Albanien: 26 Acts des Festivali i Këngës 61 bekanntgegeben

Bild: EBU / ANDRES PUTTING

In den letzten Jahren war das albanische Festivali i Këngës zumeist eine – wenn nicht die – erste nationale Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest. Nachdem vor Kurzem bereits bekanntgegeben worden war, dass es in diesem Jahr erstmals ein Televoting geben würde, wurden am späten Donnerstagabend auch die 26 Acts veröffentlicht, die im Dezember ihr Glück versuchen werden.

Das Line-Up der Künstlerinnen und Künstler liest sich wie ein Who-is-Who der albanischen Musikfestivalszene. Viele von ihnen haben bereits ihr Glück beim Festivali i Këngës oder waren bei einem der Second Chance Contest dabei. Evi Reçi gehört ganz sicher dazu oder auch Rezearta Smaja. Mit Manjola Nallbani wirft darüber hinaus eine ehemalige Siegerin ihren Hut in den Ring.

Hier die gesamte Liste der Acts mit ihren Sontiteln:

2 Farm – Atomike
Alban Kondi & Lorela Karoshi – Melodi
Albina Kelmendi – Duje
Anduel Kovaçi – Malli
Aris Bako – “Sonte dua të jem me ty
Melodajna Mancaku – Gjysma e zemrës sime
Elisa Lila – Evita
Enxhi Nasufi – Burrë
Erma Mici – Kozmosi i dashurisë
Evi Reçi – Ma kthe
Fabian Basha – Një gotë
Fifi (Filloreta Raçi) – Stop
Franc Koruni – Në pritje
Genti Hoxha – Ajër
Gjergj Kaçinari – Dje
Luna Causholli – Jetën ta fal
LYNX – Nëse ke besim
Manjola Nallbani – Dua
Permit of Stay – Fobia
Petrit Çarkaxhiu – Emri yt mirësi
Rezearta Smaja – N’Eden
Rovena Dilo – Motit
Sara Kapo – Para teje
Serxhio Hajdini – Vështirë
Urban Band – Në çdo hap
Vanesa Soni – Aroma jonë

Im letzten Jahr hat Ronela Hajati das Festivali i Këngës 60 gewonnen. Beim ESC in Turin landete sie mit ihrem „Sekret“ auf dem 12. Platz im ersten Halbfinale. Der Beitrag wurde damit auch zu einem der Fan Favourite Fails des Jahrgangs, der er im Vorhinein durchaus höherplatziert erwartet wurde.

Wann genau das albanische Festival vom Stapel gehen wird, steht noch nicht fest. In den letzten Jahren fielen die Halbfinale und das Finale gern auf die Weihnachtsfeiertage. Wir halten Euch diesbezüglich auf dem Laufenden.


40 Kommentare

  1. Aufregendes Line-Up, das auf jeden Fall vielversprechend aussieht. Besonders sei hier Manjola erwähnt, die bereits dreimal das Festival gewinnen konnte. Gjergj und Evi kommen auch zurück, gefällt mir soweit ganz gut.

    Die Compilation mit den Songs vom letzten Jahr ist übrigens bis heute noch nicht veröffentlicht worden.

    • Das ist schön. Dann hoffe ich, für den Fall, dass es Fifi nicht zum ESC schafft, dass Bobby auch beim nächsten Second Chance Contest für seine Patin antreten darf. 🙂 🐾

  2. Nach langem mal wieder ein Off-Topic von mir:

    Heute wurde der französische Act für den JESC 22 bekannt gegeben. Es ist der 13jährige Lissandro, welcher im Jahr 2020 bei „The Voice Kids France“ im Finale gewesen ist. Der Song heißt „Oh Maman“ und wurde wieder von der zweitplatzierten beim ESC 2021, Barbara Pravi, geschrieben, nachdem sie bereits die französischen JESC Songs für 2019 (5. Platz) und 2020 (1. Platz) geschrieben hat. Den diesjährigen Song hat sie allerdings nicht -wie 2019 und 2020- in Zusammenarbeit mit den französischen Musiker Igit geschrieben, sondern mit Frédéric Château.

  3. Jaaaa Rezarta versucht es noch ein 8. Mal😁
    Ich bin auch schon gespannt auf die anderen Dauerbrenner Evi und Gjergj und natürlich auf LYNX als Rockfan. Das wird wieder ein tolles Festival

  4. Fand in den letzten Jahren die Show besser als den ESC. Für mich war es wie ein ESC aus alten Zeiten. Letztes Jahr hat dann sogar meine Favoritin gewonnen. Als ich dann aber sehen musste, wie meine Favoritin ihren Auftritt für den ESC regelrecht verhunzt hat, bin ich jetzt vorsichtiger mit meiner Begeisterung.

  5. BREAKING NEWS vom JESC:

    Die vierzehnjährige Nachwuchs-Sängerin Nare Ghazaryan wird das diesjährige Gastgeberland Armenien beim JESC in Jerewan vertreten. Ihr Song wird jedoch leider erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Hoffentlich wird es wieder so ein Knaller wie Malenas „Qami Qami“.

    • Hoffentlich wird es nicht so ein Knaller, denn wenn Armenien wieder gewinnt und den JESC im nächsten Jahr erneut ausrichtet, dann nimmt Deutschland ja wieder nicht teil! Nare macht schon sehr auf Malena mit diesen Glitzersteinen (oder was auch immer das sein soll) unter den Augen.
      Aktuell sind ja erst 6 Songs veröffentlicht und unter diesen ist nach wie vor Niederlande mein Favorit. Albanien hat in diesem Jahr auch einen schönen Song, allerdings eine Ballade. Balladen und JESC sind immer so eine Sache, da weiß man nie wie dies beim jungen Publikum ankommen wird, weswegen ich die Chancen von Albanien aktuell schlecht einschätzen kann. Aber von mir aus könnte auch Albanien gewinnen!

      • Ich verstehe auch nicht warum Armenien da quasi eine Malena 2.0 auswählt aber mal sehen wie der Song wird. Einen Doppelsieg brauche ich aber grundsätzlich nicht. Von den Songs bislang ist Frankreich für mich der einzige der irgendwie als Sieger in Frage käme. Der Rest ist für mich eher schwach und das was aus Georgien kommt klingt auch nicht so vielversprechend. Hat was von Belarus 2014 aber mal den vollen Song abwarten

    • Leider wieder ein Mädchen! Wäre zur Abwechslung mal schön gewesen, wenn sich das Gastgeberland mal für einen Jungen entscheiden hätte, so wie das bei Frankreich der Fall ist!

      • 2018 hat Armenien zuletzt einen Jungen geschickt! Also bei der vorvorletzten Teilnahme, da Armenien im Jahr 2020 ja nicht am JuniorESC teilgenommen hat!

  6. Eigentlich mag ich Albanien beim ESC sehr gerne (08, 12, 18 … ❤❤❤), aber letztes Jahr war das leider gar nichts für mich. Ich fand die Komposition von Beginn an wirr und aufdringlich, und als dann Revamp und Videoclip herauskamen, wurde alles noch schlimmer: Pompöse Mittelaltermelodramatik hat mich schon immer abgestoßen. Und na ja, dann gab es eben noch die Live-Performance, während der alle bei uns Anwesenden Tränen gelacht und sich auf die Schenkel gehauen haben.
    Fazit: Es kann nur besser werden. Viel Glück!

    • Das Video sah eher danach aus, als würde dort der Alltag in einem Mittelalterpuff gezeigt. So ähnlich lächerlich war dann auch der Auftritt. Die männlichen Tänzer hatten Röckchen an, aber damit immer noch mehr als die Sängerin. Soviel „Sekret“ war dann auch nicht mehr vorhanden, denn bei ihr sah man ja fast alles. Stimmlich war es vor allen Dingen sehr laut.

    • Tränen gelacht und auf die Schenkel gehauen ?
      .
      Ich hätte fasst gebrochen, nehme glaub ich alles zu ernst.
      .
      Jonidas Song habe ich geliebt

      • Für mich war der Auftritt eher zum Fremdschämen. Sie schrie als sei sie immer noch in der Brunftzeit. Die Typen mit ihren Röckchen sahen auch lächerlich aus. Ich fands echt zum Fremdschämen.

    • „Pompöse Mittelaltermelodramatik hat mich schon immer abgestoßen.“

      Epochal bin ich definitiv ein Fan des Humanismus bzw. der Aufklärung. Der Zeitgeist war einfach viel optimistischer und voller Zuversicht. Für mich ist das Mittelalter auch nichts. 😀

      • Ich finde das Mittelalter schon interessant, und ich liebe die romanische und gotische Architektur (habe vor einigen Wochen endlich die berühmte Seidenbörse in Valencia besucht … ❤), aber ich bekomme das Würgen, wenn das Mittelalter romantisiert und zur Projektionspostkarte retuschiert wird.
        Früher war ich ein großer Fan der Aufklärung und habe alle mit meinen Kant-, Voltaire- und Diderot-Zitaten genervt, aber je älter ich werde, desto mehr verzweifle ich an der Natur des Menschen. Jetzt bin ich ein Misanthrop und lese jedes Jahr 1 x Voltaires ‚Candide‘, nur damit ich nicht vollkommen den Verstand verliere … 🤔

      • @togravus ceterum

        Finde diese romantisierte Sicht aufs Mittelalter, befeuert durch Filme und Serien auch sehr befremdlich. Ich würde nicht gerne in einer Zeit leben wollen wo man froh sein konnte nicht schon im frühen Kindesalter verhungert oder durch eine Krankheit dahingerafft worden zu sein, in dem man der Willkür der Könige ausgesetzt war, man kaum was zu Essen hatte während Adel und Klerus rauschende Fester gefeiert hat usw.

      • @togravus ceterum

        Und wenn man sich als Frau gut mit Pflanzen und Heilkunde auskannte galt man direkt als Hexe und wurde gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

      • Ich glaube hier wird gerade eher die Epoche der Auflärung verklärt…
        Dem einfachen Volk ging es jedenfalls im dunklen Mittelalter oft besser als in vielen Epochen danach

      • Das Mittelalter bzw. die frühe Neuzeit war eine ungeheuer grausame Zeit, habe letztens eine Dokumentation über die Hexenprozesse gesehen. Da lief es mir eiskalt den Rücken runter. Muss sagen, ich lese hin und wieder ganz gerne mal historische Romane, einfach, weil man viel über die Geschichte dieser Zeit lernen kann, hat mit Romantisieren nichts zu tun.

    • Okay, der Auftritt von Ronela war nicht so gelungen, aber ich mochte sie und hätte mich gefreut, wenn Albanien ins Finale gekommen wäre.

  7. @ Togravus

    Ich mochte sie auch nicht sonderlich. Die „Darbietung“ hat mir dann nur noch den Rest gegeben.

    Neben Österreich und Irland für mich der schlechteste Beitrag dieses Jahr und vollkommen zurecht nicht im Finale.

  8. Ronela und Albin waren der glücklicherweise gescheiterte Versuch, seine reine albanische Seele an die ESC-Plörre zu verhuren. Wir hoffen dieses Jahr wieder auf schrille Dischromatik, an den Anschlag gestoßene Streicher, ausgequetschte Bläser, schreiende Frauen, ungewaschene düstere Alt-Rocker mit spisseligen Haaren, 90-jährige Ex-Kengis-Gewinnerinnen, die alles aus dem Wettbewerb an die Wand singen, und eimerweise Balkangrill-Dramatik !

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