Auf dem Weg in die Niederlande: Das ist Rotterdam!

Erasmusbrug seen from Euromast Rotterdam Skyline
Bild: Mlefter, CC BY-SA 3.0.

Findet der Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam statt? Das wird am 30. August bekanntgegeben. So lange nehmen sich die EBU sowie die niederländischen Rundfunkanstalten AVROTROS, NOS und NPO Zeit, um die Bewerbungen von Rotterdam und dessen letztem verbliebenen Konkurrenten Maastricht zu prüfen und die Bekanntgabe der Entscheidung vorzubereiten. Wir nutzen die Zeit bis dahin, um die beiden potenziellen Gastgeberstädte ausführlicher vorzustellen. Den Anfang hat vergangene Woche Maastricht gemacht, heute ist also Rotterdam dran.

Zahlen, Daten, Fakten

Rotterdam liegt im Westen der Niederlande und die Innenstadt ist etwa 30 Kilometer von der Nordsee entfernt. Die Stadt wird von dem Rhein-Arm Nieuwe Maas in einen Nord- und einen Südteil geteilt. Diese Lage am Rhein-Maas-Delta hat Rotterdam den größten Seehafen Europas beschert, der sich von der Innenstadt bis an die Nordsee erstreckt.

Rotterdam hat rund 645.000 Einwohner und ist damit die zweitgrößte Stadt der Niederlande. Die Stadt liegt damit etwa in einer Größenordnung mit Stuttgart. Sie ist die größte Stadt der Provinz Südholland.

Rotterdam hat einen eigenen Flughafen, den Rotterdam The Hague Airport, ist aber auch gut an den größten niederländischen Flughafen Amsterdam Schiphol angebunden, der etwa 60 Kilometer von Rotterdam entfernt ist. Ähnlich wie bei Maastricht dürfte aber auch für die Anreise nach Rotterdam die Bahn das bevorzugte Verkehrsmittel vieler deutscher Fans sein.

Was gibt es zu sehen?

Neben dem schon erwähnten Hafen, ist Rotterdam vor allem bekannt für seine moderne Architektur. Zahlreiche Hochhäuser prägen das Stadtbild ebenso wie außergewöhnliche bauliche Projekte, zu denen etwa die Kubushäuser gehören.

Daneben zählen unter anderem der Euromast,

die Erasmusbrücke

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А мог бы быть умный пост, но сегодня это не про меня. Мост Эра́зма — вантовый мост через реку Маас в центре Роттердама, первый со стороны моря. Благодаря своей необычной конструкции и узнаваемым асимметричным очертаниям пилона быстро стал одним из символов города. #tbt #throwbackthursday . #trowback #роттердам #нидерланды #голландия #rotterdam #niderland #holland #holland🇳🇱 #likeforlikes #like4likes #likeforfollown #likeforlikes #like4like #likeforfollow #liketime #likes #instalike #likeforlike #followme #follow #follow4followback #follow4follow #likeforfollow #onetwotrip #erasmus #erasmusbridge

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und die 2014 erbaute Markthalle zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

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Enjoying the view! ❤️

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Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe an Museen, etwa das Maritiem Museum, die Kunsthal oder das Naturmuseum. Die Liste ließe sich aber noch beliebig erweitern.

Arena und Pläne für den ESC

Während Maastricht mit seiner Beschaulichkeit und seiner Bedeutung für Europa punkten will, spielt Rotterdam seinen Trumpf als weltgewandte, multikulturelle und internationale Metropole. Dabei will man sich aber nicht abgehoben geben, sondern natürlich und bodenständig. Das spiegeln auch das Promovideo zur Bewerbung sowie der Slogen wider: „For Real“.

Sollte Rotterdam den Zuschlag erhalten, wird der ESC 2020 in der Ahoy Arena stattfinden. Neben der Arena beinhaltet der Ahoy-Komplex aber ein ganzes Sammelsurium an Hallen und Räumen, so dass Produktion, Künstler und Presse problemlos auf dem Areal beherbergt werden können. Normalerweise passen 16.000 Zuschauer in die Ahoy Arena, beim ESC werden es wohl etwas weniger werden. Trotzdem könnten einen ESC in Rotterdam mehr Fans live vor Ort verfolgen als einen in Maastricht, wo das MECC voraussichtlich etwa 12.000 Zuschauer fassen wird.

Rotterdam Ahoy Halle

Während in Maastricht bereits 3.000 Hotelzimmer geblockt wurden, um die internationalen Fans unterbringen zu können, ist in Rotterdam bislang wenig über die Hotelsituation bekannt. Aktuell sind jedenfalls – im Gegensatz zu Maastricht – noch einige Hotelzimmer für den wahrscheinlichen ESC-Zeitraum rund um den 12., 14. und 16 Mai 2020 verfügbar. Insgesamt dürfte Rotterdam zwar mehr Hotelzimmer haben als Maastricht, die Stadt setzt aber wohl trotzdem darauf, dass die Fans gegebenenfalls auch auf die umliegenden Städte in der Region – etwa Den Haag – ausweichen.

Laut des offiziellen Gemeinderatsantrags zur Bewerbung von Rotterdam ist außerdem auch schon eine Location für den EuroClub gefunden: Das Maassilo.

Auch Rotterdam hat also eine wirklich starke Bewerbung um die Austragung des ESC 2020 eingereicht. Was glaubt ihr, wer hat am Ende die Nase vorne? Die Antwort gibt es dann am 30. August und wir berichten hier natürlich über alle weiteren Entwicklungen.



7 Kommentare

  1. Das Bild von Ahoy ist gut getroffen, denn im Angebot ist eine ähnliche Einteilung drin. Die Zahl der Stehplätze wird beim ESC niedriger sein, da man den Green Room in der Halle plant und … da ist sie wieder … die Sicherheit auch die Zahl der Zuschauer reduziert. Crowd Control eben.

    Welche Stadt es wird? Algemeen Dagblad oder ad.nl mit Hauptsitz in Rotterdam ist sich mittlerweile nicht mehr sicher. Dort glaubt man zu wissen dass nicht das Geld, sondern Logistik, Atmosphäre und Erlebung entscheidend sind (10.08.2019) und dazu kam noch die Meldung, dass Duncan Laurance Ende Juli in Maastricht gesichtet wurde. Er hat im Auftrag von Avrotros einen Promo gedreht und wird später noch nach Rotterdam reisen (09.08.2019). Aber erst Maastricht … das hat die Redaktion ziemlich verunsichert. *grins*

    • Die zwei Wochen werden wir noch abwarten können….. mir ist es total egal, wer das Rennen macht, ich rechne aber eher mit Rotterdam. Die Halle ist wohl geeigneter als die in Maastricht.

    • Persönlich würde ich Maastricht bevorzugen. Allerdings glaube ich nicht mehr daran. Die Halle ist sehr klein und sehr niedrig. Ahoy ist hier klar im Vorteil.

      • Sietse Bakker hat eine Bemerkung dazu gemacht. Genaue Wortlaut weiß ich nicht mehr, aber Zweck der Deckenhöhe ist die Temperatur. Es soll nicht zu warm werden.

        Dennoch hast du Recht. Ahoy hat bereits, was MECC noch bauen muss.

  2. Da sieht man leider wieder, daß Rotterdam nichts Spektakuläres zu bieten hat. Von den Sehenswürdigkeiten führt kein Weg an Amsterdam vorbei. Deshalb überzeugt mich auch das Konzept der häßlichsten Stadt der Niederlande nicht wirklich. Die Ahoy-Arena war mal Austragungsort des JESC, das liegt allerdings bereits 12 Jahre zurück.

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