Nach der Disqualifikation des niederländischen Acts Joost Klein vom Eurovision Song Contest 2024, hat sich nun die federführend zuständige Rundfunkanstalt der Niederlande AVROTOS mit einem ausführlicheren Statement zu Wort gemeldet. In diesem wird nicht bestritten, dass es einen Vorfall gab, allerdings empfindet AVROTOS die Strafe als nicht angemessen und zu hart. Das Statement lässt offen, welche Konsequenzen der Sender nach der EBU-Entscheidung zieht.
Erstmals wird hier nun klarer, was genau vorgefallen sein soll. Demnach sei Joost nach seinem Auftritt im zweiten Halbfinale auf dem Weg von der Bühne zum Greenroom gefilmt worden. Joost habe mehrfach deutlich gemacht, dass er nicht gefilmt werden möchte. Dies sei nicht respektiert worden und daraufhin habe Joost eine bedrohliche Bewegung in Richtung Kamera gemacht. Die Kamerafrau sei von Joost nicht berührt worden.
Wichtig ist zu betonen, dass das an dieser Stelle erstmal nur die Darstellung der einen Seite ist. Wie sich die Sachlage für die betroffene Kamerafrau bzw. die EBU dargestellt hat, werden wir wohl zu einem späteren Zeitpunkt erfahren.
Das Original-Statement findet Ihr oben als Aufmacherfoto, wir haben es im Folgenden aber auch vollständig für Euch übersetzt:
„Nach dem Auftritt am vergangenen Donnerstag kam es zu einem Vorfall. Entgegen klar getroffener Vereinbarungen wurde Joost gefilmt, als er gerade von der Bühne kam und in den Greenroom eilen musste. In diesem Moment gab Joost wiederholt zu verstehen, dass er nicht gefilmt werden wollte. Dies wurde nicht respektiert. Dies führte zu einer bedrohlichen Bewegung von Joost in Richtung Kamera. Joost berührte die Kamerafrau nicht. Dieser Vorfall wurde gemeldet, gefolgt von einer Untersuchung durch die EBU und die Polizei.
Gestern und heute haben wir uns ausführlich mit der EBU beraten und mehrere Lösungen vorgeschlagen. Dennoch hat die EBU beschlossen, Joost Klein zu disqualifizieren. AVROTROS findet die Strafe sehr hoch und unverhältnismäßig. Wir stehen für anständiges Verhalten – darüber darf es kein Missverständnis geben –, aber unserer Meinung nach steht eine Disqualifikation in keinem Verhältnis zu diesem Vorfall.
Wir sind sehr enttäuscht und verärgert für die Millionen Fans, die sich so auf den heutigen Abend gefreut haben. Was Joost in den Niederlanden und Europa gebracht hat, hätte nicht so enden dürfen.“
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wow man kanns auch übertreiben -.- Klar Gewalt, auch wenn es quasi nur eine Androhung von Gewalt ist, hat beim ESC nichts zu suchen aber für so etwas, was Joost anscheinend getan haben soll, jemanden disqualifizieren? Etwas übertrieben meiner Meinung nach :/
LUL mein erster richtiger längerer Kommentar und 30+ Likes xDDD
Das ist eine Seite der Medaille, wenn überhaupt. Stand jetzt halte ich die Disqualifikation von Joost nicht für unangemessen. Im Hinblick auf Opferschutz und juristische Verfahren ist es, denke ich, verständlich, dass sich die EBU nicht umfassend äußert.
Opferschutz? Opfer von was denn konkret?
Respekt. Applaus dafür nicht.
Zu 100% unverhältnismäßig.
Jetzt steht wahrscheinlich Aussage gegen Aussage. Dann setzt man sich doch einfach in Stille Kaemmerlein und klärt das untereinander, entschuldigt sich beiderseitigt und gut ist. Warum lässt man das nur so eskalieren? 🤔
Steht in dem Statement irgendwo ein klarer Hinweis darauf, dass Joost Klein oder Avrotros eine Entschuldigung angeboten haben? Ich sehe das dort nicht und gehe davon aus: hätte es ein solches Angebot gegeben, würde der niederländische Sender dies auch deutlich herausstellen.
Eine öffentliche Entschuldiging war einer der Optionen, laut Taco Zimmermann, wurde allerdings abgelehnt.
Ich finde es grundsätzlich ganz wichtig, dass alle lernen, dass Gewalt keinen Platz hat unter uns. Aber die Frage, ob es dann nicht auch noch harsch rüberkommende Unmutsäußerungen geben darf, muss man überdenken. Eine von allen negativeren Emotionen befreite Gesellschaft sind wir ja noch lange nicht und werden es naturgemäß auch nie werden.
Sollte es sich also wirklich „nur“ um eine abwehrende verärgerte Reaktion gehandelt haben, dann hätte ich eine aufrichtige Entschuldigung auch als genügend gehalten. Diese Form des unkomplizierten Versöhnens sollte uns ja auch nicht verlorengehen…
Bin nicht schlauer als vorher…würde aber – falls es sich so bestätigt – die Disqualifikation tatsächlich übertrieben empfinden.
Danke Steffi, das du es lieb und nett in Worte fassen kannst, was ich nicht so konnte, aber ich bin dennoch der Meinung, dass es sich so oder so nicht so zuspitzen muss. Meine Güte, er wollte nicht gefilmt werden, wurde nicht respektiert, dann darf man sich doch wohl auch etwas unpositiver darüber äußern oder? Ich hasse Gewalt und wir wissen alle, dass Joost heute nicht gewonnen hätte. Jedoch allein auf menschlicher Ebene, einem jungen Mann der kein Elternteil mehr hat und das für seine Eltern auf eine gewisse Art tut…meine Güte…lasst ihn auftreten und ge3t ihn öffentlich das Bild als Rüpels und dann ist jut 🙁 finde es sehr schade für ihn und hoffe er wird auf psychischer Ebene keinen zu großen Schaden davon tragen 🙁
Wenn es so war, wie AVROTOS es hier schreibt und nichts weiter vorgefallen ist, wie etwa verbale Entgleisungen oder Drohungen, dann finde ich die Disqualifikation auch übertrieben.
Recht auf das eigene Bild….nie gehört in Schweden?
Trotz allem muss man sich in der Gewalt haben, junger Mann.
Genau. An einer TV-Sendung teilnehmen und dann Recht am eigenen Bild haben wollen. Also manchmal…
Es sollte aber auch bei einer Fernsehsendung Bereiche geben wo nicht gefilmt werden darf / sollte. Auf einer Bühne ist eine solche Aussage Blödsinn, aber hinter der Bühne sollten auch die Wünsche der Teilnehmer berücksichtigt werden.
Nein, dieses Segment (Artist direkt nach dem Auftritt) ist ein fixes Element auf der offiziellen DVD. Also nein, das ist nicht privat.
auch Stars haben ein Recht auf Privatsphäre
Er war auf dem Weg von der Bühne in den Greenroom…..das ist nicht in der TV-Sendung.
Aber ja, es ist schwierig mit dem Recht auf eigenem Bild, sehe ich schon auch.
Aber man hätte es auch einfach akzeptieren können.
Trotz allem noch einmal gesagt: Man muss sich in der Gewalt haben, also in dem Falle Herr Klein.
Das Argument „Recht auf das eigene Bild“ im Rahmen einer TV-Show mit intensiver medialer Begleitung sehe ich nicht.
Mal davon abgesehen, dass dieses Filmen backstage auch in den Liveshows gemacht wird und die Proben ja die Live-Show simulieren sollen.
Die Eskalation durch die Disqualifikation finde ich auch unnötig, aber das Verhalten von Joost ist trotzdem nicht begründbar.
Stimmt, sofern das nicht in für alle Teilnehmer verbindlichen Regeln schriftlich anders bestimmt ist.
Kann mir aber schwer vorstellen, daß das so ist und SVT trotzdem dort eine Kamerafrau plaziert. Hier hat sich mindestens eine Seite extrem unprofessionell verhalten.
Au weia, wenn das so stimmt… handelt es sich womöglich um ein Missverständnis.
Hätte man doch mit einem klärendem Gespräch zusammen mit dem Künstler aus der Welt räumen können. Warum kommt das Statement jetzt, wo es zu spät ist?
Es gab ja ein Gespräch zwischen EBU und dem Sender. Die EBU hat sich aber dennoch für die Disqualifikation entschieden.
Der öffentliche Druck war wohl so groß, dass der EBU gar nichts mehr anderes übrig blieb. Irgendwie hat sich etwas total hochgeschaukelt.
Natürlich steht jetzt erst einmal Aussage gegen Aussage, aber ich denke beide Seiten haben überreagiert: Joost hat möglicherweise ein aufbrausendes Temperament, vielleicht auch noch befeuert durch die Anspannung vor Ort. Wenn das so stimmen sollte, ist es auch ärgerlich, wenn der Wunsch, nicht gefilmt zu werden, nicht respektiert wird. Da hätte Joost aber tatsächlich souveräner reagieren können. Na ja, und die Dame hat sich wohl wirklich bedroht gefühlt, und möglicherweise auch ein bisschen überreagiert. Ob sie vorher schon schlechte Erfahrung gemacht hat – keine Ahnung, man weiss es nicht. Aber solange es nur bei einer reinen Drohgebärde geblieben ist, und niemand tatsächlich verletzt wurde, kann man sich aufregen, beschweren usw. – aber ob man deshalb gleich die Polizei einschalten muss…🤔
Weil es eben hocheskaliert ist.
Aussage hieroben stammt von Taco Zimmermann, seit März Hauptgeschäftsführer (Algemeen Directeur) von Avrotros. Zwei Sachen sind wichtig: Erstens den Inhalt, zweitens den Zeitpunkt.
Diese Aussage werden alle Kommentatoren heute Abend verwenden, es sei denn, SVT und EBU rücken rechtzeitig mit ihre Sichtweise heraus.
Sorry aber das ist einfach nur lächerlich. Für mich ist Eurovision offiziell gestorben. Wäre ich Avrotos würde ich ab dem kommenden Jahr nicht mehr teilnehmen.
Klingt für mich sehr beschönigend.
Wegen so einer Bagatelle kommt die Polizei nicht extra raus und leitet Ermittlungen ein, und schaltet garantiert nicht die Staatsanwaltschaft ein. Nichtmal in Schweden!
Fällt mir leider sehr schwer zu glauben!
Die EBU macht doch nicht wegen so einer Lapalie so ein Fass auf und riskiert solche Reaktionen, wie sie hier gerade geschehen.
Noch mache ich meine Hosen nicht mit der Kneifzange auf!
„Wegen so einer Bagatelle kommt die Polizei nicht extra raus und leitet Ermittlungen ein“
Doch. In Deutschland ist das der Fall, weil das in der deutschen Strafprozessordnung gesetzlich vorgeschrieben ist. Der juristische Fachbegriff hierfür heiß „Offizialdelikt“.
In einer allgemein verständlichen Erklärung bedeutet ein Offizialdelikt, dass die Polizei sofort einschreiten und Ermittlungen einleiten muss, wenn irgendeine Person wie etwa das mutmaßliche Opfer (m/w/d), eine unbeteiligte dritte Person (Zeuge m/w/d) oder eine Person, welche nachträglich von dem Geschehen / möglichem Verbrechen gerüchteweise etwas hört und dies der Polizei mitteilen möchte genau diese alarmiert.
„Geschehen / möglichem Verbrechen gerüchteweise„
uff!
abschaffen – sofort!
…und dann gleich zur Staatsanwaltschaft?!
Dann müsste ja auch jeder Kaugummidieb am Kiosk verfolgt werden. Kommt mir sehr hochgegriffen vor.
Mir hat man an der Ampel auch schon den Mittelfinger gezeigt. Hätte ich da auch ein Gerichtsverfahren anstrengen müssen?!
„Mir hat man an der Ampel auch schon den Mittelfinger gezeigt. Hätte ich da auch ein Gerichtsverfahren anstrengen müssen?!“
Wenn du ein Ermittlungsverfahren gewollt hättest, hättest du ein solches mit einer Strafanzeige einleiten können.
Allerdings wärst du dann auch in der Beweispflicht gestanden, dass dir eine andere Person den Mittelfinger gezeigt hätte.
Allgemein gesagt bedeutet dies: Die Person, die einer anderen Person ein Fehlverhalten unterstellt muss beweisen, dass von dieser anderen Person auch tatsächlich ein Fehlverhalten durchgeführt wurde.
Es muss niemand seine Unschuld beweisen, sondern immer derjenige der ein Fehlverhalten von einer anderen Person behauptet, ist beweispflichtig.
Seit Assange ist klar, dass es in Schweden sehr einfach ist, durch Äusserungen von Frauen missliebige Personen kaltzustellen.
AVROTROS würde nicht so hinter seinem Künstler stehen, wenn er sich so extrem daneben benommen hätte. die Kommunikation der EBU hat leider alles noch schlimmer gemacht, wie es eh schon ist.
Doch, genau das würde ich auch erwarten, wenn ich Künstler wäre. Dass sich der Sender erstmal hinter mich stellt und mich schützt. Das ist ganz unabhängig vom Vorfall
Da muss ich dir enttäuschen. In den vergangenen 18 Monate sind viel schlimmere Sachen wie dieses Vorfall bei den NL-Anstalten ans Tageslicht gekommen (nicht bei Avrotros) und jedes Mal hat man die Hauptbeteiligten sofort fallen gelassen.
Also ist er letztlich mit einer Drohgebärde auf die Kamerafrau zu, nachdem sie ausdrücklich nicht auf seine Bitten gehört hat? Und deswegen rennt sie dann zur Polizei?
Wow …
Hier wurde doch nur eine Seite der Medaille erörtert. Ich würde nicht alles blind glauben.
Entwickelt sich hier sehr schön in Richtung Täter-Opfer-Umkehr
Nachdem ich den Clip mit dem Journalisten gesehen habe, der angeblich Angehörige der niederländischen Delegation „provoziert“ hatte, habe ich da auch so meine Zweifel. Eigenwahrnehmung scheint nicht so deren Ding zu sein. Der Journo hat das gemacht, was Journalisten halt so machen, und sie freundlich mit einer Frage angesprochen. Die haben sofort aggressiv reagiert, griffen in die Kamera und wurden fast handgreiflich. Scheinen mir ziemliche Prolls zu sein, sehr unsympathisch. Man könnte auch den Eindruck gewinnen, daß die Niederländer es darauf angelegt haben, einen Eklat zu provozieren. Da kann man auch souveräner agieren, wenn man kein Statement geben will.
Wenn das so stimmt, muss das auch Konsequenzen für die Kamerafrau und das Filmen von Künstlern haben. Ihre persönlich3n Rechte müssen gestärkt werden.
Pfui!
Angesichts des Timings wird nun auch Joosts Verhalten auf der PK zumindest teilweise (Kopf unter der Flagge, miese Laune, warum Eden nicht auf die Presse eingehen müsse) in ein anderes Licht gerückt.
Wenns es so vorgefallen wäre gestern das wäre das ganze schon recht lächerlich aber ich kann irgendwie nicht glauben das nur wegen einer leichten Drohung so klingt es nämlich so ein riesen Aufwand betrieben wird das hätte man schnell klären können und niemand hätte was mitbekommen ich glaube da liegt noch etwas mehr im Busch aber ist jetzt halt ne klassische Aussage gegen Aussage Position ich hoffe das ganze wird transparent aufgeklärt weil sowas schadet dem Event
Die EBU wirkt von außen betrachtet wie ein Dilettantenverein.
Ich habe eigentlich eine 0-Toleranz Politik gegenüber solcher Inkompetenz.
Ich befürchte, wir werden keine Reaktion von der EBU auf obiges Statement erhalten.
Ich würde jetzt wirklich aufpassen, dass 100% für die Wahrheit zu erklären. Wegen sowas bräuchte es keine polizeilichen Untersuchungen und wenn, dann wären sie doch schon lange abgeschlossen. Ansonsten geht es da ja wohl um die Frau, die die Instagram-Stories für den offiziellen Account gemacht hat. Das waren wirklich nette, emotionale Bilder und jedenfalls kein Grund, sich aufzuregen. 36 andere Teilnehmer haben das ja auch nicht getan.
Deshalb war Joost am Donnerstag auch der einzige, der gestern bei Instagram nicht aufgetaucht ist. Macht natürlich schon Sinn dann.
Da steht wohl in der Tat Aussage gegen Aussage.
Würde Einigkeit beim Ablauf bestehen, geht doch sowas nicht an die Staatsanwaltschaft.
Und man muss bedenken, dass dieses Statement vom Sender kommt, nicht von Joost selbst.
Exakt — zumal sich das ja so liest, als ob es das alles auf Video gäbe. Wenn das alles so harmlos gewesen ist, hätte man das mit Verweis auf die Bilder doch in einem Gespräch (inkl. Entschuldigung(en)) klären können & es wäre niemals die Staatsanwaltschaft hinzugezogen worden.
Die Stimmungslage ist einfach zu angespannt um ein gerechtes Urteil in kurzer Zeit zu fällen. Um sich gegen alle Eventualitäten bei der zukünfigen Aufklärung so gut wie möglich abzusichern, ist eine Disqualifikation, so hart sie auch ist, wohl am besten.
Ist wohl auch als Zeichen gegenüber den Künstlern zu verstehen, die jetzt auch noch anfangen, unnötigerweise am Rad zu drehen.
Jetzt bei 1Vandaag etwas mehr Infos. Wichtigste: Kamerafrau hat jedliche Kontakt blockiert, also gibt es keine weitere Erklärung, keine Bilder (sie hat gefilmt, wo sind die Bilder geblieben), kein Gespräch, nichts.
1Vandaag bringt in der Regel Hintergrunde bei den Nachrichten des Tages, 6 Tagen der Woche und ist eine andere Sendung von AvroTros.
„“The police is investigating intimidation. The offence was committed in the Malmo arena on Thursday evening,“ police spokesman Pelle Vamstad told AFP.
„The suspect, a man, was heard. He is not in detention,“ Vamstad added.
The person who lodged a complaint is involved in Eurovision, police said.“
https://www.france24.com/en/live-news/20240511-swedish-police-probe-intimidation-at-eurovision
Er hat demnach keine Beleidigung ausgesprochen. Aber weshalb ist denn nun die Polizei eingeschaltet worden?
Die Mitarbeiterin hatte Anzeige erstattet „Die Polizei ermittelt wegen Einschüchterung.“
Auch hier wird doch wieder irgendetwas verschwiegen, sonst würde man den Vorfall ja komplett erklären.
Also ich denke da ist mehr dahinter. Die Polizei hat ja die Ermittlungen abgeschlossen und das ganze an die Staatsanwaltschaft übergeben. Wenn da nicht mehr wäre, würde das doch nicht an die Staatsanwaltschaft gehen
Ich nehme an, das ist der normale juristische Weg, wenn Aussage gegen Aussage steht muss der Staatsanwalt beurteilen ob er Strafverfolgung einleitet. Besser wäre, ein juristisch informierter Mensch könnte das erläutern.
Grade bei einem so wichtigen Event, wo es um den Job und das Ansehen einer Künstlers geht.
Oh man, ich kann das alles nicht mehr… 12 Blog Beiträge am Tag des ESC Finals. Eigentlich sollte ich mich über jede Berichterstattung über den ESC freuen, aber dieses Jahr überschlagen sich die Ereignisse stündlich🤯 noch nie war der Contest so politisch aufgeladen wie in diesem Jahr… dabei möchte ich doch heute Abend nur eine fantastisch Show sehen mit guter Unterhaltung und toller Musik. Eine Show, die im Kern Europa vereinen soll ❤
Warten wir mal auf die andere Seite, das was Avrotros da schildert glaube ich zu 0 Prozent.
Also bitte. Eine Person, ein Künstler (das Wort will mir nicht so recht aus den Fingern) präsentiert sich 3 Minuten lang ca. 150 Mio. Zuschauern vor der Kamera und möchte dann auf dem Weg in den Greenroom nicht gefilmt werden, um danach (im Greenroom) wieder in die Linsen zu grinsen.
War ihm das Toupet verrutscht ? Stand der Hosenstall offen ? Hatte man ihn beim koksen erwischt ? Wir werden es wohl nie erfahren. Aber dass Herr K. ein zickiges Mimöschen ist, ist seit Do. amtlich.
Ich verstehe und respektiere jeden, der seine Privatsphäre haben will. Da haben Kameras nichts verloren. Aber bei einer derartigen Veranstaltung, wo man ständig unter Beobachtung steht, ist sein Verhalten jämmerlich. Meine Meinung.
Du bist jämmerlich, Alter!
Ein Gedanke kam mir jetzt noch nach mehrfachen Lesen vom Statement.
Gestern ging doch dieses Video rum, wie Joost angeblich tagesaktuell im Hotel von einer Journalistin belästigt wird.
Sollte das eine Anspielung auf den Vorfall aus Sicht der NED Delegation sein?
Da ist doch was faul. Wenn es so war, dass er nicht gefilmt werden wollte und das TV-Team das nicht respektiert hat, sprich weiter gefilmt hat: dann gibt es doch einen Videomitschnitt von dem Vorfall. Warum muss dann „ermittelt“ werden? Einfach das Video anschauen und man weiß, was passiert ist…
Wenn er klar gemacht hat das er nicht gefilmt werden möchte und das mehrmals gesagt hat,die Kamera trotzdem weiter filmt und seine Privatsphäre nicht respektiert !Kann ich verstehen das er deutlicher wurde und es mit einer Geste bzw einer Wortwahl zum Ausdruck gebracht hat um nicht weiter belästigt zu werde.Das ist meine Meinung die ihr alle nicht teilen müsst
Bin ich total bei dir. Erschreckend, dass Leute ihm das negativ auslegen.
Wenn aber vorher kommuniziert wurde, ihr werdet auf dem Weg von der Bühne zum Greenroom evtl. auch gefilmt, und das evtl. in den Regelungen steht?
Ich habe mein Statement, welches ich vor fünf Stunden in einem vorherigen Thread mitgeteilt habe kopiert und füge dies nun hier ein:
Mir ist das zu spekulativ und nebulös.
Gegenüber Joost Klein finde ich derart unklare Aussagen seitens der EBU gegenüber der Öffentlichkeit auch falsch.
Denn in der EBU sitzen definitiv irgendwelche Juristen (m/w/d), die wissen müssten, dass bei Vorwürfen gegenüber einer Person folgender Grundsatz beachtet werden und offen – also allgemein zugänglich gemacht werden muss, der so lautet:
Gegenüber wem (hier klar, nämlich Joost Klein) wird welches Fehlverhalten (vollkommen unklar) zu welcher Zeit ( ebenfalls völlig unklar) an welchem Ort (ebenfalls völlig unklar) zum Nachteil gegenüber welcher Person (ebenfalls völlig unklar) vorgeworfen.
Das ganze hat nicht nur einen faden Beigeschmack, sondern einen sehr, sehr bitteren.
Schade liebe EBU.
———————————————————————————
Darüber hinaus erwähne ich ebenfalls nochmals was ich allerdings auch schon gesagt habe:
Für Joost Klein gilt die Unschuldsvermutung – und zwar so lange bis juristische Klarheit herrscht.
Als ESC-Fan fordre ich die EBU auf ebenfalls öffentlich Stellung zu beziehen warum eine Person des ESC-Teams einen ESC-Teilnehmer (m/w/d) filmt.
Ich kenne die EBU Statuten nicht. Aber laut dem Statement des niederländischen Rundfunks wurde das Filmen von Joost Klein nicht nur durchgeführt, obwohl die EBU-Statuten dies ausdrücklich verbieten, sondern das Filmen von Joost Klein geschah auch gegen seinen ausdrücklichen Willen.
Ich bin sehr, sehr, sehr enttäuscht.
Wo steht das, daß die EBU-Statuten das verbieten? Im Statement oben jedenfalls nicht.
Polizei: „Einen solchen Fall hatten wir noch nie“
https://www.tagesspiegel.de/kultur/ermittlungen-gegen-joost-klein-niederlande-wird-vom-esc-finale-ausgeschlossen-11645879.html
Wie bereits beschrieben ist diese Aussage von Avrotros nur eine Seite der Medaille. Und nur wegen Einschüchterung (ich glaube dies ist das richtige Wort dafür) hätte das ganze bis zur Entscheidung zur Disqualifikation von Niederlande nicht schneller von statten gehen müssen? Donnerstagabend ist es passiert, Freitagnachmittag dann die öffentliche Bekanntmachung und fast einen Tag später dann erst die Bekanntmachung der Entscheidung, dass Niederlande diqualifiziert wird?
Was mich noch interessieren würde wäre, welche Lösungen Avrotros der EBU vorgeschlagen hat. Dies wäre wirklich interessant zu erfahren.
PS:
Wenn Avrotros für anständiges Verhalten steht, haben die dann Joost Klein eigentlich auch erklärt, dass sein Verhalten auf der Pressekonferenz nach dem 2. Semi nicht anständig war?
Joost Klein verhält sich ofter so – er wirft sich eine Flagge oder Tuch über den Kopf und reagiert spontan.
Vielleicht hat er das F-Wort gesagt
Klingt danach als hätte die EBU eine willkommene Gelegenheit genutzt um einen Künstler auszuschließen, bei dem man ein israelkritisches Statement befürchtet hat.
Wir kennen jetzt nur eine Seite aber die Reaktion erscheint mir arg übertrieben. Wenn sich der dargestellte Sachverhalt so bestätigt, werden die NL wohl raus sein nächstes Jahr. Erstmal abwarten was noch raus kommt aber ich rechne damit, dass der ESC nächstes Jahr deutlich kleiner ausfallen wird. Oder bei der EBU werden massiv Köpfe rollen.
Mich wundert sehr, dass die NL überhaupt übertragen heute Abend. Ich hätte den Contest nach diesem Vorfall nicht übertragen. Wenn Livepublikum bei der Punktevergabe anwesend sein wird, wirds lustig werden. Aber vielleicht faked sich die EBU wieder Jubel zusammen.
Ich glaube die Niederlande muss es übertragen, steht bei denen im Vertrag oder so
Nemi hat Recht. Die Niederlande sind vertraglich verpflichtet die Sendung zu übertragen, wie alle andere teilnehmende Länder.
Nur im Falle von höhere Gewalt darf die Sendung entfallen. Das war in den Niederlanden der Fall im Jahr 2000 nach der Explosion der Feuerwerksfabrik von Enschede.
Es gibt wie immer zwei Seiten der Medaille. War AVROTOS dabei? Immer schwierig solche Situationen. Es wird Wochen dauern bis die wirklichen Geschehnisse vielleicht an den Tag kommen. Erinnert an den Fall Gil Ofarim
Wer nicht gefilmt werden will, sollte nicht am
grössten TV-event der Welt teilnehmen.
Auf der Bühne,öffentliche Auftritte bzw bei Interviews ist es ok!Man hat auch eine Privatsphäre
Der contest ist keine Privatangelegenheit. Der Weg der Künstler wird bei allen gefilmt und ist ein fixes Element der offiziellen Berichterstattung / DVD
Laut Taco Zimmermann war vertraglich festgelegt, dass Joost nicht gefilmt/fotografiert werden darf abseits der Bühne. Also ist die Frage ob die Kamerafrau darüber informiert worden ist.
Dann gibt es wohl Differenzen darüber, was alles zum Bühnenbereich gehört. Möglicherweise nicht eindeutig im Vertrag geregelt. Manche Leute können ganz einfach auch keine Verträge lesen (kenne ich leider aus meinem Berufsleben, besonders wenn der Vertragspartner auf Stunk aus ist). So oder so kommt mir das ziemlich kleinkariert vor. Es geht hier um ein paar Sekunden Weg zwischen 2 Bereichen, wo er eindeutig gefilmt werden darf.
Und wenn der große Star dann ein Problem damit hat, dann schickt er seinen Manager zur Aufnahmeleitung, die das zusammen kompetent, sachlich und in aller Ruhe regeln, und macht nicht die kleine Kamerafrau an, die ihre Arbeitsanweisungen hat und der er genau mal garnichts zu sagen hat.
es ist im Grunde also nichts passiert, weder hat der Typ die Kamera noch gschweige denn die Frau berüht. warum muss dafür die Polizei anrücken auf Steuerzahlerkosten?
und wofür genau wird der jetzt disqualifiziert, weil er sein Recht auf Bild / Privatsphäre geltend macht und man ihn trotz offensichtlich mehrfacher Bitte, nicht zu filmen, weiter filmt???
Kennst du diesbezüglich die schwedischen Gesetze? Vielelicht wird dort Einschüchterung bereits als Delikt gewertet?
ja kenne die Rechtslage dort, lebe die Hälfte des Jahres über quasi dort.
wow, wie manche hier eine Drohung herunterspielen! Ich trau mich wetten, dass die Reaktionen anders wären, wenn er was WIRKLICH Schlimmes gemacht hätte, zB jemand mit den falschen Pronomen anzusprechen! (Achtung Ironie – bekommt nicht gleich einen Herzinfarkt ! 😉
Dieses Statement zu diesem Zeitpunkt so zu veröffentlichen, schürt m. E. die Emotionen im Vorfeld des Finals von Neuem. Das nennt man Öl ins Feuer giessen, was ich sehr schade finde.
Was auch immer geschah, so wurde eine Anzeige gemacht. Und die Untersuchungen führten nicht dazu, dass die Anzeige zurückgezogen wurde. Die Konsequenz: Disqualifikation. Mehr daraus abzuleiten, ist nicht möglich. Dass es nun von Seiten von AVROTOS als Bagatelle dargestellt wird, ist meines Erachtens nicht hilfreich.
Wenn er die Frau wirklich nicht berührt hat, fehlt mir im Moment noch die Phantasie, mir vorzustellen, was da wirklich passiert sein soll ( und was nicht noch einzufangen gewesen wäre) , was so eine Reaktion wie die Disqualifikation der Niederlande zu rechtfertigen.
Wenn er sie nicht einmal berührt hat, müsste m.E. da schon z.B. eine Morddrohung ausgesprochen worden sein. Ich gehe davon aus, dass die EBU belegbar mehr weiß. Ansonsten sollten sie ein Problem haben.
Er hätte für das Verhalten in der Pressekonferenz ausgeschlossen werden müssen. Das wäre sicherlich nachvollziehbarer gewesen als irgendeine „Einschüchterung“ irgendeiner Filmenden. Wusste gar nicht, dass Einschüchterung ein Straftatbestand ist in Schweden. Außerdem müsste man sich dann die Frage stellen, was schwerer wiegt, ein Ausschluss, wenn nachher festgestellt wird, dass er nicht zu belangen ist oder ein Mitwirken, wenn nachher rauskommt, dass er schuldhaft irgendeinen Straftatbestand erfüllt hat. Wenn es sich hier nur um eine verbale Einschüchterung handelt, die Folge eines ebenfalls unerlaubten Verhaltens war, dann ergibt die Hypothese klar, dass es folgenreicher wäre, ihn nicht teilnehmen zu lassen. Zumal auch bei einer Feststellung des Gerichts gegen ihn sicherlich höchstens eine Geldstrafe verhängt würde. Aber wie gesagt, Karma. Wegen der Pressekonferenz verdient.
Es ist doch so einfach. Unschuldig bis die Schuld eindeutig bewiesen ist. Die EBU tritt hier die Unschuldsvermutung mit Füßen. Richtig wäre gewesen Joost Klein antreten zu lassen und im Falle einer Verurteilung im Nachgang zu disqualifizieren. Sollte er Freigesprochen werden kann die EBU den Fehler jetzt nicht mehr korrigieren und das Ergebnis bekommt einen fiesen Beigeschmack, den man auch nicht mehr weg bekommt. Schade für den ESC.
Wenn aber eine Einschüchterung oder Drohgebärde gegen die Regeln,welche die EBU für Teilnehmende aufgestellt hat, verstösst – dann hat ein Regelverstoß Konsequenzen.
stimmt! Ist hier jedoch nicht eindeutig der Fall. Laut EBU wäre es „unangebracht den Teilnehmer auftreten zu lassen, während das Verfahren läuft“. Es handelt sich also nicht um einen eindeutigen Regelverstoß vor,bei dem die Sachlage klar ist. Die Konsequenzen bekommt Joost Klein also auf Verdacht zu spüren. Unangebracht ist es, jemanden auf Verdacht zu diqualifizieren
Schaut Euch das Video hier an. Was ist das außer respektlosem Verhalten, um jemanden zu provozieren, der bereits mehrmals darum gebeten hat, Backstage nicht weiter gefilmt zu werden?
https://twitter.com/Roellchen2011/status/1789328127790927978
Also um das zusammenzufassen er hat sie nicht geschlagen sondern nur eine Geste auf die Fotografin zugemacht und trotzdem wird er disqualifiziert
im Regelwerk kann man nachlesen:
„Politische Botschaften etwa auf T-Shirts oder Bannern, per Handzeichen oder im Songtext sind strikt verboten.“
warum also dürfen die Mitglieder der ukrainischen Delegation im Backstagebereich / Green room Tshirts mit dem Aufrdruck
Free Azovstal Defenders
gezeigt werden??? der Holländer wurde disqualifiziert, hier schaut man weg. und mal wieder ist es die Ukraine die negativ auffällt!
Wenn es so war,wie beschrieben, finde ich die Disqualifikation für 100% übertrieben und unfair. Was das Publikum in der Halle davon gehalten hat,hat man gehört . In diesem Sinne sollte der Chef der EBU seine Konsequenzen ziehen und zurücktreten. Er hat sehr viele Menschen mit der Disqualifikation verärgert.
Anmerkingen vorab:
Quelle: ad.nl = Algemeen Dagblad = Allgemeine Tageszeitung. Zeilgruppe: jeder, mit oder ohne Ausbildung. Mit mehrere regionalausgaben unter anderen Titel.
Ohne link, weil dieses Artikel nur für DPG Media-Kunden zugänglich ist.
Veröffentlicht: 12. Mai 2024; 19:22
Titel:
Vorfall mit Kamerafrau war nicht der erste Vorfall
EBU hätte Joost schon früher gerügt
Hier nur die wichtigste Teilen übersetzt. Die ausgelassene Teile sind schon bekannt oder sind nur im Artikel da um eine fließende Geschichte zu erzählen. Es ist das Markenzeichen von DPG Media: die Nachrichten werden so gebracht, dass man bis zur letzten Zeile eine Nachricht lesen will.
*
[…] Als Künstler ist Joost Klein mit einem großen U unabhängig (selbstständig). […] Er entscheidet, was er in den sozialen Medien postet, besitzt die Rechte an seiner Musik, macht seine eigenen Clips und außer seinen Freunden, die ihm bei all diesen Dingen helfen, kann ihm niemand sagen, was er tun soll.
Als Künstler im Eurovisionsland war Joost Klein abhängig mit einem großen A. Das Korsett, das ihm in Malmö angelegt wurde, muss sich wie eine Zwangsjacke angefühlt haben. Nicht er, sondern die Dachorganisation EBU bestimmte was vonb seiner Auftritt über die sozialen Medien bekannt wird. Presseinterviews? Sie sind ein Teil davon, er musste auftauchen. Wo auch immer er die Stadt betrat, jeden Moment wollte jemand etwas von ihm. Fans, Medien, die Menschen in seiner Delegation, das Social-Media-Team des Eurovision Song Contest, die Mitarbeiter hinter den Kulissen bei den Proben.
Im Vorfeld des Eurovision Song Contest erstellte diese Zeitung ein Porträt über Joost Klein, in dem viele Menschen aus seinem Umfeld vorgestellt wurden. Einer von ihnen warnte dann Wochen vor dem Festival vor seiner geistigen Belastbarkeit. Dieser Insider fragte sich bereits laut, ob Joost Klein geschützt werden sollte. „Es handelt sich um einen Jungen, der im Alter von 12 oder 13 Jahren seine Eltern verliert und danach nicht die richtige Hilfe erhalten hat.“ Er ist ein traumatisiertes Opfer dessen, was in seinem Leben passiert ist. Inwieweit hat er einen Überblick darüber, was ihn in Malmö erwartet? Er möchte unbedingt am Eurovision Song Contest teilnehmen, aber als Mensch sollte man ihn nicht so etwas Kompliziertem aussetzen.“
Nachdem Joost Klein am Nachmittag des Finaltages über seine Disqualifikation informiert wurde, seufzt derselbe Insider, dass es nun nur noch Verlierer gibt. „Wir wissen nicht genau, was Joost gemacht hat, aber die Spannung beim Eurovision Song Contest ist hundertfach. Sein Eimer ist übergelaufen. Für jeden Künstler ist der Druck des Eurovision Song Contest immens, nicht vergleichbar mit einem großen Konzert oder einem Lowlands- oder Pinkpop-Konzert. Joost ist verletzlich im Quadrat. Es ist traurig, dass ihm das passiert ist, aber man könnte tatsächlich die Uhr drauf einstellen, dass so etwas passieren sollte.“
[..] Was AvroTros am Samstag veröffentlichte, war nur ein Teil der Geschichte. Jeder, der Joost Klein letzte Woche verfolgte, sah, wie seine Verärgerung wuchs. Er hatte es mehr oder weniger bereits vor Beginn der Woche angekündigt: „Ich möchte immer die Kontrolle über alles haben bei was ich tue und das erste, was ich nach meiner Ankunft in Malmö abgeben musste, war die Kontrolle.“
[…] Bereits am Freitag sickerte durch, dass die EBU Joost Klein bereits wegen einer Affäre hinter den Kulissen gerügt hatte.
Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht, aber Cornald Maas [Kommentator, Avrotros] bezog sich am Samstagnachmittag, als er das Hotel in Richtung Malmö Arena verließ, in verschleierten Worten darauf. Es handelte sich um dieselbe Kamerafrau, die für die Organisation arbeitete. „Joost wurde schon mehrmals von dieser Dame belästigt. Vor einer Woche gab es auch einen Moment, was zu ein bisschen Aufregung geführt hat. Joost hat da klargestellt, dass er das nicht wollte, aber geschah ernaut und danach noch ein Mal.“ Am Donnerstag kam es zu einem Vorfall, der sogar die Polizei beschäftigte. Maas: „Ich war nicht da, aber soweit ich weiß, hat Joost ihr Handy mit der Hand heruntergedrückt, mehr war es nicht.“
Allerdings war diese Ärger (Irritationen) mit der Mitarbeiterin der Organisation kein Einzelfall. Eurovision-Fans sahen auch zu anderen Zeiten einen etwas nervösen Klein. Am Tag des zweiten Halbfinales, als sich die Spannung und der Druck erheblich aufgebaut hatten, reagierte der niederländische Teilnehmer erstmals genervt auf einige Journalisten. […]
Das alles sorgte für Unmut bei der EBU, die dem eigensinnigen Europapa-Sänger die Tür zeigte, sobald es einen Stock zum Schlagen gab. […]
*
Kommentar meinerseits:
Ich schätze, dass hiermit schon klar was und warum aus Joosts‘ Sicht passiert ist. Nun fehlt die andere Seite, aber es gab heute zumindest einen kleinen Hinweis. Es soll um eine junge Frau gehen, die keine Kamera dabei hatte, sondern ihr Handy.
So eine Beschreibung macht mir hellhörig und bringt eine Menge Fragen hervor:
Wer zum Geier hat diese Frau angestellt oder ihre Dienste angemietet?
Was waren die Vorgaben, Vorlagen und Bedingungen in bezug auf ihre Arbeit?
Was sie darüber informiert, dass Joost Klein nicht abseits der Bühne fotografiert werden wollte?
Verdient sie pro Bild oder pro Stunde? Oder gehört sie zu der Armee der Volontäre beim ESC? Wo sind die Bilder jetzt?
Wäre es möglich, dass diese junge Frau in ein behutetes, sorgsames Umfeld aufgewachsen ist und sie wirklich keine Ahnung hat wie man mit Leute aus anderen soziale Ebenen verkehrt?
Ist diese Frau zu erst zur Polizei gegangen und sind danach SVT und EBU informiert oder andersherum?
Diese und noch viel mehr Fragen wurde ich gerne von EBU und SVT beantwortet sehen. Nur ein offenes, verletzliches Vorgehen bringt hier eine Lösung. Falls da Fehler passiert sein in der Betreuung von Mitarbeiter und Gäste, ist das zwar schlimm, aber weiterhin schweigen ermöglicht eine Wiederholung und ich glaube, dass keiner das möchte.
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Übrigens: sowohl der Künstler Joost Klein als der Song Europapa gefällen uns keineswegs. Beim ersten hören, Ende Februar, war die einstimmige Reaktion hier zuhause ‚Chancenlos‘. Dass dieses ‚Chancenlos‘ mittels Disqualifikation erreicht ist, ist dennoch Schade.