Deutschland: Peter Urban auch 2021 wieder ESC-Kommentator, Michael Schulte leider nicht dabei

Bild: NDR/Christian Spielmann

Es war „eine der wirklich überraschenden News“ der deutschen Präsentationsshow 2020 „Unser Lied für Rotterdam“: Die langjährige deutsche ESC-Stimme Peter Urban sollte den Eurovision Song Contest nun nicht mehr allein kommentieren, sondern gemeinsam mit dem ESC-Viertplatzierten von 2018 Michael Schulte. Solche Tandems sind in anderen Ländern bereits gang und gäbe, denn sie machen die Kommentare lockerer und lassen Raum, sich gegenseitig die Bälle zuzuspielen. Auch deutsche Sender setzen bei zahlreichen Sportveranstaltungen bereits auf diese Vorteile.

Die Kombination erscheint ja auch mit Blick auf die Besetzung sinnvoll: Peter Urban als langjähriger und erfahrener Kommentator mit ESC-Wissen und Radiostimme, Michael Schulte als vergleichsweise junger Mensch mit sehr aktueller ESC-Erfahrung. Dass die beiden gut harmonieren, durften sie schon bei „Unser Lied für Israel“ 2019 und im vergangenen Jahr bei der ESC-Ersatzshow „Eurovision Song Contest 2020 – das deutsche Finale live aus der Elbphilharmonie“ beweisen.

Doch nach der Corona-bedingten Absage des Eurovision Song Contest im vergangenen Jahr, wird es auch in diesem Jahr nichts mit der Feuertaufe des Duos Urban/Schulte unter Real-Bedingungen. Das wurde gestern über die sozialen Medien des offiziellen deutschen Eurovision-Accounts bekanntgegeben:

„Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen und der eingeschränkten Anzahl an Menschen, die vor Ort sein dürfen, geht eine Doppelmoderation von Peter Urban mit Michael Schulte in diesem Jahr leider nicht.“

Heißt also: Peter Urban übernimmt den Job in diesem Jahr wieder alleine, Michael muss aussetzen. Vielleicht klappt es dann im kommen Jahr ja endlich mit dem lang ersehnten Doppel-Kommentar. Peter Urban kommentiert den Eurovision Song Contest für die deutsche Übertragung mittlerweile schon seit 1997, lediglich 2009 musste er krankheitsbedingt aussetzen und wurde in diesem Jahr von Tim Frühling vertreten. Rotterdam wird also der 23. ESC des Kommentators werden.


99 Kommentare

  1. Sehr schade. Ich hatte mich schon auf die beiden gefreut. Aber ich hab Verständnis dafür und bin überzeugt das Peter Urban das wie gewohnt prima hinbekommt

  2. Sehr schade das Michael Schulte nicht mit kommentiert. Aber ich glaube Peter Urban wird das alleine schon stemmen. Hat er bisher ja auch. Hoffentlich kann dann Michael Schulte 2022 mit kommentieren.

    • Ich könnte mir gut vorstellen, dass Jendrik (falls er eine gute Platzierung für den NDR einfährt, also alles ab besser als Platz 20) 2022 mitkommentieren darf.

      • Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Die ARD will einen ruhigen Kommentator, da wäre Jendrik einfach zu aufgedreht.
        Deswegen denke ich wird es die nächsten Jahre das Duo Urban/Schulte geben und ab spätestens 2025 wird Michael komplett übernehmen.

      • Bloß nicht, lieber Michael Schulte und Peter Urban wird in den Ruhestand geschickt.

  3. Sehr schade, ich habe mich schon auf Michael als Co-Kommentator gefreut. Aber natürlich ist es verständlich angesichts der angespannten Infektionslage.

    • Ich hab mich auch schon sehr auf Micha gefreut. Die Moderation 2020 war einfach der Burner. Michael Schulte und Peter Urban hatten sich perfekt ergänzt.
      Die Begründung lasse ich nicht gelten: Bei so vielen Wintersportveranstaltungen war es kein Problem, dass die Kommentatoren nicht vor Ort waren, sondern aus einem Studio in Deutschland gesendet haben, aber beim ESC wäre das nicht möglich…?
      Es wäre technisch auch kein Problem gewesen, wenn Michael aus Hamburg zugeschaltet worden wäre und nur Urban in Rotterdam gewesen wäre – haben mittlerweile auch schon einige erfolgreich ausprobiert.
      Liebe ARD, seid doch bitte dann auch so ehrlich und kommuniziert, dass das Budget wegen Sparmaßnahmen nicht für einen Co-Moderator gereicht hat – oder man es nicht dafür ausgeben wollte…
      Das wird nämlich der wirkliche Grund sein.

  4. Ich habe noch nie verstanden, warum Peter Urban den ESC kommentiert. Alles, was er sagt, klingt auswendig gelernt, und sein Humor ist wirklich miserabel. Er ist ja sicherlich ein netter Kerl, aber wenn man jüngere Leute zum ESC bringen möchte, dann braucht man dringend mal eine Alternative.

  5. Schön. Ich mag seine unaufgeregte und ironische Art, auch wenn er fast alles von Zettelchen abliest, was dazu führt, dass seine Kommentare zu den Beiträgen in Semifinals und Finale identisch sind.
    Außerdem bekommen wir zumindest keinen OMG-Schreihals solange Peter Urban bleibt. Er ist unser Fels in der Brandung gegen die schrille Fernsehkultur des 21. Jahrhunderts.

    • Mir ist der Herr Urban auch sehr sympathisch, und seine Stimme finde ich sehr angenehm. Aber ich finde ja, dass ein Kommentator sich mit persönlichen Meinungen über die Künstler ein wenig zurückhalten sollte. Ich bin vielleicht etwas spießig, aber für mich bräuchte ein Kommentator einfach die Interpret-/innen vorstellen und einfach Infos über die betreffenden Länder geben. 🙂

      • Da stimme ich Dir vollumfänglich zu. Je weniger Kommentar beim ESC desto besser. 🙂

  6. Aufgrund der aktuellen Lage verständlich, aber dennoch schade.

    Finde allgemein dass Urban langsam in den Ruhestand gehört, konnte mit ihm noch nie viel anfangen und die letzten Jahre haben nichts daran geändert, im Gegenteil.

  7. Ich finde Peter Urban ist als Kommentator solide. Die übermäßige Kritik kann ich nicht verstehen, er macht seinen Job halt, mehr aber auch nicht. Ich finde, dass er manchmal zu emotionslos kommentiert, dass es so wirkt als sei er nicht mehr wirklich am ESC interessiert. Selten finde ich seine doch manchmal spitzen Bemerkungen etwas zu unpassend. Ich finde es aber gut, dass der NDR keinen aufgedrehten Kommentator da hinsetzt, da die Show selbst aufgedreht genug ist.
    Ich kann die Gründe für die „Absage“ Michael Schultes verstehen, finde es schade, aber dennoch stemmt Peter Urban das auch locker wieder alleine!

    • Ich mag gerade das, was Du „emotionslos“ nennst, sehr gerne. Selbst als Lena gewonnen hat, gab es kein Triumpfgeheul, sondern stille und leicht verwunderte Freude. Wenn ich mir einige Kommentatoren andere Länder anhöre, weiß ich wieder, was wir an Herrn Urban haben. Da wird sich lustig gemacht, in die Beiträge reingeredet etc. Ein Paradebeispiel für solch ungezogenes Benehmen ist die BBC. 🙁

      • Hi togravus ceterum, schön dich zu lesen.
        In Zukunft nutze ich ein x mehr. Aber leider dauert es einige Zeit das ich hier wieder aktiv werde was ich auch wirklich bedaure.Ich hatte auch kurz überlegt ob ich es hier überhaupt schreibe
        aber ich glaube da durch verstehst du mich ,da ich dich und deine Einträge sehr schätze und viele andere hier auch.
        Seit Sonntag ist ein familiäres Ereignis eingetreten,unerwartet und tragisch das nun die nächsten Wochen meine volle Unterstützung braucht. So schnell kam es gehen.
        Ich bin auch nicht mehr in München und habe mich beruflich freistellen lassen.
        Ich kann jetzt noch nicht abschätzen wie lange diese Situation dauert und hoffentlich ein gutes Ende findet. Der ESC in all seiner Vorbereitung ist aber erst einmal für mich zweitrangig.
        Pass auf dich auf bleib schön gesund. Ich würde mich freuen wenn Frankreich gewinnt und muss gestehen das ich den dänischen Beitrag richtig lieb gewonnen hatte.
        Liebe Grüße

        Allen einen schönen ESC

      • Lieber Felixx

        Es tut mit sehr leid, das zu lesen. Das Leben ist eben unberechenbar, mal unglaublich schön und dann wieder ganz schrecklich. Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute und viel Kraft. Und ich freue mich schon sehr auf Deine Rückkehr. Halt die Ohren steif!

        Liebe Grüße, Toggie

      • @togravus ceterum: Ich finde Urban zwar auch manchmal ein bisschen zu spitz, aber Du hast recht, andere sind da wohl schlimmer. Das Nüchterne mag ich auch; die Reaktion auf Lenas Sieg, die Du beschreibst, finde ich ebenfalls sehr sympathisch.

        @felixx (das zweite „x“ ist eine gute Idee, eine Änderung, aber man erkennt Dich wieder):
        Danke, dass Du schreibst, warum wir leider in nächster Zeit wenig von Dir zu lesen bekommen werden. Es tut mir so leid, dass dieses schwierige familiäre Ereignis eingetreten ist, ich wünsche Dir für die nächsten Wochen viel Kraft und alles Gute!

      • Hallo Felixx,

        sorry, dass ich mich gerade einschalte. Aber ich wünsche Dir auch alles Liebe und Gute und auch viel Kraft für die kommende Zeit. Ich würde mich freuen, bald wieder etwas von Dir zu hören.

  8. Irgendwie schön, weil Urban ist hierzu Lande die Stimme des ESC.
    Auf der anderen Seite wieder typisch ARD, bloß keine Veränderungen oder gar was Neues wagen.
    Wir können froh sein, dass der ESC nicht an einem Sonntag stattfindet. Dann könnten wir das nur zeitversetzt sehen, nachdem der Tatort durch wäre 😂😂🙄

  9. Auweh. Ich finde Herrn Urban schon seit ungefähr seinem dritten Jahr nicht mehr originell. Was hatte ich mich gefreut, als er vor ein paar Jahren beim NDR in Ruhestand ging, nicht ahnend…

    Ich will ihm ja nix böses, aber dass er auch nach Jahrzehnten bei den Ländernamen immer noch stauchelt, ist echt armselig. Und dass er sich bei den eh schon abgelesenen Infos ständig verhaspelt auch.

    Ich muss zugeben, auch die Kombination Urban/Schlte fand ich nur mittelmäßig interessant.

    So gern ich Jendrik mag, aber wenn er kommentieren würde, bekäme man wahrscheilich vom gesamten ESC selber nix mehr mit.

    Ich mochte damals ja tatsächlich Ado Schlier immer ganz gerne, aber heutzutage wäre der dann doch etwas zu betulich. Mit jemandem wie Tim Frühling könnte ich leben…

    (Mist, schon wieder zu lang gelabert)

  10. Hat das eigentliche technische Gründe, warum Kommentatoren vor Ort sein müssen? Gäbe es sonst Zeitverzögerung zwischen Bild und Kommentatorentonspur bei der Übertragung?

      • Dann verstehe ich nicht, warum sie überhaupt mit anreisen müssen. Würde doch die Delegation noch einmal verkleinern und es hätten beide kommentieren können.

  11. Bin da bei @Michi, das klingt nach vorgeschoebenen Gründen. Bei Sportveranstaltungen hat es da kreative Lösungen gegeben (und ich bin überzeugt, dass einige Delegationen zwei Kommentatoren im Gepäck haben).
    Bezüglich Urban bin ich irgendwo in der Mitte. Die aufgeschriebenen Sprüche ziehen nicht und sind mir oft zu unterschwellig wertend. Die Ruhe mag ich hingegen, gerade da der Wettbewerb so hektisch geworden ist. Man kann sich als Gegenbeispiel ja gerne die Leistungen von Terry Wogan geben, da bin ich doch mit Urban ganz zufrieden auch wenn der das nicht mehr lange macht (da bin ich sicher)

  12. Peter Urban wird das Vorlesen der Pressemitteilungen zu den Künstlern wie jedes Jahr gekonnt meistern, inkl. Versprecher.

    • Ach Rainer, mach uns doch nicht neidisch! Gestern wurde bei uns in Bayern der Lockdown bis zum 9. Mai verlängert…
      Aber ich gönne es euch, feiert einfach für uns mit! 🥳😄

  13. Ich kann gut mit Peter Urban „leben“. Er scheint nach Terry Wogan (+) der dienstälteste ESC-Kommentator zu sein.

    Mich würde mal interessieren, ob er sich nach dem desolaten Auftritt von Madonna 2019 erholt hat. Er ließ ja gefühlt nach jedem Beitrag verkünden „…gleich kommt Madonna…“. Ich konnte es nicht mehr hören. Nach ihrer Katastrophe hat er rein gar nichts mehr gesagt, nicht ein Wort. Hier hätte ich seine fachliche Kompetenz erwartet. Schade.

  14. Das heißt also, alle anderen Länder müssen auch mit einer Kommentator:in auskommen? Gar keine Duos dieses Jahr?

  15. Glück gehabt 🙂

    Peter Urbans Kommentare in seiner ruhig, manchmal amüsanten aber immer respektvollen Art mag ich. Nur zwischen Semifinals und dem Finale wäre etwas Abwechslung bei den Ansagen schön.

    Michael Schultes Moderation fand ich bisher langweilig. Der ist für mich ein sympathischer „Zeit-tot-Plauderer“, den ich aber beim ESC nicht brauche. Die Zeitfenster für die Moderationen sind ja extrem kurz. Das braucht es keine zwei Moderatoren. Aber in der ARD-Popnacht kann ich ihn mir gut vorstellen.

  16. Also ich mag Peter Urban wirklich, aber so langsam könnte sich die ARD mal jemand anders als Kommentator holen. Das Gleiche gilt auch für die Moderation des Countdown. Warum immer die Schöneberger?

  17. Ich finde es schade, dass Michael Schulte nicht kommentiert. Peter Urban und Schulte haben sehr gut harmoniert. Jedenfalls bin ich froh, dass Peter Urban weiterhin kommentiert. Ich finde seine Art sehr angenehm und oft macht er sehr witzige Sprüche. Sicher sitzt nicht jeder Kommentar. Muss aber auch nicht. Und manchmal ärgere ich mich, wenn er ein Lied schlecht redet, welches ich gut finde. Unterm Strich macht er seinen Job sehr gut.

    • Irgendwann wird Peter Urban leider aufhören. Als Nachfolgerin/Nachfolger wünsche ich mir jemanden, der mit spitzer Zunge durch den Abend führt. Und bloß nicht neutral kommentiert wie Horst Senker oder Tim Frühling.

      • @Tamara

        Ja bitte!! Bei Consi habe ich das Gefühl dass er für den ESC brennt, Urban leiert immer die gleichen Sachen runter und verstümmelt oft und gerne Namen von Songs und Kandidaten. Das einzige Mal wo er mich in den letzten Jahren zum Lachen gebrach hat war als das Televote für die „Schwestern“ 2019 verkündet wurde.

        https://www.youtube.com/watch?v=lHogWB4HdGQ

        Herrlich, diese Fassungslosigkeit!! Da merkt man wirklich dass er schön in der NDR-Blase schwebt und daher nicht mitbekommen hat dass der deutsche Beitrag den meisten Fans gepflegt am Allerwertesten vorbeigeht.

        Also von daher: GO CONSI!!!!

      • ESC1994
        Dafür ist mir Constantin (er ist ja nun seriös und nicht mehr beim Jungendradio) zu sehr in der ESC-Blase, zumindest wenn man seinen Musikgeschmack anhand der Bewertungen nachvollzieht. Urban hatte da eher den Blick von Außen und das ist gut so, bevor die FFF hochgejubelt werden, und dann nur noch Unverständnis (bzw bei Constantin eher Spott) ob der Wertungen kommt.

  18. Dr. Peter Urban tritt in die Fußstapfen von Terry Wogan. Ob das gut ist, weiß ich nicht, aber ich habe sowieso immer nur die übliche Kritik vorzutragen: vom Zettel abgelesene Witze, Beleidigungen über Outfit/Aussehen, schlechte Einschätzung der Titel an sich. Naja, Urban ist für mich kein Grund, den ESC zu schauen, aber nicht so schlimm, dass ich ihn wegen ihm nicht schauen würde.

  19. Ich überlege gerade, wen ich als Nachfolger*in sehen möchte. Bei Moderator*innen bin ich da immer sehr schnell mit einigen Namen unterwegs, bei Kommentator*innen ist es deutlich schwerer für mich. Eine Frauenstimme beim ESC (abseits der Bühne xD) wäre auch mal was ^^

  20. Ich fand ja die ESCs, die Jan Hofer und Thomas Gottschalk kommentiert haben, sehr gut. Sachlicher war natürlich der gute Jan, aber auch Thomas Gottschalk hat viel mehr Infos zum Act und zum Land gebracht als Peter Urban. Die Shows findet ihr hier: https://www.youtube.com/channel/UCSjrInoMoBz0hX2r2TdzeOg/videos

    So angenehm seine Stimmfarbe auch ist, manchmal geht er mir echt auf den Geist. Der absolute Tiefpunkt: sein „No Comment!“, als sich Slowenien 2011 in Düsseldorf fürs Finale qualifiziert hat.

  21. Ich kann mich noch gut an 2010 erinnern – oder war es 2011 – jedenfalls hat da Peter Urban zusammen mit Steven Gatjen den ESC kommentiert – das war unterhaltsam und informativ. Vielleicht könnte man ja Steven Gatjen als Nachfolger gewinnen? Dass Schulte nun nicht dabei ist juckt mich soviel wie der berühmte umfallende Sack Reis in China.

  22. Ich habe mir mal zum Vergleich andere Kommentatoren angehört. Was ich da teilweise gehört habe ging oft unter die Gürtellinie, persönliche Abneigungen (auch oder gerade gegen Länder), unsachliche Kompetenz usw usw. Selbst der hochgelobte Terry Wogan fand ich oft völlig daneben, allein wie er Künstler bzw. Länder lächerlich dargestellt hat.
    Hier weiss ich, was ich von Peter Urban halten kann: er kann es!

    • Terry Wogan war der schlimmste ESC-Kommentator, den ich kenne. Kulturell rassistisch bis ins Mark, und jedes Jahr hatten UK und Irland die besten Beiträge. Wenn man sich seine Kommentare so anhört, klingt das teilweise wie Brexit-Propaganda: Wir werden von den zurückgebliebenen Kontinentaleuropäern nicht genug wertgeschätzt und in all unserer Exzellenz ausgebremst. LOL 🙁

      Ich erinnere mich, dass er mal was von kultureller Nähe von Portugal zu Albanien gefaselt hat, als Lissabon Punkte an den albanischen Beitrag vergab.

      • Manchmal fand er auch die skandinavischen Beiträge gut, aber ja über Wogan habe ich mich ja schon einmal mit dir ausgelassen. Hat meinen Blick auf Urban ein wenig verändert

      • Ist ja klar, dass Herr Wogan DEU99 nicht mochte. Das klang ja nach Südosteuropa, und wie wir alle wissen, ist diese Region kulturell minderwertig. (*Sarkasmus aus*). Man soll ja über Tote nicht schlecht reden, aber Herr Wogan war ein sehr, sehr unappetitlicher Mensch, wie meine Tante Gertud es audrücken würde.

      • Doch, 1999 sagte er direkt nach dem Beitrag von Sürpriz: „That will do well“, das hat mich sehr gefreut. Könnte es nicht sein, dass manche seiner arroganten Kommentare irgendwie auch „selbstironisch-arrogant“ waren (aber eben wohl nur manche)?

        2004 habe ich den ESC nochmal bei der BBC gesehen und mich geärgert, dass er sich bei der Wertung immer wieder fassungslos über die hohen Punktzahlen für „Lane moje“ gezeigt hat.

      • Die wenigsten seiner Kommentare hatten was selbstironisch, die meisten waren tiefsarkatisch und Sürpriz würde zwar gut abschneiden, aber bei der Punktevergabe machte Terry klar, dass ihm das nicht passt

  23. Ich mag Peter Urbans Stimmfarbe sehr (ist halt auch ein bisschen Kindheit für mich). Seine Spitzen schätze ich eigentlich auch, aber in den letzten Jahren war er nicht mehr wirklich in Bestform. Im Vergleich zu anderen Kommentatoren ist er aber überzeugend. Auf YouTube findet man auf dem „ESC Stuff“-Kanal recht viele volle ESC-Shows mit deutschem Kommentar. Und oje, Ado Schlier war einfach nur grausam, gerade beim Heim-ESC 1983, da hat er teilweise wirres Zeug zusammengestammelt. Jan Hofer wirkte steif wie immer, und bei Werner Veigel wollten ein Kumpel und ich schon ein Trinkspiel starten: Jedes Mal einen Kurzen, wenn das Wort „Schlager“ fällt.

    Ich bin ja nach wie vor für Wiederbelebungsversuche von Hanns Verres (1971-73). 😉 Ich fand seinen Witz einfach nur fabelhaft, er hat den Contest damals schon locker genommen, ohne ihn lächerlich zu machen. Falls die Wiederbelebungsversuche scheitern sollten, wäre ich für Tim Frühling, der hat seinen Job ebenfalls wundervoll gemeistert.

    • Ado Schliers Art, den Zuschauer in einen endlosen Schlaf zu versetzen, kam ja auch in den Pressemeldungen von damals, die ich mal entdeckt habe, sehr schlecht an. Ich frage mich, warum die ARD so lang an ihm festgehalten hat (immerhin hat er von 1979 bis 1986 kommentiert)…

      • Ich habe ihn sehr gemocht (wobei mein erster Live-ESC erst 1984 war). Mir ist ein „ruhiger“, Moderator, der sich nicht ständig aufgeregt in den Vordergrund drängt, eigentlich ganz recht.

        Österreich hatte früher mal einen Moderator mit viel trockenem Humor; den fand ich sehr unterhaltsam, allerdings konnte er glaube ich manchmal auch etwas herablassend gegenüber den Künstlern sein.

      • Ja, Thomas, da stimme ich Dir zu. Also, an Ado Schlier kann ich mich jetzt nicht so erinnern. Damals als Kind habe ich auf die Kommentare nicht so sehr geachtet.😉
        Aber mir ist auch ein Kommentator/Moderator lieber, der nicht dauernd meint, „witzig“ sein zu müssen. Der einfach in einem ruhigen, sachlichen Ton die Veranstaltung begleitet.
        Ist mir übrigens bei Frau Schöneberger auch sehr negativ aufgefallen, dass sie immer meint,
        sich in den Vordergrund spielen zu müssen.

        Aber leider scheint das ein Trend zu sein, wohl befeuert durch das Privatfernsehen. Eine sachliche, informative Berichterstattung ist vielen Menschen zu langweilig.

        Insofern ist Peter Urban schon der richtige Mann, wenn er sich mit der persönlichen Meinung noch mehr zurückhält. Aber trotzdem fände ich es gut, wenn man sich langsam mal nach einem Nachfolger umschaut. Michael Schulte stelle ich mir auch gut in diesem Job vor, da er eine ähnlich unaufgeregte Art hat, wie Herr Urban.

        P. S. Timm Frühling fand ich auch gut.🙂

  24. Ich muss mal wieder kurz ein Off-Topic machen:
    Am Samstag ist Luca Hänni bei „Verstehen Sie Spaß?“ (20:15 Uhr im Ersten) zu sehen. Er wird dabei von Sarah Lombardi in einem Fitnessstudio hereingelegt.
    Diese Infos habe ich von einem Trailer welcher gestern im Ersten lief. Im Internet gibt es aktuell nur den Programmhinweis zu „Verstehen Sie Spaß?“ am Samstag (https://programm.ard.de/?sendung=281064185003428), wo aber Luca Hänni keine Erwähnung findet. Vielleicht wird aber der Trailer bald auf den offiziellen YouTube-Kanal von „Verstehen Sie Spaß?“ (https://www.youtube.com/verstehensiespass/videos) hochgeladen.

  25. Rentner Urban soll endlich, endlich aufhören, jüngeren und frischeren Moderatoren, die sich wirklich für den ESC interessieren, den Job wegzunehme. Als ausgewiesener Jazz-Fan ist Urban von jeher hier Fehl am Platz gewesen. Seine Texte aus den Semis bringt er (liest er) 1:1 im Finale wieder. Samt Fehlern! Ich erinnere mich an seinen Sermon beim ESC in Baku, wo er davon sprach, dass das islamistische Land jüdische Synagogen dulde. Nun ja, christliche oder musimische Synagogen gibt es nicht. Der weiße Schimmel eben. Am Schlimmsten ist sein ewiges Ach-so-toll-Finden des deutschen Acts – „das kam hier in der Halle richtig gut an!“ -, egal wie schlecht der Beitrag auch war. Siehe S!sters. NDR , es reicht! Urban und auch Babsi Schönenberger – sind Teil dieses Systems, das den ESC irgendwie halt so durchzieht, ungeliebte Pflicht. Das sollten nun wirklich Leute machen, die ihr Herzblut in die Sache fließen lassen.

    • Ich kann mich zwar nicht erinnern, was er da genau gesagt hat, aber was ist an „jüdischen Synagogen“ so schlimm? Er wollte betonen, dass Juden in Baku öffentliche Orte zur Ausübung ihrer Religion haben, und „jüdische Kirchen“ oder „jüdische Tempel“ konnte er ja schlecht sagen.

      Und zum deutschen Beitrag: Soll er ihn etwa runtermachen im Sinne von „Verlierer, Versager, so was können wir Deutsche überhaupt nicht brauchen, wir wollen immer vorne sein“ oder „Wahre ESC-Fans wissen, dass der NDR es nicht blickt“ oder Ähnliches? Ich finde seine Reaktionen in diesen Fällen immer sehr sympathisch.

      Und „egal wie schlecht der Beitrag wirklich war“ ist nun wirklich ein extrem blöder Ausspruch. Musik ist Geschmackssache, und die Wertung beim ESC ist keine neutrale Instanz, die die Stärke oder Schwäche einen Songs beschreibt. Demnach wäre ja z.B. „No no never“ auch relativ schlecht (wobei ich dem gar nicht so heftig widersprechen würde …).

      • Ich meinte „jüdische Moscheen“, nicht „jüdische Tempel“

  26. Nun gut, ich werde mir auch diesmal die Show nicht auf der ARD anschauen, sondern anderswo. Ich kann gut auf sein Geschwafel verzichten. Checkt der NDR es langsam nicht, daß auch Urban einer der Gründe ist, daß der ESC hierzulande ein Nischendasein hat ?`

  27. Auch wenn er immer noch die „Stimme des ESC“ ist, wirkt Peter Urban mittlerweile sehr ausgelaugt.
    2010 fand ich ihn noch echt unterhaltsam und seine Kommentare interessant, das driftete allerdings mehr und mehr in die Schublade „Lustig Machen“ ab.

    Gerne hätte ich etwas frischen Wind. Oben wurde schon Consi erwähnt, der wäre eine sehr gute Wahl, genauso wie ich Alina Stiegler von ESC.de gut fänden würde

  28. Was soll man zu Peter Urban noch sagen – ist halt Tradition und die verträgt sich mit dem Grand Prix eben sehr gut … doch wäre mir etwas mehr Begeisterung für die Beiträge auch lieber, also z.B. Thomas Mohr aber ich kann mich nur wiederholen: Alina + Stefan wären gerade als Duo für den Job perfekt – sprechen jung und alt an, vergleichsweise gut informiert, ironiefähig, aber mit gebotenem Respekt.

    Da gäbe es sicher auch noch mehr Alternativen, aber Consi wäre wirklich der letzte, den ich auf dem Posten hören möchte – allein mit seiner Bemerkung, dass man mit Tulia in Polen gewiss politische Gegner foltern könne, hat er sich für mich komplett disqualifiziert. Da würde ich ja noch eher Matty unterstützen, den man halt nur leise drehen müsste, sobald sich der skandinavische Homoschreck mal wieder in die Show drängelt.

  29. Kommentar am Sonntag, 23.Mai 2021, sehr früh morgens:

    „Also, das kann man jetzt wirklich nicht verstehen, das hat Jendrik nicht verdient. Ein so sympathischer junger Mann, und dann Null Punkte von den Zuschauern. Er hat doch eine lustige und unterhaltsame Show geboten und so gut gesungen. Und warum die Juries ihm auch keine Punkte gegeben haben, verstehe wer will. Dabei hat doch gerade die Expertenjury den Beitrag mit ausgewählt mit einer Spitzenbewertung. Ich bin ratlos, woran es jetzt wieder gelegen hat. Jendrik tut mir richtig leid, aber davon wird die Welt nicht untergehen.“

    Usw., usf.
    Oder so ähnlich.

      • Völlig irrelevant, was ein Moderator cars10 sagen würde.

        Herr Urban ist recht verhaltensauffällig, was die Performance, Qualität und Modernität des deutschen Titels angeht. Das andere Wort, was mir hierzu einfällt ist lebensfremd. Oder Scheuklappenmentalität at it‘s best.

        Loyal seinem Arbeitgeber gegenüber ist er sowieso, wird ja auch gut bezahlt, sonst würde er es nicht machen für die paar Penunzen.
        Dumm verkaufen kann er den Durchschnitts-ESC-Seher, aber nicht die Profi-Fans hier unter uns.

        Oder hast Du etwa die Ironie (garniert mit Schulterzucken ob der erwartbaren Kommentare von Herrn U.) meines Beitrages nicht verstehen wollen und wolltest mit einem Whataboutism glänzen? Sieht fast so aus.

    • Dass der Herr Urban sich loyal verhält und nicht noch zusätzlich nachtritt, wenn jemand schon am Boden liegt, finde ich sehr sympathisch.

      • Genau. Und wenn Herr Urban immer wieder hervorhebt, wie sympathisch die deutschen Künstler aufgetreten sind, sagt er damit ja auch etwas über die Qualität der Lieder aus. Leider ist Subtilität nicht jedem zugänglich.

      • Generell gilt e stärker er hervorhebt wie „sympathisch“ der/die Kandidat/-in war desto mehr sagt er dem Zuschauer: “ Stellen sie sich auf einen weiteren bitteren Abend aus deutscher Sicht ein“.

      • @togravus ceterum

        Ja stimmt schon, durch die Blume gibt er dadurch zu verstehen, dass der Song keine Chance hat und nie eine hatte. Wie beim Arbeitszeugnis, wenn dort steht, er/sie war immer pünktlich und setzte sich im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten ein.😃
        Aber immer noch besser, als den Küstler (oder die Künstlerin) hinterher zu „zerreißen“.
        So sagt er wenigstens was Positives, find ich gut.🙂

      • @Gaby: Seh ich auch so, obwohl ich ihn nun wirklich nicht mag. Ich glaube, nachtreten würde ihm hier auch niemand verzeihen. Unvergessen seine weisen Worte nach Gracias Katastrophenauftritt: „Das ist nicht so einfach, auf so einer Bühne zu stehen“ (aus dem Gedächtnis zitiert).

  30. Peter Urban darf es gerne noch machen bis er 90 oder älter ist. Vielleicht gewinnt in dieser Zeit ja noch einmal Deutschland. Ich glaube die “ normalen“ Zuseher empfinden ihn sehr lustig und gut unterhalten. Man geht nicht so ins Detail wie wir Fans. Auch stört mich nicht, dass er nach dem Semi sich gerne wiederholt. Man darf nicht vergessen, die Semis schaut leider kaum einer.

  31. @Thomas M.

    Du meinst sicher Ernst Grissemann. Der Tiroler hat mit Unterbrechungen von 1970 bis 1998 für den ORF kommentiert. Er war für mich mit Abstand der beste Kommentator. Seine Stimme ist sehr angenehm und geradezu festlich hat er seine Moderation eingeleitet. Seine Kommentare waren oft unterhaltsam, manchmal bissig (besonders in den letzten Jahren) und er hat ab und zu seine Meinung durchklingen lassen. Und betont, er darf das tun, weil ihn die Juroren nicht hören können.
    Andy Knoll war sein Nachfolger. Sicher sympathisch, aber langweilig in der Moderation.

  32. Es wird trotz Corona in diesem Jahr wie schon früher immer. Peter Urban kommentiert den ESC, Barabara Schöneberger moderiert die Show drum herum, und der deutsche Song kämpft hart gegen die 0 Punkte.

  33. Ich mag Michael, aber als Kommentar war er für mich nur „okay“. Peter Urban finde ich toll, trotz aller Kritikpunkte. Für mich gehört er einfach dazu. Falls er irgendwann in Rente geht, darf es gerne Alina übernehmen, sie wäre auch für eine Co-Moderation mit Peter Urban eine super Wahl.

  34. Grundsätzlich ist es sehr gut wenn der Kommentator den eigenen Beitrag hervorhebt und sehr lobt, egal wie gut oder schlecht dieser ist. Peter Urban kann ja schlecht sagen, nun kommen unsere chancenlosen und belanglosen Sisters. Er macht das schon sehr gut. Die Kommentatoren sind den meisten Zuschauern vertraut. Früher waren das auch die Dirigenten. Als Zuschauer hat man sich zb auf Ossi Runne gefreut. 1986 wurde der Finne geehrt, weil er seit 20 Jahren dabei war. Der ESC ist eben auch Tradition. Und wenn ein Kommentator wie Peter Urban so gut ist, dann freut man sich auch darauf.
    .

  35. Wie alt ist Urban? Die Antwort darauf, nämlich 73 zum ESc Finale, ergibt für mich einen Exit-Automatismus. Auch für ihn muss gelten was sonst für Beschäftigte bei öffentlich-rechtlichen Körperschaften gilt: mit 65 ist Normal-Schluss, mit 67 ist verlängert Schluss, wenn man in etwa nach 1960 geboren ist (ist er aber nicht). Er hat sich aber davon ausgeklinkt und wird vom NDR mutmaßlich sehr gut vergütet (+ seiner NDR Rente ) als ‚Freischaffender‘ weiterbeschäftigt. Für 1000 Euro macht der das ja nicht. Wollte man ‚Geld sparen‘, könnte man bei Urban den Rotstift ansetzen und statt ihm einen festangestellten NDR Reakteur/Moderator einsetzen. Was Michael Schulte betrifft bin ich froh dass der ‚raus‘ ist. Er gehörte dort eh nie hin. Er ist weder Journalist noch Moderator. Es hatte mich sehr geärgert, dass der da plötzlich aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren gründen nen Fuß in der Tür hatte. Statt Schulte Lena, das würde die Quoten steigern und wäre 100mal unterhaltsamer, als dünnes Geschwurbel 🙂

    • Drollig, nicht nachvollziehbar… die Dankbarkeit des CvD konnte bei erfolgreich geleisteter Hilfe gegen unliebsame Stuhlwackelei schon immer schier grenzenlos sein. Da avancierst du in nullkommanix zum dünngesäten kalten Kartoffelliebling…

  36. @Thomas M.
    Synagogen sind IMMER jüdisch! Bei Moscheen ist der Fall auch klar, bei Kirchen – Santorini? Ich weiß nicht, die müssen nicht notwendigerweise christlich sein, Church of Saten etc. Was ich bemängelte, war Urbans Hendiadyoin. Die „alte Antiquität“ also. Dieser Pleonasmus weist ihn als unreflektiert oder schlicht nicht interessiert aus.

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