
In einigen ESC-Ländern ist man auch in diesem Jahr wieder intern unterwegs gewesen und hat hinter verschlossenen Türen einen Beitrag für Malmö bestimmt. Nationen, die diesen Weg gehen, geben ihre intern-getroffene Entscheidung oft nur Stück für Stück bekannt. So kommt es, dass wir auch für 2024 bereits Acts kennen, auf deren Songs wir noch warten. Um die Wartezeit auf die jeweiligen Beiträge zu verkürzen, gibt es aber immerhin interessante Hinweise…
In den letzten Wochen haben gleich mehrere ESC-Acts Details zu ihren – noch streng geheimen – Songs verraten haben. Schon am Samstag wird beispielsweise das slowenische Geheimnis um „Veronika“ von Sängerin Raiven gelüftet. Doch auch zu Beiträgen, die noch kein Veröffentlichungsdatum haben, gibt es kleine Infos, die wir heute ganz genau unter die Lupe nehmen.
Slowenien
In Slowenien hat der Sender RTVSlo bekanntlich Raiven intern nominiert, was wir bereits Ende September vermutet hatten. Der von einer internationalen Jury ausgewählte Beitrag „Veronika“ wurde zwar in einem Clip bereits angeteast (siehe unten), wodurch die „Ästhetik des Songs“ zu erahnen ist, doch Raiven hat mittlerweile auch weitere Details verraten.
Obwohl es im Song um Veronika Deseniška geht, die als Symbol weiblicher Stärke gilt, möchte Raiven kein stereotypisches Bild von Feminität auf der Bühne präsentieren. Außerdem will sie sich musikalisch treu bleiben und hat verraten, dass die Nummer einen Electro-Sound hat. Seit gestern steht auch fest, dass Tilen Artač die Präsentationsshow am Samstag ab 20 Uhr moderieren wird. Diese trägt den Titel Misija Malmö und hier wird nicht nur der ESC-Beitrag 2024 präsentiert, sondern auch Raivens bisherige Karriere beleuchtet.
Großbritannien
Wenige Tage nachdem Großbritannien Olly Alexander für den ESC 2024 bestätigt hat, haben besonders engagierte Fans die Vermutung geäußert, er werde einen Song mit dem Titel „Dizzy“ in Malmö singen. Was so viel bedeutet wie „schwindelig“, könnte allerdings auch eine falsche Interpretation von angeblichen (versteckten) Hinweisen in seinem Announcement-Video sein, das er online postete. Auf YouTube sagt Olly jetzt jedenfalls, dass es „nicht mehr lang“ dauern würde, bis er seinen Song veröffentlichen kann.
Will Wilkins, Musikbeauftragter der BBC, hat währenddessen große Ambitionen für Malmö. Laut ihm habe man Frieden mit allem Negativen geschlossen, was beim ESC theoretisch passieren könnte. Nur so könne man Erfolge feiern, meint Wilkins. Die BBC habe dieses Jahr das Ziel, in Malmö zu gewinnen – und zwar mit einer „kommerziell unglaublich erfolgreichen Single“. Die Erwartungen an Olly und das Team sind also wirklich hoch.
Olly selbst hat bereits verraten, dass es sich bei seinem ESC-Song um eine Electro/Dancepop-Nummer handelt. In einem Wort würde er die Nummer mit „DRAMA“ beschreiben – und auf BBC Radio 2 hat er sogar schon einen klitzekleinen Ausschnitt des Beitrags vorgesungen. Okay, zugegebenermaßen ist das wirklich nicht viel – aber immerhin sorgt Olly so weiterhin für den notwendigen Hype um den britischen Song für den ESC 2024.
Zypern
Erst vor einigen Tagen hat das zyprische Fernsehen den Songtitel „Liar“ bekannt gegeben. So heißt die Nummer, die Silia Kapsis für Zypern in Malmö singen wird. Auch hierbei handelt es sich um einen Dance-Song, für dessen Performance sich Silia aktuell in Los Angeles befindet. Hier arbeitet sie mit den Star-Choreografen Kelly Sweeney und Guy Groove an der perfekten Inszenierung für den ESC.

In ihrer Instagram-Story hat sie jetzt nicht nur Bilder und Videos des Tanzstudios in LA gepostet, sondern auch ein Gruppenbild mit den beiden Choreografen (neben ihr, untere Reihe) und vier jungen Männern veröffentlicht. Noch ist zwar nichts bestätigt, doch das Ganze deutet darauf hin, dass Silia in Malmö mit vier männlichen Tänzern auf der Bühne stehen wird. Die Song-Veröffentlichung ist für frühestens Ende Februar geplant.
Griechenland
Auch von Griechenland gibt es Neues bei der Song-Suche vonund für Marina Satti. Der Sender ERT hat über 150 Einreichungen erhalten, darunter angeblich auch ein Beitrag vom „Tattoo“-Komponisten Peter Boström. Er hat laut eurovisionfun.com einen „modernen Song mit starkem Ethno-Einfluss“ für Marina eingereicht. Dabei bekam er Hilfe vom griechischen Songwriter Dimitri Stassos.
Marina Satti soll jedoch auch selbst Songs geschrieben haben, die in der Songauswahl mitberücksichtig wurden. Mittlerweile hat die Sängerin sich, gemeinsam mit ihrem Team, wohl für die Nummer entschieden, die sie im Mai in Malmö für Griechenland performen wird. Der zuständige Sender ERT hat bei der Auswahl des Liedes dieses Jahr kein Mitspracherecht gehabt. Marina ist für ihren speziellen Stil bekannt, der moderne Beats mit traditionell-griechischen Klängen mixt.
Auf welchen Song freust Du Dich am meisten? Ist eine interne Wahl Deiner Meinung nach eine bessere Variante als ein öffentlicher Vorentscheid? Lass gerne Deine Meinung da.
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Electro-Sound !!!
Electro/Dancepop !!!
Wenn ich solche Worte lese,lacht mein Herz.😍😍😍
Da sind wir ja mal einer Meinung, sehr schön.
Naja, insgesamt doch etwas dünne Infos, aber immerhin unzerstückelt in einem Artikel zusammengefasst.
Marina Satti scheint eher etwas für die Juryschiene zu werden, das riecht für mich aktuell nicht nach europäischer Massentauglichkeit.
Ein Titelname wie „Dizzy“ bei O.A. klingt so tiefgründig wie die Zubereitung eines Zitronensorbets.
Nachdem ich Marina Satti jetzt zum erstenmal gehört habe, bin ich doch ziemlich gespannt, in welche Richtung ihr Beitrag wohl gehen wird. Mit einem Vollrauschwerk wie MIROLOI wird sie von den inzwischen ja überwiegend Chart-orientierten Jurys wohl kaum zu retten sein.
Marina Satti,
einfach Wow
Freue mich sehr auf Ollie Alexander! Hoffentlich hat er auch Live-Qualitäten
Off-topic:
„Meine bessere Hälfte“ aus Parma hat mir vor circa 2 Stunden einen Online- Zeitungsartikel der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ geschickt und hinzugefügt, dass die Mitteilung mittlerweile auch im italienischen Fernsehsender VH1 Italia ausgiebig die Runde macht:
Der Ehemann von Annalisa ist Vizepräsident für Marketing bei Costa Crociere, einem der Hauptsponsoren für das Festival di Sanremo Sanremo 2024.
Francesco Muglia – so der Name von Annalisa’s Ehemann – der 1980 in Padua geboren wurde, verfügt neben seinem lukrativen Job beim Hauptsponsor des Sanremo-Festivals darüber hinaus aber auch noch über ein abgeschlossenes akademisches Universitätsstudium. Er studierte Literaturwissenschaften und spezialisierte sich auf Marketing und Kommunikation. Er begann seine Karriere bei Danone und erreichte dann eine Spitzenposition bei Costa Crociere.
Die Rai-Sponsoren für Sanremo 24 sind übrigens noch diese:
Costa CrociereSuzukiSephoraVeralabCoca Cola
Die ersten Vermutungen werden bereits offen geäußert, dass Annalisa in der jetzt beginnenden heißen Phase der PR-Termine, den Pressekonferenzen, bei den Kameraeinstellungen in den fünf Shows während ihrer Auftritte / Performances eine bevorzugte Behandlung im Vergleich zu ihren Wettbewerbern (m/w/d) bekommen könnte.
Als Annalisa-Fan bin ich davon überzeugt, dass sie eine bevorzugte Behandlung während des Festivals nicht nötig hat, um Sanremo 2024 zu gewinnen.
Und überhaupt was wäre denn die Alternative ? Soll Annalisa so lange nicht beim Festival di Sanremo teilnehmen, bis die RAI einen Sponsorenwechsel – als weg von der Costa Crociere (eines der größten Luxus Kreuzfahrtschiffe in Italien) und hin zu einem anderen großen Sponsor – vollzogen hat ?
Ihre Karriere hat seit ungefähr ein bis zwei Jahren einen nochmals gigantischen Erfolg Erfolg erreicht, wobei sie ohnehin schon seit ungefähr zehn Jahren einer der ganz großen Superstars (m/w/d) in Italien ist.
Da hat man dann auch das berechtigte Bedürfnis jetzt bei Sanremo teilzunehmen.
Nichtsdestotrotz habe ich aber auch Verständnis, wenn ihre Konkurrenten (m/w/d) das Gefühl hätten während ihres Auftritts oder einem Pressetermin eventuell benachteiligt behandelt zu werden.
Das wäre schade für die fünf Shows an den fünf Abenden. Geäußert hat sich diesbezüglich aber noch kein Sanremo-Teilnehmer (m/w/d).
Raiven und Marina Satti hatte ich ja bekanntlich auf meiner Wunschliste und bin daher sehr gespannt.