Rumäniens Beitrag für den ESC 2022: WRS mit „Llámame“

Bild: Instagram @wrsandrei

Lange hat’s gedauert, viele Kontroversen und Diskussionen gab’s, aber jetzt steht er fest: der Act Rumäniens für den ESC 2022! WRS wird die Nation mit „Llámame“ in Turin vertreten. Der Sänger, der mit bürgerlichem Namen Andrei Ursu heißt, konnte sich gegen neun weitere Acts im Finale der „Selecția Națională 2022“ durchsetzen.

Man kann WRS wohl als Fanfavoriten bezeichnen. Während viele andere Acts bereits im Vorfeld von der Jury rausgevotet wurden, die eigentlich bei den Zuschauer:innen sehr beliebt waren, konnte es WRS mit seinem Sommer-Dancesong glücklicherweise ins Finale schaffen. Die Nummer ist modern produziert, aber gleichzeitig relativ nostalgisch. Textlich geht es in seinem ESC-Song um eine Art „verbotene Liebe“. Gesungen wird „Llámame“ auf Englisch und Spanisch.

Auf der Bühne fühlt sich WRS mit seinem Song sichtlich wohl und hat dem Publikum eine mitreißende Choreografie geboten. Dabei hat er nicht nur mit den Tänzerinnen, sondern auch mit den TÄNZERN Spaß. Für rumänische Verhältnisse sicher „gewagt“, aber absolut zeitgemäß und sicher auch ein Element, das für eine gewisse Wiedererkennbarkeit sorgen kann.

Eine weitere Favoritin war Dora Gaitanovici, die es im Televote knapp vor WRS auf Platz 1 schaffte. In Kombination mit der Jurywertung erreichte sie jedoch nur den 3. Platz, während die sehr reduzierte Darbietung von Kyrie Mendél es auf den zweiten Rang schaffte. Das Endergebnis, bei dem die Jury zu 5/6 entschied und das Televote lediglich 1/6 ausmachte, ist während der Live-Show bzw. nach der Siegerehrung verkündet worden:

Das Finale in Rumänien bestand vor allem aus: Gästen! Ganze sieben Acts, die bereits für den ESC in Turin feststehen, sind aufgetreten. Darunter eine twerkende Ronela Hajati, unterhaltsame Moldawier in Form von Zdob și Zdub und auch We Are Domi aus Tschechien, die eine neue Version ihrer Nummer, die jetzt eine kurze Pause beinhaltet, performten. Leider schien die Sängerin der Band Soundprobleme zu haben.

Aber auch ESC-Siegerin Jamala ist aufgetreten und hat „1944“ performt und damit alle berührt. Ähnlich wie bei „Germany 12 points“ war die Ukraine auch im rumänischen Vorentscheid immer wieder ein Thema. Nach ihrer Ansprache erhielt Jamala Standing Ovations vom Publikum. Die Übersetzung mit der Dolmetscherin hat übrigens hervorragend funktioniert – das nur ganz am Rande.

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73 Kommentare

  1. Das ist richtige ESC-Mucke. Die 08/15-Choreo dazu…. passt perfekt. Wird Fans finden, aber ob das ins Finale kommt…..? Für mich wirkt es irgendwie unfreiwillig komisch.

  2. Es gibt eine sehr sehr schmale Linie zwischen „Guilty Plesure“ und einfach nur Schrott… für mich wurde hier die Linie ganz klar überschritten – aber nicht in Richtung „Guilty Plesure“.

  3. Schwungvoll und gut gesungen. Gefällt mir deutlich besser als der spanische Beitrag (der ist mir zu aufdringlich).

  4. Das Instrumental ist ganz eingängig und ich sehe auch Schönhörpotenzial, aber der Gesang ist echt nicht gut und zeitweise fühle ich mich an Alvaro Estrella in umprofessioneller erinnert, und das soll schon was heißen. Reicht aber noch für „so lala“.

  5. Das ist doch ESC wie er zwischendurch auch immer wieder sein muss. Gefällt mir sozusagen im Gesamtkontext gut.

    • Da stimme ich mal zu ,,, Zumal es mittlerweile auch genügend anspruchsvolle Beiträge gibt,

  6. Hola mi bebebe … Ich kann mir nicht helfen, es wirkt wie eine ESC-Parodie – aber irgendwie auch ganz launig. Mh, ja, das kann man durchaus als guilty pleasure haben, muss man aber auch nicht.

  7. Wie ein guter Song klingt hat heute Frankreich wieder mal gezeigt.Das hier ist billig,kitschig,schwülstig und ein bisschen zum fremdschämen.

  8. Wo bitte kommen denn hier TÄNZER vor ? Ich hab keine gesehen.
    Nette Choreo für ein ziemlich schwaches Lied. Wird schwer mit dem Finale.

    • Das hier verlinkte Video ist aus dem Halbfinale. Heute im Finale hatte er noch männliche Tanzverstärkung.

  9. Danke, daß es WRS gewonnen hat. Der Song geht in Ordnung und wenn man sich einmal das Resultat anschaut, dann ist das im Vorfeld gehypte “România mea” der große Verlierer des Vorentscheides.

    „Das Endergebnis, bei dem die Jury zu 5/6 entschied und das Televote lediglich 1/6 ausmachte“

    Wie kommt TVR nur zu so einer Aufteilung? In den meisten Ländern mit Vorentscheid besteht das Resultat zu je 50 Prozent aus Jury- und Televote und ob WRS dann am Ende auch gewonnen hätte, sei hier einmal dahingestellt.

  10. Schade, das Beste wurde im Vornherein aussortiert und nicht einmal ins Finale gelassen. Rumänien scheint seine besten ESC-Zeiten wirklich hinter sich zu haben.

  11. Schwierig zu bewerten…
    Das Lied ist irgendwie nett-relaxter-Pop… aber irgendwie mag ich beim Liveauftritt weder hinhören noch hinschauen.

  12. In Rumänien haben mir einige unter den 46 Beiträgen gut gefallen, fast alle sind nicht ins Finale gekommen. Zum Glück hat aber einer davon gewonnen. Insgesamt bin ich mit dem Abend heute sehr zufrieden, jetzt hoffe ich nur, noch, dass Fado Bicha in Portugal das Finale erreicht haben, dann ist alles perfekt.

  13. Futter für den Fernsehgarten. Irgendwie doch recht beliebig. Ist vergessen bevor der Künstler von der Bühne ist.🤨

  14. Nett. Von dieser Sorte haben wir aber dieses Jahr schon sehr viele Beiträge. Dazu kommt noch der nicht wirklich optimale Gesang. Nee, wird es wohl schwer haben, ins Finale zu kommen, was man zuletzt ja mit Jodeln geschafft hat….und das fühlt sich wirklich an wie eine Ewigkeit mittlerweile.

  15. Sorry Redaktion…aber das wäre das richtige Video
    https://youtu.be/vt7E7IWto10
    Weil das Verlinkte ist 2 Wochen alt und da war der Auftritt insgesamt viel schwächer…aber die gestrige Performance ist eine Steigerung von 100%, egal was Stimme, Performance und Show angeht…also bitte updaten…bin mir sicher die Wertung würde weit besser aussehen…

    • Hallo Michael, wir binden hier – so gut wie möglich – immer offizielle Uploads ein und keine Videos von Fankanälen, die die Sachen ja gar nicht hochladen dürften. Ich geh aber gleich mal auf die Suche, ob TVR das mittlerweile auch selbst geschafft hat…

      • Ok das war mir nicht 100% bekannt 😉
        Aber mittlerweile hat es ja TVR reingetan…leider aber nur die Sieger-Performance wo er ja vor Freude nimmer alles gegeben hat und zudem vom Publikum herbzu viel rumgeschrien wird…aber egal nun, die Meinung vieler wird er hier nimmer rumreissen können wie man merkt…

    • Doch ich find auch die Finalperformance ist schon nochmal ne gewaltige Steigerung und n`echter Hingucker (nicht zuletzt wegen der angedeuteten Homoerotik *g*). Der Sänger müsste nur noch etwas an der Sangeskraft arbeiten – man stellenweise bisschen das Gefühl, dass ihm die Puste fehlt, was bei der vielen Bewegung (die ja super zu dem Song passt) natürlich schnell passiert.

      Mich würd ja mal interessieren, wie der Song auf rumänisch klingt, vielleicht gibts das ja irgendwo ?

  16. Oh je, für mich unterste Schublade. Immerhin hat man auch an Hetero-Männer gedacht und die Po-wackelnden Blondinen hinzugefügt. Die Melodie des Refrains ist sehr schön, aber der monotone Gesang macht nicht wirklich Lust.
    Ok im zweiten Video ist es etwas runder.

  17. Auf jeden Fall ist der Song besser als der rumänische Beitrag vom letzten Jahr, würde auch sagen einer der besseren Songs auf Rumänien. Habe mit „Gefällt mir gut“ abgestimmt.

  18. Geht für mich gar nicht. Die Stimme bricht ihm immer weg und oft gar nicht zu hören, seine Aussprache ist grottig, der Song komplett belanglos (und ich liebe LGin Pop). Wie man das überhaupt auch nur ansatzweise mit SloMo in einem Atemzug nennen kann, ist ungreiflich. Wenn Vergleich dann imho mit Israel, aber auch da bin ich zu 98% bei IM.

  19. Nee, schlimm. Das konnte ich mir nicht mal komplett anhören. Die Produktion (und eigentlich auch die gesamte Komposition) klingt wie der Kram von ESCs vor knapp 20 Jahren – als diese Musik auch schon Jahre passé war. Dazu dann noch dieses einfallslose Großraum-Disco-Staging. Und am Allerschlimmsten ist sein weinerlicher Gesang, der alle Töne dieser Welt mal streift, aber nie auch nur einen von ihnen trifft – schon gar nicht im passenden Moment. Was für ein unhörbarer Katzenjammer!

    Alles sehr schade. Wenn Rumänien auch dieses Jahr wieder rausfliegt (und gerechterweise müssten sie es damit eigentlich), steht ja schließlich zu befürchten, dass sie erstmal wieder aussetzen. Aber ein Bisschen Bemühen sollte halt schon erkennbar sein, finde ich.

  20. Also irgendwie irritiert mich dieser Beitrag auf so vielen Ebenen. Er sieht aus wie ein klassischer Rocksänger, tanzt aber wie Ricky Martin, nur singen naja. muss man noch üben. Zumal ich nicht verstehe in welcher Sprache er überhaupt singt. Englisch, Rumänisch. Er nuschelt sich so in den Bart hinein, das man nur „Bebebebe“ versteht. Die Melodie ist jetzt auch nicht unglaublich mittreißend. Rumänien war auch schon mal besser.

    • „Hola mi bebebe. llamame“ bedeutet „Hallo mein Schatz, ruf mich an“.

      Natürlich ist es Trash, aber ab und zu gefällt mir auch so etwas. Zumindest im Vergleich zu den gehypten Beiträgen aus Albanien und Spanien in keinster Weise nervig.

  21. Sorry, aber ich konnte es mir nicht fertig anhören.

    Ganz schlimmer und schleimiger Möchtegern-Latin-Lover mit miserabler Aussprache und schlechtem Gesang performt einen Song der klingt als ob man ihm aus den Nullerjahren ins Jahr 2022 gebeamt hätte.

    Habe so 2010 herum gedacht dass Rumänien irgendwann in der Dekade gewinnen würde, aber zum Ende hin ist ihnen mächtig die Puste ausgegangen, und ich denke auch nicht dass es dieses Jahr erfolgreicher laufen wird.

    Von daher ein „ganz furchtbar“ von mir.

    • Genau meine Meinung! Und insbesondere 2010 hätten Ovi & Paula den Sieg meiner Meinung nach noch mehr verdient als Lena. Aber gut … da will ich mal nicht jammern. 😉

  22. Rumänien hat sehr gut gewählt.
    1 Frankreich
    2 Rumänien
    3.Israel
    4.Albanien
    5.Spanien
    6.Estland
    7.Polen
    8.Ukraine
    9.Litauen
    10.Niederlande

  23. Da meine favorisierten Songs schon in den Vorrunden alle rausgeflogen sind, interessierte mich der Vorentscheid jetzt nicht so sehr. Der ausgewählte Song ist langweilig, unoriginell und leider auch schlecht dargeboten (Schlechter Gesang und Billige Choreo). Die Camp-Freund kommen aber sicher auf ihre Kosten. Finaleinzug wird aber schwer.

  24. So wie es sich anhöert nuschelt WRS den Song hinunter. Außdem weiß ich nicht, ob er Llamame richtig ausspricht. im spanischen wird das doppel L (Ll) wie ein „J“ ausgesprochen und das scheint bei ihm nicht der Fall zu swein. Dda er es schon wie ein „Ll“ ausspricht.

    • Ich bin mir nicht sicher. Wenn das doppel l in der Mitte eines Wortes steht wird es wie ein j ausgesprochen das ist klar. Aber wie ist das wenn das Doppel l am Anfang des Wortes steht. Bei Joachim Llambi sagt spricht das keiner Jambi aus. Also vermute ich mal das Llamame auch Lamame ausgesprochen wird. Wäre mal interessant ob das einer richtig erklären könnte.

      • Das Doppel-L wird in Spanien immer wie J ausgesprochen, egal wo es steht. Also in diesem Falle „Jamame“.
        Joachim Llambi wird auch eigentlich Jambi ausgesprochen. Da das aber für die Deutschen offenbar zu schwierig ist, lässt er seinen Namen hier in Deutschland mit L vorne aussprechen. Wenn er in Spanien ist , sagen alle Jambi.

  25. Hallo baby, ruf mich an…nee da kannste lange warten und wenn du das noch tausendmal wiederholst haha. Tippe bei Rumänien auf einen Jury-Unterperformer.

  26. Der Gesang ist anscheinend bewußt so „verwaschen“, denn es geht wohl im Song um eine verbotene Beziehung, von der keiner wissen darf.

    • Was genau isn eine ‚verbotene‘ Beziehung? Gesetzlich verboten ist verboten, alles Andere ist z.B. heimlich und/oder von anderen mindestens unerwünscht, aber nicht ‚verboten‘. Fremdgehen an sich zb ist nicht verboten und die hier vielleicht konnotierte gleichgeschlechtliche Beziehung ist ja auch in Rumänien keineswegs ‚verboten‘, sondern familiär-gesellschaftlich unerwünscht bis verpönt.

  27. Nächstes Semi-Aus incoming!
    Schwacher Gesang und der Song kommt mal mindestens 15 Jahre zu spät. Wie andere schon treffend geschrieben haben, hat im Vorfeld die Jury schon alles Erdenkliche dafür getan, die passabelsten Beiträge möglichst schnell auszusortieren.

  28. Ist doch süß 🙂 etwas nostalgisch aber es gab „damals“ genug ESC-Hits, an die man gerne zurückdenkt. Macht gute Laune und es werden sicher einige Leute dem Aufruf zum Llamame folgen

  29. Ein (erneutes) Update an die Redakteure:
    Endlich hat TVR die richtige und beste Finalperformance auf YouTube online gestellt…bislang war nur die (etwas schlechtere) Siegerperformance online!

      • Naja besser ist relativ. Optisch sieht er aus wie ein Freddy Mercury-Imitator, gesanglich genauso dünn wie Enrique Iglesias, die stimme klingt ähnlich. Tänzerisch ist er extrem hüftsteif. Er ist so authentisch wie ein falscher Fuffziger. Das Ganze könnte man bestimmt im Kuriositätenkabinett des ESC legen. Lustig sieht das schon aus, wenn der Latin-Lover-Imitator versucht zu tanzen. Ich denke, weil er unfreiwillig komisch ist, könnte er ins Finale kommen. Wie ähnlich damals der kastrierte Dracula. Der konnte aber singen.

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