Aufrecht geh’n: Mary Roos erzählt in neuer Biografie ihr liederliches Leben

Der Klappentext der Autobiografie unserer ESC-Ikone Mary Roos zieht uns sofort ins Buch hinein:

„Es gibt Beziehungen, die nicht für die Ewigkeit gemacht sind, und zum Tango gehören immer zwei. In den seltensten Fällen ist nur einer schuld, und wenn doch, dann tut es gut zu wissen: Die Seele wächst mit ihren Aufgaben. Wenn bei mir etwas schiefging, war ich immer für ‚Krönchen richten und weiter!‘. Damit bin ich bis heute gut gefahren. Ich schaue nicht zurück.“

Ach Mary, so wunderbar geradeaus gesagt, so richtig, so wahrhaftig, so pragmatisch, man möchte sie spontan umarmen.

Um es vorweg zu sagen: Wer mit Mary Roos eine musikalische Zeitreise machen möchte von den 50er Jahren bis heute, dem sei dieses Buch leidenschaftlich – wiederhole: leidenschaftlich!! – ans Herz gelegt. Der Autor dieser Zeilen hat in den letzten Wochen nach einem Jahrzehnt Pause gleich zwei Autobiografien gelesen – die eine von Michaela May (sensationell in „Familienfest“), die andere von Mary. Beide sind klasse, richtig gut – Unterhaltung mit Substanz.

Bitte nicht auslachen: Die Biografie, die ich gefühlt mindestens 10 Jahre davor zuletzt gelesen hatte, hieß „Between the Lines“ von 80s-heartthrob Jason Donovan. Die war zwar eher schlicht, aber Jason hat darin sehr ehrlich von seinen „Jugendsünden“ erzählt, das hat mir gefallen und er war immerhin „major teenage crush“ von Menschen, die musikalisch mit den Popschlagern von Stock, Aitken and Waterman sozialisiert wurden. That sound good to me.

Jetzt erzählt also Mary Roos aus ihrem Entertainment-Leben. Aufgeschrieben hat Marys Erinnerungen übrigens ihre Freundin Pe Werner, die mit „Kribbeln im Bauch“ als Interpretin und Songwriterin selbst zu großer Popularität gelangte und im übrigen für Carolin Fortenbacher „Hinterm Ozean“ geschrieben hat, womit Caro 2008 für Deutschland zum ESC wollte, aber den No Angels im Vorentscheid im Hamburger Schauspielhaus knapp unterlag.

Es begab sich, dass wir nach einem Tages-Engagement in Bergisch-Gladbach jüngst mit dem ICE von Köln nach Hamburg unterwegs waren und nach ein paar Kölsch zu deftiger Nahrung bei Gaffel am Dom (sehr touristisch und trashy und doch sehr, sehr nice) in den Zug stiegen. Vor Münster ging dann plötzlich nichts mehr und der Zug stand wegen „technischer Probleme“ zwei Stunden auf der Strecke rum. Wir sollten dann irgendwann abgeschleppt werden bis Münster und alle Münsteraner Hotels, die wir verzweifelt anriefen, waren ausgebucht. Plötzlich (nach zwei Stunden Ungewissheit) ging es dann doch weiter – ohne Abschleppen. Wir waren etwa gegen 3:00 Uhr morgens zurück in Hamburg. Wer häufiger Bahn fährt, kennt solche Grenzerfahrungen. Aber für mich war’s diesmal keine, denn ich hatte Marys Biographie dabei und das Lesen darin vertrieb den Bahn-Kummer und machte das ewige Warten komplett erträglich. Dank Mary verging die achtstündige DB-Fahrt wie im Fluge.

Mir fällt nichts ein, was mir an dem Buch nicht gefällt. Nichts! Das Buch ist kurzweilig, augenzwinkernd intelligent, unverstellt echt und außerdem lernt man bei dem Blick hinter die Kulissen von mehr als vier Jahrzehnten der deutschen Schlager- und Musikszene eine Menge.

Vier Dinge machen „Aufrecht Geh’n“ (für mich) vor allem aus:

1. Keine Zeile ist langweilig, jedes Kapitel liest sich inspirierend und unterhaltsam – und das obwohl Mary nie wirklich draufhaut. Normalerweise werden Autobiografien über Skandale oder kritische „Abrechnungen“ mit Weggefährten verkauft. Mary verzichtet darauf – und es wird doch nie langweilig. Ihr im besten Sinne des Wortes „gewinnendes Wesen“ macht die Lektüre maximal abwechslungsreich.

2. Das Buch ist auch eine Reise durch die deutsche Unterhaltungslandschaft von den 50er-Jahren bis heute, mehr als das sogar, oft wagt Mary auch einen gesellschaftspolitischen Blick über den Tellerrand. Man lernt eine Menge, ganz ohne das Gefühl zu haben, einer Geschichtsvorlesung beizuwohnen.

3. „Für Julian“ ist dem Buch vorangestellt und es ist in der Tat eine wunderbaren Lebenserklärung an ihren Sohn Julian aus der Achterbahn-Ehe mit Werner Böhm. Gefühle bis zum Anschlag, speziell die Passagen über Julian hat Pe Werner großartig zu Papier gebracht – intensiv, aber nie kitschig. Mit wie viel reflektierter Hinwendung und „Ausgewogenheit“ Mary darüber hinaus heute über ihren Ex-Mann schreibt, ringt mir zudem größten Respekt ab. The girl has style!

4. ESC-Fans erfahren ganz beiläufig eine Menge von den Gesetzmäßigkeiten des Grand Prix Eurovision de la Chanson in den 70er- und 80er-Jahren, da Mary ihren beiden (erfolgreichen) internationalen ESC-Teilnahmen breiten Raum in ihrer Autobiografie gibt.

Diese vier Pluspunkte möchte ich mit zwei Leseproben unterstreichen, aber ganz bewusst nicht aus den Berichten über ihre beiden internationalen ESC-Teilnahmen  („Nur die Liebe lässt uns leben“ und „Aufrecht geh’n“ haben jeweils ein eigenes Kapitel). Stattdessen möchte ich Marys Betrachtungen über die Föhnwelle der 80er-Jahre hervorheben und etwas erfrischend witzigen Gossip über Bernhard Brink (sein „Lieder an die Liebe“ ist einer meiner All-Time-Favorite-Schlager – und ich weiß, dass das „nur“ ein Cover ist).

Zur Fönwelle:

„In der Ehe mit Werner Böhm hatte die Leidenschaft die Hosen an. Bei uns war immer was los, denn Tohuwabohu war Werners zweiter Vorname, und dem machte er alle Ehre. Ungeniert, blondiert und pomadiert.

Was für Gottlieb Wendehals die Pomade war, das war für mich die Fönwelle, in den 80ern die absolute Trendfrisur. Farrah Fawcett hatte sie in der US-amerikanischen Serie Drei Engel für Charlie berühmt gemacht, und seitdem föhnte sich Frau zu Hause vorm Allibert den Wolf. Der Badspiegelschrank machte es möglich, das Föhnkunstwerk von allen Seiten zu betrachten, allerdings erforderte die Rundbürsten-Föhnerei enorme Armarbeit. Die Damenwelt stürmte deshalb wöchentlich die Friseurgeschäfte zum `Waschen und Föhnen´. Auch Lena Valaitis und ich trugen Föhnwelle. Bei unseren Friseurbesuchen verrieten uns die Coiffeure, dass Kundinnen ihnen ständig Fotos von uns zeigten, die sie aus Illustrierten herausgerissen hatten, und sagten genauso wollten sie aussehen. Dass die Föhnwelle nicht für jederfraus Haare gemacht war, interessierte die Föhnwilligen nicht.“

Lol, selten wurden die Larger-than-life-80er treffender nacherzählt. Und ich liebe Mary dafür, das Wort Tohuwabohu nach zwanzig Jahren mal wieder gelesen zu haben. Und die Wort-Neuschöpfung „die Föhnwilligen“ ist ebenfalls großes Kino.

Zu Bernhard Brink:

Cindy (Berger von Cindy & Bert) und mir war aufgefallen, dass unser Kollege Bernhard Brink auf den (Hitparade-)Tourneen (mit Dieter-Thomas Heck) nichts anbrennen ließ. Auffällig oft nahm er eine Tagesabschnittsgefährtin mit auf sein Hotelzimmer. Dieser Angewohnheit wollten wir uns besonders hingebungsvoll widmen.

Die Tournee-Hotels waren immer belagert von Fans, die stundenlang in der Lobby rumhingen, in der Erwartung, ihren Lieblingsstar zu treffen. Eine von ihnen war Rosita, eine fröhliche, füllige Mittdreißigerin, die Cindy und ich spontan ansprachen und fragten, ob sie Lust habe, mit uns Bernhard Brink zu veräppeln. Was wir uns ausgedacht hatten, war herausfordernd, aber Rosita war sofort Feuer und Flamme. (…)

Wir verschafften uns mit einem Trick Schlüsselgewalt (zu BBs Hotelzimmer) und wussten, in welchem Zeitfenster Bernhard mit Begleitung auf seinem Zimmer zu verschwinden geruhte. Wir gehen auf Position – das Streich-Quartett versteckt hinterm Vorgang und Rosita nackt in Bernhards Hotelbett. Als Bernhard mit seinem Fang des Tages das Zimmer betrat, sprang unser Lockvogel aus dem Bett und rief: ‚Du hast mir doch die Ehe versprochen.‘ In diesem Moment kamen wir hinterm Vorhang vor und applaudierten, was das Zeug hielt. Rosita luden wir an die Hotelbar ein und dankten ihr noch einmal recht herzlich für ihre Einlage. Bernhard hat daraufhin sehr lange nicht mehr mit uns gesprochen.“

Ha, so viele schöne Formulierungen („Tagesabschnittsgefährtin“, „Fang des Tages“, „hingebungsvoll“, „veräppeln“)! Und, liebe Rosita, wenn Du einmal in Hamburg weilst, melde Dich bei ESC kompakt, wir geben Dir an Deiner Hotelbar Champagner bis zum Abwinken aus. Und singen mit Dir „Schau‘ Dich nicht um“.

Es steht noch so viel mehr drin in diesem wunderbaren Buch. Wer es auch lesen möchte, kann es bei uns sogar gewinnen. Marys Verlag Rowohlt hat uns 10 Exemplare zur Verfügung gestellt (Dank an Nora Gottschalk). Wenn Ihr mitmachen wollt, schreibt einfach Eure vier liebsten Mary-Songs (gerangreiht von Platz 1 bis Platz 4) in die Kommentare – und zwar bis zum kommenden Sonntag (20.11.22) um 22:00 Uhr. Blogger dürfen leider nicht mitmachen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen Euch viel Glück und freuen uns, wenn Ihr mitmacht, denn wir finden auf diesem Wege ja auch die beliebtesten Songs von Mary heraus.

Einem befreundeten Kollegen, der auch nicht mitmachen wird, weil er Marys Autobiografie bereits persönlich gekauft hat, möchten wir das Schlusswort überlassen. Ich habe Arne gefragt, wie ihm das Buch gefallen hat und das hat er geantwortet:

„Die Lektüre von ‚Aufrecht geh’n‘ hat mir ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert. Es wurden Erinnerungen wach an meine Jugend und die Abende vor dem Fernseher mit der Hitparade und dem Grand Prix Eurovision. Viele Hintergrundgeschichten, insbesondere zum ESC 1984 in Luxemburg, persönliche Schicksalsschläge auch am Tag des Finals lassen ihren damaligen Auftritt und ihr Lied einem ganz anderen Licht erscheinen. Mary Roos war mir als Künstlerin schon immer äußerst sympathisch. Nachdem ich das Buch gelesen habe, ist sie mir auch menschlich noch näher gekommen. Man hätte sie gern als Freundin.“

Ein großer Moment der ESC-Geschichte mit überwältigendem persönlichen Bezug für die Interpretin. Mary Roos singt „Aufrecht geh’n“ 1984 auf der ESC-Bühne in Luxemburg – eine der zu ihrer Zeit meist unterschätzten deutschen Popballade der 80er, heute ein Klassiker der deutschsprachigen Songgeschichte. Der Song ist auch der Name ihrer Autobiografie.


111 Kommentare

  1. Meine 4 Lieblingssongs von Mary…ach du liebe Zeit…NUR 4?????
    1 Nur die Liebe lässt uns leben, 2 So leb dein Leben, 3 Pinocchio, 4 Er bleibt hier für immer.
    Und alle anderen;-)))

  2. Bei aller Aufregung, sollten wir aber nicht vergessen,dass Al Bundy 1966 vier Touchdowns in einem Spiel gemacht hat und den Polk High School Panthers damit zur Stadtmeisterschaft verholfen hat!

  3. Herrlich! Danke Peter für diesen Artikel. Egal ob ich gewinne oder nicht dieses Buch muss ich lesen.
    Ist diese Rosita die gleiche die in Gaby Baginskys La Banda besungen wird? Wäre schräg aber mir fiel das Lied sofort ein als ich die Story las. 😂

    Meine liebsten Songs von Mary:
    Pinocchio
    Arizona Man
    Nur die Liebe lässt uns leben
    Aufrecht gehn

  4. Mary Roos war chartmäßig nie ganz oben, aber auch nie ganz unten. Obwohl ihr die klassische Nummer 1 in den deutschen Single-Charts bis heute fehlt, war Mary Roos irgendwie immer da. In meiner Kindheit nahm ich sie nur so nebenbei zur Kenntnis, weil sie mir als kleines Kind und Jugendlicher einfach zu uncool war. Erst als junger Erwachsener habe ich auf einmal begriffen, wie sympathisch humorvoll, mit welchem Kampfgeist und mit welchen Nehmer-Qualitäten sie durch ihr Leben gelaufen ist. Heute finde ich sie und ihre Songs toll. Chapeau Mary Roos ! 😀

    Bezugnehmend ihrer Ehe mit Werner Böhm erzählte Mary Roos mal in einer Talk-Show – ich glaube es war „drei nach neun“ mit Giovanni di Lorenzo und damals noch Amelie Fried (auch schon wieder sehr lange her) – dass eine Verabredung mit Werner Böhm oft so aussieht:

    Werner sagt: Mary, mach schon Mal Kaffee, ich bin um 16:00 Uhr da !
    Daraufhin erzählte Mary Roos weiter, dass dann zwar die Uhrzeit auf die Minute genau stimmt, Werner Böhm aber erst einen Tag später bei ihr erschienen wäre.
    Schon allein diese Anekdote wurde ohne Nachtreten und sehr humorvoll erzählt. 😀

    Meine vier Lieblingssongs von Mary Roos sind:

    1. Aufrecht geh‘ n
    2. Arizona Man
    3. Nur die Liebe lässt uns leben
    4. N‘ oublie pas lorsque tu chantes

  5. Puhhh.. Vier Songs ist schon schwer….bei so vielen schönen Liedern von Mary.
    1. Aufrecht geh’n
    2. Lady
    3. Nur die Liebe lässt uns leben
    4. Einmal um die Welt

  6. Meine Lieblingssongs von der wunderbaren Mary Roos :

    01. Herz
    02. Während ihr lacht
    03. Hamburg im Regen
    04. Aus dunkelrot wird rosa
    und noch circa 50 andere.

    • Mary und Pe – das muss einfach toll sein.

      Aufrecht gehn
      Nur die Liebe lässt uns leben
      Ich werde gehn heute Nacht
      Arizona man

  7. Ich sag’s mit Wolfgang Treppers‘ Worten „Mary Roos ist ein Weltstar! Ich lasse auf sie nichts kommen, denn die Frau kann was, da können die sogenannten Jungstars gehörig eine Scheibe von abschneiden.“
    In Hamburg habe ich mir das Bühnenprogramm 2x angeschaut. Erst tat Mary mir leid wie sie von Wolfgang durch die Sch***en gezogen wurde, aber Mary konnte sehr gut kontern. Also 1:1. Es war göttlich!
    Mary bleib so wie du bist. Wir lieben dich.
    Bleib gesund!!!!!!!!

    • Die Frage ist aber immer fuer mich: was war Schlager (was heute Schlager sind kann ich mehr oder weniger nachvollziehen).
      Ich kannte sie nicht gut, habe ich gerade ein paar Lieder gehoert, die hier verlinkt worden sind. Ich wuerde sie als Pop oder sogar Pop-Rock (ich habe ein paar Cover gehoert, glaube ich) bezeichnen.
      Was die ESC-Beitraege angeht, finde ich beide ganz nett (vielleicht bei mir steht Nur die Liebe ein Stueckchen vorne – Ja, vielleicht Nur die Liebe hat was typisch „alte“ Schlager? Vielleicht war Schlager einfach….. ein Gefuehl? Warum auch nicht? Ich werde daraus nie schlau…. 🤔🤔🤔)

      • Das Genre „Schlager“ einzugrenzen, ist auch gar nicht so einfach. Früher sagte man mal, das wäre einfach der deutsche Begriff für „Hit“, oder „populäre deutschsprachige Unterhaltungsmusik“.
        Hm … keine Ahnung, grübel ich auch schon seit Jahren drüber nach…🤔

      • Ich glaube, dass Schlager mehr ein Lebensgefühl als ein präzise definiertes musikalisches Genre ist. Für mich ist jedoch eines essenziell, um Schlager zu definieren: Eine eher schlichte Komposition mit eingängiger Melodie und emotionalem Text, die zum Mitklatschen und Schunkeln einlädt. 🙂
        Nach dieser Definition ist „Nur die Liebe …“ definitiv näher am Schlager als „Aufrecht gehn“. Wenn Mary Roos auch Musik in anderen Genres gemacht hat/macht, sollte ich ihr Œuvre doch mal checken.

      • Ein Schlager ist letztendlich ein populärer Song oder einer in einem populären Stil. Hit ist ja das englische Wort für schlagen.

    • „Da ich kein Schlagerfan bin,….“

      Wobei man Mary Roos etwas Unrecht tut, sie lediglich in der Schlager-Ecke einzuordnen. Ich mag auch kein Schlager. Aber ich denke sie einfach nur als Schlagersängerin zu bezeichnen ist nicht 100 % richtig, sondern nur teilweise.

      Ihren Song „Arizona Man“ aus Anfang der 70er Jahre wurde von niemand geringerem komponiert und produziert als von Giorgio Moroder: Als „emotionaler Italiener“ weiß ich, dass Giorgio Moroder in Südtirol geboren wurde, ich glaube dort auch heute noch lebt und es als Komponist und Produzent zu wirklichem Weltruhm brachte. Mittlerweile hat er sein achtzigstes Lebensjahr auch überschritten.

      Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt für welche Welthits er verantwortlich ist
      Bspw. für

      1. „I love to love“ gesungen von Donna Summer
      2. „On the radio“ gesungen von Donna Summer
      3. „Take my breath away“ : Titelsong vom Film „Top gun“
      4. „Flashdance“ gesungen von Irene Cara
      5. Un‘ estate italiana“ Song zur Fußballweltmeisterschaft 1990 in Italien , gesungen von Edoardo Bennato und Gianna Nannini.

      Ich mag wie gesagt auch kein Schlager. Aber ein klein bisschen mehr als nur eine Schlagersängerin ist Mary Roos dann doch. 🙂

      • Ich würde Mary im gleichen Atemzug nennen mit Paola und Nana Mouskouri. Alle drei sind großartige Persönlichkeiten und Sängerinnen die ein größeres Repertoire bedienen können wie einfach gestrickten Schlager

      • In den Sechzigern gehörte der Schlager eher zur Popmusik und Interpretinnen wie Gitte oder Wencke Myhre bekamen von den Lesern der Bravo, dem damaligen Zentralorgan der Teenager, 1963 bzw. 1967/68 den goldenen Otto als beliebteste Sängerinnen. In den Siebzigern galten eben Lieder von Mary, Katja Ebstein oder Vicky als Schlager. Es ist glaube ich eher was Ideologisches. Wer gern Soul hört oder Rock gilt eben als cooler. Wer gerne Schlager hört wird dann schnell in die eher konservative einfältige Ecke geschoben.
        Also mir ist egal welchem Genre ein Song angehört. Entweder ich mag ihn oder eben nicht.

      • @Meikel

        „Also mir ist egal welchem Genre ein Song angehört. Entweder ich mag ihn oder eben nicht.“

        Genauso geht es mir auch.👍

  8. „Wer häufiger Bahn fährt, kennt solche Grenzerfahrungen.“ – Oh ja, die Deutsche Bahn – immer wieder ein Erlebnis. Und trotzdem liebe ich sie, – okay – ist mittlerweile einer eine Hassliebe.😀

    Mary Roos ist einfach eine tolle Frau. Habe vor ein paar Wochen ein Interview auf SWR1 RP gehört, war sehr interessant und teilweise auch amüsant.😍

    • Kurz vor Corona bin ich geschäftlich um 8 Uhr morgens in LuBu mit der Bahn losgefahren … und war 18 Stunden später in Borken (NRW). Zum Schluss musste ich sogar den Bus nehmen, weil es so spät war, dass kein Zug mehr nach Borken fuhr … Bei mir geht leider immer alles schief, wenn ich die Bahn nehme. Ich nehme das aber nicht persönlich. 🙂

      • Ja, gerade in eher ländlichen Gebieten ist der öffentliche Nahverkehr oft ein Riesenproblem (kenne die Gegend ein bißchen).
        Es gibt da noch viel zu tun. Habe vor kurzen einen Bericht über die Schweizer Eisenbahn gesehen, da läuft echt so viel besser, wird auch viel mehr Geld reingesteckt, könnte sich die Deutsche Bahn nicht nur ein Scheibchen von abschneiden.

    • Die spanische Bahn ist auch super. Da kannst Du echt die Uhr nach stellen. Aber Spanien ist ja generell das vielleicht am besten organisierte Land in Europa. Das hat man ja auch in der Corona-Krise gesehen.

  9. 1. Hamburg im Regen
    2. Wake me early in the morning
    3. So wie ich
    4. Ich werde geh‘n heute Nacht

    Daß sie beim damaligen ECG-Clubtreffen „Hamburg im Regen“ nicht gesungen hat, das nehme ich ihr immer noch ein klitzekleines bißchen übel :-).

  10. Mary Roos ist eine Legende.Schade das sie 1984 mit ihrem Lied Aufrecht gehn nur den 13 Platz belegte,dieses Lied hätte einen besseren Platz verdient.
    Sie hat Humor und Witz.

    • @ Thilo mit Bobby,

      Zum Thema Nana Mouskouri oben habe ich noch eine nette Geschichte. Ich habe einen Hintergrund in klassischer Musik (war auf einem Musikgymnasium), und als ich meinen ersten Freund hatte, war das ein junger Mann, der diesen Hintergrund nicht besaß. Er hat mir dann zum Geburtstag eine „Nana Mouskouri singt Brahms“-Platte geschenkt, weil ich Brahms liebe. Nun ja, Nana Mouskouri ist eine gute Sängerin, aber eben keine Jessye Norman … Ich habe mich echt bemüht, meine …. hm … Überraschung (?) … zu überspielen, als ich das Geschenk ausgepackt habe, weil ich ihn ja nicht verletzten wollte. Ist mir aber nur so halb gelungen.

      So, und jetzt lese ich die Burggeschichte. Ich habe noch 10 Minuten bis zum nächsten Termin.

  11. Mir ist neulich während eines Wochenendtrips nach Halle die Lektüre ausgegangen und ich war froh, in der größten Buchhandlung am Platz das letzte Exemplar von Marys Buch zu ergattern. Beim Lesen ist dann meine ganze Kindheit und Jugend vorbeigezogen und ich konnte mit Mary so richtig auf musikalische Wanderschaft durch die Zeiten gehen.
    Irgendwie war sie mir schon immer sehr nah – wohl auch, weil wir eine zeitlang nicht weit auseinander wohnten (sie Braunfels, ich Gießen). Und wie es oben bereits gesagt wurde: man hätte sie gern als Freundin.
    PS: ich mag es, wenn Mary auf französisch singt und swingt „Amour toujours“

    • Schöne Geschichte, ich hab auch Kindheitserinnerungen an ihre Musik. Wusste ich gar nicht das sie in Braunfels lebte. Ich bin aus dem nördlichen Lahn-Dill-Kreis die Gegend um Braunfels kenne ich kaum. Nach Gießen fuhr man schon eher

    • Interessant! Dann hat sie wohl auch eine Zeitlang in meiner Nähe gelebt, Butzbach in der schönen Wetterau. An das „hessische Neuschwanstein“ kann ich mich noch gut erinnern. 🙂

  12. Ich bin jetzt nicht unbedingt ein Riesenfan von allen ihren Liedern, aber ich mag sie als Mensch unheimlich gerne, weil sie einfach unprätentiös ist. Sich mit einem Comedian zusammenzutun, der sich auch über sie lustig macht und mit ihm eine Show zu machen, zeugt schon von einem enormen Maß an Selbstironie. Und ansonsten ist sie ein total netter Mensch.

  13. Ach wie schön , da macht man doch gerne mit .

    1.Nur die Liebe lässt uns leben
    2.Aufrecht geh’n
    3.Hamburg im Regen
    4.Mary Roos – Keine Träne tut mir leid
    und noch soviele mehr.

  14. Meine Mary-Roos-Top-4:
    1. Nur die Liebe lässt uns leben
    2. Aufrecht geh’n
    3. Eine Liebe ist wie ein Lied
    4. Einzigartig

  15. Vielen Dank für den schönen Artikel, lieber Peter!

    1. Aufrecht geh`n
    2. Eine Liebe ist wie ein Lied
    3. Nur die Liebe lässt uns leben
    4. Sing nochmal dieses Lied

  16. Meine 4 ausgewählten Songs sind wie folgt:
    Ich bin Mary und nicht Jane
    Morgens um fünf
    Viva
    Nur die Liebe lässt uns leben

    Darüberhinaus höre ich fast alle anderen ihrer Lieder mindestens genauso gern.🥰🎶😃

  17. Beim Songfestival Knokke 1963 in Belgien belegte Mary Roos den zweiten Platz.

    1970 sprang sie kurzfristig für die erkrankte Edina Pop (später Mitglied bei Dschinghis Khan) zur Vorentscheidung mit dem Lied „Bei jedem Kuss“ ein und wurde Zweite. wurde nicht auf Tonträger veröffentlicht. 1975 sang sie „Eine Liebe ist wie ein Lied“ beim Vorentscheid und wurde Fünfte. 1982 im Duett mit David Hanselmann sang Mary Roos das Lied „Lady“ und landeten auf Platz 6.

    Zudem beteiligte sich Mary Roos an verschiedene Songfestivals wie z.B. Grand Prix RTL und an der bulgarischen Goldküste sowie an den Deutschen Schlager-Festspiele.

    • „Eine Liebe ist wie ein Lied“ ist auch ein schöner Song.

      P. S. Ich beteilige mich diesmal nicht an der Abstimmung, Hatte vor kurzem erst gewonnen, unwahrscheinlich, dass dies noch mal passiert, aber ich lasse gerne meinen MitkommentatorInnen den Vortritt. Außerdem habe ich schon so viel Bücher, weiss langsam nicht mehr, wohin damit. Viel Glück.🙂

  18. Total sympathische und warme Frau, die jedes Jahr besser aussieht. Hat nie den ganz grossen Hit gehabt, sich aber sehr lange im Geschäft gehalten. Meine Top 4:
    1. Aufrecht geh’n
    2. Ich werde gehen heute Nacht
    3. Hamburg im Regen
    4. Wenn ich Dich nicht halten kann

      • Hi, danke und ditto – hatte mir ein kleines digitales Time-Out gegeben, ist zwischendurch auch mal ganz gut.

      • LOL… nicht weitersagen, ich war natürlich mit der Kari Lake Kampagne beschäftigt. Aber jetzt wo’s wieder stolen election ist, habe ich alle Hoffnung aufgegeben.

      • Ich weine mit Dir – alles Verschwörung und Propaganda, unsere arme Kari!! Letzte Hoffnung ist jetzt Herr Herschel W.
        LOL. The red wave that wasn’t.

      • Die haben wirklich groteske Kandidaten gefunden – die offensichtliche irre Lake, den gehirnamputierten Footballer und den lächerlichen Quacksalber Oz. Gottseidank haben meine ich alle ausser J D Vance verloren, somit war es dann irgendwie unterhaltsam. Es ist so, als ob Wolfslast die Kandidaten ausgewählt hätte.

      • Wenn es bei den Irren schon so close war, kannst Du Dir vorstellen, wie es laufen wird, wenn einigermaßen „normale“ Republikaner (Achtung: Oxymoron) nominiert werden.
        Wo steckst Du, noch im Norden?

      • Danke Dir, alles soweit in Ordnung – und gut zu sehen, dass es schon ne Menge News zu VEs gibt!

      • Hi, danke, habe n paar Wochen meine digital-Nutzung runtergefahren – ist aber schön, Euch wieder zu lesen!

      • @4porcelli

        Ach ja, damit du Bescheid weißt. Der überhebliche Klugscheißer mit Statistikfetisch hat sich zum Glück nicht blicken lassen.

      • @ESC1994 – Ach schade, hatte mich so auf seine superschlauen Beiträge gefreut ;-).

  19. Meine Lieblingssongs von Mary Roos
    1. Nur die Liebe lässt uns leben
    2. Pinnochio (damit bin ich aufgewachsen)
    3. Aufrecht geh`n

    Kann sie noch jemand daran erinnern, das sie als einzige Deutsche Gast bei der Muppet Show war in den siebzigern?

  20. Ich kenne leider nur einen kleinen Teil ihrer Songs. Meine Top 4 daraus sind:

    1. Wie der Wind
    2. Nous (Nur die Liebe lässt uns leben)
    3. Pinocchio
    4. Entre nuit et jour

    Und hier noch meine Cover-Top 4:

    1. Zeit (F.R. David „Words“)
    2. Stark sein (Katja Ebstein)
    3. Leider lieb‘ ich dich immer noch (Cher „Believe“)
    4. Ich werde geh’n heute Nacht (Cliff Richard „We don’t talk any more“)

  21. Meine Lieblingssongs von Mary Roos:
    1. Arizona Man
    2. Nur die Liebe läßt uns leben
    3. So leb dein Leben
    4. Keine Träne tut mir leid

  22. Meine Lieblingssongs von Mary Roos:
    1.Arizona Man
    2. Nur die Liebe läßt uns leben
    3. So leb dein Leben
    4. Keine Träne tut mir leid

  23. 1. Weit weit weg
    2. Aufrecht geht
    3. Nur die Liebe lässt uns leben
    4. Arizona Man

    Früher war ich großer Schlager-Fan. Schlager waren für mich der Einstieg in die Musik in den 70ern.
    Heute halte ich es kaum aus, aktuelle Schlager zu hören, und das liegt bestimmt nicht nur an meinem veränderten Geschmack. Viele klingen im Vergleich zu früheren Jahrzehnten billig und einheitsbreiig in meinen Ohren. Wem geht es genauso?

  24. Hier kommt ein TopVier von mir 🙂

    1) Rücksicht

    2) Der Morgen danach

    3) Bleib wie du bist

    4) Alles rutscht mir aus den Händen

    • Ach wie schön. Es gibt doch noch jemanden dem „Alles rutscht mir aus den Händen“ gefällt. Mary selber war dieser Schlager ja eher peinlich und sie konnte ihn nicht ausstehen

      • Erstens glaube ich die Mary war ’ne Brave und zweitens hatten die Interpreten und Interpretinnen in den Fünfziger und Sechziger Jahre nicht viel Mitspracherecht bei der Auswahl der Titel. Da musste oft gesungen werden was Produzenten und Plattenfirmen ausgesucht hatten. Selbst Caterina Valente durfte nur „Malaguena“ singen weil sie gleichzeitig versprach noch ein paar Pseudosüdamerikanische Schlager zu singen denen sie auch sehr wenig abgewinnen konnte.

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