Deutsche Vorentscheidung 2020: Das denken die ESC-kompakt-Leser (2)

Schon kurz nach dem vorletzten Platz für Deutschland beim ESC 2019 haben wir von Euch viele Kommentare und E-Mails bekommen, was sich 2020 an der deutschen Vorentscheidung ändern muss, damit es im kommenden Jahr wieder bergauf geht. Einige dieser Ideen wollen wir in der nächsten Zeit hier auf dem Blog präsentieren.

Heute stellt ESC-kompakt-Leser Thomas Mayer (Thomas M) seine Idee für die deutsche Vorentscheidung 2020 vor.

Im Großen und Ganzen würde ich das Grundkonzept der letzten beiden Jahre beibehalten, aber an einigen Stellen modifizieren sowie neue Elemente einfügen wie z.B. zwei Halbfinale mit je 10 Songs, um dem Zuschauer eine breitere Palette an Songs liefern zu können.

Auch würde ich einen transparenteren Bewerbungsweg für sogenannte Concept Songs ermöglichen (die sich aber vorher dem Votum der Jurys in Gegenüberstellung mit den Songs aus dem SWC stellen müssen, um es in die Live-Shows zu schaffen), da ja bereits fertige Songs nicht unbedingt etwas schlechtes sein müssen. Dadurch würde sich in meinem Konzept auch das SWC verändern und der Workshop (zumindest in der Form der letzten beiden Jahre) entfallen.

Mein detaillierter Vorschlag sieht so aus:

I. Bewerbungsphase

  • (A): Bewerbung von Künstlern ohne eigenen Song mit YouTube Video
  • (B): Bewerbung von Songwritern/ Produzenten mit Song (ohne Sänger, nur Demo)

II. Vorauswahl der Bewerbungen

  • Aus (A) werden ca. 200 Bewerbungen vom NDR/ Experten vorselektiert
  • Aus (B) werden ca. 100 Bewerbungen vom NDR/ Experten vorselektiert (je nachdem wie viele Bewerbungen eingehen)

III. Erste Bewertungsrunde der Jury(s)

  • Bewertung der Bewerbungen aus (A) und (B) durch Eurovision Jury [und internationale Jury]
    ➔ Jeweils 20 Bewerbungen kommen weiter ins Songwriting-Camp

IV. Songwriting-Camp

  • Erster Teil [Ersetzt den Workshop]: Die 20 Songwriting-Teams aus (B) wählen aus den verbliebenden 20 Bewerbungen aus (A) ihre Favoriten für ihren jeweiligen Song
    ➔ Zusammentreffen + Arbeit an Songs
  • Zweiter Teil: Die 20 Bewerber aus (A) (bzw. alle jene, die das Angebot noch wahrnehmen wollen nach Teil 1) treffen auf internationale Songwriter/ Produzenten
    ➔ Songwriting-Camp wie bereits in den vergangenen beiden Jahren
  • Bewerber haben anschließend noch ca. 1-2 Monate Zeit max. zwei fertige Songs pro Bewerber einzureichen

V. Zweite Bewerbungsphase und Vorauswahl (läuft während den ca. 1-2 Monaten)

  • (C): Bewerbung von Künstlern mit fertigen/ bereits veröffentlichten Songs
    ➔ NDR/ Experten wählen max. 40 Songs (am besten äquivalent zur eingereichten Songanzahl nach Songwriting-Camp)

VI. Finale Bewertungsrunde der Jurys

  • Bewertung des Songpools (max. 80) durch Eurovision Jury und internationale Jury
    ➔ 20 Songs kommen in die Live-Shows
    ➔ Inszenierungen werden in Kooperation mit Hochschulen und/ oder Choreographen erarbeitet

VII. Zwei Halbfinale mit je 10 Songs (Studioproduktion, live auf ONE oder NDR)

  • Abstimmung: 50% Televoting, 50% internationale Jury (andere Besetzung als in den Bewertungsrunden)
    ➔ 5 Songs erreichen das Finale

VIII. Finale mit 10 Songs (Show in Halle, live in ARD)

  • Abstimmung: 50% Televoting, 50% internationale Jury (andere Besetzung als in den Halbfinals und Bewertungsrunden)
    ➔ Gewinner fährt zum Eurovision Song Contest 2020

Was haltet ihr von diesem Vorschlag?

Bislang erschienen:

Deutsche Vorentscheidung 2020: Jetzt keine Panik!
Deutsche Vorentscheidung 2020: Das denken die ESC-kompakt-Leser (1)



64 Kommentare

  1. Ich möchte das Panel in den Live Shows behalten. Mir kam gerade die Idee das Studiopublikum als 4. Jury oder anstelle der int. Jury mit einzubeziehen.

    • Es hat mehrere Gründe wieso ich das Panel (und auch die selben Mitglieder der internationalen aus den Vorrunden) mitabstimmen lassen würde:
      1.) Die Jurys haben, wie ich finde, bereits genug Entscheidungsmacht, wenn sie die 20 Songs für die Live-Shows auswählen dürfen
      2.) Die Jury (gerade die Hardcore-ESC-Fans) sind wenn sie so einen langen Prozess innerhalb einer Jury begleiten zu voreingenommen den Songs gegenüber wenn es dann an die Bewertung der Live-Auftritte geht
      3.) Aus rein organisatorischer Sicht ist es schwierig 100 Jury-Mitglieder zu 3 Terminen anzukarren und es ist mit hohen Kosten verbunden

      • Bei allen 3 Punkten volle Zustimmung!

        Mir gefällt Dein Konzept sehr gut, insbesondere die Punkte V bis VIII. Bei V würde ich allerdings bereits veröffentlichte Songs ausschließen.

    • Tolle Ideen hier, aber ich glaube solange das korrupte unfähige Schreiber Team vom NDR am Ruder ist, wird sich kein ernst zu nehmender Künstler bewerben. Wir sind doch nicht vorletzte in Tel Aviv geworden, weil das Verfahren schlecht war, sondern weil Schreiber und sein Team es völlig willkürlich geändert und manipuliert haben. Einiges davon ist ja schon öffentlich geworden

    • Ich finde das alles,Pardon, sehr statisch. Lieder kann man nicht planen und sie sollten auch nicht geplant werden.jeder sollte aus jeder Sparte Lieder einreichen sollen. So ist der Kreativität wieder Freiheit gegeben…einfach unverkrampft sein.
      Jeder Radio Sender, sei es Pop Hip Hop Schlager Rock spielt in kurzen Sequenzen eine Woche lang pro Tag 10-20 Songs und jeder Sender kürt dabei seinen Favorit. Dieser Favorit kommt in vorentscheidungsshows die besten ins Finale der Rest entscheidet nur der Zuschauer weil die Profis nur nach ihrem Geschmack abstimmen
      Kein Konzept ist sicher, aber Musik sollte frei sein und jeder hat ein Recht auf eine Chance

    • Hi also ich finde auch , dass man das Publikum entscheiden lassen sollte wer weiterkommt.

      Also Deutschland hat so viele gute Sänger, warum macht man nicht wahlen nach Genre, Gruppen und Duetten?

      Deutschland hat so gute Sänger Jennifer Rostock, Silbermond, frida Gold, Rammstein, Adoro, helene Fischer, ayman, xavier naidoo,

      • Nehmt meine Tochter und wir gewinnen Denn Gewinnerinnen machen keine Gefangenen
        Nicht labern, machen
        Die Bosse von NDR haben eh keine Ahnung
        Sonst hätten wir längst einen Erfolg

  2. Sehr durchdacht und ausgefeilt. Finde ich super. Allerdings noch zwei Anmerkungen:
    1. Sind die Künstler aus V nicht zwangsläufig bekannter, wenn sie schon fertige Songs haben? Haben die dann nicht einen Vorteil ggü. den SWC-Leuten, weil Fanbase vorhanden? Finde das durchaus gut, aber würde eine entweder-oder-Option bevorzugen.
    2. Warum mit dem Finale in eine Halle? Ich glaube es macht nicht viel her, ob Studio oder Halle. Auch hier würde ich auch aufgrund des finanziellen Aspekts sagen: Entweder oder! Bei zwei verschiedenen Bühnen muss man auch wieder zwei Inszenierungen konzeptionieren, was zusätzlich kostet.
    Ansonsten super Konzept, was vieles der Kritik einbezieht, die dieses Jahr aufkam. Wichtig finde ich auch immer Fristen zu setzen, die absolut gelten, damit nicht wieder mitten in Phase V eine Bewerber aus Phase III noch mit rein soll, weil er ach so toll ist (in diesem Jahr der Song der SIsters), sowas wird einfach abgenickt ohne es wirklich zu bewerten

    • Zu 1.) Der Weg über (A) steht bekannten Künstlern ebenso offen und bei (C) muss das ja auch nicht zwangsläufig der Fall sein. Dass es ein Vorteil ist bekannt zu sein halte ich eh für ein Gerücht, siehe Unheilig, Santiano, Scooter etc.

      Zu 2.) Natürlich kann man auch alle 3 Shows in einer Halle machen, aber ich bezweifle stark, dass man das tun wird, deshalb zumindest das Finale in der Halle
      Das mit den 2 verschiedenen Bühnen finde ich sogar ganz gut in Bezug auf die Inszenierung, so ist man gezwungen nach dem Halbfinale das ganze nochmal zu überdenken und zu adaptieren an eine größere Bühne.
      Außerdem schaffen das mit unterschiedlichen Austragungsorten auch andere Länder wie Schweden, Island, Estland, Litauen 2018 oder Rumänien

      Aber gerade bei Punkt 2 war ich mir bewusst, dass auch der NDR das womöglich ablehnen könnte (wie auch die Halbfinale generell)

      Vielen Dank für deine Kritik! 🙂

      • Der Vorteil, bekannt zu sein, hängt immer vom Modus ab.

        Ich meine, es wurde mal gesagt, dass es beim Vorentscheid 2014 in jeder Abstimmungsrunde einen anderen Sieger gab. In der ersten mutmaßlich Santiano, in der zweiten zwingend Unheilig und erst im finalen Duell konnten sich Elaiza-Fans und Unheilig-Gegner (da gab es durchaus einige) gegen die Unheilig-Fans durchsetzen.

        Und im Falle von Scooter hatten wir letztendlich eine Entscheidung aus bekannter Name (Scooter) gegen aktueller Hype (Max durch Raabs Castingshow).

        Andererseits konnte sich 2013 der bekannte Name Cascada im Televoting gegen die eher regional bekannten LaBrassBanda durchsetzen. 2015 war Kümmert auch bekannter als Ann-Sophie und 2016 war Jamie-Lee die frische The-Voice-Siegerin.

      • Ich denke genau das bestätigt die Favoritenrolle der bekanntem Acts: Cascada, bekannteste, gewinnen das ganze in einer Runde.
        Santiano, einer der bekannteren, spezielle Musik, gewinnen die erste Runde, dann kommt Unheilig, mehr Mainstream als Santiano, Anrufer ausgeschiedener Acts rufen also für Unheilig an, es gewinnt: Elaiza, weil unbekannteste, die im Superfinale Stimmen von enttäuschten Anti-Unheilig-Fans bekommen.
        Nur Kümmert konnte sich wegen einem wirklich guten Song durchsetzen, wie’s weitergeht, wissen wir leider alle…
        Ich denke in einer oder der ersten Wertungsrunde ist der bekannteste Act bevorzugt gegenüber unbekannteren.

      • Das Problem mit der Fanbase wird man immer haben, wenn man eine offene Bewerbungsphase hat. Auch über den Weg (A) kann sich ein bekannter Künstler bewerben, es ist also kein spezifisches Problem von (C).
        Man müsste schon ausschließlich mit No-Names arbeiten, damit dieser Faktor ganz außen vor ist und selbst dann bildet sich früher oder später eine Fanbase.

        Außerdem war (C) eher als Weg gedacht, z.B. auch Bands oder Singer/ Songwriter mit in den VE zu bekommen, da sich diese wohl eher weniger über (A) bewerben, wenn sie eigene Songs schreiben.

  3. Ich finde den Vorschlag super. Allerdings würde ich bevorzugen, wenn die Radiosender viel mehr mit einbezogen würden. Also die vorgeschlagenen Halbfinals (und die gesamte Phase bis dahin) von den Öffentlich-Rechtlichen Radiosendern gesendet/kommentiert/begleitet werden. Damit würde ein viel größere Reichweite erzielt werden und auch im Ausland lebende Deutsche (die dort viel deutsches Radio streamen) viel besser erreicht werden als mit ONE oder NDR TV. Ich finde es schon seit Jahren sehr enttäuschend, dass der NDR es nicht hinbekommt, dass die Radiosender aktiv mitmachen und für mehr Popularität der deutschen Kandidaten sorgen. Vielleicht sollte sogar der gesamte Deutsche Vorentscheid in die Hände der Radiomacher gelegt werden und nur die Live-Show (also das Finale) in Kooperation mit ARD organisiert werden. An der Einslive-Krone Veranstaltung sieht man ja, dass Radiomacher so etwas können.

    • Danke 🙂

      Ich würde auch gerne sehen, dass man die Radiosender stärker einbindet. Z.B. bei der Vorauswahl der Bewerbungen würde ich das definitiv sehr gut finden, wenn man dort auch Vertreter der Radio-Sender miteinbezieht

  4. Gute Idee – Nach den Erfahrungen der letzen Jahre kann ich mir beim NDR aber nicht mehr vorstellen, dass sie mehrere (TV-)Shows machen werden – maximal eine Online- oder Radio-Vorrunde. Dann sollten aber mehr Titel zur Auswahl stehen und mindestens 12 Titel im Finale auftreten. Bei der Jury muss man dann auch besser darauf achten, dass keine Kontakte zwischen den Mitgliedern und den Acts bestehen.

    • Danke! 🙂

      Ja leider wird man sich nicht trauen zusätzlich 2 Halbfinale zu veranstalten

      Bei der Jury bin ich definitiv bei dir, deshalb sollte man die Jury auch von Vorrunde zu Halbfinale und dann nochmal von Halbfinale zu Finale austauschen, so hat man auch die Möglichkeit zu justieren und kann sich darauf berufen, dass zb Johannes Strate ja bereits in der Jury während der Vorrunden vorgesehen war

  5. Ein wirklich toller Vorschlag – durchdacht und konsequent die Schwachstellen der letzten Konzepte umgangen. Ein Finale mit der ganz eigenen Atmosphäre in einer Halle würde ich super finden, vor allem mit Blick auf die tatsächliche Performance in den Niederlanden. Ich fürchte zwar leider, dass es an Mut & Geld mangeln wird, dieses Konzept umzusetzen; mir persönlich würde es aber sehr gut gefallen.

  6. Mein erster Eindruck: so wird es sehr teuer und den Fehler von 2019 ist nicht behoben, da in diesen Vorschlag es noch eine zweite Bewerbungsphase gibt mit fertigen Songs. Das ist eine offene Hintertür für Schubladensongs.

    Ebenfalls ein Kostenpunkt: SWC. Was bringt das? Es gibt Musikhochschulen, es gibt Talentenshows, es gibt bei dir drei Wege um sich zu bewerben. Ein SWC bietet vor allen Verschlimmbesserungschancen.

    Dafür vermisse ich bei dir mehr Zeit um den Auftritt zu gestalten. Performance ist eine anerkannte Schwachstelle und um alle Kandidaten gleiche Chancen zu gewähren, wäre ein Auftritt-Übungs-Camp richtig.

    Die Idee auch den Vorentscheid zu dehnen auf 3 Sendungen ist gut. Alles beim ARD, schließlich wird den ESC-Finale auch dort gesendet und eine Vorentscheidungswoche im Ersten generiert Aufmerksamkeit.

    Sorry, ich sehe dass du dir über jedem Schritt Gedanken gemacht hast, das ist gut, aber dein Endergebnis wirkt auf mich sehr bürokratisch und zeitaufwendig. Zugleich gut – die Vielfalt an Ideen ist groß.

    • Wieso sollten fertige Songs zwingend schlechter sein als Songs, die in einem SWC entstanden sind?
      Das neue Element ist ja, dass die Jurys die 20 Beiträge bestimmen, die überhaupt erst in die Live-Shows kommen und das ist, finde ich, ein zentraler Fehler der letzten Jahre.

      Das SWC ist in meinem Konzept hauptsächlich ein erstes organisiertes Zusammentreffen um Kontakte zu knüpfen, nicht umsonst soll es danach noch ausreichend Zeit geben bis die Songs eingereicht werden müssen.
      Und wenn du primär über Kosten sprichst, solltest du dich wohl direkt für eine interne Auswahl aussprechen, da das die günstigste Variante ist.

      Wenn frühzeitig mit Bewerbungen etc. begonnen wird, bleibt am Ende auch noch ausreichend Zeit eine passende Performance in Kooperation mit Musikhochschulen und/ oder Choreographen zu erarbeiten. Aber insgesamt stimme ich dir zu, dass der Auftritt der zentrale Punkt für die schlechten Platzierungen in den letzten Jahren (2018 ausgenommen) war.

      Dass alle 3 Shows bei der ARD laufen, wäre mir natürlich auch lieber, aber halte ich für unwahrscheinlich in Anbetracht Dessen, dass man nicht einmal die ESC Halbfinals in der ARD zeigt.

      Vielen Dank für deine Kritik! 🙂

      • * lach * Tatsächlich bin ich eher für einen internen Vorentscheidung. Aber hier geht es um deine Ideen.

        Wer bewirbt sich ohne Song? Im Grunde niemanden. Text und Melodie sind da. In deiner Angehensweise bereits mehrmals beurteilt bevor die Stufe ‚SWC‘ erreicht wird. Also gibt es bereits viele fertige Songs, die ausreichend Qualität haben um weiter zu kommen. Da braucht man nichts neues mehr zu schreiben.

      • – „Wer bewirbt sich ohne Song?“

        Viele wie man immer wieder sieht beim deutschen VE wenn es eine offene Bewerbungsphase gibt oder auch bei 1in360 für San Marino 2018 gesehen hat. Das Ganze ist ja nicht ausschließlich bekannten Interpreten vorbehalten.

        – „Also gibt es bereits viele fertige Songs, die ausreichend Qualität haben um weiter zu kommen. Da braucht man nichts neues mehr zu schreiben.“

        Richtig, die gibt es und deshalb steht es den Interpreten aus (A) auch frei, ob sie überhaupt am zweiten Teil teilnehmen wollen. Trotzdem sollte man das ganze nicht darauf reduzieren, da es auch viele Künstler gibt, die sich nicht in einen vorgefertigen Song pressen lassen
        Somit ist ja nicht sicher, ob diese 20 Interpreten aus (A) alle einen passenden Song aus den 20 Songs aus (B) finden können, weshalb man ihnen auch die Chance geben sollte in Kooperation mit bekannten und erfahrenen Songwritern und Produzenten einen völlig neuen Song zu schreiben (z.B. You Let Me Walk Alone 2018).

  7. Ich bin noch ein bisschen verwirrt wegen des Songwritingcamps in deinem Plan.
    Was passiert, wenn zwei Teams den gleichen Bewerber wollen? Was passiert mit dem Song, mit dem sich das Songwriting-Team beworben hat? Wofür genau ist eigentlich dieser erste Teil genau?
    Fragen über Fragen 😉😦

    Außerdem könnten doch nach deinem Konzept manche Interpreten mit mehreren Liedern antreten, manche dagegen mit keinem, oder? Ich weiß nicht, ob das erstrebenswert ist, weil das gefühlt die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz sinken lassen würde.

    Wie dem auch sei, auf jeden Fall ist das ein sehr guter Vorschlag, mit zwar wahrscheinlich sehr hohem Aufwand, aber doch hoffentlich einigen Perlen als Entlohnung und dein Vorschlag scheint ja allgemein gut anzukommen, Kann man hier doch wesentlich mehr positive Rückmeldungen als bei mir lesen. 😉😇

    • Am Ende liegt es am Interpreten mit welchen Songs man sich bewirbt und theoretisch ist es möglich, dass 2 Teams den gleichen Interpreten bekommen, wenn dieser sich für diese 2 Songs entscheidet.

      Wenn sich kein Interpret aus (A) für eine oder mehrere Bewerbung aus (B) findet, sind diese zunächst raus, hätten aber die Möglichkeit, wenn sie frühzeitig erkennen, dass kein passender Künstler dabei ist und doch noch einen anderen Künstler finden, sich noch über (C) zu bewerben, aber das müsste alles in Eigenregie passieren.

      Der erste Teil des SWC ist in erster Linie ein organisiertes Zusammentreffen, bei dem beide Parteien die Möglichkeit haben sich kennen zu lernen und erste Eindrücke von den Songs bzw. den Künstlern zu bekommen.

      Theoretisch könnte ein Interpret mit 2 Songs weiterkommen ja, aber finde ich ehrlich gesagt nicht schlimm, da ja am Ende der Song das wichtigste sein sollte. Man könnte hier aber auch einführen, dass nur ein Song pro Interpret weiterkommt, was nicht erstrebenswert wäre… liegt aber am Ende an der Umsetzung
      Und dass der ein oder andere von den 20 rausfällt finde ich ehrlich gesagt nicht schlimm, da es nun mal eine Vorrunde ist.

    • @Lucius: kopf Hoch. Dein Nachteil: du warst der erste, dessen Vorschlag als Artikel erschien. Da mussten noch einige Leser umschalten von Frustbewältigung auf positives Denken für 2020 😉

  8. Also ich habe auch einen Vorschlag zu machen. Ich finde man sollte sich 4 Kategorien machen. 1. Männer (Einzelkünstler), 2. Frauen (Einzelkünstler), 3. Gruppen, 4. Duette. Mögliche Kandidaten müssen sich schon mit einem fertigen Song bewerben. Aus den Einreichungen siebt dann ein Panel jeweils 10 Kandidaten pro Kategorie aus. Die verbleibenden 40 Kandidaten werden dann einer Jury vorgestellt. Die besten 20 werden dann in zwei Halbfinals vorgestellt. Die Halbfinals stelle ich mir so vor, das zwei Acts aus der gleichen Kategorie gegeneinander singen, am Ende entscheidet das Publikum und eine Jury wer ins Finale kommt. So das am Ende je 2 Acts pro Kategorie im Finale sind. Keinerlei Vorgaben über Stil oder Sprache der jeweiligen Lieder. Deutsch als Liedsprache ist nicht vorgeschrieben, aber auch kein Hinderungsgrund. Am Ende entscheidet auch eine internationale Jury und das Televoting über den Sieger. Bei Punktgleichheit zählt das Televotingergebnis.

  9. Niemand, aber auch wirklich absolut niemand braucht ein Songwritingcamp. Nicht hier, nicht irgendwo. Zeit- und Geldverschwendung. Halbfinals in einem Land, in dem das Interesse gegen null tendiert kann man auch sein lassen, am Ende zeigt der NDR das mittwoch nachts um 23 Uhr auf ONE oder Phoenix… 10 Lieder von bekannten Interpreten wie 2004 oder 2013 oder ein Interpret, der intern bestimmt wird und mehrere Lieder vorträgt, wie in Finnland in den letzten jahren zum Beispiel, dann gleiches Votingsystem wie beim ESC (Wichtig!) und fertig ist der Lack. Entweder ein Lied zündet oder nicht. Das kann kein Songwritingcamp der Welt vorhersehen oder herausarbeiten.

  10. Ist ja schön, dass hier Leute so ihr Wunschdenken in der Blase blubbern lassen aber verkopfter Mist bleibt verkopfter Mist, egal, wie oft ich den umwälze. Diese Art von Rechnung steckt voller nicht einkalkulierter Wirte, die mit den fettesten Stiften verstecken sich allein schon in den Modi Bewerbung und Vorselektion.
    Deren Fehler sollte man denen unter die Nase reiben, mal analytisch vorgehen und Tacheles reden und ein paar Meter auf der investigativen Schiene von denen, die’s könnten, wären auch nicht verkehrt.
    Sonst wird sich erst recht nichts ändern.

    • Deine Metaphern sind eine klasse lyrische Leistung, hat aber nichts mit Tacheles reden zu tun so wie du es ja forderst.

      Benenne doch die „Wirte“ und schlag selber ein Konzept vor, in dem diese „Wirte“ nichts mehr zu sagen haben

      • Auf deinen Schenkelklopfer kann ich nur mit einer neuen Metapher antworten. „Die“ werden niemals den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Oder die Tür zufallen lassen, in der sie den Fuß haben. Ich erspare dir weitere Desillusionierungen, aber ich kenne fürwahr ganz andere Vorschäge, die an den NDR herangetragen worden sind…

  11. Das SWC verstehe ich in meinem Konzept eher als organisiertes erstes Zusammentreffen für Interpreten und Songwriter und nicht als Ort an dem fertige ESC-Hits entstehen. Dafür steht die Zeit nach dem SWC zur Verfügung, in der Ideen ausgearbeitet werden können.

    Ich stimme ja zu, dass in einem SWC mit begrenzter Zeit kaum ein Erfolgssong entsteht, weshalb ich ja die Möglichkeiten (B), (C) und eine ausreichende Zeit nach dem SWC eingebaut habe.

    Sich rein auf bekannte Interpreten zu reduzieren führt aber auch wiederum dazu, dass gerne mal B-Ware der Plattenfirmen (mit denen man dann ja wieder zwangsläufig zusammenarbeiten muss) dargeboten wird oder Interpreten auf dem absteigenden Ast, die mal wieder Publicity brauchen im Line-Up stehen.
    Wenn dann würde ich verstehen die Schritte I. bis IV wegzulassen und sich rein auf die fertigen Songs zu konzentrieren und dann mehr von diesen der Eurovision-Jury sowie der internationalen Jury zur Bewertung vorzulegen.

    Sich auf einen Künstler zu reduzieren (wie in Finnland) halte ich allerdings für falsch, da die dargebotenen Songs immer auf einen gewissen Stil reduziert sind, was ich zu einseitig finde. Außerdem zeigt Finnland eindeutig, dass dies keinen Erfolg bringt

    Vielen Dank für die Kritik!

  12. Der Vorschlag hat Hand und Fuß, aber mir wäre es am liebsten, wenn sich nur Künstler mir fertigen Liedern bewerben könnten.

    • Wäre recht einfach, indem man die Schritte I. bis IV. weglässt und die Jurys nur die fertigen Songs bewerten lässt

      Fände ich auch okay

      • Und jetzt noch bei V. die „bereits veröffentlichten Songs“ verbieten, dann ist das die für mich perfekte VE!

        Wobei ich auch nichts gegen I. bis IV. in deutlich reduzierter Form hätte, es soll ruhig irgendwie die Möglichkeit bestehen, dass ein Komponist und ein Interpret über den NDR zusammenfinden, die „Norm“ sollten m.E. aber „fertige Interpreten-Song-Pakete“, also V. sein.

  13. Drei Schönheitsfehler:
    1. Der NDR hat die Federführung bei den ersten beiden Runden der Vorauswahl, dh überproportional viel Konsens, und schlimmer noch: vorkategorisierte Musik, wird zugelassen.

    2. Mehr Einfluss durch die Radiosender wird Formatradioware produzieren. Das ist eine Verschlimmbesserung vorprogrammiert.

    3. Das Eurovision-Panel darf zwar in der Vorauswahl mitmischen, wird aber am Ende dem TV-Zuschauer untergeordnet. Damit wird das einzige richtige, originäre Element geopfert, und man erhält wieder eher Konsensware als inspirierende Musik.

    Des Weiteren wäre es ein grosser Fehler, bestellter Schubladenware ein Forum zu bieten, s. Punkt V, und damit dem NDR jede Option erhält, einen gewünschten Beitrag zu lancieren. Auch das birgt die sehr grosse Gefahr von Langweilermusik. Deja vu.

    Fazit: Interessanter Ansatz mit der sehr grossen Versuchung des bereits im Ansatz programmatisch gescheiterten Beitrag.

    • Zu 1.) + 2.)
      Naja, es braucht einfach jemanden der eine gewisse Vorselektion trifft, denn du kannst ja nicht alles was eingereicht wird den Jurys vorlegen, das wäre einfach zu viel
      Dass man dazu Radiomacher miteinbezieht ist nur ein Vorschlag. Wie würdest du denn eine Vorselektion gestalten?

      Zu 3.)
      Nicht wirklich, da den Jurys eine viel entscheidendere Aufgabe zukommt, nämlich auszuwählen welche Songs überhaupt die Live Shows erreichen.
      Wie bei Trakol schon beantwortet ist meiner Meinung nach eine Eurovision Jury, die den Vorauswahlprozess begleitet hat, zu Voreingenommen den Songs gegenüber und außerdem ist es organisatorisch ziemlich schwierig 100 Mitglieder zu 3 Shows zu karren.

      Meine Meinung ist einfach, dass die Eurovision Jury ein sehr gutes Instrument ist bereits im Vorfeld eine ausreichend gute Vorauswahl an Songs für die Live-Shows zu treffen

      • Hallo Thomas,

        Zu Deinen Punkten:

        1./2.: Prinzipiell richtig, dass jemand bzw. Irgendjemand die Vorauswahl machen muss. Dem NDR traue ich es nicht zu, die Perlen zu entdecken und zuzulassen, da greifen andere Kriterien eher, die dazu führen, dass die gewünschte musikalische Variation sehr eng interpretiert würde, Stichwort: safe choice.

        Wen ich fragen würde: Die ESC-Fans einerseits sowie das Eurovision Panel andererseits, das dämmt zumindest the safe choice etwas mehr ein als rein beim NDR oder den Radiosendern.

        3. Da darf ich Dir widersprechen: das Eurovision Panel ist nicht voreingenommen, es ist per definitionem repräsentativ (wenn gut rekrutiert) bezogen auf das Votingverhalten beim Grand Finale. Ergo, wichtiger als der deutsche TV-Zuschauer.
        Und seine Kompetenz (des Panels) auf die Zwischenauswahl zu beschränken, ist fatal: das Panel soll also die (begrenzte) Vorauswahl des NDR abnicken, und dann an den normierten TV-Zuschauer übergeben. Das ist kontraproduktiv und am Ziel vorbei. Richtig fatal.

        Ich stimme Dir zu: das Eurovision Panel ist richtig und wichtig, aber es nicht von Anfang an und bis zum Schluss dabei zu haben, ist, mit Erlaub, zu kurz gedacht und wird nichts an dem grundsätzlichen Vorbehalt dem NDR gegenüber ändern. Dieselben Fehler werden sich wiederholen: die Beschränkung bei der Auswahl der Lieder und dem Schleifen der verbliebenen auf Massenkompatibilität bis zum VE.
        Die von Dir angesprochene logistische Komplexität lässt sich lösen.

        Ich frage mich immer, warum Lieder wie Island, Slowenien (beide 2019), Moldau (2018/2017), Norwegen (2013), Österreich (2014) usw usf. in Deutschland nie und nimmer möglich sind. Wenn ich das verstanden habe, dann weiss ich wie und wo ich suchen muss, um die Aussätzer aus zB. 2016/2017/Grossteil von 2018 und 2019 zu vermeiden.
        Der Schlüssel ist und bleibt die Vorauswahl.

      • 1./2.: Du kannst nicht alle Bewerbungen dem Panel vorlegen, das ist zeitlich viel zu aufwendig. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn gar keine Vorauswahl stattfinden müsste und dann das Panel (mit der internationalen Jury) die Bewerbungen von Beginn an aussortiert, aber wie gesagt, das wird nicht funktionieren und lieber so als einen VE bei dem man 10-12 Songs einfach so vorgesetzt bekommt

        3.: das ist die reine Statistik, aber wir haben hier mit Menschen zu tun und Hardcore-Fans springen gerne mal auf einen Hype auf und sind somit voreingenommen wenn es an die Bewertung von Live-Auftritten geht. Auch ist problematisch, dass sich diese 100 Mitglieder über die Zeit von 3 Shows untereinander absprechen könnten bzw. gegenseitig beeinflussen.
        Und nein das Panel nickt nicht eine begrenzte Vorauswahl des NDR ab, wenn man aus 200, 20 Interpreten auswählt, aus 100 Demosongs 20 Songs und schlussendlich aus 80, 20 Songs die die Liveshows erreichen. Das letzte Wort haben also die Jurys.

        Außerdem kann man gerne die Zahlen aufstocken, aber das liegt 1.) an der Gesamtzahl an Bewerbungen, 2.) dem Zeitbudget und 3.) den Kosten… aber hier brauchts konkrete Erfashrungswerte was ein Panel so schafft zu bewerten in einem gesunden Maße.

    • Bei III würde die Jurys also aus Stimmen mit bereits bekannten (Chart)Songs und Demo/Instrumentalversionen wählen, wenn ich das richtig verstehe.
      Finde ich schon schwierig und sehr anspruchsvoll.
      Da finde ich das jetzige Verfahren schon besser, da da bereits fertige Kombinationen am Ende des SWC stehen.

      Punkt V kann der NDR parallel durchführen und dann gemeinsam mit den anderen Songs dem Eurovisions-Panel zur Auswahl stellen.
      Hauptproblem dieses Jahr war doch, das S!sters nachträglich per Wildcard vom NDR reingeschoben wurden und der NDR sein Konzept der Chanchengleichheit ad absurdum geführt hat.

      VI Das Eurovisions-Panel bekommt die bis hierhin ausgewählten Songs in finaler Version als Audiodatei zur Abstimmung. Am besten in anonymisierter Version ohne Namen eines am Song Beteiligten zu erfahren. Damit zählt nur Song und Stimme.

      Wenn daraus genug Titel für 2 Semis rauskommen, wäre das Klasse.
      Ansonsten 10 bis 15 Songs für eine Finalshow.

      VII /VIII
      Die Ergebnis setzt sich aus Televote, Eurovisions-Panel und Internationaler Jury zusammen.
      Keine Deutsche Jury, den Part hat das Televoting inne.
      Das Panel kann bleiben da es ja auch erst hier erfährt, wer es bis ins (Semi)Finale geschafft hat und wer die Songs interpretiert. Dadurch wird sich das Abstimmungsverhalten durchaus ändern.
      Bei den Jurys muss zwingend darauf geachtet werden, das niemand in Bezug zu den im Wettbewerb stehenden Künstlern/Komponisten steht.

      Und dann muss man noch hoffen, das der NDR/die ARD den Sieger unterstützt und entsprechend promoted, sowie die Möglichkeit und Mittel für ein gelungenes Staging im ESC Finale gibt.
      Und nicht wie dieses Jahr, nach dem das Wunschlied ULFI gewonnen hat, auf Grund der allgemeinen Reaktion den Glauben an das Projekt verliert und verhungern lässt.

  14. Die einfachste und kostengünstigste variante…..der ndr delegiert die entscheidung an die esc-kompakt leser, kommentatoren und blogger.

  15. @Thomas Mayer

    Irgendwie seltsam:
    Du siehst kein Problem da drin, dem NDR die alleinige Vorauswahl zu gewähren und dann darf ein Panel daraus den vermeintlichen Gewinner selektieren.
    Nur leider wird durch die Vorauswahl des NDR der Erwartungshorizont enger gemacht.
    Gleichzeitig traust Du Dich nicht, dem Panel die Kompetenz zuzusprechen, die der NDR nachweislich nicht hat und diskreditierst es fast noch, Stichwörter: hysterisch und Absprache.

    Der Schlüssel bleibt die Vorauswahl: Musik, die international nicht konkurrenzfähig ist findet der NDR zuhauf, alles andere landet noch nicht mal in den 200, aber ich wiederhole mich….

    Meine Kristallkugel: Dein Vorschlag hat das starke Potenzial des Rohrkrepierers, mit vorhersehbarem Ergebnis, da eine der entscheidendes Stellschrauben nicht angegangen wird. Ergebnis: More of the same. Next.

    • Wenigstens hat sich Thomas M. Gedanken gemacht, außer das du seinen Vorschlag niedermachst, kam von dir nicht viel.

      • cars10 brennt mindestens genauso für den ESC wie TM, das sieht man doch. Er kommt halt aus ner anderen Ecke und macht auch nichts nieder, sondern versucht ihm nur die Augen zu öffnen.
        Der NDR hat momentan eh andere Sorgen. Man hat den teuersten VE ever fabriziert, wollte über die Platzierung kommen und die Kiste verankern, hat kollektiv versagt, weil niemand den Blindgänger erkannt, dafür aber hochgejubelt hat und wird sich die fürchterliche Unbill wie immer nicht erklären können. Möglicherweise hat man auch schon vertragliche Bindungen für nächstes Jahr an der Backe. An einen Plan B in der Hinterhand glaube ich nicht, eher daran, dass die wieder bei null anfangen, weil sie’s müssen. Dann mal frohes Schaffen…

      • @Kowalski
        Wieso sprichst du eigentlich so von oben herab mit mir?
        Wieso sprichst du mir die Kompetenz eine eigene legitime Meinung zu haben ab, indem du erzählst man müsse mir die Augen öffnen?

        Wir warten übrigens immer noch auf dein Tacheles reden und deinen Vorschlag….

      • Da der NDR hier sicher mitliest…

        Beratungsleistungen kann man gegen entsprechendes Honorar in Anspruch nehmen. Gute Ratschläge gibt‘s noch umsonst, ausgearbeitete Konzepte zur VE schon lange nicht mehr – zumal ich so etwas ziemlich exakt beruflich mache, wenn es um Innovationen und Entwicklung von Konzepten im Besonderen und Allgemeinen geht 😉.

    • 1.) Wo habe ich behauptet den NDR die alleinige Vorauswahl treffen zu lassen? Sowohl oben in der Idee (NDR/ Experten) hab ich immer wieder betont, dass ich es gut fände wenn man weitere Parteien wie z.B. Radiomacher miteinbezieht in die Vorauswahl, was dir ja auch nicht passt
      2.) Der NDR ist und bleibt der ESC verantwortliche Sender, man sollte sich mit den Tatsachen abfinden
      3.) Es MUSS eine Vorselektion vorgenommen werden, allein schon um ungültige Bewerbungen und bei Songs die Regeln zu checken und du bleibst immer noch eine Antwort auf die Frage schuldig, wer das sein soll, wenn nicht NDR oder Radiomacher

      Wie gesagt, die Eurovision Jury ist ein gutes Element für die Vorauswahl, aber bei 3 Live-Shows sehe ich es als keine gute Entscheidungskomponente. Wie willst du denn garantieren, dass keine Absprachen stattfindet oder die Votingpräferenzen aus den Halbfinals ausgetauscht werden?

      Wo ist denn dein Vorschlag? Das ESC-Kompakt Team würde sich sicher auch über einen Beitrag von dir freuen

      • Da der NDR hier sicher mitliest…

        Beratungsleistungen kann man gegen entsprechendes Honorar in Anspruch nehmen. Gute Ratschläge gibt‘s noch umsonst, ausgearbeitete Konzepte zur VE schon lange nicht mehr – zumal ich so etwas ziemlich exakt beruflich mache, wenn es um Innovationen und Entwicklung von Konzepten im Besonderen und Allgemeinen geht 😉.

  16. @TM Meinung und Engagement bleiben dir unbenommen. Wohl und Wehe des ESC in D liegen aber nicht ansatzweise in so vielen Händen, wie man Glauben machen möchte und deshalb ist dein Vorschlag für die Tonne. Es sei denn, er fände unzählige Anhänger und würde in Karten spielen, die momentan eh keiner kennt. Verzeih mir, dass mein Interesse an der Rolle des Sancho Panza damit hinreichend erschöpft ist…

    • @Kowalski: Tut mir leid, du kommst ziemlich arrogant rüber. Du hast noch keinen echten Vorschlag gemacht, willst aber den Vorschlag von Thomas M. in die Tonne treten. Eine Vorselektion muss einfach sein.

      Ich glaube bis wirklich Neuigkeiten zur VE 2020 kommt, wird es jetzt mindestens bis September dauern. Noch nicht mal ob der Bewerbungsprozess für das Panel abgebrochen oder fortgesetzt wird.

      • Junge, Junge… wenn du einfach mal zwischen den Zeilen liest, wirst du entdecken können, das die Tonne von anderer Seite gefüttert wird und nur der Herrgott und die Übeltäter selber wissen, was dort schon alles versenkt worden ist. Wenn ich mit meinen Mauken herumfuchtel, dann stets in Richtung deren breiter Hinterteile, in der selten dämlichen Hoffnung, dass irgendwann mal ein Wirkungstreffer dabei ist.

  17. Ich hätte mir auch noch ein Konzept ausgedacht.

    Also ich bin der Meinung das die ARD in den Radiostationen sehr viel Musikkompetenz hat. Ich wäre dafür das sich interessierte Acts bei ihren jeweiligen Radiostationen bewerben sollten. Diese Stationen wählen dann je 2 Acts aus den Bereichen Schlager, Pop, Rock und Hip Hop aus. Denn das sind die 4 erfolgreichsten Musikgenres in Deutschland. Nach dem die Auswahl abgeschlossen worden ist, wird es auf den jeweiligen Schlager, Pop und Jugendwellen Vorentscheide geben, in denen jeweils die besten 8 Songs pro Genre ausgesiebt werden. Jeweils die besten 8 Acts treten dann in Fernsehshows auf. Je ein Halbfinale für Schlager, Rock, Pop und Hiphop. Die ersten beiden jeweils kommen direkt ins Finale. Jeweils Platz 3 und 4 kriegen eine zweite Chance. Die dritten und viert Platzierten der Genreshows treten gegeneinander an (Schlageract vs Schlageract), die vier Sieger der Duelle kommt ins Finale. Am Ende steht dann die Finalshow in der es ein Jury und Televoting gibt. Bevor jetzt wieder rumgeheult wird, das man in Deutschland keine mehrteiligen Shows wegen der Quote machen kann, dem sei gesagt. 1. Für die ÖRs ist die Quote nicht ganz so wichtig, 2. mir gehts in erster Linie darum, das ein Song und ein Act gefunden wird,der international bestehen kann. Bei Italien und Schweden klappt das ja auch und bei Deutschland hat das mit den mehrteiligen Shows, jedenfalls was das Endergebnis betrifft, doch auch sehr gut funktioniert. Aus diesen Shows ist eine Lena und ein Roman Lob hervorgegangen. Und wie die abgeschnitten haben, weiß ja jeder.

    • Ich möchte behaupten, dass Schlager und Hip Hop eher selten bis gar nicht gut ankommen beim Esc. Man sollte im Auge behalten, dass Pop mit riesigem Abstand das beliebteste Genre beim Esc ist und ich es nicht gut finden würde, (gleichmäßig) nach Genre auszusieben statt nach Qualität (und *hust* „Kantigkeit“ *hust* ,so wie der NDR es immer sagt).

      • Am Ende soll die Jury und das Televoting entscheiden, welches Lied ihm am besten gefällt. Außerdem weiß man doch vorher nie, welche Musikrichtung ankommt. Ich finde man sollte grundsätzlich keine Musikrichtung ausschließen. Deshalb ja, auch Hip Hop und Schlager. Und wie bei allen Genres, gibt es dort auch gute wie schlechte Songs. Griechenland hat 2011 mit einem Hip Hop-Song immerhin einen 7. Platz erreicht. Mit den anderen Genres Pop und Rock kann man auch abschmieren, wenn die Lieder nicht gut genug sind.

  18. Ich bin etwas spät dran mit diesem Kommentar, leider konnte ich die letzten zwei Tage nicht ins Internet.

    Bei dem einen oder anderen User stelle ich einen doch sehr erstaunlichen Unfehlbarkeitsglauben fest, was die Kompetenz des ESC-Panels angeht (im Unterschied zum „normierten“ TV-Publikum oder zum NDR, der anscheinend nur langweilige „Konsensware“ auszuwählen vermag). Das klingt für mich doch ein wenig zu elitär. Thomas Mayer hat hier sehr überzeugende Gründe vorgebracht, warum er nicht alle Runden in die Hände dieses Panels geben will.

    @escfan05: Eine Vorfestlegung von vier Kategorien wäre nicht so mein Fall. Allerdings fände ich es durchaus schön, wenn Schlager auch mal eine Chance bekommen würden (und nicht NUR Mainstream-Pop), und gut, wenn es unbedingt sein muss, dann halt auch mal ein Rap- oder gar ein Rocktitel :-). Sollte es aber tatsächlich mal zu Deinem System mit vier Musikkategorien kommen, dann bitte unbedingt Rock durch Dance ersetzen!

    @Thomas M/Thomas Mayer: Wenn ich für diese Änderung Deines Namens (mit)verantwortlich sein sollte, tut es mir aufrichtig leid. Ich dachte eigentlich, dass zwischen „Thomas M“ und „Thomas M. (mit Punkt)“ eine gewisse Trennschärfe besteht (wobei escfan05s „Thomas M.“ andeutet, dass dem vielleicht doch nicht so ist). Nun ja, für mich wäre eine Verwechslung nicht so schlimm, da mir eigentlich alles, was ich bisher von Dir gelesen habe, sehr gut gefallen hat. Das heißt natürlich keineswegs, dass es umgekehrt genauso sein könnte; ich habe in meiner Anfangseuphorie ja schon ziemlich viel hier geschrieben, vielleicht auch manchmal etwas zu vorschnell (mein Vielschreiben der letzten Wochen kommt vielleicht auch aus einem gewissen Nachholbedürfnis, ich hatte dem OGAE-Forum lange nachgetrauert und gehofft, es würde irgendwann wieder auferstehen, dabei gab es viele Jahre diesen Prinz-Blog und ich habe nichts davon mitgekriegt!).

  19. Ich finde ganz tolle Ideen, mit Halbfinale und Finale… Denke, das ist besser… Meine Meinung, dass das Halbfinale und Finale soll Termine getrennt z.B. Dreimal hintereinander Freitag um 20.15 Uhr. Und nicht Halbfinale und Finale im selben Termin. Hoffe das diesmal klappt bei ESC 2020…

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