
Im internen Auswahlprozess des Senders ARMTV hat sich SIMÓN mit „Paloma Rumba“ durchgesetzt. Er wird damit Armenien im Mai beim Eurovision Song Contest 2026 vertreten und versuchen, das Kaukasusland zum fünften Mal in Folge ins ESC-Finale zu bringen.
SIMÓN heißt mit bürgerlichem Namen Simon Hovhannisyan, stammt aus der Stadt Hrazdan und ist Sänger, Tänzer und Entertainer. Seine Leidenschaft für Musik, Tanz und Bühnenauftritte zeigte sich schon in jungen Jahren. In seiner Familie wurde oft scherzhaft gesagt, dass er gesungen und getanzt hat, bevor er überhaupt laufen und sprechen konnte.
Obwohl SIMÓN zunächst Wirtschaftswissenschaften studierte, entschied er sich letztendlich, seiner Leidenschaft für das Performen zu folgen. Zunächst galt er als einer der bekanntesten Tänzer in der armenischen Unterhaltungsbranche, in den letzten Jahren hat er sich aber mehr und mehr auf das Singen konzentriert.
Bereits im vergangenen Jahr konnte SIMÓN ESC-Luft schnuppern. Im Vorentscheid Depi Evratesil 2025 holte er mit „Ay Paparey Bye“ den 2. Platz hinter dem Sieger PARG. Wäre es nach den lokalen und internationalen Jurys gegangen, die ihn auf Platz eins gesetzt haben, wäre er bereits in Basel Armeniens Vertreter gewesen. Stattdessen war SIMÓN im letzten Jahr Teil der nationalen armenischen Jury. Jetzt darf er selbst als Künstler auf die ESC-Bühne.
Das Lied
Im Song „Paloma Rumba“ geht es um den Ausbruch aus dem gewohnten Alltag. Stilistisch bewegt sich der armenische ESC-Beitrag irgendwo zwischen experimentellem Rock, Rap-Einflüssen und Electro. Ein interessanter Mix, der zum Vorentscheid-Song von SIMÓN aus dem letzten Jahr gut passt und sich eigentlich perfekt einreiht. Entsprechend können wir also wohl auch mit einer energiegeladenen Performance auf der Bühne in Wien rechnen.
Komponiert wurde „Paloma Rumba“ von Lilith Navasardyan, die bereits für die armenischen ESC-Beiträge 2016 („LoveWave“ von Iveta Mukuchyan) und 2017 („Fly With Me“ von Artsvik) verantwortlich zeichnete. Auch der Text stammt von einem ESC-erfahrenen Team: David Tserunyan und Eva Voskanian waren bereits in der Vergangenheit für die Liedtexte von armenischen ESC-Beiträgen verantwortlich („Fly With Me“ von Artsvik 2017 bzw. „Survivor“ von PARG 2025). Als Dritte im Bunde war auch Rosa Kostandyan beteiligt, die als Rosa Linn 2022 mit „Snap“ selbst auf der ESC-Bühne stand und später einen Welthit landete.
SIMÓN tritt mit „Paloma Rumba“ für Armenien im zweiten ESC-Halbfinale am 14. Mai auf Startplatz 6 an.
Der Check
Song: 2,5/5 Punkten
Stimme: 3,5/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 3/5 Punkten
Bennet: Eigentlich nicht meine Musik, aber dennoch finde ich die Melodie spannend und den Text gut. Das betrifft vor allem die erste Hälfte des Liedes, welches mich dann nach und nach immer weiter verliert. Zum Ende hin ist es mir zu wild und einen Refrain, der im Kopf bleibt, suche ich leider vergeblich. 3 Punkte
Benny: Die Post-Its bei „Snap“ fand ich noch reichlich deplatziert, aber im Büro-Kontext bin ich großer Fan davon. Armenien greift damit den Trend zu Offline-Notizen exzellent auf. Hilft vielleicht am Ende auch, um etwas vom Lied abzulenken, das zwar durchaus stellenweise ganz interessant und vor allem für den ESC eine interessante Wahl ist, insgesamt dann aber doch zu wirr daher kommt. 6 Punkte
Laureen: Das ist mir zu gewollt von wegen „ey, es muss rockig sein, aber darf auch niemanden verschrecken“. Mir sagt es leider nicht zu, weil mir die Ecken, Kanten und das Leben im Song fehlen. Die erste Reaktion mag vielleicht positiv sein (oder anerkennend wegnickend), aber nichts in meinem Körper möchte den Song dann direkt noch ein weiteres Mal hören. 2 Punkte
Manu: Hätte es ohne Käärijä und Baby Lasagna „Paloma Rumba“ gegeben? Wahrscheinlich nicht, zu eindeutig versucht Simón hier meines Erachtens auf den Erfolgszug aufzuspringen. Natürlich darf auch der obligatorische Mitmach-Tanz nicht fehlen… Simón hat aber schon letztes Jahr im Vorentscheid gezeigt, dass er selbst aus einem konfusen Song einen energetischen und nachhaltig beeindruckenden Auftritt zaubern kann. Dementsprechend freue ich mich schon jetzt auf seine Performance. 6 Punkte
Peter: Am besten gefällt mir der Gastauftritt von ESC-Ikone Iveta Mukuchyan im Musikvideo von „‚Paloma Rumba“, ihr „LoveWave“ gehört zu meinen all time favorites. Was „Paloma Rumba“ nicht werden wird, das ist mir zu krachig und leidet auch unter Melodiemangel. Weder „Paloma“ noch „Rumba“ vorhanden, Credits gibt’s für den Drive und die Choreo. 4 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Berenike: 6 Punkte
- Douze Points: 4 Punkte
- Giulia: 5 Punkte
- Marcel: 5 Punkte
- Max: 6 Punkte
- Rick: 6 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 53/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Paloma Rumba“ auf Platz 21.
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale
- Finnland: „Liekinheitin“ von Linda Lampenius & Pete Parkkonen
- Georgien: „On Replay“ von Bzikebi
- Griechenland: „Ferto“ von Akylas
- Kroatien: „Andromeda“ von Lelek
- Moldau: „Viva, Moldova!“ von Satoshi
- Portugal: „Rosa“ von Bandidos do Cante
- Schweden: „My System“ von FELICIA
- Belgien: „Dancing on the Ice“ von ESSYLA
- Estland: „Too Epic To Be True“ von Vanilla Ninja
- Israel: „Michelle“ von Noam Bettan
- Litauen: „Sólo quiero más“ von Lion Ceccah
- Montenegro: „Nova zora“ von Tamara Živković
- Polen: „Pray“ von Alicja
- San Marino: Superstar von Senhit feat. Boy George
- Serbien: „Kraj Mene“ von LAVINA
Bereits gesetzt für das Finale
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