Das estnische Vorentscheid-Finale Eesti Laul 2024 ist vorbei. Mehrere Pausen-Acts und Interviews im Green Room zogen die Show etwas in die Länge, aber am Ende wurde mit 5MIINUST x Puuluup der siegreiche Act der Auswahlshow gefunden. Die sechs Herren werden somit gemeinsam Estland in Malmö im kommenden Mai vertreten. Sie haben sich heute Abend gegen neun weitere Acts durchgesetzt.
Moderiert wurde die Show wieder vom eingespielten Duo Grete Kuld und Tõnis Niinemets live aus der Tondiraba Eishalle in Tallinn. Nachdem alle zehn Final-Acts performt haben, waren eine internationale Jury und die TV-Zuschauenden gefragt und haben mit ihren Votings die drei Acts für das Superfinale bestimmt. Die Jury sah OLLIE vorn, Sängerin Nele-Liis folgte auf Platz 2 und die späteren Gewinner von 5MIINUST x Puuluup landeten bei der Jury auf dem dritten Platz. Besonders interessant dabei: einige Juror:innen haben dem Act nur einen einzigen Punkt gegeben, andere hingegen die vollen 12.
Anschließend wurde das Voting in den ESC-Style (12, 10, 8, 7 usw.) umgewandelt und mit dem, im selben Stil umgewandelten, Voting der TV-Zuschauer kombiniert. Dadurch konnten sich drei Superfinal-Acts durchsetzen. Das waren dann weiterhin die drei, die die Jury alleine auch schon favorisierte: OLLIE, Nele-Liis und 5MIINUST x Puuluup. Im Superfinale hat das Fernsehpublikum dann alleine entschieden, wer Eesti Laul 2024 gewinnt und nach Malmö darf. Nele-Liis wurde Dritte, OLLIE Zweiter und 5MIINUST x Puuluup haben gewonnen.
Die sechsköpfige Gewinner-Formation besteht aus dem Duo Puuluup (zu Deutsch: Holzlupe) und den vier Mitgliedern der Band 5MIINUST. Diese hatten auch schon zuvor eine große Fancommunity in Estland. Bereits nach Veröffentlichung der Vorentscheid-Songs ging das Lied der Gruppe durch die Decke und stürmte die estnischen Spotify-Charts. Zudem wurde das Musikvideo bereits über 800.000 Mal auf YouTube geklickt, was für estnische Verhältnisse sehr viel ist.
Dass Estland tatsächlich einen so schrillen Act zum ESC schickt, kommt nicht all zu oft vor. Der Song “(nendest) narkootikumidest ei tea me (küll) midagi” hat allerdings einen so großen Hype ausgelöst, dass der Sieg bereits vor dem Finale von Eesti Laul 2024 für viele klar war. Auch international kommt die Nummer gut an und wird sicher auch beim ESC herausstechen.
Im Song werden HipHop-, Folklore- und Pop/Dance-Elemente verknüpft. Übersetzt bedeutet der Titel so viel wie „Wir wissen (noch) nichts über (diese) Drogen“. Es wird spannend zu hören/sehen, wie schwer sich die Kommentator:innen aus Europa beim ESC tun werden, den sperrigen Titel auszusprechen. Das Erkennungsmerkmal des Songs ist neben dem ungewöhnlichen Gesangsstil der einzelnen Mitglieder auch die sogenannte talharpa. Dabei handelt es sich um ein traditionelles Instrument, das seit Jahrhunderten im estnisch- und schwedischsprachigen Raum gespielt wird. Zusätzlich bietet die sechsköpfige Band eine sehr unterhaltsame Choreografie auf der Bühne, die sicher auch beim ESC 2024 mitreißen wird.
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Die Talharpa ist einfach cool und grooved super. Aber es ist einfach fürchterlich, für meine Ohren unerträglich, gesungen. Krumm und schief
Ich weiß gar nicht warum so viele das als „Spaßbeitrag“ bezeichnen
Der Song ist auch als reines Audio Top
Das Staging können sie ruhig wieder etwas runterfahren, der Song funktioniert auch in der Studiofassung sehr gut:
Weil er Spaß macht und die Performance unterhaltsam ist?
Klar unterhält der Song und macht auch Spaß
Ein Spaßbeitrag ist es für mich trotzdem nicht, das ist z.B. Finnland wo der Sänger ohne Hose aus einem sich öffnenden Ei steigt
Oder die Kroaten Let3 mit Ihrer Putin Parodie letztes Jahr
Der Tanzbattle zwischen 5Miinust und Puuluup im Auftritt reicht da für mich noch nicht
Also ich finde nach nun fünfmaligem Hören noch immer keinen Zugang zu dem Song.
Es ist einfach zu chaotisch, die ständigen „Hey“ Rufe stören zusätzlich.
Komisch, dabei bin ich sonst gerne für Außergewöhnliches zu haben.
Konstrakta, Let 3, nun der Windows95man – alles absolut ausgezeichnet.
Auch mit Bambie Thug kann ich mich anfreunden.
Aber alle genannten hatten ein gut geplantes Konzept, mit dem sie ihre Geschichte erzählen.Das fehlt mir bei 5 MIINUST x Puuluup, das Herumgehample ist mir zu plump.
Aber wenigstens haben sie eine goldene Regel aus „Love Love Peace Peace“ berücksichtigt und einen alten Mann mit einem traditionellen Instrument dabei.
Der Respekt von Petra Mede wird ihnen sicher sein.
Meiner bisher nicht- daher ein ganz furchtbar
Hey !!
Ich finde den Song ganz ausgezeichnet. Bin gespannt wie die Kommentatoren und Moderatoren Titel vorlesen. Laut dem deutschen Wikipedia Artikel vom Eurovision Song Contest 2024 stellt der Titel mit 40 Buchstaben für den längsten ESC Titel einen neuen Rekord auf und hat den Titel Man gewöhnt sich zu schnell an das schöne aus Deutschland mit 34 Buchstaben abgelöst. Steht bei Trivia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2024
Was für ein grauenvoller Mist.
1/10
Eurovision Krach Contest
Auch wenn der Fun-Act besser als der von Finnland ist, gehört das leider nicht zu meinen Lieblingsbeiträgen bisher. Werde es mir erst wieder im Mai anschauen und Anhören.
Katastrophale Katzengesänge von diesem estnischen Männer Ballett. Grauenhaft, das tut einem derart in den Ohren weh, das man sich wünscht, taub zu sein. Nee, erst die Finnen, jetzt diese Freaks, nicht zu vergessen die irische Horrorgestallt. Mein Gott, der ESC ist zur Freakshow verkommen. Da freut man sich ja, das man als deutscher Act, einen normalen Menschen mit gutem Gesang hat.
Tja, wären Dir ein paar Jammerballaden lieber.
Also gegen diese Katzengesänge(sorry, Katzen) ist jede Ballade eine Wohltat für die Ohren.
Das wird nicht jedem gefallen, muss es aber auch nicht. Das ist so ausgefallen und verrückt, dass es seine Fans finden wird (mich eingeschlossen). Und das wichtigste, das wir hier in Deutschland gar nicht kennen: Es sticht aus der Masse heraus.
Das ist genau der Punkt, die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Aber wenige nehmen den Song achselzuckend oder überhaupt nicht wahr. Wichtig ist halt, dass er wahrgenommen wird. Das kann Anrufe generieren. Bei den Juris hat er hingegen eher weniger Chancen, denke ich. Wenn der Song erst einmal die Hürde Finaleinzug geschafft hat, kann echt alles passieren, zumal man auch unglaublich viel draus machen kann.
Genau so ist es! Und das ist eben das, was der NDR nicht versteht, wenn es um Songauswahl und Inszenierung geht.
Aus diesem Grund war auch Galant mein Favorit im VE, weil der Auftritt (zumindest mich) gefesselt hat, obwohl das Lied jetzt nicht unbedingt mein Favorit war.
Ich mag daaaaas und der Körper macht mit.
Der Text ist schwere Kost und anscheinend alles andere als ein Spaßsong… Ich lese gerade auf Youtube eine Übersetzung
Der Titel heißt auf Deutsch „Über diese Drogen wissen wir noch nichts“.
Ja, es gibt dazu auch „Tiefgang“. Angeblich geht es um zwei rivalisierende Gruppen.
Leider wirkt die Show recht klamaukig und laut, zu oft kann ich mir das nicht anhören.
Auch am Tag danach gefällt mir Kreisiraadio Teil 2 nicht. Einfach deshalb weil für mich diese Nummer nicht eingängig ist. Gegen Spassnummern habe ich nichts, schließlich ist momentan Windows95man meine Nummer 1.
Irrer Folkloren-Pop-Rock. Gefällt mir sehr für den ESC und ist eine tolle Abwechslung zu den Balladen der letzten Jahren, die aus Estland kamen.
nach dem fast schon hörmarathon der 9 deutschen auftritte war mutti noch in form für luktelk und eben diese nummer und ja mutti fand das richtig toll,hat sogar dazu geschunkelt – flott mit richtig action (originalton) – sowas hat sie bei den deutschen acts nämlich vermisst außer bei der katze – nachdem ich 2022 und 2023 (auch nicht käärija) keinen treffer landen konnte,dieses jahr gleich deren zwei. 🥳
das estland bei ihr gut ankommt,habe ich mir ja schon gedacht aber das auch die katze so gut weg kam,erstaunt mich immer noch sehr.
kann es eigentlich sein,daß die nörgler eher kommentare raushauen als die stillen geniesser? 🤡
was hier wieder abgeht…kommt mal runter von eurem anspruchsbaum,hier geht es um lebensfreude und flott tanzi machen und zwar von jung und alt aber auch nicht mehr.
international interessiert sich doch niemand wirklich für die texte – war doch bei käärijä auch so und wir wissen,wo das geendet hat.
Oh, gott, ich stelle mir gerade vor, das Deutschland so was schicken würde. Dann wäre hier aber was los.
Also eins ist schon mal klar, Estland wird mit diesem Titel in Malmö auffallen. Ich finde es an sich schon irgendwie interessant und ich mag die Melodie und den Rhythmus auch ganz gerne, den „Gesang“ allerdings finde ich doch eher anstrengend und nervig.
Ich habe daher mit „so la la“ abgestimmt, bin mir aber sicher dass wir das Land im Finale sehen werden.
Mag ich so gar nicht. Bleibt bei mir überhaupt nicht hängen und das permanente „Hey Hey Hey“ hat Fußball-Station Atmosphäre. Pluspunkt ist, dass es auf estnisch „gesungen“ wird.
Ich fand das Lied eigentlich ganz gut