Eurovision Weekend 2024 in Hamburg: So war der zweite Tag des Fan-Events

Am Samstag wurde das fortgeführt, was einen Tag zuvor schon begonnen wurde. Mehr als 200 Eurovision-Fans feierten in Hamburg beim Eurovision Weekend 2024 die Musik, die Gemeinschaft und natürlich den ESC. Der zweite Tag des Eurovision-Weekend ist vorbei und es kann zurückgeblickt werden auf einen Tag voller Party, Stars, Überraschungen und Momente, in denen das ESC-Fan-Dasein voll und ganz gelebt wurde.

Am Freitag startete das Eurovision-Weekend in die erste Runde. Um die 70 ESC-Fans kamen schon nachmittags in Hamburg zusammen und begannen das Wochenende mit einem Besuch der Elbphilharmonie. Nachdem der Staffelstab durch den OGAE Czech Republic an den EC Germany übergeben wurde, gab es im Nochtspeicher die ersten musikalischen Beiträge. Es folgten ein Pub-Quiz, Luna und Hera Björk als Überraschungs-Interviewgäste und eine Party, die den ersten Abend abgerundet hat. Wir haben bereits ausführlicher über den ersten Tag des Fan-Events berichtet.

Am Samstag ging das Eurovision Weekend dann in die nächste Runde. Mittlerweile waren über 200 Eurovision-Fans am Start und so schipperte um 14 Uhr ein ganzes Boot voller ESC-Fans über die Elbe – natürlich ausgestattet mit den passenden Getränken und einem DJ, der sein Debüt feierte. Der Stimmung auf der Tanzfläche nach zu urteilen, ist DJ Ox’n-ryd das Debüt gelungen. Zwischen gigantischen Containerschiffen, der Elbphilharmonie und dem ansehnlichen Hamburger Hafen wurde zwei Stunden lang gefeiert und gequatscht.

FANvision Contest

Nach einer kurzen Pause zum Durchatmen ging es um 19 Uhr wieder in den Nochtspeicher. Der Konzertsaal diente mit seiner Bühne als Location für das Abendprogramm, bei dem es jetzt Schlag auf Schlag ging. Durch den Abend führten, so wie schon am Freitag, Douze Points und Maxima Love.

Nach einem fulminanten Rückblick auf den ESC-Jahrgang 2024, an dem auch ESC-kompakt-Songchecker Johannes Floehr beteiligt war, stand zunächst der FANvision Contest an. Dabei haben 16 OGAE-Fanclubs um das Recht gekämpft, das nächste Eurovision-Weekend ausrichten zu dürfen. Dafür hatten sie im Vorhinein Kandidatinnen und Kandidaten gewählt, die für sie einen Song performen.

Eine würdige Eröffnung hat der FANvision Contest durch die OGAE Germany mit Mikal Johansen und dem Song „Drama Queen“ von DQ erfahren.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Als zweites performte Felix Häring für Tschechien „No No Never“ und schien damit auf der Bühne heller als ein twinkling Star.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Es folgte Maria Luisa Hernandez für Dänemark. Sie nahm uns auf eine bezaubernde Weise mit in das Jahr 1983 und performte „Främling“

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Luxemburg erfreute das Publikum mit Mara und der Nummer „If Love Was a Crime“ in einer tollen Ausführung.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Elisabeth Sutrich schmetterte für Österreich mal eben „Same Heart“ auf die Bühne.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Mit Laser-Brille überzeugte der Ukraine-Vertreter Vankhud mit seiner Darbietung des Melodifestivalen-Songs „When I’m Gone“.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Joel Loyo brachte Chanels „Slomo“ nach Hamburg. Mit tatkräftiger tänzerischer Unterstützung und LED-Fecher legte er für Slowenien einen beachtlichen Dancebreak hin.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Finnland hatte mit Jakko Timonen einen herausragenden Sänger am Start, der „We Should Be Through“ performte.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Mit „Shake It Up, Shekerim“ mischte AREL den Laden für Israel nochmal auf.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Das Vereinigte Königreich schickte die drei Tenöre „Il Faux Lo“, die den Raum mit ihrer Darbietung von „Grande Amore“ zum beben brachten.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Bis zu dem Auftritt von The Suganas wussten wir noch nicht, dass wir die ganze Zeit eine weibliche Ausgabe von Sunstroke Projekt gebraucht haben. Nachdem The Suganas für die Schweiz „Hey Mamma“ abgeliefert haben, wissen wir es.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Es wurde noch einmal emotional. Mit altbekanntem grünen Kreis auf der LED-Wand performte Claus Michael Fasting „Hold Me Closer“ von Cornelia Jakobs für Norwegen.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Ein (fast) originalgetreues Käärijä-Outfit, verkleidete Tänzer, eine Holzkiste, aus der ein weiterer Sänger hervorkommt und eine geballte Portion Energie,:Polen und DOLCE PINDY fuhren einiges bei ihrem „Cha Cha Cha“-Auftritt auf.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Anschließend sang sich Malta mit Martina Fenech und „Rise Like a Phoenix“ in die Herzen des Publikums.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Den Abschluss machten Call Me Survivor für den EC Germany, die mit „We Will Rave“ noch einmal eben kurz den Saal abrissen.

Die italienische Kandidatin Jessica Lipari wurde leider durch wetterbedingte Probleme davon abgehalten, nach Hamburg zu reisen.

Wie schon berichtet, hat Malta den FANvision Song Contest am Ende gewonnen. Das Ergebnis wurde durch eine Jury, bestehend aus jeweils einem Vertreter der Fanclubs, und durch die anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauer ermittelt. Zuschauer*innen und Jury waren sich darüber einig, dass die Darbietung von Martina Fenech mit „Rise Like a Phoenix“ die beste war.

Dann stand der Auftritt des ersten Top-Acts an. LUNA sang nicht nur ihren eigenen ESC-Song „Tower“, mit dem sie in diesem Jahr in Malmö angetreten war, sondern performte auch eine gefühlvolle Version des diesjährigen ESC-Beitrags aus Frankreich sowie ihre neue Single „Alive“. Die Sängerin zeigte sich begeistert über die Atmosphäre beim Eurovision Weekend und betonte, wie glücklich sie darüber sei, wieder in der ESC-Bubble aufzutreten.

Bild: Instagram @eurovision.weekend

Kaum war LUNA runter von der Bühne, ging der nächste Act schon wieder drauf. Jendrik zückte seine Ukulele und coverte den deutschen ESC-Beitrag von 1964 „Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne“. Diesen packte er in ein neues Gewand mit flottem Beat. Den spanischen ESC-Song von 1962 „Llámame“ legte er gleich nach. Dann folgte etwas, was Jendrik als das „Zero-Points-Medley“ bezeichnete. Unter anderem „Sister“, „Black Smoke“, „Rockstars“, „Boys Do Cry“, „Embers“, „Running On Air“ und „Venedig im Regen“ fügte er zu einem neuen Song zusammen. Eine Hommage an all die Lieder, die zumindest im von einer Votinginstanz kein einziges Pünktchen holen konnten. „I Don’t Feel Hate“ gabs natürlich auch noch auf die Ohren.

Dritter Top-Act des Abends war Hera Björk. Die Fans hatten sich am Tag zuvor schon gefreut, dass sich die Isländerin sowohl bei dem Besuch der Elbphilharmonie als auch beim Pub-Quiz dazu gesellt hatte. Genauso freuten sie sich, als die Sängerin ihren diesjährigen ESC-Song „Scared of Heights“ anstimmte. Dann wurde es gleich zwei Mal sehr gefühlvoll. Hera zauberte den isländischen Beitrag aus dem Jahr 2009 „Is It True?“ und „Husavik (My Hometown)“ aus dem Film „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ auf die Bühne. Die melancholische Stimmung schoss gleich danach wieder in die Höhe, denn die Isländerin gab ihren 2010er-Eurodance-ESC-Song „Je Ne Sais Quoi“ zum Besten.

Noch mehr Videos von den Auftritten findet Ihr unserer YouTube-Playlist.

Das Programm war vorbei, die Tanzfläche wurde eröffnet und DJ Jay-T und DJ Douze Points versorgten die Feiernden mit bester Musik. Als sich dann um 4 Uhr zu „Rise Like a Phoenix“ alle in den Arm nahmen und schunkelten, ging ein langer und doch viel zu kurzer Eurovision-Weekend-Tag zu Ende.

 

 

Vielen Dank nochmal an alle, die das Eurovision Weekend 2024 zu einem vollen Erfolg gemacht haben, allem voran dem großartigen Orga-Team und allen, die das Bühnenprogramm bereichert haben. Bis zum nächsten Jahr in Malta!



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12 Comments
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Holgivision
Mitglied
Holgivision
1 Jahr zuvor

Off Topic: Am 26.07. wird Ladaniva und am 28.07. wird Marina Satti beim Bardentreffen in Nürnberg auftreten. Eintritt ist frei! Falls jemand noch einen Wochenendausflug planen möchte 🙂

Ich werde an beiden Tagen vor Ort sein ^^

Last edited 1 Jahr zuvor by Holgivision
byJannik
byJannik
1 Jahr zuvor
Reply to  Holgivision

Puuluup aus Estland sind auch dort, hm eigentlich kann ich es mir das nicht entgehen lassen, wenn wir im Süden auch mal etwas ESC-Stars abbekommen. Mal schauen, vielleicht bin ich auch vor Ort 😀

Johannes Floehr
Johannes Floehr
1 Jahr zuvor
Reply to  byJannik

…sonst sind Puuluup auch am 29.07. noch in Würzburg, da freu ich mich drauf. 😎

MultitoxicomanenBernd
MultitoxicomanenBernd
1 Jahr zuvor

Uhhh… unbekannte Drogen aus Estland, da muss ich hin

Rusty
Mitglied
Rusty
1 Jahr zuvor
Reply to  Holgivision

Schade,wäre ich sofort dabei, leider zu weit weg.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Holgivision

Da das Bardentreffen mehr oder weniger direkt vor meiner Haustüre ist, werde ich wohl vorbeischauen. 😉 War schon ein paar Jährchen nicht mehr dort.

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor

Danke Giulia für diesen Artikel und dafür, dass wir jetzt auch visuell wissen, wer du bist. 😃🙌

Marina.
Marina.
1 Jahr zuvor

Sieht nach viel Spaß aus, so ein Eurovision-Weekend muss ich auch mal mitmachen. 🙂

Rusty
Mitglied
Rusty
1 Jahr zuvor

Ach klasse,ich freue mich total,dass Jendrik so eine Stimmung gemacht hat 🙂

Franny
Franny
1 Jahr zuvor

Der junge Mann mit dem blauen Schal hat sicher Puuluup imitiert, oder? 😀 Diesen Dance-Move kenn ich doch. 😉

sam
sam
1 Jahr zuvor

OT:
Nun sind also die Haupttage unseres Tänzelfests 2024 vorbei. Aber noch bis zum 22. Juli ist unser Tänzelfest 2024 und es ist jeden Tag Programm.

Und hier das heutige Programm unseres Tänzelfests 2024:
19 Uhr: Im Festzelt: Blasband Ansatzlos ,,Keine Band wie jede andere“.
19:30 Uhr: Sommer im Geschichtenladen – Stadtgeschichten Teil 2 Sagen & Mythen 6+ im Kaisergässchen 18.

Und der Rummel hat heute von 14 Uhr bis um 23 Uhr geöffnet. Das hatte ich leider vergessen, in den letzten Tagen auch immer dazu zu schreiben. Entschuldigung.

Das ist also das heutige Programm des Tänzelfests 2024 in unserer Stadt Kaufbeuren bzw. Buron, wie die Stadt im Mittelalter hieß.

Teufelchen
Teufelchen
1 Jahr zuvor

Wow, war bestimmt toll in Hamburg. Danke für den ausführlichen Bericht!