Erste Probe beim ESC 2022: S10 mit „De Diepte“ für die Niederlande

Foto: EBU / Andres Putting

Den Abschluss des heutigen ersten Probentages bilden die Niederlande und Moldau. Für S10, die mit ihrem Song „De Diepte“ bereits einen großen Erfolg in ihrer Heimat verbuchen kann, geht es damit als achter Act am heutigen Samstag zum ersten Mal auf die Bühne in Turin. Mit Platz 9 in den aktuellen Wettquoten könnte S10 es erstmals nach Edsilia Rombley im Jahr 1998 für die Niederlande wieder mit einem in Landessprache gesungenen Song in das ESC-Finale schaffen.

Auf Instagram hat S10 heute Mittag ein Video veröffentlicht, in dem sie ihr Bühnenoutfit präsentiert: Es ist ein schlichter schwarzer Overall mit langen Ärmeln, bauchfreiem Top und weißen Sneakern geworden. Duncan Laurence kommentiert dazu „Rockstar“.

Wie wir bereits geschrieben haben, läuft in diesem Jahr einiges anders, als wir das gewohnt sind. Die ersten Proben können auch wir als Presse nicht sehen und sind deshalb auf die Informationen, Bilder und Videos angewiesen, die über die offiziellen Kanäle von eurovision.tv zur Verfügung gestellt werden – und natürlich auf die Meet & Greets, die jeweils zwei Stunden nach Beginn der jeweiligen Probe stattfinden. Entsprechend werden auch unsere Probenblogs keinen abgeschlossenen Artikel sein, sondern ungefähr im Zeitraum dieser zwei Stunden immer weiter wachsen. Wie genau das aber funktioniert und wann welches Material zur Verfügung gestellt wird, bekommen wir selbst auch erst im Laufe dieses Tages raus. Seid also ein bisschen nachsichtig mit uns und wir freuen uns natürlich über Hinweise in den Kommentaren, wenn Ihr Informationen im Internet findet.

Einen ersten Vorgeschmack auf eine mögliche Bühneninszenierung gab S10 bereits Anfang März mit der Performance bei „Matthijs Gaat Door“. Möglicherweise wird es also ein reduziertes Staging, gepaart mit Lichteffekten und Kamerafahrten, die eine gewisse Atmosphäre und räumliche Tiefe erzeugen sollen. In einigen Augenblicken werden wir dann aber mehr erfahren, wenn es erste Infos vom Live-Blog bei eurovision.tv, dem TikTok-Schnipsel und Material von anderen Kanälen anzuschauen und zu analysieren gibt.

Update zur ersten Probe:

Ihr Staging sei ein rauchiger Sockel mit dramatischen Lichteffekten und würde einen „real impact“ haben. Die niederländische Delegation scheint mit der ersten Probe schon sehr zufrieden zu sein.

Foto: EBU / Andres Putting
Foto: EBU / Andres Putting

Die veröffentlichten Bilder lassen erkennen, dass es neben dunklen, atmosphärisch anklingenden Szenen auch ein etwas helleres Setting gibt, wo S10 unter anderem auf einem Podest steht. Das wirkt sehr stimmig und setzt sie vor allem in den Fokus.

Foto: EBU / Andres Putting
@eurovision

Bringing the drama, style, and smoke to the stage…it’s the Netherlands’ @S10 🇳🇱 #Eurovision #Eurovision2022 #EurovisionTikTok

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Zum Meet and Greet:

S10 liebt Turin und war bereits ausgiebig shoppen. Sie wird von der Moderatorin für ihre berührende Stimme gelobt. Sie hat nie darüber nachgedacht, ob sie beim ESC auf Englisch oder auf Niederländisch singen sollte. Sie hat schon immer in ihrer Muttersprache geschrieben und wollte in dieser auch explizit beim ESC antreten.

Als Teenagerin hatte sie Probleme mit ihrer psychischen Gesundheit, was Teil ihres Lebens sei. Deshalb möchte sie in ihrem Song auch darüber sprechen und mit der Musik dazu beizutragen, Gefühle zu teilen. Sie versichert aber, dass es ihr inzwischen wieder sehr gut gehe.

Sie spricht über ihre Einflüsse und Idole aus verschiedenen Genres. Sie freut sich, alle anderen Acts kennenzulernen. Sie liebt den italienischen Song, aber auch Moldau steht bei ihr hoch im Kurs, genauso wie Albanien, wozu sie gerne tanzen möchte.

Inzwischen habe sie auf der Gitarre angefangen, Songs zu schreiben. Spielen kann sie das Instrument aber wohl nicht so gut.

Vor ihren Auftritten meditiert S10 und hört Musik, die sie an frühere Zeiten erinnert und zum tanzen bringt, etwa Lady Gaga.

Sie ist sehr zufrieden mit ihrem Outfit, es sei ihr Lieblingsoutfit.

Auch über ihren Songwritingprozess wird im Meet and Greet gesprochen. Sie schreibe immer wieder Satzfetzen auf, die sie im Studio mit Musik zusammenbringt, dann schreibt sie den restlichen Song drum herum.

Und sonst so… reden die beiden über italienische Fashion und das beim ESC jede Botschaft möglich sei – fröhlich, traurig, nachdenklich, gesellschaftskritisch…

Während ihres Auftritts hofft sie, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer einen Teil ihrer Seele sehen und sie mit ihr gemeinsam ihre Emotionen fühlen.

„The Sound of Beauty“ ist für sie Musik, sie mache nichts lieber als Musik zu hören, es besitze eine ganz eigene Magie.

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf unser ESC Kompakt LIVE gleich um 20 Uhr auf YouTube – schaltet gerne ein!


35 Kommentare

  1. Die Laserperformance wäre mir zwar sehr lieb gewesen, aber ich hoffe, daß auch so die entsprechende Tiefe intensiv vermittelt werden kann.

    Viel Glück, Oranje !

    • Anscheinend nicht. Für die Performances, die eigentlich den LED-HIntergrund geplant hatten ist es ziemlich blöd. Die Sonne bleibt nun schwarz und verstellt einen Großteil des LED Hintergrunds. Den Zuschauern wird wohl nichts auffallen.

  2. Auf der Bildern gefällt mir das Bühnenbild sehr gut.
    Viel besser als im niederländischen TV.
    Bleibt für mich ein „Dark Horse“.

  3. Ja, das sieht echt super aus, aber nur anhand der Fotos sehe ich mich jetzt nicht dazu in der Lage, eine Einschätzung zu treffen.

  4. Naja, so besonders viel sieht man ja auf den Bildern nicht, als dass man jetzt in Lobeshymnen ausbrechen könnte.
    Die Jogginghose sitzt etwas zu tief,

    • Besonders viel sieht man nicht, richtig, aber man kann bereits mit Bildern anderer Proben vergleichen. Insofern sind die Lobeshymnen meiner Meinung nach berechtigt.

  5. Hier haben wir endlich mal ein gelungenes Outfit!
    Ich finde zwar S10s Bühnenpräsenz immer noch ein wenig ausbaufähig, aber Im Gegensatz zur Schweiz wirkt der Auftritt auf den wenigen Bildern auch direkt stimmig, d. h. ich kann mir eine zwar statische, aber doch drei Minuten lang interessante Performance vorstellen. Aber ob das die Zuschauer auch so sehen? keine Ahnung.

  6. Die Presseauftritte spare ich mir lieber. ich kann es nicht ertragen, wenn Südländer Englisch reden. Bei der Reporterin klingt es ganz besonders schlimm.

    • Haha, stimmt.
      Ich hab auch weggeschaltet, als es zusätzlich noch mit den Klischees (Pasta und Fashion in Italien) ganz schlimm wurde.

      • Die S10 erinnert mich etwas an Ute Lemper, aber im positiven Sinne gemeint. Sie hat eine intensive, fast intellektuelle Ausstrahlung, was mir sehr gut gefällt.

  7. Sieht gut aus bisher, der niederländische Beitrag. Cooles Outfit! 🤩 Mehr kann man zu den nichtssagenden Tick-Tock-Schnipseln leider nicht sagen. Vermisse die ausführliche Blogger-Berichtetstattung und die YouTube-Schnipsel von früher. 😟

  8. Auch hier habe ich keinen Plan wohin die Reise geht. Mir gefällt das Lied sehr gut. Und wir Fans freuen uns auch zurecht über Lieder in der Landessprache. Aber wie wird die Masse der Zuseher auf niederländisch reagieren? Spannend spannend wie so vieles heuer.

    • Ich denke mal, da sind die Zuschauer wesentlich „mündiger“ als wie es sich manche so vorstellen.

    • Sehr cool. Danke.

      Jetzt fragt man sich, warum dürfen diese Aufnahmen veröffentlicht werden? Alles etwas merkwürdig in diesem Jahr.

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