PrePartyES: Das war der Auftritt der S!sters in Madrid

Die ESC-Pre-Party-Saison läuft weiter auf Hochtouren. Am Ostersamstag fand in Madrid die spanische Ausgabe statt, die PrePartyES 2019. Mit dabei waren auch die deutschen S!sters, die gerade von ihrem Postkartendreh in Israel zurückgekehrt sind.

Im Gegensatz zur Teilnahme der S!sters bei Eurovision in Concert, wo sie als Fünfte auf die Bühne mussten, hatten die beiden Sängerinnen in Madrid etwas mehr Zeit: Sie waren erst als Fünftzehnte dran. Während sie auf ihren Auftritt warteten, nahmen sie dieses Foto auf (alle Fotos vom offiziellen Instagram-Account).

Dann ging es auf die Bühne: Beide mit einem schwarzen Oberteil und einem Beinkleid aus Jeans-Material. Wieder begannen sie ihre Darbietung getrennt stehend. Dann gingen sie allerdings nicht nur auf sich zu und sangen sich die ganze Zeit an wie im Fernsehgarten. Vielmehr gingen sie eine Runde im Kreis, wie beim Vorentscheid-Auftritt in Berlin. Außerdem interagierten sie viel stärker als zuvor mit dem Publikum und wandten sich diesem früher zu. Den ganzen Auftritt der S!sters gibt’s im folgenden Video.

Den Auftritt der deutschen S!sters beginnt bei 1:56 Stunden

Carlotta und Laurita nutzten die Zeit in Madrid auch, um den Kontakt mit den anderen Teilnehmern weiter auszubauen. So posteten sie unter anderem Fotos mit dem Belgier Eliot, dem Kroaten Roko und der Moldauerin Anna Odobescu (Fotos von oben nach unten).

Mit einem weiteren Foto auf ihrem Instagram-Account machten die S!sters außerdem klar, dass sie keine Meerjungfrauen in ihrer Postkarte beim ESC sein werden. Wasser spielt aber dennoch eine Rolle, denn das Video wurde auf dem See Genezareth gedreht.


38 Kommentare

  1. Frohe Ostern erstmal an alle!

    Ich fand den S!sters Auftritt o.k. , würde sie aber in TelAviv lieber in einem bunteren Outfit sehen.
    Ich fand bis jetzt den Fernsehgarten Auftritt am besten. Dort standen sie nah zueinander und schauten sich an. Für meine Empfinden gab das dem Auftritt viel mehr Power.

  2. Bei mir schon von Anfang an. Sorry, mit den Prädikäten „sympathisch“ und „nett“ kann man nunmal keinen Blumentopf gewinnen, erst recht nicht als Big 5-Land. Man bemüht sich meines Erachtens nur, das Schlimmste abzuwenden.

    Sicher, für hierzulande ein sehr typischer Beitrag für das ARD-Durchschnittspublikum und dem eher zu konservativer Kost geneigten ESC-Fan (zu denen ich mich nicht zähle), sehr siegelesk mit pseudoamerikanisierten Gesangsstil (klar, man möchte ja „International“ klingen).
    Für mich einer der Gründe, daß Deutschland seit Jahren zu den verzichtbaren Ländern beim ESC gehört.

    Sorry, das mußte mal gesagt werden….

  3. Ich würde auch gerne, aber mein Stil käme beim NDR wohl nicht gut an….

    Muß ich darauf warten, daß Liechtenstein endlich teilnommt.

  4. Gesanglich okay, nix besonderes, aber man merkt doch, wie sehr das Playback den Mädels beim VE geholfen hat… das fehlt hier komplett und das hört man. Wieso singt Laurita die zweite Strophe so tief, dass es mit Charlotta null harmoniert?

  5. Ich persönlich hatte Gänsehaut als das Publikum im Refrain lauthals mitsang – war ein toller Auftritt! Keine Ahnung wie das im Mai ausgeht (auch ich vermute einen Platz auf den hinteren Rängen), aber halte auch einen Platz im Mittelfeld nicht für ausgeschlossen.

    • Ich hab – mal wieder – nicht den Eindruck, dass man sich hier viel Mühe gibt, das Ding wird ja völlig vergraben. Na ja, wo außer Fernsehgarten passt das schon hin? Alles Sexismus gegen die einzig wahre Frauenpower-Hymne lach.

  6. @Kommentare
    Immer dieses Genörgel ….

    Leute, das sind PrePARTYS, da gehts nun wirklich nicht darum, dass jeder Ton sitzt (Tontechnik ist ja auch ne ganz andere Hausnummer als später beim ESC -> siehe Srbuk gestern) oder sie ihre perfekt einstudierte Choreo aufführen, sondern darum die Fans in der Halle zu unterhalten und sich der ESC Presse vorzustellen
    Das haben sie meiner Meinung nach hervorragend gemacht, die Interaktion mit dem Publikum war sehr sympathisch und kam nicht erzwungen rüber.

  7. Auftritt war ordentlich und gut für’s Selbstbewusstsein. Spanien ist für so eine Hymne ja poltisch gesehen ein gutes Pflaster.

      • Einzelschicksale. Muss man auch nicht wörtlich nehmen: Spanien gibt durchschnittlich viele Punkte an D und ich spielte auf die spanische Frauenbewegung an. 😉

  8. So ähnlich wird dann auch der Auftritt im Mai aussehen. Wie beim letzten SongCheck durch HoD verraten „nutzen die S!sters die Bühne voll aus“ d.h. wohl, dass beide am jeweiligen Bühnenrand stehen und sich dann im Laufe des Songs aufeinander zu bewegen. Die Bühne wird vermutlich auch in schwarz gehalten wie beim Vorentscheid mit Bildchen im Hintergrund.

    So langsam fühlt es sich an wie 2016/2017. Bei internationalen (Fan-)Abstimmungen landet der Song weit unten, wie zB bei Eurojury. Beim OGAE Voting sowie ESC Nation Poll hat Deutschland noch keinen einzigen Punkt. Ich weiß, solche Abstimmungen sind nicht ausschlaggebend aber können zumindest richtungsweisend sein.

    Naja die Hoffnung stirbt zuletzt…

  9. Traditionell haben es die Big-5-Länder eh schwer, wenn man musikalisch nicht herausragt.

    Italien ist da natürlich klare Ausnahme, auch Spanien schneidet erfreulicherweise dort recht gut ab. Dann noch ein paar Trostpunkte für Frankreich, GB spielt wie Deutschland keine Rolle.

    • Den spanischen Song mag ich von den BIG 5 am liebsten. Ich weiss, viele lieben den italienischen Song, aber ich habe es bisher noch nicht geschafft, ihn mir schönzuhören. Keine Ahnung, sagt mir einfach nicht so zu.

      • Ich mag „La Venda“ auch, zudem verstehe ich ja auch den Text und kann es womöglich ein wenig anders beurteilen. Endlich mal wieder ein Beitrag aus Spanien. wofür ich gerne die Daumen drücke. In diesem Jahrzehnt gefielen mir sonst nur noch Daniel Diges und mit Abstrichen Pastora Soler.

  10. Mir gefallen in diesem Jahr die Big 5 (mit kleinen Abstrichen beim spanischen Refrain) recht gut. Wie Mariposa jedoch schon geschrieben hat, ist es für diese Länder schwerer, vorne zu landen, wenn der Titel nicht absolut herausragt. Von daher sollte man Platzierungen im dritten Drittel einfach etwas gelassener sehen (d.h. auch nicht ständig verbissen Leute oder gar Sendeanstalten bzw. deren Unterhaltungschefs identifizieren, die daran „schuld“ sind) und sich freuen, wenn mal ein Ausreißer nach vorne gelingt. Andere Länder scheiden regelmäßig im Halbfinale aus (und wieder andere waren früher, als es die Semis noch nicht gab, doch sehr regelmäßig ganz hinten im Feld zu finden) und machen trotzdem begeistert weiter. Auch bei uns sollte man das nicht so verkrampft sehen, es ist keine „Schande“, hinten zu landen.

    Ich würde mich aber schon riesig freuen, wenn die S!sters mit ihrer Platzierung viele hier aus diesem Blog überraschen könnten, für mich ist es der beste deutsche Beitrag seit einigen Jahren.

    • So ist es. Ein Beinbruch ist eine schlechte Platzierung beim ESC wahrlich nicht. Einzig für die Mädels tut es mir leid, sollten sie nach hinten durchgereicht werden. Sie kommen sehr sympathisch rüber, aber der Song gibt meiner Meinung nach nicht allzu viel her. Dafür können sie nichts, und ich finde es ganz toll, dass sie sich mit den anderen Künstlern schon einmal ein bisschen bekannt machen. Und diese Pre-Partys sollte man zwar nicht überbewerten, aber um Bühnenerfahrung zu sammeln, taugen sie allemal.

  11. Mein pessimistischer Kommentar bezog sich nicht auf den Auftritt in Madrid. Natürlich sind die Auftritte bei den Pre-Partys nicht mit dem ESC-Auftritt zu vergleichen. Ich finde eben grundsätzlich, dass der Song gar nicht modern klingt und die beiden Sängerinnen einfach nicht die Ausstrahlung haben, um den Text glaubwürdig rüberzubringen. Ich habe direkt nach dem guten Abschneiden Michael Schultes gesagt, dass das ein Zufallstreffer war und das Vorentscheid-Konzept des NDR völlig daneben ist.

  12. Scheinbar ist bei einigen hier wieder die Zeit wo man unsicher wird ob des Ergebnisses des Beitrags vom NDR. Und um sich vor einer Enttäuschung zu schützen, wird das Lied eben runter geschrieben. War letztes Jahr übrigens genau so, auch wenn die Wettquoten-Flüsterer dieses Jahr glücklicherweise etwas zurück halten.

    • Das war letztes Jahr nicht so, da täuscht dich deine Erinnerung. Allgemein wurde Michael Schulte zwar nicht eine Top-5-Platzierung zugetraut, die meisten haben ihn aber im Mittelfeld oder besser gesehen und waren durchaus zufrieden mit dem deutschen Beitrag.

      • Stimmt. Letztes Jahr hatten wir PRINZ-Blogger Michael bei den Songchecks auf Platz 3 von 42, aber mit eher zurückhaltender Prognose (irgendwo zwischen 15 und 20, wenn ich mich richtig erinnere). Kommentare gingen damals in eine ganz ähnliche Richtung…v

  13. Ich fand den Auftritt in Madrid stimmig und sehr gut. So langsam legen die beiden die Aufregung ab und ich gebe nach wie vor die Hoffnung nicht auf, daß Deutschland das Feld von hinten aufrollt. Hier übrigens noch die beiden im Interview:

    https://www.youtube.com/watch?v=4vM4cF0TiBw

    Und hier der Auftritt noch einmal als separates Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=VSw2FYk0M3o

    Carlotta mit dem Ina-Müller-Gedächtnis-Pferdeschwanz!

  14. Ich glaube inzwischen ist bekannt, dass ich mit dem Deutschen Beitrag eine Menge anfangen kann, was auch nicht jedes Jahr so ist. Ich habe mich Hoffnung, dass der von der Bubble komplett unterschätzt wird. Jedes Jahr gibt es hömmele Prognosevideos, die alle daneben langen. Die Top Fünf vom letzten Jahr hatte da keiner auf dem Zettel außer Israel. So weit nach vorne wird es für die Sisters nicht gehen, aber letzter Platz, bei der Schmonzette aus Israel und der komischen Nummer auf Frankreich kann ich mir nicht vorstellen. Würde auf irgendwas zwischen 12-17 setzen.

  15. Immer alles einfach nur ganz entsetzlich und furchtbar. Optisch sehen sie aber jetzt nicht mehr ganz so bescheuert aus wie beim VE.

    Ich hab es bisher nicht gewagt irgendeinen von meinen spanischen Bekannten diesen „Song“ vorzustellen. Das wäre mir auch zu peinlich. Der Song hat aber mit „Frauenbewegung“ und so nix zu tun. Das ist alles so furchtbar billig und gewollt konstruiert vom NDR. Ekelhaft und abstossend das Ganze.

    • Naja, ist „ekelhaft“ nicht etwas übertrieben? Sister ist halt echt Massenware und reiht sich perfekt mit Black Smoke, Ghost und Perfect Life ein. Ich finde es schade, da es beim VE deutlich bessere Lieder gab… peinlich ist es nicht, aber absolut unscheinbar, eben bestenfalls Fernsehgarten-Niveau.

  16. Eigentlich wollte ich hier nichts mehr zu Sister schreiben, aber diese massive Abneigung möchte ich dann doch nicht ohne Gegengewicht stehen lassen.

    Es ist ganz sicher kein innovatives Brett von einem Song mit selbstverständlicher Top5-Ambition, sondern eine etwas standardmäßige Ballade, die für mein Empfinden sehr gelungen zwischen herziger Säuseligkeit und überraschend dynamischer Affektiertheit balanciert. Gut möglich, dass „Surprise“ oder „Wear Your Love“ origineller waren, aber viel bessere Aussichten hätten wir damit m.E. auch nicht zwingend gehabt (von „The Day I Loved You Most“ und „Our City“ ganz zu schweigen).

    Ist aber auch müßig. „Sister“ wird es sein und selbst wenn es am Ende wieder „nil points“ heisst, wird das bei der ARD resp. dem NDR wohl kaum eine Revolution auslösen. So etwas wird eher mit dem richtigen Lied/Kandidaten passieren, aber so etwas wird momentan entweder schon aus Prinzip nicht eingereicht oder von gewissen Instanzen ohne mit der Wimper zu zucken aussortiert – eine Tatsache, die mir wesentlich mehr Sorgen bereitet als die sogenannte Wild Card…

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