nur anhand von Spotify kannst du nichts wissen wie ein Song ankommt. Es gibt noch Apple Music Deezer und es gibt Leute die keine Musik streaming nutzen oder andere Sache Und trotzdem Voten für ein Song

Haraldur
Haraldur
1 Jahr zuvor
Reply to  Chemieunfall

Richtig! Ich kaufe CDs oder bei Künstlern, die mir nicht ganz so wichtig sind, kaufe ich auch mal einen Download. Ich lasse mir von keinem Streamingdienst vorschreiben, was ich hören kann. Ja, ich bin emotional Boomer (wenn auch nicht vom Geburtsjahr her).

Biobanänli
Biobanänli
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Kann man auch jedes Jahr bei dem Titel aus Schweden sagen: „künstlerische Gründe“. Was ist daher deine Aussage?

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Das das von dir kommt war sooo klar. 🤮🤮🤮

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Ich glaub das!
Und jetzt?

Christian W
Christian W
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Nö, die kommen wegen Leuten wie dir und euren absurden Aussagen zu Israel zustande. You made this. Wollte das nur noch einmal betonen. 🙂

Rouven
Rouven
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Niemandes Punkte sind jemals aus rein musikalisch-künstlerischen Gründen gegeben worden. Vermutlich war das schon in den 50ern so.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

„Kein Mensch auf der ganzen Welt glaubt …“
Schön, dass Du das so genau weißt. Was für eine arrogante Aussage!

eric999
eric999
1 Jahr zuvor

Ich bin nicht unbedingt davon überzeugt, dass beim Televoting was falsch lief, daher finde ich die Forderungen von Spanien und Belgien etwas seltsam. Dennoch finde ich, es muss sich was ändern in der Causa Israel. Es ist doch ziemlich offensichtlich, dass wenn Israel’s Song von Montenegro geschickt worden wäre, er nicht genau so viele Punkte bekommen hätte. Es gibt einfach einen signifikanten Prozentsatz an Votes die aus politischem Interesse an Israel abgegeben wurden. Bei der niedrigen Jury-Wertung kann man davon in gegensätzlicher Richtung ausgehen. Am Ende haben wir ein Punkteergebnis für Israel, dass in keinster Weise die Bewertung des Songs widerspiegelt. Ist das nicht schade? Ich bin der Meinung, da müsste was getan werden, nicht unbedingt um in diesem Fall „gegen Israel“ zu arbeiten, sondern auch damit Israel’s Künstler sich selbst nicht nur als politisches Instrument sehen, sondern genau wie jeder andere Teilnehmer ehrliches Feedback von Zuschauern und Jurys bekommen. Ich finde das geht in der Diskussion leider oft unter. Ich möchte mich bei dem politischen Konflikt nicht auf eine Seite stellen, fand es aber trotzdem schade, dass die vielen politisch motivierten Votes für Israel das Ergebnis und das Verfolgen der Punktevergabe so stark beeinflusst haben. Und ich möchte nicht, dass dadurch der Grundgedanke des ESC kaputt geht. Ein Sieg Israels wäre in der aktuellen Lage fatal – egal auf welcher Seite man nun steht bei dem Konflikt – und könnte dem Contest nachhaltig schaden. Es gibt einen Punkt, da muss man den Contest vor sich selbst schützen und der ist meiner Meinung nach erreicht.

Dascha
Dascha
1 Jahr zuvor
Reply to  eric999

Jedes Argument, welches man jetzt Israel macht, muss man dann aber auch der Ukraine machen. Es ist doch ziemlich offensichtlich, dass wenn der ukrainische Song von Montenegro geschickt worden wäre, er nicht genau so viele Punkte bekommen hätte.
Die Lösung muss gleichermaßen für beide Fälle gefunden werden. Am besten wäre Frieden. Ansonsten muss man entweder beide Länder ausschließen oder das Televoting gegebenenfalls reformieren.
Ich persönlich finde, der ESC muss auch Solidaritätspunkte aushalten können.

eric999
eric999
1 Jahr zuvor
Reply to  Dascha

Das stimmt, man kann das gleiche Argument mit der Ukraine machen, wobei das Solidaritätsvoting in diesem Fall wohl im Vergleich zu 2022 etwas abgenommen hat. Deswegen bin ich nicht automatisch für einen Ausschluss der Ukraine vom ESC. Den Fall Israel würde ich aber anders bewerten. Der ESC ist seit jeher ein Spiegelbild gesellschaftlicher Konflikte. Das liegt einfach in seiner Natur. Nach dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine war man sich in Europa einig: Russland muss weg. Also wurde Russland ausgeschlossen (bzw. hat sich zurückgezogen, wie auch immer). Beim aktuellen Gazakonflikt ist sich Europa seit langem mal wieder stark uneinig. Es ist ein Konflikt, der die Europäer in ihren Grundwerten spaltet. Das sieht man nicht nur beim ESC, aber auch dort. Und solange der Konflikt in seiner jetzigen Form nicht gelöst wird, wird das so bleiben. Gewinnt Israel durch politisches Voting wird mindestens die Hälfte aller Länder wohl nicht mehr teilnehmen (ob man das nun begrüßt oder nicht) und das Vertrauen in die EBU wird nachhaltig geschwächt. Denn alleine dadurch dass Israel aktuell noch dabei ist, stellt sich die EBU auf eine Seite. Und klar, stellt sich die EBU auf die andere Seite wenn sie Israel ausschließen würde. So oder so ist der Contest aktuell also ein Politikum. Und meiner Meinung nach wäre es für den ESC als verbindende Veranstaltung besser, wenn Israel bis auf weiteres von einer Teilnahme ausgeschlossen werden würde, denn auch wenn man damit ein kontroverses Statement setzt, würde man zumindest den Contest an sich ein Stück weit aus der politischen Schusslinie nehmen, was am Ende allen zu Gute kommt. Das Konzept und die Idee ESC sind zu wichtig um sie für diesen Konflikt (den der ESC selbst *nie* lösen können wird) aus dem Fenster zu werfen.

Lillie
Lillie
1 Jahr zuvor
Reply to  eric999

Das ist der Kommentar, den ich am meisten unterschreiben kann. Danke dafür.

Alex John
Alex John
1 Jahr zuvor

OT

Anastasia Krawtschenko wird Belarus beim Intervision Song Contest 2025 vertreten:

https://eng.belta.by/society/view/belarus-reveals-its-entry-for-intervision-song-contest-2025-168124-2025/#:~:text=MINSK%2C%2019%20May%20(BelTA),from%20the%20media%20holding%20company.

Matty
Matty
1 Jahr zuvor
Reply to  Alex John

Unwichtig!

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Das entscheidest ganz bestimmt nicht DU 🤮

Germanfan
Germanfan
1 Jahr zuvor
Reply to  Alex John

Danke für die Info. Sehr interessant

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor
Reply to  Germanfan

https://en.wikipedia.org/wiki/Intervision_Song_Contest
karel gott (R.I.P.) ist der johnny logan des ostens. 😎
20 länder sollen nach derzeitigen stand angeblich teilnehmen.
ich bin ja ein freund von guter folkloremusik dieser welt und da ist dann bestimmt auch etwas für mich dabei. 🙂
p.s. die veranstaltung wäre vielleicht auch etwas für diesen act.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor

kleine zugabe für musikneuentdecker – der kanal lohnt sehr! 😎

Christian W
Christian W
1 Jahr zuvor
Reply to  Germanfan

Na, das habe ich mir nach den obigen Kommentaren gedacht, dass du solche Diktaturen Micky-Maus-Contests „interessant“ finden dürftest…

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor
Reply to  Alex John

Danke 🙏

funtasticc
Mitglied
funtasticc
1 Jahr zuvor
Reply to  Alex John

Muss ich die kennen?
Ich finde es schade, dass es eine Konkurrenzveranstaltung gibt für Länder, die entweder von der EBU ausgeschlossen wurden oder sich aus verschiedenen Gründen zurückgezogen haben. Völkerverständigung geht anders.

Christian W
Christian W
1 Jahr zuvor
Reply to  funtasticc

Die meisten Länder, die bei Putins Micky-Maus-Contest teilnehmen, kommen ja nicht aus Europa und sind auch nicht Mitglieder der EBU. Eine Teilnahme an dem Diktaturen-Bums sollte den sofortigen Ausschluss aus der EBU zur Folge haben. Die ruSSische Diktatur hat ihren Vertreter ja schon gefunden: Shaman, des Führers Haus und Hof-Rapper. Eine der letzten Singles hieß doch tatsächlich „Moi boi“ (Mein Kampf). Da kommt mir jetzt schon das Frühstück wieder hoch.

Anna01
Anna01
1 Jahr zuvor
Reply to  Alex John

Ich habe mir gerade mal die angeblichen Länder angesehen, die teilnehmen sollen und wollen und bin richtig enttäuscht von einigen🤣🥲
Armenien und Aserbaidschan fahren doppelgleisig. (Dafür, dass die sich gegenseitig nicht ausstehen können, machen die oft erstaunlich gemeinsame Sache)
Brasilien (why😭)
Und diese Länder hätte gerne Russland auch dabei:
🇧🇴 Bolivia
🇨🇴 Colombia
🇭🇺 Hungary
🇲🇽 Mexico
🇵🇰 Pakistan
🇸🇦 Saudi Arabia
🇷🇸 Serbia
🇸🇰 Slovakia
🇻🇪 Venezuela

https://eurovoix-world.com/2024/12/27/more-than-25-countries-interested-in-participating-in-intervision-2025/

ESCFrank
ESCFrank
1 Jahr zuvor
Reply to  Alex John

🥱🤮

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Und noch etwas: Wer Transparenz in dem Zusammenhang fordert, sollte erstmal den konkreten Zweifel am Prozess des Votings plausibel machen. Jedenfalls suggeriert die Forderung nach Transparenz da irgendeinen unsauberen Akt, der mit bestimmten Narrativen spielt und diese nährt.

Wenn einem das Vertrauen in die Abstimmung fehlt, können Offizielle ja die Voter, die so ungenehm abgestimmt haben, persönlich anschliessend kontakti … ach nein, das verwechsel ich jetzt wohl mit Aserbaidschan. 🙄

Last edited 1 Jahr zuvor by Jorge
Marko +++
Marko +++
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

Das Problem ‚Intransparenz‘ gibt es, seit Digame/Once Germany GmbH das Televoting organisiert. Die Anstalten bekommen zwar Ergebnisse von Digame, aber unvollständig.

Im Grunde geht es um Powervoting oder Blockvoting. Once (Digame) liefert nur Gesamtzahlen. Spanien, Belgien und im letzten Jahr Slowenien wollen wissen wie viele Stimmen pro Kreditkarte/Nummer/Endgerät an welches Land gegangen sind.

Sollte für die EBU ein leichtes Spiel sein die Datensatz zu erweitern mit diesen Infos.

Chris
Mitglied
Chris
1 Jahr zuvor

Klingt für mich aber auch etwas nach „schlechter Verlierer“. Spanien bekam wenig Televotingpunkte, für Belgien hats nicht mal fürs Finale gereicht.
Wer sind die Verantwortlichen der spanischen und belgischen Sender, die sowas in Auftrag geben?
Und wie sehr müssen sie es hassen, dass sowohl deren Jury als auch die eigenen Televoter für Israel gestimmt haben? Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen. Warum erlaubt man also einem Sender, wo vielleicht 5-10 „Entscheider“ dahinterstecken, ihre eigene Weltsicht anderen aufzudrücken, wenn die eigene Bevölkerung (und die Jurys) es offenbar anders sehen?
Mir nervt diese Diskussion. Auch in den letzten Jahren gab es Teilnehmende, die Werbung im Internet schalten lies, teilweise auch in der jeweiligen Landessprache.
Ich hab Screenshots gesehen, wo Werbung für „Serving“ und „Ich komme“ auf Grindr aufgetaucht sind.
Ist halt zielgruppenorientiertes Marketing. Werden die hier so verteufelt? Nein. Warum? Weils eben nicht Israel ist.

Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Belgien und Spanien sind nicht die einzigen Länder, die eine Diskussion über das Televotingsystem angestoßen haben, sondern auch Slowenien, Island, Portugal, Niederlande, Irland und Finnland:

https://www.instagram.com/p/DJ1_U_QtzN4/

Andreas (1,2,3 Sauna)
Andreas (1,2,3 Sauna)
1 Jahr zuvor

Ich würde es begrüßen, wenn man nur 3 Stimmen an ein Land geben kann, jedoch man für beliebig viele Nationen stimmen kann um ein Powervoting egal von welcher Gruppe zu vermeiden. Beim JESC gibt es ja die Regel, dass man für seine Top 3 Länder abstimmen muss. Das entspricht mehr den Spirit United by Music

DJModulo
DJModulo
1 Jahr zuvor

Die Idee finde ich in der Tat interessant. Weiterhin bis zu 20 Votes, aber maximal 3 pro Land. Oder: Der zweite Vote für ein Land kostet einen zusätzlichen Vote, der dritte zwei usw.

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor
Reply to  DJModulo

Viel zu kompliziert

Jens B
Jens B
1 Jahr zuvor

Im Mittelalter war es die Legende die Juden würden die Brunnen vergiften, das neuzeitliche Pendant ist dass sie den ESC vergiften und die Votingssysteme manipulieren.

Murzel2003
Mitglied
Murzel2003
1 Jahr zuvor
Reply to  Jens B

Diesen bullshit glaubst du ja wohl selber nicht.

Biobanänli
Biobanänli
1 Jahr zuvor
Reply to  Murzel2003

Nun, es ist schon auffallend, dass die Kritik an Israel/Juden häufig mit Geld verbunden ist, hier die angebliche Werbekampagne. Das sind schon alte antisemitistische Stereotypen. Da es Juden in Deutschland verboten war, Land zu besitzen und in eine Zunft einzutreten, gab es eben auch Juden die mit Handel und Geldverleih reich wurden. Das war eher die Ausnahme, hat aber für dieses Zerrbild gereicht.Daher immer Obacht mit solchen Aussagen, die Vorurteile stecken in uns allen.

Luna
Luna
1 Jahr zuvor
Reply to  Biobanänli

Nicht jeder in Isarel ist Jude!!

eric999
eric999
1 Jahr zuvor
Reply to  Jens B

Wie soll man denn deiner Meinung nach Kritik an Israel üben?

Thomas2000
Thomas2000
1 Jahr zuvor

Ich glaube, im Grunde ist die Lösung sehr simpel um “ konzertantes“ Voting zu reduzieren: Pro Anschluß nur eine Stimme, aber da spricht wohl das liebe Geld dagegen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Thomas2000
Biobanänli
Biobanänli
1 Jahr zuvor

Habe gerade gelesen, das der belgische Sender die Teilnahme zugesagt hat. der ESC 2026 wird wohl genauso stattfinden wie der von 2025 obwohl viele Sender so taten, also würden sie sich das lange überlegen.

Anmey
Anmey
1 Jahr zuvor
Reply to  Biobanänli

Wobei das in dem Fall ja ein anderer belgischer Sender ist.

Marko +++
Marko +++
1 Jahr zuvor
Reply to  Biobanänli

RTBF hat zugesagt. VRT reicht Beschwerde ein. Belgien eben.

Murzel2003
Mitglied
Murzel2003
1 Jahr zuvor

Man stelle sich mal vor, Israel hätte gewonnen und würde auch den ESC 26 ausrichten. Mit wieviel Teilnehmern denn ?? 10 ? 12 ? Ich hätte jedenfalls vollstes Verständnis für jeden Sender, wenn er aus welchen Gründen auch immer auf eine Teilnahme verzichten würde. Das wäre leider das Ende des ESC wie wir ihn kennen. Aber lieber ein Ende mit Schrecken…

kon
kon
1 Jahr zuvor
Reply to  Murzel2003

Wenn Israel den ESC gewonnen hätte, würde er laut aktuellem Stand nicht in Israel statt finden. Und bei all dem Gelaber bisher, wollen doch die meisten Sender den ESC so sehr, dass sie wegen Israel nicht darauf verzichten werden, vielleicht ein bisschen protestieren und Stimmung machen. Schön, dass es in diesem Jahr zumindest innerhalb der Delegationen etwas ruhiger war als letztes Jahr.

Anna01
Anna01
1 Jahr zuvor
Reply to  Murzel2003

Schon mal mit ESC Geschichte beschäftigt? So schnell stirbt eine Institution, die seit 70 Jahren existiert und es schafft bis zu 40 Länder in einem Contest zu Vereinen, die untereinander auch nicht unbedingt immer friedlich waren und sogar (teilweise anerkannt) Genozide im verübt wurden.

Didi
Didi
1 Jahr zuvor

Die Diskussion ist mühselig. Solange die Länder, die sich beschweren nicht aktiv vom Contest zurücktreten, wird die EBU auch nichts ändern.
Auch ich finde es sollte nur eine Stimme pro Anschluss möglich sein, aber ich denke, jeder der wirklich will, wird trotzdem seine Möglichkeiten finden mehrfach Voten zu können.
Letztendlich wird es die nächsten Jahre wahrscheinlich genauso laufen wie dieses und letztes Jahr. Israel wird mit weitem Vorsprung das Televoting gewinnen und die Jurys werden das Land mit wenigen Punkten bewerten um somit einen Sieg zu verhindern. Und dann muss man schauen wie viele Länder dauerhaft darauf Lust haben.

DJModulo
DJModulo
1 Jahr zuvor
Reply to  Didi

Mühselig? Eher müßig, oder?

Didi
Didi
1 Jahr zuvor
Reply to  DJModulo

Haha, danke für den Hinweis. Natürlich meine ich müßig 😅

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Also bitte, das mit der Werbung ist doch völlig legitim. Kann sich noch jemand erinnern, wie man 2010 überall mit Safura-Werbung zugespamt wurde? Es war absolut unmöglich, dem zu entkommen. Es ist nicht Yuvals Problem, dass sie es gemacht hat, sondern das der Anderen, dass sie es nicht gemacht haben.

Funi_Cula
Funi_Cula
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Es ist legitim, aber nicht fair, jetzt ganz unabhängig von Israel. Die Werbung verschafft den Ländern, die eh schon viel Geld für ihren Beitrag, z.B. für ein teures Staging, ausgeben können einen zusätzlichen Vorteil gegenüber den Ländern, für die die ESC-Teilnahme alleine schon an die finanzielle Belastungsgrenze geht. Und bei andauernder Erfolglosigkeit verlieren wir diese Länder als Teilnehmer, was sehr schade ist.

ESC.CriscoCris
ESC.CriscoCris
1 Jahr zuvor

dass man mehrere Stimmen hat, ist ok, wenn man diese Stimmen auf mehrere Vertreter verteilen kann. Wenn man bspw sagt „wenn ihr euch nicht sicher seid, keine Sorge, du kannst an bis du drei verschiedene Laender JEWEILS EINMAL eine Stimme abgeben“
Alles andere ist Wettbewerbsverzerrung! Die die viel Geld haben, stimmen 40x ab (wie ja im Live Stream gesagt wurde, dass man ausserdem mit der Kreditkarte wohl noch was aktivieren kann)….und leute wie ich, die sagen „mir ist das eigentlich zu teuer“, die rufen ganz traditionell ein einziges mal an.
Was soll die aussagekraft sein, wenn man 20x abstimmen kann? Je aggressiver das voting verhalten, desto besser der Song? Nein! Es sollte so gedacht sein, dass die Anstimmung demokratisch ist, und zeigt, wieviele PERSONEN stimmen jeweils ab…. und nicht lediglich darauf abzielt, die einzelnen Zuschauer zum Aktionismus zu treiben

4porcelli - Help the 🦦 save his people United24k
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24k
1 Jahr zuvor

Interessant ist, dass die Televotes für Israel sehr breit gestreut sind, vor allem im Westen. Das war letztes Jahr auch so, als Israel 12 Punkte aus allen West-Ländern bekamen bis auf Belgien und Island, die ihre 12 Slimane gaben. Auch finde ich die „gekaufte Votes“ Verschwörungstheorie unsinnig. Dann würde man das ja wohl eher in kleineren Ländern machen wie Albanien und Malta statt in großen wie Deutschland und Frankreich.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor

Eigentlich hat inzwischen doch jede/r hier ihre/seine Meinung mehrmals kundgetan, und was irgendwelche Usernamen schreiben, die man noch nie zuvor gelesen hat und die hier nur auftauchen, um Unruhe zu stiften und zu provozieren, interessieren mich, gelinde gesagt, einen …

Last edited 1 Jahr zuvor by togravus ceterum
ESCFrank
ESCFrank
1 Jahr zuvor

Televoting weg, die Jurys vergrößern und diverser machen und gut is.

kon
kon
1 Jahr zuvor
Reply to  ESCFrank

ich glaube viele gucken es, weil sie mitendscheiden können….

Last edited 1 Jahr zuvor by kon
Euroklaus
Euroklaus
1 Jahr zuvor
Reply to  ESCFrank

Genau das ist seit vielen Jahren, unabhängig von allen politischen Entwicklungen, mein Vorschlag. Ich habe mich mit dem Televoting nie anfreunden können.

Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor
Reply to  ESCFrank

Genau. Ich will bessere Platzierungen für Songs wie „What the hell just happened“. Solche künstlerischen Meisterwerke können Laien gar nicht richtig wertschätzen.
Außerdem gewinnt Schweden dann hoffentlich häufiger. Die waren ja bislang absolut unterrepräsentiert mit guten Ergebnissen. 🙂

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor

Ich würde eher mal eine „Untersuchung und Transparenz“ des Juryvotings fordern! Gerade die Profis sollten hier neutral bewerten -dafür gibt es ja eigentlich die Jurys- was aber nicht der Fall ist/war! Der Song dieses Jahr war ein Jurysong wie er im (ESC-)Buche steht. Stattdessen aber bekommt UK sogar mehr Jurypunkte als wie Israel!

Ich bin ja auch kein Fan von Solidaritätsvoting beim Public-Voting, wobei dieses Jahr der israelische Song schon wirklich stark war, wo man jetzt nicht weiß wie viel „Solidarität“ dieses Jahr jetzt wirklich in den Votes gesteckt hat.

Keine Ahnung was die Sender jetzt hier beim Televoting untersuchen möchten. Das viele Stimmen für ein Land eingegangen sind?

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  AlexESC

Keine Ahnung was die Sender jetzt hier beim Televoting untersuchen möchten. Dass viele Stimmen für ein Land eingegangen sind?

Ja, so abstrus scheint das Anliegen zu sein …

Und die Jurys gehören mMn dringend reformiert: Mehr Mitglieder, Einbindung von tatsächlichen Musikexperten (z. B. Musikwissenschaftler), schriftliche Begründung der Einschätzung der Beiträge etc. Das fordere ich aber schon seit Jahren. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob alle derzeitigen Jury-Mitglieder schreiben können …

Didi
Didi
1 Jahr zuvor
Reply to  AlexESC

Ich finde dieses UK bashing irgendwie strange. Die Mädels haben sehr gut gesungen und auch sehr gut harmoniert, was schwerer ist als solo zu singen. Der Song war speziell, das ist natürlich immer Geschmackssache, genauso wie die Inszenierung. Eine faire Jury hätte ihnen Punkte geben müssen, die sie ja auch bekommen haben.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor
Reply to  Didi

Ich habe auch nach dem Auftritt der drei im Finale auf meinen Wertungszettel geschrieben: „Doch nicht letzter Platz“. War dann nur für das Tippspiel leider mal wieder zu spät. 😝

Pascal-ESC
Pascal-ESC
1 Jahr zuvor
Reply to  Didi

Didi, ganz ehrlich, nein. Du kannst mir doch nicht erzählen, dass das aus einer fachlichen Sicht der 11t beste Song im Wettbewerb war.

Didi
Didi
1 Jahr zuvor
Reply to  Pascal-ESC

Und wieso nicht? Was war daran aus fachlicher Sicht denn schlecht? Man sollte einfach mal seine persönliche Meinung außen vorlassen

sunriseheaven69
sunriseheaven69
1 Jahr zuvor

Der ESC ist beendet.Gratulation an Österreich.
Zu den oberen Nationen die sich beschweren,einfach eure schlechte oder unerwartete Platzierungen akzeptieren und nicht wieder Israel den schwarzen Peter zuschieben.

Tom tom tom
Tom tom tom
1 Jahr zuvor

Jetzt hab ich aber im Nachgang noch ein schlechtes Gewissen, wenn man das hier liest. Im Jahr 2002 habe ich per Telefon über 90,- Euro für nur eine Sängerin ausgegeben. Alle Apparate die ich hatte voll dafür benutzt. Es ging alles an Frankreich (Sandrine François, Il faut du temps 😍). Das habe ich in Finnland gemacht und was ist passiert. Finnland hat als einziges Land für Frankreich volle 12 Punkte gegeben (Platz 5). Meine Belohnung habe ich im Nachhinein bekommen. Sie hat aus „Dankbarkeit“ eine Tour in Finnland gemacht, zusammen mit Kirka (Hengaillaan 1984). Sie konnte kein englisch und ich war als Dolmetscher dabei. Das waren noch Zeiten 🤗 Mach ich nie wieder, ischschwööre! 😜

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  Tom tom tom

Das klingt toll. 🙂

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Tom tom tom

Solche Geschichten mag ich! 🙂
Bitte wieder machen!

sunriseheaven69
sunriseheaven69
1 Jahr zuvor

Einfach Abstimmungszeit verkürzen ,3 Stunden sind dann doch etwas übertrieben.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor

Vielleicht sollte man die Jurys mit Bewertung durch KI ersetzen und beim Televoting Vorratsdatenspeicherung einführen und all jene herausrechnen, deren Anschluss jedes Jahr dasselbe Land wählt. 😛

Man wird das Problem nie lösen können. Als Juror ist man nicht anonym und damit angreifbar (ich denke da an Max‘ Aussagen im Nachbesprechungs-ESC-kompakt-Live, dass bei bestimmten Wertungen Shitstorms und sogar körperliche Bedrohungen im Raum stehen) und als Televoter ist man anonym und muss sich nicht rechtfertigen, aus welchen Gründen man für ein bestimmtes Land stimmt.

Man kann nur versuchen, eindeutige Betrugs- und Manipulationsversuche herauszufiltern und ansonsten zu hoffen, dass sich – bei zum Beispiel Israel – Juryignoranz und Solidaritätsanrufe punktetechnisch möglichst ausgleichen.

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Porsteinn

Da kann man auch „The Model“ wählen lassen. 😱😱😱

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor

OT: interessantes Video:

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor

gotcha!
desweiteren waren die jurys keine rockfreunde und mochten auch keinen DJ – ja ja. 😃

Marina.
Marina.
1 Jahr zuvor

Die belgischen und spanischen Sender müssen einfach akzeptieren, dass den meisten Votenden „New day will rise“ eben am besten gefallen hat. Bei den letzten Televotingsiegern haben sie nichts hinterfragt, jetzt komischerweise schon.
Und auch die alte Laier mit Russland wird wieder erwähnt. Wo war denn die Aufforderung, Russland auszuschließen, als sie 2014 die Krim überfallen und seitdem besetzt haben?
Und was spricht dagegen Werbung zu schalten, um auf Stimmenfang zu gehen? Das machen andere Länder auch, ist was vollkommen Normales. Mir hat einer meiner Bekannten z. B. Werbung auf Grindr für „Serving“ gezeigt. 🤷‍♀️
Die Diskussionen rund um Israel gehen mir richtig auf den Zeiger. Entweder man akzeptiert es, dass sie teilnehmen oder aber man ist konsequent und nimmt selbst nicht teil, wenn man es mit seinen eigenen Werten nicht vereinbaren kann.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor

Die Kommentare spar ich mir heute besser.
Und zu den besagten Ländern: Peinlich, peinlich!

Calv
Calv
1 Jahr zuvor

Ich sehe all diese Diskussionen und verstehe immer noch nicht genau, was Israel jetzt genau vorgeworfen wird? Scheinbar gibt es keine konkreten Hinweise auf Manipulation oder Regelbruch, manche Sender wollen einfach nicht wahrhaben, dass Israel wohl gut im eigenen Land abgeschnitten hat. Hat ein merkwürdigen Beigeschmack, dass es mal wieder solche Verschwörungstheorien im Bezug auf Israel gibt.

Dann wird die Marketing-Kampagne kritisiert? Das könnte doch jedes Land genau so machen. KAJ hat medienwirksam den finnischen Präsidenten als „neues Bandmitglied“ beworben – ist das jetzt auch ne politische Einmischung in den Contest? Frankreich hat den Beitrag in der Halbzeitpause eines Rugby-Turniers präsentiert – ist das auch Ausnutzung des Sports? Malta ballert jedes Jahr Unmengen an Geld in die Bewerbung des Videos, da regt sich auch niemand auf.

Der ESC ist nun mal kein „fairer“ Wettbewerb, bei dem alle Teilnehmer die selben Voraussetzungen haben. Manche Länder haben mehr Geld, andere weniger. Und wenn man das vereinheitlichen will: Dann lasst uns bitte über die Big5-Regelung reden und ein Budget-Cap für jedes Land einführen wie in der Formel1. Denn Ungleichheit nur zu kritisieren, wenn Israel einen Vorteil hat, wirkt wirklich sehr merkwürdig.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Calv

Danke!

xCCx
xCCx
1 Jahr zuvor

Bitte das Anruflimit drastisch absenken – dafür plädieren ich und andere schon seit vielen Jahren. Wobei das vor allem pro Beitrag wichtig wäre (die theoretisch mögliche Gesamtanrufszahl könnte dann auch steigen).

Momo
Momo
1 Jahr zuvor

Dazu habe ich folgende Gedanken:

1. Ich finde es ist schon ein wenig Doppelmoral dabei, wenn man es gutheißen kann, wenn über Yuval erwähnt wird, dass sie den Hamas-Anschlag überlebt hat, aber dann den Sender kritisiert, wenn danach auf die vielen vielen Opfer im Gazastreifen eingegangen wird. Entweder man darf beides sagen oder man muss beides streichen. Beides sind Aussagen, die auf ein politisches Thema hinauswollen. Da darf man dann nicht mit zweierlei Maß messen. Da der ESC unpolitisch sein soll, tendiere ich eher zu ‚beides streichen‘, auch wenn der ESC wohl gefühlt nie wieder „unpolitisch“ sein wird.

2. Ich finde schwierig, wenn auf ein und dem selben Kanal aktive Werbung für einen ESC-Beitrag gemacht wird und auch Stellung genommen wird zum Kriegsgeschehen. Ich habe die besagten Videos nicht gesehen und kann deshalb nicht beurteilen inwieweit sie sich dort politisch positionieren. Das sollen bitte einfach die Fachmenschen für sowas machen. Ich finde aber auf jeden Fall gut, dass es überprüft werden soll. Dann kann man mit einem Ergebnis rechnen und die Sache gegebenenfalls abschließen, falls es sich als falsch erweist oder eben die notwendigen Schritte einleiten. Welche auch immer das sein werden. 🤷‍♀️

3. Mir gehen seit Jahren die „Kondolenzvotes“ schon auf den Keks. Das verzerrt einfach das Ergebnis so sehr. Ich möchte bitte, dass einfach wieder die Musik bewertet wird. Ich weiß selbst, dass das nicht passieren wird, aber das musste jetzt mal raus. 😭

Spaceman04
Spaceman04
1 Jahr zuvor
Reply to  Momo

Yuval war Teilnehmerin, dass man über ihr Leben was sagt macht Sinn.

Dass man über Gaza Sermone halten will, nicht.

Momo
Momo
1 Jahr zuvor
Reply to  Spaceman04

Es gibt mit Sicherheit auch andere Themen über die man sprechen kann, wenn man Yuval vorstellen möchte.

Pascal-ESC
Pascal-ESC
1 Jahr zuvor

Gestern mit meinen Eltern geredet. Die haben weder etwas mit Israel, noch mit Palästina am Hut. Sie fanden den Beitrag aus Israel toll. Aus ihrer Sicht war es das beste Lied. Sehe ich anders. Aber man sollte wohl akzeptieren, dass das Lied nun mal bei einer gewissen Zielgruppe, die vielleicht auch etwas älter ist, unabhängig von Politik, sehr gut ankam.

Daniel
Daniel
1 Jahr zuvor

ESC Tom hat dafür in seinen letzten Video einen guten Vorschlag gebracht:

Mann macht es so wie beim JESC, heißt man hat zwar 20 Stimmen aber man muss mindestens für 3 Länder abstimmen,
Oder man kann für 1 Land nur 5x voten, einfach um Powervoting zu verhindern

Zusätzlich sollte die Jury in den Halbfinals zurückkehren

Last edited 1 Jahr zuvor by Daniel