
Die 27-jährige Raiven wird Slowenien beim Eurovision Song Contest 2024 in Malmö vertreten. Das gab das nationale Fernsehen RTVSLO am Dienstagmittag im Rahmen einer Pressekonferenz in Ljubljana bekannt. Die Musikerin konnte sich – wie bereits von uns vermutet – mit ihrem noch unveröffentlichten Song „Veronika“ unter etwa 100 Bewerber/innen durchsetzen. Dieser soll die Geschichte der vermeintlichen Hexe Veronika Deseniška erzählen. Bei einer internen Auswahl durch eine internationale Jury soll der Beitrag mit der Künstlerin mehr als die Hälfte der Stimmen erhalten haben.
Die Geschichte von Veronika Deseniška und ihrer angeblichen Hexerei ist in Slowenien gut bekannt. Mit diesem Lied setzt Raiven ihren Ansatz fort, die Geschichten berühmter Frauen aus verschiedenen historischen Epochen zu erforschen. Sie nennt ihr Lied „die Symphonie der Sirenen“.
Zum Lied selbst sagte sie:
„Veronika war einer der ersten drei Songs, die ich für meine kommende EP „Sirene“ kreiert habe, und ich war von Anfang an als Produzentin an der Entstehung beteiligt.“
„Veronika“ wird also auf ihrer kommenden EP „Sirene“ enthalten sein, die am 17. Februar 2024 erscheinen soll. Die Lieder, die sie auf dieser EP platzieren wird, basieren auf der Erforschung der Geschichten von ikonischen Frauen aus verschiedenen historischen Epochen.
Hier ein Teaser für den Song „Veronika“.
Im offiziellen Pressestatement ergänzte Raiven zu ihrem Einsatz beim ESC:
„Slowenien bei der Eurovision zu vertreten ist ein Sprungbrett, das ich mir für meine Karriere vorstelle. Als ich meiner Mutter erzählte, dass ich zum Eurovision Song Contest gehe, sagte sie, sie wisse, dass ich eines Tages auf dieser Bühne stehen werde. Sie wusste es seit dem ersten Mal, als wir uns dieses Musikspektakel gemeinsam ansahen – da war ich fünf Jahre alt.“
In den letzten Tagen hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass Raiven bei ihrem vierten ESC-Anlauf zum Zuge kommen würde. Deshalb hatten wir die Künstlerin hier bereits ausführlicher vorgestellt. Sie ist musikalisch vielfältig begabt und spielt unter anderem Harfe. Ihren Masterabschluss hat sie jedoch im Sologesang für Opern absolviert. Dennoch ist sie auch offen für moderne Popmusik und mischt diese gern mit klassischen Klängen.
Außerdem hat Raiven in der Vergangenheit Moderationsaufgaben übernommen, so auch beim Popevka Festival in diesem Jahr. Dort präsentierte sie mit ihrer Co-Moderatorin Helena Blagne den Song „Ikona“.
Slowenien nimmt seit 1993 als unabhängiges Land am ESC teil. In den allermeisten Fällen wurde der jeweilige Beitrag über die nationale Vorentscheidung EMA ausgewählt. Interne Auswahlen der Acts gab es 2013 (Hannah Mancini mit „Straight Into Love“), 2021 (Ana Soklič mit „Amen“) und 2023 (Joker Out mit „Carpe diem“). Ursprünglich war für dieses Jahr zunächst eine kleine nationale Vorentscheidung angekündigt, diese aber am 5. Dezember kurzfristig abgesagt worden.
Stattdessen wurde nun so wie im letzten Jahr mit Joker Out zunächst der Act bekanntgegeben. Raiven soll dann am 20. Januar im Rahmen einer separaten TV-Show dem Publikum und den ESC-Fans ihren Song für Malmö präsentieren.
Was sagst Du zur direkten Nominierung der slowenischen Künstlerin? Wie gefällt Dir der Teaser für den Song und was genau erwartest Du davon? Lass uns Deine Meinung und Vermutungen in den Kommentaren da.
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Gegen einen ESC in Ljubljana hätte ich nichts gegen ein zu wenden. Die Künstlerin gefällt mir. Der ESC in Malmö kein immer hochkarätiger zu werden
Huch statt kein muss scheint dort stehen
Da stimme ich zu, rein von den Künstlern jetzt schon interessant, jetzt müssen nur noch die Songs stimmen 😀
Mal abwarten.
Bleibe bis zur Songveröffentlichung skeptisch positiv,
Gehe davon aus, dass Raiven in Malmö die beste slowenische Platzierung holen wird! ☝🏼
Eine trotz Beteiligung einer internationalen Jury wirklich überraschend vielversprechende Direktnominierung was die Person angeht. Die angekündigte Thematik sowie der Teaser zum Song „Veronika“ klingen und wirken echt spannend, durchaus auch etwas mystisch. Im Zusammenspiel mit ihrem musikalischen Background kann das wirklich was Interessantes werden.
Ich weiß nicht warum, aber mein Bauchgefühl (und das hat mich eigentlich noch nie im Stich gelassen) sagt mir, dass Slowenien mit Raven und dem Song „Veronika“ in den Top 8 dieses Jahr landen wird – so gut ist das Gesamtpaket.
Vielleicht liegt es auch daran, dass bei dem Teaser (mit dem Mond) am Ende irgendwie an das Logo von Rammstein erinnert – und diese Band habe ich vor der Geschichte mit den „ROW ZERO“ sehr gemocht.
Ich bin kein fan der immer mehr um sich greiffenden internationalen jury. Meiner meinung nach gehen leider die nationalen musikalischen besonderheiten immer mehr verloren. Erst das orchester, dann die sprachen und der livegesang. Ich finds schade und denke, dass dieser songwettbewerb dadurch fast seinen ganzen charme verloren hat.
Ich kann die kritische Haltung gegenüber den internationalen Jurys nachvollziehen. Aber hier sind sie ganz sicher keine Verhinderer einer lokalen bzw. nationalen Note. Die Geschichte scheint rein slowenisch, von der Aussage aber international zu sein. Und die musikalische Umsetzung kommt ja komplett von der Künstlerin. Das hätte eine rein heimische Jury auch nicht besser auswählen können.
Das sehe ich ganz genauso ! Ich glaube auch in diesem Fall, daß es keinen Cesar Sampson bei der Auswahl gab. Sorry, der Typ ist mir dermaßen unsympathisch….
@Schlippschlapp71
Mir ist er seit den Songchecks wo er alles außerhalb seines Mainstream-Horizonts hochnäsig abgekanzelt hat auch sehr unsympathisch, fand seinen Song von den Jurys damals auch sehr überbewertet.
Sehr sehr gut. Kaos und Zazarim waren sehr gute Lieder und hoffentlich tritt sie nicht mit einem schwachen Lied an, wie es in Estland regelmäßig passiert. Nach Italien, Niederlande und SLowenien scheinen ein paar Länder nun doch ihre musikalische Elite schicken zu wollen.
Raiven, shantay you stay!
Sehr vielversprechend von meinem zweiten Heimatland
Sehr spannende Nominierung, mal gucken, was der Song kann. Von den bisher feststehenden Teilnehmern für mich bisher am vielversprechendsten.
Ich hoffe sehr, dass der Song stimmt – ich bin auf jeden Fall gespannt!
Der Teaser und ganze Narrativ um den Song lässt mich direkt an „Jezinky“ aus der tschechischen VE 2022 denken – wenn es bei Raiven in eine ähnliche Richtung geht, würde ich mich sehr freuen. „Jezinky“ war 2022 einer meiner liebsten VE-Songs.
Weiß man eigentlich schon, wann das Ergebnis aus Tschechien verkündet wird? Tippe zwar eh stark auf MYDY, aber wäre natürlich schön, auch offiziell den zweiten Beitrag des Jahrgangs zu kennen.
Nils, die Ergebnisse des Tschechischen Vorentscheids werden morgen Früh um 8:15 Uhr bekanntgegeben.
https://eurovoix.com/2023/12/12/czechia-eurovision-2024-representative-december-13/
Sehr sympathische Künstlerin, ihre letzten Songs waren nicht so mein Geschmack aber vielleicht der ESC Song. Auf jeden Fall hat Sie schon mal Charisma und Ausstrahlung.
Ich hab hohe Erwartungen und habe dezente Hoffnungen, das Slowenien endlich mal in die Top 10 kommt.
Letzte mal war glaube 2001 in Kopenhagen.
Irgendwie kann ich mich nicht helfen, ihr ganzes Auftreten erinnert mich persönlich auch an Loreen, ob das dann eine gute Idee ist?
Allerdings hoffe ich auch, das sie nicht dass gleiche Schicksal wie Samantha Tina (Lettland 2021) teilt.
Sehr gut, tolle Stimme. Wer es so oft schon probiert hat, verdient es auch mal wirklich zum ESC zu fahren.
Ich habe erst mal gelernt, dass man ihren Namen englisch ausspricht, was mich sofort an einen großen schwarzen Vogel denken ließ. Deshalb wohl das i im Namen, um Verwechslungen vorzubeugen. Die Aussprachevariante „Reifen“ wäre denkbar, passt aber eher nicht zu ihrem Äußeren.
Musikalisch ist das bisher gehörte nicht so mein Geschmack, lasse mich aber gerne überraschen. Die Stimme gefällt mir.
Das wirft natürlich die Frage auf, wie denn eine Sängerin, auf die die Namensaussprache „Reifen“ passte, aussähe? Wie das Michelin-Männchen? 😀
Gibt ja auch noch diese ganz schmalen Rennradreifen.
Eeendlich! Endlich kann sie auf der ESC-Bühne mal zeigen, was sie drauf hat!
Wobei: eigentlich haben die Slowenen sie gar nicht verdient, nachdem sie in den Vorentscheiden die ganzen Jahre immer so konzentriert gegen sie gestimmt haben – am schlimsmten 2021, sie hat damals mit mit knapp 25:75 Prozent der Stimmen das Superfinale verloren, was man eigentlich nur mit purer Antipathie seitens des Publikums erkären konnte – denn der Siegertitel „Sebi“, eine Art Telefonwarteschleifen-Untermalung hätte in seiner tranigen Drögheit gegen jeden anderen Konkurrent haushoch verloren.
Von daher viel Glück, möge sie es allen Kritikern zeigen!
Also ich mochte Sebi, hatte was verträumt meditatives. außerdem war das 2019, nicht 2021. 😉
bei „Sebi“ schlafen mir noch heute auf Anhieb die Füße ein
„denn der Siegertitel „Sebi“, eine Art Telefonwarteschleifen-Untermalung hätte in seiner tranigen Drögheit gegen jeden anderen Konkurrent haushoch verloren.“
na wenn du meinst…sebi ist für mich ein ganz besonderer song.
da sollte man nicht zuviel dran rummäkeln.
Oha, Unterwasser-Tonaufnahmen mit Walgesängen und Klicklauten, wie zu Beginn und Abschluss von „Moving“, dem ersten Song auf Kate Bushs erstem Album – supi! Das Sirenenthema scheint konsequent durchdekliniert zu werden. Ich harre mit vorfreudiger Spannung der Enthüllung des slowenischen Sirenengesangs. 🙂
P.S. Und „Sebi“ ist ganz wunderschön! So!
Gute Wahl. Bin gespannt auf den ESC-Song.
Sie scheint in Slowenien sehr populär zu sein. Naja, mal sehen wie der Song wird. Hoffentlich ähnlich gut, wie in diesem Jahr. Nur dann hoffe ich mal auf ne Top 10-Platzierung für Slowenien, und nicht immer unter den letzten. So ähnlich wie bei Deutschland. Mir fehlt schon seit Jahren auf das Slowenien von den Balkanländern am wenigsten Punkte von den Nachbarn kriegt. Woran liegt das denn?
Ich würde Slowenien so sehr mal einen großen Wurf gönnen. Am besten gleich einen Sieg. Ein ESC in Laibach, das wäre doch endlich mal was.
Bin aber viel skeptischer als die anderen hier. Ich fand bislang alle Songs von Raiven furchtbar. Lasse mich aber gern für das Jahr 2024 eines Besseren belehren.
Übrigens, großer Widerspruch bezüglich „Sebi“: Das war einer der besten slowenischen Beiträge überhaupt und ist hochverdient ins Finale gekommen!
Laibach?? Ich weiß dass das der deutcshe Name für Ljubljana ist, aber den verwendet heute fast niemand mehr. Klingt auch irgendwie nicht so schön.
Ohne den Song zu kennen ist eine ‚Bewertung‘ ohne jeden Sinn. Sie mag gut aussehen (aber ‚echt‘ ist die doch schon länger nicht mehr, wenn ich mich nicht irre)
Sie kreuzt klassische Oper mit elektronischer Musik. Na wenn ihr Beitrag in dem Kreuzigungs-Stil ist, kann das ja ‚heiter‘ werden. Ich hoffe sie macht was anderes.
Wenn ich mir den Schnipsel so ansehe… Kunst ist es wohl erst ab dann, wenn es keiner hören will 🙂
Hvala, Slovenija ! Endlich darf Sara Briska alias Raiven zum ESC.
Der Songtitel ist der historischen Figur Veronika Desesnika gewidmet, die 1425 oder 1428 auf Geheiß ihres Schwiegervaters wegen angeblicher Hexerei ertränkt wurde. Ich bin schon sehr gespannt !
Briski, nicht Briska