Emma Elisabeth (früher Betty Dittrich) sang am Donnerstag im MoMa „Cruel“ – Tour im Herbst

Sie war eine der großen Fan-Favoritinnen bei der deutschen ESC-Vorentscheidung 2013 „Ein Lied für Malmö“: Betty Dittrich. Seit einiger Zeit macht die Schwedin unter dem Namen Emma Elisabeth Musik. Und am Donnerstagmorgen hatte sie nach eigener Aussage auf Instagram ihren frühesten Auftritt ever: Um 8:54  Uhr musste sie im ZDF Morgenmagazin (MoMa) ran. Nach der Beantwortung von zwei Fragen durfte sie ihren Track „Cruel“ präsentieren.

Unverhofft kommt oft: Betty Dittrich – oder genauer: Emma Elisabeth – ist (wieder) da. Vergleichsweise unerwartet hatte sie mit ihrer aktuellen Band am Donnerstagmorgen im öffentlich-rechtlichen Frühstücksfernsehen auf. Umso mehr freuen wir uns natürlich, dass die sympathische Südschwedin weiter ihren musikalischen Weg geht.

Im Jahr 2010 zog sie nach Berlin. Und schon drei Jahre später war sie bei der deutschen ESC-Vorentscheidung 2013 in Hannover mit dabei. Als Startnummer 4 erklang ihr „LaLaLa“, und noch heute ist nicht ganz klar, was aus dem besungenen Mann geworden ist.

Die Vorentscheidung (mit Loreen UND Lena als Opening Acts) gewann bekanntermaßen Cascada mit Glorious. Aber es gibt immer wieder Diskussion, ob nicht LaBrassBanda hätte gewinnen müssen. Außerdem waren Die Söhne Mannheims am Start, was heute wohl auch nicht mehr ginge. Betty Dittrich, die den Nachnamen von ihrem in Deutschland geborenen Vater hat, ging als vierte an den Start und holte sich am Ende einen geteilten achten Platz, wobei sie beim Radio/Internet-Voting immerhin Dritte geworden war.

Danach wurde es etwas ruhiger um die Wahl-Berlinerin. ESC kompakt hat sie aber nie aus den Augen verloren: Im letzten Jahr hatten wir sie als Vertreterin Schwedins beim #FreeESC auf ProSieben im Blick (was sich dann aber nicht bestätigt hat).

Am Donnerstagmorgen war Betty DittrichEmma Elisabeth also wieder im TV zu erleben (hier der Auftritt). Sie erklärte, dass man an ihrer Musik hören würde, dass sie sehr die 70er und 80er Jahre mag, aber auch allgemein Singer-Song-Writer-Musik. Obwohl sie viele Unterschiede zwischen dem deutschen und schwedischen Publikum sieht, ging sie eher auf deren musikalische Vorlieben ein und weniger auf ihre Verhaltensweisen in Konzerten.

Emma Elisabeth veröffentlicht im September ein Live-Album. Bereits vorher beginnt ihre „Chill-Out-Punk-Tour“ durch die gesamte Republik. Der Start ist am 26. August im Knust in Hamburg. Danach geht es unter anderem nach Berlin, Hannover, Bremen, Frankfurt, Leipzig, Jena, München, Rostock, Köln, Stuttgart, Karlsruhe, Kassel, Nürnberg und Dresden. Tickets gibt es ab 27,50 Euro hier.


35 Kommentare

  1. 2013 war gerade wenn man auf den diesjährigen Vorentscheid schaut ein echtes Feuerwerk. Was wir für tolle Acts, verschiedene (Pop-)Gernes und einfach an Vielfalt dabei hatten und dann wirkt es auch noch moderner als die Show dieses Jahr. Klar, mag das auch an den sehr euphorischen Jahren 2010-12 aus deutscher ESC-Sicht gelegen haben aber so oder so ähnlich wünscht man sich den deutschen Vorentscheid bei uns doch wieder, oder?

    • 2013 war der letzte Vorentscheid, wie ich ihn mir vorstelle. Nur diese diversen Voting-Experimente würde ich einfach weglassen. Stattdessen einfach 100 % Televoting – und gut is‘. Solange die Songs allesamt akzeptabel sind, macht’s dann ja auch nichts, wenn das ARD-Stammpublikum mal wieder den „falschen“ Sieger wählt.

      Bei allem Frust darüber, dass die Jury LaBrassBanda torpediert hat, konnte ich mich auch mit Cascada gut arrangieren. Das war nun wirklich kein Beitrag für den man sich schämen musste – Staging und Endplatzierung hin oder her.

      • Volle Zustimmung (vielleicht bis auf den Frust über die Jurytorpedierung, bei mir war’s eher Frust übers Pushen von LaBrassBanda durch ihre Fans über die Radioabstimmung)

      • @ Porsteinn:

        Schon klar. Aber die Jury hat Cascadas Sieg de facto ja schon in Stein gemeißelt, noch bevor das Televoting-Ergebnis verkündet wurde. Und wenn eine Jury ein so eklatantes Fehlurteil trifft wie die von 2013, muss man deren Kompetenz und die generelle Sinnhaftigkeit des Ganzen doch infrage stellen.

      • Fand Cascada jetzt auch nicht so schlecht. Hab sie in Malmö auch eher im Mittelfeld gesehen (so um Platz 15 herum), da ich in dem Jahr einige Songs schlechter fand. 2013 sind leider einige gute Songs im Semi schon ausgeschieden: Montenegro, San Marino, Israel. Wirklich gefallen hat mir im Finale eigentlich nur Moldau, Norwegen und Island.
        LaBrassBanda hätte ich auch mal ganz spannend gefunden, aber die Aufregung, dass angeblich die Jury LaBrassBanda verhindert hat, fand ich auch an den Haaren herbeigezogen. Cascada hätte so oder so gewonnen. Außerdem hat wenigstens die Jury Blitzkids.mvt zu würdigen gewußt. Hat sie mir wiederum sehr sympathisch gemacht.🙂

      • @Gaby

        2013 war für mich generell der schwächste ESC der 2010er, mit wenigen Ausnahmen nur fades Mittelmaß und die allgemeine Begeisterung für Petra Mede kann ich bis heute nicht verstehen.

      • Jedes mal bei diesem Vorentscheid-topic wieder diese Aluhut-Flatulenzen! Die Jury hat beim damaligen VE Blitzkids favorisiert, was ich denen hoch anrechne. Dass man diesen Mythos, da wäre durch die irgendwer absichtlich sabotiert worden, hier immer noch liest, spricht nicht gerade für ein intaktes Gedächtnis und die Offenheit einiger Fans. Und nein – Votingüberlappung war kein Thema!

        Meine Meinung: Cascada war ein veritabler Gewinner mit einem mittelprächtigen ESC-Ergebnis – wie andere schon schrieben, Song irgendwo ok, ohne Fremdschämfaktor – da kann ich hundertmal einen Blitzkids Mvt. oder Ben Ivory toll gefunden haben. Sie haben das entscheidende Voting gewonnen. Punkt

      • @ESC1994

        Zu allem Überfluss mit einer Siegerin, die eigentlich schon lange feststand. Sie hat man sogar schon hochleben lassen, noch bevor die Abstimmung zu Ende war. Das wäre ja ungefähr so, als wenn Bayern München noch vor Saisonende die Meisterschaft feiert. Grrrr…. unmöglich!😡

      • @Gaby

        Oh ja, diese Unsitte dass man das Land zum Sieger ausruft noch bevor alle Länder die Punkte verkündet haben fand ich auch furchtbar. Auch wenn es mathematisch nicht mehr einzuolen war, sowas sorgte für einen totalen Stimmungsabfall und dadurch fühlten sich die Punkte der verbliebenen Länder irgendwie „unnütz“ an.

        Den Siegertitel „Only Teardrops“ fand ich ganz ok, hat sich aber wahnsinnig schnell abgenutzt und ich denke auch nicht dass der Song in einem stärkeren Jahrgang wie 2012,2014 oder 2015 eine Chance gehabt hätte.

      • @Porsteinn, Gaby

        Die Sache ist natürlich schon ad nauseam diskutiert worden, aber dass Cascada „in jedem Fall“ gewonnen hätte, ist eben genauso Mythos oder jedenfalls unbelegte Theorie wie die Erzählung, LBB wäre verhindert worden. Denn indem die Leitungen noch während und nach den Punktevergaben von Radio und Jury geöffnet blieben, gab es im Televoting ein de-facto-Superfinale zwischen diesen beiden Beiträgen, wo Glorious als der mutmaßlich weniger polarisierende bevorteilt war.

      • @ Jorge:

        Nix Aluhut. Die Tiebreaker-Regel habe ich ja nirgends in Abrede gestellt. Es geht nur darum, dass eine vermeintliche Fachjury (die in dem Fall ja auch mit ESC-Prominenz besetzt war) LaBrassBanda für den Drittschlechtesten bzw. Zehntgeeignetsten(!) der zwölf Teilnehmer erachtet hat. Nur zur Erinnerung: Die lagen damit noch hinter zurecht längst vergessenen Acts wie Nica & Joe oder Mia Diekow. Wenn man so eine Jury hat, kann man da eigentlich auch gleich die Wolfslast und ihre Radio-Pappnasen hinsetzen.
        Ja, Bestwertung für die Blitzkids … geschenkt. Nicht unsympathisch, aber eben auch nicht der Bringer (ganz anders übrigens als ihr Song „Water“).

      • @ Jorge:

        Außerdem hätte die Tiebreaker-Regel ja nur dann gegriffen, wenn sowohl Cascada als auch LaBrassBanda im Juryvoting komplett leer ausgegangen wären. Dass es dazu nicht kommen würde, war aber auch klar. So gesehen ist es vollkommen legitim und berechtigt, sich auch heute noch über das Juryurteil zu ärgern. Und das hat mit Verschwörungstheorien nun wirklich einen feuchten Kehricht zu tun. Von vermeintlichen Experten kann und muss man erwarten können, dass sie Einzigartigkeit höher bewerten als einen okayen Song, dem unverzüglich vorgeworfen wird, ein Plagiat des Vorjahressiegers zu sein (ein Vorwurf, den ich im Großen und Ganzen übrigens für konstruiert halte).

        Kurzum: Hätte es keine Jury, sondern wirklich nur Televoting gegeben (denn das Radiovoting war ja ebenfalls Schwachsinn – auch in diesem Jahr noch), hätte man sich auch nie (wie in der Folge ja ebenfalls noch häufiger, siehe 2019) über ebenjene Jury aufregen müssen. Ein Cascada-Sieg durch reines Televoting wäre für jeden nachvollziehbar und für niemanden ein Ärgernis gewesen. So kann, nein, muss man sich allerdings eben über die Jury aufregen.

  2. Der Song ist jetzt nicht der Burner, aber ich freue mich mal wieder von ihr zu hören. Im Vorfeld mochte ich damals Betty sehr, der Auftritt bei der Vorentscheidung hat mich dann aber etwas enttäuscht, ich fand ihre Stimme dünn und ihr Bühnenpräsens nicht stark genug.
    Stimmlich hat sie sich auf jeden Fall weiterentwickelt, aber sie scheint immer noch recht schüchtern zu sein.

  3. Warum würden die „Söhne Mannheims“ heute nicht mehr gehen? Wegen Xavier Naidoo? Falls dies der Punkt sein sollte, so ist es vielleicht erwähnenswert zu sagen, dass Xavier Naidoo bereits seit 2018 an keinem Projekt der Söhne Mannheims mehr beteiligt gewesen ist und die übrigen Bandmitglieder sich außerdem auch nach seinen „Coronaäußerungen“ im Jahr 2020 von ihm distanziert bzw. getrennt haben!

    • Die Söhne Mannheims sind klasse und auch ihre Musik, aber auf dem internationalen Markt keine Chance. Mit ihrem Stil könnten sie den deutschsprachigen Raum vielleicht noch begeistern, das wäre es aber auch.
      Ich habe vor drei Jahre im internationalen Feriencamp bei Toulouse (F) mit Jugendlichen und jungen Leuten 14 bis 24 die Musik von Söhne Mannheims gespielt. Das war keine gute Idee: ich musste die Musik nach knapp 3 Minuten abbrechen.

  4. Ach, die gibt’s noch? Wenn KünstlerInnen ihre Namen ändern, hat das entweder mit Persönlichkeitskrise zu tun oder mit Imagewechsel. Nun ist aus der Raube Betty Dittrich der Schmetterling Emma Elisabeth geworden. Stimmlich war sie mit ihrem Lied 2013 an der Grenze des Erträglichen. Aber wir dürfen ja egal was aus Schweden kommt nur nicht ansatzweise kritisieren. Also, warten wir’s mal ab was uns Frau Emma E. B. Dittrich zu Gehör bringt.

    • Nicht ganz Nilsilausi, Sie will sicher nur zurück zu ihren familiären Wurzeln.
      Laut Wiki heißt die Gute seit 38 Jahren —- Betty Dittrich , geboren als Emma Elisabeth Dittrich.
      Den Namenswechsel hat sie auch schon laut Wiki 2017 vollzogen und keiner hat es gemerkt….

      • porsteinn: War in Bezug auf den Blogartikel von BennyBenny „The artist formerly known as Betty Dittrich: Emma Elisabeth“

        Und weil irgendwer das als Makel deklariert: Es gibt natürlich noch viele Gründe seinen Namen zu ändern, Wechsel des Musikstils, ein schlecht gängiger Name oder rechtliche Gründe. Und selbst wenn es aus Erfolglosigkeit war – muss man es nicht problematisieren. Einfach Replay drücken und gut ist …

  5. Ach ja, 2013 war schon ein toller Vorentscheid…
    „LaLaLa“ war echt klasse, vom Liveauftritt war ich allerdings ein wenig enttäuscht, so dass Blitzkids.mvt meine Favoriten waren.

  6. Na toll, ich habe einen Ohrwurm… La la la gefiel mir im Vorfeld am besten und Betty hat meine Anrufe bekommen, obwohl sie mich an dem Abend nicht komplett überzeugen konnte. Aber mir gefällt der Song auch heute noch. La la la…..

  7. Blitzkids die waren so mega damals,hätte ich gern mal beim ESC gesehen 🙂 und denn noch ein Vorentscheid in einer großen Halle und so vielen Teilnehmer toll . Wann kommt das wieder .
    Betty war leider damals garnicht mein , aber besser als die Priester 😀

  8. Ich konnte mir damals überhaupt kein Bild machen von „Lalala“. Betty stand stocksteif und verloren mit ihrer Gitarre auf der Bühne, dünne Stimme, die vom Background total überrollt wurde, verstand außer Lalala kein Wort. Habe mir später den Song downgeloadet und er gefällt mir richtig gut.
    Die Priester feat. Mojca Erdmann fand ich gar nicht so schlecht. Tolle Stimmen und durch die Flammenshow echt atmosphärisch. Erinnerte ein bisschen an Sadness von Enigma. Nur war der Song von einem uralten Kirchenlied geklaut und wäre mit Sicherheit umgehend disqualifiziert worden.
    La Brass Banda mit den nervigen Brassinstrumenten und der Barfuss-Krachledershow nur albern.
    Cascada noch die beste Wahl, obwohl ich dauernd an Euphoria denken musste.

  9. War lustig damals: Im Prinzblog war Betty Dittrich damals die swedish princess der Blogger und Community, die waren mehrheitlich Hardcore-Fans, beim Vorabvoting der Blogfavorit & „Geheimtipp“ und Peter hatte eine Fotoreihe mit ihren „Danceboys“ gemacht. Dann kam das Voting …

    • Das war aber auch wirklich die Hochzeit der Post-Euphoria-Schwedenjubelei auf dem Blog. Hat man schon daran gesehen, dass bei der Blogger-Abstimmung über die Sieg-Favoriten 2013 Robin Stjernberg mit seinem Jammer-Song auf Platz 3(!) lag.

      • Robin Stjernberg – puh, nee schrecklich. SWE 2013 war neben 2017 und 2018 einer der schlimmsten schwedischen Beiträge aller Zeiten für mich.

      • .. sein musikalischer Schrei war offenbar nur eine Übung, denn wenn man nach was aktuellem von Robin Stjernberg auf YT sucht, bekommt man das z.B. hier angezeigt:

        Shifter – Horror Short Film
        https://youtu.be/1Mi3imCK8a0

  10. Ich wünsche ihr, dass die Tour auch wirklich stattfindet – da haben einige Künstler*z und Bands ja aktuell Probleme das durchzuziehen, weil Publikum wegbleibt. Ich meine, ihr Gig Ende 2013 in der Prinzenbar wurde abgesagt.

  11. Meine Favoritin war ja auch Betty Dittrich. Ich hab mir anschließend sogar ihr Album gekauft und fand es richtig gut. Und nachdem damals ihre Tour abgesagt wurde (ich hatte mich so auf einen gemeinsamen Schnaps mit ihr gefreut!), habe ich sie dann doch aus den Augen verloren.
    Ich freue mich, dass ich wieder von ihr höre… wenn auch ganz anders als damals.
    Wer Tickets für das Knust am 26.08. haben will und den Link oben im Beitrag nutzt, könnte sich wundern, da man auf dem Ticketportal bei Cäthe landet. Hier ist Emma Elisabeth der Support-Act.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.