
„You can dance, you can jive, having the time of your life“ beginnt der (kommerziell) erfolgreichste ABBA-Song der ESC-Sieger von 1974. Und sie singen hymnisch: „See that girl, watch that scene, diggin‘ the dancing queen.“ Dazu songtextkompatibel passend seht Ihr unser Auftaktbild von der „50 Jahre Dancing Queen“-Party, die Universal am Wochenende im kreativen Stadtquartier „Holzmarkt“ in Berlin initiiert hatte.
„Friday nights and the lights are low, looking out for a place to go, where they play the right music…“ Well, well, well, „Friday“ passt und „the right music“ auch, als Universal im Namen von ABBA am vergangenen Wochenendauftakt in das trashige Camp-Erlebnisquartier „Holzmarkt“ am Spreeufer in Berlin eingeladen hat, aber der Gig startete bei strahlendem Sonnenschein um 17 Uhr. Als die „lights low“ waren, war das Beste schon vorbei.
ESC kompakt war für Euch vor Ort und wir wollen für Euch das Dancing-Queen-Geburtstagsfest noch einmal Revue passieren lassen. Vergleichbare ABBA-Parties gab es übrigens zwischen dem 13. und dem 15. August auch in Amsterdam, Göteborg, London, Mexiko City, Stockholm, Sydney und Warschau.
Heute ist es EXAKT 50 Jahre her, seit ABBA am 16. August 1976 ihren „signature song“ erstmals auf Vinyl veröffentlicht haben. 50 Jahre später gibt es „Dancing Queen“ wieder als smarte 10 Inch Version im Glitzerlook mit der spanischen Version des Liedes „La Reina Del Baile“ auf der Flipside. Die ursprüngliche Single-Rückseite bei der Vinyl-45-Erstpressung von „Dancing Queen“ war übrigens „That’s me“, ein Song, der aufgrund der starken A-Seite (zu) wenig Beachtung fand, heute aber als einer der „hidden champions“ von ABBA gilt. (So viel schon einmal als Preview zur bald anstehenden Wahl des besten ABBA-Songs aller Zeiten.)
Ebenfalls als Geburtstagsgeschenk an die Fans hat Universal eine Dolby-Atmos-Version des ABBA-Songklassikers von Bernard Löhr remastern lassen, die ab sofort auf allen gängigen Streamingportalen verfügbar ist und auch das legendäre Dancing-Queen-Video vom Vorabend der königlichen Silvia-Hochzeit am 18. Juni 1976 in der königlichen Oper Stockholm hat ein Refresh in höhere Auflösung erhalten:
Unsere Silvia und ihr – sagen wir – temperamentvoller Ehemann Gustav feiern also in diesen Tagen fast zeitgleich zum offiziellen „Dancing Queen“-Release ihre goldene Adels-Hochzeit. ESC kompakt gratuliert herzlich der schwedischen Königsfamilie, die die einzigen Schweden sein dürften, die eine weltweit ähnlich hohe Bekanntheit wie Agnetha, Björn, Benny und Annifrid haben.



In Berlin war dann zwei Tage vor dem offiziellen 50. Geburtstag von ABBAs Dancefloor-Burner „Dancing Queen“ das Geburtstagsfest des Tracks angesagt. Die Partylocation war der „Holzmarkt“ am Spreeufer, ein genossenschaftlich organisiertes kreatives Stadtquartier mit einem vielfältigen urbanen Amusementpark-Angebot, manchmal touristisch, manchmal trashig, oft heimelig und mit einer schönen Portion Camp gemixt.
Es gab einen ABBA-Outdoor-Dancefloor, eine ABBA-Teledisko (ausschließlich) für klaustrophobiefreie Fans und Gimmicks wie einen Dancing-Queen-Spiegel. Das Highlight war neben dem genialem „Summer Night City“-Wetter logischerweise die Begegnung der Fans untereinander, wie z.B. auf dem dritten Bild oben zu sehen.

Der DJ („Der Garwin“) spielte auf dem Outdoor-Dancefloor einen Mix aus ABBA-Hits und anderen Dancefloor-Charts-Hits aus der aktiven ABBA-Zeit und dem Jahrzehnt danach, darunter (um ein paar gelungene Picks zu nennen) „I don’t feel like dancing“ (Scissor Sisters), „Upside down“ (Diana Ross), „1999“ (Prince), „Into the groove“ (Madonna) oder „Murder On The Dancefloor“ (Sophie Ellis-Bextor), was zuletzt durch den weirden amazon-Thriller „Saltburn“ ein starkes Charts-Revival erlebte. „Dancing Queen“ war jedoch DER Song, bei dem der Dancefloor jedes Mal explodierte (siehe Foto).

Weitere ABBA-Titel-Highlights, die DJ „Der Garwin“ auflegte und die speziell gut ankamen, waren „Super Trouper“, „Gimme Gimme Gimme“, „S.O.S.“, „Mamma Mia“ und erstaunlicher- und erfreulicherweise „As good as new“.


Wir feierten quasi in ABBA-Aufstellung und kamen auch in den Austausch mit vielen anderen Fans von ABBAs Musik (Fans aus mindestens vier Generationen). Dazu gehörten Jens und Michael (oben rechts auf dem unteren Foto), die davon berichteten, wie sie ABBA zu DDR-Zeiten weit vor dem Mauerfall erlebten. Zu ihren stärksten Erinnerungen gehörte der legendäre Auftritt von ABBA in Folge 15 von „Ein Kessel Buntes“ am 2. November 1974, wo es als Zugabe nach „Waterloo“, „Honey Honey“ und „So long“ einige Zeilen von „Waterloo“ auf deutsch als Zugabe gab.
Maßgebend war für Michael auch „ABBA The Movie“, denn der Musikfilm von Lasse Hallström war auch in der DDR ein großer Kino-Kassenerfolg und gewann viele Fans für die schwedischen Fab Four. Zwar konnte Michael ABBA zur ihrer aktiven Zeit nie live sehen, aber da alle vier bei der Premiere von „ABBA Voyage“ in London wiedervereinigt waren (und Michael auch dabei war), erlebte er sie dann noch noch live gemeinsam. Die Erinnerung ist das Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann.


Solche Erinnerungen und der Austausch darüber machen nach Einschätzung des Autors dieser Zeilen das Besondere solche Fan-Conventions aus und wir haben keine Minute bereut dabei zu sein, obwohl uns die Deutsche Bahn bei der Rückfahrt nach Hamburg wieder arg gequält hat. (Als wir endlich am Hamburger Hauptbahnhof ankamen, hatte der erste Bäcker schon wieder geöffnet.)




Hinzu kamen das wunderbare Wetter, das überdurchschnittlich gute Getränkeangebote und die witzige kunterbunte Location, der man auch die kommerziellen Überfrachtungen schnell verziehen hat. Es gab sogar einen Automaten für „Kater Club“-kompatible Tagestattoos.
So war der „Holzmarkt“-ABBA-Gig (mit Dank an Universal) auch eine wunderbare Einstimmung auf die Wahl des besten ABBA-Songs aller Zeiten. Nächste Woche geht es los. Stay tuned.
Alle weiteren Infos zu „50 Jahre Dancing Queen“ Jubiläum findet Ihr hier.
Welche Erinnerungen verbindest du mit „Dancing Queen“? Lass gerne einen Kommentar da.
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Hallo
Der link funktioniert nicht 😒
Freundliche Grüße/ Best Regards Christian Abraham
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1) Radiothek-Die MusicShow by Alex Berlin DAB+ Berlin Kabel 92,6 MhZ Livestream: http://www.alex-berlin.de Apps/ Portale: radio.de, TuneIn, phonostar etc.
2) \“radiothek-die-music-show\“ 24 Std.-Musikkanal über laut.fm https://laut.fm/radiothek-die-music-show
Danke für den Bericht, lieber Peter und an das schwedische Königspaar herzlichen Glückwunsch zur Goldenen Hochzeit!
Glückwunsch zu 50 Jahre Dancing Queen.
Der 16.August ist übrigens musikalischer besondere Tag.
Heute hat nämlich auch die Queen of Pop Madonna Geburtstag. Ihr neues Album gefällt mir neben den Rolling Stones Album übrigens sehr gut.
Außerdem ist heute noch ein etwas trauriger Tag, den der King Of Rock’n’Roll Elvis Presley ist heute vor 49 Jahren gestorben. Aretha Franklin pbrigens ihren 8 jährigen Todestag. Wer hätte das gedacht, das ABBA, Aretha Franklin, Madonna und Elvis so eine Gemeinsamkeit haben.
Und gestern wurde Bonnie Tyler offiziell beigesetzt:
https://www.tag24.de/unterhaltung/promis/musik-ikone-bonnie-tyler-auf-letzter-reise-tausende-fans-singen-ihren-groessten-hit-3524458
it’s selfietime! 🤠
Meine Erinnerungen an „Dancing Queen“ beziehen sich alle auf meine erlebten Partys.
Egal ob nun als Student oder irgendwann einmal danach. Auffällig bei allen Partys war und ist, dass selbst diejenigen, die sich bekanntermaßen als ABBA-Nicht-Fan geoutet haben, bei „Dancing Queen“ sofort gute Laune bekommen und lauthals anfangen mitzusingen und gleichzeitig sich tanzend auf die Tanzfläche zubewegen, wenn der DJ diesen Song auflegt. 😀
Eine Party – egal unter welchem Motto sie stattfindet – ohne „Dancing Queen“ ist wie eine Punktevergabe beim ESC ohne Philipp Hansa. 😀
Beides ist unvorstellbar und mag man sich auch gar nicht vorstellen. 😀
Der 16.8.76 war ein Montag, ich war gerade 12 Jahre alt geworden. Unmittelbar nach der Schule fuhr ich mit dem Fahrrad zum nächsten Plattenladen und besorgte mir die Dancing-Queen-Single. Als das Lied zum ersten Mal auf meinem Plattenspieler lief, ging es sofort in meine DNA über und blieb da bis heute.
Du hast dein 70er-Jahre Schulalltag mit diesem Beispiel von „Dancing Queen“ sehr schön beschrieben. 😀
Danke für die Eindrücke!
„Dancing Queen“ kam kurz vor meinen 4. Geburtstag raus, also allzu viele Erinnerungen habe ich an die Zeit nicht.😀
„Dancing Queen“ ist ein toller Song, aber es sollten noch (meiner Meinung nach) viel schönere folgen, z. B. „Voulez-vous“, „Head over Heals“, „The Day before you came“, „Slipping through my fingers“, etc, etc.