Songwriting-Camps beim ESC: Fluch oder Erfolgsrezept?

DARA – Foto: EBU / Corinne Cumming

Songwriting-Camps gehören inzwischen fast selbstverständlich zur ESC-Welt dazu – und sorgen gleichzeitig regelmäßig für Diskussionen. Während die einen darin den Schlüssel zu modernen und internationalen ESC-Beiträgen sehen, kritisieren andere die Songs als austauschbare „Stangenware“. Marcel Schicken ist einer der Organisatoren des Berlin Song Fest, ein Songwriting-Camp mit Fokus auf den Eurovision Song Contest. In loser Reihenfolge wird er als Gastautor auf ESC kompakt Artikel zu diesem Thema veröffentlichen. Zum Auftakt geht es um die Frage, welche Rolle solche Camps inzwischen beim ESC spielen – und warum die Wahrheit vermutlich irgendwo zwischen Kreativlabor und Reißbrettproduktion liegt.
Ein Beitrag von Marcel Schicken 

Die einen finden Songwriting-Camps super, die anderen lehnen sie komplett ab. Für manche sind sie der beste Weg zu modernen und internationalen ESC-Songs, andere halten sie für künstlich und austauschbar. Die Diskussion ist nicht neu – gerade im ESC-Kontext wird sie aber immer intensiver. Deshalb lohnt sich ein Blick darauf, welche Rolle Songwriting-Camps inzwischen tatsächlich spielen.

Kurz zu mir: Ich bin Marcel, ESC-Fan und Mitorganisator des Berlin Song Fests gemeinsam mit Carl-Henrik Wahl und Jonas Jensen aus Norwegen. Die beiden betreiben den Studiokomplex „The Woods“ in Rena, aus dem bereits zahlreiche Songs für nationale Vorentscheide und den Eurovision Song Contest hervorgegangen sind – darunter „Laika Party“ von Emmy oder „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer.

Gerade der deutsche ESC-Vorentscheid 2026 zeigt ziemlich deutlich, wie präsent Songwriting-Camps inzwischen geworden sind. Genau ein Beitrag entstand nicht in einem solchen Format, nämlich „Ciao, Ragazzki“ von Ragazzki. Alle anderen acht Beiträge dagegen schon.

Sechs Songs wurden beim SWR-Songwriting-Camp in Limoux in Südfrankreich geschrieben – darunter die Beiträge von Laura, Wavvyboi, Molly, Myle, Malou und Dreamboys the Band. Ein weiterer Song entstand beim Camp an der Popakademie Mannheim (Bela) und der deutsche ESC-Beitrag „Fire“ bei einem Songwriting-Camp in Marokko für Sarah Engels.

Jetzt fühlen sich vermutlich viele Kritiker bestätigt und sagen: „Genau deshalb funktionieren solche Camps nicht.“ Tatsächlich wurde nach dem deutschen Vorentscheid häufig kritisiert, dass viele Songs zu austauschbar oder zu wenig ESC-tauglich gewirkt hätten. Außerdem wünschen sich viele Fans authentische Songs – nicht Musik, die klingt, als wäre sie komplett am Reißbrett entstanden.

Auch international werden solche Diskussionen regelmäßig geführt. „My System“ von Felicia aus Schweden entstand beispielsweise ebenfalls in einem Songwriting-Camp in Island. Ganz so einfach ist die Debatte aber nicht.

Denn auch der diesjährige ESC-Siegersong „Bangaranga“ von DARA entstand bei einem Songwriting-Camp – genauer gesagt bereits am 9. November 2023 beim „Sofia Songwriting Camp“. Natürlich kann man darüber diskutieren, ob der Song ein lyrisches Meisterwerk ist. Entscheidend war aber letztlich etwas anderes: Der Titel traf den Nerv der Zeit und funktionierte zusammen mit einer herausragenden Live-Performance. Das Ergebnis: Der Eurovision Song Contest 2027 findet in Bulgarien statt.

Und damit wären wir beim nächsten wichtigen Punkt. Denn beim ESC geht es längst nicht mehr nur um Songs allein. Die Inszenierung spielt eine immer größere Rolle. Verantwortlich für das Staging von „Bangaranga“ war der Schwede Fredrik Rydman – genauso wie zuvor schon bei „The Code“ von Nemo. Auch dieser ESC-Siegersong entstand übrigens im Rahmen eines Songwriting-Camps, nämlich beim Suisa Songwriting Camp rund um Pele Loriano.

Natürlich beweist das nicht automatisch, dass Songwriting-Camps bessere Songs hervorbringen. Dort entsteht genauso Durchschnitt wie außerhalb solcher Formate. Aber die Beispiele zeigen, dass Songwriting-Camps längst ein fester Bestandteil der modernen ESC-Musikproduktion geworden sind.

Das gilt wie bereits erwähnt auch national. Nach der Raab-Ära zwischen 2010 und 2012 erreichte Deutschland beim ESC genau einmal die Top 10: Michael Schulte wurde 2018 in Tel Aviv Vierter mit „You Let Me Walk Alone“. Und auch dieser Song entstand im Rahmen eines Songwriting-Camps des NDR.

Gerade dieses Beispiel zeigt für mich, dass Authentizität und Songwriting-Camps kein Widerspruch sein müssen. Viel persönlicher als Michaels Geschichte über seinen verstorbenen Vater kann ein ESC-Beitrag kaum sein.

Am Ende hängt der Erfolg eines Songs deshalb nicht davon ab, ob er in einem Camp entstanden ist oder nicht. Entscheidend bleiben die Qualität des Songs, die Auswahl des richtigen Artists und die spätere Umsetzung auf der Bühne.

Songwriting-Camps sind deshalb weder automatisch Fluch noch Wundermittel. Sie sind inzwischen schlicht Teil der ESC-Realität geworden – mit allen Chancen und Risiken, die kreative Zusammenarbeit mit sich bringt.

Mit diesem Beitrag möchte ich einen ersten Einblick geben, wie solche Camps funktionieren und warum sie für viele Länder inzwischen selbstverständlich zum ESC-Prozess dazugehören. Und natürlich darf man Songwriting-Camps weiterhin kritisch sehen. Die Diskussion darüber gehört für mich auch ganz selbstverständlich dazu.

Wie stehst Du grundsätzlich zu Songwriting-Camps beim ESC? Klingen viele moderne ESC-Songs für Dich tatsächlich zu ähnlich – oder gehören Camps inzwischen einfach zur Musikindustrie dazu? Und glaubst Du, dass Deutschland durch professionellere Songwriting-Prozesse langfristig erfolgreicher werden könnte? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.

Am Dienstag, den 26. Mai werfen wir um 21 Uhr einen Blick zurück auf den ESC in Wien – und einen voraus auf den kommenden Wettbewerb in Bulgarien.



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19 Comments
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Matty
Matty
1 Stunde zuvor

Sowohl als auch

Rouven
Rouven
1 Stunde zuvor
Reply to  Matty

Ich mag auch sowohl Pizza als auch Pasta!

Rainer Knuth
Rainer Knuth
1 Stunde zuvor
Reply to  Matty

Ich mag Sonnenschein als auch Regen

Geri
Geri
34 Minuten zuvor
Reply to  Matty

Dummheit und Intelligenz.

Daan
Daan
1 Stunde zuvor

Kleine Korrektur:
Michael Schulte sang 2018 in Lissabon, nicht in Tel Aviv;)

Rainer Knuth
Rainer Knuth
1 Stunde zuvor

Grundsätzlich bin ich für diese Camps, da den Künstlern eine Möglichkeit gegeben wird ihr Potenzial auszuschöpfen bzw neue Ideen von außerhalb ihrer eigenen Welt einfließen zu lassen.

Was beim Vorentscheid bedacht werden sollte, die Qualität der Songs und Künstler sollte im Vordergrund stehen und nicht wo die Songs entstanden sind.

Beim Staging ist der Vorentscheid sowieso nur ein Fingerzeig und wird zum ESC meist komplett aufgewertet.

AlexESC
AlexESC
1 Stunde zuvor

Es gibt prima Songs die haben ein ganzes Songwriter-Team, dann gibt es prima Songs die entstehen in der Zweisamkeit, hier auch noch, ganz klassisch, Composer und Lyricist getrennt. Und es gibt prima Songs, welche auch nur von einem Songwriter stammen. Deswegen bin ich im Grunde für alle Möglichkeiten offen. Sowohl für Songwriting-Camps als auch, wie es z.B. der SWR gemacht hat, über die GEMA zu gehen oder gleich eine komplett offene Bewerbung nur für Songs. Weil ich stelle mir halt auch die Frage, ob ein guter Songwriter, welcher bisher seine Songs alleine, im typischen „stillen Kämmerlein“ geschrieben hat, sich auf so einem Songwriting-Camp überhaupt wohl fühlt? Deswegen sollte man keine Chance ungenutzt lassen und offen für alles sein was das Thema Songs anbelangt.

Last edited 1 Stunde zuvor by AlexESC
Anmey
Anmey
55 Minuten zuvor

Ich bleibe bei meiner Skepsis, was Songwriting-Camps angeht. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, aber ich würde schon sagen, dass Deutschland, Luxemburg und die rapide sinkende Qualität des Mello zeigen, dass es nicht sinnvoll ist, Songwriting-Camps zum Auswahlkonzept zu machen.

Jorge
Jorge
51 Minuten zuvor

overall: Fluch

Waterloo
Waterloo
51 Minuten zuvor

Vollkommen egal! Es gehört beim ausrichtenden Sender nur ein ESC-Verantwortlicher an die Spitze, der Ahnung hat. Dieser jemand muss den Riecher haben, welche Titel zünden. Wenn an den Song-Camps gute Komponisten, Texter und Produzenten teilnehmen – warum nicht? Ansonsten: die besten Titel einreichen, Material, das auch gerne polarisieren darf und nicht in erster Linie als Malle- und O-Fest-tauglich einzustufen ist.

elkracho
Mitglied
elkracho
51 Minuten zuvor

Wie stehst Du grundsätzlich zu Songwriting-Camps beim ESC?

Momentan habe ja wieder viele Fans eine ablehnende Haltung
gegenüber Songwriting-Camps :
Welche ich als Laie aber für übertrieben halten.
Da ich von „Songwriting-Camps “ nicht einen Hit nach den anderen
erwarte. Es gibt sicher viel Ausschussware. Aber wenn ein oder
zwei gute Songs daraus hervorgehen, dann hat sich doch der
Aufwand gelohnt.
Und es kommt sicher auch auf die Anzahl der Beteiligten an.
Wenn neue Leute an einem Song arbeiten, erkennt man wohl
weniger einer Handschrift. Bei zwei oder drei Leuten ist das sicher
einfacher,

Und glaubst Du, dass Deutschland durch professionellere Songwriting-Prozesse langfristig erfolgreicher werden könnte?

Ja klar. Ist ne Option.
Auch wenn die Meinung momentan nicht populär ist.

Marvin_Gallus
Marvin_Gallus
50 Minuten zuvor

Viel wichtiger ist am Ende die musikalische Qualität des Songs, das Alleinstellungsmerkmal, dass er zum Act authentisch passt und perfekt beim ESC perfekt inszeniert wird. Ob der Song dann bei einem Songwritingcamp oder in der heimischen Badewanne entstanden ist, ist unerheblich.

Gleichwohl kann ein Songwritingcamp unterschiedliche Künstler:innen zusammenbringen und Kreativität fördern. Also gerne auch solche Formate nutzen um einen herausragenden ESC-Beitrag zu kreieren.

Nils
Nils
43 Minuten zuvor

Dass Marcel Songwriting Camps verteidigt, liegt natürlich auf der Hand. Mit „The Code“ und „Bangaranga“ hat er auch gute Argumente auf der Habenseite – zumindest wenn man nach dem Abschneiden beim ESC geht. Und auch allgemein schätze ich seinen Einsatz sehr, weil er zu einem Zeitpunkt von sich aus aktiv geworden ist, als der NDR damals mal wieder komatös erschien.

Grundsätzlich sehe ich bei Songwriting Camps neben der fehlenden Authentizität (und nein, „You let me walk alone“ halte ich da explizit nicht für ein Gegenargument) aber vor allem zwei Probleme. Da wäre einerseits der zeitliche Aspekt: Das Camp hat ein fix gesetztes Ende, außerdem womöglich eine feste Zielsetzung bezüglich des Outputs – à la „fünf Songs bis Donnerstag“. Das ist Fließbandarbeit und steht der Qualität im Wege, was man z. B. „Fire“ oder „Laika Party“ auch deutlich anhört. Rückt die Deadline nahe, muss es eben schnell gehen – und heraus kommt gerne mal Wischiwaschi. Hinzu kommt, dass durch den Faktor „Auftragsarbeit“ wahrscheinlich auch auf allen fast Seiten das nötige Herzblut fehlt. Ich bezweifle jedenfalls, dass etwa ein G:son nach dem letzten Platz für „Eins, zwei, drei“ auch nur eine schlaflose Nacht hatte.
Zudem sind Songs aus dem Songwriting Camp oft sterile Kopfgeburten, die allein auf den ESC ausgelegt sind. „The Code“ ist hierfür das beste Beispiel: clever konzipiert, aber auch komplett verkopft. Eine Nummer, die auf der ESC-Bühne drei Minuten lang eine tolle Show bot – aber außerhalb des ESC keine Minute überlebensfähig war, weil sich sowas im Alltag eben keiner anhört. Den Schweizern wird’s nach dem Sieg natürlich egal sein – aber für die Kredibilität des ESC sind solche Gewinnerbeiträge auf Dauer absolutes Gift.

Und ja, wie Marcel sagt: Die Mischung macht’s. Und die Qualität muss stimmen. Aber wo war denn die Mischung beim deutschen Vorentscheid, wenn – exklusive „Ciao Ragazzki“ – alles aus Camps kam? Und wo war die Qualität, wenn – inklusive „Ciao Ragazzki“ und exklusive höchstens noch „Black Glitter“ – hinterher jeder Song bei der Bubble als untauglich durchfällt?

Songwriting Camps sind in der Tat kein Allheilmittel. Auch da stimme ich Marcel zu. Doch solange der SWR sie aber anscheinend als ebensolche betrachtet, sehe ich nicht, dass man noch weiter für sie werben müsste.

Last edited 43 Minuten zuvor by Nils
elkracho
Mitglied
elkracho
19 Minuten zuvor
Reply to  Nils

Da wäre einerseits der zeitliche Aspekt: Das Camp hat ein fix gesetztes Ende, außerdem womöglich eine feste Zielsetzung bezüglich des Outputs – à la „fünf Songs bis Donnerstag“. Das ist Fließbandarbeit und steht der Qualität im Wege,

Zudem sind Songs aus dem Songwriting Camp oft sterile Kopfgeburten, die allein auf den ESC ausgelegt sind.

Doch solange der SWR sie aber anscheinend als ebensolche betrachtet, sehe ich nicht, dass man noch weiter für sie werben müsste.

Ist es wirklich so? Man hat in der Bubble oft eine vorgefertigte Meinung.

Nilou
Nilou
42 Minuten zuvor

Es ist letztendlich wie so oft im Leben: So ein Camp kann funktionieren, muss es aber nicht. Es kommt ganz auf die beteiligten Songwriter, den Einfluss des Künstlers und auch einfach äußere Faktoren wie Staging und Ausstrahlung an. Interessant ist es aber allemal, hinter die Kulissen eines solchen Camps zu schauen, weshalb es mich freut, dass dazu wohl eine kleine Serie hier auf ESC Kompakt kommen wird.

Beispiele, für Songwriting-Camp-Songs (was für ein Wort), welche meiner Meinung nach sehr gelungen sind, wären The Code, Tout l’univers, Voyage, Who The Hell Is Edgar, Lights Off und bestimmt noch ein paar andere, die mir gerade nicht einfallen. Bangaranga kann man da auch positiv hervorheben, wobei hier auch mehrere Aspekte zusammenkamen: ein äußerst erfahrener Artist, ein Song, der am Puls der Zeit ist und ein raffiniertes Staging-Konzept.

Grundsätzlich halte ich es für eine gute Idee, zum Teil auf Songwriting-Camps zu setzen, aber gleichzeitig auch immer solche Beiträge im Feld zu haben, die nicht in Camps entstanden sind. Die Mischung macht’s am Ende meistens, wobei letztendlich die eigentlichen Songs natürlich im Vordergrund stehen sollten, egal, in welchem Hintergrund diese entstanden sind.

Jorge
Jorge
31 Minuten zuvor

„Songwriting-Camps sind deshalb weder automatisch Fluch noch Wundermittel. Sie sind inzwischen schlicht Teil der ESC-Realität geworden – mit allen Chancen und Risiken, die kreative Zusammenarbeit mit sich bringt.“

Das ist eine Aussage ohne Inhalt. Meine Steuererklärung ist auch Realität und trotzdem Fluch!

Last edited 31 Minuten zuvor by Jorge
Gaby L
Gaby L
25 Minuten zuvor

Ein sehr interessanter Artikel, danke dafür.🙂

Gehöre ja normalerweise eher zu den Kritikern von solchen Camps, dachte immer, da wird ja viel Stangenware produziert. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel wie die Songs von Nemo und Dara. Wenn ich des das richtig verstanden habe, sind diese Camps ein Zusammenschluss verschiedener Akteure, also nicht nur Komponist:innen, sondern auch Texter:innen und Arrangeure rund um den Auftritt? Ist schon okay, wobei ich manchmal verwundert den Kopf schütteln muss, wie viele Leute an nur einem Song mitschreiben. Früher gab es doch auch nur je ein Texter und Komponisten… ich glaube, ich werde wirklich langsam alt.😀

Ach so, Klugschwätzer-Modus aktiviert: Michael Schulte hat in Lissabon den 4. Platz geholt🤓. Aber das spielt ja hier auch nur eine Nebenrolle, nichts für ungut.🙂

Marko +++
Marko +++
20 Minuten zuvor

Wie stehst Du grundsätzlich zu Songwriting-Camps beim ESC?

Sie sind da. Punkt.

Klingen viele moderne ESC-Songs für Dich tatsächlich zu ähnlich – oder gehören Camps inzwischen einfach zur Musikindustrie dazu?

Die ESC-Songs sind sich vor allem zu ähnlich weil sie fast alle in der gleichen Tonart gesungen werden, in sofern da noch live-Gesang vorhanden ist.

Meine Schwiegersöhne arbeiten (auch) als Lehrer an einer Musik-/Kunsthochschule. Die neue Studenten sind jetzt schon in der Lage mit Hilfe von KI viel bessere Songs in sehr wenig Zeit zu komponieren als die genannte Beispiele im Artikel. Deswegen glaube ich, dass Songwritingscamps in sehr kurzer Zeit überholt werden.

Und glaubst Du, dass Deutschland durch professionellere Songwriting-Prozesse langfristig erfolgreicher werden könnte?

Erfolg basiert auf Kreativität. So wie SWR Song und Sänger (mwd) sucht, bekommt man Bügeleisenmusik und bleibt Kreativität auf der Strecke.

Martin della Berenike
Martin della Berenike
12 Minuten zuvor

Ich fände tatsächlich einen Einblick interessant, wie solche Camps funktionieren bzw ablaufen. So als absoluter Laie zum kreativen Prozess, ein Lied zu erfinden.
Der Auftaktartikel hat ja erstmal primär aufgezeigt, dass sie inzwischen verbreitet sind und welche Songs zuletzt daraus hervorgingen.