
Steht ein Act aus Kanada bald auf der Bühne des Eurovision Song Contest – womöglich sogar schon nächstes Jahr beim 70. Geburtstag des Wettbewerbs in Wien? Laut dem kanadischen Finanzminister François-Philippe Champagne sei das dem Land angeboten worden. ESC-Direktor Martin Green hingegen sagte am Montagabend zumindest indirekt, dass der kanadische Sender auf die EBU zugekommen sei. Fest steht: Im Budget der kanadischen Regierung für den öffentlich-rechtlichen Senders CBC/Radio-Canada für die Jahre 2025-2026 gibt es einen Posten mit dem Ziel „eine Teilnahme am ESC zu eruieren.“ Ob es dazu kommt und in welcher Form sich Kanada beim ESC präsentieren dürfte, ist derzeit vollkommen offen.
In der Nacht zum Mittwoch machte in den sozialen Medien ein Screenshot der Budgetplanung der kanadischen Regierung für den Sender CBC (siehe unten) die Runde, der die ESC-Fans aufhorchen ließ: Nach einer Einleitung über die grundsätzliche Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unter anderem für die kanadische Identität, heißt es dort in einem Unterpunkt:
„Die Regierung wird Möglichkeiten prüfen, den Auftrag von CBC/Radio-Canada zu modernisieren, um seine Unabhängigkeit zu stärken, und arbeitet mit CBC/Radio-Canada zusammen, um eine mögliche Teilnahme am Eurovision Song Contest zu prüfen.“
🇨🇦 The Canadian government, in its 2025 budget released today, has stated it is “working with CBC/Radio Canada to explore participation in #Eurovision.”
CBC/Radio Canada is an associate EBU member and would need an invitation from the EBU to participate. pic.twitter.com/WAEmxhWjK5
— ESC Discord (@ESCdiscord) November 4, 2025
Während dieser reine Fakt offen lässt, woher dieses Interesse am ESC kommt, lieferte der kanadische Finanzminister François-Philippe Champagne in einem Fernsehinterview zu dem Budget am Montag mehr Kontext. Demnach seinen sie gefragt worden „von den Leuten, die daran teilnehmen“. Anschließend führte der Minister aus, warum ein solches Engagement beim ESC für das Land positiv sein könne: „Es ist eine Plattform, auf der Kanada strahlen kann“, so Champagne.
“We have a lot to offer as Canadians”
François-Philippe Champagne, the Canadian finance and revenue minister, speaks about potential Canadian participation in #Eurovision.
He appears to be suggesting that the EBU or participating countries had “asked” Canada to participate… https://t.co/ffyWWajjDc pic.twitter.com/bdQZhh2wYu
— Matthew Joyce (@ItsMatthewJoyce) November 5, 2025
Natürlich lassen die Aussagen sofort die Gedanken zurück in die Jahre 2014 und 2015 gehen, als Australien zunächst einen Pausenact zum ESC nach Kopenhagen entsenden und ein Jahr später in Wien dann auch – zunächst als Ausnahme – einen Act ins Rennen schicken durfte. Nach der Premiere durch Guy Sebastian mit „Tonight Again“ war Australien bei jedem ESC dabei und gehört mittlerweile fest zur Familie – auch wenn immer mal wieder Außenstehende fragen, was der fünfte Kontinent denn mit Europa zu tun habe.
Tatsächlich ist der kanadische öffentlich-rechtliche Rundfunk CBC/Radio-Canada genauso wie der australische Sender SBS ein assoziiertes Mitglied der EBU, der European Broadcasting Union, die den ESC ausrichtet. Beide Länder sind keine vollwertigen Mitglieder, weil sie – anders als etwa Marokko oder Kasachstan – geografisch nicht mit einem Teil ihres Gebiets in der definierten EBU-Zone liegen. Unabhängig davon gibt es eine enge redaktionelle und technische Partnerschaft zwischen diesen Sendern und der EBU.
Anders als Kanada verfügt Australien über eine lange ESC-Tradition, auch wenn das Land vor 2014 nie selbst auf der Bühne der Show stattfand. Der erste ESC, der in Australien im Fernsehen zu sehen war, war 1983 derjenige aus München. Ab 2009 schickte der australische Sender meist auch TV-Kommentator*innen zum jeweiligen ESC-Austragungsort. Derweil wurde der Wettbewerb down under immer beliebter – bis es ab 2015 zur regelmäßigen Teilnahme kam.
Kanada hat diese Tradition nicht, auch wenn es über den französischen Landesteil und viele europäische Einwanderer natürlich einen engen Bezug zur Alten Welt gibt – und damit zum ESC-Gebiet. 2019 begann CBC mit der Übertragung des ESC – allerdings nur auf seinen Streaming-Plattformen CBC Gem (englisch-sprachig) und ICI TOU.TV (französisch) sowie auf Radio-Canada (ebenfalls französischsprachig). Letzteres ist vielleicht nicht so überraschend: schließlich kam mit Céline Dion (Aufmacherbild) die ESC-Siegerin 1988 aus dem französischsprachigen Quebec. Tatsächlich war es auch geplant, dass die Sängerin im Mai diesen Jahres beim ESC in Basel auftritt.
Da die Anregung „eine ESC-Teilnahme zu eruieren“ laut dem kanadischen Finanzminister nicht aus dem eigenen Land gekommen sein soll, wäre die Initiative nicht mit der aktuellen (kulturellen) Entfremdung zwischen Kanada und den USA zu erklären. Vielmehr müsste die EBU oder ein Partnersender das angeregt zu haben. Und was läge da näher als an den ORF zu denken, der ja bereits 2015 mit Guy Sebastian den ersten australischen Beitrag im Wettbewerb hatte. Da könnte man als Verantwortliche*r, der/die damals schon im Dienst war, sicher auf die Idee kommen, hier einem weiteren Land die ESC-Tür zu öffnen. Bei solchen Überlegungen ist der (kulturelle) Weg nach Kanada gar nicht so weit.
Das gilt übrigens nicht nur für Céline Dion. Auch Natasha St-Pier, die 2001 beim ESC in Kopenhagen für Frankreich antrat und mit dem Song „Je nai que mon âme“ den vierten Platz holte, stammt aus Kanada. Sie kommt allerdings nicht aus Quebec, sondern der zweisprachigen Provinz Neubraunschweig aka New Brunswick aka Nouveau-Brunswick.
Martin Green, Direktor des Eurovision Song Contest, hat am Montagabend nun gegenüber dem The Euro Trip bestätigt, dass man sich mit dem kanadischen Sender CBC über eine Zusammenarbeit beim ESC unterhalte. Er drehte in seiner Aussage allerdings den Spieß um und erklärte zumindest indirekt, dass die ursprüngliche Initiative vom dortigen Sender gekommen sei:
„Wir freuen uns immer, wenn wir erfahren, dass Rundfunkanstalten Teil der größten Live-Musikshow der Welt sein möchten. Das Gespräch mit CBC in Kanada befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium, und wir freuen uns darauf, unsere Gespräche mit ihnen fortzusetzen.“
🇨🇦 The EBU has confirmed it is in „very early stages“ of discussion with CBC/Radio Canada about potential participation in #Eurovision.
„The Canadian conversation with CBC is in its very early stages and we look forward to continuing our discussions with them.“ pic.twitter.com/ISE2NkfWQO
— ESC Discord (@ESCdiscord) November 5, 2025
Wie findest Du es, dass sich die EBU und CBC über eine Beteiligung Kanadas am ESC austauschen? Welche Form der Integration in die Show könntest Du Dir vorstellen: „nur“ ein kanadischer Pausenact oder ein eigener Beitrag im Wettbewerb? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.
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Das wäre eine Riesenüberraschung, wenn Kanada beim ESC debütieren würde! Mich würde es freuen!
Eine überraschung wäre es gewesen, wenn die ebu fähig gewesen wäre, solche sachen intern zu behalten.
Undichte Stellen gibt es leider auch bei der EBU.
Leute sind halt verrückt und checken halt Finanzberichte von TV Sender um zuschauen ob ein Land mitmacht.
Weil sowas muss ja öffentlich angegeben werden
Naja, die EBU kann ja nun nichts dafür, dass die kanadische Regierung das in ihren Haushalt schreibt.
Celin Dion? 🤔🤔 Ich sehe übrigens jemanden in 2 Wochen aus Kanada live, da freue ich mich schon drauf.
Die Frage die dann bleibt: wird das wirklich nur bei den beiden Ländern dann bleiben?
Neuseeland war ja auch scharf teilzunehmen beim Contest?
Zugegeben Kanada war ja oft indirekt durch andere Länder als Künstler auch irgendwie dabei. Möglich war auch ent schädigen für das geplatzte Kanadas Spin Off?
Und wie damals bei Australien bleibt die Frage auch: sollte sich die EBU nicht erstmal bemühen alle andere EBU Mitglieder motivieren zurück zukommen oder andere einzusteigen wie Liechtenstein oder Kasachstan
Katy perry natürlich, bei diesen kontakten.
Lustigerweise releast sie bald eine neue Single und auch ein komplettes Album.
Also so unabwegig ist das ganze nicht
Nach allem, was man hört, braucht sie ja vor allem deshalb schnell ein neues Album, um von ihrem letzten Album abzulenken.
Katy Perry ist US-Amerikanerin. Avril Lavigne und Carly Rae Jepsen kommen aus Kanada. Ein Traum wäre natürlich Michael Bublé
Carly Rae Jepsen ist schwanger!
Ich bin dieses Mal aber nicht der Vater – das möchte ich hier gerne mal Kund tun.
Wer sagt denn, das US-Künstler nicht für Kanada starten dürfen? Wenn Kanadierinnen sogar für die Schweiz gestartet sind.
Morgen soll der neue Song kommen, kann man nur hoffen, dass sie mal erfolgreich ist, ihr letztes Album war ja ein ziemlicher Flop. In USA immerhin 2 Wochen in den Charts in den Dachländern nur eine Woche erfolgreichste Single daraus ist „Womans World“ mit 62 Millionen Streams und das nach einem Jahr.
Dann ist Justin Trudeau im Publikum 🥳😅
Offen und Ehrlich, bin ich dagegen.
Auch wenn es eher von Kanada kommt finde ich, dass die EBU sich eher darum kümmern sollte, Länder wie die Slowakai, Bosnien, Monaco, Andorra oder Ungarn bzw. die Türkei (die beiden letzten unwahrscheinlich) zurück zuholen.
Bosnien hat noch seine Schulden, dass dauert.
Monaco muss sich noch neu aufstellen ihren Sender der erst letztes Jahr neu gestartet ist.
Slowakei tigert noch Rum mit einen Comeback
Und Andorra fehlt es an Geld und Interesse
Türkei hasst immer noch das big5 Prinzip
Und die Ungarn findet es zu queer. Aber wenn Orban weg ist, soll es wohl wieder zum Comeback kommen
Slowakei kann man leider politisch im Moment ähnlich wie Ungarn einordnen. Interesse war dort wohl auch nie so richtig vorhanden.
Wie es in Andorra an Geld fehlen kann, ist mir ein Rätsel. Das lässt sich nur mit mangelndem Interesse erklären.
Also ich habe nachgeschaut wieso Andorra damals ausgeschieden ist 2009. Und da hieß er Aufwand /Kosten sind zu hoch als das es was bringt. Na ja 6 Mal nicht ins Semi zu kommen ist halt schon frustrierend
Die nationalistische Erdogan-Regierung hasst vor allem die Tatsache, dass es Jurys gibt, denn die Diaspora-Stimmen im Televoting „stehen uns zu“, so der damalige Wortlaut.
Ungarn und Türkei können so lange wegleiben, wie Orban und Erdogan an der Macht sind. Ich würde mich freuen wenn Monaco wieder mit dabei wäre, weil die eine Tradition beim ESC haben.
Wieso muss sich da die EBU „kümmern“? Das ist nicht deren Aufgabe. Die Fernsehstationen müssen da schon selbst in die Gänge kommen. Und das ist bei allen genannten eben sehr unwahrscheinlich. Da gibt’s nicht viel zu kümmern…
I 🤗m freaking out
Sehe ich grundsätzlich kritisch.
Der ESC droht seine Wurzeln zu verlieren, je mehr außereuropäische
Länder teilnehmen.
Wobei es da auch auf die Zahl ankommt.
Ein oder zwei Ländern wären ok. Bei über fünf Ländern sehe es schon anders aus.
Aber anderseits freut es mich in der derzeitigen Situation auch.
Mit Blick Richtung Dublin, Ljubljana, Reykjavik, Madrid, und Hilversum.
Bisher sind nur Australien dabei die nicht offiziell in der EBU sind, kanada wäre nur Nummer 2. alle anderen sind Teil der EBU und haben die Möglichkeit teilzunehmen.
Und der Fokus ist ja Länder zusammenzubringen und nicht nur speziell Europäische.
Zwei Länder wären auch kein Problem.
Aber der ESC dürfte seine Stammzuschauer in Europa haben,
Daher sollte man sich hauptsächlich auf Europa konzentrieren.
Ehm, Georgien, Armenien, Aserbaidschan und Israel liegen eindeutig nicht in Europa – Mitglied sein ja, aber wenn man danach geht, welche Teilnehmerländee tatsächlich in Europa sind, dann haben wir mittlerweile eine Handvoll
Find ich aber nicht problematisch, nur wenn es noch mehr werden könnte man sich evtl um den Namen Gedanken machen, irgendwann macht „Euro“ meiner Meinung nach dann keinen Sinn mehr
Der Unterschied ist aber das Länder wie Georgien, Armenien und Israel ungefähr in der selben Zeitzone sind wie Europa. Bei Kanada und Australien ist das ja komplett anders. Deshalb frage ich mich, was passiert wenn Australien oder Kanada mal den ESC gewinnen sollten?
Aserbaidschan ist uns drei Stunden voraus, dort beginnt der ESC um Mitternacht Ortszeit. Da empfinde ich einen Beginn um 15 Uhr Ortzeit an der kanadischen Ostküste deutlich unproblematischer.
Es ist eindeutig geregelt dass assoziierte Mitglieder (wie Australien) nicht austragen dürfen und im Falle eines Sieges bspw der Zweitplatzierte einspringt – wie das ja auch momentan geregelt ist wenn ein Land gewinnt, das aus finanziellen Gründen oder aufgrund von Krieg im LNd nicht austragen kann
Die Eurovision bleibt doch als Netzwerk bestehen und richtet den Wettbewerb auch weiterhin aus.
Und man hat nur eine Hand voll Länder beim ESC, die sich tatsächlich in Europa befinden? Das macht aber so gar keinen Sinn…
Hab mich verschrieben meinte eine Handvoll Länder die nicht in Europa liegen
Na ja eigentlich hieß der Contest auch Das Große Preis des Singen / Grand Prix
Das Eurovision kam erst später.
Grand Prix de la Chanson de l’Eurovision – Euro war also schon ziemlich früh mit drin
Außerdem ist die zuständige Organisation die EUROPEAN Broadcasting Union
Ich habe das immer so verstanden, deswegen heißt es ja EUROVISION Song Contest und nicht European Song Contest. Wer Mitglied bei der EBU ist, kann also beim ESC mitmachen. Auch wenn das Land nicht in Europa liegt. Grundvorraussetzung ist, das Länder Mitglied der EBU sind. Kanada hat eine reichhaltige Musikszene und wäre bestimmt eine Bereicherung für den Wettbewerb.
Ja, es ist der EuroVISION Songcontest, der aber von der EuroPEAN Broadcasting Union organisiert wird.
Auch wenn der Name eine Einteilung nach geographischen Gesichtspunkten nahelegt, kam die Gründung aufgrund politischer Einflüsse zustande. Die Gründung – unter großem Einfluss der britischen BBC – sollte ein Gegengewicht zur 1946 gegründeten (sowjetisch geprägten) OIR darstellen.
Zu den ersten Mitgliedern gehörten u.a. auch Ägypten, der Libanon und Marokko.
Ein sehr interessanten Artikel zur Entstehen von EBU und ESC gibt es hier bei DWDL:
https://www.dwdl.de/telegeschichten/102420/goldene_gondeln_und_narzissen__der_lange_weg_zum_ersten_esc/
Ja, aber nein. Denn die Eurovision ist ja das Rundfunk-Netz, in dem der Wettbewerb ausgestrahlt wird. Daran ändert sich nichts. Der Wettbewerb ist nicht nach Europa benannt, sondern eben nach diesem Netzwerk.
🤔 Irgendwie schade, daß es in dieser Welt offenbar nicht mehr möglich ist, irgendetwas tatsächlich als Überraschung zu präsentieren … 🎁🤫
Fänd‘ ich gut.👍
Hast du bei den Balladen schon abgestimmt??
Ja, habe meine Top 5 schon gepostet.🙂
Meh, das brauche ich nun wirklich nicht.
Vielleicht dann das hier? 🤔🤔🤔
http://www.youtube.com/watch?v=rPkgRUHfFuQ
Holla, die NATO gibt sich ja sehr viel Mühe, der Intervision etwas entgegen zu setzen.
Jaja: Die NATO *Köpfchen tätschel*
Bin gespannt wann die ebu mit kasachstan rauskommt. Hat herr tokajew eine tochter, die ansatzweise singen kann?
wenn überhaupt wird Kasachstan dann Dimash Kudaibergen senden.
Über Kasachstan wird anscheinend bei der Sitzung Anfang Dezember entschieden.
Wird über dortige Menschenrechtsverletzungen dann auch in offenen Briefen debattiert und die Niederlande, Slowenien und Island boykottieren, wenn Kasachstan dann teilnehmen darf? Nein? Ach so… Komisch eigentlich…
Fände ich super. Hauptsache die USA bleiben weg.
Eine Teilnahme von Kanada ist für mich okay (solange es kein „Türöffner“ für den Nachbarn – die USA wird). Vielleicht sollte man aber eher Kasachstan die Zusage für den ESC erteilen.
Schon vor 5 Monaten war das ein ernstes Thema beim CBC:
Fänd ich super! Je mehr Länder, desto besser.
40 Länder sind mehr als genug. Ich bin kein Fan von Gigantismus.
Vielleicht ist es nur ein Testballon, aber ich bekomme pure Vorfreude!
Herzlich Wilkommen Kanada! Alles, was den Contest unabhängiger von irgendwelchen Absagen der Querulantenländer macht, ist doch eine positive Botschaft. Wie schön wäre es, wenn man einfach sagen könnte: „Dann bleibt doch zuhause, wir sind auch so genug.“
Was soll das?
Wie Route Points schreibt gibt es hier nicht einmal eine Tradition und verrückte Fans, die bei Australien als Begründung herhalten mussten.
Ich wusste gar nicht das Kanada überhaupt EBU-Mitglied ist. Grundsätzlich habe ich nix dagegen, aber ich frage mich immer, was passiert denn wenn Australien oder Kanada mal den ESC gewinnen. Würde dann der ESC zum erstenmal außerhalb Europas stattfinden? Wird dann aus dem ESC der WSC?
Soweit ich weiß, bleibt der ESC dann in Europa. Australien (ja dann auch Kanada) hat dann aber Mitspracherecht bei der Wahl des austragenden Landes.
Warum nicht?
Holen wir Sum 41 aus ihrer frischen Rente zurück und gleich auf die ESC-Bühne. 😀 😛 Oder fragt mal bei Chad Kroeger nach. Vielleicht bringt er Ex-Frau Avril mit. Lol
Ich halte davon nichts. Die australische Teilnahme begründet sich eben in der langen ESC-Tradition von SBS. Damit kann Kanada nun überhaupt nicht dienen. Ich würde auch sehr stark bezweifeln, dass es da ein großes Zuschauerinteresse gibt.
Australien wurde auf Betreiben des ORF 2015 zum ESC eingeladen. Und ich finde es schön, dass „Down Under“ seitdem fix dabei ist. Laut ORF-Flurfunk könnte es auch dieses Mal in Wien zu einer Premiere kommen. Wir dürfen gespannt also sein…
Ich bin auch sehr für die australische Teilnahme. Aber wie gesagt, das waren einzigartige Umstände, die für kein anderes außereuropäisches Land gelten. Es ist halt ein europäischer Wettbewerb und sollte das mMn auch bleiben.
Ich kann deine Meinung gut nachvollziehen.
P.S. Es sollte oben selbstverständlich „Wir dürfen also gespannt sein…“ heißen.
Alexandra Redde-Amiel, Frankreichs Delegationsleiterin, geht nächstes Jahr von 41 Teilnehmerländer beim ESC in Wien aus:
https://escxtra.com/2025/11/05/41-countries-in-2026-french-hod-seems-to-believe-so/
Sie erwähnte das in einem Interview mit Johanna Cohen, Schauspielerin und die Betreiberin eines Podcast.
Das würde mich freuen und könnte bedeuten, dass einige TV-Stationen von ihrem Boykott abrücken.
Sie weiß anscheinend mehr als wir. Sie würde so was nicht sagen, wenn es nicht so kommen könnte.
Das deckt sich auch mit meinen Infos aus dem ORF. Es könnten auch 42 werden. Boykott wird es wahrscheinlich gar keinen geben.
Niederlande und Spanien traue ich trotzdem den Boykott zu und Island ebenfalls. Da scheint nämlich das mit der Diplomatie der EBU leider nicht zu funktionieren.
Das hat sie auch schon zum ESC 2024 gesagt, so am Rande erwähnt.
Das war doch eher beiläufig dahingesagt. Da würde ich jetzt nicht so viel reininterpretieren.
Die Franzosen lieben es einfach, „Kwaronteön“ auszusprechen
Man könnte wegen des möglichen Boykotts von Spanien als Ibero-Ersatz bei den assoziierten Mitgliedern Kuba und Chile anfragen.
Brasilien ist ebenfalls assoziiert und eine Option.
Das vielseitige Spektrum an Teilnehmern wie bei der Intervision ist durchaus inspirierend und musikalisch gesehen horizonterweiternd.
Kuba? Dazu dann noch Russland, Türkei und Ungarn? Hilfeeeeee
.
Vielleicht auch noch Nordkorea. Die Superstars Moranbong Band, bekannt durch solche Knüller wie „Wir können ohne seine Fürsorge nicht leben“, „Die flatternde rote Fahne“, „Lasst uns unseren Obersten Befehlshaber mit Waffen unterstützen“ und natürlich den Megahit „Unser geliebter Führer“.
Da wird der Horizont erweitert, dass es nur so knallt.
Und PS: Ja, all diese Titel und die Band gibt es wirklich.
Was ist denn daran inspirierend, sich für den ruSSischen Faschismus zu bücken?!
Verstehe auch nicht, wieso man dafür eine Propaganda-Veranstaltung braucht, wenn doch Streamingdienste einem den Horizont so weit erweitern können, dass man gar nicht alles hören kann, was man da entdeckt…
Sorry, ich halte das eher für eine Schnapsidee….
So abwegig ist das nicht, denn Kanada ist assoziiertes Mitglied der EBU.
Das ist super und wäre noch das i-Tüpfelchen im Hinblick auf die ganzen Comeback-Länder diese Saison -vor allem nach diesen ganzen Absage-Androhungen in den letzten Monaten- und das wichtigste: Es ist kein Gerücht, da sich eben bereits nahmhafte Personen dazu geäußert haben. Man kann also wirklich darauf hoffen, auch wenn wahrscheinlich nicht alle ESC-Fans dem positiv gegenüber stehen, dass dann wieder ein Sender teilnehmen wird, welcher nicht EBU-Vollmitglied ist.
Schade dass ihr statt X nicht die anderen Socials von ESC Discord als Quelle verlinkt. Bluesky zum Beispiel.
Ich fänd’s absolut mega.
Oh wie schön ist Kanada ! Oder war es Panama? Ach egal, ich drücke Euch alle an meine Brust.
Sitze hier grad bei allerbester Laune am Strand von Westerland bei allerstrahlendstem Sonnenschein und mümmele an einem sündhaft teuren, aber sauleckerem Fischbrötchen 😉
Ooohhh ich hab solche Sehnsucht 😝
Die Insel ist wirklich megaschön, leider etwas weg von Köln, wochenends muss es bei Scheveningen bleiben.
Och, warum nicht? Kanada hat ja ein eher sympathisches Image und es gibt auch, wie im Artikel herausgearbeitet, eine gewisse kulturelle Verbundenheit vor allem im französischen Sprachraum. Durch den erwartungsgemäß gescheiterten American Song Contest sehe ich auch keine Gefahr, dass damit ein Einfallstor für eine Teilnahme der USA aufgemacht würde. Man kann ja denselben Weg gehen wie mit Australien: erstmal als Gast, wenn sich das richtig anfühlt, auch gerne als Teilnehmer.
Allerdings finde ich auch die Argumentation plausibel, dass die EBU sich vielleicht erst mal um das Zurückholen abtrünniger europäischer Länder wie Bosnien kümmern sollte, bevor man sich der ganzen Welt öffnet. Vielleicht kann man ja beides gleichzeitig betreiben.
Es sollte dann aber auch nur bei Australien und Kanada bleiben. Ansonsten wär es ja kein EUROvision Song Contest mehr.
Ist es ja so auch schon nicht !😉
Was heißt denn Undicht? Die Kanadier habe es doch selbst ausgeplaudert. Oder nicht?
Würde ich sehr begrüßen. Australien, Neuseeland, Kanada (die USA unter Newsom 😁) sind mir allemal lieber als mancher autokratischer „Schurkenstaat“ sorry…
Kanada ist ein „assoziiertes“ Mitglied der EBU? Wusste ich noch gar nicht. Und wenn ich mir die genaue Bedeutung von Assoziation anschaue, heißt es nur eine gedankliche Verknüpfung. Und das bedeutet für diese Verbindung: gar nichts.
Ich finde es schön, wenn Länder außerhalb der Mitgliedstaaten der EBU am ESC interessiert sind. Aber dabei sollte es auch bleiben. Es ist eine europäische Idee zur Völkerverständigung nach dem verheerenden zweiten Weltkrieg, in dem sich die Länder zerstritten hatten und wieder zu einer Gemeinschaft finden sollten, gerade weil die Länder Europas so eng beieinander liegen und so viele verschiedene Kulturen vorhanden sind.
Mir hat schon die Teilnahme Australiens nicht gefallen und für mich ist deren Teilnahme auch keine wirkliche musikalische Bereicherung für den Wettbewerb.
Ich finde es auch in der Tat viel wichtiger, dass die EBU-Mitgliedsländer, die ausgestiegen sind, wieder mit ins Boot geholt werden.
Und auch als Pausenact finde ich die Teilnahme ungelungen. Was habe ich mit Kanada und Australien zu tun? Und die Versuche, z.B. amerikanische Stars als Interval-Act auftreten zu lassen, hatte nichts Begeisterndes. Jau, Justin Timberlake und Madonna waren da, haben aber beide dem eigentlichen Wettbewerb die Show gestohlen und waren letzten Endes enttäuschend.
Und je mehr Länder, desto länger die Show. Ich halte die Anzahl der Beiträge im Finale plus den Interval-Acts inzwischen für viel zu viel… es geht gerade noch so, aber die Veranstaltung könnte von mir aus kürzer sein. Aber das ist sicherlich Ansichtssache.
Sehe ich genauso so.
Vorallen dein Punkt zu Australien unterschreibe ich.
Mir haben bisher eigentlich nur 2016 und 2019 wirklich gut gefallen. 2022 und 2025 waren okay für mich.
Madonna habe ich schon wieder vergessen bzw. verdrängt.
Den Timberlake 2016 mochte ich als Interval Act eigentlich sehr sogar.
Justin Timberlake war top!
Madonna..🫣.ich weiß bis heute nicht wie ich die Wartezeit bis zu ihrem Auftritt überlebt habe, und danach kam ja erst noch das Voting.
Es gab noch mehr Kanadierinnen beim ESC: Lara Fabian (Luxemburg 1988), Annie Cotton (Schweiz 1993) und Rykka (Schweiz 2016).
Muss nicht sein. Australien ging für mich noch in Ordnung. Die Leute sind da wirklich ziemlich interessiert dran. Bei Neuseeland weiß ich es nicht. Alles, was darüber hinaus geht, finde ich ehrlich gesagt unnötig. Was wurde überhaupt aus der Neuauflage des OTI-Festivals?
Ich würde es klasse finden,wenn Kanada zum ersten Mal mit eigenen Act im Wettbewerb dabei sein dürfte,gern dann auch mit einer ,,Wild Card“ für das Finale.Ausserdem sollte die Türkei endlich wieder mitmachen,gern auch Monaco….