Ein sympathisches und talentiertes Moderatoren-Team beim ESC 2022 (Torniamo a Torino 1)

Quelle: EBU/SARAH LOUISE BENNETT

Ciao an alle! Ich habe die große Ehre, unsere ESC-Rückblick-Serie „Torniamo a Torino“ zu eröffnen und starte gleich mit einem Bericht zu etwas, das mich immer besonders interessiert und das ich auch im vergangenen Jahr bei „Replay Rotterdam“ kommentiert habe: Die Moderatoren.

Zugegebenermaßen war ich vom niederländischen Moderatoren-Quartett nicht wirklich begeistert. Das Turin-Trio bestehend aus der Italien-Ikone Laura Pausini, dem britischen Sänger Mika und dem italienischen Moderations-Allrounder Alessandro Cattelan hat mir dann insgesamt tatsächlich besser gefallen – auch wenn es auch hier Licht und Schatten gab. Aber eins nach dem anderen, schauen wir uns die Moderatoren zunächst einzeln an:

Mika – das Sprachtalent

Einige wunderten sich sicherlich über die Nominierung des libanesisch-britischen Sängers Mika als Teil des Moderatoren-Teams für Turin. Wie Blogger-Kollegin Berenike in einem ESC kompakt LIVE jedoch anmerkte, ist Mika in Italien besonders beliebt. Der 38-Jährige war auch Juror der beliebten Casting-Sendung X Factor Italia, bei der er übrigens auch seinen Host-Partner Alessandro kennenlernte. Zudem verbringt Mika viel Zeit in der Toskana und zieht sich dort etwa zum Songschreiben zurück.

Mika im Moderatoren-Team zu haben war sicherlich ein Gewinn in vielerlei Hinsicht. Zum einen brachte er durch seinen hohen Bekanntheitsgrad in ganz Europa ein gewisses Prestige mit. Zum anderen beherrscht er einige Sprachen perfekt, unter anderem Englisch und Französisch – bekanntlich sehr wichtig beim ESC.

Außerdem brachte er als Sänger und wie erwähnt internationaler Act auch eine beeindruckende Intervall-Performance im ESC-Finale, während der er unter anderem seine neue Single „Yo Yo“ zum ersten Mal vor Publikum zum besten gab. Neben seinem künstlerischen Talent ist Mika natürlich auch sehr charismatisch und für einige Zuschauer auch sicherlich etwas fürs Auge.

Gänzlich ohne Kritik bleibt die Moderation von Mika jedoch nicht. Insgesamt hat er wohl auch am meisten Kritik nach dem ESC abbekommen, dafür gibt es ebenfalls einige Gründe. Zum einen sorgten einige Patzer während der Sendungen für unangenehme Situationen. Etwa bedankte er sich bei der Ukraine für ihre Teilnahme am ESC, reichte dem Front-Rapper das Mikro, um es dann doch schnell wieder zurückzuziehen und „Holland“ anzukündigen – obwohl Polen an der Reihe war und Holland bekanntermaßen nur eine Region in den Niederlanden ist.

Das klingt jetzt vielleicht für einige etwas kleinlich, aber diese Patzer häuften sich tatsächlich. Zudem passt es etwas zu den Berichten der Presse vor Ort, die berichtete, dass Mika in den Proben nicht wirklich die Texte aufsagte, sondern gerne mit „Blablabla“ überbrückte und sich nicht besonders interessiert zeigte.

Alessandro Cattelan – der Moderations-Allrounder

Neben zwei Musikern setzte die RAI auf einen der beliebtesten italienischen Moderatoren der vergangenen Jahre und dem heißesten Neuzugang beim öffentlich-rechtlichen italienischen Rundfunk: Alessandro Cattelan. Der 42-Jährige moderierte fast 10 Jahre lang, wie oben angeschnitten, die Casting-Sendung X Factor Italia. Alessandro hat zudem vor kurzem eine eigene Doku-Serie auf Netflix gestartet, in der er berühmte Persönlichkeiten trifft und interviewt.

Alessandro war anzusehen, dass er Live-Sendungen kann und damit letztendlich sein Brot verdient. Insgeheim sollte er der Pfeiler des Trios sein und den roten Faden verfolgen und wiederaufnehmen, wenn etwa Laura und oder Mika etwas abgeschweift sind. Was dann auch der Fall war. Dennoch konnte er sein enormes Charisma und sein sympathisches Auftreten unter Beweis stellen – wie etwa beim Opening des zweiten Semis.

Im zweiten Semi musste Alessandro auch die vielleicht etwas übergriffige Art des israelischen Künstlers Michael Ben David wegstecken, was nur bedingt gelang. Das Moderatoren-Trio versuchte ihn kollektiv zu ignorieren und das italienische Fernsehen wusste sich nicht besser zu helfen, als einen komische Kamerafahrt zu unternehmen.

Aber zurück zu Alessandro, der zwar auch nicht ohne Patzer blieb – wie keiner in diesem Jahr – aber letztendlich souverän durch den Abend führte und persönlich sehr überzeugte. Vielleicht ist er einer meiner Lieblingsmoderatoren seit Filomena Cautela in Lissabon 2018.

Man kann sich auch gut vorstellen, dass Alessandro bald die große Ehre haben und das Sanremo-Festival moderieren wird. Das wäre sicherlich ein weiterer Ritterschlag für Cattelan, in Italien vielleicht sogar ein noch größerer als die Moderation beim ESC.

Laura Pausini – die Seele und das Herz

Ähnlich wie die verstorbene italienische Show-Legende Raffaella Carra ist Laura Pausini eine echte Institution in Italien. Sie hat zudem eine weitere Gemeinsamkeit mit Carra. Sie ist eine LGBT-Ikone und ein echter Megastar in Spanien und Lateinamerika. Ihre Fanbase ist groß, ebenso wie ihre Karriere und ihre Verkaufszahlen – europaweit. Zudem hat Laura mit Musik-Größen wie Luciano Pavarotti, Kylie Minogue, Gloria Estefan oder Michael Bublé zusammengearbeitet, um nur wenige zu nennen.

Abseits ihrer Musik ist die 48-Jährige eine echte Persönlichkeit, die durch ihre offene, herzliche und sehr direkte Art bei den Zuschauern äußerst beliebt ist. Aus diesem Grund ist sie auch Jurorin in vielen Casting-Sendungen wie etwa The Voice Spanien und The Voice Mexiko. Zudem bekam sie den Verdienstorden der Italienischen Republik – die höchste Auszeichnung, die der italienische Staat vergibt.

Als Moderatorin beim ESC gab sich Laura so, wie man es von ihr erwartet hat: Sie war lustig, spontan, quirlig und brachte etwas Würze in die Moderation. Sie ist auch dafür bekannt, durch ihre Versprecher manchmal unfreiwillig komisch zu sein, was jedoch in diesem Fall komplett für sie gespielt hat – etwa als sie sich bei der Verkündung der Finalisten des ersten Semis verhaspelte und auf italienisch fluchte.

Sie sorgte für einige ikonische Momente wie etwa den, als sie gemeinsam mit dem Publikum a cappella „Volare“ sang. Außerdem war Laura der Opening-Act im großen Finale – inklusive zahlreicher Kostüm-Wechsel.

Die ehemalige Sanremo-Siegerin hatte jedoch im Finale mit einem niedrigen Blutdruck und einem Schwächeanfall zu kämpfen und blieb etwa dem Jury-Voting fern. Alessandro und Mika führten souverän durch das Voting, den meisten Zuschauern fiel sicherlich auch nicht auf, dass Laura fehlt. Meistens sind dann ohnehin nicht alle Moderatoren am Start. Aber in dieser Situation mussten die Moderatoren von der Bühne in den Greenroom zu den Interviews und wieder zurück.

Laura kehrte dann zum Televoting zurück. Sie hätte sicherlich auch für einige gute Momente bei den Jury-Wertungen gesorgt, doch Gesundheit geht vor. Die Sängerin klärte dies in einem Instagram-Post (siehe oben) nach dem Finale auf und gratulierte nochmals der Ukraine. Zuvor kamen Gerüchte darüber auf, dass sie mit dem ukrainischen Sieg nicht einverstanden war. Diese beseitigte sie mit der Nachricht auf Instagram.

Das Trio

Insgesamt war die Moderation einer der Lichtblicke beim ESC in Turin. Durch ihren Charakter und ihre witzige Art haben die drei stellenweise über einige Produktionspannen hinwegtrösten können, jedenfalls etwas. Wie oben erwähnt fand ich die Moderatoren von Rotterdam zwar sehr solide, aber stellenweise etwas kalt. Beim Turin-Trio hat man mehr Herz und Wärme gespürt. Das ist zumindest mein persönliches Empfinden, vielleicht gefällt meinem südländischen Gemüt einfach die italienische Art der Moderation besser.

Im Gegensatz zu anderen Jahren waren die Moderatoren von Turin auch nicht ganz neutral und gaben etwa bei den Televoting-Punkten auch gerne mal ihre eigene Meinung zu den Liedern bekannt. Klar, dann konnte man ja auch nicht mehr daran rütteln. Aber Alessandro lobte etwa den niederländischen Beitrag und Laura hielt eine kleine Rede, nachdem Spanien die Punkte erhalten hatte.

Und nun traue ich mich kurz an ein Thema, das wirklich nicht mein Steckenpferd ist, aber nun gut. Fashion! Das ist tatsächlich ein Aspekt, dem ich nicht wirklich viel Beachtung schenke, auch wenn er natürlich sehr wichtig ist. Mir fiel jedoch auf, das besonders Laura Pausini durch ihre schillernden Kostüme besonders herausstach. Einige hatten auch etwas Superhelden-Flair. Stellenweise fand ich hier das Make-up nicht wirklich gelungen, aber auch hier bin ich kein Profi vor dem Herrn.

Mika hatte gefühlt genau einen Anzug während seiner gesamten Moderation an – allerdings in verschiedenen Farben. Auch kein schlechter Zug. Wer kennt es nicht: Wenn einem ein Shirt richtig gut passt, kauft man es ja auch manchmal in mehreren Farben. Oder? Nur ich? Naja, Alessandro bliebt bei schlichten schwarzen Anzügen, die manchmal schillernde silberne Säume oder eine Kachel-Struktur hatten. Die Italiener sind bekannt für ihre Anzüge, da war natürlich auch klar, dass man dies noch einmal unter Beweis gestellt hat.

All das ist, wie gesagt, meine persönliche Meinung und Einschätzung. Umso gespannter bin ich auf die Meinung unserer ESC-kompakt-Leser zu den Moderatoren von Turin und zum Auftakt der Rückblick-Serie. Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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86 Kommentare

  1. Mika hat mir von dem Trio am besten gefallen, allerdings ist die Moderation für mich auch eher zweitrangig – zumindest solange sie nicht negativ auffällt. 😁

  2. Ich war selten von demn moderatoren so wenig angetan wie dieses jahr. Laura pausini hat ausgesehen wie gundel gaukeley und mika’s performances empfand ich eher als comedy.

    • Ich fand die Moderation dieses Jahr ebenfalls schlecht, sogar ziemlich schlecht, um ehrlich zu sein.

      Zu Laura Pausini: Sie war mir über alle Shows hinweg extrem unsympathisch und bei ihr wirkte die Moderation sehr einstudiert. Ihr Fehlen im Finale hat mich nicht gestört, aber natürlich wünscht man niemandem einen Schwächeanfall. Ich bin zwar ebenfalls kein Fashion-Experte, aber ihr Make-Up, vor allem in Semi 2 (glaube ich zumindest), sah eher nach Horrorclown als TV-Show aus. Laura fing auf einen niedrigen Niveau an und behielt dieses konstant bei. insgesamt: Note 5.

      Zu Mika: Während er mich in Semi 1 noch begeisterte, hat er mich im Finale gestört, was nicht zuletzt am berühmten Versprecher lag. Bei ihm hatte ich stellenweise das Gefühl (besonders im Finale), dass er auf eigener Promo-Tour unterwegs war. insgesamt: Note 4+

      Zu Alessandro Catallan: Er nahm für mich die ggenteilige Entwicklung zu Mika: In Semi 1 fand ich ihn noch sehr schwach, allerdings verbesserte er sich stets und war im Finale mein Liebelingsmoderator. Zudem der einzige des Trios, bei welchem die Moderation nicht einstudiert wirkte. Außerdem bewies er gutes Improvisationstalent und war sehr hilfreich, um die anderen beiden wieder zurück in die Spur zu holen. insgesamt: Note 2

      Im Vergleich zu Rotterdam: Hier gehöre ich zwar zur Minderheit, aber die vier Moderator*innen in den Niederlanden empfand ich deutlich sympathischer und besser. Anders als ihre Kollegen in Italien traten sie mit ihren eigenen Interessen in den Hintergrund und trugen ihre Persönlichkeit nicht so dick auf, sodass immer die Show im Vordergrund stand. Während ich in Rotterdam mit allen Moderator*innen sympathisierte, gelang dies in diesem Jahr nur Alessandro Catallan.

      insgesamt: Rotterdam: Note 1-, Turin: Note 3-4.

  3. Meine Meinung: Zu viel Eigenpromo für 2 der 3 Moderatoren. Damit meine ich Mika und Laura, die sowohl im Halbfinale als auch im Finale kräftig Eigenpromo (Auftaktlied, Pausenlied etc.) betrieben. Ich finde der ESC sollte vor allem für die auftretenden Künstler eine Bühne darstellen und weniger für die Moderatoren, aber nur meine Meinung.

    + Respekt an Alessandro, dafür dass er sich so lange von MBD begrapschen lassen hat.
    Ein ganz unangenehmer Moment im zweiten Halbfinale.
    Homosexuell sein bedeutet nicht, dass man andere Leute ohne deren Erlaubnis anfassen/küssen usw. darf.
    Ich fand MBD extreeem unangenehm als Person

  4. Für mich waren die 3 eher eine Enttäuschung. Die Musikpromotion von Laura und Mika passte überhaupt nicht in den Rahmen und ließ das Programm zu eine Werbeveranstaltung werden.
    Laura sorgte mit ihrer Erscheinung bei mir eher für einige Gundel-Gaukely-Momente und ihre Kleider entsprachen nicht meiner Vorstellung von italienischer Mode. Ihr Ausfall zum Ende der Sendung zeigte, dass sie überfordert und eher eine Fehlbesetzung war.
    Die Vorzüge die man in Italien bei den 3 sieht, sind international und ESC-bezogen irrelevant.
    Moderatoren die sicher und souverän durchs Programm führen und weniger sich selbst vermarkten sind wohl besser geeignet.

    • @Festivalknüller

      Sorry, aber Laura ihren Schwächeanfall anzukreiden finde ich wirklich nicht nett. Sowas kann jedem passieren und was hätte sie denn machen sollen?? Weitermachen und dann während der Punktevergabe zusammenklappen?? Fand es richtig dass sie sich ausgeruht hat bis es ihr wieder besser geht.

  5. Also ich fand die Moderatoren ganz in Ordnung. Gab schon bessere aber auch deutlich schlechtere. Am besten hat mir auch Alessandro gefallen, er wirkte finde ich ingesamt sehr souverän aber dennoch locker. Laura war in Ordnung genauso wie Mika, bei beiden war mir aber auch etwas zu viel Eigenpromo dabei.

    Verglichen zu 1991 jedoch eine große Steigerung. 🙂

    • @ESC1994 – Auf Deinen Kommentar weiter unten). Das stimmt. RAI hat einen großen Fehler gemacht, dass sie nicht Michelle Hunziker als Co-Moderatorin für Alessandro angeheuert haben, sie und Alessandro zusammen wären perfekt gewesen.

    • Die Eigenpromo der Moderatoren ist mir vor allem deshalb unangenehm aufgefallen, weil uns andererseits ja „Zitti e buoni“ vorenthalten wurde. Denke zwar, dass da vor allem Måneskins Management oder Label der ausschlaggebende Faktor war, aber den Gewinnersong des Vorjahres überhaupt nicht zu spielen, geht für mich gar nicht.

  6. Ich werde eines nie vergessen. Entweder hat es Peter Urban erwähnt oder jemand in den Kommentaren. Im ersten Halbfinale bemerkte jemand in Bezug auf Outfit und Makeup das Laura Pausini ausssieht wie die real gewordene Gundel Gaukeley (Disneyfigur – Hexe vom Vesuv/ Gegenspielerin von Dagobert Duck) ich musste so lachen weil das passte. Insgesamt war das Moderationstrio okay. Die Intevallauftritte hätten auch kürzer ausfallen können, das war mir etwas Zuviel des Guten. Lieber hätte ich noch Toto Cotungno gesehen oder einen anderen der vielen schönen italienischen Künstler

  7. Also für mich hätte Alessandro Cattelan das alleine machen können , die anderen beiden waren naja nicht so mein Fall.
    Alessandro war einfach gut und witzig und hat die beide überstrahlt und hat halt immer gut ausgesehen .

    • „Also für mich hätte Alessandro Cattelan das alleine machen können“

      Genau das wollte ich auch schreiben.

      • @4porcelli

        Ich finde persönlich eigentlich zwei Moderatoren völlig ausreichend, bei gutem Script können es auch drei sein. Vier Moderatoren braucht dagegen wirklich kein Mensch und für einen einzelnen ist das Programm mittlerweile auch etwas zu groß, Petra Mede fand ich beispielsweise 2016 deutlich besser als 2013 wo sie stellenweise doch etwas überfordert wirkte.

      • @togravus ceterum

        Die drei Roboter 2017 in Kiev waren auch nicht gerade der Kracher.

      • Die beiden Jungs bei der Punktevergabe in Kiev fand ich auf linkische Art und Weise ganz niedlich, während die österreichischen Damen für mich alle den Charme von Schließerinnen hatten.

      • Bezüglich Wien: Ich fand Alice eigentlich ganz nett, Arabella ging auch noch. Mirjam dagegen hat die ganze Zeit ein Gesicht gezogen als ob sie jeden der ein falsches Wort sagt am liebsten die Augen auskratzen möchte, besonder währen der Punktevergabe wirkte sie extrem genervt.

        Am wenigsten hat mir aber Conchita gefallen. Abgesehen von den wie immer sehr banalen Fragen/Aussagen im Green Room fand ich dass sie sich etwas zu sehr in den Vordergrund gedrängt hat. Ich saß mehrmals vor dem Fernseher und dachte mir:“Hallo?? Du hattest deinen großen Moment letztes Jahr, jetzt sind die anderen dran!!“

      • Ja, was die Moderation betrifft war Wien wirklich eine Katastrophe. Dabei sind die 3 Damen normalerweise gar nicht schlecht und auch durchaus sympathisch. Da war wohl die Nervosität überdimensional.

      • @ESC1994

        Musikalisch gesehen war der ESC in Wien einer der besten des 21. Jahrhunderts. Aber das Drumherum, angefangen von dem opulenten übertriebenen Opening bis hin zur Moderation, war einfach nur schauderhaft.
        Vier ModeratorInnen sind einfach zu viel, drei sind noch ganz okay, aber ein Moderationsduo ist völlig ausreichend.

      • „Vier ModeratorInnen sind einfach zu viel…“ Vor allem vier weibliche – das wirkt als bräuchte es drei Frauen um einen Mann zu ersetzen.

      • @Frau Nachbar

        Dabei fand ich die vier Portugiesinnen 2018 eigentlich ganz sympathisch (wobei sie sich irgendwie auch im Weg gestanden haben, mMn, aber grundsätzlich gebe ich Dir recht.
        Die vier Damen aus Wien fand ich ja jede für sich eigentlich auch nicht schlecht. Aber ich finde, sie haben einfach nicht zusammen harmoniert. Wirkte leicht zickig. Hier wäre ein Mann als Ausgleich nicht verkehrt gewesen.

      • Kleine unnütze Bemerkung noch zu meinem vorherigen Kommentar:

        Zu viel Frauen auf einem Haufen finde ich meistens etwas anstrengend, möglicherweise auch aus diesem Grund hatte ich nie viele Freundinnen.😀

      • @Gaby

        Der ESC 2015 hinterlässt bei mir ein sehr zwiespältiges Gefühl. Einerseits gab es da wirklich tolle Songs wie Lettland, Australien, Norwegen, Belgien und meinen persönlichen Favoriten Estland, und dann landet natürlich keiner von denen auf dem Podest. Meine Reaktionen auf die Top 3:

        Schweden -Meh!! 🤨
        Russland – Och nö!! 😟
        Italien – Buargh!! 🤢

        Ich weiß noch dass ich irgendwann angefangen habe Schweden die Daumen zu drücken, aber auch nur weil es für mich das kleinste Übel war.🙄

        Alles andere war wirklich too much. Das Opening ging viel zu lang, es dauerte glaub ich zwanzig Minuten bis der erste Beitrag an den Start ging, die Intervals gingen auch sehr lange wenn ich mich recht erinnere. Die einzelnen Elemente waren vielleicht nicht schlecht, aber in der Menge einfach zu viel. Der ORF dachte sich wohl dass man alles was man bieten könnte in den Topf schmeißen müsse da man vielleicht ja wieder 48 Jahre auf eine nächste Gelegenheit warten müsse.

      • @ESC1994

        Da kann ich Dir nur zustimmen. Die TOP 3 waren nun wirklich nicht doll. Dieser Schmalz aus Italien – Puh, dieses verlogene Gesülze – nee, wie schrecklich. Dagegen war „Heroes okay, aber mehr auch nicht. Mein persönlicher Sieger war Belgien. Aber es gab so viele klasse Songs: neben Belgien, Estland, Norwegen, Israel, Slowenien, Tschechien… auch UK fand ich ganz unterhaltsam.
        Aber, huch, wir sind ja im Jahr 2022 – sorry.😀

      • @Gaby

        Der Sieg von Schweden 2015 stört mich auch deshalb weil dadurch dieser Running Gag in Gang gesetzt wurde dass Mans bei jedem ESC irgendwie vorkommen musste.

        Bei ESCYounited hat ein schwedischer Nutzer geschrieben dass er (Mans) in Schweden selber schon länger keinen wirklichen Hit mehr hatte und da mittlerweile eher als Trash-Promi gilt der mit allem irgendwie in der Presse ist nur nicht mit seiner Musik. Wahrscheinlich hat er mit diesem Gastspielen die Haushaltskasse aufgebessert. 😉

        War jedenfalls froh dass er dieses Jahr nicht dabei war.

      • @ESC1994

        Habe ich auch nie verstanden, warum ausgerechnet der Måns zu den nachfolgenden ESCs so präsent war… 2016 war er ja als Moderator ganz gut, aber wieso tauchte er auch später immer wieder auf?
        Zustimmung auch zu Petra Mede. 2016 wirkte sie auch deutlich sympathischer auf mich. Sie und Måns haben gut harmoniert, muss man sagen.
        2013 fand ich sie irgendwie komisch, kann aber wirklich an der Überforderung als einzige Moderatorin liegen.

      • @Gaby

        Wie gesagt, ich vermute er wollte die Haushaltskasse aufbessern. 😉

        Petra Mede fand ich 2013 wie schon erwähnt nicht besonders gut. Sie wirkte auf mich sehr unnatürlich, distanziert und bitchy, 2016 war sie besser, die allgemeine Verehrung für diese Frau kann ich aber nicht teilen. Hoffe dass wenn Schweden mal in Zukunft wieder gewinnt und danach den ESC ausrichtet eine andere Moderatorin randarf.

      • @ESC1994
        Wieder Zustimmung, Petra Mede hat ihre Sache 2016 gut gemacht, und sich wohl auch 2013 wacker geschlagen, (dafür, dass sie allein auf der Bühne stand) aber sie als beste Moderatorin ever würde ich sie auch nicht bezeichnen.
        Weiss nicht, ob Du Dir schon mal ältere ESCs angeschaut hast, kann Dir den ESC 1985 mit Lill Lindfors empfehlen. Das war mal eine klasse, souveräne Moderation.🙂
        Gibt aber einige Moderationsduos neueren Datum, die ich mindestens genauso gut fand wie Petra und Måns, vor allem 2000 (auch im Globen) oder aber auch 2007 in Helsinki.

      • Ich mochte auch Viktor Lazlo (1987) sehr gerne. Die trug zudem tolle Ohrringe …

      • @Gaby

        Kenne ich. War ganz nett, wobei ich diesen Gag a la „Ups, ich bin mit dem Kleid hängengeblieben und stehe jetzt in Unterwäsche da“ nur so mittellusitg fand.

        Ist halt so ein Generationending, ich bin ja wirklich einer der jüngeren hier im Forum und identifiziere mich eher so mit den ESCs ab der Jahrtausendwende.

        In den letzten Jahren mochte ich persönlich die Dänen 2014 sehr gerne, sie waren finde ich der perfekte Mix aus (authentischer) Lockerheit und seriösem Auftreten. Auch die sonst sehr platten bis peinlichen Interviews im Green Room haben sie finde ich gut gelöst weil sie halt nicht die üblichen Textbausteine abgesondert haben sondern sich wirklich für die Teilnehmer zu interessieren schienen. Am besten fand ich Pilou, mochte ihn schon als Schauspieler in „Borgen“ sehr gerne.

      • @ESC1994

        2014 fand ich den Nikolai am besten. Aber stimmt, alles in allem war das eine sympathische und unaufgeregte Moderation.
        Ich fand auch die Moderation von 2003 in Riga mit Marie N und Rainars ganz großartig.

      • Nicht zu vergessen bei den gelungenen Moderationen: Anke, Stefan und Judith! Ich denke, das hat die Charrell-Schmach mehr als ausgewetzt.

        Die schlechtesten Moderatoren aller Zeiten waren so schlecht, dass sie im Finale gegen andere, marginal bessere ausgetauscht wurden. Jemand anderer Meinung?

      • @Tamara

        Ah, die beiden Herrschaften, die die Semis 2009 moderiert haben. Uhu, das war so gruselig, hatte das Gefühl, dass die beiden schon ein wenig „angezwitschert“ waren.😉
        Dagegen ging das Duo im Finale, war zwar auch nicht so spektakulär, aber im Vergleich zu den Semis doch recht angenehm.

      • @Tamara

        2011 fand ich Anke und Judith super (beide könnte ich mir auch gut als Moderatorinnen für die deutsche VE vorstellen). Stefan hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Das musikalische Opening war ganz gelungen, aber dabei hätte er es mMn belassen sollen.

      • @Gaby & Tamara

        Ich klinke mich dann mal wieder bei euch ein Ladies wenn es in Ordnung ist. 😉

        Bisher fand ich keine einzige Vierermoderation wirklich toll. Da wir über Wien und Rotterdam schon diskutiert haben hier meine bescheidene Meinung zu 2018 und 2019.

        2018: Mit großem Abstand war hier Filomena die Nummer 1, fand es wirklich schade dass man sie in den Green Room verfrachtet hat. Daniela war auch noch gut, an manchen Stellen aber etwas zu steif. Silvia ging so, sie wirkte auf mich irgendwie altbacken und an manchen Stellen etwas cringy wenn sie versuche auf hip zu machen. Auf Catarina hätte ich gut verzichten können da ihr Englisch auch finde ich am schlechtesten war und ich sie insgesamt am langweiligsten fand.

        2019: Hier fand ich tatsächlich Bar am besten, sie hat die ganzen Sendungen einen sehr souveränen und freundlichen Eindruck gemacht. Assi fand ich auch noch in Ordnung, wobei er mir stellenweise etwas zu überdreht war, auch dass er ständig seinen Mann erwähnen musste war mir irgendwann too much, dachte mir:“Jaaa wir haben verstanden dass du sehr glücklich bist, kein Grund es ständig zu wiederholen!!“ Erez fand ich ziemlich langweilig, wirkte wie ein strenger Nachrichtensprecher der versucht (Betonung liegt auf „versucht“) witzig zu sein un kläglich scheitert, und Lucy stand hauptsächlich dekorativ in der Gegend rum. Wäre sie nicht da gewesen hätte man nix gemerkt.

      • Schön, dass Ihr meinen Antwortknopf nutzt, um Euch zu unterhalten. Ständig denke ich: Aha, da will jemand mit mir sprechen, und dann folgt die große Enttäuschung: Es geht es gar nicht um mich … 🤣😭

      • @togravus ceterum

        Leider haben ESC1994 und Tamara (und auch ich) keinen direkten Antwortbutton. Also waren wir so frei, Deinen Button zu „missbrauchen“. Aber selbstverständlich kannst Du Dich gerne beteiligen.😀

  8. Ich finde die Moderation immer am besten, wenn sie einem nicht auffällt (Schweden ist die Ausnahme, die sind die einzigen, die ein Drehbuch mit klarer Rollenverteilung haben). Dieses Jahr war da keine Ausnahme. Morticia Adams/Pausini hat keiner gebraucht. Mika wie erwähnt unvorbereitet wegmoderierend. Alessandro war der einzig professionelle.

  9. Mir haben dieses Jahr die Moderatoren besser gefallen, weil 1. tolle Show außer paar Patzer die gehören aber find ich auch dazu 2. Die viel „familärer“ waren als letztes Jahr

  10. Mir haben die drei Moderatoren sehr gut gefallen. Im Semi 1 fand ich sie noch verhalten. Aber mit dem Semi 2 haben sie Schwung reingebracht. Die drei waren authentisch und es ist eben nicht alles nach Plan gelaufen. Umso unterhaltsamer haben sie uns während der ESC Woche begleitet.

  11. Was viele nicht wissen, aber es gab einen interessanten Moment von Mika zwischen den ukrainischen und dem deutschen Song: Dort stand Mika, zusammen mit Alessandro, im Greenroom neben der franzödischen Delegation und im Bild war auch die französische „Head of Delegation“ Alexandra Redde Amiel. Sie ist nicht nur „Head of Delegation“, sondern auch Direktorin für Unterhaltung und Spiele bei France TV. Da Mika bis 2019 bei „The Voice“ in Frankreich Jurymitglied war kann man also eigentlich so grob sagen, dass Alexandra Redde Amiel da eventuell auch ein wenig seine „Chefin“ war, auch wenn ich natürlich nicht weiß wie genau intern bei France TV da so die Strukturen sind!
    Wer sich das nochmal anschauen möchte, die Szene ist .-wie oben bereits beschrieben- zwischen den Auftritt von der Ukraine und Deutschland, genauer gesagt bei 1:11:05 YouTube-Video vom ESC 2022 Grand Final.

    Außerdem war Alexandra Redde Amiel im letzten Jahr für den JuniorESC -welcher ja in Frankreich stattfand- zuständig und sitzt außerdem in der JESC Steering Group, was etwas ähnliches ist wie die „Reference Group“ für den ESC.

  12. Eine Nikkie de Jager war dieses Jahr leider nicht dabei, aber insgesamt haben die drei das schon besser gemacht als die Holländer. Zum Gold-Standard aus Norwegen und Schweden jedoch kein Vergleich.

    Mika verzeihe ich seine früheren Äußerungen zum ESC nach wie vor nicht. Dass er da, scheint’s, auch in der ganzen Woche drüber hinweg ging, macht’s nur noch schlimmer.

    Vor allem hätte ich von den Moderatoren aber insgesamt gerne sehr viel weniger gesehen: Diese permanenten Unterbrechungen und Umbaupausen dürfen sich so nie mehr wiederholen. Das war viel zu viel und nahm die Luft raus.

  13. Wenn das Opening nicht sitzt, klappt es später meist auch nicht mit den Greenroom-Besuchen, Interviews und gescripteten Gags. Für mich war das insgesamt zu verkrampft und gewollt. Zu viele „Willst Du oder soll ich erstmal“ Situationen.

  14. Wie bei Max ist auch bei mir Filomena Cautela mit Abstand meine Lieblingsmoderatorin. Dann fand ich auch das dänische Trio von 2014 sehr sympathisch und Petra und Mans haben 2016 auch sehr unterhaltsam durch den Abend geführt. Ansonsten blieb nicht viel hängen.

  15. Mir gefiel Mika am besten, aber so richtig gut fand ich keinen. Warum wirkt es beim ESC immer so, als hätten die Moderatoren alles auswendig gelernt und sagten jetzt artig das gelernte auf. Da fehlte mir jegliche Spontanität, war aber in den letzten Jahren auch nicht anders.

  16. Ein sehr gutes Opening für den Rückblick, danke dafür.

    Die Moderation fand ich klasse, viel sympathischer und herzlicher als letztes Jahr. Die „Patzer“ machten die ModeratorInnen nur noch menschlicher. 😊

  17. „Sie ist auch dafür bekannt, durch ihre Versprecher manchmal unfreiwillig komisch zu sein, was jedoch in diesem Fall komplett für sie gespielt hat – etwa als sie sich bei der Verkündung der Finalisten des ersten Semis verhaspelte und auf italienisch fluchte.“

    Laut dem Greenroom-Podcast mit Sonja und Sascha war genau dieser Haspler ein geplanter Gag. Sie hat es in der Probe zuvor ebenso gemacht.

    • Ich habe diese Probe gesehen und bin mir nicht mehr sicher, ob es geplant war oder ob sie wirklich Probleme hat mit dem Wort „sixth“.

  18. Ich finde die Moderation nicht so wichtig, war in diesem Jahr aber durchaus sympathisch mit Ups and Downs. Im Semi 1 waren sie noch recht schwach, im zweiten Semi waren sie echt super, aber im Finale haben sie mich dann schon wieder etwas genervt. Für meinen Geschmack haben sie auch zu viel gesungen. Die Kostüme fand ich großteils schrecklich.

  19. Vorab folgendes: Auch als „emotionaler Italiener“ kann ich durchaus einräumen, wenn es ESC-Moderatoren (m/w/d) gibt, die in den vergangenen Jahren einfach besser waren. Daher gebe ich offen zu, dass an meinem Lieblings-Moderatoren-Duo aus dem Jahr 2007 in Helsinki – nämlich Mikko Leppilampi und Janna Pelkonen – Alessandro, Laura und Mika nicht heran gekommen sind.

    Bezugnehmend auf die Natürlichkeit einer Moderation, die Spontaneität trotz ich nenne es mal „moderatorischen Drehbuchvorgaben“, das modische äußere Erscheinungsbild und vor allem die menschliche Sympathie sind – zumindest für mich – Mikko Leppilampi und Janna Pelkonen das beste was es an ESC-Moderatoren gab und ich glaube das wird auch noch sehr lange so bleiben.

    Auf Mika hätte man durchaus verzichten können oder durch eine andere Person ersetzen können. Michelle Hunziker oder Roberto Benigni (PS: ich empfehle jedem den Film „das Leben ist schön“) wären eine gute Alternative gewesen.

    Laura Pausini und Alessandro Cattelan fand ich spitze. Ich fand die Moderation insgesamt eine sehr gelungene Balance zwischen „Drehbuchvorgabe“ einerseits und echtem spontanem Verhalten andererseits. Hierbei hebe ich das gemeinsame Singen von „Volare“, welches initiativ auf Laura Pausini zurückzuführen ist, ganz besonders hervor. Auch die Darstellung verschiedener italienischer Gesten von Alessandro, Laura und Mika fand ich sehr humorvoll rüber gebracht.

    Für mich ist der ESC nicht nur ein Musikwettbewerb und viel Spaß, sondern ganz besonders EUROPA. Daher habe ich gegen die musikalischen Medleys von Laura und Mika nichts einzuwenden. Ich finde das sogar toll. Denn mich persönlich interessiert es immens was kulturell oder musikalisch in einem ESC-Gastgeberland so angesagt ist. Nehmen wir Mal an ein Björn Ulvaeus und eine Agnetha Fältskög würden den ESC moderieren, da hätte auch kein Mensch etwas dagegen, wenn die beiden zusammen mit den übrigen ABBA-Mitglieder ein Hit-Medley zur EIGENWERBUNG der neuen CD „Voyage“ performt hätten. Was aus der Sicht vieler Schweden-Fans die Legende ABBA darf, das steht dann einem italienischem Superstar Laura Pausini und einem Superstar Mika ebenfalls zu.

    Auch konnten Alessandro, Laura und Mika mit sicheren Englisch-Kenntnissen glänzen. Den italienischen Akzent fand ich dabei sympathisch. Ohnehin sollten sich viele Deutsche mal abgewöhnen sich einzubilden, dass ein Deutscher (m/w/d), der Englisch spricht, keinen deutschen Akzent hätte.

    Alessandro und Laura waren top ! Und Mika hat seine Sache gut gemacht. Für mich sind die drei daher die klare Nummer 2 hinter den meiner Ansicht nach besten ESC-Moderatoren und Nummer 1 Mikko Leppilampi und Janna Pelkonnen.
    .

  20. Ich konnte mit Frau Pausini leider wenig anfangen und die hätten auch gerne ein bißchen mehr Italienisch reden können. Was Moderatoren/Moderatorinnen angeht, bin ich eh mehr von „alten Schlag“, da gilt Lill Lindfors als die Referenz. Im letzten Jahrzehnt waren allerdings auch Anke und Petra spitze

  21. Für mich der einzige und damit auch beste war Alessandro, seine Ausstrahlung und Präsenz war Gold richtig. Mika schwach und Laura obwohl ich ihre Musik liebe, war ganz schlimm, ihre Komik die es sein sollte war so starr und unlustig wie die verheerenden Outfits von ihr, furchtbar und sie sollte sich noch nachträglich beim Visagisten beschweren. Horror ….

  22. Man kann durchaus mal die tollen Leistungen von Desiree Nosbusch, Lill Lindfors, Ase Kleveland und Viktor Lazlo hervorheben. Diese Damen haben ihren ESC ganz alleine sehr würdig präsentiert. Dann selbst eine Petra Mede nicht mithalten.

    • @ Andi:

      Zu diesen Moderatorinnen kann ich jetzt gar nichts sagen. denn mein erster ESC, den ich gesehen habe, war der Grand Prix Eurovision de la Chanson 1986 in Bergen. Da sind Moderatoren (m/w/d) vom Blickwinkel eines Kindes aus Prinzip langweilig.

      Erst sehr viele Jahre später haben mir meine Eltern Mal erzählt, dass die Moderation von Desiree Nosbusch für die Verhältnisse im Jahr 1984 geradezu auf jugendliche Art und Weise locker und einzelne Bemerkungen von ihr mit einem Augenzwinkern despektierlich waren.
      .

    • @Timo 1986.

      Das kannst Du jederzeit nachholen, sprich einen alten ESC via YouTube zu schauen. Mittlerweile gibt es diese alten Bewerbe in sehr guter Bild- und Tonqualität.

    • An Lill Lindfors kommt keiner heran (mMn), die Ase Cleveland wirkte auf mich doch ein wenig zu unterkühlt.,,

  23. Was mir bei den Moderatoren von Düsseldorf nicht gefallen hat, die Interpreten spielten nur die 2te Geige. Während sich Judith Rakers noch sympathisch zurückgehalten hat, drängten sich Anke und Raab sehr in den Vordergrund unter dem Motto…wir sind die Besten. Die Pausenfüller waren wie auch später in Wien einfach nur sehr langweilig. Da wäre soviel möglich gewesen. Immerhin hatte Wien ein grandioses Opening. Wenn auch etwas sehr lang geraten, mit Abstand das beste Opening aller Zeiten für mich.

    • @Andi:

      Stefan Raab war als Moderator einfach unvermeidbar. Ich glaube er hat es bis heute noch nicht so ganz verkraftet, dass er Lena Meyer-Landruth in seiner Casting-Show einfach nur betreut hat, der Gewinnersong „Sattelite“ von ihm selbst aber nicht komponiert wurde.

      So alle zwei oder zweieinhalb Jahre bin ich Mal für ein Wochenende in Köln. Und sehr viele Kölner (m/w/d) haben mir völlig unabhängig voneinander erzählt, dass Stefan Raab ANGEBLICH ein enormes Problem damit haben muss, dass, Ralph Siegel „Ein bisschen Frieden“ selbst komponiert hat, während „Sattelite“ von Lena von einer US-amerikanischen Songwriterin eingekauft wurde und Stefan Raab selber mit diesem Song aber überhaupt nichts zu tun hat.

      Vielleicht wollte er dieses Defizit mit einer sich ständig in der Vordergrund drängenden ESC-Moderation kompensieren. Denn dass er sich beim ESC in Düsseldorf sehr oft in den Vordergrund drängte und seine TV total Band auch noch in den ESC integrierte, empfand auch ich wirklich als sehr aufdringlich.

      • Man kann aber eigentlich sagen, dass Stefan Raab mit seinem Team dafür der „Entdecker“ von Julie Frost -der Textdichterin von „Satellite“- ist, denn damit hat ihre Karriere erst angefangen! Anschließend hat sie dann u. a. für Madonna den Song „Masterpiece“ zum Film „W.E.“ geschrieben wofür sie sogar einen Golden Globe Award bekommen hat.

        Ich frage mich heute noch wie Stefan Raab mit seinem Team auf Julie Frost aufmerksam geworden ist, obwohl sie bis dato noch an keinem bekannten Song beteiligt gewesen war! Sie kam irgendwie aus dem nichts daher. Ich kann mir vorstellen, dass Julie Frost vielleicht von den Plattenfirmen vorgeschlagen worden ist oder sie auf MySpace (war damals noch eine große Plattform) entdeckt worden ist, da sie dort ein Profil hatte.

        Nicht vergessen dürfen wir aber John Gordon, dem Komponisten von „Satellite“! Vielleicht hat er das alles mit Julie Frost arrangiert?

      • Ich frage mich heute noch wie Stefan Raab mit seinem Team auf Julie Frost aufmerksam geworden ist
        Möglicherweise weil sie (ungenannt) als Co Autorin an dem Welthit Umbrella von Rihanna beteiligt war

      • Jetzt wissen wir (oder wussten es bereits davor): Kölner erzählen viel Stuss. 😉

      • Ist diese „Umbrella“-Theorie irgendwo -eventuell in der Presse- verkündet worden?

    • Raab und Lena wollten ja auch beide lieber „Love me“. War damals auch mein Favorit. Gut, dass es nicht so gekommen ist. „Satellite“ wurde von der Frost wohl einfach ihrem Verlag zugeschickt, danach hat sie bis USfO nie wieder was davon gehört, erzählte sie mal bei Lanz. Anscheinend haben Raab und Team also ganz klassisch in der Kiste gewühlt.

      Die Moderation in Düsseldorf fand ich leider schaurig. Raab und Engelke schreien sich gegenseitig an und schlagen sich im Verlauf der Woche mit unterschiedlichen Körperteilen gegenseitig Plastikzähne aus – nein, wie lustig. Rakers weiß auch bis heute nicht, was sie da verloren hatte. Erst bei der Punktevergabe konnte Anke ihre große Klasse so richtig ausspielen und wieder einiges gerade rücken.
      Unterm Strich bleibt aber leider eine 4-. Schlimmer fand ich nur die Portugiesinnen, die ukrainischen Roboter und die desinteressierten Dänen.

      • Poah. Hast Du andere Wettbewerbe gesehen als ich? (wobei, bei den ukrainischen Robotern stimme ich Dir zu!)

  24. Für mich haben die Moderatoren zu viel Raum eingenommen bei den Intervals. Vor allem Mika im Finale. Auch fand ich schade, dass sie in den Semis keine Interviews im Greenroom gemacht haben. Das hat die ganze Show sehr unpersönlich gemacht. Auch wenn sie immer recht weird sind, sie haben mir gefehlt.

  25. Alessandro und Mika hätten mir persönlich gereicht Laura wirkte auf mich gekünstelt, ihre Ausstrahlung war mir nicht so sympathisch.Alessandro hat das schon ziemlich solide,aber gut gemacht,aber für mich war der Hingucker eindeutig Mika.Ich fand ihn klasse und habe mich auch sehr amüsiert über ihn.Sein Intervallact im Finale war bestimmt nicht jedermanns Sache,bei mir hat es in der Halle Glücksgefühle ausgelöst,wie wir da alle unsere Herzfähnchen geschwungen haben,tolle Show!

  26. Hm, ich habe dabei gemischte Gefühle. Ich fand letztes Jahr nicht wirklich doll, bis auf Chantal (die dann für mich aber die beste der letzten 5 Jahre war) hätte ich auf den Rest auch komplett verzichten können. Dieses Jahr fand ich Alessandro sehr gut: Sympathisch, fähig, lustig. Laura war tatsächlich oft verpeilt und wirkte stellenweise wie eine nervige Tante auf einer Familienfeier, aber schlussendlich fand ich sie auf ihre Weise passend. Mika hingegen….oje. Zum einen war er teilweise echt grausam angezogen (ganz besonders im Finale. Neonpink sieht NIE gut aus.), zum anderen hat man schon gemerkt, dass das nicht seins war. Dass, wie im Text steht, er bei den Proben seine Texte übersprungen hat, überrascht mich echt wenig. Und das mit „Holland“ war einfach peinlich. Und der Intervalact mit ihm war jetzt auch nicht pralle. War eher eine Belastung als eine Bereicherung.
    Aber bitte bitte bitte, liebe BBC: Bitte stellt 2, maximal 3 Moderatoren auf die Bühne, aber bitte bitte bitte NICHT 4, verdammt. Das ist bislang NIE gut aufgegangen.

  27. Und nun die ewige Moderatorendiskussion: Ich fand in diesem Jahrtausend das 2014-Trio, dicht gefolgt von unserem 2011, am besten. Richtiger Mix aus Seriösität und Spaß (wie die ganze Sendung, die war einfach ein Traum), während bei Stefan/Anke der Spaß im Vordergrund stand, den ich aber als nie zu peinlich empfand.
    Mein Lieblingsduo ist und bleibt 1997 Ronan/Carrie. Ja, ich weiß, bei 1997 bin ich absolut voreingenommen (für mich die beste Eurovisionshow ever ever ever), aber insbesondere Carrie war einfach fantastisch. 1985 & 1984 fand ich auch sehr gut, Ase hatte bereits vor ihrer Politikkarriere klassische Politikersteife, Viktor konnte gekonnt ihre Kritiker eindösen lassen. 1981 & 1998 mir noch spontan positiv ein.
    Negativbeispiele: 2001 (ganz grausames Reimchaos), 2009 (wobei die Semimoderatoren schon wieder SO schlimm waren, dass ich sie wieder witzig fand), 1983 (zumindest hat Marlene eindrucksvoll bewiesen, dass der Moderatorenjob doch nicht so leicht ist), 1991 (gleichzeitig aber legendär), und eigentlich alles, was Katie Boyle moderiert hat (finde sie unerträglich).

  28. Ich fand das Moderatorentrio ganz sympathisch, auch Laura Pausini. Am meisten habe ich mich über Mika gefreut, nicht nur weil mir damals sein Hit „Grace Kelly“ gut gefallen hat, sondern auch weil ich ihn an dieses Abenden charmant und seine Wortbeiträge meist auch ganz lustig fand. Am besten war jedoch, endlich mal wieder wunderschönes British English und auch tadelloses Französisch bei der Moderation zu hören!

  29. Laura fand ich teilweise unerträglich nervig. Ihr Englisch scheint auch nicht das beste gewesen zu sein; mir scheint jedenfalls, sie hat selbst zum Teil nicht verstanden, was sie da überhaupt erzählt hat. Für mich die schlechteste ESC-Moderationsleistung seit diesem vpllkommen talentfreien Model in den russischen Semis. Jan Smit fand ich letztes Jahr zwar auch ziemlich schwach, aber er hat mich zumindest nicht genervt.
    Alessandro brauchte arg lange, um warmzulaufen; im Finale hat er mir dann aber gut gefallen, vor allem im Zusammenspiel mit Mika. Den fand ich unterm Strich zwar am besten, aber das war von ihm, wie jemand anderes schon schrieb, zwar solide professionell, aber ohne große Leidenschaft runtermoderiert. Alle Drei werden wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben.

    Von mir aus kann man gerne zu Moderations-Duos, wie es vor 2010 ja lange Zeit üblich war, zurückkehren und auch wieder mehr Spontaneität zulassen; gerade das können doch solch gestandenen Moderatoren eigentlich. Ich bin aber auch z.B. bei den Oscars immer wieder erstaunt, wie steif und uninspiriert da gestandene Schauspieler ihre Laudatios von Teleprompter herunterleiern.

  30. Hm. Sympathisch ja, talentiert auch, aber Moderatoren? Nee. Alessandro war klar der Beste der drei, die anderen beiden hätte ich nicht zwingend gebraucht.

  31. Da ja hier viele gerade kräftig in Erinnerungen schwelgen, hätte ich noch was für Euch, wenn Ihr Lust habt. Es gab vor einigen Jahren mal eine Umfrage auf dem offiziellen ESC-Youtube-Kanal über die besten Moderationen der 80er, 90er 00er und 10er (bis einschließlich 2016). Ich fand das damals so cool, dass ich einen Artikel darüber geschrieben habe, in dem die entsprechenden Videos alle verlinkt sind. Wenn Ihr mal gucken wollt, hier gehts lang: http://sixtussagtmiau.blogspot.com/2017/01/and-best-hosts-are.html

    • @ Tamara:

      Danke für den tollen Link und deine tolle Stellungnahme.

      Ich freue mich, dass Mikko Leppilampi und Janna Pelkonen nicht nur bei mir, sondern wohl insgesamt einen so tollen professionellen und sympathischen Eindruck hinterlassen haben. Sie gehören völlig zu Recht zu den besten ESC-Moderatoren (m/w/d) ever.

      Schade dass unter den vielen „Flachpfeifen“ bei den Moderatoren (m/w/d) die wirklich guten so schnell wieder in Vergessenheit geraten. Denn Terry Wogan und Ulrika Johnson waren nämlich in der Tat par excellence, werden aber trotzdem viel zu wenig erwähnt, wenn man in seinen Erinnerungen schwelgt. Deren Moderation war britischer Humor auf höchsten Niveau und der versehentlicher Fauxpas von Ulrika Johnson bei der Punktevergabe gegenüber einer ehemaligen ESC-Teilnehmerin bezugnehmend auf deren Alter zeigt, dass ungewollte Fehler auch charmant sein können, wenn man sein schlechtes Gewissen gegenüber der betroffenen Person gleich danach zeigt.

      Bei Laura, Alessandro und Mika bleibe ich dabei. Sie haben eine gute Moderation abgeliefert, weil sie eben nicht minutiös durchgetaktet war, sondern auch viele spontane Elemente beinhaltete, welche die italienische Mentalität charmant und witzig widerspiegelte. Ich bin mir da auch sehr sicher, dass viele ESC-Fans (m/w/d) dies langfristig genauso sehen wie ich.

  32. Laura Pausini gab die etwas nervige italienische Übermutti, die gleich mit der Schüssel Spaghetti ankommt. Ihr Make-Up war meist mit dem Spachtel aufgetragen und die Kostüme wirkten, als wären sie noch aus dem Fundus von Cinecitta. Elegant war das nicht und die Hälfte an Kleidern hätte es auch getan. Mika sonnte sich so sehr in seinem Star-Image, dass er den teilnehmenden Interpreten kaum Raum gab. Seine etwas peinlichen Vollplayback-Greatest-Hits sollten wohl eine Blamage a la Madonna vermeiden. Alessandro sehr gut, ihm eine erfahrene andere Moderatorin zur Seite wäre besser gewesen. Lill Lindfors hatte noch ein Lied am Anfang gereicht, um den Rest zu deklassieren und ihr Spruch nach dem Rockverlieren „Ich wollte Sie ein bisschen aufwecken“ ist bis heute unerreicht.

    • „Ich wollte sie ein bisschen aufwecken“ kann man auch dann so deuten, wie langweilig der Abend bisher war bzw der Pausenact…und der war wirklich strunzöde. Auch wenn Lill mal Namen fast vergessen hatte , sie war schon großartig und konnte die lahme Schwedenshow aufpeppen.

  33. Ich fand das Trio alles andere als gut – jede(r) einzelne(r) von ihnen hat mich genervt. Man merkt, dass RAI den ESC dieses Jahr lockerer angehen wollte. Aber das war mMn etwas zu lässig – eine gesunde Distanz hat gefehlt (Beiträge wurden beklatscht, kommentiert, gelobt etc. – sehr unfair den anderen Kandidaten gegenüber! Man kann sich sogar überlegen, ob die Zuschauer nicht vielleicht durch die Moderatoren beeinflusst wurden). Zudem gab es zu viele Patzer. Sprachlich war es auch nicht immer gelungen.

    Alles in Allem hat man es bemerkt, dass RAI auf populäre Moderatoren gesetzt hat und nicht auf professionelle (ich hoffe mal sehr, dass es in Italien fähigere Moderatoren gibt). Sie standen viel zu sehr im Vordergrund, diese ganzen Medleys und Tänze und was weiß ich. Ein Moderator hat nur die Aufgabe, die Zuschauer durch den Abend zu führen und nicht ständig sich selbst zu präsentieren. Er/Sie als Person ist nebensächlich. In Turin war das aber ganz und gar nicht so.

    Ich will nicht falsch verstanden werden, die drei sind bestimmt gut in ihren Jobs – aber auf das italienische Publikum ausgerichtet. Den ESC haben aber mehr als nur paar Millionen Italiener geschaut. Dementsprechend hätte man etwas weitsichtiger handeln können. Bei The Voice of Italy oder whatever können sich Mika und Co. gerne austoben, aber nicht beim ESC…
    Kleine Randnotiz: Mir ist bewusst, dass die Moderatoren grob gesagt auch nur ihren Text in die Hand gedrückt bekommen und den abklappern müssen. Sie können nur wenig improvisieren bzw. sind auf sich gestellt, für jede Eventualität ist ein Plan vorgesehen. Deshalb will ich die Probleme nicht nur in die Schuhe der Moderatoren schieben, sondern auch die Producer / Verantwortlichen in den Vordergrund stellen. Hätte man den Drei gesagt „schaltet mal einen Gang zurück“, würden sie das auch vermutlich machen. Hat man aber wohl nicht.

    Was mir vom diesjährigen ESC in Erinnerung geblieben ist:
    – defekte Bühne mit einem Sonnenfinsternis
    – schwache Beiträge
    – von Anfang an feststehender Sieger
    – nervige und für ESC-Verhältnisse unprofessionelle Moderation

    Nach einem großartigen ESC 2021 ein Downgrade.

  34. Ich habe in den letzten Tagen die ESC Shows nochmal ohne all die Aufregung angeschaut … hach war das schön! Gerade im Finale fand ich die Moderatoren mit der lockeren Art sehr erfrischend. Langweilige Interwievs aus dem Greenroom gab es kaum, da waren in anderen Shows echt Längen. Durch die vielen langen Umbaupuasen hatten die Moderatoren in diesem Jahr mehr zu tun… sie mussten Lücken füllen, weil die RAI keinen anderen „Stoff“ bereitgestellt hat. Ich fand die Intervallacts durch die Moderatoren charmant, mit 25 Wettbewerbsacts gibt ja schon reichlich Abwechslung, da müssen nicht noch mehr Veteranen oder Showgrößen auftreten. Mika ist mit seiner jungenhaften Art der Knaller, wenngleich ihm einige Fehlerchen unterlaufen sind, Allesandro war durchgehend soverän und charmant. Die vier Hosts im letzten Jahr waren mir etwas zu viel, aber auch die haben ihren Job gut gemacht. Insgesamt denke ich bei der Moderation schaffen es auch zwei gute Leute, wenn das ganze drumherum stimmt.

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