Das deutsche Finale 2026: The Hirsch Effekt wohl in der Kategorie Hardrock beim Vorentscheid dabei

The Hirsch Effekt – Pressefoto facebook

„Das Teilnehmerfeld [von Eurovision Song Contest – das deutsche Finale 2026] reicht von Newcomern bis zu sehr bekannten Namen, die musikalische Bandbreite von Popschlager über schräge Nummern bis hin zu Rock“, haben wir gestern Mark Pittelkau aus der BILD-Meldung über Sarah Engels potentielle Vorentscheid-Teilnahme zitiert.

Nun verdichten sich die Hinweise, dass die Hannoveraner Band The Hirsch Effekt (mindestens) einer der Kandidaten aus der Kategorie Rock sein könnte. Diese Information erreichte ESC kompakt gleich mehrfach und verstärkt wird diese Spekulation, nachdem die Band heute bei YouTube die „ESC Version“ ihres neuen Songs „Die Brücke“ hochgeladen hat (als Snippet). „Die Brücke“ ist ein Artcore-Rocktrack, den die Band Mitte Januar 2026 als dritte Auskopplung aus ihrem anstehenden Album „Der Brauch“ vorab veröffentlicht hat.

Wenn diese ESC-kompakt-exklusive-Information, für die sehr vieles spricht, also zutrifft, dann lernen wir daraus gleich mehrere Dinge. Wir können davon ausgehen, dass auch beim deutschen Finale 2026 in deutscher Sprache gesungen wird. Und die Kategorie Rock ist wieder vertreten. The Hirsch Effekt (THE) sind in der Bubble quasi die neuen From Fall To Spring.

Wobei das Wort „Hardrock“ in der Headline den Style von THE nur auf Meta-Ebene beschreibt. Die Band, bestehend aus Sänger und Gitarrist Nils Wittrock, Bassist Ilja Lappin und Drummer Moritz Schmidt, bezeichnet ihren sehr heterogenen Stilmix als „Artcore“.

Nils Wittrock und Ilja Lappin haben sich 2008 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover kennengelernt und THE gegründet. Der Bandname ist aus der Forschung der deutschen Medizinpionierin und Ärztin Rahel Hirsch (1870-1953) abgeleitet, die erste Medizinerin, die im Deutschland (genauer: im Königreich Preußen) den Titel „Professorin“ verliehen bekam.

Der Bandname und seine Entstehung sind also schonmal outstanding. Über den Song sagt Nils:

„Die Brücke ist nicht schwermütig, eher eine Alltagsbeschreibung. Zwei Menschen begegnen sich nach einem langen Tag zu Hause und fragen sich gegenseitig, wie ihr Tag war. Einer beschließt, sich direkt mit dem Kind schlafen zu legen. Der andere entscheidet sich, noch arbeiten zu gehen. Neben dem Alltagsstress versucht der Protagonist, der realisiert, wie sehr das engere Umfeld auf ihn angewiesen ist, ein sicherer Hafen zu bleiben.“

THE bringen eine annäherend zwanzigjährige Bühnen-Erfahrung mit in das deutsche Finale. Zum zehnjährigen Bestehen hat Bandleader Nils sogar ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Wer jetzt noch umblättert ist selber schuld„. (Ihr könnt Euch vorstellen, dass mich diese Info als ESC-kompakt-Bücherbesprecher begeistert hat.) 2017 spielten THE erstmals auf dem Wacken Open Air. Schlagzeuger Moritz Schmidt ist seit 2013 dabei und ersetzte den Gründungsschlagzeuger Philipp Wende. Er war zuvor bereits mehrere Jahre Fan der Rock-Aventgarde-Band.

Neben dem ESC-Snippet gibt es auch schon eine „ausgewachsene“ vierminütige Version des Songs:

Wir sind gespannt auf die vollständige ESC-Adaption.

Abschließend ein Fun Fact: The Hirsch Effekt wären übrigens erst das dritte Trio, das Deutschland zum ESC schickt. Silver Convention (mit einem US-Nummer-1-Hit im Gepäck) wurden 1977 als deutsches Female-Powertrio 8. und die Girlband Mekado belegte in 1994 sogar den 3. Rang. Elaiza wurden 2024 18..

Jetzt seid Ihr dran. Werden wir Recht behalten? Könnt Ihr Euch „Die Brücke“ in Wien auf der ESC-Stage vorstellen? Wie gefällt Euch der Track ganz persönlich?



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150 Comments
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TobiasH.
TobiasH.
4 Monate zuvor

Wie immer sind das alles Songs für den Deutschen Markt..Seichte Pop Musik ist anscheinend beliebt.

Man glaubt wahrscheinlich eh nicht an einen Erfolg beim ESC ansonsten kann ich mir diese Auswahl nicht erklären.