Quo Vadis Germany: NDR-2-Redakteur Thomas Mohr redet Klartext

Alina Stiegler Thomas Mohr Der Tag danach ESC 2019 Eurovision 2

ESC-Nachlesen wird es in diesen Tagen jede Menge geben – auch bei uns. Nach dem ESC ist bekanntlich vor dem ESC. Die offizielle ARD-Seite Eurovision.de hat in einem Livestream „Der Tag danach“ noch am Sonntagmorgen in Tel Aviv die Diskussion über den zukünftigen Weg, den Deutschland gehen könnte, eröffnet. Im Interview mit Alina Stiegler hat dazu NDR-2-Redakteur Thomas Mohr einen klaren Standpunkt bezogen. Er hat bemerkenswert offen und meinungsstark seine Sicht der Dinge über das Abschneiden der S!sters Carlotta und Laurita formuliert und vor allem auch Vorschläge gemacht, wie es jetzt weitergehen könnte.

Wir dokumentieren hier die wesentlichen Passagen, in denen es um S!sters und das deutsche Auswahlverfahren 2019 geht und auch auch darum, was man 2020 verändern könnte:

„Am Ergebnis sind die S!sters nicht schuld. Beide haben wirklich gut gesungen und als sie mit Startnummer 4 ins Rennen gingen, bekam ich viele Nachrichten von Familie und Freunden, dass sie das toll gemacht haben. Uns die beiden haben das wirklich toll gemacht. Trotzdem überrascht mich das Ergebnis nicht.

Ich bin hier schon hergefahren in dem Bewusstsein, dass es eventuell ein paar Jurypunkte gibt und wenig Televotingpunkte. Und alle, die diesen Wettbewerb kennen und die sich damit auseinander setzen, und die wissen, wie sich das ausmendelt, wie die Favoriten im Semifinale rüberkommen und wie gut auch die Big Six waren, für alle die war es nur noch die Frage am Ende, wird England oder wird Deutschland Letzter? (…)

Als Kenner überrascht einen das nicht. Das tut mir für die Mädels leid, aber die Fehler wurden einfach vorher gemacht bei der Vorentscheidung, da waren einfach zu schlechte Songs in der Auswahl. Vielleicht wurde der beste aus diesen Songs ausgewählt, aber der war einfach nicht gut genug. Und man muss wirklich sagen, für Fans, die einfach auch gerne deutsche Siege sehen, ist das so echt eine doofe Situation, weil dann immer der Enthusiasmus weg ist. Dieser Enthusiasmus war durch Schulte ein bisschen gekommen, aber genau gesehen ist die Schulte-Geschichte nur die Ausnahme gewesen, weil wir davor zweimal Letzter wurden, einmal Vorletzter, dann kam Schulte und jetzt wieder Drittletzter.

Das kann so nicht weitergehen, das weiß die Delegation auch, niemand will doch wohl, dass es so weitergeht, oder?“

Alina Stiegler Thomas Mohr Der Tag danach ESC 2019 Eurovision

Thomas Mohr weiter: „Ich habe das jetzt tatsächlich nur als Journalist beobachtet, ich bin kein Bestandteil der (deutschen) Delegation und kommuniziere auch nicht mit denen, die fragen mich auch nicht um Rat.

Ich muss schon sagen, ich habe da ein bisschen mehr an Performance erwartet. Ich habe irgendwo gelesen, dass uns ein Salvador-Sobral-Moment versprochen wurde, den habe ich nicht gesehen.

Insgesamt merkt man beim Eurovision Song Contest, dass die Performance und die Idee dahinter und die Inszenierung viel, viel wichtiger werden. Man kann aus einem schlechten Song einen Top-Ten-Song machen, wenn die zündende Idee für die Inszenierung da ist. Und diese zündende Idee war offensichtlich überhaupt nicht da, man hat wohl auch keinen Choreographen und auch kein Kreativteam bestellt. Es war sehr eintönig, was da war. Die (Mädels) sind aus einer Ecke nach vorne gelaufen, haben sich angeguckt und auf den Videoscreens waren die beiden Mädels zu sehen. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass da viele Leute lange dran gesessen haben, um sich das auszudenken. 

Das ist eine Baustelle in Deutschland. Guck Dir Malta an, was da für eine Farbenfrohheit drin war, oder auch Australien. (…) Da ist dieser Auftritt, da sind diese drei Minuten durchdesignt worden. Und ich kann jetzt ja nicht die Kreativität von drei Monaten nachholen, aber wenn man sich irgendwas ausgedacht hätte, was dieses Thema (Frauensolidarität), dieses relevante Thema, wie im „Sister“-Musikvideo z.B. mit den Boxhandschuhen, wenn man das irgendwie visualisiert hätte, damit man das versteht, damit das Thema im Kopf bleibt…

Gut gesungen haben sie ja und das hat ja auch Ohrwurmcharakter, also da sind Möglichkeiten, in Zukunft ein bisschen mehr zu machen, um auch noch mehr das Gefühl zu haben, alles getan zu haben.“

Alina fragt nach dem Konzept für 2020.

„Ich sehne mich nach ausgereiften, vollständigen Künstlern. Dieses „Castingshow mit Songwritingcamp Titeln“ Konzept ist für mich kein gutes. Die Künstler, die jetzt auf Platz 1, 2 und 3 gelandet sind, das sind fertige Künstler, die haben ihr künstlerisches Profil schon komplett ausgelebt und zeigen eine Variante davon. So muss das sein. Wir haben so ein großes musikalisches Potential in Deutschland, so viele Titel. Wir haben bei NDR 2 eine Sendung für deutsche Newcomer, jeden Mittwochabend, da spielen wir so fantastische Musik. Wieso holen wir nicht einen dieser fertigen Künstler und dann diskutiert man mit denen, welcher Eurer Songs ist vielleicht der beste für den Eurovision Song Contest. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in einem 80 Mio. Menschen Land mit diesen kreativen Potential immer wieder darauf angewiesen sind, Newcomer zu schicken mit irgendwelchen Songs, die in der Schweiz übrig geblieben sind.“

Alina thematisiert eine interne Auswahl gegenüber dem aktuellen Vorentscheidungskonzept.

„Wahrscheinlich ist eine interne Auswahl ein Weg, den man in Deutschland nicht gehen kann, wir haben eine andere Tradition. Dieses Europa-Panel finde ich eigentlich auch toll, bei der letzten Vorentscheidung in Deutschland haben ja auch 42 von 100 dieses Panels für meinen Lieblingstitel von Aly Ryan gestimmt, die haben den richtigen Riecher, finde ich. Aber man muss eben versuchen, Leute zu holen, die ausgereifte Künstler sind.“ (…)

„Man muss vielleicht auch die Expertise der Radiosender nehmen. Die 54 öffentlich-rechtlichen Radiosender, die wir in Deutschland haben, haben alle eine eigene Musikredaktionen und die Musikredakteure haben alle Musik, die sie auch nicht spielen können, haben aber trotzdem vielleicht im Hinterkopf, das ist nichts für uns, weil es zu schräg ist, aber das könnte man vielleicht doch zum Eurovision Song Contest bringen. Wir haben in der ARD die Kompetenz, sie müsste nur angezapft werden.“

Das ganze Gespräch von Alina Stiegler mit Thomas Mohr findet ihr hier bei bei Eurovision.de, Thomas Mohr ist als @Mr_Zungenschlag bei Twitter erreichbar.

ESC 2019 Empfang deutsche Botschafterin Tel Aviv Thomas Mohr André Schünke Dimitrios KyrgiakisThomas Mohr (ganz links) beim Empfang der deutschen Botschafterin in Tel Aviv.

 



107 Kommentare

  1. Ich hab das ja am Sonntag Live gesehen und Thomas Mohr spricht mir hier einfach aus der Seele. Ich hoffe, dass man darüber im NDR Team ein bisschen nachdenkt!

    • Liebes esc-kompakt Team und Alina, Danke dass Ihr das Interview mit Thomas Mohr gepostet habt, es spricht mir wie vielen Fans aus der Seele. Und trotz aller Meinungsunterschiede die es hier gibt – Aly Ryan toll oder nicht 😊😳😔scheint doch inzwischen Einigkeit in einigen Fragen zu herrschen:
      Thomas Mohr und seine Analyse der Fehler = Große Zustimmung
      Thomas Schreiber und sein Team müssen abtreten – Deutschland braucht einen ESC Neuanfang
      Sisters und „Sister“ ein Flop (by the way völlig „schlechter Verlierer“ heute davon zu reden, wie ungerecht 0 Points waren – ein bisschen mehr Respekt vor dem Publikum wäre angebracht

    • Vielleicht denkt auch mal ein anderer Sender als der NDR nach? Die machen das doch schon viel zu lange. Wie in der Politik schleicht sich dann Routine ein und neue Ideen bleiben aus. Und dem Eindruck kann ich mich nicht entziehen. Was waren das für Zeiten als Pro Sieben und Stefan Raab mitgemischt haben. So einen Impuls wünschte ich mir jetzt. Also bitte, NDR-Verantwortliche: Lasst mal andere an. Es kann nur besser werden.

    • Thomas Schreiber und sein Team müssen endlich zurück treten. Wir alten ESC Fans wissen aus nunmehr langjähriger Erfahrung – der Mann tut das NIE freiwillig. Wir sollten uns deshalb alle an den Rundfunk Beirat des NDR wenden, der die Aufgabe hat, die Arbeit des NDR zu überwachen. Die dürfte sehr interessieren wie hier seit Jahren unsinnig Gebühren Gelder verschwendet werden und dass es keins Zufall ist, dass Deutschland immer wieder auf einem der letzten Plätze landet. Übrigens nur wegen eines Fehlers in der Wertung Weißrusslands ist Deutschland nicht auf dem vorletzten Platz gelandet

  2. Der Grundgedanke ist gut von ihm, aber ich denke mal das sich viele Künstler keinen Vorentscheid stellen wollen ist ja in Österreich nicht anders.
    Der schale Beigeschmack, Song Contest ist ein Karriere killer der ist nach wievor vorhanden.

    • Welche Karriere wird denn gekillt?
      Jemand, der in der besagten Nischensendung bei NDR2 gespielt wird, was hat der zu verlieren?
      Kann das Argument nicht verstehen, dass man sich keinem Vorentscheid stellen will- das einzige, das passiert ist doch, dass die Bekanntheit nach oben geht.

      • Also ich denk, Gewinnerin unseres Vorentscheids ist Aly Ryan. Wurde in den Euroclubs gespielt und ist jetzt dennoch in ganz Europa bekannt. Also alles andere als ein Karriere Killer

      • @Trakol Zustimmung, Aly Ryan hat sicherlich vom esc Vorentscheid mehr als profitiert, die Fans, die Blogger sogar die Presse feierte sie ja schon nach dem Vorentscheid und jetzt nach dem 0 Points für Sisters erst recht. Viele in Europa sehen Aly Ryan und Maruv (Ukraine) als die betrogenen Divas

    • Natürlich und das wird mit jedem weiteren schlechten Ergebnis auch nicht besser. Das Management von einem mehr oder weniger erfolgreichen Künstler wird alles tun um von einer Teilnahme abzuraten. Wenn namenhafte Künstler teilgenommen haben (bsp. Cascada) war das lange nach ihrer Blütezeit. Ich bin auch nicht der Meinung das ein Newcomer nicht erfolgreich sein kann das hat die Vergangenheit nun oft genug gezeigt. Die meisten ESC-Zuschauer sehen die Acts sowieso zum ersten Mal und können nicht sagen ob der Herr aus den Niederlanden Newcomer ist oder schon 3 erfolgreicher Alben in Holland hatte oder…

    • Thomas Mohr – hier spricht ein echter Fachmann und er sagt kluge Dinge. Interessant dass sein Favorit Aly Ryan war, die war übrigens nur 12 Punkten auch die Favoritin der 100 köpfige ESC Jury. Warum: eine internationale Künstlerin mit eigenem Stil, die bereits in USA erfolgreich ist. S
      Glamourös, smart, starke Stimme.
      Wenn Deutschland künftig besser abschneiden will bleibt nur interne Auswahl wie Schweiz und Österreich, denn vor allem nach den Manipulationen des Vorentscheid 2019 wird kein ernst zu nehmender Künstler mehr antreten. Mit dem Schreiber Team ist sowieso kein professioneller Auswahlprozess möglich, der muss endlich weg.

  3. Die haben alle ein paar Auftritte nach dem ESC und das wars,genau wie in Österreich.
    Für Paenda war es vielleicht doch ein bisschen ein Erfolg sie hat wirklich viele Kontakte geknüpft und arbeitet mit einigen zusammen so hab ich das rüber bekomme.
    Sie ist auch für viele Electric-Festivals gebucht worden dank dem neuen Album das sie gleich raus gebracht hat.
    Und ein Remix von Darude ist auch nicht verkehrt, vielleicht kommt da noch was

  4. „Insgesamt merkt man beim Eurovision Song Contest, dass die Performance und die Idee dahinter und die Inszenierung viel, viel wichtiger werden.[…] Da ist dieser Auftritt, da sind diese drei Minuten durchdesignt worden.“

    Damit hat er wohl recht. Aber eigentlich ist diese Entwicklung doch sehr schade und geht weg von der Grundidee des Eurovision SONG Contests.

    • Die Entwicklung geht doch gar nicht so krass in Richtung Inszenierung.
      Gerade die guten Songs (Niederlande, Italien, Schweiz, Mazedonien) haben stark abgeschnitten.
      Australien ist deutlich hinter den Erwartungen geblieben, und Kroatien, Georgien oder Moldawien haben ihre schwachen Lieder trotz starker Bühneninszenierung nicht ins Finale gebracht.

  5. Warum ist dann Luca Hänni für die Schweiz angetreten? Der ESC ist mit Sicherheit nicht das wichtigste auf der Welt. Aber wenn man als Musiker sich dafür entscheidet beim ESC teilzunehmen, dann muss man das ernst nehmen und sich voll darauf einlassen. Auch diejenigen die über Konzepte entscheiden, müssen den ESC ernst nehmen. Einfach mal so als lästige Pflicht abtun, klappt nicht. Das beweist die BBC immer wieder aufs neue, das es so nicht klappt. . Ich kann ja verstehen, das ein relativ kleines Land wie Österreich eher auf eine interne Nominierung setzt, aber ein so großes Land wie Deutschland mit einer sehr vielfältigen Musiklandschaft kriegt spielend einen attraktiven und qualitativen Vorentscheid hin. Ich habe nie verstanden, warum man den Focus jetzt nur auf Castingshows gesetzt hat und warum nicht darüber hinaus. Ich bin jetzt nicht unbedingt auf Stars aus, aber es gibt so viele gute Bands, Künstler in so vielen Genres, die eben nicht in den Charts vertreten sind, aber anderweitig erfolgreich sind. Warum sind deutschsprachige Lieder beim Vorentscheid tabu, nicht missverstehen, ich habe nix gegen englischsprachige Lieder, aber es müsste doch zumindest im Vorentscheid möglich sein, mindestens 1 oder 2 Songs in Deutsch anzubieten. Italien hat seit seiner Rückkehr zum ESC fast nur Songs in Italienisch geschickt und hat bis auf 2 mal fast immer Spitzenplatzierungen erreicht. Und das mit Songs aus Genres, die ich jetzt nicht unbedingt als erfolgsversprechend vorher angesehen hätte. Etwas mehr Mut zum Risiko würde ich der ARD auch mal wünschen. Wenn Schlager doch so erfolgreich ist, wieso bietet man das im VE nicht zumindest an. Auch wenn jetzt einige die Nase rümpfen. Wenn man einen Vorentscheid macht, warum geht man dann damit so stiefmütterlich um? Wieso beginnt man erst ein paar Tage davor Werbung im TV zu machen? Warum macht man die Leute nicht mehr heiß dafür? Wieso macht man kein Tippgewinnspiel, damit die Leute auch zusehen? Man tut nix, wundert sich aber das bei der VE so wenig zuschauen.

  6. Bei den Radio-Redakteuren habe ich ein bisschen Bauchschmerzen. Sicherlich hätte Thomas Mohr ESC-Sachverstand und würde allein etwas gutes auswählen, bei den anderen habe ich da so meine Zweifel. Im Übrigen waren es auch genau diese Radio-Redakteure, die „Wildfire“ und „Perfect Life“ ausgesucht haben, also vermeintlich Radio-affine Titel, die sie dann selbst aber partout nicht spielen wollten.
    Mit den „ausgereiften Künstlern“ mag er auch recht haben, ich befürchte aber, der NDR wird bei den meisten davon eher auf taube Ohren stoßen. Ich muss aber sagen, dass ich aus dem diesjährigen Portfolio zumindest bei BB Thomaz, lilly among clouds, Aly Ryan und zusätzlich Daniel Schuhmacher und Sebastian Schub durchaus eine künstlerische „Vision“ erkenne, also ist der Auswahl-Mechanismus eigentlich gar nicht so falsch. Ihnen allen fehlte es wohl nur an Live-Erfahrung; das ist aber auch schwer, weil es in Deutschland so gut wie keine Plattformen mehr für solche Art Musik gibt.

  7. Ich finde den Nickname „Mr. Zungeschlag“ ziemlich anrüchig, da kommen einem Assoziationen aus dem Erotikbereich sofort in den Kopf.

    Auf jeden Fall hat Thomas Mohr auch die richtigen Worte gewählt. Vor allem bei der Inszenierung besteht sehr viel Nachholbedarf, wobei ich diese besser als beim niederländischen und belgischen Beitrag fand. Großbritannien hatte sich seinen Auftritt bei Schweden abgeschaut (Künstler und Begleitchor).

    Deutschland hat eine vielfältige Musikszene und an Nachwuchs mangelt es ja auch nicht. Ich werfe da mal die Namen in den Ring:

    – Miriam Green
    – Mrs. Greenbird
    – Salatio Mortis
    – Vivie Ann
    – Mama
    – Kery Fay
    – Ivy Flindt
    – Colorstorm
    – Relya Voy
    – Hanna Batka
    – KEØMA

    Da müßte doch mal was dabei sein!

    • Ich glaube, KEØMA und Mrs. Greenbird waren schonmal dabei. Aber natürlich könnten sie nochmal mit stärkeren Titeln einen Versuch wagen.

  8. Unterschätzt die musikalische vielfalt in Österreich nicht.
    In Österreich gibt es ein Sprichwort “ Wer es in Österreich schafft, schafft es auch in Europa“
    zb Parov Stalar
    Darius &Finlay
    Christina Stürmer usw

  9. Schön und gut. Nichts von dem, was Thomas Mohr gesagt hat, ist unter den Fans nicht schon längst bekannt und wird auch hier heiss diskutiert. Insofern, Wasser auf unsere Mühlen.

    Die grösste Hürde ist und bleibt der NDR als veranstaltendem Sender (inkl. aller dort herrschenden Vorgaben und Beschränkungen) sowie die Personen dort, die für die erste Songselektion verantwortlich sind, sowie dem Team um Herrn Schreiber, die dann die Zeit zwischen VE und Finale mit Inhalten und Begeisterung füllen sollen. Und das erinnert mich sehr an die sprichwörtlichen Frösche, die man nicht fragen darf, wenn man den Sumpf trockenlegen will. Das klappt nie und nimmer.

    Also, ohne einen radikalen, auch personellen Neuanfang wird das nichts. Wetten?

    • @cars10 stimme voll zu. Thomas Mohr sollte in seiner Kritik die ja noch sehr diplomatisch formuliert war, ernst genommen werden. Thomas Schreiber und sein Team – auch dieser unsägliche Urban – müssen abtreten. Die verantworten letztre Plätze für Deutschland in 4 Jahren (2015, 2016, 2017 und 2019) und die Manipulation des esc Vorentscheids. Also: Schneider weg – das wäre der erste Schritt

      • Franka, ich habe oben angefangen alles zu lesen … und du wiederholst deine Meinung jetzt zum dritten Mal ohne zu sagen wer denn Hauptkommissar Tatort ESC werden soll oder wie du die Vorauswahl und Vorentscheidung angehen möchtest. Schade.

  10. Stimmt schon was Thomas Mohr sagt, aber er tut es auch immer erst im Nachgang. Beim Songcheck hat er sich noch halbwegs begeistert von dem grottigen „Sisters“-Song gezeigt…

    • @Flo das stimmt, aber da hat er auch als NDR Mann eine Rolle zu erfüllen. Unabhängige Journalisten wie Willy Lee Adams von wiwiblogs haben doch direkt nach dem Vorentscheid gesagt: wie kann Deutschland diesen konstruierten Fake Act ins Rennen schicken? Aly Ryan war der Favorit der Fachwelt ins Europa und sie ist es bis heute. Man kann sie mögen oder nicht, aber sie ist authentisch und bringt alles mit, was auf einer internationalen Bühne wie ESC ankommt. Gehen sie wirken Sisters provinziell. Übrigens interessant wie charlotta mit ihren Haarspangen versuchte, den Aly Look zu kopieren 😂

      • WiWiblogs sind unabhängige Journalisten? Saßen die nicht in zahlreichen Juries?

      • Keiner kann sagen, ob „wir“ mit einem der anderen 6 Acts besser gefahren wären. Vielleicht wären wir dann soagr Letzte geworden, weil wir nicht nur keine Televotes, sondern auch keine Jurystimmen bekommen hätten. Aly ist ja auch bei der internationalen Jury von ULFI als 5. durchgefallen. Und in der saßen ja – bis auf diese eine Ausnahme – Juroren, die so oder so ähnlich auch beim ESC in den nationalen Jurys hätten sitzen können. Cascada wurde auch als Fan-Favourite gehypet und war am Ende auch nur 21. Außerdem gab es dieses Jahr schon sehr viele vergleichbare Up-Beat-Songs mit blonder Sängerin: Zypern, Weißrussland, Malta. Da wäre Aly auch untergegangen. Von daher bleibt es Spekulation. Meine Vermutung wäre aber, dass alle Songs, die bei ULFI zur Wahl standen letztlich zu schlecht waren.

      • Wiwiblogs Mitglieder wie Willy Lee Adams saßen in der 100-Jury und haben das auch offen kommuniziert

  11. Klar ist das Staging wichtig man soll ja den Song und den Künstler gut verkaufen. Und in einer Zeit mit social media wird alles viel viel schneller verbreitet und das hat schon auch einen Einfluss wer ist Favorit und wer schafft es nicht.

  12. Er spricht mir aus der Seele, Staging heißt ja nicht zwangsläufig „Stangentanz und Engelsflügel“. Je stärker der Song umso weniger Firlefanz brauch ich auf der Bühne. Aber es muss von der Farbe des Hintergrunds bis zur Kameraarbeit ein Konzept zu erkennen sein, in diesem Jahr die Norweger haben es verstanden mit einfachen Mitteln eine Dynamik in den Song zu bringen durch raffinierte Schnitte kann ich einen SoLaLa-Song enorm aufwerten. Wenn er jetzt sagt es gab kein Kreativ-Team bei der Delegation, dann wundert mich gar nichts mehr. Auch beim Interview der Sisters kam ja indirekt Kritik an der Umsetzung durch, sie hätten mit der Teilnahme am ESC gelernt nicht jeden Kompromiss mitzutragen. Und wenn Herr Schreiber jetzt wieder eine Zusammenarbeit mit einer Hochschule ins Gespräch bringt dann flipp ich aus. Dann haben wir im nächsten Jahr einen Laserzauberwald und Pappmàcheherzen

  13. @cars10 Die gelebte Radikalität von Papa Breitmaulfrosch und seinem vielquakenden amphibischen Komitee scheint doch durch alle Ritzen, wird aus verständlichen Gründen eben nur nicht zur Schau gestellt… schön wärs, wenn er wenigstens einen guten Riecher hätte, wenn schon alles nach seiner Nase gehen soll.
    Momentan kriegt er bestimmt beigebogen, wo der Frosch die Locken hat, die vorzügliche Cost-Income-Ratio lässt grüßen. „Sorrry Germany – zero points…“ da hilft dann auch keine Durchzugsstellung in den Lauschern mehr.

  14. Ich kann jedes Wort unterschreiben, das Herr Mohr gesagt hat, mit Ausnahme von England. Noch heißt das Großbritannien. 😉 🙂

    Aber eigentlich schade, dass solche Gemeinplätze, die wir Fans seit Jahren wiederkäuen, eine Nachricht wert sind. Hätten die NDR Verantwortlichen mal hier und auf den internationalen Fanseiten mitgelesen und die Fans ernst genommen, wären alle Probleme seit Jahren bekannt. Durch den Zufallserfolg von Michael Schultes Papisong letztes Jahr,wurde das unvermeidliche Sichtbarwerden des zum Scheitern verurteilten ESC-Ansatzes des NDR noch einmal um ein Jahr verschoben. Jetzt müssen Köpfe rollen! Oder aber es muss ein anderer Sender übernehmen. Der sollte dann gleich die gesate ESC-Entourage von Frau Schöneberger bis zu Jan Feddersen und diesem schlimmen Stephan, der immer mit Alina abhängt, austauschen. All diese Leute vermitteln ein verzerrtes und ganz schlimm tantenhaftes Bild vom ESC 20 Jahre nach der Jahrtausendwende. Nur Peter Urban darf von mir aus gerne weitermachen.

    • Ja, weg mit diesem ganzen NDR ESC Team, in erster Linie Thomas Schreiber und sein Hofberichterstatter Jan Feddersen ! Lasst das ZDF oder einen anderen Sender ran

      • Nenene, ich mag Peter Urbans subtilen und ruhigen Kommentar sehr, auch wenn er ab und zu ein Fehlerchen macht. Ich habe sogar Freunde im Ausland (z. B. in Griechenland und der Türkei), die den ESC mit deutschem Kommentar schauen, weil sie Peter Urban von all den Kommentatoren, die sie verstehen, am besten informiert und am glaubwürdigsten finden. Und ich will auch keinen hysterischen OMG-Schreier im Wiwi-Stil.

  15. wahre Worte, eine interne Auswahl finde ich allerdings nicht gut, erinnert zu sehr an die 90er oder Miss Kiss.

    Formel 3x3x3:

    1. drei Hammersongs mit Hitpotenzial schreiben

    2. drei erfahrene Künstler, die live singen können und gleichzeitig Charisma haben, finden, am besten ein Mann, eine Frau und eine Gruppe.

    3. drei Inszenierungen planen, die 1:1 zum ESC geschickt werden können.

    1. Runde: neun Auftritte, dann Televote pro Künstler fürs Finale mit dem besten Gesamtpaket

    2. Runde: drei Auftritte, dann Televote fürn Sieger

    Ich glaube, dass das deutsche Publikum ESC Gesamtsieger finden kann, hat ja schon zweimal geklappt 🙂

    • Da kommen dann doch nur Songs heraus wie „Perfect Life“ oder „Wildfire“. Oder die Aspiranten wie in Großbritannien dieses Jahr. Und die Künstler sind dann auch nur auswechselbare Gesangsroboter, denen irgendein „Konzeptsong“ übergestülpt wird.

      Klar, in 2010 und 2012 hat das in den Finalrunden funktioniert mit eigenen und gemeinsamen Songs. Aber das ist keine Frage des Systems, sondern des musikalischen und eurovisionären Gespürs bei der Vorauswahl. Wenn das vorhanden ist, funktioniert jedes System.

      • z.B. Symphonix als Autorenteam anfragen, nun wäre genug Zeit und dann haben wir eben den bulgarischen Titel 🙂

      • Ein Garant ist das auch nicht. Ist ja nicht so als hätte bei „Sister“ nicht auch ein ESC-Gewinner mitgeschrieben.

  16. Ich sehe mehrere Probleme.
    Das erste Problem ist, dass in Deutschland bzw. in der deutschen Musiklandschaft der ESC nicht richtig ernstgenommen wird, nicht als Chance betrachtet wird. Natürlich ist das auch bedingt durch schlechte Resultate, die es bspw nach Lena/Roman Lob und vor Michael Schulte zuhauf gab. Aber wenn man sich mal die Geschichte des deutschen ESC anschaut, war das doch im Prinzip schon immer eine Geschichte voller Missverständnisse,weil auch schon in den 70er und 80er Jahren die Plattenfirmen irgendwen zum VE schickten, der halt mal wieder Aufmerksamkeit brauchte, noch einen Vertrag zu erfüllen hatte – aber selten geschah etwas aus voller Überzeugung. Hinzu kommt in der heutigen Zeit eine Presselandschaft, die zum Beispiel noch vor dem VE 2018 schrieb „Letzter mit Ansage“. Auch nach Schultes Sieg war die Häme groß, der wurde erst nach einem tollen ESC-Auftritt Everybodys Darling. Darauf komm ich gleich zurück.
    Die Frage ist halt schon, wer sich sowas im Ernst antun will. Der muss schon ein verdammt dickes Fell mitbringen, wenn er gerne zum ESC will, der Überzeugung ist, dass sein Lied gut ist und sich eben trotzdem überall anhören muss, dass er eh ganz hinten landet und der ESC ein reiner Trash-Wettbewerb ist.

    Das zweite Problem ist Schreiber. Bei ihm sehe ich einfach nicht (mehr), dass er für den ESC brennt oder ihn versteht. Wäre das so, hätte er erkannt, dass das mit den Sisters nichts werden kann. Und das nicht, weil das Lied so furchtbar schlecht war odre die Sängerinnen so unerfahren oder so, sondern weil diese Vorauswahl ein Geschmäckle hatte. Schreiber und der NDR mussten sich nach dem VE so oft erklären – aber das bekamst du einfach nicht mehr gedreht. Hier hätte „Letzter mit Ansage“ gepasst (auch wenn man nicht Letzter wurde. Geschenkt.) Aber die Wahl der Sisters war ungefähr so, als würde ein Fußballtrainer im letzten Spiel um den Klassenerhalt bewusst seinen Linksverteidiger als Sturmspitze aufbieten.
    Und da Schreiber sich wegen der oben genannten Probleme bzgl. des ESC-Standing in Deutschland eh so schwer tut, engagierte und ESC-affine Künstler zu engagieren, geschweige denn ausfindig zu machen UND er eben auch nicht (mehr) die Leidenschaft dafür aufbringen kann und mag, wird das auch im nächsten Jahr nichts werden. Solange Schreiber die Verantwortung hat, wird man auf Ausnahmen wie Michael Schulte hoffen müssen.

    Das Beispiel Schulte muss aber auch Mut machen: wie von Thomas Mohr beschrieben gibt es Künstler, die vielleicht nicht regelmäßig im Radio geschweige denn in den Charts auftauchen, die aber trotzdem mit Leidenschaft und Hingabe Musik machen. Diese Künstler muss man finden. Und da wird es auch genügend geben, die den ESC als Chance begreifen und/oder selbst ESC-Fans sind, wie es Michael Schulte ist. Der hat begriffen,wie ESC geht. Und er hat auch gewusst, was er tun muss, damit er, egal welchen Platz er belegt, hocherhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb rauskommt: nämlich sein eigenes Ding machen.
    Da liegt das nächste Problem: Schreiber scheint seine Aufgabe misszuverstehen. Er soll nicht Künstler X ein Lied, eine Performance und eine Botschaft überstülpen und verordnen, sondern mit seinem Team, das aus Fachleuten in Bereich Musik, Marketing, Choreo/Staging, Presse bestehen sollte, Hand in Hand mit Künstler X stehen, ihm den Rücken stärken, ihm beratend zur Seite stehen vielleicht. Eben ein Partner und kein Chef sein. Die Sisters oder auch Ann-Sophie oder wie sie alle hießen hatten halt möglicherweise selbst nicht das Standing und die Erfahrung ihre Ideen durchzubringen, vielleicht hatten sie auch keine, was weiß ich denn schon? Aber es wirkte so, als hätte man ihnen etwas aufgezwungen.

    Mir persönlich isses vollkommen latte, wer beim NDR die Verantwortung für den ESC übernimmt. Meinetwegen kann das auch Schreiber sein, wenn er nicht beratungsresistent ist und den Dialog mit den richtigen Leuten sucht. Und dann geb ich die Hoffnung nicht auf, dass ein Act gefunden wird, der Bock auf den ESC hat und sein Ding dort durchzieht. Wenn es dann eine schlechte Platzierung wird, wird man damit viel eher leben können als bei unseren hinteren Plätzen zuletzt, als nichtmal eine musikalische Idee und künstlerische Vision zu spüren war.

    • Es gibt noch einen weiteren Punkt, den Du nur anreißt, vielleicht aber auch meinst: Es gibt für den NDR aufgrund des ihm auferlegten Korsetts (d.h. Resourcen = Timeslots im Programm, Budget, Personal) einfach keine Notwendigkeit, den ESC auf eine andere Ebene zu heben. Im Programmplan des jeweiligen Jahres steht wahrscheinlich so etwas wie „1x VE und 1x Finale in der ARD sowie 2x Semi auf One. Das war’s. Arbeitet das mal ab, und das reicht, wenn die Quote okay ist.“ Erfolg oder Mißerfolg (= Inhalte) sind in diesem Szenario zu vernachlässigen, auch nicht wichtig, und damit wird aus dem ESC ein großes Mißverständnis zwischen dem, was der Sender machen soll bzw. will, und dem, was die Fans brauchen bzw. wollen. Aus diesem Hamsterrad herauszukommen, das wird eine Herausforderung, aber das wird nicht gehen, wenn man die zugrunde liegenden Strukturen und das vorhandene Personal nicht verändert.

  17. Wir können ja mal wieder einen abgewrackten ex-Star intern nominieren. Madonna scheint in der Karrierephase zu sein.

    • Ne, für deutschland gibts nur eine lösung. Luca hänni mit einem song von l.barke, choreographiert von s-j. Baptiste.

      • Ich maine Barker war auch an s!stärZ beteiligt, von daher können wir auf den Aspekt verzichten – Choreo, Bühnenbild und mal nicht „Mädls“ wären für mich wichtiger. Die Tatsache, dass in D jedes Jahr über „das Mädl/die Mädls“ gesprochen wird, zeigt ja klar ein Problem des Auswahlverfahrens.

  18. Also mich hat das Interview mit Thomas Mohr schon überrascht. Er ist zwar nicht Teil der Delegation – steht dem NDR und Schreiber und Co. sehr nahe und hat bis jetzt den diesjährigen Beitrag komplett mitgetragen. Bin mir sehr sicher, dass das Interview und was er sagt mit Schreiber abgesprochen war. Auch bin ich mir sicher, dass wir bald hören, dass er irgendeine Funktion in Bezug die deutsche Delegation inne hat. Hier wird versucht Hr. Mohr aufzubauen. Er bedeutet allerdings keine Erneuerung!

      • Das trifft allerdings auf die meisten Theorien und Verschwörungstheorien zum deutschen VE zu ;-).

    • &Tom das glaube ich nicht. Thomas Mohr hat nie einen Hehl daraus gemacht ein Aly Ryan Fan zu sein wie übrigens auch viele andere aus dem NDR Team. Damit hat er sich klar gegen Schreiber positioniert, der Sisters ja erst reingeholt hat.

      • Aber nicht Thomas Schreiber allein. Er und der letztes Jahr noch von vielen über den grünen Klee gelobte Christoph Pellander haben den Song dazugenommen, nachdem er von den Juries sehr gut bewertet wurde. Es war mitnichten ein geplanter Sabotageakt von Evil-Mastermind Schreiber, wie es so langsam dargestellt wird.

  19. Ich sehe da aber, bei aller Zustimmung für Thomas Mohrs Aussagen, auch die deutschen Televoter in der Pflicht. Ich stelle mir vor, ein Industrial-Rave-Song ala Hatari wäre hier im VE gestartet. Der hätte doch nie und nimmer vom auf Mittelmaß gepimpten Zuschauer eine Chance bekommen. Obwohl diese Musikrichtung ja hier quasi beheimatet ist. (ich denke, ohne die Neubauten würde es diese Musikrichtung noch nicht geben und mit Bands wie X-RX sind wir diese auch in der deutschen Musiklandschaft auch heute noch zahlreich vertreten)
    Denn, auch wenn wir jetzt über Herrn Schreiber schimpfen, (ich ja auch…) das Televoting wurde von den Ssters gewonnen.
    Und dann höre und lese ich immer wieder von deutschsprchiger Musik: Mit „Wechselt die Beleuchtung“ hatten wir eine solche Perle schon im VE. Gewonnen? Fehlanzeige! Und das müssen wir uns ankreiden, nicht dem Schreiber. Er wirkt mittleirweile so hilflos in seinem Tun, dass ich das Gefühl hatte, man wollte mit den warmen NDR Worten (insbsondere von Feddersen) eher Ihn als die Ssters schon vorab trösten. Ich werde seit Jahren das Gefühl nicht los, dass wir schon so sehr auf Konsens getrimmt sind, dass eine Lustlosigkeit bei der Auswahl der Songs entstanden ist.
    Auch bezüglich der Radiosender hat Mohr ja unterschwellig dies bestätigt. Er sagte, dass die Redakteure Musik in den Schubladen und Köpfen habe, die man nicht im Radio spielen könne: Hä??? Heißt das, diese mutlsoen Menschen sollen wir fragen? Ich frage mich da eher, warum die sich innerhalb der Redaktion nicht durchsetzen und diese Musik,verdammt noch eins, spielen! Ich höre, wann immer ich das Radio anschalte, immer die gleichen Nummern, die durchgekaut und schlecht verdaut ausgespuckt werden. Warum das so ist, würde ich gerne wissen.
    Mein Fazit: Ändern wird sich kurzfristig leider mal wenig, es fehlt an Mut, Mut und nochmal Mut.
    Und wenn ich einen Namen in den Ring schmeißen darf: für mich wären es die Leoniden aus Kiel. Die singen zwar englisch, aber versprühen Kraft, Charisma, und Songs schreiben können die auch! Ohne aufSchubladensongs aus der Schweiz und Kozeptgedöns zurückgreifen zu müssen.
    Vielleicht sollten wir alle mal zurücktreten und gucken, was da um uns herum alles liegen geblieben ist….

    • Ich muss mir gar nichts ankreiden, ich habe für „Wechselt die Beleuchtung“ angerufen. 😛

      Klar liegt die Entscheidung letztendlich beim Televoter. Aber der NDR hat doch insofern „Schuld“ als dass er überhaupt solche „lahmen“ Konsensbeiträge zum Vorentscheid zulässt. Man kennt das Abstimmungsverhalten des Zuschauers doch mittlerweile. Und hat ja schon versucht, mit Jury und Panel gegenzusteuern.

      • Da hast du auch wieder Recht. Ich wünschte blos, dass auch mal aus den Konsenssongs die Perle herausgepickt wird…

    • Man braucht sich aber nicht die Illusion machen, dass beim VE die Massen für einen mutigen, noch dazu unbekannten nischigen Indie-Act anrufen. Ein gewisser Kompromiss wird dabei immer rauskommen. Deshalb ist es schon wichtig, dass es auch in Zukunft nicht mehr 100% Televoting gibt.

    • Na ja, es gab ja den Versuch, die deutschen Televoter ein bisschen auszuboten, indem man ihnen nur noch 30% Stimmrecht zubilligt, weil sie immer nur die gleiche Grütze gewählt haben. Aber wenn man ihnen dann wieder so was stereotypes wie „Sisters“ vorsetzt und dann bei der Auswahl der internationalen Jurys auch noch kapitale Fehler macht, braucht man sich auch nicht wundern… Schreiber / NDR wollten Sisters und haben es bekommen, die Quittung haben sie dafür bekommen, jetzt müssen sie die Suppe auslöffeln…

    • ‚Ich höre, wann immer ich das Radio anschalte, immer die gleichen Nummern, die durchgekaut und schlecht verdaut ausgespuckt werden. Warum das so ist, würde ich gerne wissen.‘

      Die Antwort heißt: Das Senderprofil. Jeder Musiksender arbeitet mit Zielgruppen und Profil. Das Profil ist Pop, Rock, HipHop, Dance, Trance, Klassik, Jazz, usw. Neue Song werden an Hand der Merkmale (Hohe oder Niedrige Töne, Gesangstimme, Instrumente, Klangfarbe, Schnelligkeit (Beas per minute) eingestuft und je nach Tageszeit und Wetterlage eventuell gespielt. Schließlich mussen die Songs auch zu den anderen Songs passen, damit der Hörer nicht den Sender wechselt.

      Sisters oder generell viele ESC-Songs sind zu wechselhaft fürs Radio.

      Und nun ich doch wieder reagiere: Die Enttäuschung in England (VK) ist groß. Schuld haben weder BBC oder der Künstler oder der Song. Brexit ist Schuld – das Festland (Britischer Sichtweise) hat sich bereits verabschiedet von den Briten. (Über VRT-Radio gehört.)

      • Ich sehe das ein bisschen wie Susanne. Die Musikredaktionen der Radiosender zu befragen kann nicht das Allheilmittel sein. Genau diese sorgen doch für die Konditionierung der deutschen Ohren auf Konsensmusik. Und genau diese Konsensmusik ist beim ESC eben nicht gefragt, ist aber die, die das deutsche Ohr automatisch gut findet, weil es daran gewöhnt wurde. Dass diese Redaktionen diese Musik wahrnehmen ist unter den Umständen fast verwunderlich, aber fakt. Bewerben oder sponsoren sie Konerte und Festivals mit eben jenen. Ich kann nicht sagen, dass diese Expertise vorhanden sein muss in diesen Gremien. Denn wahre Experten würden sich eben über diesen Konsensgedanken hinwegsetzen und wirklich gute Musik spielen lassen und das nicht nur in den Spartenzeiten nach 20 Uhr. Dass gute Musik vorhanden ist steht außer Frage. Es bedarf aber wie schon beschrieben vor allem Mut, und den von allen Seiten. Mut des Veranstalters (NDR) etwas gegen den Strich gebürstetes zu nominieren. Mut aber auch der Künstler, die sich dann eben mal drei Monate Zeit für etwas nehmen müssen, was eigentlich nicht in ihr Gesamtkonzept passt, und statt vor 1000 Leuten im coolen Indieclub vielleicht mal vor 10.000 + 200Mio. Fernsehpublikum zu spielen ohne sich blamieren zu müssen. Denn das Blamieren können in diesem Fall gerne die anderen machen.
        Ich hatte in meinem Brief an Thomas Schreiber auch eine kleine Liste von Künstlern (deutsche, oder mit großem Deutschlandbezug) genannt, die sicher nicht allumfassend war, weil sie auch sehr meinen eigenen Geschmack widerspiegelt. Ich habe diese Zusammenstellung in 5 Minuten alleine mit Durchscrollen durch meine letzten Spotify-Playlisten gemacht. Will sagen, es hat mich nicht viel Aufwand gekostet um diese zu identifizieren. Und mit etwas mehr Aufwand käme man sicher noch auf eine viel größere Anzahl, viel diverserer Genres etc.
        Was ich Herrn Schreiber vorschlage, muss ich ja auch vor euch nicht geheim halten. Also:
        Milliarden
        AB Syndrom
        Lary
        Mine
        FIBEL
        Bukahara
        Tubbe
        Mogli
        Juju
        Giant Rooks
        Ali As
        Blinker
        Van Holzen
        Großstadtgeflüster
        Alli Neumann
        OK Kid
        Future Franz
        Leoniden
        Frittenbude
        Alice Merton
        Beranger
        Pam Pam Ida
        Drangsal

  20. Naja, der T. Mohr alias Zungenschlag wiederkäut eigentlich nur, was hier im Blog und anderswo im Vorfeld diskutiert wurde, nur nicht auf eurovision.de, dem Haus- und Hoflieferanten der Verantwortlichen. Da war nur Schleim ohne Ende zu lesen. Dabei haben alle gewußt, das es wieder eine Blamage wird. Nicht einmal Schreiber hat mehr an den Song geglaubt. Beim NDR hat man das aber so ziemlich komplett ignoriert. Ich bin es echt leid, immer wieder im Nachhinein zu analysieren, was schiefgelaufen ist. Wir wußten es doch vorher, das wir beim Televoting abstürzen. Wenn der Song nichts taugt, hilft auch kein anständiges Staging mehr. Deshalb hat man sich das Geld für ein Kreativteam erspart und das gelungene Video erst in der ESC-Woche rausgebracht. Bloß nicht zu früh, sonst wird man auch noch daran gemessen, was man hätte alles anders machen können.
    Wer traut dem Team um den dominanten Schreiber noch zu, das Maul vorher aufzureißen, da er doch jeden Widerspruch schon im Keim erstickt? Ich nicht!
    Und so wird ein weiteres Jahr ein Vorentscheid am internationalen Geschmack vorbei produziert werden, in dem vielversprechende Songs durch visuelle und tontechnische Desaster kaputtgespielt werden. Und das nur damit der Schubladensong 2020 im Televoting gewinnen kann. Und da man kann rechtzeitige Kritik nicht gebrauchen. Diese Scheingefechte nach dem ESC hatten wir doch schon zu Genüge.

    Ich weiß es ja selbst @Benny, dieser Kommentar hilft jetzt auch nicht weiter, aber ich musste das jetzt mal los werden.

    Den S!sters trifft keine Schuld, ich wollte sie nicht beschädigen nach dem VE. Das haben die Verantwortlichen beim NDR getan, die die Mädchen zu Kompromissen genötigt haben. Weil es S!sters an Erfahrung fehlt, haben sie das über sich ergehen lassen. Jetzt haben sie diese Erfahrung fürs Leben gesammelt.

    Hier nur ein Vorschlag von mir für die Zukunft, egal wie viele Teilnehmer es am VE sind, auf die Menge kommt es nicht an. Es müssen starke Songs und Künstler mit ausgereiftem, ausgeklügeltem Staging sein, die auch schon mindestens zwei Wochen in der Radio- und Fernsehwelt, sowie in den Streamingdiensten bekannt sind und sich der Fachwelt stellen können. Sich der Diskussion im Vorfeld zu verweigern, führt automatisch zu falschen Ergebnissen.

    Eins noch, dann höre ich auch auf. Die Gesichter und Stimmen der Moderation sowie der Begleitung müssen dringend verjüngt werden. Auch wenn unter uns viele an Traditionen (Schöneberger, Urban) hängen, es ist längst eine neue, gutausgebildete Generation nachgewachsen, die es verdient hat, dem ESC in Deutschland ein neues Gesicht zu geben.
    Man merkt es doch auch hier auf dem Fanblog in den Kommentaren. Junge, kluge Köpfe sind hier längst etabliert und darüber freue ich mich wirklich und verknüpfe damit die Hoffnung, das der ESC in Deutschland doch nicht verloren ist.
    Auf ein Neues und traut euch, „Schwestern“!

    • Stimmt. Dann hätten wir aber wohl hinterher ähnliche Schlagzeilen gehabt wie in Rumänien: Gebührenzahler von Fan-Panel überstimmt! Skandal!

      Man hat wirklich das Gefühl, hier in Deutschland kann man nur verlieren, egal wie man es macht.

      • Apropos Rumänien, das wiwibloggs Team glaubte bis zum Schluss, dass Rumänien ins Finale kommt, kann man auf YouTube finden, im Hintergrund sind zwei Bekannte zu sehen, wenn ich mich nicht irre 🙂

        Bin da letztes Jahr zufällig drauf gestoßen als ich mir die Verkündung des Televoting anschauen wollte, herrliche Reaktionen:)

  21. Schuld des schlechten Ergebnisses ist meines Erachtens das Fehlen jeglicher Inszenierung. Stehen, gehen , stehen. Großartige Idee! Die Bewertungen und Kommentare zum Video mit den Boxhandschuhen waren wirklich sehr gut. Das Video der Auftritte wurde schlecht bewertet. Die Sisters haben selbst angedeutet, dass sie mit der Inszenierung nicht unbedingt glücklich waren. Die Komponistin hatte Ideen geliefert, die nicht aufgegriffen wurden. Hier sehe ich den großen Fehler der deutschen Delegation und die mangelnde Kompetenz des Unterhaltungschefs. Wer die Bedeutung einer stimmigen – nicht zirkushaften – Inszenierung ein ESC nicht erkennt, sollte nicht die Verantwortung für unseren Beitrag tragen. Ich war ja der Trottel, der bis zum Schluss glaubte, dass wir am Ende mit einer Hammer-Umsetzung das Feld von hinten aufrollen würden. Klar, der Song ist kein Winner, aber es sind viele Beiträge vor uns platziert, die auch nicht unbedingt besser sind. Die linke Hälfte wäre mit einer guten Umsetzung des Videos auf die Bühne machbar gewesen.

  22. Ich bin für einen Vorentscheid à la 2011. Ein Künstler wird intern ausgewählt (am liebsten vom Eurovision Panel) und präsentiert beim VE 4-5 Lieder, an denen er größtenteils selbst mitgeschrieben hat.

  23. Ich glaube, ich würde mich als Künstler von Thomas Schreiber nicht wirklich gut betreut fühlen. Natürlich ist das nur ein ganz kleiner Ausschnitt den man mitbekommt, aber auf mich wirkt er immer so technokratisch und kühl. Als würde er versuchen ein CDU-Politiker zu sein, böse gesagt. Wenn es einem dann im ESC-Land schlecht geht, kann man sich vielleicht wirklich verloren vorkommen und einfach nur versuchen, den Auftritt halbwegs gut hinzubekommen. Wenn man nicht ein total dickes Fell hat, ist es bestimmt auch nicht so einfach eigene Ideen umzusetzen, sofern man welche hat. Ich hab das Gefühl, der Mann redet alles auf aalglatte Weise weg. Schulte hatte ja seine Frau dabei. Ich glaube, die Familie vor Ort hilft, das alles durchzustehen, aber nicht unbedingt Herr Schreiber.

    Ich weiß nicht, wie sehr man sich in der Delegation wirklich gut betreut fühlt, wenn man etwas unsicher ist und nicht genau weiß, ob man knallhart sein eigenes Ding durchziehen kann und das schafft. Deshalb brauchten wir vielleicht bisher immer extrem schmerzbefreite Leute, um Erfolg zu haben. Es der Delegation allein zu überlassen, ist vielleicht nichts. Levina, Jamie-Lee, S!sters und alle anderen, irgendwie tun sie mir alle total leid. Das deutsche Publikum schickt sie dahin, mit, an dem Abend des VEs, im Mittel wenig ESC-Erfahrung. Dann werden sie zum Finale in ein Förmchen gedrückt und der Auftritt wird schnell seltsam ARD-esk, meint langweilig und bieder, und man kann sich vorstellen, dass die deutsche Delegation dabei denkt, dadurch sei man automatisch authentisch. Aber wenn das Lied mittelmäßig ist, weil die Televoter das gewählt haben, und die deutsche Delegation nicht „out of the box“ denken kann oder will, dann haben wir das, was wir bisher immer hatten.

    Michael Schulte war eine Ausnahme, die wirklich mehr Zufall war, weil er selbst schon so viel mitbrachte, was ihm im Camp auch zu einem wirklich guten, persönlichen Lied gebracht hat, was wirklich authentisch war.

    Lena war ein außerordentlicher Glücksfall, selbst für Raab.

    Bei Roman Lob hat Raab es hinbekommen, ihm ein gutes Lied zu geben und ihn richtig und sympathisch zu vermarkten.

    Bei Cascada, Ann-Sophie, Jamie-Lee und Levina war entweder das Lied, der Auftritt oder beides nichts Mitreißendes und hier hat man es mangels Raab auch nicht geschafft, etwas Interessanteres daraus zu machen. Elaiza hatten zwar keinen überragenden Erfolg, bildeten meiner Meinung nach aber noch einen kleineren Lichtblick, weil sie auch relativ schmerzbefreit da rangegangen sind, und naja – Polen hat’s gefallen. Aber die anderen hätten vielleicht mehr Betreuung vom NDR gebraucht.

    Es ist hart, ich weiß, aber ich finde, die Verantwortlichen sind langweilig und einschläfernd. Die Künstler müssen bisher beim NDR sehr viel aus sich selbst heraus mitbringen, wenn man erfolgreich sein will. Fehlt etwas, schafft man es beim NDR ohne Raab nicht, dies auszugleichen. Der Künstler steht dann allein da. Andere Länder können das eher. Natürlich bringt es auch nichts allein nur irgendwelche „RTL-Tänzer“ mit auf die Bühne zu stellen, aber viel passiert bei uns oft nicht – egal in welcher Form. Wir wollen immer so zwanghaft tiefgründig und authentisch sein und suchen einen sympathischen Künstler, der Talent hat, den wir auch jedes Jahr finden. Alle unsere Leute waren toll.

    Aber dann gibt’s einen mittelmäßigen bis schlechten Song und für den Versuch authentisch zu sein, wird der Künstler mit diesem mittelmäßigen Song allein auf der Bühne platziert und von mal guter, aber oft weniger guter bis langweiliger Inszenierung begleitet. Das funktioniert dann eben nur, wenn der Song auch wirklich für sich stehen kann und die Sympathie der Künstlers auch wirklich glaubhaft rüberkommt.

    Aber das hatten wir bisher eben nur in Glücksfällen, wo die Künstler selbst schon sehr viel dem NDR geben konnten, aber nicht der NDR dem Künstler. Das ist es doch.

  24. Es fehlte einfach eine gute Bühnenshow ,mir war der deutsche Beitrag zu amateurhaft da geboten.
    Meiner Meinung gehört ein jüngeres Team an den Start um was zu ändern.

    • Das ist keine Frage des Alters, nur eine Frage der Einstellung. Nur weil jemand jung ist, liefert er ja keine bessere Arbeit ab.

  25. So ich habe letzte Woche schon mal eine Mail an den NDR geschrieben und meine Gedanken für einen besser Vorentscheid niedergeschrieben. Und zwar bin ganz klar der Meinung das man hier einiges Ändern muss. Weil das viel größer Problem was ich sehe ist nicht nur der ESC an sich sondern das es genug Deutsche gibt die am Tag des ESC Finale nicht einmal wissen wer überhaupt für Deutschland antritt. Ich nenne jetzt mal folgende Punkte wie sich das Interesse der Deutschen Zuschauer eventuelle wieder verbessern könnte.

    1. Aus 1 Show mach 3 Shows ( 2 Halbfinale und 1 großes Finale)

    2. Insgesamt treten pro Habfinale 12 Teilnehmer an, wobei die besten 6 sich für das Finale Qualifizieren

    3. Wichtig: Die Teilnehmer werden mit Musik Video auf Youtube, Facebook usw vorgestellt ungefähr 2 Wochen vor dem 1. Halbfinale. Die Lieder werden auf sämtlichen Plattformen wie Spotify, ITunes usw Online gestellt auch ungefähr 2 Wochen vor dem 1. Halbfinale.

    4. Wichtig: Die Songs müssen Hitpotenzial haben. Ruhig jeden Musik Richtung zulassen von Schlager bis Rock alles sollte erlaubt sein.

    Was halten ihr von meiner Idee vielleicht hätte ja jemand noch Ideen die man hier noch mit einbauen könnte. Gerade was das Voting betrifft….

      • Das Konzept gefällt mir sehr gut! So krass wie in Schweden muss es ja nicht gleich sein, aber es sollte definitiv mehr Zeit gegeben werden, sich in die Lieder reinzuhören (auch wenn das die meisten, die beim ESC abstimmen sicher nicht tun). (war das 2010 nicht auch ein bisschen so?) Eine Mischung aus dem Semifinal-Konzept gemischt mit einem BuViSoCo-Ansatz (von stefanohh) fände ich interessant. Darüber hinaus schon sehr schade, dass der BuViSoCo nach Raab nicht mehr aufgenommen wurde. Mir gefällt die Idee sehr gut. Und wenn man sich so die Vorderplatzierten dabei anschaut, wären da viele tolle Vertreter für den ESC bei rausgesprungen. Man könnte das natürlich auch als standardmäßigen Vorentscheid = BuViSoCo einführen. Frage mich sowieso, warum das bisher keiner weiterverfolgt hat; lief ja immerhin auch über 10 Jahre. Hoffen wir einfach mal 🙂

  26. Mich würde mal interessieren , wie hoch das budget in deutschland für so eine esc-kampagne ist. Alleine schon die auswahl fürs songwriter-camp, das camp selbst und der ve.kosten bestimmt ne ganze menge. Kein wunder ist da kein geld mehr da um sich beim esc einen choreographen zu leisten.

  27. Grundsätzlich gibt es das Erfolgsrezept beim ESC nicht. Eigentlich weiss man nur ziemlich genau, welche Songs nicht funktionieren. Und Sisters war leider ein solcher Song. Langweiliges Durchschnittsgedudel, schon vergessen, noch bevor der Song geendet hat. Da hätte wahrscheinlich auch eine andere Inszenierung nur geringfügig etwas daran geändert, siehe Moldawien mit der Sandmalerin. Aber jetzt ist genau das geschehen, was ich nach der VE befürchtet habe. Man hat Carlotta und Laurita mehr oder weniger sich selbst überlassen, anstatt dass man wenigstens versucht hätte, das Beste aus der Situation zu machen. Wie schon bei Elaiza, Ann-Sophie, Jamee-Lee und Levina auch. Der Michael wusste genau, was er wollte, und hat dem NDR schon ein fertiges Konzept präsentiert. Das hat wohl zu dem sehr guten Ergebnis beigetragen. Wobei der Song schon auch ans Herz ging, zwar nicht unbedingt meins, aber er hatte viele Fans. Weil er eine klare Linie hatte, eine gefühlvolle Ballade war. Sisters war weder Fisch noch Fleisch. Dass die Schweizer ihn abgelehnt haben, hätte die Verantwortlichen doch zum Nachdenken anregen sollen. Die Mädels tun mir echt leid, denn sie haben sich in der Tat nichts vorzuwerfen. Der Gesang war tadellos und ich finde auch, dass sie gut auf der Bühne rüberkamen.
    Gegen Newcomer habe ich grundsätzlich gar nichts, man sollte sie aber dann auch angemessen betreuen. So wie Stefan Raab es getan hat. Der Typ war mir jetzt nicht sooo sympathisch, aber er verstand etwas von Musik und vom ESC, und hat sich auch um seine Schützlinge gekümmert.
    Ansonsten muss ich leider anmerken, dass man dem ARD-Durchschnittszuschauer einfach nicht vertrauen kann im Hinblick auf den ESC. Entweder man kreiert eine VE nur mit Krachersongs und die entsprechenden Performances, was allerdings schwer zu realisieren ist (oder bisher einfach nie der Fall war). Das heisst nicht, dass keine erfolgsversprechenden Acts bei den vergangenen VEs angetreten sind, im Gegenteil. Aber der deutsche Durchschnittszuschauer hat nun einmal das Talent, genau die durchschnittlichste Nummer auszuwählen. Bloss nicht zu arg anecken.
    Oder man lässt ausschliesslich die Fans entscheiden, entweder per ESC-Panel, oder, was ich noch besser fände, dass man in den diversen ESC-Foren eine Internetabstimmung macht, wo zumindest geeignete Kandidaten für eine abwechslungsreiche VE zusammengestellt werden.
    Aber es gibt dann immer noch keine Erfolgsgarantie, klar. Nur könnten sich die Fans, und die supporten ja auch meist den eigenen Act beim ESC, vielleicht eher mit dem gewählten Beitrag identifizieren. Meckerliesen wird es wohl immer geben, aber ein Versuch wäre es doch wert.

  28. Die Diskussionen nach all den Jahren ermüden mich. Soll der NDR sich nur selbst seine Gedanken und Arbeit machen, dafür werden sie doch auch fürstlich von unserem hart erarbeiteten Geld bezahlt. Nur soviel von mir: am Grundkonzept festhalten (mit mehr Künstlern) und das wichtigste mehr MUT…viel mehr MUT (gerade auch in der Vorauswahl). Ruhig mal richtig polarisieren (zu verlieren haben wir doch in der jetztigen Situation eh nix mehr).

  29. Warum nicht tatsächlich einfach einen Bundesvision-Song-Contest wiederbeleben. Wenn man da als Teilnehmer z.B. nicht gewinnt, sondern nur 3. wird, ist das ja auch ein Erfolg und es entsteht nicht der Eindruck, man habe versagt, wenn man dann nicht gewinnt… Man kann dann ja immer noch auswählen, ob man das Ganze über zwei Halbfinals stattfinden lässt, wo sich dann nur die besten 4 qualifizieren oder direkt ein Finale mit allen 16 austrägt. Die Landesrundfunkanstalten sollten mit der Suche nach geeigneten Kandidaten beauftragt werden. Somit gibt es auch da eine Art Wettbewerb. Dabei sollte ein Künstler jetzt auch nicht an ein bestimmtes Bundesland gebunden werden.

    • Das fände ich tatsächlich auch die beste Idee. Als Vertreter der einzelnen Bundesländer wären dann eigenständige Künstler mit eigenem Profil ideal.

    • Die Bundesländer-Idee mag reizvoll klingen, dürfe in der Realität nicht umsetzbar sein. Allein daran, alle neun Öffi-Landesrundfunk-Anstalten unter einen Hut zu bringen, würde es schon scheitern. Außerdem hätte der NDR dann vier Acts im Rennen, WDR und BR als ähnlich mächtige Anstalten nur einen, was die dann mit Sicherheit nicht akzeptieren würden. Dazu müssten alle Teilnehmer in etwa den gleichen Bekanntheitsgrad haben, sonst läuft es wie bei ProSieben: Revolverheld/Mark Forster gewinnen überlegen, der Rest ist von vornherein chancenlos. Einzig eine nach Bundesländern getrennte Abstimmung würde Spannung versprechen, aber ich befürchte, dafür ist Deutschland nicht geschmacklich divers genug.
      Liest sich jetzt alles pessimistischer als ich wollte, aber mit den verkrustetetn Strukturen bei der ARD wird das nichts.

      • dann könnte man einen Wettbewerb ausloben, bei dem jede Rundfunkanstalt einen Kandidaten mit fertigem Konzept benennen und bewerben kann. Dann würde vielleicht auch dieses NDR-Bashing aufhören und es gäb tatsächlich mehr Wettbewerb. Auch würde sich die Arbeit stärker verteilen. Der Sieger bekäme dann die Aufgabe den nächsten Vorentscheid auszuloben.

      • Wenn der Sieger dann noch eine unliebsame Aufgabe aufgedrückt bekommt, spiegelt sich das auch in der Qualität der Acts wider

  30. Aus meiner Sicht wird nichts dabei rauskommen, wenn man Landesrunkfunkanstalten oder Plattenfirmen Künstler suchen lässt. Wie ich schon weiter oben ausgeführt habe, schicken die dann auch nur die, die noch Verträge zu erfüllen haben. Oder eben die Newcomer, wo sich die Marketing-Ausgaben gegenrechnen lassen müssen durch einen Auftritt in einer TV-Show. Schaut doch mal, welche größeren Künstler in den letzten Jahren in einer deutschen VE waren. Die waren alle nicht am Zenit ihres Erfolgs, nichtmal kurz davor, sondern alle weit dahinter. Oder wie gesagt waren es halt Newcomer. Davon hatten wir dieses Jahr aber auch sieben Stück. Erfolg? Null.

    Der NDR muss selbst suchen und aktiv werden. Da muss es doch Netzwerke geben. Und dann muss sich der NDR bzw. Herr Schreiber in seinem Ego stark einschränken. Dann kommt halt Aly Ryan mit ihrer ganzen Entourage und ihren ganzen eigenen Ideen und Vorstellungen. Dann muss man halt mal die Eier in der Hose haben das durchzuziehen statt wieder eine Mid-Tempo-Nummer zu nehmen, die man von einer blonden Pfarrerstochter mit Gitarre singen lässt.
    Mut wurde hier weiter oben ja schon angesprochen. Mut, Netzwerk – fertig. Und dann isses wurscht, wie die Show aussieht, ob da 4, 8 oder 27 Kandidaten auftreten.

    Und zu der Idee mit dem VE aufgeteilt in Semis: dream on! Das wird hier nicht passieren. Bei keinem Sender. Weil es in Deutschland dafür kein Publikum gibt. Also kein breiteres. Das gibt es nur beim ESC-Finalabend. Deswegen laufen die ESC-Semis auch bei One oder Phoenix oder wo auch immer.
    Sicher kann man auch bei einem VE eine gute Quote erzielen und Interesse wecken. Aber das wird mit einer überladenen Show und Semis davor nicht gelingen.
    Wenn es dem NDR gelingen würde, 3 4 5 Künstler zu finden, die einen Namen haben und man sie machen lässt und auch denen vielleicht das Marketing und die Pressearbeit im Vorfeld überlässt, dann könnte es was werden. Aber diese Künstler musst du erstmal finden. Und dazu braucht es Mut und Netzwerk und ein runtergeschraubtes Ego.

  31. Das bisherige VE-Konzept mit Panel, Expertenjury, Televote und Songwriting-Camp ist doch gar nicht so verkehrt. Nennen wir es einfach mal „Pech“, dass dieses Mal ein 0815-Act vom Televote und von den Experten favorisiert wurde. Aber die richtigen Ansätze eines guten Vorentscheids waren doch da! Wir hatten in 2018 und in 2019 bei jedem Act ein Staging-Konzept, wenn auch noch nicht bis ins Detail durchgeplant. Problematisch war dieses Jahr eher, dass die Probenzeit so kurz bemessen war, dass die Auftritte noch nicht ganz rund wirkten und die Regie (Ladislaus Kiraly) grottig schlecht war. Das kann man doch nächstes Jahr besser machen oder es muss sich halt noch etwas eingrooven. In 2020 bitte an den beiden Stellschrauben drehen, dann bin ich auch sehr zuversichtlich, dass es wieder eine/n VE-Sieger/in gibt (solo, Duo oder Band), mit dem/der wir mit großer Spannung und Vorfreude ins große ESC-Finale gehen.

    Ehrlich gesagt war ich von Herrn Schreibers Statement, das VE-Konzept wieder einmal zu überdenken, negativ überrascht. Nur weil es dieses Mal nicht zu einer Top-Platzierung gereicht hat, wirft man doch nicht das Konzept um, mit dem vor 2 Jahren alles besser werden sollte?! Das Letzte, was die deutsche ESC-Community braucht, ist ein weiteres Hin und Her.

  32. Eine wichtige und hoffentlich was verändernde Diskussion! So sollte es weitergehen und an die richtigen Leute gerichtet werden.
    Ich bin es nur langsam Leid ständig lesen zu müssen das ,das Maß aller Dinge immer nur Aly Ryan hätte sein müssen. Mein Gott der Käse ist gegessen und man muss auch mal loslassen können! Und was ich damals auf der Bühne gesehen habe und wie sie im Radio oder heute in den ESC „Disco“klingt ist ein riesiger Unterschied!
    Klar hätte es was werden können ,ist es aber nicht!
    Und kurioser Weise vergessene die immer wieder bei diesen Themen auftauchenden Aly Fans das euer Disco Mäuschen nur den 3 Platz inne hatte und vor ihr noch Makeda stand. Waren das manipulierte Stimmen und Makeda eine weiter Null Punkte Kandidatin?
    Also bitte nach vorne schauen und so langsam den Vorausscheid 2020 thematisieren.

    • Falls du damit mich meintest, weil ich ihren Namen hier zuletzt erwähnte habe: sie diente nur als Beispiel. Mein Favorit war Linus. Und ja, das ist unerheblich, weil es mir eben auch in meinen Beiträgen nur um 2020 ging.

  33. Thomas Mohr hat da absolut Recht mit und sagt das, was wir hier eigentlich fast alle bereits vor und auch nach der VE gesagt hatten. Ich finde das Songwriter-Camp jetzt eigentlich ganz gut. Nur es bringt natürlich nur was, wenn man das dann auch konsequent durchzieht. Die Wildcard für die S!sters war und bleibt ein schlechter Scherz, ganz egal, wie die anderen VE-Teilnehmer beim ESC abgeschnitten hätten. Kein Staging bei der VE war gut – ganz im Gegenteil eher alles ziemlich mau und grenzwertig. Da hätte bei jedem anderen VE-Act für einen einigermaßen erfolgreichen ESC-Verlauf noch viel gearbeitet werden müssen. Man darf bezweifeln, ob der NDR mit der jetzigen zuständigen Besetzung für den ESC hinbekommen hätte.

  34. Am meisten ging mir schon wieder diese unangenehme Selbstbeweihreucherung auf die Nerven. Michael Schulte wurde präsentiert, als hätte er letztes Jahr gewonnen. Den Deutschen geht es nur gut wenn sie sagen könnten „wir sind die Besten, alle anderen sind Scheiße“. Das ist im Sport und in der Politik genauso. Und wenn es dann wieder in die Hose geht, dann lag es nicht an den „Mädchen“ oder dem Lied, sondern, dass man uns in Europa nicht mag, obwohl wir doch die Schönsten sind und alles bezahlen. Immer die gleiche Leider. Zum Kotzen!

    • Bei dem einen oder anderen Kommentar in diesem Blog meine ich zwischen den Zeilen eine ähnliche Grundhaltung herauszulesen: Der NDR/Schreiber/… ist daran schuld, dass wir nicht die Besten sind (so wie es sich eigentlich gehören würde?).

  35. Um aber ehrlich zu sein, kam genau diese Verteidigung vom Scheiber dieses Jahr eben nicht. Er hat sich vor die Sister gestellt, aber ansonsten kam da ein ziemlich demütiges „Lied kam in Europa nicht an. Ein ‚Weiter so‘ geht nicht.“
    Warten wir da einfach mal ab, was da in den nächsten Wochen noch nach kommt.

    • Das kann diesmal wieder dauern..Bin gespannt was die sich überlegen..am besten zurücktreten und kompletter Neuanfang.Schauen wir mal. ESC Kompakt bleibt sicher dran 🙂

  36. I’m tired …

    Schlimmer geht natürlich immer, das gilt für Peter Urban genauso wie für Schreiber und absolut auch für unseren diesjährigen Beitrag. Natürlich muss man für Veränderung und Erneuerung offen bleiben, aber wenn man zurück schaut, sieht man, dass der NDR etliche Konzepte durchprobiert hat, dabei auch häufig okaye bis gute Künstler mit sogar brauchbaren Songs im Vorentscheid hatte und dann nicht zuletzt vom TV-Publikum der langweilige Konsens-Beitrag gewählt wurde …
    Interessanterweise konnte hier auch die Hinzunahme einer Jury nicht viel dran ändern (siehe Cascada und meinetwegen auch S!sters). Fast schon im Gegenteil, scheinen die Jurys auch beim ESC zunehmend auf Konsensmusik zu fliegen, während außergewöhnliche Beiträge eher hängen gelassen werden (s. Portugal). Auch finde ich es interessant, wie das große Vorbild Schweden zunehmend glatte Produkte schickt und dafür ebenfalls mehr von den Jurys als den Televotern belohnt wird.

    Für mich definitiv ein Grund, die internationale Jury in die Wüste zu schicken und nur noch auf das Panel+Publikum zu setzen (obschon ich bezweifle, dass Aly Ryan Tel Aviv gerockt hätte – wäre ganz schön, wenn die ständigen Jubel-Perser es hier jetzt auch mal gut sein lassen könnten).
    Dann bitte Bewerber wie Drangsal, der für den Vorentscheid ganz sicher eine Bereicherung gewesen wäre, nicht einfach aussortieren und das Songwriting-Camp weiterhin als Workshop zur Optimierung bereits vorhandener Arbeit anbieten (vgl. Michael Schulte), jedoch nicht als Song-Fabrik (und bitte kein Symphonix-Song).

    Wenn man das dann mal durchzieht und vielleicht noch etwas mehr in Werbung und Vernetzung investiert, kommt sicher auch mal wieder ein erfolgreicher Beitrag zu stande, egal ob mit „fertigen“, etablierten oder unerfahrenen Künstlern (Nebenbemerkung: Duncan Laurence ist auch nur ein ehemaliger The-Voice-Absolvent, der außer Arcade kaum etwas veröffentlicht hat).

    • Sorry, kleine Korrektür: Duncan Laurence ist auch nur ein frischer Absolvent der Rock-Academy, der außer Arcade kaum etwas veröffentlicht hat, weil er vom ESC beschlagnahmt wurde und keine Zeit hatte für seine andere Songs. 😛

    • Es ging mir nicht darum, Duncan Laurence zu discreditieren, sondern darum, dass er in meinen Augen eben kein fertiger Künstler ist, der sein „künstlerisches Profil schon komplett ausgelebt“ hat. Nichts gegen erfahrene Künstler, aber die Sicht auf den ESC als internationale Casting-Show ist gerade in Deutschland (vermutlich auch UK) unnötig negativ behaftet.

    • Genau. Duncan ist neu.

      ‚The Voice‘ ist nur einen Jahr. Rock Academy ist ein Hochschulstudium, mindestens 4, meistens 5 Jahre. Dort lag der Haken. 😉

      Was wäre mit einem ‚Anouk‘-Effekt für Deutschland? Jemanden, der etwas ganz anderes singen möchte als man erwartet. Helene Fischer mit ungebügelten Rock? Rammstein mit Dance?

      Eine Gruppe, die ich gerne beim ESC sehen möchte: Bernstein, aus den Raum Rostock. Ich weiß, dass sie in irgendeinen Castingshow dabei waren, aber schnell weggeschickt wurden, weil die Stimme des Sängers viel schöner und besser war als einer der Jury-Mitglieder, der eine ähnliche Stimmfarbe aufweist. Diese Gruppe sollte man nicht durch einen Vorentscheid schicken (gerade wegen diese merkwürdige Erfahrung im Privatfernsehen), sondern direkt nominieren und in zusammenarbeit den perfekten ESC-Song entwickeln.

  37. Ich kann in allen Punkten zustimmen. Die Songauswahl (außer der Song von Aly) beim Vorentscheid war einfach richtig mies. Da hat das Songwritingcamp versagt. Die Sisters nachnominieren und B-Ware aus der Schweiz einkaufen, den besten Slot im Vorentscheid geben etc… Das war auch einfach richtig unfair und mies allen Künstlern gegenüber.

    Die 100 Fans, die bewertet haben, haben ein besseres Bild als die Televoter und eine Jury aus 20 Leuten (und dem Sänger von Revolverheld, der sogar eine der Sisters gut kennt). Mehr auf uns hören.

    Am Vorentscheid war dieses Jahr alles falsch.

    Der Song platziert sich nicht in den Charts. Da müssen doch alle Alarmglocken angehen. Und was macht man? Nichts. Kein Musikvideo. Keine Gedanken zur Show. Kein Knaller, der was hätte retten können. Einfach 0815. Und das finde ich so schwach. Sich dem schlechten Ergebnis ergeben.

    Und jeder wusste doch, dass es so kommt. Platz 24 finde ich schon eine positive Überraschung. Ich hab klar mit dem letzten Platz gerechnet.

    Nächstes Jahr bitte ein neues, frisches Team mit anderen Ideen an den Vorentscheid schicken. Gerne auch mal wieder ein Künstler, der Menschen begeistert. Es muss ja nicht gleich Helene sein. Etwas in Richtung Labrassbanda reicht doch auch, um eine Stimmung pro ESC im Land zu erzeugen.

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