Joost Klein aus den Niederlanden vom Eurovision Song Contest 2024 disqualifiziert

Bild: Corinne Cumming / EBU

Joost Klein aus den Niederlanden darf nicht am Finale des Eurovision Song Contest 2024 teilnehmen. Er wurde disqualifiziert. Wie wir gestern bereits berichtet haben, gab es einen „Vorfall“, der seit gestern Mittag untersucht wurde. Deshalb durfte Joost Klein auch schon nicht am Jury-Finale gestern Abend teilnehmen. Außerdem war seit dem späten Abend klar, dass der Vorfall auch polizeilich untersucht wird.

Die Disqualifikation hat die European Broadcasting Union (EBU) gerade in einem Statement bekanntgegeben. Demnach gab es einen Vorfall mit einem weiblichen Mitglied des Produktionsteams. Was genau vorgefallen sein soll, bleibt weiterhin unklar. Sicher ist jedoch, dass keine andere Delegation in das Geschehen involviert war.

Hier ist das Statement im Wortlaut:

„Der niederländische Künstler Joost Klein wird nicht am großen Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest teilnehmen.

Die schwedische Polizei untersucht eine Beschwerde, die von einem weiblichen Mitglied des Produktionsteams nach einem Vorfall nach seinem Auftritt im Halbfinale am Donnerstagabend eingereicht wurde. Während der Rechtsweg seinen Lauf nimmt, wäre es für ihn nicht angemessen, den Wettbewerb fortzusetzen.

Wir möchten klarstellen, dass entgegen einigen Medienberichten und Social-Media-Spekulationen an diesem Vorfall kein anderer Künstler oder Delegationsmitglied beteiligt war.

Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber unangemessenem Verhalten bei unserer Veranstaltung und verpflichten uns, allen Mitarbeitern des Wettbewerbs ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. Vor diesem Hintergrund gilt das Verhalten von Joost Klein gegenüber einem Teammitglied als Verstoß gegen die Wettbewerbsregeln.

Das große Finale des 68. Eurovision Song Contest wird nun mit 25 teilnehmenden Songs fortgesetzt.“

Trotz vieler Gespräche seit gestern Mittag konnte offenbar keine Einvernehmen zwischen der EBU und der niederländischen Rundfunkanstalt AVROTROS hergestellt werden. Diese zeigt sich „schockiert“ über die Entscheidung:

„Wir haben die Disqualifikation durch die EBU zur Kenntnis genommen. AVROTROS hält die Disqualifikation für unverhältnismäßig und ist schockiert über die Entscheidung. Wir bedauern dies zutiefst und werden später darauf zurückkommen.“

Wir halten euch hier auf ESC kompakt natürlich auf dem Laufenden, sobald es weitere Informationen zu den Hintergründen gibt. Über das Thema sprechen wir heute Abend ab 19 Uhr auch bei ESC kompakt LIVE auf YouTube.

Das große Finale des Eurovision Song Contest 2024 findet heute Abend ab 21 Uhr statt. Nach der Disqualifikation der Niederlande nehmen nur noch 25 Länder und Acts an der Show teil.



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659 Comments
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gabriel G.
gabriel G.
2 Jahre zuvor

Jetzt wird es endgültig zur Shitshow. Es war so klar, dass wenn Niederlande disqualifiziert wird, es noch einmal Theater geben wird wegen Vorwürfen, die gegen die israelische Delegation und Medien bestehen. Das they nicht aufgetreten ist lag an dem angeblichen Gewaltaufruf gegen they im Israelischen TV laut dem Artikel. Echt schade der Contest steht für Zusammenhalt nicht dafür sich gegenseitig zu bekämpfen.
https://www.rte.ie/entertainment/2024/0511/1448614-bambie-thug-angry-at-israeli-eurovision-commentary/

Last edited 2 Jahre zuvor by gabriel G.
Oronil
Oronil
2 Jahre zuvor
Reply to  gabriel G.

Also der Kommentar der israelischen Fernsehanstalt ist ja absolut korrekt. Ich würd vor dem Auftritt auch ne Triggerwarnung abgeben vorher 😀

gabriel G.
gabriel G.
2 Jahre zuvor
Reply to  Oronil

Geht halt um gegenseitigen Respekt. Ist aber eine schwere Situation🤷🏼‍♂️😬

Somethingsome
Somethingsome
2 Jahre zuvor
Reply to  gabriel G.

Die israelische delegation ist jetzt schon mehr als einmal Presse und andere Teilnehmer unangenehm angegangen oder hat online problematische Dinge über andere (zb irland) gepostet. Es ist gut dass das angesprochen wird. Zero tolerance sollte wenn dann für alle gelten.

Oronil
Oronil
2 Jahre zuvor
Reply to  Somethingsome

Wobei das anders herum ja um einiges extremer ist und nicht mal mit dem Song oder der Interpretin zu tun hat. Ist die Frage, ob man sich dann alles gefallen lassen muss…

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor

Alessandra Mele hat wohl ihren Auftritt als Punktegeberin abgesagt. Es scheint im direkten Zusammenhang mit den Vorkommnissen zu stehen. (Quelle: NRKno)

Amion
Amion
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

och nein noch mehr Drama. Was hat denn Norwegen jetzt wieder damit zu tun?

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Amion

Ich weiß es doch auch alles nicht mehr.😞😅

Jastus
Mitglied
Jastus
2 Jahre zuvor
Reply to  Amion

Menschen leiten daraus eine 12-Punkte-Vergabe der norwegischen Jury an Israel ab(, mit der Alessandra nicht einverstanden sei).
Wissen die Punktesprecher:innen das überhaupt so früh schon?
Hätte Alessandra ein Problem damit gehabt?

Vielleicht ist sie auch einfach krank.

Amion
Amion
2 Jahre zuvor

Schlimm ist es die hasserfüllten Kommentare zu lesen die sekündlich bei x und instagram verbreitet werden .

Da kann ich nur sagen shame on Instagram , die regen sich wegen minimaler Nacktheit auf und lassen so etwas durchgehen? In was für einer Welt leben wir inzwischen ?

diese Hasskommentare gehören sofort gelöscht, und die User dazu.

Andre
Andre
2 Jahre zuvor
Reply to  Amion

Sehe ich auch so. Es ist bestürzend zu sehen wie kaum jemand der da kommentiert was von digitaler Zurückhaltung hält. Das lässt mich wirklich erschaudern. Auch schade, dass so viele tolle Menschen und Performances wegen dieser ganzen Thematik untergehen. 🙁

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor

Ich komm irgendwie an den Punkt, wo ich glaube dass das ein riesiges Fisko mit weitreichenden politischen Folgen nach sich ziehen wird, die wir so garnicht abschätzen können.
Ich halte eine Absage zwar nicht für sehr wahrscheinlich, würde mich aber wirklich nicht wundern.

Kimi
Kimi
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Ihr politisiert ein Fehlverhalten eines einzelnen.

Jastus
Mitglied
Jastus
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Ich halte dagegen. Ich halte eine Absage für extrem unwahrscheinlich, es würde mich enorm wundern.

Es handelt sich übrigens um einen Gesangswettbewerb, nicht um ein Treffen der UNO.

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Jastus

Ich akzeptiere eure Sichtweise total aber ich glaube wir unterschätzen, dass es heute eine große politische Protestveranstaltung mit 200 Millionen Zuschauer*innen sein könnte.
Joost selbst ist da nur Galionsfigur, zynischerweise wahrscheinlich ohne direkten Bezug zum Konflikt.

Goynen 1967
Mitglied
Goynen 1967
2 Jahre zuvor
Reply to  Jastus

👍🤣

Tombär
Tombär
2 Jahre zuvor

Es ist schon extrem dumm, wenn man die Qualifikation im Semi anschließend riskiert und verspielt. Die Ausgeschiedenen hätten gerne die Chance gehabt, im Finale aufzutreten. Mir tut es um den auf dem 11. Platz Platzierten total leid (Mein Gefühl sagt mir, dass das Mustil sein könnte) und das der oder die nicht nachrücken dürfen.

Amion
Amion
2 Jahre zuvor

Schade das die Skandale kein Ende nehmen .Ich bete das die Show heute überhaupt stattfindet .
t
Jetzt wollten sich auch noch Esland aus Solidarität zurückziehen nur .schlimm

Döminik
Döminik
2 Jahre zuvor
Reply to  Amion

Da bist du einer Fake-News aufgesessen, natürlich wird Estland heute Abend teilnehmen.

Marko mSuF
Marko mSuF
2 Jahre zuvor

Okay (bitte sehr gedehnt lesen/aussprechen). Joost raus. Was ist da schief gelaufen?

Erstens: kulturelle Unterschiede. Was in NL ‚akzeptiert‘ wird, wird in Schweden nicht akzeptiert. Und andersherum.

Zweitens: Joost kann sehr aufbrausend sein, besonders kurz bevor einen Auftritt. Da kann man sich eingeschüchtert bis bedroht fühlen.

Drittens: Mitarbeiterin hat sich beschwert.

Da mittlerweile die Polizei dazu geholt ist, sagt nur, dass die Mitarbeiterin keine Entschuldiging akzeptiert hat und Opfer sehen will.

Ich befürchte, dass hier beide Parteien überreagiert haben. Joost wegen fehlende Selbstkontrolle und die Mitarbeiterin, die anscheinend eine Eskalation angestrebt hat.

4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
4porcelli - Toujours la Seine #voteHabibi
2 Jahre zuvor
Reply to  Marko mSuF

Joost wirkt wie white trash auf mich, sorry.

Marko mSuF
Marko mSuF
2 Jahre zuvor

Warum Sorry? Er benimmt sich wie White Trash. Ich schätze, dass du da eine richtige Umschreibung/Deutung/Aufkleber gefunden hast.

Last edited 2 Jahre zuvor by Marko mSuF
barcelona2006
barcelona2006
2 Jahre zuvor
Reply to  Marko mSuF

Wie kommst du nur darauf, dass Joost sich bei der Mitarbeiterin entschuldigt hätte? Bitte die Quelle dafür angeben.

Mareike Kaa
Mareike Kaa
2 Jahre zuvor
Reply to  barcelona2006

Und das die eine Entschuldigung nicht angenommen hätte?

Delta
Mitglied
Delta
2 Jahre zuvor

🔥 This is Fine 🔥

Frenzi
Frenzi
2 Jahre zuvor

Diese ganze Situation ist einfach nur belastend, aber was mich am allermeisten stört ist wie schnell die „tolerante Linke“ ihre Prinzipien über Bord wirft, nur um die Situation irgendwie in die vorgefertigte Narrative zu quetschen.

Seit Jahren predigen Feministen „believe all women“, aber jetzt wo ein Fan Favorite ESC-Teilnehmer von einer Frau beschuldigt wird sie bedroht zu haben, werden jegliche Entschuldigungen gesucht um einen 26 jährigen Mann nicht nur zu infantilisieren, sondern ihn auch noch zum Märtyrer für die eigene politische Agenda zu erklären.

Wir wissen nicht, was wirklich passiert ist und die Möglichkeit, dass Joost unfair behandelt wird, ist durchaus existent, aber es ist erschreckend wie schnell die Fans gewollt sind das Opfer innerhalb Sekunden unter die Räder zu werfen um ihren Favoriten zu verteidigen.

Und ich möchte klarstellen, dass ich Joost als Künstler weiterhin mag, trotz seines weniger berauschenden Verhaltens in den letzten Tagen. Es ist ein schwieriges Jahres. Die Emotionen sind am Kochen und es passiert, dass man aus der Haut fährt. Dennoch müssen die Anschuldigungen ernst genommen und untersucht werden.

Die ESC Fangemeinde allerdings hat sich von der unattraktivsten Seite möglich gezeigt und die Illusion, dass es sich hier um „tolerante“ Leute handelt ist am Bröckeln. Jeder, der sich nicht der Mehrheitsmeinung der Online Community beugt, wird kleingemacht und wirklich alles, was passiert und gesagt wird, wird verdreht bis es ins eigene Bild passt.

An dieser Stelle möchte ich aber auch mal mit etwas Positivem enden. Danke, ESC Kompakt. Die Blogger machen einen sehr guten Job über die gesamte Situation sachlich zu berichten und die Kommentarspalte ist ein Lichtblick für die Fangemeinde. Hier geht es überwiegend fair zu und nicht nach dem Motto „erstmal draufhauen“. Diese Seite ist wirklich wie ein Ort der Ruhe im Vergleich zu dem Rest der ESC Onlinewelt. Danke.

Paul
Paul
2 Jahre zuvor
Elly Eigenbrodt
Elly Eigenbrodt
2 Jahre zuvor

Ja ,wer sich nicht an die Regeln hält,solte dafür die Rechnung kriegen. Hatte gedacht das wir Holländer offener sind schade.bringt Holland in ein schlechtes licht

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