Das Maassilo wird der EuroClub beim ESC 2020 in Rotterdam

Das Maassilo in Rotterdam wird im Mai die offizielle Partylocation für den Eurovision Song Contest 2020. Das wurde heute von den Organisatoren der Veranstaltung bekanntgegeben. Damit befindet sich der EuroClub kaum mehr als einen Kilometer vom Austragungsort des Wettbewerbs, der Ahoy Arena, entfernt.

Bereits im Rahmen des Bewerbungsverfahrens um den Austragungsort war das Maassilo als Location des EuroClubs im Gespräch. So gesehen kommt die Entscheidung nicht überraschend. Dass kürzlich erst der ESC-Sieger Duncan Laurence dort einen ausverkauftes Konzert gegeben hat (Foto unten), ist aber Zufall.

Andererseits auch wieder nicht. Denn das Maassilo ist ein beliebter Veranstaltungsort für kulturelle Events von „5 bis 5.000 Menschen“ wie es auf der offiziellen Website heißt. Das Silo wurde ab 1906 gebaut und gehörte seinerzeit mit einem Fassungsvermögen von 20.000 Tonnen zu den größten Getreidesilos in Europa. Insgesamt wird es aus einem Komplex von drei Silos gebildet, die über einen Zeitraum von fünfzig Jahren am Maashaven Zuidzijde gebaut wurden.

2003 begann die Sanierung des alten Getreidesilos zu einer Event-Location. Im Mai 2004 wurde dann das Maassilo eröffnet. Bis Dezember 2006 war es die Heimat des Tanzclubs Now & Wow, der jeden Samstagabend einen Clubabend veranstaltete. Heute finden in den 15 Sälen unterschiedlichste Veranstaltungen statt – von Konzerten bis Konferenzen. Der große Saal hat dabei eine Fläche von 1.100 qm und fasst 2.000 Gäste.

Das sind optimale Voraussetzungen, um den unterschiedlichen Ansprüchen zu genügen, die an einen EuroClub gestellt werden. Hier werden vom 8. bis 16. Mai Menschen mit einer ESC-Akkreditierung wie Künstler, ihre Teams, Journalisten und andere VIPs zusammentreffen und hoffentlich auch gemeinsam feiern – natürlich auch nach dem Finale. Für Fans ist die Location nicht in erster Linie vorgesehen. Hier kann es aber Sonderregelungen geben, so dass wie in der Vergangenheit auch Fanclubmitglieder ggf. begrenzten Zutritt haben.

Mitte Dezember soll bekannt gegeben werden, wo das Eurovision Village im Stadtzentrum aufgebaut wird. Das wird ein Ort mit täglichem Programm für ein großes Publikum werden. Erfahrungsgemäß werden hier ESC-Teilnehmer, ehemalige Teilnehmer sowie nationale und regionale Künstler auftreten.



16 Kommentare

  1. Ich hoffe, dass auch die Fans mitfeiern dürfen; wie in Kiev. Da gab es kein extra Fancafé. Sonst wird ja der Club gar nicht richtig voll.
    In Tel Aviv gab es zu viele Clubs/Locations.
    Da wusste man gar nicht so richtig, wo denn nun am besten hin.

  2. Dese Bruchbude soll den EuroClub beherbergen? Die Organisatoren bekommen aber auch gar nichts auf die Reihe! Das Maassilo ist in meinen Augen ein Schandfleck und statt es zu sanieren, hätte man es besser plattmachen sollen. Hoffentlich macht die ESC-Gemeinde darum einen großen Bogen!

    • Abgerissen gehört vieles, aber doch nicht so ein geiles Industriedenkmal!
      Noch dazu wenn es so eine geniale Folgenutzung hat.
      Und die ESC -Gemeinde wird es lieben 😉

      • Das Maassilo als Industriedenkmal zu bezeichnen ist eine Beleidigung für die Locations, die sich dieses Gütesiegel wirklich verdient haben! Da versprühen die Deichtorhallen und die Großmarkthallen in Hamburg ja mehr Charme, von der Zeche Zollverein in Essenund dem Landschaftspark Duisburg-Nord sowie der Jahrhunderthalle in Bochum ganz zu schweigen!

  3. Ich finde die Location hat was durch dieses Industrial Flair. Um mal einen Gegenpunkt zu all jenen zu setzen, die anscheinend zu viele Horrorfilme gesehen haben. 😉

    • Der Herr Lotterdam ist allgemein recht grenzwertig. Seine Ansichten zu ethnischen oder religiösen Minderheiten möchte ich gar nicht erst hören – das hier geht ebenso unter die Gürtellinie und ist nicht witzig, weil es ja „nur“ um unsere niederländischen Freunde geht.

      • Ich sag es ja, Matty ist immer noch frustriert dass weder sein „Schatzi“ aus Russland noch sein „Schokohase“ aus Schweden den ESC gewonnen hat und meint noch ständig gegen die Niederlande rumzupöbeln.

        Aber ganz ehrlich?? Wegen solchen Kommentaren von beleidigten Leberwürsten gönne ich Duncan den Sieg noch mehr!!

      • Superschatzi, Laserboy ist Superschatzi – das Wording ist hier wichtig ;-).

      • @4porcelli

        Hauptsache du wusstest wen ich meine, hätte ihn ja auch als „Schmierlappen aus Russland“ bezeichnen können, dafür dass Matty Duncan ständig als „Winselhengst“ bezeichnet hat wäre dass die angemessene Stafe gewesen. 😉

      • Ich sag immer Putins Bitch Boy oder die russische Zarah Leander. Wobei „Scream“ eher spät-90er West End Resterampe war. Arcade fand ich persönlich auch öde, aber kann halt nicht alles Soldi sein ;-).

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