Albanien: Weiterer Act zieht Teilnahme am Festivali i Këngës 62 zurück – Das sind die Gründe

Bild: RTSH

Schon kurz nach der Verkündung der 31 Acts, die fürs kommende Festivali i Këngës (kurz: FiK) in Albanien ausgewählt wurden, gab es die ersten Änderungen im Line-Up. Zwei große Sieges-Anwärterinnen sagten ab und werden somit doch nicht am albanischen ESC-Vorentscheid teilnehmen. Samantha Karavella und die Eurovision-Vertreterin von 2009, Kejsi Tola, haben sich zunächst ohne offizielle Begründung von der Show zurückgezogen.

Vergangene Woche ist Samantha Karavalla dann aber zum Thema FiK interviewt worden. Sie war Gast in der TV-Show Më lër të flas, bei der die beiden Moderatoren sie ganz unverblümt auf ihren Rückzug angesprochen haben und die Künstlerin überraschend ehrlich erklärte, dass ihre Performance, die sie beim FiK 62 präsentieren wollte, vom Produzenten-Team abgelehnt wurde.

Hintergrund: Weil Samantha einen Uptempo-Song im Rennen hatte, wollte sie eine Performance mit  mehreren Tänzer:innen auf der Bühne präsentieren. Laut ihren Aussagen sei dies vom Sender RTSH aber ausdrücklich nicht erwünscht gewesen, da die Organisatoren der Show planen, ein rein musikalisches Festival zu inszenieren, das eher dem italienischen Sanremo-Festival ähnelt, als dem ESC. Deshalb seien große Inszenierungen und Show-Effekte nicht erwünscht. Samantha zog ihre Teilnahme also zurück.

Die Sängerin ergänzte, dass das ihrer Meinung nach eine „sehr konservative Einstellung“ des Senders sei und bekam Applaus für ihre Aussagen. Im Hinblick auf ein erfolgreiches Abschneiden beim ESC ist diese Herangehensweise von RTSH zumindest zweifelhaft. In albanischen Fankreisen wird vermutet, der Sender wolle tatsächlich wieder zur Balladen-Taktik wie bis zum Jahr 2021 zurückkehren. Vor Ronela Hajati im letzten Jahr (siehe oben, Auftritt im Vorentscheid-Finale) schickte das Land häufig schwermütige Balladen zum Eurovision Song Contest.

Samantha vermutet, dass Kejsi Tola diese konservative Haltung des Senders ebenfalls ein Dorn im Auge gewesen ist und sie sich auch aus diesem Grund zurückgezogen hat. Doch der wahre Grund scheint ein anderer zu sein: einer der Moderatoren der Show hat Kejsi nämlich vor laufender Kamera angerufen und sie dazu befragt. Laut der Sängerin sind „persönliche Gründe“ für ihren Rückzug verantwortlich.

Doch damit nicht genug, denn nun gibt es auch noch einen dritten Rückzug vom albanischen Festival. Sardi Strugaj, der aktuell an der albanischen Version von Let’s Dance teilnimmt (siehe unten), wird nicht beim FiK 62 dabei sein. Er hätte eigentlich den Song „Boshatisur“ singen sollen und gab bislang keine Begründung zum Rückzug an. Die insgesamt drei Acts werden jeweils von einem neuen Act ersetzt. Sardi Strugas Platz bekommt die Newcomerin Eden Baja.

RTSH äußert sich zu den Absagen

Mittlerweile hat Bojken Lako, der Kreativdirektor der Shows, auf Samatha Karavallas Aussagen reagiert. demnach gibt es dieses Mal tatsächlich strengere Vorgaben, allerdings dürften bis zu zwei weitere Performer:innen mit dem eigentlichen Act gemeinsam auf der Bühne stehen. Man wolle sehr wohl auch ein interessantes Fernseherlebnis gestalten, aber der Musik und den Songtexten werde man besondere Bedeutung schenken.

Bojken Lako bestätigte zudem, dass elf Juror:innen beim FiK 62 über mehrere Preise entscheiden. Bei der Wahl des ESC-Beitrags für Malmö wird jedoch alleine das Televoting entscheidend sein. Ob Albanien also wirklich wieder zu den dramatischen Balladen zurückkehren wird, liegt alleine am Publikum. Das Finale des Festivali i Këngës wird am 22. Dezember stattfinden.

Was sagst Du zu den Vorgaben des Senders RTSH? Welche Art von Song möchtest Du von Albanien auf der ESC-2024-Bühne sehen? Lass uns gerne Deine Meinung da.



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Abel
Abel
2 Jahre zuvor

RTSH ist leider nicht im 2023 angekommen.

usain1
usain1
2 Jahre zuvor

Alter, Albanidrama! Danke für die ausführlichen Infos. Schwermütige Schreiballaden stehen eben unter albanischen Nationalschutz. Ich kann beide Seiten allerdings etwas verstehen, hysterische Hupfdohlennummern sind eben nicht gewünscht in diesem klassischen Festival.

DoDo
DoDo
2 Jahre zuvor
Reply to  usain1

Obwohl es durchaus jedes Jahr aufs Neue ein paar schnellere Titel beim FiK gibt. Ich erinnere nur an Soni Malajs „Më e fortë“, Elvana Gjatas „Me Tana“, Era Rusis „Zjarri im“ oder Fifis „Stop“. Alles sehr geschmackvolle Ethno-Uptempo-Songs, die vermutlich ganz gut beim ESC funktioniert hätten. Doch leider gab man immer wieder den Schreiballaden den Vorzug.

DoDo
DoDo
2 Jahre zuvor

Besonders um Kejsi Tola ist es schade, da ich sie gerne nochmal beim ESC gesehen hätte. Aber nun ist es wie es ist. Und somit scheint wohl alles auf die letztjährigere FiK-Siegerin Elsa Lila hinauszulaufen. Naja, mal schauen.

Darüber hinaus glaube ich nicht, das dass Publikum viel anders entscheiden wird als die Jury. Die Albaner scheinen allgemein dramatische Jammer-Nummern zu lieben. Bestes Beispiel dafür war die diesjährige Vertreterin Albina, die durch Televoting zum ESC gewählt wurde. Nur Dank des Revamps und der Tanzperformance wurde das leiherige „Duje“ (Platz 9 in Semi 2) noch knapp ins Finale gehievt.

Thomas O.
Thomas O.
2 Jahre zuvor

Albanien macht ernst, die wollen den ESC gewinnen….
Seit Wiedereinführung der Juries wurden Hupfdohlennummern konsequent am Sieg gehindert, zuletzt dieses Jahr.
Was liegt da nicht näher als sie im eigenen Vorentscheid gleich auszuschließen? 😉

Timo1986
Timo1986
2 Jahre zuvor

Off-topic:

Nicht nur, aber eben auch von meiner besseren Hälfte aus Parma folgende Neuigkeiten:

Wie bereits allseits bekannt veröffentlichte Mahmood seine neue Single mit dem Titel „COCKTAIL D’AMORE“, die zwei Wochen in Folge den ersten Platz in der Liste der italienischen Airplaycharts erreichte. So weit so gut.

Aber wer nach seiner – na sagen wir mal etwas lapidaren Haltung gegenüber den ESC-Fan-Events beim ESC 2022 in Turin dachte, Mahmood würde in Malmö, sollte er Sanremo 2024 gewinnen, eine professionellere Einstellung gegenüber eben jenen In Rede stehenden Fan-Events an den Tag legen und Nachts weniger mit der Vespa durch Malmö cruisen oder wie Blanco keine Konzerttournee abhalten, der ist sieht sich nun etwas getäuscht.

In den Monaten April und Mai 2024 wird Mahmood mit seiner von Friends & Partners produzierten EUROPEAN TOUR , bestehend aus 16 Terminen , in den angesagtesten Clubs von 10 europäischen Ländern auftreten . Diese Clubtour wird mit einem außergewöhnlichen Stopp in einer stylischen Event-Location am 17. Mai 2023 in Mailand enden.

Vor dem ESC gibt es von Mahmood auch mehrere Stopps in angesagten Clubs in Deutschland. Konkret in Köln, Berlin und (Ironie On) in der angesagten Lifestyle-Metropole Stuttgart (Ironie off), dort im Kultur – und Industrieclub „Im Wizemann“.

Nein, das war jetzt keine Schleichwerbung. Ich kenne dort kein Mensch und niemand vom „Im Wizemann“ bietet mir Geld für diesen Thread. Aber meine bessere Hälfte aus Parma will dort unbedingt mit mir hin.

Einerseits wäre ich etwas unglücklich über diese Clubtournee, sollte Mahmood tatsächlich nach Malmö fahren. Andererseits hat ja Marco Mengoni gezeigt, dass man sich bei den ESC-Fan-Events durchaus rar machen kann, indem man in Paris, Brüssel, Zürich u.s.w. Konzerte gibt und danach trotzdem einen geilen Auftritt beim ESC abliefert. 😀

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
2 Jahre zuvor
Reply to  Timo1986

Bleib cool Timo😅 erstmal muss Mahmood versuchen Sanremo zu gewinnen. Und das bedeutet noch lange nicht das er wieder zum ESC fährt.

Timo1986
Timo1986
2 Jahre zuvor

Wer nicht an Wunder glaubt ist kein Realist. 😀 😜

Anja
Anja
2 Jahre zuvor
Reply to  Timo1986

Vielleicht ein bisschen weltfremd zu glauben, dass sich für alle Leute alles nur um den ESC dreht. Ich glaub der Einsendeschluss für San Remo war im November, und letzte Woche wurde erst verkündet, wer zugelassen ist. Die Karten für das Mahmood Konzert in Köln habe ich glaube ich im Mai schon gekauft. Sich drauf zu verlassen, San Remo zu gewinnen, zum ESC zu fahren und sich deshalb monatelang freizuhalten, nur um ein paar hundert Leute aus der Bubble zufrieden zu stellen, ist für eigentlich alle Künstler kaum möglich.
Dieses Jahr wurden uA Ermal Meta (den ich sehr liebe), Francesco Gabbani und Fabrizio Moro abgelehnt. Hätten die sich seit Monaten die Termine freigehalten, würden sie sich jetzt vermutlich extrem drüber ärgern.
Und was die Fanevents bringen, hat man ja dieses Jahr sehr deutlich gesehen. Ich glaube piqued jacks waren auf beinahe jedem Event, Sudden Lights und Joker Out auch, Mae Muller und Vesna haben sich auch oft blicken lassen. Sind alle im Televoting relativ deutlich abgeschmiert. Die Bubble ist dann halt doch nur ein sehr kleiner Teil, kann aber ganz laut schreien, wenn sie nicht von einem Künstler die volle Aufmerksamkeit bekommen.
Von daher hat es für mich absolut keine Bedeutung, wer bis kurz vorher noch Konzerte gibt oder wer sich auf den Fanevents blicken lässt, das alles ist für das Endergebnis im Finale nur bedingt- oder auch einfach komplett unwichtig.

Matty
Matty
2 Jahre zuvor
Reply to  Timo1986

Kannst Du mal aufhören, hier ständig das Sanremo-Festival hier zu thematisieren? Es geht hier um den albanischen ESC-Vorentscheid!

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
2 Jahre zuvor
Reply to  Matty

Was regst du dich denn auf. Du postest doch am meisten Artikel fremdes. Am meisten macht Off Topic halt im aktuellsten Artikel Sinn dann lesen das die meisten.

Gaby
Gaby
2 Jahre zuvor

Schade, ich habe mich so auf Kejsi Tola gefreut…😥

Tobiz
Mitglied
2 Jahre zuvor

Also doch wieder nur Televoting? Das ändern die auch alle 2 Wochen inzwischen. Schade, also ist Elsa doch nicht gesetzt.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor

„Deshalb seien große Inszenierungen und Show-Effekte nicht erwünscht.“

Sympathisch, denn davon gibt es beim ESC nun wahrlich genug.

Und noch kurz zu ein paar Bemerkungen aus Kommentaren drüber:
Es war prima, dass das „leiherige ‚Duje'“ im letzten Jahr von den Televotern ins Finale gewählt wurde, denn dort war es eines meiner Highlights. Und es ist auch prima, dass Mahmood auf seiner Tour in das schöne Schwaben kommt 🙂

Timo1986
Timo1986
2 Jahre zuvor

„Und es ist auch prima, dass Mahmood auf seiner Tour in das schöne Schwaben kommt “

Das brauchst du dem in Waiblingen geborenen und aufgewachsenem Schwaben, den es wegen des Studiums nach Hamburg verschlug nicht sagen. 😀

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor

P.S. Auf Kejsi Tola hätte ich mich auch sehr gefreut, ihr Beitrag 2009 ist einer meiner allerliebsten ESC-Songs. Allerdings sagt sie ja, dass ihr Rückzug persönliche Gründe hat, er muss also nicht zwangsläufig „mit der konservativen Einstellung des Senders“ zusammenhängen.

Schorschiborsch
Schorschiborsch
2 Jahre zuvor

Das FiK sieht sich nunmal in der Tradition von San Remo und weniger als Vorentscheidung zum ESC. Das kann ich gut nachvollziehen – auch wenn ich mich wie Gaby z.B. auf Kejsi Tola sehr gefreut habe.

Albanki Bernd
Albanki Bernd
2 Jahre zuvor

Ich achte ohnehin immer nur auf den Text. 😉

Dashurie !

AlexESC
AlexESC
2 Jahre zuvor

Das Festivali i Këngës, welches nur 11 Jahre „jünger“ als Sanremo ist, ist auch wie Sanremo! Also es ist weniger ein ESC-Vorentscheid, als wie ein EIGENER Wettbewerb, wo der Gewinner halt dann zusätzlich auch noch zum ESC fahren darf. Wenn man das weiß, dann kann man schon verstehen, dass RTSH hier dem FiK keinen „ESC-Anstrich“ verpassen möchte.

eurovision-berlin
eurovision-berlin
2 Jahre zuvor

Ich finde es gut, dass sie ihren Prinzipien treu bleiben, denn gerade wegen der Betonung auf Live-Musik mag ich die Show. Und deswegen ist sie auch Kult. Das Gehopse hätte man ja bis zum ESC aufschieben können.
Dass man aber dem Publikum die Wahl des ESC-Teilnehmers überlässt wirkt auf mich, als wäre ihnen der ESC zweitrangig.

chris
chris
2 Jahre zuvor

Das FiK hat meiner Meinung nach mehrere Probleme. Das ist sicherlich zum einen die Sache, dass man gerne dramatischen Balladen den Vorzug gibt. Dies ist etwas, was in den letzten Jahren beim ESC höchstens durchschnittlich funktioniert hat, okay.

Das Problem liegt aber doch ganz woanders: hier hat oben jemand den Titel „Stop“ von Fifi erwähnt. Ein toller Dance-Song, den ich auch heute noch gerne höre. Für den ESC ist er wie gemacht. Und genau darin liegt das Problem, denn „Stop“ ist genau drei Minuten lang. Nur nochmal zur Erinnerung: das FiK fand schon in Zeiten statt, als Albanien vom eisernen Vorhang vom ESC getrennt war und noch gar nicht daran teilgenommen hat. Vor allem aber, war die Inspiration das Sanremo-Festival.

Und genau am Vergleich zwischen Sanremo und FiK kann man doch sehen was schief läuft: in Italien geht es in erster Linie darum, italienische Musik zu feiern und italienische Titel in einen Wettbewerb zu stellen. Diesen Gedanken mag es sicher auch beim FiK gegeben haben, doch wenn ich mir Jahr für Jahr anschaue, wie viele Wettbewerbstitel exakt drei Minuten lang sind, so kommt mir notwendigerweise in den Sinn, dass das albanische Lied hier nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Es geht hauptsächlich darum, den passenden Titel für den ESC zu finden. Das kann funktionieren und Beispiele dafür sehen wir jedes Jahr im Norden Europas. Aber bei einem Festival, das eine ganz andere Tradition und Geschichte hat, muss man sich überlegen, ob das zielführend ist.

Zum 50. Geburtstag vom FiK hat man beispielsweise mal über den Tellerrand geschaut und eine wirklich außergewöhnliche Kunstballade („Suus“) gewinnen lassen, ein Lied, das mit Sicherheit nicht für den ESC geschrieben war. Der Erfolg hat für sich gesprochen. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass Lieder von einem Gjergj Leka oder einem Agim Poshka wahnsinnig erfolgreich beim ESC wären, aber Elvana Gjatas Beitrag, der wohl nicht für den ESC geschrieben wurde, hat kurz vor Corona bei Fans wie eine Bombe eingeschlagen und wird immer noch gerne in verschiedenen Hitlisten genannt.

Kurzum: Albanien bräuchte mehr Mut!

JoBi
JoBi
2 Jahre zuvor

Wenn ich mich recht erinnere, gab es vor 2, 3 Jahren Uptempo-Beiträge beim FiK, bei dem sogar Tänzer*innen auf der Bühne standen (z.B. Elvana Gjata – Me Tana und Ronela – Sekret). Ich glaube 2019 haben sie ein klassisches Halbfinale gemacht mit Orchester (1.Halbfinale oder Nacht 1) und im 2. Halbfinale eine „ESC Version“, ohne Orchester, Musik vom Band und Tänzer. 2022 haben sie den Sänger*innen im Finale entscheiden lassen in welcher Sprache sie singen möchten. Einige haben dort auf Englisch gesungen. Ronela, bekanntlich die Gewinnern der Ausgabe, hat dort ihre Englisch, Spanisch, Albanische Version gesungen mit gefühlt 20 Tänzerinnen auf der Bühne. Die Moderator*innen haben sogar mit Wiwibloggs gesprochen und deren Meinung zu den Auftritten und Songs gefragt. Aber das Festivali Kenges ändert sich jedes Jahr auf neues.

trevoristos
Mitglied
2 Jahre zuvor

Ich finde die neue Einstellung des austragenden albanischen Senders bezüglich bescheidenerer Bühnendarstellungen recht überzeugend (wird auch für den großen ESC echt langsam Zeit dafür…).
Eine gewisse Ausrichtung an ‚Sanremo‘ kann nicht falsch sein. Immerhin das mit riesigem Abstand erfolgreichste nationale Live-Musikevent in ganz Europa. Bissl Show gabs da letzte Jahr aber auch.

Das San Remo Festival hat allerdings, wie hier andere schon argumentiert haben, nicht zum Ziel einen ESC Beitrag zu finden. Das ist nur ziemlich unbeachtetes Nebenprodukt.
Bei San Remo geht es darum die Leistungsfähigkeit der italienischen Musikszene nach innen hin darzustellen. Die Aussenwirkung interessiert dort ’niemanden‘.

In Albanien ist Vergleichbares eher schwierig. Dort treten ja mitnichten die lokal bekanntesten Musikstars beim Festival i kenges an. Ich habs jedenfalls so nicht in Erinnerung.
Es gibt daher eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Dass eine Sängerin in ihren Song so wenig vertrauen hat, dass sie nicht ohne Tänzer/innen auf die Bühne will, ist unverständlich und für mich sogar bissl divenhaft. Kann man nur den Kopf drüber schütteln.

Matty
Matty
2 Jahre zuvor

Morgen Abend tritt Umberto Tozzi als Gast auf. Er vertrat Italien 1987 zusammen mit Raf beim ESC.