Jetzt ist es offiziell: Die Bekanntgabe der Qualifikant*innen für das große Finale in den Halbfinals des Eurovision Song Contest (Aufmacherfoto: Kaleen aus Österreich 2024) soll geändert werden – und zwar in der Art und Weise, wie wir das bereits vergangene Woche berichtet haben. Besonders sicher scheinen sich das Schweizer Fernsehen (SRF) und die European Broadcasting Union (EBU) ihrer Sache aber noch nicht zu sein: Zur Sicherheit wird die Presse von der Probe des entsprechenden Teils der Show an diesem Nachmittag ausgeschlossen.
Beim heutigen Medienbriefing vor der ersten Durchlaufprobe des ersten Halbfinals des Eurovision Song Contest wurde offiziell bestätigt, was wir bereits berichtet haben: Die Verkündung der Finalqualifikant*innen in den ESC-Halbfinals soll geändert werden. Bislang wurden die zehn Finalist*innen schlicht und einfach nacheinander in zufälliger Reihenfolge bekanntgegeben.
In diesem Jahr sollen nun bei der Verkündung jedes Finalplatzes drei Länder gleichzeitig im Bild gezeigt werden. Nur eines dieser drei Länder wird direkt als nächster Finalist verkündet; die anderen müssen weiter zittern. Lediglich beim letzten, also dem zehnten zu vergebenen Finalplatz stehen dann alle noch verbliebenen Länder zur Auswahl.
2023 in Liverpool gab es von der BBC schon einmal den Versuch, ein neues Bekanntgabe-Verfahren zu etablieren. Damals mussten sich in der Probe alle Halbfinal-Acts im Castingshow-Stil vor der Ergebnisbekanntgabe auf der Bühne aufstellen. An diesem System gab es damals große Kritik, weil die Produktion den Fokus effekthascherisch eher auf die noch zitternden bzw. ausgeschiedenen Acts gelegt hat als auf die glücklichen Qualifikant*innen. Besonders negativ wurde auch aufgenommen, dass die Künstler*innen in diesem für sie wichtigen Moment von ihren Delegationen getrennt wurden. Die Änderungen wurden damals zurückgenommen und nicht in den Liveshows umgesetzt.
Einem solchen Szenario wollen die Schweizer Gastgeber in diesem Jahr offenbar aus dem Weg gehen. Zur Sicherheit müssen alle Medienvertreter*innen die heutige erste Durchlaufprobe nach dem Auftritt des letzten Acts, Theo Evan aus Zypern, verlassen. Auch das wurde beim Medienbriefing angekündigt. Wir können die Probe des neuen Bekanntgabe-Verfahrens für die Qualifikant*innen also nicht verfolgen. Zumindest nicht heute Nachmittag, denn heute Abend in der so genannten Evening Preview Show, die mit Live-Publikum stattfindet und die wir ebenfalls mit einem Live-Blog begleiten werden, werden wir das neue System dann wohl tatsächlich endlich unter (fast) Realbedingungen erleben.
Was hältst Du von dem neuen System für die Bekanntgabe der Finalist*innen? Schreib uns Deine Meinung gerne in die Kommentare.
Über dieses Thema sprechen wir auch bei ESC kompakt LIVE heute Abend um 18:30 Uhr auf YouTube und Twitch.
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Ich müsste hier jetzt eigentlich „Copy & Paste“ machen von meinen Kommentar dazu vor ein paar Tagen, da ich dieses neue Konzept hier nach wie vor nicht gut finde.
Wenn es mehr Teilnehmerländer in einem Semi geben würde, dann würde dieses neue Konzept viel mehr Sinn machen. Dann könnte man immer 3 einblenden und davon ist dann jeweils eines weiter und die anderen eben raus. Aber mit der aktuellen Anzahl an Länder im Semi macht dies für mich nicht wirklich Sinn. Dann könnte der Fall eintreten, dass sehr oft ein Land bei der 3er-Gruppe eingeblendet wird und am Ende dann doch nicht weiter ist. Jetzt kann man sagen, dass das ESC-Team hier schon ein Auge darauf hat, dass so etwas nicht passieren wird, aber dann ist ja wiederum die Spannung weg, da man dann ja weiß, dass, wenn ein Land oft in der 3er-Gruppe ist, doch noch weiter kommt.
Die Frage ist dann auch, wer wählt die Länder in der 3er-Gruppe aus? Wenn man dieses System unbedingt haben möchte, würde ich der EBU bzw. dem ESC-Team hier wirklich vorschlagen dies dann den Zufall, also sprich einen Computer, entscheiden zu lassen.
Ich denke, es wird der sogenannte „Zufallsgenerator“ entscheiden, welche der drei Länder im jeweiligen Durchgang zu sehen sein wird. Das könnte so zum Bleistift aussehen:
Island – Belgien – Zypern
Portugal – San Marino – Slowenien
Schweden – Albanien – Kroatien
Niederlande – Slowenien – Polen
Ukraine – Estland – Aserbaidschan
Der zehnte und letzte Finalist wird durch die Moderatorinnen bekanntgegeben.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die irgendetwas dem Zufall überlassen.
Nie und nimmer. Das wird sehr genau vorher ausgewählt
Was ich noch vergessen habe zum schreiben: Es könnte auch die Möglichkeit bestehen, dass Länder die nicht weiterkommen stehen bleiben. Ich mache dies mal so, wie Matty es bei seinem Beispiel gemacht hat, nur halt, dass Länder die nicht weiterkommen eben so lange stehen bleiben bis sie weiter sind, oder eben dann letztendlich nicht, also so:
Polen – Slowenien – Ukraine => weiter ist: Ukraine
Polen – Slowenien – Schweden => weiter ist: Polen
Norwegen – Slowenien – Schweden => weiter ist: Schweden
Norwegen – Slowenien – Aserbaidschan => weiter ist: Aserbaidschan
und immer so weiter…
Angenommen Slowenien würde jetzt nicht ins Finale kommen, dann würde bei meinem Beispiel Slowenien eben durchgehend in der 3er-Gruppe bleiben, bis die Bekanntgabe der Qualifikanten beendet ist. Dies ist jetzt natürlich das krasseste Beispiel, dass ein Land von Anfang bis Ende stehen bleibt, aber ich wollte es halt einfach anschaulich erklären.
Es ist einen Versuch wert und könnte durchaus mehr Spannung versprechen. Auf der anderen Seite könnte es aber auch floppen und man kehrt zur ursprünglichen Verkündung nächstes Jahr wieder zurück.
Ich sehe einfach keinen Mehrwert, keine Spannungssteigerung. So wie es bisher war, war es hochspannend. Weil einfach jedes Land genannt werden konnte. Und nun stehen drei Länder im Fokus.
Ehrlich gesagt sehe ich nicht, inwiefern das neue Verfahren mehr Spannung bringt.
Es ist halt einfach noch menschenverachtender
Jup. Und mal angenommen, Israel stünde jetzt dreimal in diesem Dreier-Aufgebot und würde dann doch nicht als Qualifikant bestätigt (wird nicht passieren, klar, aber nur mal theoretisch) – die Halle würde ja nicht für den Qualifikanten jubeln, sondern hämisch johlen.
Sowieso: Die Möglichkeit, dass der Jubel für den Qualifizierten dann in der Halle von Buh-Rufen frustrierter Fans der anderen Beiträge übertönt würde, wäre so oder so gegeben. Das kann doch nun wirklich absolut niemand wollen.
Ich verstehe den Sinn des neuen Verfahrens noch nicht. Ich finde die bisherige Auflistung der 10 Qualifikanten in zufälliger Reihenfolge eigentlich spannend genug, zumal sich die Spannung mit abnehmender Anzahl der zu vergebenden Plätze eh ständig erhöht. Für mich eine ausreichende Dramaturgie. Ich finde es auch gut, dass die Enttäuschung der Nicht-Qualifizierten nicht weiter gezeigt wurde.
EBU: „Mist, beim letzten Mal ist uns diese unnötige Änderung bei der Verkündung der Qualifikanten voll um die Ohren geflogen. Was könnten wir machen, damit das nicht nochmal passiert?“
Fans und Presse: „Wie wäre es damit, einfach keine unnötigen Änderungen bei der Verkündung der Qualifikanten mehr zu beschließen?“
EBU: „Geniale Idee! Wir schließen euch einfach so weit wie irgendwie möglich von den Proben aus, damit niemand mehr die unnötigen Neuerungen im Vorfeld kritisieren kann. Kisses!“
Ich kann auch keinen Mehrwert an der neuen Verkündigung der Finalisten erkennen. Und vor allem: wer entscheidet darüber, welche drei Acts in die Lostrommel kommen? Wird das per Zufallsgenerator geschehen? – das geht dann aber auch nicht, es könnte da ja drei Ausscheider erwischen. Also wird darüber doch dramaturgisch entschieden. Jedenfalls ist es aus meiner Sicht kompletter Schwachsinn – willkommen in der Scripted-Reality-Welt.
Naja der Zufallsgenerator wäre ja dann eine Software und diese Software kann man dann so programmieren, dass man die Länder welche weiterkommen (die Regie weiß dies ja schon vor der Bekanntgabe der Moderatoren) vorher dort eingeben kann und die Software dannn automatisch immer eine 3er-Gruppe zusammenstellt wo mindestens ein Land weiter kommt.
Oder so 🙂
Ein Versuch ist es wert es zu testen, ABER meiner Meinung finde ich das auflisten der Länder nach und nach spannender. Wer erinnert sich nicht an seine große Augen, als Dons letztes Jagr weitergekommen ist. Und sein: „Waaaaas?“.
Genau!
Oder Irland 2018! Das war genial!
Und mein persönlicher Favorit:
Finland 2021! Ich hatte fast schon nen Herzinfarkt, dass sie bei den 9 noch nicht dabei waren! Und dann gab’s den Sprechgesang in der Halle: Finland, Finland, Finland! Und dann die Bestätigung! Hach, war das herrlich! 😀
Ich bin immer noch der Meinung, dass man mit die Nichtqualifizierten ehrvoller umgehen sollte. Könnte mir vorstellen, dass diese – wenn dies gewünscht ist – auch im Finale im Greenroom sitzen. Stattdessen wird wegen „Spannungssteigerung“ deren Qual im Bild gezeigt.
Es ist einfacher und übersichtlicher, ein Splitscreen mit 3 möglichen Qualifikanten zu zeigen als wildes Herumschwenken der Kamera im Greenroom und das Erfassen aller noch möglichen Qualifikanten. Daher sehe ich hier eine Verbesserung
Und dann schön mehrmals enttäusche Gesichter zeigen wenn es in der Dreiergruppe nicht geklappt hat?? Na suuuper…. 🙄
Genau darum geht es … Brot und Spiele. 🤮
Das Leben ist kein Ponyhof !
Das ist keine Begründung, bin sehr froh gewesen dass der ESC frei von diesem voyeuristischen Mist war.
Volle Zustimmung!
Also die Presse vorher wegzuschicken, ist wirklich albern (wobei das ja auch daran liegen könnte, dass sie die Interval Acts nicht zeigen wollen). Ich halte das neue System jetzt nicht für schlimm (wie damals in Liverpool), sondern einfach für vollkommen überflüssig und ohne jeden Mehrwert. Aber gut, man scheint ja nicht bereit, da irgendeine Kritik anzunehmen.
Ich habe es schon vor ein paar Tagen kommentiert: für mich war das bisher spannend genug. Daumendrücken bis zum Schluss und mitfreuen mit den Finalisten!
Ob das neue Verfahren nun besser, spannender oder eben nicht ist, beurteile ich dann morgen Abend nach 23:00 Uhr. Ich fürchte mich ein wenig vor unnötiger Qual für die unglücklichen Nichtqualifikanten. Und bei dem neuen System werden m.E. die Nerven deutlich mehr belastet…..
Mal sehen – ich freu mich schon auf kollektives Gemopper ;-))
Gibt es denn in der ersten Probe kein Publikum? Ich kann mich an den ESC in Wien erinnern, da waren Schulklassen zu den ersten Proben eingeladen. Und da gabs die beste Stimmung.
🙄 Die geplante Änderung ist so unnötig wie ein Kropf,
aber die Neuerung, daß Nemo ab sofort auf Aufmacherphotos nur noch in
Rückansicht gezeigt wird, finde ich persönlich ganz ausgezeichnet! 🚀🦩
Coole Idee…. das Entsetzen im Gesicht der Ausgeschiedenen live im TV 🥰
Ich hätte jetzt auch keine Änderung gebraucht, denke aber, dass man durch eine Änderung die mehr Drama bietet, auch letztendlich mehr Zuschauer bis zum Ende zum Zusehen bewegen kann.
überlege gerade,ob ich mir morgen die show ansehe bis der letzte act gesungen hat und dann flimmerkiste aus und ab zum ausgedehnten spaziergang zwecks nervenschonung damit wutlasse in der kiste bleibt.
die wirklich unnötige veränderung ist bescheuert und bleibt bescheuert! 🤬
die ganze heimlichtuerei auch gegenüber u.a. medienvertretern ist m.e. nicht zielführend.
Ruhig Brauner. 🤣🤣🤣
laß mir doch mal eine alte braun design anlage zukommen – natürlich voll funktionsfähig und mit Kassette(nschublade) dann bin ich ganz ruhig und sowas von lieb,das kannst du dir gar nicht vorstellen. 😺
Mir gefällt, wie oft Wutlasse zurzeit hier ist. 😀 Ist ein neues Gesicht von dir, das ich nicht erwartet hatte, kennenzulernen. 😉
spätestens beim SCC bin ich wieder fit sprich ganz lieb.🐼
(wenn aserbaidschan morgen das finale verpasst,werde ich gewiss nicht wütend darüber sein aber etwas traurig schon.)
Es ist und bleibt einfach eine Schwachsinnige Idee meiner Meinung nach.
Warum muss die Kamera unbedingt auf die Gesichter draufhalten? Absolut widerlich, wieder eine dieser „Reformen“, die meine Freude am ESC immer kleiner werden lassen. Für mich liegt die Hauptfreude einer ESC-Saison inzwischen klar am Kennenlernen der vielen Vorentscheidungstitel (inklusive ESC-Kompakt-Second-Chance-Contest) und weniger an den drei Hauptspektakel-Veranstaltungen.
Woher wird hier eigentlich die Gewissheit genommen, dass auf irgendwen „draufgehalten“ wird? Wird es doch sonst auch nicht, sondern es werden die Finalisten eingeblendet, wie sie sich freuen. So wird das wohl auch hier sein.
Sinn macht es keinen, spannender ist es auch nicht, aber dieser Ansatz, dass die böse, böse EBU ja soooo menschenverachtend ist und nur die Menschen vorführen will, ist halt genauso sinnlos, weil man überhaupt nicht weiß, wie das am Ende aussieht. Meckern kann man im Nachhinein immer noch.
Am Wahrscheinlichsten ist, dass man einfach öfter die Einstellung hat, die sonst bei Qualifikant Nummer 10 kam – mehrere Kameras auf mehrere Delegationen und wer dann im Finale ist, dessen „Fenster“ füllt dann den Bildschirm aus. Wie gesagt: Sinnlos irgendwo, aber die Aufregung im Vorhinein absolut nicht wert.
So wie es beschrieben wurde, werden die Delegationen dreier Länder gleichzeitig gezeigt, die Delegation eines Landes wird sich freuen, die der anderen beider Länder nicht unbedingt (der Gipfel des Zynismus wäre es jetzt noch, von den beiden anderen zu verlangen, dass sie sich mit dem verkündeten Land mitfreuen, und sie, wenn sie das nicht tun, „schlechte Verlierer“ zu nennen).
Das mit dem Draufhalten der Kamera gab es ja schon öfters (so abwegig sind also die aktuellen Befürchtungen nicht). Man liest hier z.B. immer mal wieder noch hämische Kommentare, die sich über John Lundviks Reaktion auf die eher kümmerliche Televote-Punktzahl damals freuen.
Ein kleiner Nachtrag: Wenn wirklich sofort mit der Verkündung des erfolgreichen Landes eines Trios die anderen beiden Länder ausgeblendet würden und der Fokus nur auf den Jubelnden läge, d.h. wenn deren Fenster dann den Bildschirm ganz ausfüllen würde, wie Du schreibst, wäre es in der Tat nicht ganz so schlimm, aber wozu überhaupt die Delegationen in ihrer Anspannung vor der Verkündung zeigen, reicht es nicht, sich auf die Freude der soeben ins Finale Beförderten zu konzentrieren?
Besonders überzeugt scheint man ja selbst nicht von der „tollen“ Idee zu sein, wenn man so viel Angst vor negativer Kritik hat …
Ich bin auch etwas skeptisch, ob das eine gute Idee ist. Vor allem klingt das danach, als ob es ewig dauern würde. Kann ja sein, dass sie es sich nach der ersten Probe wieder anders überlegen.
Jaja, EBU erst so „hier sind lauter tolle, neue Änderungen zum Schutze unserer Teilnehmer!“
EBU aber auch so „oh ja! Für mehr Spannung verteilen wir mehrmals Absagen, mehr Aufregung für die Nerven und halten mit der Kamera voll drauf!“
Wenn ein Land ein zweites Mal in einem Trippel vorkommt. Erhöht dass dann die Chancen, dass es qualifiziert ist oder ist man so grausam, ein Land auch öfter hintereinander das Nachsehen haben zu lassen?
Letzteres, die grausame Variante. Dachte, dass die Ära der abwertenden & Kandidaten-sind-Morgen-Müll Shows vorbei war. Scheinbar ist sie erst jetzt beim ESC angekommen.
Woher weißt du das denn, wenn es doch sonst niemand weiß?!
Hm … Anscheinend habe ich was getriggert, also Häpchenweise.
Man ist so grausam …
… weil die Macher sich noch in einem anderen Zeitalter befinden …
… das Zeitalter, wo das Wohlbefinden der Kandidaten unwichtig war.
(Umformulieren ist Pflicht geworden.)
Wow, das ballert ja nur so mit Artikeln heute. Danke.
Die EBU sollte einfach jetzt schon verkünden, wer ins Finale kommt.
Das wäre für alle hilfreicher und man kann sich den ganzen Zinnober sparen.
Ansonsten, schwachsinnige Änderungen werden nicht dadurch besser, daß man so tut, als ob das eigentlich die Spannung steigern soll.
Nein, das tut es nicht.
Die EBU ist und bleibt der Totengräber der ESC. Immer dieser Zwang nach Veränderung! Der Grand Prix wurde so ja schon erfolgreich getötet, jetzt ist halt der ESC dran.
Ach du je. Wenn es die EBU und ihre Reformen nicht gegeben hätte, gäbe es heute gar keinen ESC mehr, der im übrigen schon immer so hieß.
Vielleicht einfach ein neues Hobby suchen…
„Eurovision Song Contest“ war „schon immer“ lediglich der englische Name, in Deutschland hat man bis Ende der 90er doch eher vom „Grand Prix“ oder vom „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ gesprochen.
Woher wird eigentlich die Gewissheit genommen, dass es ohne die EBU und ihre Reformen gar keinen ESC mehr geben würde?
Und ein Hobby, das man viele, viele Jahre lang hatte, gibt man nicht einfach so schnell auf, auch wenn einem die Umstände immer weniger gefallen.
Wenn man diese Regel und manche Reformen kritisch sieht, heisst das ja noch lange nicht, dass man den ganzen ESC in Frage stellt. Aber jede Reform zu bejahen, nur weil ja „Veränderungen zum Leben“ gehören (was ja zweifelsohne so ist), kann es irgendwo auch nicht sein…. Natürlich bleibt einem nichts anderes übrig als abzuwarten, aber ich fürchte, dort soll mit den Emotionen der Künstler:innen gespielt werden, um Spannung aufzubauen und Quote zu machen. So etwas ist man ja vom Privatfernsehen gewöhnt, aber ich dachte bisher eigentlich, dass der ESC so etwas nicht nötig hätte…
@ Thomas & Gaby
Danke für Eure Kommentare. Mir fehlt gerade die Energie, noch mehr darüber zu schreiben. Aber was dieses Thema angeht, bin ich ganz bei Euch.
Na ja, die Künstler:innen sind immerhin nicht von ihren Delegationen getrennt. Das ist aber auch schon das einzig Positive an diesem System. Finde dieses Szenario eine völlig unnütze Quälerei für die Acts. Und alles nur für die Spannung, von der eigentlich nur das Publikum partizipiert. Die Künstler:innen haben es einfach so hinzunehmen, so viel zum Thema: „Man möchte die Künstler:innen schützen“. Verstehe nach wie vor nicht, warum man ein bewährtes System (die Qualifikanten werden in zufälliger Reihenfolge bekannt gegeben) einfach über den Haufen wird. War doch Spannung genug. Hier wird einfach wieder auf dem Rücken der Künstler:innen herumexperimentiert. ☹️
Ich schaue es mir an und urteile danach…
Endlich mal ein sinnvoller Kommentar hier. Vielen Dank dafür.
Was ich von dem neuen System halte?
NIX.
Breaking News* Slowenien steigt und wird höchstwahrscheinlich noch heute auf Rang 10 steigen und San Marino verdrängen.
Was im Artikel nicht steht: Immerhin wird jedes Land maximal dreimal im Triplescreen eingeblendet werden. Wobei das im Umkehrschluss auch heißen könnte, dass wir, die das jetzt wissen, schon früh darauf schließen können, wer schon sicher raus ist, wenn es ein Land beim dritten Mal auch nicht geschafft hat.
Offizielle „Begründung“ war übrigens folgende: Es gab ja immer kurz bevor von den Moderatoren ein weiterer Qualifikant genannt wurde, sehr kurze Sequenzen aus dem Greenroom, in welchen zitternde Delegationen gezeigt wurde. Dies möchte man in diesem Jahr vermeiden, in dem man die Triplescreens einführt und es nicht mehr so willkürlich sein soll, wer gezeigt wird.
Für mich ist das keine Begründung und ich sehe weiterhin nichts, was die Einführung des neue System rechtfertigt. Dass zudem die Presse mal wieder ausgesperrt wurde, führe ich hier mal nicht weiter aus, sonst wird das hier noch zu einem langen Rant…
Ich hoffe nur, dass die Regie dann morgen so schlau ist und sichere Qualifikanten wie Schweden direkt am Anfang weiterlässt und nicht zweimal im Triplescreen „scheitern“ lässt, um eine Pseudo-Spannung zu erzeugen. Wird wahrscheinlich aber genauso geschehen. 🥲
Für die Spannung wird das definitiv so kommen 😅
Wahrscheinlich auch, um zum Ende hin Luft nach oben zu haben, wenn jedes Land wirklich nur maximal 3x gezeigt werden soll 😅
Ein Algorithmus wird für die Auswahl sorgen:
The ”other” two countries in each split are chosen automatically by an algorithm. The algorithm seeks to treat all countries as equally as possible. No country should be shown more than 3 times in splits without qualifying (remember, 10th reveal is not a split, everybody is in the running until the end). Countries should not appear in two consecutive splits. Countries should not appear together more than once. The position of the qualifying country in each split is random. The production has only a couple of minutes to plan for 33 camera assignments.
https://wiwibloggs.com/2025/05/12/eurovision-2025-new-semi-final-qualifiers-reveal-uses-split-screens-to-focus-on-singers/284818/
Es wäre schön, wenn die EBU über den ESC nur Leute entscheiden ließe, denen auch was am ESC liegt oder die ihn wenigstens verstehen.
Da ich nicht mehr allzu jung bin hat’s etwas gedauert, bis ich diese neue Regelung überhaupt begriffen habe , zumindest teilweise, und ich muss den meisten hier zustimmen ….es ist absoluter Schwachfug und ergibt weder Sinn noch mehr Spannung,sondern nur Verwirrung , ein großes „Häh?“ wird über der Verkündigung schweben und alle werden froh sein , wenn die endgültige Tabelle der 10 Überlebenden endlich eingeblendet wird
Also rein praktisch ändert sich offenbar nicht wirklich was, weil bei der Verkündung eh nur ein paar Kameraleute die Kandidaten filmen. Da war klar: Keine Kamera = Kein weiterkommen.
Keine Kamera = Kein weiterkommen.
Ich mache mir gerade Sorgen um Österreich. 🤓🤓🤓 (Ramdidamdam)
Ich finde das neue System blöd und mag es nicht.
Ich muss nochmals fragen: reicht die geplante Zeit für dieses Theater. Ist 23:15 MEZ Ende? Bin Berufstätig und muss früh raus! 😳
Gestern bei der Probe verliessen wir um ca 23:25 die Halle.
Die EBU ist ein Zusammenschluß von öffentlich rechtlichen Sendern. Also Sender für die die Bürger ihrer jeweiligen Länder Gebühren zahlen müssen. Es geht mir langsam ziemlich auf den Zeiger, wie untransparent die EBU jetzt geworden ist. Wieso darf die Presse das nicht sehen, wie sie die Qualifikanten bekanntgeben? Hallo? Wo sind wir denn. Ein Staatsgeheimnis ist das ja nicht.
In der zweiten Durchlaufprobe durften es doch alle sehen. Also calm down.