ESC-Barometer 2019 (2): Das slowenische Duo polarisiert sich in die Top 3

Immerhin fünf neue Beiträge sind seit dem ersten ESC-Barometer dieser Saison in der letzten Woche veröffentlicht wurden, doch so richtig überzeugt haben sie die ESC-kompakt-Leser nicht. Vier der fünf Acts bleiben beim ESC-kompakt-Index EKI gar im letzten Drittel. Ein Song jedoch reüssiert – und zwar der aus Slowenien. Dank vergleichsweise starker Polarisierung schieben sich Zala Kralj und Gašper Šantl (Aufmacherfoto) beim EKI sogar auf Rang 2.

Zur Erinnerung: Nach jeder Entscheidung oder Bekanntgabe eines nationalen Acts fragen wir die ESC-kompakt-Leser, wie ihnen der Beitrag gefällt. Sie haben dann drei Tage Zeit, ihre spontane Bewertung abzugeben. Danach wird die Umfrage geschlossen.

Die Ergebnisse der Umfrage sind im klassischen ESC-Barometer nach dem Durchschnittswert über alle fünf Kategorien hinweg sortiert. Während hier Mahmood aus Italien und Michael Rice aus Großbritannien die Spitze behaupten, schiebt sich Victor Crone aus Estland auf Platz 3 und das Duo aus Slowenien auf Rang 5. Roko aus Kroatien schafft es mit einer überragenden Anzahl von „ist ganz furchtbar“-Wertungen noch den Vorwochen-Letzten Montenegro zu unterbieten. Insgesamt zeigt diese Auswertung nach dem Durchschnittswert, dass vor allem gefälliger Durchschnittspop hier punktet. Die Plätze 2 bis 4 sind dafür phänotypisch.

Etwas aussagekräftiger dürfte die Betrachtung nach dem Anteil der Spitzenbewertung „ist ganz ausgezeichnet“ sein. Hier schaffen es die beiden Slowenen immerhin auf Rang 3. Die anderen Neuzugänge liegen geballt auf den Plätzen 9 bis 13.

Beim Polarimeter, also der gemeinsamen Betrachtung der beiden Extrembewertungen, trennt sich die Spreu vom Weizen. Der Kroate Roko rollt hier das Feld im wahrsten Sinne des Wortes von hinten auf. Schließlich hat niemand einen höheren Anteil der schlechtesten Bewertung. Der schwedischstämmige Vertreter Estlands ereilt hingegen dasselbe Schicksal wie Lake Malawi aus Tschechien: mit Nettsein kommt man hier nicht weit.

Damit zum aktuellen EKI, dem ESC-kompakt-Index EKI. Hier werden die verschiedenen Aspekte zusammen betrachtet. Je näher der Wert eines Beitrags an der 1 liegt (Höchstwert) desto besser. Der niedrigste Wert entspricht jeweils der Anzahl der feststehenden Beiträge. Hier schaffen die Slowenen also den höchsten Neueinstieg – hinter Italien und vor Australien. Die anderen vier Neulinge folgen ab Platz 9, wobei Estland noch am besten davonkommt. Schwieriger wird es demnach für Lettland, Rumänien – und Montenegro ja sowieso.

Der EKI (ESC-kompakt-Index) ist die durchschnittliche Platzierung eines Beitrags nach fünf Kriterien, die jeweils für sich gerankt werden: Einzelbetrachtung „ist ganz ausgezeichnet“, Top2-Betrachtung „ist ganz ausgezeichnet“ und „gefällt mir gut“ zusammen, Durchschnittsbewertung, Polarimeter-Index und umgedrehter Couldn’t-Care-Less-Index (Rangreihung von der niedrigsten „so la la“-Wertung (Platz 1) bis zur höchsten (letzter Platz).



30 Kommentare

  1. Freut mich, dass Slowenien doch so gut wegkommt hier. Mittlerweile würde ich auch mit ausgezeichnet abstimmen, das Lied hat mich in seinen Bann gezogen und jetzt läuft es bei mir rauf und runter und hat in meiner Rangliste sogar Soldi überholt.

  2. Sage ich doch: der slowenische Beitrag hat was besonderes.
    Aber schwer zu sagen, ob Slowenien damit den Finaleinzug schafft. Hat ja immer recht wenig Unterstützung von benachbarten Ländern.

    • Sehe ich auch so, bei anderen Songs wird gesagt „Der dümpelt so vor sich hin“ und ein Song der es wirklich macht wird dann hochlobgepriesen.

  3. Würde mich nicht wundern, wenn Slowenien auf meiner Liste auch noch den ersten Platz innehätte, wenn alle Beiträge bekannt sind. Momentan kommt die einzig bekannte Konkurrenz aus Portugal, und zwar gleich in Form von 2 Liedern. 🙂
    Allerdings gibt es auch in Serbien starke Angebote, aber die muss ich erst einmal live sehen und hören. Und in Norwegen hoffe ich auf Mørland, der ein fantastisches Lied am Start hat, das dem slowenischen Duo eventuell auch noch gefährlich werden könnte.

  4. Ich wüsste auch nicht, warum es dieser Song ins Finale schaffen sollte. Der letztjährige Beitrag ist ja doch aufgefallen, das trifft dieses Jahr nicht zu.

  5. Ich halte den diesjährigen slowenischen Beitrag für etwas, was nur in der ESC-Bubble vermutlich anklang findet. Hvala ne letztes Jahr kam letztes Jahr gut an, weil es ein unter casual viewern durchaus beliebtes Musikgenre repräsentierte.

    Ich hoffe ja das jetzt bald mal ein bisschen Konkurrenz für Soldi auftaucht. Meine Hoffnungen liegen bei Schland, Aserbaidschan, Armenien, Ukraine, Norwegen und Zypern.
    Vielleicht noch Schweden, wenn sich im 4. Halbfinale nicht noch ein Knüller versteckt, aber die Schweden sehe ich ansonsten auf der rechten Tabellenhälfte…außer die Jury schummelt sie wieder an die Front.

  6. Nun gibt es also doch jetzt schon ein Lied, dass in meiner diesjährigen Rangliste mit Soldi mithalten kann, Slowenien und Italien sind bei mir gleich auf – dabei war ich felsenfest davon überzeugt, dass an Soldi nichts mehr herankommen kann, nicht einmal in die Nähe. Mittlerweile schleicht sich aber das Gefühl ein, dass 2019 ein fantastischer Jahrgang wird (zwar sehr viele schlechte Lieder, dafür aber auch eine handvoll wirklich wunderbarer). Wenn es Pugna in Portugal wird, müssen Slowenien und Italien wohl den Thron freimachen. Allerdings glaub ich ja fast, dass Griechenland dieses Jahr mein Favorit wird… (und das zum alleresten Mal!)
    Was das Gewinnen betrifft, tippe ich nach wie vor auf Italien. Slowenien wird aber zumindest ein Jury-Liebling.

  7. 1. Australien 9.5/10
    2. Frankreich 8.5/10
    3. Tschechien 8/10
    4. Rumänien 7.5/10 (neu)
    5. Großbritannien 7/10
    6. Estland 6.5/10 (neu)
    7. Spanien 6.5/10
    8. Italien 6/10
    9. Albanien 5.5/10
    10. Kroatien 5/10 (neu)
    11. Lettland 5/10 (neu)
    12. Slowenien 5/10 (neu)
    13. Montenegro 5/10

  8. Ich kann die Popularität von SLO überhaupt nicht nachvollziehen; es fängt gut an aber dann passiert gar nichts. Und warum steht er auf der Bühne. Gehört für mich in die schon-wieder-vergessen Kategorie wie alle Beiträge (mit Ausnahme von Horror CRO) dieses WE, UK und MON; da bleibt einfach gar nichts bei mir hängen. Da warten wir doch gespannt auf die Beiträge aus AT, AZE, B, GRE und NL, ob da noch was kommt, das in den Zweikampf Italien-Russkis eingreifen kann. Und es wird sich ja sicher wie in den meisten Jahren ein nordisch-baltischer Favorit herauskristallisieren – NOR?

  9. 300-500€ für ein finalticket? Wahsinn bei diesem schwachen musikalischem angebot.
    Da sing ich nächstes jahr lieber für san marino und polarisier ein bisschen

  10. Slowenien, Italien, Albanien und Lettland finde ich bis jetzt Finalwürdig.
    Mit Abzügen Tschechien, Rumänien, Spanien, UK und Frankreich.
    Die anderen 3 unterirdisch!

  11. Ich finde Slowenien super! Meine Top 3:

    1.Italien
    2.Slowenien
    3.Albanien

    Ich finde es etwas skurril mit der ganzen Polarisierungstabelle und dass diese Werte in die Gesamttabelle am Ende mit einfließen. Kroatien hat halt 37% „furchtbar“ bekommen und nur 5% „ausgezeichnet“. Finde ich seltsam, dass sich das positiv auswirkt.

  12. Ich finde Slowenien interessant:

    1. Australien 8/8
    2. Italien 7/8
    3. Slowenien 6/8
    4. Spanien 5,5/8
    5. Tschechien 5/8
    6. Albanien 5/8
    7. Franz 4/8
    8. Rumänien 4/8 (mit Sesselfurzer-Bonus)
    9. Estland 3/8 (gewöhnlich)
    10. Kroatien 3/8 (Musik und Knäblein erträglich, Houdek-Staging -Schmier gruselig)
    11. FGMC (Former Good Music Country) Montenegro 1/8 (von Hass zu sehr schlecht, man kann ja rein hormonell nicht alles hassen)
    12. UK 0/8 (Dämliches KInd)
    13. Lettland (Dämliches Kinderlied mit unerträglich bornierter „Kinstlerinnen“-Tuss, würg) 0/8

      • Ich muss leider sparen, weil meine einzige Kuh verendet ist…..

        Kann nur acht Stufen differenzieren…

    • Perspektivisches Ranking:
      (1. Hatari für Island) 8/8
      (2. Conan der Barbar für Portugal) 8/8
      3. (Mörland für Norwegen) 8/8

      1. Australien 8/8
      2. Italien 7/8
      (6. Joci, Middletonz, Fatal Error oder Gergo Szekér für Ungarn) 7/8

      3. Slowenien 6/8
      (8. Jurijus füt Litauen) 6/8
      (9, Fjällgren für Schweden) 6/8

      4. Spanien 5,5/8
      5. Tschechien 5/8
      6. Albanien 5/8
      7. Franz 4/8
      8. Rumänien 4/8 (mit Sesselfurzer-Bonus)
      9. Estland 3/8 (gewöhnlich)
      10. Kroatien 3/8 (Musik und Knäblein erträglich, Houdek-Staging -Schmier gruselig)
      11. FGMC (Former Good Music Country) Montenegro 1/8 (von Hass zu sehr schlecht, man kann ja rein hormonell nicht alles hassen)
      12. UK 0/8 (Dämliches KInd)
      (19. Monika Marija für Litauen KeiNo für Norwegen) 0/8

      13. Lettland (Dämliches Kinderlied mit unerträglich bornierter „Kinstlerinnen“-Tuss, würg) 0/8

  13. Ich hab auch eine Meinung.
    Es gibt bisher grad mal drei Beiträge, die es lohnen, in die engere Auswahl für einen Spitzenrang im Finale zu kommen. Das sind Italien, Tschechien und Rumänien. Frankreich ist grenzwertig und der gesamte Rest verdient es nicht, „Lied“ genannt zu werden. Ein ganz furchbares Sammelsurium von Nicht-Melodien und völlig überforderten bzw. eigentlich unfähigen „Künstlern“, das sich da tummelt. Bislang der schlimmste Jahrgang der letzen 20 Jahre.

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