Erste Probe beim ESC 2022: Zdob și Zdub und Advahov Brothers mit „Trenulețul“ für Moldau

Foto: EBU / Andres Putting

Heute stehen die Wiederholungstäter aus Moldau, Zdob și Zdub (für Moldau 2005 und 2011 beim ESC angetreten) erstmals mit den Adahov Brothers auf der ESC-Bühne in Turin und dürfen zur ersten Probe ihres Songs „Trenulețul“ antreten. Der Beitrag erfreut sich vor allem auf YouTube großer Beliebtheit und konnte mit Platz 22 in den Wettquoten (Stand heute Vormittag) zuletzt auch bei den Buchmachern Zugewinne verbuchen.

Auf ihrem Flug nach Turin haben die moldauischen Vertreter jedenfalls direkt die Passagiere und die Crew mit ihrem Song verzaubert:

Wie wir bereits geschrieben haben, läuft in diesem Jahr einiges anders, als wir das gewohnt sind. Die ersten Proben können auch wir als Presse nicht sehen und sind deshalb auf die Informationen, Bilder und Videos angewiesen, die über die offiziellen Kanäle von eurovision.tv zur Verfügung gestellt werden – und natürlich auf die Meet & Greets, die jeweils zwei Stunden nach Beginn der jeweiligen Probe stattfinden. Entsprechend werden auch unsere Probenblogs keinen abgeschlossenen Artikel sein, sondern ungefähr im Zeitraum dieser zwei Stunden immer weiter wachsen. Wie genau das aber funktioniert und wann welches Material zur Verfügung gestellt wird, bekommen wir selbst auch erst im Laufe dieses Tages raus. Seid also ein bisschen nachsichtig mit uns und wir freuen uns natürlich über Hinweise in den Kommentaren, wenn Ihr Informationen im Internet findet.

Zdob și Zdub stehen für kuriose Auftritte beim ESC, weshalb eigentlich davon auszugehen ist, dass auch ihr Auftritt in diesem Jahr etwas Besonderes wird. Ob sie einen Zug mit auf die Bühne bringen? Und wie gehen sie damit um, dass nur sechs Personen auf die Bühne dürfen, gleichwohl sie mit den Adahov Brothers diese Zahl überschreiten? Da ist doch einiges, was Raum für Spekulationen bietet. Umso spannender wird es zu sehen, was im Live-Blog auf eurovision.tv, dem TikTok-Schnipsel und anderem Material heute preisgegeben wird.

Update zur Probe:

Zdob și Zdub und die Adahov Brothers bringen „big train energy“ in die Turiner Halle. Licht- und Grafikeffekte sind in Neonfarben, im Refrain wurde eine Choreographie eingebaut. Erstmals wird auch die B-Stage genutzt, die über Brückenteile, die über die Wasserfälle hoch- und runtergefahren werden können, erreicht werden kann. Der Auftritt wird dazu als „dreiminütiges frohes Chaos“ bezeichnet, was in diesem Fall aber wohl positiv gemeint ist.

Foto: EBU / Andres Putting

Die Performance sei in jedem Fall sehr fröhlich, bunt und lädt zum Tanzen ein.

Foto: EBU / Andres Putting
Foto: EBU / Andres Putting
Foto: EBU / Andres Putting

Zum Meet and Greet: 

Mit guter Stimmung kommen Zdob și Zdub und die Adahov Brothers auf die Meet and Greet-Bühne – mit sechs Personen plus Dolmetscherin gar nicht so einfach, da muss sich die Dolmetscherin und Delegationsleiterin nochmal umsetzen.

Erst mal gibt es Sprachenlehre – wie spricht man den Bandnamen und den Songtitel korrekt aus. 25 Jahre ohne Zug seien sehr hart, um irgendwo hinzukommen. Also eine ganz persönliche Betroffenheit, die den Song geschaffen hat.

Gerade jetzt brauchen die Menschen positive Energie, viele Farben – sie verstehen sich als musikalische Therapie, Folklore für die Menschen – sehr einfach, aber positiv, mit etwas Rock and Roll.

Normalerweise spielt die ganze Band ihre Instrumente live, was sie beim Meet and Greet auch gleich zur Schau stellen. Da ist es natürlich eine Umstellung, wenn auf einmal beim ESC das Instrumental vom Band kommt.

Die Bedeutung der Lyrics „Chisinau nach Bukarest“ zeigt die historische Verbindung Moldau und Rumänien. Sie haben eine Sprache, eine Musikrichtung, tolle Traditionen und fühlen sich wie Brüder und Schwestern.

Nach dem ESC wollen sie die Arbeiten an ihrem Album, was zur Hälfte fertig sei, fertig stellen und es am Ende des Jahres veröffentlichen. Aber eigentlich wollen sie nicht, dass die Zeit beim ESC endet, sie lieben die Atmosphäre und die Menschen.

Zum Abschluss gibt es dann nochmal eine folkloristische Tanzeinlage.

@eurovision

HEY, HO! LET’S GO! 🚂 Moldova’s @Zdob si Zdub bringing the party! 🇲🇩 #Eurovision2022 #EurovisionTikTok #Eurovision

♬ original sound – Eurovision

Mit Moldau endet dann auch der heutige erste Probentag. Ich hoffe, ihr konntet ein paar Eindrücke der Auftritte gewinnen und weise an dieser Stelle noch einmal auf unser ESC Kompakt LIVE auf YouTube um 20 Uhr hin – kommt gerne vorbei!


36 Kommentare

  1. Der Zug fährt ins Finale. mittlerweile lege ich mich da fest. Das sorgt ordentlich für Stimmung.

    Multumesc !

  2. Jaaaaaa go for it! Meine Jahrgangs-Nummer 2 sehen wir AUF! JEDEN! FALL! Im Finale wieder! Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie nicht auch diesen Auftritt wunderbar hinkriegen!

  3. Es gibt nur wenige Beiträge, die ich wirklich hasse! Das ist einer davon! Hey ho let‘s go… noch dümmlicher geht’s echt nicht. Wenn das im Semi hängenbleiben sollte (was wohl leider nicht der Fall sein wird) mach ich eine Magnum Moet Chandon auf

    • Das ist der schwächste der drei Zdob si Zdub Beiträge und schon ziemlich einfältig. Ich befürchte, dass es aber trotzdem locker für’s Finale reichen wird.

  4. Herr Iagupov hat es leider auch in den letzten 11 Jahren nicht geschafft, sich eine gescheite Hose anzuschaffen 😀 😀 😀 😀 😀 Aber mir würde auch was fehlen, wenn der auf einmal im Anzug auflaufen würde 😀 😀 😀 😀 😀

  5. Die Puppenkiste auf Speed?

    Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen weiten Meer
    Mit viel Tunnels und Geleisen und dem Eisenbahnverkehr
    Nun, wie mag die Insel heissen, ringsherum ist schoener Strand
    Jeder sollte einmal reisen in das schöne Lummerland

    Eine Insel, da ist eine Insel
    Wo denn? Wo denn?
    Eine Insel, da ist eine Insel
    Wo denn? Wo denn?
    Ah, jetzt, ja, eine Insel
    Ah, jetzt, ja, eine Insel
    Ah, jetzt, ja, ah, jetzt, ja

    Hey ho let`s go. Kreisch.Peng. Überdosis

  6. Hab nie so ganz verstanden, warum dieser Song bei allen Rankings meist weit hinten lag. Mir gefällt der Song. Er ist witzig und ich bin mir sicher das diese ESC-Profis ne tolle Show im Halbfinale hinlegen werden.

    • Dem Song kann ich leider immer noch nicht viel abgewinnen, mir ist der zu zahm. Aber wenn man bei irgendwem von ESC-Profis sprechen kann, dann definitiv bei Zdob si Zdub. Irgendwie werden die das schon ins Finale schaukeln.

    • Die Künstler brauchen nunmal eine gewisse Zeit, um sich mit der Bühne anzufreunden und ihre Performance dementsprechend zu optimieren. Insofern ist der Zeitrahmen schon recht gut angesetzt.

      In der Tat, auch ich finde den Beitrag aus Moldau bislang unterbewertet.

  7. Für Zdob și Zdub-Verhältnisse ja fast schon ein konservativer Auftritt.und im Gegensatz zu Lettland kommen sie dabei auch noch sympathisch rüber. Den Song finde ich immer noch eher nervig, aber so würden sie mich im Finale zumindest nicht stören.

  8. Herr Iagupov ist übrigens zweieinhalb Jahre jünger als ich und ich finde gut, daß auch diese Altersgruppe beim ESC vertreten ist.

  9. Sorry not to be sorry to say this: Moldova hat ganz klar Zugtickets für das Finale gebucht. Tolle Stimmung auf der Bühne und das wird die Massen beim Halbfinale in der Halle mitreißen.

  10. Es hat gedauert bis ich mir das Lied schön gehört habe. Und dann haben sie aus dem Filkloreschlager leider einen Folklorerock gemacht. Jetzt finde ich die Nummer wieder nervig. Vorallem weil die Nummer doch sehr eintönig ist.

  11. Das mit dem Flugzeug ist ja ne tolle Idee. Nur das mit dem Mitklatschen geht nicht, weil alle diesen Zwang haben zu filmen. Sehr surreal. Und schade. Partychance im Flieger verpasst!

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