
Schon in den 90er-Jahren hat sich Satiriker Oliver Kalkofe beruflich mit dem ESC auseinandergesetzt. Für seine Sendung Kalkofes Mattscheibe waren die steif-seriösen 90er natürlich eine Fundgrube. Zuletzt ist sein Interesse an der Show aber wieder etwas zurückgegangen, erzählt er in der ersten Folge des täglichen Podcasts ESC Update aus Wien: „Dann hab ich mal so vergessen, dass es den gab. Schändlicherweise! Und dann hab ich aber wieder gemerkt, dass es großen Spaß macht und dass es große Freude macht.“ Über Social Media gab Kalkofe gern humorvolle Live-Kommentare zum Geschehen ab. Und dieses Jahr hat er „wieder Bock drauf – muss ich ehrlich zugeben.“
In ESC Update bespricht er mit den Hosts Marcel und Thomas einige Songs des Eurovision Song Contest 2026. Dazu gehören favorisierte Titel wie aus Finnland, Griechenland, Dänemark und Frankreich. Aber auch kuriosere Songs wie aus Österreich oder Großbritannien. Natürlich bewertet Kalkofe auch Deutschlands Song „Fire“ von Sarah Engels. Und er schaut darauf, wie sich der Wettbewerb entwickelt hat, wie Humor und Selbstironie beim ESC aufkamen und die Show immer größer wurde.
Das „Fire“, das Sarah Engels entzündet, ist für ihn „Feuer, wo dem ich es noch gut schaffe, die Hand über die Flamme zu halten, ohne dass es wehtut.“ Man könne gar nicht so viel über die deutschen Beiträge meckern, weil sie „handwerklich gut gemacht“ seien, aber er habe das Gefühl „das hab ich halt schon tausendmal gehört und gesehen“. Ein Schicksal, das viele deutsche Beiträge der vergangenen Jahre teilen. Weil der Überraschungsfaktor fehle, wisse er nicht, ob es für „Fire“ beim ESC für einen der vorderen Plätze reichen könne.
Gleichzeitig aber lobt Kalkofe den Mut von Sarah Engels, als bereits bekannte Künstlerin beim ESC anzutreten:
„Respekt für den Mut und dass sie sich da dem ganzen gestellt hat. Das Publikum hat entschieden – und vielleicht hat es ja auch recht gehabt. Auch da: nicht falsch verstehen. Ich drücke die Daumen! Bin jetzt nur nicht so hoffnungsvoll.“
Für die Songs, die aktuell in den Wetten oben stehen, findet Oliver Kalkofe gute Worte. „Liekinheitin“ von Linda Lampenius und Pete Parkkonen aus Finnland sei „auf jeden Fall ein Song, der für sich steht“ mit einem „modernen Beat“. Kalkofe mag, dass es ein Song ist, der eine richtige Dramaturgie hat: „Was ich toll finde, wenn du es schaffst, in drei Minuten so ein kleines Opus hinzulegen.“
Zwar sei Kalkofe kein großer Opern-Fan, „Regarde !“ aus Frankreich hat ihn aber „schon gekriegt.“ Er lobt die Stimme von Sängerin Monroe und den „stilsicheren Mix“ des Songs. Und bei Dänemark hat er sehr interessiert „diesen diversen Tanzgruppen junger Kajal-Künstler zugeschaut, die da wirklich alles geben und mit voller Power und Energie dabei sind.“
Mehr über den ESC, über das Gastgeberland Österreich und auch was Oliver Kalkofe mit Linda Lampenius gemeinsam hat, erzählt er in der neuen Folge von ESC Update. Außerdem geht es um die ersten Proben von Deutschlands Kandidatin Sarah Engels in Wien und ihren Auftritt bei der Eröffnung auf dem türkisfarbenen Teppich. Der Podcast erscheint in der ESC Woche vom 11. bis 17. Mai täglich morgens frisch aus Wien in ARD Sounds.
Außerdem ist der ESC auch in der aktuellen Folge von Kalk und Welk, die er zusammen mit Oliver Welke moderiert, großes Thema.
Wie findest Du Oliver Kalkofes Einschätzungen zu den ESC-Songs dieses Jahres? Teilst Du seine Befürchtungen zu „Fire“? Und wie gefiel Dir Sarahs Auftritt auf dem türkisfarbenen Teppich? Schreib es uns gern in die Kommentare!
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Was ist denn an Österreich oder Großbritannien kurios? Das kann man mMn so nur sehen/beschreiben/benennen, wenn man in einem ganz engen musikalischen Universum zuhause ist …
P. S. Und wenn schon kurios, dann wäre es für mich eher die Love Love Peace Peace-Nummer aus Finnland, weil diese außerhalb des ESC-Biotops überhaupt keine Überlebenschance hat.
Beide kurios schlecht mit aufkommenden Fremdschamgefühlen😆
Du meinst die beiden finnischen Künstler, oder?
Bämsen! 😀
Kurios ist ja jetzt auch nichts schlechtes, oder? Und na ja… Tänzer mit Monitoren aufm Kopp und ein Typ im Onesie, der an irgendwelchen Knöpfen rumdreht, wirken auf die breite Masse nun mal ziemlich kurios.
In meiner Welt sind flauschige und tanzende Kopfmonitore ganz normal … 🤪
Brennende Beichtstühle hingegen nicht.
Bei mir durchaus schon. Wenn ich so an diverse Musikvideos meiner Bands denke. 😉
Eine der beiden Bands (die aus Würzburg) hat nach dem Dreh sogar Hausverbot in ihrer Kirche bekommen. 😀 Die Münchner nicht. Hatten wohl lässigere Gemeindemitglieder. 😛
Danke Marcel für diese spannende Folge! 😀 Hat mich in der Mittagspause gut unterhalten. Bei „Kalk und Welk“ muss ich doch direkt auch mal reinhören.
Freue mich schon auf die morgige Folge.
„Kalk und Welk“ ist eigentlich immer super. Wobei Welke jedes Jahr aufs Neue durchblicken lässt, dass er den ESC eher als Tortur empfindet. Aber der ist ja noch jung, das lernt der schon noch.
Sehr interessant. Habe die Podcast Folge auf der Zugfahrt gehört. Nach Passau bin ich schon in Österreich 😀🙀
Früher war mehr Lametta.
genau in dem Stil habe ich den Artikel auf empfunden. Was interessiert mich heute am ersten Presse-Proben Tag, was Oliver Kalkhofe gern parodiert hat oder hätte? Ist für mich in der heißen Phase des ESC irgendwie wie ein „off topic“ Artikel
Das ist ein Hinweis zur neuen Podcast Folge von ESC Update…das haste schon verstanden, oder?
In dieser neuen Folge von ESC Update ist auch folgendes interessantes zu hören:
https://esc-kompakt.de/tippspiel-zum-eurovision-song-contest-2026-das-erste-halbfinale/#comment-792423
Was für ein mords Stress heute:
Erst Abstimmung, dann 2 liveblogs, ESC kompakt live, die Doku im Ersten, hart aber fair..🥵
Weiß gar nicht wo ich den Podcast noch unterbringen soll.
Irgendwie wirds schon gehen.
Kalk und Welk höre ich immer Dienstag morgens gleich nach dem Aufstehen.
Ich mag den Humor der beiden gerne, besonders den von Kalkofe.
Uiuiui.. stress dich nicht allzu sehr 😀
OT
https://eurovoix.com/2026/05/11/israel-media-reports-discussions-underway-move-israel-into-eurovision-asia/
Die EBU versucht wohl, dass Israel beim Asia Song Contest mitmachen kann.
Gespräche laufen anscheinend noch.
Wird leider nicht passieren, da einige andere bereits teilnehmende Länder Widerspruch eingelegt haben.
Uhhh, dort gibt’s doch noch mehr Israel-nicht-gut-Finder als in Europa. Meine auch, dass es Länder im ostasiatischen Raum gibt, die Israel gar nicht als Staat anerkennen.
Was ist dann eigentlich mit Aserbaidschan, Armenien und (Türkei)?
Tatsächlich erkennen alle 3 Länder Israel an, Azerbaijan und Israel sind sogar Alliierte. Mit den anderen beiden ist Stress (Armenia wegen Azerbaijan, Türkei wegen Gaza).
Die Jury aus Aserbaidschan hat letztes Jahr ja auch als einzige 12 Punkte an Israel gegeben. Die Anweisung kam bestimmt direkt aus dem Hause Əliyev.
Ich meinte im ostasiatischen Raum…erkennen dort alle Israel an?
Und wenn Israel zum „Asiavision“ müsste, dann doch auch Aserbaidschan und Armenien.
Bei den beiden ist das „Problem“, dass Europa keine klar definierte Grenze hat und je nach Definition zumindest Teile der beiden Staaten auf europäischem Gebiet liegen. Bei Israel ist eindeutig, dass sie geographisch zu Asien gehören.
Zudem sind die drei Kaukasusstaaten Mitglied im Europarat, gehören also rein politisch zu Europa.
Tja, Überraschung. Oliver Kalkofe, ist also ne wahre Dramaqueen. Zumindest Fan davon …
Ich war schon immer großer Kalkofe-Fan, wunderbar !