
Kommando zurück in Slowenien. Entgegen der Ankündigung eines Mini-Vorentscheids Misija Malmö hat sich der verantwortliche Sender RTVSLO nun doch für eine interne Auswahl für den ESC 2024 entschieden. Der Künstler bzw. die Künstlerin wird jetzt bereits am 12.12. um 12 Uhr vorgestellt. Fest steht, dass er bzw. sie – wie in diesem Jahr die Band Joker Out (Aufmacherbild) – in Malmö auf Slowenisch singen wird. Den Song und den Auftritt will der Sender dann in zweiten Januarhälfte in einer TV-Show präsentieren.
In Slowenien bleibt damit alles wie im Vorjahr. Damals wurden Joker Out intern ausgewählt und zu einem späteren Zeitpunkt der Song in einer TV-Show präsentiert. Konkret erfuhr die Öffentlichkeit am 8. Dezember 2022, dass die beliebte Band das Land in Liverpool vertreten würde. In diesem Jahr müssen wir uns nun bis zum 12. Dezember gedulden. Dann stellt Televizija Slovenija den Künstler oder die Künstlerin in einer Pressekonferenz im Opernhaus von Ljubljana vor.
Für den ursprünglich geplanten Mini-Vorentscheid für den ESC 2024 konnten interessierte Acts bis zum 16. November Songs einreichen. Nun hat sich das internationale Expertengremium, das die Vorschläge gesichtet hat, entschieden, einen Künstler bzw. eine Künstlern direkt auszuwählen.
Diese Entscheidung lässt natürlich Raum für Spekulationen. Einerseits ist es möglich, dass die Quantität und/oder Qualität der eingereichten Beiträge insgesamt gering bzw. niedrig war, so dass man keine Chance für einen sinnvollen Vorentscheid sah. Andererseits ist es möglich, dass eine Bewerbung – warum auch immer – so herausstach, dass die Juroren nicht anders konnten oder wollten, als sich für diesen Act zu entscheiden.
Während wir also bereits in einer Woche erfahren werden, wer Slowenien beim Eurovision Song Contest 2024 in Malmö repräsentiert, müssen wir uns noch etwas gedulden, bis wir den Song erleben können. Für den ESC 2023 erfolgte die Vorstellung von „Carpe Diem“ übrigens am 4. Februar in einer eigenen TV-Show. Diese ist in dieser Saison bereits für die zweite Januarhälfte 2024 geplant.
Wie interpretierst Du die Entscheidung von RTVSLO, nun doch auf eine (kleine) Vorentscheidung zu verzichten und den Act für den ESC 2024 intern auszuwählen? Auf welchen Künstler bzw. Künstlerin hoffst Du dabei? Lass uns Deine Meinung gern in den Kommentaren da.
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Test
Okay, Kommentare gehen anscheinend wieder 🙂
Juchhuu,die Fehlermeldung beim Kommentieren ist wieder weg🙂
Gott sei dank, das war ja wie abgeschnitten🙂
Hoffe ja auf Raiven! ☝🏼
Ich bin für NIka Zorjan:
müsste ja so gewesen sein, dass da nicht genug ‚als ausreichend gut bewertetes Material‘, gemessen am Anscheinend bei der Jury besonders gut angekommenen Beitrag vorhanden war, um die anderen im Fernsehen präsentieren zu können.
Ist aber für mich nicht vorstellbar, dass eine internationale Jury dem Sender dringend empfohlen haben sollte einen Live-Vorentscheid ausfallen zu lassen und der Sender diese Empfehlung im vollen Vertrauen dankend angenommen hat.
Ich kann mir da eigentlich nur ne Plattenfirma vorstellen, die das unbedingt so haben wollte. Dann müsste es aber ein lokal sehr bekannter Act sein. Für Nobodies werden doch an sich keine Extrawürste gebraten…
oder…auch denkbar…man hatte ‚Angst‘ mit dem Act ein Televoting at home nicht gewinnen zu können. Das wäre dann natürlich so richtig mies.
Man darf relativ gespannt sein, wer es mit welchem Knallersong (so f***ing good, it needs no competition) denn sein wird.
Joker Out hat trotz der eher schwachen Platzierng im Finale meiner Meinung nach sogar mit am Stärksten dieses Jahr vom Contest profitiert. Vielleicht hat das ein Künstler oder eben ein Label auch so mitbekommen und will nun auch ein Stück vom Kuchen abhaben. Slowenien das in den Vorjahren EMA und EMA FREŠ zur Wahl ihres Acts nutzten, sollte es an guten Künstlern jedenfalls eigentlich nicht mangeln.
stimmt. Joker Out hat mit ‚Carpe Diem‘ knapp 19 Mio Spotify-Plays gemacht. Das sind immerhin knapp doppelt soviele Streams, wie sämtliche Songstreams ihres Erfolgs Nummer 1 Album. Dazu zu einem Gutteil in Ländern gemacht, wo es sehr hohe Tantiemenzahlungen gibt (Skandi, DACH, UK, Benelux).
Sieht ja danach aus, als ob man in Slowenien meint wieder einen Grand Finalisten an Bord zu haben.
Slowenien hat 2,1 Mio Einwohner und ist anders zb als das fast gleich große Kosovo nicht als Musikproduktionsschmiede bekannt. Das Potential von Top Künstlern (Gesang usw) ist da an sich doch schon begrenzt. Dort herrscht aber sozusagen der Vorteil, dass sich bekannte Acts eher bereit finden mitzumachen, da die erwarten können bei einem Vorstoß ins Finale für ihre Verhältnisse ‚viel Geld‘ machen zu können.
Man liest öfters wenn es um Slowenien geht das RTVSLO wohl Geldprobleme hat.
Vielleicht kam wirklich eine Plattenfirma mit einem Künstler an und mit einer Liste was jene Plattenfirma finanzieren würde für den ESC/Künstler mit der Bedingung das der Act dafür intern gewählt wird.
Somit würde sich RTVSLO das Geld für einen Vorentscheid sparen und eventuell Kosten für Malmö (sollte denn was an den Gerüchten dran sein).
so ein Vorentscheid kostet grob geschätzt 50.000€ bis 150.000€ zusätzlich (je nach Aufwand) zu dem, was für ne Prime Time Sendestunde bei dem Sender im Durchschnitt angesetzt ist und an Werbeeinnahmen bringt. Dazu dann die knapp 0,5 Mio € für den ESC selbst, der per Werbung bei einer irre starken 55% Quote(2023) 0,2 Mio € Ad Einnahmen bringt (vllt sogar 0,25 Mio € + 0,1 Mio € Ads aus dem Halbfinale mit SLO Act). RTVSLO1 hat einen Marktanteil von um die 12%. RTVSLO insgesamt um die 20%. ÖR Fernsehen hat bei uns zb 45% Marktanteil.
Immerhin hat RTV SLO immerhin fast so viel Geld , wie der ÖR von Rumänien (ca 132 Mio € Einnahmen, davon drei Viertel Lizenzgebühr und ca ein Siebtel Werbeeinnahmen). Slowenien hat aber nur ein Zehntel der Einwohner.
Die TV Gebühr pro Einwohner und Monat liegt in Slowenien bei 3,84 €. In Deutschland für ARD + ZDF bei 5,56€ je Einwohner und Monat.
2022 machte RTVSLO 4,7 Mio € Gewinn nach Steuern.
So richtig echte Geldknappheit kann eigentlich nicht herrschen.
Die Streichung des Vorentscheids bringt halt schätze mal 0,1 Mio € mehr Gewinn (2,5%). Naja.
Fakt aber ist, dass der ESC für das slowenische Fernsehen anders als zb für die ARD kein Gewinnbringer ist. Der Verlust ist bei einer Finalteilnahme aber überschaubar klein. Glaube man könnte bei Reisekosten und Unterbringung und auch was Größe des anreisenden Teams betrifft vllt noch an die 0,1 Mio € einsparen, was dann einen Vorentscheid vllt ermöglichen könnte.
Bus chartern anstatt fliegen. Günstiges Hotel im ‚Nirgendwo‘ anstatt Downtown 5-Star. Zulagen halbieren (Nobelrestaurants wären somit gestrichen, oder wenn, dann auf eigene Kosten ^^…).
Es gibt dann natürlich noch das ‚Problem‘ dass, wer mitmacht eben auch gewinnen könnte. Glaub ein SLO ESC Sieg wäre für RTV SLO quasi sowas wie ein Supergau ^^
Ähnlich, wie bei der BBC, müsste die ESC Final Verlust-Kosten der Staat übernehmen. (Veranstaltungskosten minus Ticketeinnahmen = Höhe des Verlusts) 7,5 € pro Einwohner würde das dann in SLO kosten (bei uns wären es nur 0,19 €…). Aber Touristen usw würden natürlich auch was reinbringen. Trotzdem bliebe ein ganz dicker Brocken.
Ich befürchte, wir bekommen Raven… schauder!
Off-Topic:
This one goes out to all my Lasse Brauns …
https://www.instagram.com/reel/Czj0g2OM9lc/?utm_source=ig_web_copy_link
Leider zu jung für den ESC. Außerdem im Mai unglücklicherweise „in Abschiebehaft mit der Gang“.
Da wird schon ein Song entsprechend herausgestochen haben.
Falls das Angebot wie bei den Tschechen war dann mach ich doch eher einen Vorentscheid,
Ich bin mit Joker Out und ihrem Liedchen nie so richtig warm geworden und anscheinend ging das Europa beim Finale genauso. Glück gehabt, dass sie das überhaupt erreicht hatten. Ich wünsche dem kommenden Beitrag mehr Glück.
Ich bin mit Joker Out auch nie richtig warm geworden. Es war zwar ein solider sympathischer Act und der Finaleinzug ist erfreulich gewesen, aber der Song war mittelmäßig.
aber kommerziell war das Lied halt dann doch auch im Ausland ganz gut gelaufen und für slowenische Verhältnisse meine einer der erfolgreichsten Songs im Ausland und natürlich im Inland überhaupt. Weit, weit erfolgreicher als das hochgevotete Teil vom Nachbarn aus Kroatien und auch mehrfach erfolgreicher, als der deutsche ESC Beitrag.
Ich fand das Joker Out so wie auch Lord of The Lost total unterbewertet worden sind. Beide Acts hätten deutlich bessere Platzierungen verdient gehabt. Für mich war der Song einer der besten Songs, die Slowenien jemals zum ESC geschickt hat. Top 10 wäre das mindeste gewesen.
Ich finde Joker Out richtig super und trotz der schlechten Platzierung beim ESC, die sich im Vorfeld ja in der ausgebliebenen Popularität zwar angekündigt hat, ich aber in keinster Weise gerechtfertigt finde, auch eine wirkliche Bereicherung für das musikalische Angebot des vergangenen Contests.
Die Entscheidung von RTVSLO einer überraschenden Direktnominierung für den folgenden ESC kann man denke ich nur wie im Artikel skizziert interpretieren – welche der beiden Begründungen es ist, muss dabei aber Mutmaßung bleiben. Es könnte ja auch eine Mischung aus beiden Möglichkeiten sein.
Ich persönlich tippe aber auf einen starken Act, den RTVSLO dann einfach direkt nominieren wollte. Es könnte ja rein theoretisch sogar wieder Joker Out sein, die sich mit ihrer schlechten Platzierung einfach nicht abfinden und es noch einmal wissen wollen. Freuen würde mich das persönlich sehr und im Zusammenspiel mit ihrer auch mittlerweile erlangten internationalen Bekanntheit zumindest im ESC-Universum könnten sie ja vielleicht mehr Aufmerksamkeit erhalten und viele doch noch überzeugen und den Versuch wäre es ja allemal wert.
An ihrem Song, ihrem Können, ihrem Auftreten, einfach am Gesamtpaket hat es ja wie ich finde dieses Jahr nun wirklich nicht gelegen.
Mal sehen, wer es wird!
Gab es nicht auch schon Gerüchte, das Raiven endlich ihre Chance bekommen soll? Ansonsten würde ich mich auch über Nika Zorjan, Nuška Drašček oder Kim Begovic freuen. Hauptsache es wird eine Frau.
Es gibt Neuigkeiten aus Serbien! Der nationale ESC-Vorentscheid Pesma za Evroviziju besteht erneut aus zwei Halbfinals und einem Finale:
https://eurovoix.com/2023/12/06/serbia-pesma-za-evroviziju-2024-final-march-2/
Es wird mindestens 30 und höchstens 34 Teilnehmer geben.
Das Thema Geldknappheit in Bezug auf den ESC betrifft ja mehrere Länder in Südost-Europa. Wir machen in dem Zusammenhang noch was zu Nordmazedonien.
Geldknappheit gibt es in Slowenien nicht^(siehe oben). Aber Geiz, den schon ^^
Es bleibt für die Slowenischen ESC-Fans zu hoffen, das der Sender einen absoluten nationalen Star verpflichten konnte, wenn man eine angekündigte VE einfach mal so absagt. Für irgendein Castingshowsternchen sagt man keinen Vorentscheid ab. Hoffentlich. Zumindest über den Song hätte man die Fans abstimmen lassen können. Es bleibt dabei, ich ziehe einen öffentlichen Vorentscheid einer internen Nominierung immer vor.
Es kommt darauf an: Einige Länder sind nunmal mit einer Direktnominierung besser gefahren und wir können uns nun wirklich nicht über zu wenige VE-Formate beschweren.
Zumindest im Internet hätte man das Publikum über den Act für Slowenien abstimmen lassen können, wenn man nicht das Geld für ne große Show als VE hat. Wie will man Begeisterung für den ESC auslösen, wenn man alles hinter verschlossenen Türen entscheidet? Ich bin der Meinung, das die EBU es zur Pflicht machen sollte, das die Zuschauer mindestens über den Song abstimmen dürfen. Egal ob jetzt durch Onlinevoting oder halt klassisch über einen Vorentscheid.
Sollte es Raiven sein, dann ginge bereits nach Marina Satti und Slimane der dritte Wunsch in Erfüllung.
@ disneyfan
Sorry, ich bin strikt gegen eine solche Regelung. Da hätte ich andere Änderungswünsche….
Slowenien wird seinen ESC-Wettbewerbsbeitrag am 20. Januar 2024 veröffentlichen:
https://eurovoix.com/2023/12/10/slovenia-eurovision-2024-song-revealed-january-20/
Übermorgen wird der Teilnehmer bekanntgegeben.