Norwegen: Norsk Melodi Grand Prix 2021 mit 26 Beiträgen und zwölf Finalisten

Wenig Neues ist besser als gar nichts Neues. Und ein bisschen was hatte der Chef des norwegischen Vorentscheids, Stig Karlsen, durchaus unseren Kollegen von ESC Norge zum Norsk Melodi Grand Prix 2021 (MGP) zu erzählen. So wird die Hälfte der zwölf Finalisten vorher intern ausgewählt. Diese werden bereits am 11. Januar vorgestellt. Außerdem gibt es eine Wildcard für das Finale.

So wie in diesem Jahr beim Finale in Trondheim (Aufmacherbild) wird es beim MGP 2021 sicher nicht zugehen. So viele Menschen auf engen Raum werden am 20. Finale 2021 wohl noch eine Utopie sein. Das norwegische Fernsehen NRK arbeitet aber an verschiedenen Corona-Szenarien – von ein paar hunderten Zuschauen bis hin zu keinem einzigen (zumindest in der Halle, nicht vor dem Bildschirm). Außerdem wird überlegt, wie man damit umgeht, wenn ein Künstler zum Zeitpunkt seines Halbfinales krank oder in Quarantäne ist.

Fest steht in jedem Fall (schon länger): Wir werden sechs Shows geboten bekommen und der norwegische Vertreter in Rotterdam wird aus insgesamt 26 Beiträgen ausgewählt. Im Gegensatz zu diesem Jahr wird es 2021 keinen regionalen Fokus bei den fünf Halbfinalen mit ihren jeweils vier Beiträge geben. Dort werden allerdings sehr wohl die Duelle fortgeführt. Der bzw. die Siegerin einer Show ist dann beim Finale dabei.

Dort treffen die fünf Sieger der Halbfinale auf sechs Acts, die bereits vorher festgelegt worden sind. Diese stellen wie in diesem Jahr ihre Lieder ebenfalls in den Halbfinalen vor. Da wir sechs Vorabqualifizierte haben, aber nur fünf Halbfinale, dürfen in der ersten Show am 16. Januar gleich zwei Finalisten ihre Songs vortragen. Danach ist dann jeweils einer pro Show dran.

Neu ist in diesem Jahr ein Wildcard-Beitrag im Finale. Dieser wird aus den 15 Songs ausgewählt, die in den Halbfinalen ausgeschieden sind. Hierfür soll es „wahrscheinlich“ am Sonntag nach dem letzten Halbfinale eine zusätzliche Sendung geben. Da in allen anderen Shows auch das Publikum zu 100% entscheidet, könnte das hier ebenfalls der Fall sein. An dieser Stelle war Stig Karlsen aber noch nicht eindeutig.

Bereits am 11. Januar beginnt das MGP-Spektakel mit der Vorstellung der vier Acts für das erste Halbfinale und der sechs vorab für das Finale qualifizierten Acts. An den Montagen darauf werden dann jeweils die vier Künstler vorgestellt, die am nachfolgenden Samstag in ihrem Halbfinale antreten werden.

Stolz ist der MGP-Chef in diesem Jahr auch auf die große Vielfalt an Musikgenres. Selbst der „roheste Heavy Metal“ soll mit dabei sein. Außerdem gibt es einen Mix aus bekannten und beliebten Künstler*innen, großen Namen, aber auch neue und spannende Artisten. Und bei immerhin vier Beiträgen kann sich Stig Karlsen vorstellen, dass sie beim ESC um den Sieg mitsingen würden. Wir sind gespannt.

Hier die Termine für die sechs Sendungen des Norsk Melodi Grand Prix 2021:

  • 16. Januar 2021: 1. Halbfinale
  • 23. Januar 2021: 2. Halbfinale
  • 30. Januar 2021: 3. Halbfinale
  • 06. Februar 2021: 4. Halbfinale
  • 13. Februar 2021: 5. Halbfinale
  • 20. Februar 2021: Finale

10 Kommentare

  1. Man könnte meinen die hätten, was den Auswahlmodus betrifft, bei unserem SCC abgeguckt.😉 Nein im Ernst warum muss das alles so kompliziert sein da blickt man ja kaum durch. Auf der anderen Seite gibt es in Norwegen wenigstens Shows wir haben nur den Nebel von da. Was ich tatsächlich nicht so gut finde das soviele vorab fürs Finale intern bestimmt wurde. Das hat irgendwas unfaires

  2. Einerseits super- wieder viele Teilnehmer beim Melodi Grand Prix, hoffentlich auch wieder so hochwertig und vielseitig wie schon 2020

    Andererseits schade, dass man das komische System mit den vorab Qualifizierten beibehält.
    Wenn diese Beiträge besonders stark eingeschätzt werden, dann würden sie doch auch ein Halbfinale überstehen?
    Wenigstens hört man diese aber auch schon in den Halbfinal- Shows.

    Und besonders schade, dass Ulrikke wohl nicht nochmal antreten wird.

  3. Gut ist, dass es wieder eine Siste Sjanse gibt – wobei die vermutete Ausrichtung am Sonntag nach dem 5. Semi an das schwedischen Andra Chansen der Jahre 2003 bis 2006 (2003 als Tittarnas val) erinnert …

  4. Als Metalhead bin ich natürlich bei dem Satz „Selbst der „roheste Heavy Metal“ soll mit dabei sein.“ hellhörig geworden. Ich werfe mal hier zwei Namen in den Raum die ich sehr gerne mal beim ESC sehen würde. Dimmu Borgir und Sirenia. Ist zwar Black Metal und Symphonic Metal, aber für außenstehende ist aller Metal „heavy Metal“ 🙂 Kvelertak wären aber auch geil.

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