Wie in kaum einem Jahr zuvor sorgte das ESC-Endergebnis 2023 für Diskussionen. Während Loreen für Schweden gewann, war der klare Publikumsliebling Käärijä aus Finnland. Forderungen einer Regeländerung sind daraufhin nicht nur in Fankreisen, sondern auch der internationalen Presse laut geworden. Die gesamte Off-Saison über war immer wieder von einer potenziellen neuen Gewichtung der Jurystimmen die Rede. Doch bleibt nun doch alles beim Alten?
Ja, behaupten norwegische Medien. Laut Dagsavisen soll die EBU in einer Mail erwähnt haben, dass sich auch 2024 nichts an der Voting-Gewichtung beim Eurovision Song Contest ändern wird. Offiziell bestätigt haben die Verantwortlichen allerdings noch nichts. Man kann hier wohl in den kommenden Wochen mit einer Äußerung rechnen – oder auch nicht, denn keine Mitteilung würde ja auch heißen, dass alles beim Alten bleibt.
Viele Fans und sogar Delegationen hatten zuvor gefordert, die internationale Jury solle weniger Mitbestimmungsrecht haben. So hat beispielsweise der norwegische Delegationsleiter Stig Karlsen laut eigener Aussage das Thema bei der EBU bereits vor Monaten anklingen lassen und eine Neuregelung gefordert. Anschließend war unklar, ob die EBU am aktuellen Votingsystem etwas ändert. Selbst in den offiziellen Regeln steht nach wie vor lediglich geschrieben, dass die EBU die Gewichtung des Votings mit der Reference Group bestimmen wird – aber eben noch nicht, welche das sein wird. Genauer heißt es dort:
„Die Punkte des nationalen Publikums und der nationalen Jurys werden [Anm.: im Finale] gemäß einem Verhältnis kombiniert, das von der EBU, mit der Genehmigung der Reference Group, festgelegt wird, um das offizielle Ergebnis des Finales zu berechnen.
Wenn das Verhältnis beispielsweise 50:50 beträgt, haben die Punkte der nationalen Jury das gleiche Gewicht wie die Punkte des nationalen Publikums.“
Nun soll man in Norwegen erneut auf die EBU zugegangen sein. Dieses Mal habe die Nachrichtenagentur NTB sich mit den ESC-Verantwortlichen per Mail in Verbindung gesetzt, berichtet Dagsavisen. Daraufhin antwortete die EBU, 2024 wolle man nichts am bestehenden Votingsystem ändern. Wie gesagt ist diese Information noch nicht offiziell bestätigt. In den Halbfinals kommt es hingegen sicher zum zweiten Mal in Folge zu einer reinen Publikums-Abstimmung.
In den vergangenen Jahren kam es mehrmals vor, dass der Gewinner-Act des finalen Televotings nicht den Gesamtsieg holen konnte. Auch wenn dies häufig kritisiert wurde, war die Forderung nach neuen Regeln nie so laut wie in diesem Jahr. Spätestens als bekannt wurde, dass Siegerin Loreen aus keinem Teilnehmerland die Höchstpunktezahl von 12 Punkten im Televoting erhalten hatte, fühlten sich viele ihrer Stimme beraubt. Andere hingegen halten die Schwedin nach wie vor für die richtige Siegerin, die ja auch tatsächlich fair und nach offiziellen Regeln den ESC geonnen hat
Mehrere Nationen reagierten bereits in ihrem eigenen ESC-Vorentscheid und gaben dem TV-Publikum wieder mehr Mitbestimmungsrecht. So wurde in Litauen ein Superfinale mit reinem Televoting eingeführt; in Norwegen zählte die Publikumsmeinung zu 60 % und in Finnland (erneut) zu 75 %. Der norwegische Head of Delegation, Stig Karlsen, vermutet übrigens, man würde noch mehr Menschen mit dem ESC erreichen, sollten die Jurystimmen weniger stark ins Gewicht fallen.
Auch den Vorschlag, die Länderjurys mit mehr als nur fünf Personen zu besetzen, hat es gegeben. Wie genau sich die EBU letztendlich entscheidet, bleibt abzuwarten. Lass uns jetzt gerne Deine Meinung zu den ESC-Abstimmungsregeln in den Kommentaren da.
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Finde ich gut so. Klar hat mich das letztes Jahr mit Finnland gewurmt, aber trotzdem find ich das Verhältnis von Jury und Televote im Finale gut so wie es ist. Ich mein, Loreen war die Siegerin der Jurys, aber ist im Televoting ja trotzdem auf den zweiten (glaube ich) Platz gekommen, heißt sie war ja trotzdem beliebt beim Publikum.
Ja sie war zweite! Und das gab es ja auch nicht das erste Mal.
United by Music
Divided by Jury
„United by Music“ hat als Motto ohnehin noch nie weniger gepaßt als ausgerechnet in diesem Jahr …
Nach Ansicht des letztens Jahres (und auch schon denen davor), sehe ich den Grund für den die Juries so viel Macht haben nichtmehr und wäre auch für eine weitere Beschneidung von 25/75 oder 33/67
Ich würde die Jurys so lassen wie sie sind. Sprich ihre 1-8, 10, 12 Punkte vergeben und von den Spokespersons vortragen lassen.
Das Publikumsvoting aber verändern, in dem hier die Stimmen auf alle Songs aufgeteilt werden. Also der Song mit den insgesamt wenigsten Stimmen im jeweiligen Land 1 Punkt bekommt und dann das ganze aufsteigend, zum Beitrag mit den meisten Stimmen, der dann 25 Punkte bekommt. Das ganze dann auch wie gehabt aufaddiert in gewohnter Weise auf das Jury Voting aufrechnen.
Hätte die beiden Vorteile, dass das Publikumsvoting eine höherer Gewichtung hätte und auch wirklich alle Songs mit Punkten belohnt werden, wodurch man am Ende ein realistischeres Ranking hätte.
Das Festhalten an den traditionellen 12 Punkten macht im Televoting mindestens seit der Änderung der Ergebnisbekanntgabe keinen Sinn mehr. Ich finde auch, dass da Bedarf zum Nachbessern besteht.
Punktekorridor erweitern wäre zumindest fair – ob man allerdings wirklich die kompletten Televote Ergebnisse bis auf den letzten Platz aufdröseln sollte, weiß ich nicht. Ich vermute so ab Platz 18 abwärts sind es nur noch sehr geringe Abstände, die den Ausschlag geben. Würde tendentiell Beiträgen mit Diaspora einen Vorteil verschaffen.
Weil so viele das Publikumsvoting als sowas wie Demokratie ansehen, muss man das mal in die Politik umrechnen. Nur etwa 40% der abgegebenen Stimmern werden gewertet, weil eben nur die ersten zehn Punkte bekommen. (ok, müsste man natürlich auf die Stimmen umrechnen, aber so klingt das knackiger).
Dann bekommt der Sieger auch noch ein Extrabonus, was ihm 1/3 mehr Punkte bringt als dem Drittplazierten.Würde da irgendjemand von einer demokratischen Wahl sprechen? (Ok den Bonus für den Sieger gibt es auch in Griechenland, die konservative Partei hat den wieder eingeführt, weil sie davon profitiert)
Wären die Skandinavier nicht meist Nutznießer des Systems, wäre das schon längst abgeschafft.
Wie kommst du auf die 40 Prozent?
Ich würde nicht alle mit Punkten versehen, aber die Top 15 wären schon gut. Danach geht es denke ich wirklich nur um Unterschiede von 3-4 Anrufen in den kleineren Ländern(Zahlen kenne ich auch nicht).
Das System würde ich, um halbwegs im Schema zu bleiben nach oben hin erweitern, also 24 Punkte sind die neuen 12 Punkte. Zusätzlich zu den bisherigen Stimmen könnt man dann folgendermaßen weitergehen: 14, 16, 18, 21, 24.
Je schlechter die Platzierung im Televoting, desto knapper der Unterschied in absoluten Zahlen. Es ist also gerechtfertigt, im oberen Teil des Rankings größere Punktunterschiede zu lassen. Klar kann es mal Kopf an Kopf zugehen, aber ich denke, das ist eher selten, dass oben 3-4 Anrufe mehr das Ergebnis groß verändern.
So hätte man eine stärkere Gewichtung des Zuschauervotings.
Und zu den 40% der Anrufe werden berücksichtigt: Das wäre bei einer völligen Gleichverteilung der Anrufe der Fall. Da aber Platz 1-10 mehr Anrufe bekommt als der Rest, gehe ich davon aus, dass ca. 80% der Stimmwn berücksichtigt werden (Schätzwert). Es ist also auch legitim und demokratisch dem besten zusätzliche Punkte zu geben.
Das wäre ein äußerst interessanter Vorschlag ! Damit könnte ich unter Umständen gut leben.
Finde ich gut. Sehe auch die juryfreien Semis skeptisch und denke, dass die Menge der Beiträge, die auf’s „Televoting“ abzielen in diesem Jahr ein deutlicher Hinweis darauf sind, dass der Einfluss des selbigen bereits als gewichtig wahrgenommen wird.
Ich finde das eine sehr gute Entscheidung. Das Duell Loreen gegen Käärja ist letztes Jahr auf wirklich ungute Art und Weise hochgekocht und dementsprechend ist diese Diskussion auch nicht allzu sachlich geführt worden. Man sollte sich da nicht irgendwelchen kurzfristigen Impulsen hingeben und mit der Regelung in den Semis gibt man dem Publikum ja ohnehin einen sehr großen, zusätzlichen Einfluss. Ganz abgesehen davon, dass eine ungleiche Gewichtung nur mit einigermaßen komplexer Mathematik umsetzbar wäre.
Einfache Multiplikation und das Ergebnis bei Bedarf runden. So komplex ist die Mathematik nicht.
In meinen Augen war das letztes Jahr kein Einzelfall. Schauen wir uns die Gewinner der letzten 10 Jahre an:
2015 Televoting Italien, Gesamt Schweden
2016 Televoting Russland, Gesamt Ukraine (einziger Fall, in dem ich glücklich drüber bin)
2019 Televoting Norwegen, Gesamt Niederlande
2022 Televoting Finnland, Gesamt Schweden
In 40% wurden die Televotingstimmen also von der Jury überstimmt. Leute, die anscheinend genauso impulsiv bewerten wie jeder Anrufer. Und dafür wahrscheinlich noch ne Aufwandsentschädigung bekommen.
Klar, die einzigen, die das am Ende juckt sind wir Fans, Otto Normalverbeaucher merkt das gar nicht so. Aber er bekommt beim genauen mitrechnen auch mit, dass die Zuschauerstimmen gerne mal was anderes sagen als die ‚Professionals‘. Das kommt nicht gut an…
2016 und 2019 haben aber auch nicht die Jurygewinner gewonnen, bitte nicht vergessen! Hier haben sich die Stimmen gegenseitig gecancelt und die Jury hat das Televoting nicht überstimmt.
2022 hat übrigens die Ukraine gewonnen und nicht Schweden.
Wenn man das also alles abzieht, können wir sagen: 2015 und 2023 haben die Jurygewinner gewonnen, den Rest der Zeit entweder Televoting oder ein Kompromissgewinner. Und dann klingt das für mich gar nicht mehr so sehr nach „die Jurys haben die ganze Macht“.
Richtig!
Jurygewinner im Sinne von alleiniger Jurygewinner. In mehreren Jahren waren sich Jurys und Zuschauer ja über den Sieger einig. 😉 Interessanterweise war das besonders in den ersten Jahren des neuen Systems. Da wären die Jurys also im Grund verzichtbar gewesen, jedenfalls was den 1. Platz betraf. Erst mit der Zeit wurden sie quasi eigenständig in ihrem Votum.
Ist ok, wichtiger wäre es, die Juries wieder in den Semis dabei zu haben, es scheinen meist zT hektische Uptemponummern dabei zu sein, die oft nicht so dolle sind.
Aber wenn es genau diese Nummern sind die das Publikum im Finale sehen will, dann sollte man ihnen diese Macht auch geben.
Immerhin ist der ESC ja auch zu 100% Entertainment für das Publikum. Zurzeit sind eben die Uptempo Nummern gefragt, aber die Zeiten wo die schweren Heulballaden wieder mehr Anklang finden, werden auch wieder kommen.
Im Finale ist es richtig mit Jurys und Publikumsabstimmung. Aber bei den Semis sollte es beim Publikum bleiben.
Hat halt den Nachteil dass es der vorherrschenden Meinung der Musikstars, dass der ESC ne Zirkusveranstaltung ist, mehr Nahrung gibt.
Sorry das ist halt nur eine exclusiv Meihnung von einigen Radio experten.
99,999999999% der Zuschauer und Musiker bevorzugen ist wenn der ESC bunt ist. Das war und wird auch nie ein wirklich ernster Wettkampf sein und das ist auch gut so. Es geht einfach darum Musik zu feiern also ist alle erwünscht. Deswegen fände ich es halt auch echt nicht schlecht wenn wir da irgendwann mal einen V-tuber oder Techno sehen. Warum nicht?
Richtig und wichtig!
Ich halte die 50-/50-Regelung für alternativlos, bin auch dringend dafür, die Jurys in den Halbfinals wieder einzuführen. Das Problem ist viel mehr, dass die Zahl der Jurymitglieder mindestens verdoppelt werde müsste und die Jury rein nach musikwissenschaftlichen Kriterien werten sollte. Letztes Jahr war das Jury-Ergebnis eine reine Farce, auch weit über die übertriebene Punkte-Flut für Loreen hinaus. Ich komme insbesondere auf das Ergebnis von Noa Kirel bis heute nicht klar. Wäre die Jury da im Wesentlichen nach Komposition und Text gegangen, hätte das irgendwo im hinteren Drittel landen müssen.
Um bei einem Wettbewerb, der letzten Endes theoretisch die Songwriters auszeichnen soll, gute Tanzeinlagen zu belohnen, braucht es keine vermeintlichen Musikexperten.
Oh ja! Das dachte ich mir auch schon bei Spanien 2022. Hasst mich, aber ich habe bis heute nicht verstanden wie die Jurys SloMo so hoch bewertet haben…
Noch schlimmer in diesem Kontext war für mich, dass Polen überhaupt Punkte von der Jury bekommen hat.
Immerhin hat die Jury Blanca Paloma und Voyager vor einem noch schlechteren Ergebnis gerettet. Viel mehr Positives konnte man ihr letztes Jahr aber nicht ins Arbeitszeugnis schreiben.
Tschechien hat sie auch besser bewertet als das Publikum.
Die Jury müsste auf 10 Personen aufgestockt werden ,dann gibts nicht so viel Schiebung .
Richtig so, gibt auch keinen Grund, dies zu ändern. In der Debatte zum letztjährigen Ergebnis wird gerne vergessen, dass Loreen im Televoting ja auch auf Platz zwei gelandet ist und Finnland bei den Juries auf dem vierten Platz, was bei der objektiven Bewertung des Live-Gesangs schon sehr wohlwollend ist.
Außerdem gibt es solche Diskussionen gefühlt nach jedem ESC und die Forderungen werden immer geändert, je nachdem, wie die Bubble-Favoriten abgeschnitten haben.
Den Vorschlag, die Mitglieder der nationalen Juries aufzustocken, halte ich für absolut sinnvoll und auch für San Marino sollte es möglich sein, min. doppelt so viele (also 10) Musikexperten zu finden.
Während mich letztes Jahr die Neuerung, dass in den Semis 100% Televote gilt, nicht weiter tangiert hat, sieht man in diesem Jahr die Auswirkungen davon ganz deutlich, da eine extrem hohe Anzahl an Uptempo-Nummern und nur sehr wenige Balladen im Mai antreten werden. Eventuell muss man die Juries in den Semis also wieder zurückholen, allerdings könnte die EBU hier dann auch Kompromissbereitschaft zeigen und die Gewichtung: 75% Televote und 25% Juryvote vornehmen. Mittlerweile denke ich, wäre dies das beste System für die Semis.
Völlig richtig. Kann man alles zu 100% unterschreiben. Jedes Jahr werden andere Forderungen erhoben, nur weil sich der eigene Favorit wieder nicht durchgesetzt hat. In der Bubble werden andere Meinungen und Geschmäcker nur sehr eingeschränkt oder gar nicht akzeptiert.
Loreen ist allerdings die erste Siegerin überhaupt die in keinen einzigen Land Erster geworden ist. Nicht einmal einen. Und ich finde es da schon kritisch wenn das Vizekusen (wobei das wohl demächst nicht mehr so ist) des wettbewerbs am Ende auf den ersten Platz steht da die Jury einstimmig ihr nahezu allen möglichen Punkte gegeben haben und dabei Songs ignoriert haben die Musikalisch einfach objektiv besser waren!
Die Jury wäre eigentlich die Instanz die verhindern muss das eine Loreen nur dank ihres früheren Erfolgs und Fans groß abräumt. Insbesondere wenn sie einen wirklich schlecht koopierten Song auf die Bühne bringt.
Stadessen haben sie das Gewicht auf die Seite verteilt wo es nicht landen sollte.
Ich glaube keiner hätte sich beschwert hätte die Jury irgendeinen anderen Song so gepusht das er gewinnt. Doch das es ausgerechnet Loreen war wo jeder gemerkt hat wie billig und auf Euphoria 2.0 das ganze konfiguriert war. War einfach peinlich!
Ich finde es auch schockierend, dass quasi der selbe Song noch mal gewonnen hat wie in Baku. Das wäre doch sofort disqualifiziert worden, wenn Montenegro oder Rumänien das gemacht hätten. Ich sag das nicht, weil ich sauer bin, dass Finnland nicht gewonnen hat, ich war für Italien und Frankreich im Finale,
Ja das ist halt das kritische daran. Das kritische ist nicht das Loreen gewonnen hat. Sondern das wie und das es unerklärlich ist wie Musikalisch deutlich hochwertigere Songs wie als Beispiel Frankreich einfach bei der Jury schlechter wegkamen in vergleich.
30% der bewertung der Jury soll nach Originalität sein. Und das kann bei Loreen wirklich nicht errfüllt sein. Fand damals Lenas doppel auftritt schon kritisch als Siegerin. Doch sie hat zumindest einen komplett anderen Song gebracht. Bei Loreen war es der gleiche Song nochmal. Dazu eine Show und Kostüm die allein auf sex sells aufgemacht war und null Künstlerische Tiefe hatte.
Ich hätte gerne mal von den Jurys begründungen gehört. Wie sie bei ihren Bewertungsbogen den sie haben da alle auf Loreen gekommen sind.
Ich fand die Show eher gruselig mit den Fingernägeln und dem Toaster, was auch immer das Symbolisieren sollte.
Das Outfit war wirklich gruselig. Der Toaster hat aber gut symbolisiert, wie sie sich auf einer bedrückenden Lage befreit. Wobei ich noch nie auf den Text von dem Lied gehört habe, ich vermute mal ungesehen, das ging um eine bedrückende Beziehung, aus der sie sich gelöst hat.
Dito, ich achte allgemein sehr wenig auf Texte, es sei denn, sie sind genial wie Beyba it‘s kind of creyza.
Cha Cha Cha war auch eine Kopie von We Got The Moves, also hätte Jere auch keine Punkte verdient. 😉
Dann nenne doch mal die ganzen Songs, die deiner Meinung nach „objektiv“ besser waren als „Tattoo“. Allein, dass du Tattoo als billigen Euphoria-Abklatsch bezeichnest, aber die Songs vom Aufbau und den verwendeten Akkorden ganz unterschiedlich gestaltet sind, lässt an der Objektivität deiner Einschätzung zweifeln (, die natürlich immer auch ein Stück weit subjektiv ist, aber nicht zwingend in diesem Maße. Damit möchte ich auch absolut nicht behaupten, dass meine Einschätzungen objektiv(er) sind.).
In einem weiteren Kommentar spricht du von „deutlich hochwertigeren Songs wie […] Frankreich […]“. „Evidemment“ ist auch ein gut produzierter Song, allerdings kann ich an der Produktion nichts feststellen, was „deutlich hochwertiger“ ist als bei „Tattoo“. Andere Beispiele der deiner Aussage nach „deutlich hochwertigeren Songs“ nennst du nicht.
Abschließend erlaube ich mir noch eine Gegenfrage: Waren wirklich nur drei Songs objektiv besser als „Cha Cha Cha“? Auch wenn ich den Song persönlich nicht mag, verstehe ich den Aspekt der Originalität, der oft herangezogen wird, hier vollkommen. Ob, allerdings nur drei Songs hochwertiger produziert bzw. stimmlich besser performt wurden, wage ich stark zu bezweifeln. So kann man hier als Beispiele: Israel, Estland, Italien (den Song mochte ich noch weniger als „Cha Cha Cha“), Tschechien, Spanien etc. anführen. Deshalb kann man den vierten Platz Finnlands sehr wohl als wohlwollend einstufen und nicht gleich behaupten: „Eine kleine korrupte Minderheit wollte einfach den Sieger der Mehrheit verhindern.“
Danke. Genau das, was ich seit einem Jahr immer wieder denke.
Eine Jury besteht aus 5 Mitgliedern. Wir dürfen ja nicht vergessen, in diesem Jahr jährt sich der Jahrestages des Sieges von Abba, zum 50. Mal. Der EBU-Supervisor ist selbst Schwede, und hat natürlich auch alles dafür getan, das die Schweden ihre Abbaerinnerungsfestspiele bekommen. Die Zuschauer wollten Käärja als Sieger, und Tattoo war nicht halb so überlegen gegenüber den anderen Songs, wie es das Juryvoting suggeriert. Die Performance war maximal durchschnittlich. Gesanglich war es in Ordnung, mehr nicht. Nicht einmal bekam Loreen von den Zuschauer 12 Punkte. Sie hatte über 100 Punkte Rückstand im Televoting auf Käärja sagt alles. Und nur durch die übertriebene hohe Punktzahl der Juries hat sie gewonnen. Schon in den Vorjahren wurde Schweden durch die Juries absolut bevorteilt. Warum wohl? Krassestes Beispiel war ja 2018. Von den Jury bekam der Song 253 Punkte, vom Televoting nur 21 Punkte. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Schade das es dann nicht so weitergegangen ist.
… in keinem einzigen Land TELEVOTING-Erster geworden ist …
Was ist daran so schlimm?
Wenn manche Leute hier mit Dance-Pop nichts anfangen und zwischen „Euphoria“ und „Tattoo“ (und womöglich noch „Glorious“) nicht unterscheiden können, kann ich auch nicht weiterhelfen.
„Tattoo“ ist ein geniale Komposition, was man auch daran erkennt, dass ein Cover davon in einem ganz anderen Musikstil in Brasilien ein Riesenhit wurde. Und auch in Sachen Nach-Eurovisionshit war „Tattoo“ „Cha Cha Cha“ meilenweit überlegen, wobei Charterfolg selbstverständlich bei weitem nicht alles ist, aber wenn man hier ständig zu hören bekommt, dass „Tattoo“ ein minderwertiger Song sei, der fast niemandem gefallen würde, kann dieser Erfolg ruhig auch erwähnt werden.
Ich bin so froh, dass die Juries nicht diesem irrationalen Bubble-Hype nachgegeben haben, wobei „Cha Cha Cha“ noch wohlwollend genug von ihnen bewertet wurde.
Ganz ehrlich: Beide Songs hätten bei der Jury nicht so gut abschneiden dürfen.
Weil es die Zuschauer sind, die für ihre Anrufe, Geld bezahlen und nicht die Juroren.
Bin geradezu erleichtert, denn das verringert wenigstens die Wahrscheinlichkeit, daß in Malmö am Ende ein Sänger mit so überaus bescheidenen Gesangsfähigkeiten wie Garfield’s Lasagna gewinnt … Mit Singen hat der ESC ja leider irgendwie immer weniger zu tun.
Als ob Loreen letztes Jahr so supertoll gesungen hätte. Ok, vielleicht hat sie das im Juryfinale, im Grand Final mit Sicherheit nicht.
Loreen singt immer supertoll.
Dafür das sie immer so toll singt ist sie relativ erfolglos abseits von den ESC songs. ^^
Nee mal ehrlich. Loreen war Musikalisch letztes Jahr einfach weit hinter vielen anderen Beiträgen. Dass das Publikum sie trotzdem auf platz 2 aber nirgendswo auf platz 1 befördert war zu erwarten. Da alle den Song Euphoria feiern.
Aber die Jury hätte halt hier derjenige sein müssen der die Künstler belohnt die objektiv besser waren wie sie. Und nicht derjeniege der dies schlecht koopierte Nummer auch noch belohnt;)
Ich weiß, dass du das nicht verstehst, aber gerne nochmal: Es gibt keine objektiven Kriterien. Nur weil du Tattoo (warum auch immer) nicht magst, heißt das ja noch lange nicht, dass das alle so sehen müssen.
Von einer Fachjury erwarte ich aber, dass sie andere Bewertungskriterien als „mag ich“ hat. Wenn man sich professionell mit Musik beschäftigt, und in diesem Fall auch bewerten will, sollte man doch in der Lage sein, auch jenseits des eigenen Genres offen zu sein. Und genau das haben die Juroren 2023 vermissen lassen.
Ich bin nicht sauer, wenn die Juroren anders abstimmen, als das Publikum: Ganz im Gegenteil! Aber, was da im letzten Jahr abgelaufen ist, war erschreckend! Es war doch fast schon unmöglich, Loreen den Sieg noch zu nehmen.Soll meinen, dass dieser riesige Unterschied in den Punkten musikalisch und kompositorisch nicht gerechtfertigt war. Und dann sollte man das sehr wohl in Frage stellen.
Wenn du als Zuschauer nach deinem Geschmack gehst, ist das hingegen natürlich vollkommen in Ordnung. Das ist der feine Unterschied!
Man muss natürlich dabei auch beachten, welche Ansprüche das Lied stellt und die waren bei Tattoo schon sehr hoch, bei Cha-Cha-Cha eben auf einfachem Schlager-Niveau.
Ich habe kein Problem damit, dass die Jurys Loreen vor Kärijää platziert haben. Das war erwartbar. Aber dass die Jurys ihr fast doppelt soviele Punkte wie den Zweit- und Drittplatzierten gegeben haben, fand ich, nach der Gesangsleistung, überzogen.
Diese Aussage ist etwas fies, finde ich nicht ok so beleidigend zu werden.
Sonst könnte man ja „ Deutsche Presswurst“ verwenden, wäre auch nicht so schön zu hören/lesen, oder?
Bitte fair bleiben, auch wenns manchen schwerfällt ( der Neid hier, ist zu auffällig 😅)
Ajmo Hrvatska 🇭🇷❤️
„Garfield’s Lasagna“ ist nicht beleidigend, sondern witzig, denn Garfield ist absoluter Kult – er kann halt nur genauso wenig singen wie Baby Lasagna und wird dann üblicherweise aus sämtlichen Richtungen mit Blumentöpfen beworfen …
Und was den Neid betrifft: nein danke, ich lande wirklich lieber mit Isaak weit hinten, als mit Baby Lasagna zu gewinnen, und bin auch generell dagegen, daß sich Deutschland wie Kroatien in abstruse Kuriositätenbeiträge flüchtet. Kroatien hat wirklich schon exzellente Songs und Stimmen zur Eurovision geschickt, allen voran Doris Dragović und die Gruppe Put – das ist mein Maßstab für kroatische Teilnehmer …
Also ich liebe Kreativität, weshalb ich auch solche Beiträge wie Finnland 23, Österreich 23 und nun auch Kroatien und Niederlande 24 feiere. Vielleicht liegt es auch gar nicht an den 100% Jury das ihr das Gefühl habt, das es nun mehr solcher Beiträge gibt. Wir leben in einer zeit in der es genug schlechte Nachrichten gibt, in der alles trist und traurig erscheint. da wünschen sich die Menschen Ablenkung. Und dies schaffen solche Beiträge eben eher wie eine Herzschmerz- oder Trauerballade. Baby Lasagna zum Beispiel hat eine VE gewonnen. Glaubt ihr wirklich das die Zuschauer vorm TV sassen und sich dachten „im Halbfinale gibt es keine Jury, wir brauchen was das auffällt“? Never ever, die haben das gewählt, weil es ihnen grad danach war.
Unabhängig von der kroatischen Auswahl gibt es doch viele Länder, die für dieses Jahr intern Uptempo/Crazy Songs nominiert haben oder zumindest mehr davon in der Vorauswahl hatten.
Natürlich ist ein 100% Televote Semi nicht komplett dafür verantwortlich, aber das trägt dieses Jahr doch bereits einige Früchte davon. 🙂
Nicht die Zuschauer denken das, sondern die Senderdelegationen. Für die meisten ist der Einzug ins Finale extrem wichtig. Deswegen haben ja vorletztes Jahr die Juries in den Semis beschissen
Nichts gegen den Unterhaltungswert von „Rim Tim Tagi Dim“, aber im Zusammenhang mit diesem offensichtlich zusammengeklauten Track mit halbwegs sozialkritischem Text (vgl. Rumänien 2015) und einer am Vorjahreszweiten angelehnten Performance gerade die Kreativität herauszustellen, erscheint dann doch etwas drüber.
Danke!
Also ich bin ja kein Fan von Rim Tim Tagi Dim, aber ich finde das Herr Baby Lasagna das doch gesanglich passabel rüberbringt. Sooo schlecht singt er nicht. Er macht halt viel Cha, Cha, Cha.
Es ging nie um das Singen und viel mehr den Song und die Darbietung. Die Jury war nicht da um Sänger die singen zu belohnen. Sondern die einen musikalischen Anspruchsvolleren Song retten und gewerttschätzt werden. Wenn du um nach dem Singen bewerten will geh zu Voice etc. Weil Singen ist hier eigentlich ne Grundvoraussetzung. Und sich deswegen zu beschweren das Baby Lasagne kein guter Sänger ist. Hat nie den Contest verstanden
Puh, schwieriges Thema. Ich bin da hin- und hergerissen und kann mal wieder nur mit einerseits – andererseits argumentieren. Einerseits ist es gut, dass es die Jurys gibt. Die grundsätzliche Idee ist gut (und wenn es nur ist, weil „Mall“ sonst nicht ins Finale gekommen wäre 😉 ). Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach die Ausführung, und dieses Problem hat sich in den letzten Jahren auch deutlich verschlimmert.
Die Jurys setzen sich bekanntlich aus Profis aus der Musikbranche zusammen, und die bekommen einen Kriterienbogen an die Hand, anhand dessen sie bewerten sollen. So erklärt es zumindest Consi, der ja 2021 in der deutschen Jury saß:
Highlights of the Eurovison Song Contest 2021 (youtube.com)
(ab ca. 20:26).
Das heißt dann aber auch, dass ein Juror diese Kriterien auch wirklich anlegen muss. Vielleicht müsste da sogar auch seitens der EBU eine Gewichtung vorgenommen werden; wenn man sich Consis Anmerkungen anhört, sieht man, dass das offensichtlich 2021 noch nicht der Fall war. Aber auch ohne Gewichtung lassen sich schon einige Dinge rausarbeiten:
Als professioneller Juror muss ich beispielsweise das Potenzial von „Euphoria“ sehen, selbst wenn mir der Song nicht gefällt, und den Beitrag entsprechend bewerten. Ich muss sehen, dass der Auftritt von „Era stupendo“ komplett in die Hose gegangen ist, und darf es dann nicht hoch bewerten, selbst wenn es mein Lieblingsbeitrag in dem Jahr sein sollte. Ich muss sehen, dass „City Lights“ ein absoluter Ausnahmesong ist, der zwar unter seiner Sängerin gelitten hat, aber trotzdem darf ich so einen Song nicht aus dem Finale kegeln. Ich muss sehen, dass die „Love Wave“ so gut ist, dass er auch dann Punkte kriegen muss, wenn ich aus Aserbaidschan bin. Und dass „Don’t come easy“ weder gut vorgetragen noch überhaupt gut ist, so dass der Jury-Australien-Bonus nicht greifen darf (gleiches gilt für den Jury-Schweden-Bonus bei „Dance you off“). Natürlich darf ich mich vom Momentum mitreißen lassen, wie es bei Salvador / Conchita / Lena / Emmelie passiert ist, aber ich sollte das dann auch begründen können. Und so weiter.
Der Ansatz ist grundsätzlich gut, aber es sollte auch drauf geachtet werden, dass die Jurys ihren Job ordentlich machen. Wenn sie ausschließlich nach Geschmack, Nachbarland und Crowdpleasern bewerten, braucht man sie nicht, das schaffen wir auch ohne sie.
Australien 2017 ? Einer der langweiligsten Vorträge überhaupt….
Eben. Im Semi ist das bei der Jury allen Ernstes auf Platz 2 gelandet. ZWEI! Im Finale lag es bei der Jury auf Platz 4. Zugegeben, das Finalfeld war schon recht tief gestaffelt, weil Salvador und Kristian ähnlich wie die Top 3 in 2015 alles abgegrast haben. Aber trotzdem ist das einfach nicht zu rechtfertigen!
Die Jurys sehe ich nicht so extrem kritisch. Ich finde es jetzt schon schade, dass sie gar nicht mehr in den Semis abstimmen. Aber eine Erhöhung dieser von 5 auf ca. 10 Personen fände ich sehr gut. Mit einer höheren Anzahl könnte man auch einer gewissen Repräsentierbarkeit näher kommen. Außerdem sollte dafür gesorgt werden, dass auch unter den Mitgliedern der Jurys Genrevielfalt herrscht.
Wenn man dann immer noch dem Publikum mehr Macht geben möchte, wieso dann nicht einfach mit einem 25/26 Punkte System? Alle Länder bekommen je nach Ranking der einzelnen Länder 1-25/26 Punkte zugeschrieben. Dann hätten die Zuschauer mehr Macht und es kommt zu einem realistischeren Ergebnis als wenn man lediglich der Top 10 Punkte gibt. Außerdem würde kein Land mit einer 0 nach Hause gehen 😊
Du willst allen Ernstes etwas so Legendäres wie die null Punkte beim ESC abschaffen??? – Veto!!!
Ja, absolut.
Vielleicht liege ich hier falsch, aber gibt es die „null Punkte“ als Ansage nicht erst seit der Trennung vom Jury- und Televoting vor nicht mal zehn Jahren, während all die Jahrzehnte davor lediglich tatsächlich Zählbares verkündet wurde?
Socherlei auf öffentliche Demütigung ausgerichtete Gimmicks könnte man meinetwegen gerne abschaffen (zumal das in der traditionellen Form ja weiterhin über die Jurys erhalten bliebe).
Zumal es auch ein Unding ist, dass seit 2021 diejenigen, die die Null erhalten, auch noch eingeblendet werden.
die Nationale Jury sollte mind 10 eher aber 15 bis 20 Personen umfassen.
Die Punkteverteilung der Juries müsste anders strukturiert werden.
Die zu verteilenden Punkte müsste auf 15 Beiträge verteilt werden.
Spitzenpunktzahl nicht mehr 12 sondern 8 für #1, 7 für #2 und 6 für #3 und dann in 0,5 Pkt Schritten bis 1 (3 bekämen dann jeweils 1 Punkt).
Es würden dann 55,5 Punkte statt 58 verteilt werden. Man würde der Jury so eine um etwa 15% bis 25% verringerte Macht zuschanzen den Sieger/in zu bestimmen. Das gleiche träfe auf Nachbarschaftsvoting zu. Jurypunkte Gesamtanteil läge dann bei 49%.
Käärjiä hätte so dann knapp gewonnen.
Man würde also in der Spitze die Punktzahl der Juryvotes abflachen. Ich fände das gerechtfertigt. Einfache Formel: „Klarer Telfave schlägt Juryfave“.
Kann aber sein, dass Juries darauf dann mit noch krasser abweichenden Punkteverteilungen reagieren könnten. Daher wäre die Erhöhung der Personenzahl wichtig, um zumindest zu versuchen zu einseitiges Jury-Voting zu verhindern.
Für die Jurys ein anderes Punktesystem als für die Zuschauer zu haben, fänd‘ ich allerdings auch doof. Und die Maximalpunktzahl pro Land sollte auch bei 12 Punkten bleiben, sonst bleibt nach Halbplayback und Pre-recorded Vocals ja bald kaum noch was von der ESC-DNA übrig.
das findest Du doof? Es sind schliesslich nur 200 Personen, die in den Juries sitzen. Kein Mensch weiss, nach welchen Kriterien die ausgesucht werden… Deren Bewertungen grad in der Spitze sollte man nicht so hoch hängen. Deinen anderen Kritikpunkte (reduzierte Vocalleistung) haben mit dem Punktesystem nichts zu tun.
Und nur weil etwas ’schon immer so war‘ es nicht ändern zu wollen ist für mich kein Argument.
Ich finde man sollte die Macht der Juries deutlich begrenzen im Finale. Es wäre gut, wenn man das Verhältnis auf 25% Jury und 75% Publikum setzen würde. Außerdem nimmt das Juryvoting viel zu viel Platz ein. Es reicht doch wenn man das Juryvoting einblendet und dann beim Televoting das übliche mit Spokespersons macht.
Nein und gleich nochmals Nein. Dass die Jury NICHT auf 25% begrenzt werden sollte, haben wir soeben im Finnischen Vorentscheid gesehen. Das war ja eine S**tshow sondergleichen beim Voting und hat uns den Windows95man eingebrockt statt einem der besten Songs der gesamten VE-Season.
Und die Spokespersons beim Televote einzusetzen wäre absolut sinnfrei, da ja dann wirklich nur noch 2 oder ev. 3 Länder die 12er bekommen würde…. Das wäre dann so richtig langweilig zum schauen und die Entscheidung wäre schon nach 25 von 37 Ländern gefallen. Ganz schlecht Idee, sorry.
Das darf man aber nicht davon abhängig machen, ob der eigene Favorit gewinnt oder nicht. Die Zuschauer bezahlen für ihren Anruf Geld, also muss ihr Voting deutlich mehr Gewicht haben wie das Juryvoting.
Es geht mir dabei eher darum, dass eine 25% Juryvoting eigentlich gar nichts bringt. Da kann man die Juries auch abschaffen, da sie mit so wenig Anteil absolut nichts bewirkt und vielleicht den 8, Platzierten noch aufs 7 bringt, aber in den Top 5 nichts mehr ändert. In Finnland waren glaube ich auch die Anrufe noch anteilig verteilt worden, was beim 50/50 auch schon das Voting obsolet macht. Z.B. D Finale 2023 bekam LotL ja fast doppelt so viele Televote Punkte wie im Juryvoting möglich waren. So wirds noch extremer. Das aktuelle System ist gut so wie es ist, Fairer wirds nicht mehr und alle Änderungen machen es nur schlimmer. Loreen’s Sieg ist in Ordnung, sie war 2. beim Televote. Der 4. Platz von Cha Cha Cha beim Juryvote ist ja eigentlich auch nicht ganz ernst zu nehmen… Finde es aber gut, dass die Juries auch Auftritte/Dance Breaks mit bewerten. Sie sollen auch nicht nur das Gesangliche werten, nur mehr Augenmerk dort stellen. Estland und Belgien haben so eine verdiente Top 10 Platzierung erzielt.
Sehr gut! Sollte auch in den Semis so sein….
Ich habe letztes Jahr erst erfahren , dass die Jurys bereits 1 Tag vor dem Finale ihre Punkte vergeben /festlegen …dazu hab ich drei Fragen , die vielleicht jemand hier beantworten kann:
1. Warum schon vor dem Finale ? Zeitgründe?
2. Was ist theoretisch , wenn ein Kandidat seinen Finalauftritt versemnelt ?(Total schief gesungen , Tanzeinlage geht schief , schlimmster Fall Texthänger oä) , hat aber von den Jurys schon massenweise Punkte bekommen.
3. Wie beurteilen die Jurys die Big 5 und das Gastgeberland , die man ja nicht wie die anderen im Semi schon mal sieht ,sondern erstmals im Finale ? Geht man da nach dem Official Video oder nach den Proben?
Ansonsten sind Jurys schon wichtig , sollten aber etwas weniger „Macht“ haben , vielleicht 30 %.
Gute Fragen.
Wenn ich mich recht entsinne gab es doch 2019 den „Eklat“ mit Keiino. Im Juryfinale wohl Technikprobleme und deswegen wenig Punkte. Im Finale dann Televotingsieger und keiner konnte die wenigen Punkte der Jurys verstehen.
Ich bin der Meinung, dass es das Juryfinale nicht mehr geben sollte. Alle entscheiden aufgrund des Finalauftritts und basta.
Zeitgründe spielen da tatsächlich rein. So hat man die Jurypunkte schon rechtzeitig, um sie vor den Televote-Punkten verkünden zu Könnerin beiden Fällen muss ja auch abgecheckt werden, ob es da Mauscheleien gab, das hatten wir ja öfter.
2) ist ja schon passiert, auch umgekehrt, dass es im Semi vergeigt wurde. Man bewertet ja auch die Performance
3) Die Juries gucken zumindest ein Semi, das in dem sie werten. Ich könnte mir vorstellen, dass es eine Refel gibt, dass sie beide gucken müssen. Da gibt’s dann sicher auch noch Vorgaben von den Sendern (Armenien und Azerbaijan haben wahrscheinlich vorgegeben, dass die den Ton ausstellen sollen, wenn der andere auftritt).
3) Dafür gibt es ja am Tag vor dem Finale die von dir eingangs erwähnte Generalprobe, die gleichzeitig Jury-Finale ist. Theoretisch haben sich die Juroren die Halbfinals auch wieder aus dem Kopf zu schlagen und nur diese Show zu bewerten.
Ich würde nichts an der Gewichtung ändern. Wenn die Jurys weniger zu sagen haben, wird es noch mehr Spaßbeiträge geben und die Qualität insgesamt sinken. Ich wäre eher dafür am Ende noch ein Superfinale mit einem Speedvoting einzuführen. Dann müsste man aber wirklich die Pause bis zur Punkteverkündung straffen.
Superfinale dann aber bitte mit 3 oder 4 Dongs, bei.2 hat man das Problem des negativ-Votings, siehe zB Bashar oder Unheilig.
Ich finde, es braucht die Jurys nicht wirklich. Zu oft kommen da Ergebnisse zustande, die für den Normalzuschauer nicht nachvollziehbar sind. Ich verstehe aber, dass man da anderer Ansicht sein kann.
Noch wichtiger wäre mir aber, dass die Jurys den gleichen Auftritt wie das Publikum bewertet. Das Juryfinale findet für das breite Publikum hinter verschlossenen Türen statt. Wenn da jemand patzt und deshalb von den Jurys abgewertet wird, im Finale aber glänzt, kann der TV-Zuschauer das nicht nachvollziehen. Umgekehrt genauso. Gab ja sogar schon Überlegungen, sich im Juryfinale tänzerisch zurück zu halten und auf den Gesang zu konzentrieren, im Finale dann in der Choreo alles zu geben, auch wenn dann hinten raus die Luft zum Singen fehlt.
Die Votingphase dauert mittlerweile ja eh ewig, in der Zeit sollten die Jurys doch locker in der Lage sein die Beiträge zu bewerten. Ging doch früher auch alles an einem Abend und da noch ohne EDV-Unterstützung.
Letztendlich entscheidet doch immer der eigene Geschmack, ob man die Jurys verflucht oder nicht.
2015 ersparten sie mir die scheußlichen Il Volvo als Sieger und bescherten meiner damaligen Favoritin Aminata immerhin Platz 6.
Aber eigentlich wollte die breite Masse Il Volvo und das müsste man eigentlich akzeptieren und nicht von einer kleinen Gruppe von Menschen beeinflussen lassen.
Genauso wie Keiino 2019 oder eben Käärijä 2023.
Besonders letztes Jahr schmerzte die Jury Entscheidung und letztendlich ist es richtig das Lied gewinnen zu lassen was die Zuschauer wollen.
Auf der anderen Seite hätten wir wieder weniger Spannung, weil dann oft ab der Hälfte oder ab 3/4 dsa Votings schon der Sieger feststehen würde.
Kurzum: Man kann nicht alles haben.
„Aber eigentlich wollte die breite Masse Il Volvo und das müsste man eigentlich akzeptieren und nicht von einer kleinen Gruppe von Menschen beeinflussen lassen.“
Warum? Wenn ich schlimme Bauchschmerzen habe, frage ich doch auch lieber einen Experten als 20 zufällige Passanten. Und für Musik gibt es auch Experten. Da es sich hier allerdings um einen Wettbewerb handelt, der als TV-Programm auch beim Volk (*hust*), das stets ernst genommen werden möchte, ganz gleich wie wenig Ahnung es hat, ziehen muss, verstehe ich, dass man uns Dödel leider auch beteiligen muss. Ansonsten wäre ich für reines Jury-Voting (ich als Laie muss ja nicht immerzu überall mitentscheiden …), allerdings mit größeren Jurys und richtigen Musikexperten, keinen B und C Fernsehsternchen.
Ich finde die Kombination gut – wenn es nur Juries wären, könnte Schweden eine Waschmaschine mit backing Track auf die Bühne stellen und sie wären top 3. Und die Juries entscheiden ja oft nicht nach musikalischen Gesichtspunkten, siehe zB Noa Kirel letztes Jahr (wobei das auch bei den Zuschauern ankam.).
Deshalb will ich ja auch andere Jurys. 🤣
Die Frage ist wie definiert man „Experten“? Auch hier entscheidet ein persönlicher Geschmack über das Ranking. Letztendlich ist doch jeder für sich selbst sein eigener Experte und nicht nur weil er in einer Random Jury sitzt.
Jemand der Musik studiert hat und / oder seit Jahren Musik macht, nicht die B und C-Prominenz, die häufig in den ESC-Jurys sitzt … oder in AZE vielleicht sogar die Schweigertochter der Privatsekretärin des Präsidenten …
Naja, was zB unsere „Experten “ so aussuchen , da breiten wir lieber den Mantel des Schweigens drüber, und wenn es nach den Experten-Juries ginge, dann gewinnen nur noch schmachtige Balladen, und ich finde gerade die oft geschmähten „Spaßbeiträge“ besonders künstlerisch, es ist doch auch anspruchsvoll neben Gesang auch noch zu tanzen oder Show zu machen , mehr als nur im Stehen ins mikro zu singen und dabei schmachtend auszusehen. Und wir Dödel sollen uns das ja ansehen und massenweise Geld für votings ausgeben…sonstkönnte man es ja widder wie in den Anfangsjahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit machen und nur den Sieger im Radio verkünden . Ich freue mich auf ein buntes, Programm mit viel Spaß aus Kroatien 😆
Wenn man wüsste, dass die Jurys fair abstimmen, dann wäre ja alles in Ordnung! Im Sportbereich, bei Sportarten welche durch Jurys entschieden werden, merkt man das sofort, ob ein Jurymitglied fair oder nicht fair abstimmt, da es hier eben viele Regeln zu beachten gibt. Leider fehlen solche Regeln beim ESC!
Also ich bin ganz klar für die Jury-Abschaffung, finde es jetzt aber nicht schlimm, dass es noch nicht umgesetzt wird. Hätte es im letzten Jahr z.B. schon ein reines Televoting gegeben, dann hätten Lord Of The Lost besser abgeschnitten und dann wären wir Deutschen nicht Letzter geworden.
Ob du’s glaubst oder nicht: Wir hätten einige letzte oder zweitletzte Plätze weniger, wenn nur die Zuschauer entschieden.
2015: 25. bei den Zuschauern (bei den Juries sogar 21.)
2016: 24.
2017: 24. (also noch einen Platz besser)
2019 sowie 2021 beides Nullnummern, da haben uns tatsächlich die Juries „gerettet“. Allerdings hätten wir uns 2021 vor die Niederlande geschoben, weil bei 0 Punkten die Länder bevorzugt werden, die früher in der Startreihenfolge auftreten.
2022: 20. (wäre tatsächlich das zweitbeste innerhalb 2015 bis heute)
2023: 24.
Natürlich ist das nicht gerade berauschend, aber alles ist besser als letzter im Finale. Das System schadet uns also am meisten.
Und Bejba wäre in der Top 10 gewesen. Und das wäre gerechtfertigt?
Ich würde es begrüssen wenn in den halbfinals die jury wieder eingeführt würde und ich würde im final die televote-punkte einzeln vergeben und dafür die jurypunkte im total.
Das geht aber logistisch nicht, dann hast Du eine noch endlosere Pause, weil ja die Televotes auch noch auf Schummeln überprüft werden müssen.
Beim esc wird weder geschummelt noch ist er politisch😉
Aber die zeitfrage dürfte da tatsächlich das grösste problem sein. Zumal man ja hört, dass das schwedische fernsehen den esc wieder verkürzen möchte.
Gerade bei den Interval Acts kann man kürzen, das waren ca 45 Minuten in Liverpool. Die Show war gut produziert aber schleifte sich irgendwann hin.
Mit den Intervalacts hast du schon Recht, andererseits muss man den Zuschauer*innen schon eine gewisse Zeit zum Voten geben.
Das Voting-Fenster wurde halt immer mehr erweitert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich viele Leute entscheiden, nach 30 Minuten anzurufen.
Bei uns gibt es traditionell erst die interne Punktevergabe, die oft noch mindestens einen Schnelldurchlauf braucht und je nach Sofaauslastung durchaus 30 Minuten dauern kann …
Da die Televotingpunkte in den einzelnen Ländern in der Regel vorhersehbarer sind, tendiere ich da eher zum Nein.
Ich habe die Begeisterung für das/Besessenheit mit dem Publikumsvotum noch nie verstanden, weil ein ESC-Sieg ja so etwas wie ein popmusikalischer Nobelpreis ist, und wenn der Literatur-Nobelpreis per Publikumsvotum vergeben würde, sähen wir jedes Jahr Krimi- oder Schmonzettenautoren in Stockholm. Da das Publikum zu 99 % aus Laien besteht, kommt da am Ende eben selten Qualität raus, sondern das literarische oder musikalische Äquivalent eines Big Mac. Ich sage nur KEiiNO, Käärijä, Biene Maja …
Literatur-Nobelpreisträgerin Rosamunde P. 🙈
Der ESC ist eine Fernsehshow, kein Nobelpreis. Auch nicht sowas wie ein Musiknobelpreis.
Du bist eher so der „Das Glas ist halbleer“ Typ hm?
Nö. Kommt immer aufs Thema an. Bei Italien und Slowenien z. B. laufen bei mir dieses Jahr die Gläser über.
Ja aber das ist ja Dein persönliches Empfinden. Wenn eine Mehrheit das anderes sehen, muss man das auch akzeptieren. Der ESC ist eine Unterhaltungsshow und kein politisches Parlament oder ein Nobelpreis.
Ich akzeptiere ja auch alle Geschmäcker und Meinungen zum ESC ganz allgemein … warte mal, ich denke sogar, dass ich sie respektiere, aber das bedeutet ja nicht, dass ich zustimmen oder mich der Mehrheitsmeinung unterwerfen muss. Und was ist falsch daran, wenn ich mir wünsche, dass der ESC weniger Unterhaltungssendung und mehr musikalischer Qualitätswettbewerb wäre? Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Masse zu rasen beginnt, wenn ihr einer sagt, dass ihr Geschmack nicht das Maß aller Dinge ist … 😉
Ich würde immer noch gerne irgendwie die Live zuschauer in der Halle mitbewertet haben da sie ja auch noch einen ganz anderen eindruck haben vielleich als eigene Kategorie.
Bei der Jury kommt es halt vorallem drauf an wer drin sitzt. Das Looreen letztes Jahr so abgeräumt habt lag einfach daran das zu viele Jury mitglieder Kaum bis garkeine Musik Expertiese haben oder sich Juries nur aus Radio oder Pop Experten zusammensetzen.
Die Jury müsste einfach etwas diverser aufgestellt sein. Dann kann so ein unberechtigter Landschlide wie bei Loreen nicht passieren und sie sind das Gegengewicht und nicht die Königsmacher die sie sein sollten.
Welche Länder profitieren, wenn nur das Publikum entscheidet?
Einige. Allerdings hat die Jury oft genug bewiesen das sie da genau so parteisch sind wie es den Zuschauern nachgesagt wird. Man kann leider nichts daran ändern das die meisten Menschen einfach nicht das Konzept von „nach Musik bewerten“ verstehen:)
Italien, das meistens schlechter bei den Juries abschneidet.
Meiner meinung nach gibts da, abgesehen davon das es ja auch leute gibt die nach rein musikalischen gründen voten, drei grössere voting-gründe. 1. Nachbarschaftsvoting. Da ist der balkan, skandinavien und die baltischen (inkl. ukraine) staaten betroffen. 2. Diaspora- voting. Eigentlich nur der balkan, neuerdings die ukraine und früher sehr stark die türkei. 3.( neu) Solidaritäts/ mitleids/ politisches voting. Ukraine und israel(?)
Momentan mit abstand der grösste „profiteur“ ist sicher die ukraine
Seit Einführung des Systems 2016 würden tatsächlich wir profitieren. 2016/2017 sowie 2022/2023 würden wir weder letzter noch zweitletzter werden. Das beste Ergebnis wäre hier 20. Platz in 2022. 2021 zwar geteilter letzter mit drei anderen, aber da bei 0 Punkten die Startreihenfolge entscheidet, wären wir vor den Niederlanden.
Ich denke das wichtigste was verändern werden müsste ist das Punkte system. Bei 26 Teilnehmern ist es halt irgendwie nicht ganz fair das nur 10 Punkte bekommen.
Man müsste das auf mindestens 15 steigern.
Wenn man unbedingt die 12 Punkte behalten will kann man es ja wie folgende staffeln:
12
10
9
8
7
6
5
4
3
2
2
1
1
1
1
Genau so wünsche ich mir das seit Ewigkeiten – bzw. 3x 1Punkt, 3x 2 Punkte.
DAS ist die eigentliche Baustelle des Votings!
so einen ähnlichen Vorschlag habe ich auch gemacht. Finde aber eine Erhöhung der zu verteilenden Punktzahl nicht so gut. Bei deinem Vorschlag erhöht sich die Gesamtpunktzahl von 58 auf 72. 25% mehr find ich viel. Nivellierung der Spitze und eine Ausbreitung von zehn, die Punkte bekommen auf 15 bei insgesamt 55 bis 60 Punkten fände ich besser. 12 für die #1 wäre dann aber nicht möglich. Vielleicht sollte man sich denn doch mal von den 12 als Spitzenwert verabschieden.
Was den Televote betrifft wäre es mal interessant zu wissen, welche Prozentanteile je Land die Beiträge im 10 Jahresschnitt denn genau hatten. Das wurde ja leider noch nie veröffentlicht.
Diese Durchschnittswerte müssten eigentlich dann der Richtwert sein an dem man sich zumindest ganz grob ausrichten müsse. Hat zum Beispiel aktuell ein Platz 10 im den nationalen Votings tatsächlich im Schnitt nur 1/12 der Stimmen der Nummer 1? Man weiss das leider nicht. Die EBU schon…
Off Topic: Hat jemand von euch das hier schon gesehen: https://www.eurovision.de/news/Online-oder-TV-Alle-Sendungen-zum-Eurovision-Song-Contest-2024,sendetermine514.html Anscheinend wird dieses Jahr nur das 1. Semifinale bei ONE ausgestrahlt, das 2. nur online…
Das ist heftig. Sind am 09.Mai denn alle Sendeplätze belegt? Hängt es mit der (vermutlichen!) Teilnahme Israels zusammen und man will etwaige Boykott-Aufrufe und damit verbundene niedrigere Einschaltquoten vermeiden?
Ich fürchte eher, es hängt mit der nicht vorhandenen Lust der ARD auf den ESC zusammen. Das 1. Semi müssen sie ausstrahlen, weil wir da voten dürfen. Gäbe es diese Regel nicht, hätten sie vermutlich beide Semis in die Mediathek verbannt…
Da steht aber doch bei beiden Halbfinals „One“?
Ah, sehr gut. Ich wär sonst auf die Barrikaden gegangen!
Das zweite Semifinale ist mir, obwohl wir nicht darin abstimmen, nämlich wichtiger. Dies liegt an einer ganz bestimmten Teilnehmerin, die wir alle (wir schauen den ESC immer als Familie) kennen und die Daumen drücken.
Ja, jetzt schon, aber vorher stand das da nicht.
Danke für den Hinweis. Vorhin stand es noch nicht da, ich habe nämlich mehrmals überprüft, dass ich nicht doch etwas überlese. Dann war es vermutlich nur ein Tippfehler, der jetzt korrigiert wurde. Da bin ich sehr erleichtert, denn nach der Sache mit den Songchecks hätte ich echt nicht noch eine Hiobsbotschaft gebraucht…
Das zeigt einfach nur wie dumm und intolerant die ARD-VERANTWORTLICHEN sind.
War letztes Jahr auch schon so, da gab es zuerst die Ankündigung, dass es die Semis nur online auf eurovision.de bzw. in der Mediathek zu sehen gibt und dann hat man doch wieder die Rolle rückwärts gemacht und diese zusätzlich auf ONE gezeigt.
My 2 cents: Es war doch schon vor dem Sieg Loreens klar, dass die Ausschaltung der Jurys im Semifinale Jurynummern mit Zuschauerpotenzial bessere Siegchancen im Finale geben wird. Für mich kein Grund sich daran abzuarbeiten. Zumal ich 2023 gerade aus der casual Zuschauerschaft Beschwerden zu hören bekam, die Käärijä als gesanglich untalentierten Schauspieler betitelten – obwohl ich persönlich das schon originell fand. Eine lang andauernde Chartpräsenz, die auf größere Relevanz schliessen liesse, gab es auch nur in seinem Kernmarkt. Oder waren z.B. Keiino als Televotingsieger irgendwo wirklich erfolgreich? Die Annahme Televoting wäre ein besserer Indikator, müsste erst einmal bewiesen werden. Und wenn der Effekt ist, ambitionierte Künstler hielten sich vom ESC fern, weil reines Publikumsvoting schrille Acts präferiert, hilft das dem ESC nullkommanull.
Ich bin zwar traditioneller Jury-Befürworter, kriege aber immer mehr den Eindruck, dass der musikalische Anspruch von der kommerziellen Verwertbarkeit verdrängt wird. Natürlich ist es klar, dass man als immer teuerer zu produzierende Musik-Show auch eine gewisse Relevanz in den Charts haben möchte, aber die nachhaltige Qualität der Musik sollte mMn mehr Gewicht haben.
Hier könnte man etwas gegensteuern, indem man bei der Jury-Zusammensetzung mehr auf Musikjournalisten setzt anstatt auf Musiker, die auch leichter mal in nicht neutralem Verhältnis zu den zu bewertenden Acts und den Produzenten dahinter stehen.
Mal abgesehen davon, dass diese Vita für nichts bürgt: Wie viele professionelle, ausgebildete „Musikjournalisten“ wirst du finden? Speziell in kleinen Ländern. Heutzutage gibt es Massen an Musikinfluencern. Viel Spaß, wenn das darin mündet. Auch das System mit größeren Jurys aufzupumpen mag ja einen Gedanken wert sein, aber hat andere Probleme: Entstehende Erbhöfe mangels Auswahlmöglichkeiten in kleineren Ländern, Kosten, ausufernde Logistik, Ergebnisglättung (= größere Konformitäten) …
Und grundsätzlich finde ich es gut, wenn – wie bisher meistens – Künstler, Produzenten & Co, die von der Musik leben, in den Jurys stecken. Schräge Ergebnisse wird es immer geben, ist nur eine Frage, welche Kriterien angesetzt werden.
Stört mich eigentlich nicht. Hoffe aber wieder auf einen verdienten Sieger, auch wenn das jetzt nicht mit dem Thema zusammenhängt.😊
Was mich freut, das in den Semis keine Jury mehr ist. Das ist viel besser, so kommen wirklich Publikumslieblinge ins großeFinale und dann kommt die Jury dazu um den großen wirklichen Sieger zu wählen.
Es stehen ja noch einige ESC-Songs aus, die wir noch nicht kennen von dieser Saison, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Deutschland nach dem Juryvoting wieder den letzten Platz belegen wird. Das ist irgendwie schon Standrat geworden!
Noch was zu den Juries. Ich bin der Meinung man sollte es abschaffen, das die Juries am Tag vor dem Finale ihre Entscheidung treffen. Wenn es möglich ist, das 37 Länder ihre Televotingergebnisse innerhalb einer Stunde zum ESC schicken können, dann ist das erst recht mit dem Juryvoting möglich. Also sollten die Juries am selben Abend voten wie die Televoter. Das sogenannte Juryfinale kann man dann wieder als Generalprobe holen, für das es früher mal gedacht war.
Ich würde mir wünschen, dass in den Semis auch wieder Jurys abstimmen dürfen.
Sonst verkommt der ESC immer mehr zu einer Witzveranstaltung
Ich bin ja bekanntermaßen Jury-Gegner und bin für ihre ersatzlose Abschaffung auch im Finale. Ihre Abschaffung in den Semis hat sich ja bereits sehr positiv auf das musikalische Gesamtangebot ausgewirkt, der Anteil an gut inszenierten Uptemponummern steigt endlich wieder. Und dass die Jurys den Gesamtsieg von Keiino und Käärjää torpediert haben, werde ich ihnen niemals verzeihen. Dass man den zahlenmäßig nun mal klar unterlegenen Liebhaberinnen von Jammerballaden und seichtem Radiopop mit Hilfe der Jurys so viel mehr Macht gibt, kann ich einfach nicht verstehen.
Da ich auch weiß, dass ich in der Bubble mit meiner Ansicht ziemlich alleine stehe, wäre mein Kompromissangebot an die Freunde der organisierten Geschmacksbevormundung:
Und natürlich muss es in den Semis bei reinem Televoting bleiben.
„Alleine“ stehst Du natürlich nicht da – zumindest bei unserem siechenden Vorentscheid kann ich auf die bestenfalls als Ärgernis nützliche Jury getrost verzichten und wie ich oben schon schrub, geht mir das mit einer aus lauter Giesingers und Forsters bestehenden Kommerz-Jury genauso.
Dein Angebot scheint mir aber angesichts des berechtigten Einwand Jorges ein fairer Mittelweg zwischen guter Mehrheits-Unterhaltung, aber eben auch der Belohnung wirklich brauchbarer Nischenkunst. Die Petition kann kommen!
Ich bin allerdings auch gegen internationale Juries in den Vorentscheidungen, dort haben sie nichts verloren (nationale gehen aber in Orndung)
Ich kann gerne verzichten auf angebliche ESC-Fans der hiesigen Musikszene, die niemals den Mumm hätten, mal teilzunehmen.
??? Das verstehe ich nicht. Das Urteil einer Fachjury bedeutet ja nicht, dass jemand bevormundet wird. Alle Fans und Zuschauer behalten ja trotzdem ihre eigene Meinung. Solch eine Behauptung ist mir schlichtweg zu populistisch.
Ich bin klarer Jurybefürworter, würde aber zumindest Deinen ersten beiden Vorschlägen zustimmen.
Punkt drei wäre nur dann in Ordnung, wenn genauso bei einer manipulierten Publikumswertung vorgegangen werden würde, in beiden Fällen aber nur die jeweils betreffenden Länder.
Beispielsweise wird nie kritisiert, daß es jedes Jahr ein rein zufälliges Televoting aus San Marino gibt (wegen der geringen Einwohnerzahl ist dort kein repräsentatives Ergebnis möglich)
Das künstliche Televoting für San Marino ist natürlich Murks, wird aber beim 50/50-Verfahren als Gegengewicht zum Juryvoting gebraucht. Und ja, ein manipuliertes Televoting müsste dann natürlich auch disqualifiziert werden.
Mit „Geschmacksbevormundung“ beziehe ich mich darauf, dass die Stimme eines Juroren hier in Deutschland etwa genau so viel Gewicht hat wie die von 200.000 Televotenden. Das hat für mich schon was mit Bevormundung zu tun.
Genau dieses ewig gleiche Jurybashing war auch der Grund warum ich den Blog irgendwann nur noch sporadisch verfolgt habe. Klar gibt es da Optimierungsbedarf, aber das hatte wirklich was von ner Platte mit Sprung.
Kann ich verstehen. Allerdings werden die Juryfreunde ja auch nicht müde, immer wieder die Notwendigkeit dieses Instruments zu betonen…
Ich bin froh darüber, daß mir Keiino als Sieger 2019 erspart geblieben sind.
Vorsicht, mit Vokabular wie „Geschmacksbevormundung“ befindest Du Dich auf ganz dünnem Eis…
Ein vielleicht besserer Vergleich: Bei Filmfestspielen entscheiden ja auch Fachjurys, die auch die technischen und handwerklichen Aspekte mit Fachexpertise einschätzen können, über die Sieger. Darüber regt sich niemand auf. Ich denke schon, dass die ganze Televoting First!-Hyterie etwas mit den spezifischen Charaktermerkmalen der ESC-Fan-Community zu tun hat.
Und das ist keine Kritik, nur eine Beobachtung … Ist ja auch schön, wenn die Fans so leidenschaftlich sind.
Wobei natürlich die Filme, die Cannes, Venedig, Berlin gewinnen regelmäßig flippen.
Der ESC ist in meinem Verständnis auch nicht dazu da, Charthits zu produzieren. Das wird er mMn im Zeitalter von Streaming und TikTok als Live-TV-Format ohnehin nicht hinbekommen. Und wenn mal was durchstartet, wie Rosa Linn z. B., muss es ja nicht unbedingt der Siegertitel sein.
Das ist, wie schon mehrfach angedeutet, eine Frage nach dem Selbstverständnis des Contests. Möchte man tatsächlich die beste Komposition prämieren oder geht es um Völkerverständigung. Da letzteres bekanntermaßen eine Rolle spielt, ist eine entsprechende Einbindung/Beteiligung durchaus sinnvoll und der momentane Modus auch vertretbar (auch wenn man noch ein bisschen daran herumschrauben könnte).
Da hast Du natürlich vollkommen recht, und irgendwo habe ich in den letzten Tagen (oder heute?) auch schon geschrieben, dass die Einbindung der Zuschauer notwendig ist, auch wenn ich mir wünsche, dass es anders wäre.
Ach ja, und deshalb bin ich am Ende des Tages auch für 50/50, sowohl in den Halbfinals als auch im Finale. Man ist ja schließlich Pragmatiker. 🙂
Typisch Jungfrau halt….
Aber sogar ich als Widder (eigentlich ein Hitzkopf) stimme Dir da gerne zu.
Das ganze Jurybashing gehört für mich in die Tonne. Es nervt !
Ich würde gerne ein wenig gegen die Behauptung halten, dass das reine Televoting in den Semis der Grund dafür ist, dass wir in diesem Jahr so viele spezielle Songs haben. Fast alle dieser Beiträge haben eine Vorentscheidung gewonnen (Ausnahme eigentlich nur Österreich und die Niederlande), und da spielt dieser Umstand definitiv keine Rolle.
Und viele dieser Vorentscheidungen gewichteten das Televoting höher als das Juryvoting oder hatten überhaupt kein Juryvoting.
Also ja. Natürlich ist das reine Televoting in den Semis ein wichtiger Grund für die vielen speziellen Songs.
Nun gut, Österreich läuft bei mir nicht unter „speziell“….
Wenn man so manche Kommentare liest könnte man meinen es läuft sehr schlecht beim ESC. Dabei haben wir seit vielen Jahren sehr abwechslungsreiche Siegertitel. Die in der Öffentlichkeit für großes Interesse gesorgt haben. Meiner Meinung nach hat sich das aktuelle Verfahren sehr gut bewährt. Und es ist auch bis zum Schluß spannend.
Ich würde nix ändern. Nur die Jurys sollten mit mehr Leuten besetzt sein. Ansonsten auf eine bunt gemischte Auswahl achten (Komponisten, Manager, Texter, Dichter, Radiomoderator,usw). Und bitte keine Vorgaben für die Juroren. Was bringt es wenn jemand super singt aber das Lied doof ist? Soll man nur wegen der starken Stimme Punkte verteilen? Auch ein Juror soll einfach nach persönlicher Vorliebe wählen. Wir wir die Normalos.
Hoffentlich führt man sie auch wieder in den Halbfinalen ein. Das Televoting war unterirdisch.
Meine Meinung dazu: Ganz klares JA zum 50/50-System im Finale !
Was die Loreen-Käärijä Diskussion angeht: Es ist ja nicht so, daß die Schwedin beim Publikum unbeliebt war, ganz im Gegenteil…
Mittlerweile tendiere ich sogar dazu, für die Wiedereinführung der Juries in den Semi zu plädieren. Vor allem im ersten Semi könnte es nämlich zu einem Alptraumszenario kommen, was meine Freude auf das Finale deutlich trüben könnte (nämlich Finnland weiter und Slowenien draußen). Obwohl: Es scheiden nur fünf aus und bislang sehe ich lediglich Island als klaren NQ.
Gut, letztes Jahr konnte ich halbwegs mit dem System leben, weil alle meine Favoriten weitergekommen sind (das wäre auch 2022 so gewesen).
Aber es gibt halt keine Gewähr darauf, daß das Publikum immer einen guten Geschmack beweist.
Das stimmt zwar, gilt aber eben auch für die Jurys, an die ich eigentlich auch höhere Erwartungen habe.
Letztes Jahr hätte ich gerne Sudden Lights im Finale gesehen, aber ob die Jurys das möglich gemacht hätten, wage ich mal zu bezweifeln.
von mir aus weg mit den juries! wozu braucht man ein meinungskorrektiv?
Du brauchst es vielleicht nicht, nicht „man“
Weil unsere Gebühren blablabla…
Auf Island wurde die Entscheidung, am ESC teilzunehmen, vertagt:
https://eurovoix.com/2024/03/07/iceland-no-decision-competing-in-eurovision-2024/
Am 11. März ist Stichtag und RUV sollte da endlich zu Potte kommen!
Die Jurys müssen bleiben! Warum?
Der ESC war und ist es im Grunde immer noch ein Komponistenwettbewerb! „Togravus ceterum“ hatte es mit dem Nobelpreis verglichen, ich finde, das passt ganz gut. Und dabei ist es unerlässlich, dass eine Fachjury den Song, den Künstler und die Präsentation fachlich beurteilt. Der „Otto-normal“-Hörer beurteilt mehr nach „mag ich“ oder „mag ich nicht“, eben nach dem persönlichen Musikgeschmack. Ein Song kann also nur dann gewinnen, wenn es 1. einer Fachjury und 2. dem „normalen“ Zuhörer gefällt, also auf ganzer Linie überzeugt.
Wenn die Jurys wegfallen, geht auch der ursprüngliche Charakter und die Idee des ESC verloren.
Klar kann ich verstehen, wenn viele gegen die Jury wettern. Aber sie sind auch nur Menschen und absolut objektiv gibt es nicht. Genauso kann ich verstehen, dass die Jurywertungen oftmals anders ausfallen als die Televotings. Dann es liegt in der Natur der Sache, da Beide andere Bemessungskriterien haben.
Hier wurde das Beispiel vom letzten Jahr Loreen und Käarjia angeführt. Käarjia war auch mein Favorit. Ein Ohrwurm-Kracher-Song von einem absolut symphatischen Menschen. „Tattoo“ gefiel mir aber auch sehr gut. Vom Musikalischen her, einer echte Granate. Aber nach den Auftritten musste ich neidlos anerkennen, dass Loreen auch einfach eine perfekte Performance hingelegt hat, während Käarjia ein bischen schwächelte. Somit verdiente Siegerin. Natürlich lag „Cha cha cha“ im Televoting ganz weit vorne. Das Lied war ein eingängiger Gute-Laune-Mitsing-Mitmach-Song, und Zuhörer verzeihen schiefe Töne eher. Während Loreen, ja doch, anspruchsvoller war. Deshalb auch mehr Jurypunkte. Und, wie gesagt, nur wer bei Jury und Televote zusammen die meisten Punkte bekommt, gewinnt.
Die Diskussion, dass der Televotingsieger gewinnen müsse, kann ich nicht nachvollziehen. Auch finde ich eine Verschiebung der Gewichtung von Jury und Anrufer nicht richtig.
Wobei ich zu 100% zustimme, ist, dass bei den Jurys etwas verändert werden muss. 5 Leute sind für eine repräsentative Bewertung einfach zu wenig. Auch weiß ist nicht wie sich die Jurys momentan zusammensetzen? Da sollte auf ein breiteres Meinungsbild geachtet werden (z.B. Alter, Branche usw.). Und selbstverständlich muss es dabei ohne Mauscheleien abgehen. Wie ist es, gucken die Mitglieder gemeinsam? Wenn ja, sollten sie getrennt die Jury-Show ansehen, und dann ein Unbeteiligter die Auswertung der Bögen vornehmen. Sicherlich wäre es auch besser, wenn die Jury nicht die Generalprobe, sondern die gleichen Auftritte wie die Televoter beurteilen. Aber wie soll dies organisatorisch in einem überschaubaren Zeitrahmen zu bewerkstelligen sein? Das kann die EBU gar nicht leisten.
Schon lustig, und man kommt sich fast alt vor, wenn man sich bewusst an die Zeit erinnern kann, in der die Jurystimmen (wieder-)eingeführt wurden – mit dem Ziel, mehr Gerechtigkeit herzustellen. Es hatte zu viele (vermeintliche oder wirkliche) Block-Votes gegeben, unter den Skandinaviern und besondern in Osteuropa, so dass man die Stimmen von (vermeintlich oder wirklich) professionellen Musikexperten in den Jurys in die Wertung heranziehen wollte. Diese Diskussion war in den 2000ern, die Änderung des Systems griff dann 2009.
Nun also die Gegenbewegung nach rund 20 Jahren.
Meine Meinung im Moment:
Jurys beibehalten, 50/50 beibehalten, die Jurys vergrößern (z. B. auf 10 Leute) und die Besetzung ändern (z. B. mindestens ein ehemaliger ESC-Teilnehmer).
2023: Publikum wollte Käääria, Jury wollte Loreeen.
Verkauf und Streamingszahlen sagen: Jury hatte recht.
2019: Publikum wollte Keiino, Jury wollte Duncan.
Und: Arcade ist ein der grösste welterfolge des ESC schlechthin.
Der Punkt ist: Es gibt musikkonsumenten, die einfach nicht anrufen (ich, zum Beispiel).
Die Televoter sind nicht die Welt. (Zum Glück ).
Kleine Korrektur: 2019 wollte die Jury Proud von Tamara und ich hab‘ jetzt nicht nachgeguckt, bin aber sicher, dass das kein großer Hit war. 2018 hielten die Experten Cesárs Nobody But You für den besten Song. Hmm …
Der Gipfel war für mich allerdings 2015 als die Juroren ihren schwedischen Favoriten durchdrückten, ein Song der sich hemmungslos bei David Guetta bediente (und nein, ich bin kein Il Volo Fan).
Mein Punkt ist: es ist schon okay oder sogar gut, dass die Jurys 2019 Spirit in the Sky und 2016 You’re the Only One verhindert haben, aber mMn könnten sie noch etwas mehr Wert auf kompositorische Orginalität als auf professionelle Produktion und Eingängigkeit legen.
Arcade ist aber unabhängig vom ESC mein ich weit über 1 Jahr später aus dem Tiefschlaf erweckt worden und zwar wahrscheinlich durch Mithilfe der Tiktok Redaktion.
Tattoo war erfolgreicher, da Käärijä natürlich den u.a. für ausländische Radiostationen scheinbar absolut unerträglichen Nachteil der Finnischsprachigkeit hat. Das war logisch, dass ChaChaCha auch deswegen im Ausland weniger Chancen hatte, dafür ist der Song aber noch wirklich gut im Streaming gelaufen. 130 Mio. Auf Finnisch. Glaub es gibt nur italienischsprachige ESC Beiträge die mehr Plays haben…Slomo steht kurz vor 100 Mio.
Loreens Tattoo auf Schwedisch hätte ich mal sehen wollen, was das im Ausland geworden wäre…
Hätte….hätte…🙄
Es ist klar, dass Tatoo radiofreundlicher ist (und nicht nur wegen der Sprache). Und das ist für mich kein Kompliment.
Trotzdem fand ich die ganze Polemik danach ziemlich kindisch.
Ich war gegen die Wiedereinführung der Jurys. (Nur 2016 war ich über die Jurys erleichtert.) Wer sucht die Jurys aus? Was qualifiziert sie dazu, in der Jury sitzen zu dürfen? Ich habe als Zuschauer darauf keinen Einfluss. Und bei einer Jury ist immer auch Geschmack dabei, sie kann nur ihre Meinung fundierter begründen. Wenn du 5 Sänger in der Jury hast, urteilen sie eher nach den Gesangsqualitäten, es reichen ja auch nur 3 oder 4.
Publikum ist meist mutiger, weil man für seinen Favoriten anruft. Man ruft ja nicht für den an, den man ganz okay fand. Jury müssen alle bewerten.