
Am 8. Februar 2021 hat der offizielle Eurovision-Account sein erstes Video auf TikTok hochgeladen. Nette 350.000 Aufrufe hat das Video damals bekommen. Zu was die Plattform aber fähig ist, wurde spätestens in diesem ESC-Jahr deutlich. 32 Millionen Aufrufe konnte ein Ausschnitt das Halbfinalauftritt von Joost Klein abstauben. Der Niederländer sorgte mit seiner Disqualifikation ohnehin für Aufsehen. Doch nicht nur Joost-Content bewegt sich in diesem Bereich der Klickzahlen. Auch weitere ESC-Teilnehmer der letzten zwei Jahre wie Slimane, Noa Kirel oder Alessandra bekommen auf dem Eurovision-Account bis zu 18 Millionen Aufrufe.
Schon immer hat der ESC mit der Kritik zu kämpfen, aus der Zeit gefallen zu sein und das jüngere Publikum nicht anzusprechen. Die Gen Z mit einer Fernseh-Sendung zu erreichen, scheint aktuell schwieriger denn je. Denn Netflix und Co. lösen lineares Fernsehen ab. Doch tatsächlich steigt der Marktanteil junger Zuschauer beim ESC kontinuierlich. Nicht nur über die TV-Show, sondern auch über soziale Plattformen konnte der ESC in den letzten Jahren viele junge Leute erreichen. „Once again, we have seen the enormous popularity of the Contest among young audiences, some of whom are discovering the event for the first time“, freute sich Executive Supervisor Martin Österdahl 2022. Denn Social-Media-Plattformen hatten dem ESC 2022 eine starke Reichweite eingebracht. Rund 190 Millionen Views kamen in den zwei Wochen vor dem Finale allein auf dem Eurovision-TikTok-Account zusammen. Nach Österdahl hat diese neue Online-Reichweite also viele neue junge Zuschauer*innen erobert, die zum ersten Mal mit dem ESC in Berührung kommen. Schafft TikTok es, eine schwer zu erreichende Generation für den ESC zu begeistern?
TikTok durchbricht Grenzen der Popkultur
Noch vor ein paar Jahren bestand TikTok nur aus tanzenden jungen Leuten. Standard-Content waren Videos, in denen getanzt und synchron zur Musik die Lippen bewegt wurden. Mittlerweile hat sich TikTok zu einer der erfolgreichsten Social-Media-Plattformen entwickelt. Öffnet man die App, gelangt man auf die „For You Page“. Sofort wird ein Video in Hochformat angezeigt, das den ganzen Bildschirm ausfüllt. Der große Unterschied zu anderen Plattformen ist, dass der dort angezeigte Content nicht aus Inhalten besteht, die sich die Nutzer selbst aussuchen. Das heißt, es werden dort keine Inhalte von Personen oder Seiten angezeigt, denen die User folgen. Stattdessen landen auf der Seite Videos, die aktuell im Trend liegen und werden mit Inhalten gemischt, die die eigenen Interessen abbilden. Erfasst werden Trends und Interessen durch einen Algorithmus. Das besondere an diesem Algorithmus ist, dass ein Video Millionen von Aufrufen erlangen kann, obwohl der dazugehörige Account null Follower hat. Die Schnelllebigkeit auf der Plattform führt dazu, dass Videos und Accounts deutlich mehr Reichweite generieren können als zum Beispiel auf Instagram.
Beim ESC 2019 lag der Zuschauer-Marktanteil der 15- bis 24-Jährigen noch bei 45 Prozent. 2021, was wegen Corona nur ein ESC später war, machte die Quote einen verhältnismäßig großen Sprung. 52 Prozent Marktanteil konnten hier beim jungen Publikum erreicht werden. Dass das an dem noch im selben Jahr gegründeten TikTok-Kanal liegen könnte, ist natürlich reine Spekulation. Fakt ist aber, die Zahlen steigen weiter. Auch in Deutschlandliegt liegt der Marktanteil junger Zuschauerinnen und Zuschauer mittlerweile bei 58 Prozent. Und Fakt ist auch, dass der ESC in die TikTok-Welt und damit auch in die Welt der Gen Z dringt. Angefangen bei dem ESC-Gewinner Duncan Laurence, dessen „Arcade“ dank TikTok eine steile Karriere hinlegte und der sich über eine Milliarde Streams auf Spotify freuen kann. Ins Rollen kam dieser Stein durch ein ganz anderes Feld der Popkultur. Harry-Potter-Fans luden auf TikTok Videos hoch, die eine aus dem Film gestrichene Szene mit Draco Malfoy zeigten. Diese Szene untermalten sie mit „Arcade“. Noch erfolgreicher ist die Version des Liedes, die Duncan zusammen mit der Sängerin FLETCHER veröffentlicht hatte. Auf TikTok tummeln sich über 650.00 Videos, die mit Sound veröffentlicht wurden.
Ein Lied davon singen kann bekanntermaßen auch Rosa Linn. Ihr „Snap“ ziert in der „High and Fast“-Version über 900.000 Videos. Auf eine kleine TikTok-Karriere kann auch die russische Band Little Big mit „Uno“ schauen.
Auch 2024 sorgte der ESC auf TikTok für Aufsehen. Die Posts mit dem Hashtag #Eurovision2024 schafften es auf 6,5 Milliarden Views. Dabei durchbrachen vor allem Joost-Videos die Community-Grenzen. So hat beispielsweise der Duolingo-Account ein Video mit Joost hochgeladen. Auf TikTok ist die grüne Eule, das Maskottchen der Duolingo-App, ein großer Hit. Die Kombination aus einem viralen Hit und dem ESC-Teilnehmer Joost brachte über 15 Millionen Aufrufe ein.
Kommt der ESC nicht mehr ohne TikTok aus?
Neben der Reichweitensteigerung findet TikTok immer mehr Einzug in den ESC-Alltag. Das liegt nicht zuletzt daran, dass TikTok seit April 2022 der offizielle Entertainmentpartner des Events ist. In diesem Zusammenhang beleuchteten wir auch schon die Tatsache, dass TikTok zum umstrittenen chinesischen Medienkonzern Bytedance gehört und aufgrund von gesammelten Daten und möglicher staatlicher Einflussnahme kritisch zu betrachten ist. Aus der neuen Partnerschaft resultieren Livestreams der drei Liveshows, exklusive Blicke hinter die Kulissen und dass die ersten Proben nur noch TikTok offenstehen. TikTok wird zur zentralen Anlaufstelle für das ESC-Marketing.
Auch der deutsche Vorentscheid kommt nicht mehr ohne die App aus. Wenn nicht gerade Acts über TikTok gewählt werden, entzünden sich immer wieder Spekulationen rund um potenzielle Kandidaten auf der Plattform, so wie es dieses Jahr beispielsweise mit Grossstadtgeflüster der Fall war.
Aber auch ein anderer Aspekt kann möglicherweise einen Einfluss auf den ESC nehmen. Mit dem Siegeszug von TikTok hat sich die Musik verändert. Die App hat eine Remix-Kultur geschaffen. Musik ist die neue Grundlage für Memes. Song-Schnipsel werden in die unterschiedlichsten Kontexte gebracht und in den verschiedensten Varianten inhaltlich aufgeladen. Dabei ist ein neuer Sound entstanden, der sich an die teilweise energetischen, teilweise melancholischen Videos anpasst. Ein TikTok-Hit garantiert eine massive Anzahl an Streams. Dementsprechend passen sich immer mehr Musikerinnen und Musiker an die Vorlieben der App-Nutzer an.
Ist TikTok der Grund dafür, dass immer mehr junge Zuschauerinnen und Zuschauer den ESC gucken? Und wie findet Ihr es, dass TikTok beim ESC ein so großes Thema geworden ist?
In der Reihe „Malmö Memories“ bereits erschienen:
- Mein erster ESC – Ein Gastbeitrag von Johannes Floehr
- Im selben Hotel wie Eden Golan und die israelische Delegation
- Neue Podcast-Folge von „ESC BITE“: Ein sehr persönlicher Rückblick auf den ESC 2024
- Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2024
- Effizient, praktisch, gut – der ESC 2024 profitierte von der erfahrenen Gastgeberstadt Malmö
- Die Eröffnungs-, Pausen- und Closing-Acts des ESC 2024
- So war das ESC-kompakt-Treffen beim Eurovision Song Contest 2024
- Wie hätte Joost Klein mit „Europapa“ für die Niederlande im Jury-Voting beim ESC 2024 abgeschnitten?
- Auswirkungen des ESC 2024: Diese Länder könnten 2025 zurückkehren – Teil 1
- Jury- und Televoting beim Eurovision Song Contest 2024: So hat Österreich abgestimmt
- Erneut keine Jurys: Welche Auswirkungen hatte das reine Televoting in den Halbfinalen des ESC 2024?
- Das waren die Unterschiede im Jury-Voting und Televoting beim ESC 2024
- Geht die Ära der Dancebreaks beim Eurovision Song Contest langsam zu Ende?
- Auswirkungen des ESC 2024: Diese Länder könnten 2025 zurückkehren – Teil 2
- Die Qualifikations-Chancen nach dem ESC 2024
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



TikTok ist sicher nicht allein ausschlaggebend für den Erfolg bei der jungen Zielgruppe, aber ich denke, man sieht zum Beispiel an der Popularität von Joost Klein, wie sehr die App schaffen kann, Zuschauer an einen Künstler zu binden, kein anderer Teilnehmer hat in diesem Jahr durch TikTok so vom ESC profitiert wie der verrückte Niederländer und das lag nicht an der Disqualifikation, die natürlich im Nachhinein in den Videos nochmal stark polarisiert hat, sondern auch daran, dass Joost schon im Vorfeld genau wusste, wie er die junge Generation auf der Plattform erreicht. TikTok wird in Zukunft sicher noch viel über Erfolg oder Misserfolg beim ESC entscheiden und das vielleicht gar nicht unbedingt was das Endergebnis angeht, aber auf jeden Fall was die Karriereleiter nach der großen Show angeht.
TikTok wird der Grund sein, warum sich der ESC weiter verändern wird: mediengeile Interpreten, jüngere Zuschauer, noch geringer werdende Aufmerksamkeitsspanne beim Zuschauer, noch mehr Drama, noch mehr inszeniertes Drama, noch mehr Show.
Alles deutet darauf hin, daß die Lieder nur noch Beiwerk für das Drumherum sein werden. Das hat bereits 2023 genervt, in 2024 hat es massiv gestört und diese Entwicklung wird weitergehen.
Vielleicht ist das aber auch der Punkt, an dem sich die Älteren verabschieden und der ESC für die Jüngeren nur einer von vielen weiteren „Events“ sein wird: beliebig austauschbar, skandalisiert bis zum Gehtnichtmehr, politisch oder je nach Zeitgeist anderweitig aufgeladen.
Um Musik geht es beim ESC schon lange nicht mehr. Eigentlich schade, oder?
Wahre Worte. Es geht eigentlich nur noch um Show und Kommerz.
Das „noch“ wird eben jedes Jahr neu definiert. Andererseits wird auch mal wieder ein Salvador kommen und alleine mit Stimme und Lied begeistern.
Ich hoffe für nächstes Jahr wieder auf mehr echte Musiker und weniger singende Polit-Aktivisten.
Und natürlich die Rückkehr der sympathischen Kultfigur Joost Klein.
Joost Klein Kultfigur ????
Den Status hat doch Kaleen.
Hätte sie, wenn die falsche Kameraeinstellung nicht alles ruiniert hätte.
*würg*
Danke, seh ich auch so. Ich mag TikTok nicht, gehöre allerdings auch nicht zur Zielgruppe.
Der ESC findet eben nicht in einem Vakuum statt. All die musikfremden Themen, die beim ESC immer mehr Platz einnehmen, spielen auch außerhalb des Wettbewerbs eine große Rolle. Am Ende kommt es darauf an, wie stark man sich selbst von diesen Begleiterscheinungen in Beschlag nehmen lässt und dadurch den Fokus auf die Musik verliert.
Kleiner Tipp: Einfach weniger Zeit in den sozialen Medien oder den Kommentarspalten dieses Blogs verbringen. Dann klappt es mit dem Fokus auf die Musik auch deutlich besser.
Ich für meinen Teil konnte mich auch in den letzten Jahren für viele Lieder/Künstler begeistern und die Vorfreude auf 2025 ist somit ungebrochen.
Hey Quintus, das hast du super formuliert! Ich finde du triffst es zu 100%. Es gibt jedes Jahr genügend hervorragende Musiker, auch dieses Jahr war das so (ob das dann immer den eigenen Geschmack trifft, ist eine andere Frage). Das Problem ist, dass die wenigen „Chaoten“ aber den Großteil der Aufmerksamkeit bekommen (das ist ja überall so, nicht nur beim ESC). Und da find ich deinen Hinweis wirklich so simpel wie stark: einfach den eigenen Fokus auf die Musik richten. Einen kleinen Widerspruch muss ich aber dennoch machen: Ich glaube, man kann den Fokus auf die Musik richten UND sich über diese dann hier in den Kommentaren austauschen 😉
Selbstverständlich kann man sich hier im Kommentarbereich über Musik austauschen. Es gibt auch immer wieder interessante und bereichernde Diskussionen zu musikalischen Themen.
Gerade in diesem Jahr haben die politischen Diskussionen hier leider stark überhand genommen – nicht selten auf unterstem Stammtischniveau. Als ob es in jahrzehntelang schwelenden Konflikten nur Schwarz oder Weiß gibt.
Ich fand es z.B. ziemlich erschreckend, wie leichtfertig hier mit starken Begriffen wie „Antisemitismus“ um sich geworfen wurde.
Vielleicht kommt das nur von einer kleinen Gruppe an Usern, die waren dafür umso penetranter im ständigen wiederkäuen ihrer Ansichten.
Mich hat der Blick in diesen Kommentarbereich jedenfalls ziemlich runtergezogen in diesem Jahr und deshalb habe ich mich auch zusehends davon fern gehalten. Auf Social Media bin ich sowieso kaum unterwegs.
Aber das ist natürlich nur meine persönliche Wahrnehmung. Letztendlich muss jeder seine eigene Strategie entwickeln, um den Fokus auf das Wesentliche beim ESC (nämlich die Musik) nicht zu verlieren.
Müsste TikTok nicht allmählich auf dem absteigenden Ast sein, wenn man sich die Lebenszyklen von Social Media so anguckt? MySpace ist schon ewig weg, Facebook primär fûr Omas, Twitter extremistisch. Ist irgendwas neues in der Mache? Was ist eigentlich aus Snapchat geworden?
Es scheint wirklich am Algorithmus zu liegen und ist eben das erste, welches man eigentlich nur am Smartphone anschauen kann. Das ist eben genau richtig für die Zielgruppe und alle andere, vor allem am PC fragen sich, wie man sich sowas antun kann.
Andererseits dadurch dass das soziale Interagieren weitgehend fehlt, ist die Gefahr noch größer, dass sich die Zielgruppe schnell für was anderes entscheidet.
Der TikTok Algorithmus scheint besonders effektiv/perfide zu sein, siehe Andrew Tate.
Snapchat war wohl ein Flop. Mein Kumpel hat es so gedeutet: „Snapchat war nicht geeignet genug, um Populismus und Mediengeilheit zu verbreiten.“ 😉
Bei Instagram bin ich auch gespannt, wie lange sich das noch so halten wird.
Ich hab das Konzept von Snapchat nie so ganz verstanden. Mir ist auch nur ein „Star“ geläufig, der dadurch bekannt wurde, der englische Comedian Dapper Laughs – der dann über allen möglichen sexistischen Content non grata wurde.
Über Insta wird auf jeden Fall wesentlich weniger geredet als vor 1 Jahr.
Snapchat ist keineswegs tot. Kann aus Erfahrung berichten, dass die App gerade wieder sehr im Kommen ist. Die letzten paar Jahren war Snapchat war out, aber es erlebt gerade sein Comeback, wie ich in meinem Freundeskreis und Bekanntenkreis merke.
Dass liegt daran, dass immer mehr junge Menschen nicht möchten, dass jeder ihre Fotos etc. sehen kann, sondern nur ausgewählte Freunde. Ironischerweise suchen sie also die Privatsphäre zurückzuerlangen, die sie durch das Nutzen der sozialen Medien freiwillig abgegeben haben. Das geht mit Snapchat halt am besten.
Dann passt in dem Fall ja „Totgeglaubte leben länger“.
So wie du die Entwicklung beschrieben hast, find ich das ehrlich gesagt richtig gut. Danke für die Info. Kenne selbst so gut wie niemanden, der aktuell Snapchat nutzt.
Ich würde den ESC nicht als Fernseh-Sendung bezeichnen, sondern eher als Event, welches im Fernsehen UND anderen Plattformen (u.a. YouTube, Mediatheken) übertragen wird. Also ähnlich wie beim Sport, wie in den letzten Wochen eben die Fußball-Europameisterschaft, da würde man ja dies auch nicht als Fernseh-Sendung bezeichnen.
Den Fehler mit der Fernseh-Sendung hat meiner Meinung nach auch NBC beim „American Song Contest“ gemacht. Wenn dies ein us-amerikanischer Ableger des ESC hätte sein sollen, dann hätten sie diesen eben wie ein Sportevent behandeln müssen und weniger wie eine Fernseh-Sendung. In den USA wird der ESC übrigens auf der, zum Fernsehsender NBC (NBCUniversal) gehörenenden Streamingplattform „peacock“ übertragen.
Zum Hauptthema TikTok:
So wie ich dies den jährlichen Infos zur Partnerschaft mit TikTok entnehme -ich kann jetzt natürlich nicht hinter die Kulissen blicken wie es genau ist- sieht es für mich so aus als ob die TikTok-Partnerschaft jedes Jahr aufs neue entschieden wird. Also dass TikTok keinen Vertrag auf Dauer hat.
Mir persönlich sagt TikTok nicht zu, auch nicht zu früheren Zeiten als es noch musical.ly hieß. Ich kann mich an diesen kurzen Clips einfach nicht erfreuen bzw, ich finde diese einfach nicht interessant. Aber wenn man damit die junge Zielgruppe für den ESC begeistern kann, dann ist es halt nun mal so. Wenn man es moralisch vertreten kann, dass TikTok zu ByteDance gehört und damit der chinesischen Regierung nahe steht. Ich mag eigentlich dieses ganze Moralgerade nicht, aber wenn dies ein Thema ist -und dies ist beim ESC eben ein Thema- dann ist das was ich noch mehr hasse: Doppelmoral.
Die meisten hier meckern ja immer über TikTok – gibt’s auch Fans hier? Und wenn ja, darf ich fragen, was Euch dabei so anspricht?
Ja. Der Content von den Leuten natürlich 😀
Und wie ist deine Erfahrung mit dem Algorithmus?
Ich kann mit TikTok gar nichts anfangen.
Ich auch nicht.
Klingt furchtbar hektisch.
Ich habe es mal eine Weile ausprobiert. Zumindest in der Bubble, in der ich unterwegs war, gab es viel Hass in den Kommentaren etc. Nicht so schön. 🫤
Das ist ja irgendwie leider gegeben bei Social. Keine Ahnung, warum das Leute anspricht.
Will ich nicht, brauch ich nicht, macht Sehstörung und mir tut’s nicht gut.
Aber die Alten haben schon immer alles Neue verurteilt. Daher hat’s seine Berechtigung bis die nächste bunte Sau durchs Gehege gehetzt wird.
Oder um es mit einer mir eher angenehmen Musik zu sagen: Kommt Zeit kommt Rat kommt..
😳 Obacht Madame..
Fusselbart war das reimende Wort, das mir entfallen war..
🙄
https://m.youtube.com/watch?v=XgwJv0dIdsU
Sommer! Hej!
Englands Nationaltrainer Southgate ist nach 8 Jahren zurückgetreten. Es ist der richtige Zeitpunkt, er hatte einen guten Lauf. Auf der Wunschliste u.a. Auch 2 Deutsche, Klopp (lach as if) und Nosferatu Tuchel. Eigentlich brauchen sie jemanden wie Ancelotti, der die ganzen Stars “jongliert”.
Carlo Ancelotti hat bei Real noch einen Vertrag bis 2026. Ich tippe daher entweder auf Tuchel oder Zidane.
Korrekt bei Ancelotti. Man fragt sich, warum es bei ihm nur bei Bayern nicht geklappt hat.
Tuchel ist eine Katastrophe, fährt Mannschaften noch schneller gegen die Wand als Mourinho.
Zidane wartet auf den Frankreich-Job. Mir unklar, warum sie da gerade die Möglichkeit zum Wechsel verpassen, das war ja eine Totalkatastrophe.
Ich frage mal den Fachmann, Halbschotte und somit Halbbrite und Experte für genau dieses Thema:
Ist Gareth Southgate eigentlich glücklich oder unglücklich verheiratet ? Ich frage selbstverständlich für einen Freund – räusper, räusper, hust, hust. 😀
Haha. Notfalls gibt’s ja noch seinen deutschen Cop-Doppelgänger. 😉
Glücklich muss ich Deinem Freund / just, leicht – leider sagen. Ich finde den ehrlich gesagt null attraktiv, er hat dieses englische Kinn wie Harry Kane.
Den Kane finde ich optisch auch eher ein laues Lüftchen.
Der Guardian schrieb mal „the caricature of what an attractive man should look like.“ es wirkt alles etwas gewollt.
Den attraktivsten deutschen Spieler hat der Nagelsmann leider nicht mitgenommen. 🙁
Ilkay war doch dabei 😜
Ich meinte eigentlich Goretzka. 😉
Ich weiß. Du magst immer diese blonden Bubis.
Ähm, Goretzka und blond?? Kann es sein dass du den mit den Kimmich verwechselst??
Ich hab nen Ton heller und das wird immer als dunkelblond beschrieben. Mit kimmich kann ich auch nichts anfangen.
Sorry, aber für dein farbenblindes Umfeld kann ich nichts. 😜
Das ist niemals im Leben blond was der Goretzka hat.
Ah. Ich hab erst an Gosens gedacht. 😀
Wenn wir über die schönste Nebensache des Fußballs sprechen, bin ich Team Morata. *erröt*
Hahaha wusste, dass wir da mal wieder auf einer Linie sind 😜
Ja, Morata ist schon vorne mit dabei. Ich nehm aber lieber Kramarić und Yaremchuk. 🙂
…und natürlich immer wieder Olivier Giroud.
.. heute aus Les Bleus zurückgetreten.
Gutes Timing, manche wissen nicht aufzhören und es wird dann tragisch, hust, CR7.
Das hat mein Papa gestern über CR7 auch gesagt.
Furchtbarer Mensch. Und die Vergewaltigungssache in Vegas wurde völlig unter den Tisch gekehrt.
Bei ihm hat der Bartwuchs ja noch nicht eingesetzt, wie kann er da schon an Rücktritt denken?
Ganz bizarr, war bei Alain Delon auch so – viele Typen in Südfrankreich.
Ich geh mal ein paar Jahre zurück und bring noch David Villa und Cesc Fabregas mit ins Spiel. Müssten dir damals doch auch getaugt haben. 😉
Die Spanier gehen fast immer, die haben auch im Gegensatz zu den Italienern immer gute Haare und die richtige Menge Tattoos. Unser Musiala ist ganz cute, wenn man davon absieht, dass er wie 15 aussieht.
Ich muss gestehen, dass ich mit meinen unschuldigen 14 Jahren (lange ist’s her) total vernarrt in Maldini, Baggio und Giannini war. 😛 Danach kam dann bei den Italienern iwie keiner mehr.
Dazu dann bitte gerne noch einen Algerier. Finde es ganz toll, dass Fenneks deren Maskottchen sind. Füchse sind übrigens eines der wenigen größeren Säugetiere, die auf allen bewohnbaren Kontinenten heimisch sind.
Kloppo wäre irre und zeitgleich halte ich es durchaus für möglich. 😉
Könnte den Vornamen Jürgen mal über Liverpool hinaus beliebt machen.
Gott bewahre! 😉
Bitte diesen Disskommentar sofort löschen! Mein verstorbener Vater hiess so. 😉
Ich habe selbst einen schlimmen ersten Vornamen. Glücklicherweise ist es bei uns Familientradition, dass immer der zweite Vorname der Rufname ist. Da habe ich echt Glück gehabt und bin gerade noch mal davongekommen …
Klar, gilt der Name aktuell nicht als sexy, aber aus dem Landstrich, in dem 4p aktuell residiert, stammt meine Verwandtschaft, da war der Name immer üblich, ist eben plattdeutsch.
Genau das gilt auch für meinen ersten Vornamen. Meine Mutter ist ja aus Elmshorn …
Da war ich übrigens gestern.
Ist immer noch relativ populär, wobei die letzten 10-15 Jahre oder so nordische Namen dominieren.
Ich müsste mal checken, was bei meiner entfernten Verwandtschaft in SH-Küstennähe inzwischen so angesagt ist. Nordische Namen kann hinkommen.
heute gerade gehört, mein Cousin x-ten Grades nannte seine Kinder klassisch Luise, Elisabeth, Johannes, also auch nach Vorfahren. Dem war der Bezug aber evtl. wichtig, weil er nach Norwegen ausgewandert ist.
Ich bin so froh, dass ich kein Mädchen war, dann wäre mein Vorname Deirdre oder Moira gewesen. Als Mann hab ich hingegen echt Glück gehabt.
Den ersten kann ich gar nicht aussprechen. Und Moira: Musste kurz an die Schildkröte aus der unendlichen Geschichte denken. Aber die hieß Morla. 😀 Die Moiren sind wohl die drei Schicksalsgöttinnen. Man lernt nie aus.
Ja, unaussprechbar.
Aus mir wäre eine Babette geworden …
Auch schön. Babette-Schackeline?
In dir schlummert also eine kleine „Barbara“ – kein Wunder, dass du vom ESC nicht loskommst …
Meine beiden Omas (leben leider schon lange nicht mehr) hießen Babette. Bin froh, dass ich keinen Zweitnamen erhalten hab. Hätte durchaus Babette oder Emmi (so heißt meine Patin) werden können.
Solange Carlo Conti oder irgendeiner seiner Nachfolger (m/w/d) nicht auf die Idee kommt das Festival di Sanremo „mit TikTok zu bereichern“ ist mein ESC-Kosmos für mich in Ordnung. 😀
Demnächst gibt es die Auftritte im Nachhinein dann nur noch bei RaiPlay und TikTok haha
Traurige Entwicklungen, wenn man das Ganze aus einem sozio-politischen Kontext betrachtet. XiTok ist aus mehreren Gründen – darunter die offensichtliche Spionage durch und für den chinesischen Staat – absolut zu verachten und aus meiner Sicht nicht ohne Gewissensbisse nutzbar.
Für den ESC wird diese Kooperation schwerwiegende Folgen haben. Nicht mehr der Act, der am besten ist, bekommt Aufmerksamkeit, sondern derjenige Act, der den Algorithmus am besten für sich und seinen Content nutzen kann, steht im Rampenlicht und kann so tendenziell auch einfacher eine höhere Platzierung erreichen. Dass die beim ESC performten Songs diese Entwicklung nicht spurlos überleben, sahen wir dieses Jahr bei CRO und NL und den jeweiligen Techno-Breaks – perfekt für XiTok. JK hat sogar vor ein paar Monaten in einem ZDF-Interview selbst zugegeben, seine Songs so zu gestalten, dass sie (mit hoher Wahrscheinlichkeit) bei XiTok sehr gut laufen werden.
Da ich zur Zielgruppe gehören, soziale Medien aber nicht benutze(n will), kann ich nur davon berichten, was in meinem Freundeskreis so passiert. Dort wenden sich mehr und mehr Leute von XiTok ab, da sie merken, dass es ihnen nicht gut tut. Der Trend (zumindest in dieser Stichprobe) geht zum Comeback von Snapchat (siehe meinen Kommentar etwas weiter unten). Und – obwohl fast alle meiner Freunde XiTok benutzen – das Einzige, was ich im Bezug zum ESC von ihnen hörte, war eine Whatsapp am Tag nach den Finale: „Die Niederlande war doch am besten, oder?“ 🤡
Die Niederlande hat auch ohne TikTok in der Bubble polarisiert und funktioniert, man schaue sich allein die Top-Wertung der Blogger hier im Songcheck an, von denen bestimmt nicht alle TikTok nutzen, also würde ich deinen „Freunden“ nicht vorwerfen, dass Joost Klein nur wegen TikTok bei ihnen ganz oben stand.
Du kennst sie nicht so gut wie ich. 😅
XiTok war da die einzige „Informationsquelle“ zum ESC, sonst haben sie nirgendwo etwas davon mitbekommen.
Also ich bin selbst erst 14 ( habe kein TikTok), aber ich bin defintiv nicht durch Social Media ein ESC Fan geworden. In meinem Umfeld allgemein habe ich eigentlich nicht das Gefühl, dass irgendein Interesse für den ESC besteht…viel eher werde ich immer blöd angeguckt und bekomme unnötige Kommentare dafür, ESC Ultra zu sein. Ich würde mich zwar schon freuen, mehr Wertschätzung für den ESC zu sehen, aber wenn das dazu führt, dass alles nur noch als Kommerz gesehen wird, bleibe ich in diesem Punkt doch lieber eine Außenseiterin
Sehr schönes Statement. Danke für deine ehrliche Meinung. 😀
Ich glaube wir haben alle hier eines gemeinsam. In unserer ganz frühen Jugend – ich bin Jahrgang 1975 – also so im Alter zwischen 14 und 17 Jahren – macht man in seinem Freundeskreis, in der Schule, in seinem Sport und ja sogar in seinem Musikverein sehr schnell die Erfahrung, dass man als ESC-Fan (m/w/d) irgendwie alleine dasteht.
Ich war da als Schüler irgendwann mal stolz darauf als ESC-Fan in meinem Umfeld alleine dazustehen.
Hier Jahrgang 1976. 😉 Ich schau den ESC auch seit den frühen 80ern. Der erste „Grand Prix“, an den ich mich erinnern kann, war der mit Hoffmann und Hoffmann (1983). Damals mit Mama und Papa, später dann mit Freunden. Für die „coolen“ Kids war das natürlich nix. 😛
Wir haben uns immer Listen gemacht und die Beiträge benotet. War immer eine Mordsgaudi. Die größte Party hatten wir aber wohl 1998 mit Guildo. 😀 Vor einigen Jahren hat sich das Ganze dann verlaufen und ich schaute mehr oder weniger alleine – im Austausch mit Freunden über WhatsApp und FB. Also komplett alleine war ich am ESC-Abend nie wirklich. 🙂 Heuer war ich seit Jahren auch mal wieder beruflich involviert, so dass ich emotional noch mehr drinsteckte. Einmal ESC, immer ESC.
Ich habe das Glück, aus einer ESC-begeisterten Familie zu kommen. Meine Eltern haben beide bereits den ESC 1957 gesehen, damals noch zu Hause bei ihren Eltern.
Das ist super. 🙂 Meine Eltern (mittlerweile beide Mitte 80) haben leider komplett die Lust am ESC verloren. Liegt wohl daran, dass „ihre Musik“ nicht mehr vertreten ist. Kann ich verstehen, ist dennoch schade.
Edit: Wobei… ich erinnere mich, dass mein Papa letztes Jahr bei LOTL meinte: „Die find ich gar nicht so schlecht“. 😉
Meine Eltern sind beide Anfang 80, aber noch voll dabei, was auch daran liegt, dass sie musikalisch nach wie vor mit der Zeit gehen, wofür vor allem die Enkelkinder, aber auch die Beschallung durch meine Playlists auf längeren Autofahrten sorgen. Dieses Jahr mochte meine Mutter Italien am liebsten, mein Vater Kroatien. Für Balladen waren meine Eltern noch nie leicht zu begeistern … 💃💃💃
Ich mag deinen Papa. 😀
Mein erster Grand Prix und deutscher Vorentscheid war 1986 in Bergen. Es gewann dann auch gleich meine Favoritin Sandra Kim aus Belgien und den deutschen Vorentscheid ebenfalls mein Favoritin Ingrid Peters mit ihrem Song „Über die Brücke geh’n“.
Dachte dann erst mal in meiner kindlichen Naivität ein ganzes Jahr lang, dass von nun an jedes Jahr meine Favoriten (m/w/d) den deutschen Vorentscheid und den Grand Prix gewinnen.
Dementsprechend zutiefst beleidigt war ich dann auch, als ein Jahr später in Brüssel nicht meine Favoriten Umberto Tozzi und Raf mit „Gente di mare“ den ESC gewannen, sondern Johnny Logan aus Irland.
Ich werde es nie vergessen wie sauer ich auf die internationalen Jurys war und meine Eltern aus dem Grinsen nicht mehr heraus gekommen sind. Heute ist dieser ESC-Abend für mich ein absolutes familiäres Highlight. 😀
Ingrid Peters mochte ich auch. Fand sie auch total hübsch. Ich weiß noch, dass ich im Kleiderschrank meiner Mama nach so einem Kleid gesucht hab. Und ich wurde fündig. 😀
Wirklich toll fand ich in den 80ern Wind und Xanadu. Weiß noch, wie sauer ich war, als Nino das Rennen machte. Etwas verknallt war ich ja in Thomas Forstner aus Österreich. Oh je. 😛
Habt ihr früher auch immer diverse Gegenstände als Mikro „missbraucht“ und Playback dazu gesungen? 😀
Zu deiner letzten Frage: JA!
Bin selbst auch in jungen Jahren ESC-Ultra geworden – mit 11 Jahren, also noch etwas jünger als du vermutlich – und kenne das Gefühl nur zu gut, im Freundes- und Bekanntenkreis alleine dazustehen. Es sind seitdem zwar einige Jahre vergangen, geändert hat sich daran aber nichts.
Was ich dir raten möchte: Bleib dabei, auch wenn es noch so schwer ist! 😀 Lass dir dein Hobby bzw. deine Passion von anderen nicht madig machen. Hier bist du auf jeden Fall in guter Gesellschaft.
Ich bin auch ESC Fan seit ich 10 bin. Und keine Sorge, da bekommt mich sicher niemand mehr weg, der ESC ist mein Herz
Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Bleib auf jeden Fall dabei. Und glaub mir: durch jahrelange Hartnäckigkeit habe ich viele Freunde bekehren können und inzwischen gucken wir sogar diverse Vorentscheide zusammen, richten jedes Jahr eine ESC Party aus, etc. Wir haben uns sogar extra getroffen, um die Songchecks gemeinsam zu gucken. Durch Begeisterung anstecken ist ein schöner Weg, der auch noch Spaß macht 🙂 Und selbst wenn du ESCtechnisch in deinem Umfeld „allein“ bleibst, hier gibt es ja uns! 😉
Hallo Sophia, so ging’s mir mit 14 auch (das ist nun allerdings schon 40 Jahre her 🙂 ), das hat mich aber nur in meiner Grand-Prix-Begeisterung bestärkt. Ich fand’s dann ehrlich gesagt ein bisschen unheimlich, als 1998 und 2010 dieser ganze Trubel um Guildo Horn bzw. Lena war und sich auf einmal (gefühlt) alle dafür interessierten.
Ich glaube, blöde Kommentare kennen wir alle. Damals mit 13 erlebt. Und heute gibt es immer noch Leute in meinem Umfeld, die sich unbedingt abfällig dazu äußern müssen. Aber da stehen wir doch drüber, gell? 😉
Liebe Sophia,
lass Dich von Deinem Umfeld nicht runterziehen. Wenn Du Spaß und Freude am ESC hast, genieße es einfach und schäm Dich nicht dafür. Auch ich kenne das Gefühl ein bisschen. Den ESC schaue ich schon mein ganzes Leben und meine frühste Erinnerung ist der ESC-Sieg von Jugoslawien 1989, worüber meine Familie und ich uns sehr gefreut haben, da meine Eltern aus Kroatien stammen. Ich erinnere mich an meine Enttäuschung, als Irland in den 1990er Jahren gefühlt jedes Jahr gewonnen hat oder das große Problem 1996 wegen der ESC-Ausstrahlung im TV… Jedes Jahr bietet der ESC so viele große Momente, manchmal schön, manchmal enttäuschend, aber am Ende bleibt die Erinnerung daran. Auch wenn nicht immer mein Favorit gewann. Im Laufe der Jahre hat sich meine Liebe zum ESC dann aber doch trotzdem immer mehr gesteigert und jetzt bin ich in einem Alter, in dem ich mich für jeden Gewinner mitfreue. Auch wenn mein Umfeld den ESC aus diversen Gründen nicht immer besonders spannend oder interessant fand, ich viel Überzeugungsarbeit leisten musste, viel erklären, einige Fragen (manchmal jedes Jahr die gleichen) beantworten durfte und ihr Interesse am ESC im Vergleich zu meinem Interesse nie ganz so stark war, konnte ich dann doch ab und dazu beitragen, dass das ESC-Fieber auch in meiner Familie jedes Jahr wieder aufflammt. Du bist auch sicher keine Außenseiterin, denn es gibt sehr viele Menschen, die ESC-Fan sind. Es gibt Fanclubs oder online hier bei ESC kompakt die Möglichkeit sich auszutauschen. Auch wenn man ab und zu doofe Kommentare mitkriegt, lernt man schnell, dass es nicht wichtig ist, was andere davon halten. Solange Du selbst Interesse daran hast, bleib einfach dabei und stehe dazu. Du solltest Dir das von niemandem schlechtreden lassen. Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Spaß und Freude am ESC und hoffe, dass Du auch in den nächsten Jahren gespannt dabei bleibst. 🙂 Liebe Grüße
tolles Statement 👏
Die letzte ESC Saison war meine erste mit Tiktok und ich muss sagen, ich fand’s toll. Da geht richtig viel, viele machen ihre eigenen Rankings, Tiktoker besprechen alles, was um den ESC passiert, natürlich auch viel Gehetze und Gepöbel in den Kommentaren und Reaktionen, aber das ist halt so im Internet 😅
Beim Gehetze und Gepöbel nehmen sich wohl alle Social-Media-Plattformen nix. Ich fand YT und FB dieses Jahr auch ganz schlimm.
Bei YouTube finde ich das Klima tatsächlich noch mit am erträglichsten, bei Facebook halte ich es seit Jahren nicht mehr aus.
TikTok betrachte ich als eine Art Werbung für den ESC, nicht mehr, nicht weniger.
Die Zahlen hier oben möchte ich ergänzen mit den Zahl der aktive Benutzer in Europa: in 2019 ’nur‘ 59 Mio, in 2023 gab es 238 Mio Leute, die dieser App mindestens ein mal pro 3 Monate benutzen.
TikTok wird beim ESC ein bisschen überbewertet. Es gibt viel mehr Kanäle (Apps/Medien), die für den ESC nutzlich sein.
Allerdings sollte die EBU sich fragen ob manche Medien zu der EBU passen. X/Twitter bestimmt nicht. Bei TikTok gehört ein ganz großes Fragezeichen, weil diese App extrem viele Daten sammelt und bereits hier und dort verboten ist.
Gut erfasst, finde ich.
Wirklich gestört hat mich 2023 die Vorabstimmung per TikTok für den deutschen Vorentscheid. Viele aus meinem Bekannten- und Freundeskreis hätten gerne für From Fall to Spring abgestimmt, obwohl sie sonst mit dem ESC nicht viel am Hut haben. Allerdings hätten sie sich dafür extra auf TikTok anmelden müssen, was die meisten nicht wollten. Verständlich. Ging mir genauso. Die Ikke-Community war im Vorfeld wohl schon breiter auf TikTok vertreten, weshalb der Sieger klar war. Wenn man ein breiteres Publikum ansprechen will, sollte man nicht ein einziges Portal bevorzugen.
Alles Weitere bzgl. TikTok hast du bereits genannt. Ich bin auch der Meinung, dass das Portal zu sehr für die Verbreitung von Propaganda und Inhalten steht, die ich nicht vertrete bzw. sogar verachte. X ist bei mir komplett raus. Leider gibt es keine Social-Media-Plattform, die ich als völlig bedenkenlos betrachte. Derzeit zeigen irgendwie alle ihre hässliche Fratze.
Man darf aber nicht vergessen, dass es bei X eine gigantische Eurovision Bubble gibt, die noch aus der Twitter-Zeit stammt in der die App deutlich weniger kontrovers war und deswegen wird die Plattform auch weiterhin bespielt. X zählt leider nach wie vor für viele Medien- und Firmen als die Anlaufstelle für Ankündigungen.
Teilen wir hier unsere ESC-Origin Stories? 1975, wir waren auf dem Rhein (mein Vater war ja Schiffskapitän), von daher doppelt Erinnerungswert.
Ich fand Ding Ding Dong am besten, höre ich auch heute noch gerne. Joy fand ich gruselig – was für ein Wandel zu heute, wo Brücke und Johnny Blue meine liebsten deutschen Beiträge ever sind. Insgesamt top favorites Dansevise und Alcohol is free.
Ich hab schon in allen möglichen Konstellationen geguckt, u.a. Auch 2 mal virtuell mit ET-Kumpels, war ganz witzig, durch Europa zu zappen.
Ohne TikTok-Clip leider total unglaubwürdig!
Sorry, ist in der Cloud.
Verstehe, wegen FSK18 …
Lol… Und Russland.
Ah, hab’s gerade nachgelesen. Weil westliche Propaganda in Russland von TikTok zensiert wird?
Oder so. Was immer Wagenknecht gesagt hat. Wird schon stimmen.
LOL, genau. Als ob der Ton für die TV-Zuseher bei SW von Wert wäre. 😉
Es ist schon irgendwie faszinierend, wie sie sich als Bond-Bösewichtin inszeniert. Die Retterin der Arbeiterklasse.
Ihre „Abzocke an Zapfsäulen“ fand ich auch sehr doppeldeutig. Ich dachte gleich an eine Erotikverfilmung, dann war es doch nur eine politische Forderung …
Ich bin 54 Jahre, seit ca. 40 Jahren Fan des ESC (mit Unterbrechungen, in den 90ern hab ich ne unbewusste Pause gemacht und bin erst 1998 mit Guildo Horn wieder richtig eingestiegen) und verfolge seitdem noch intensiver die Entwicklung des ESC insgesamt.
Ich finde es gut, dass die EBU versucht, neue Generationen am Wettbewerb zu begeistern. Und da sich die Medien seit Einführung des Internets und der sozialen Medien gewaltig geändert haben, musste die EBU darauf reagieren, um nicht als verstaubte Veranstaltung in der Versenkung zu verschwinden.
Tiktok ist nun mal trotz aller politischen Hintergründe die weitreichendste Plattform weltweit, die deshalb nicht nur von Schauspielern, Politikern und anderen, „wichtigen“ Persönlichkeiten genutzt wird, sondern ist eben die beste Möglichkeit, unter anderem Großveranstaltungen zu bewerben.
Das muss nicht jedem gefallen, gehört aber zum Zeitgeschehen und zur medialen Entwicklung dazu.
Ich persönlich trauere immer noch dem Orchester hinterher, weil es die Musik authentischer machte. Und auch die Punktevergabe fand ich früher durchaus spannender. Aber mal ehrlich: würde die musikalische Entwicklung durch ein Orchester nicht eingeschränkt, weil vieles live einfach nicht machbar wäre? Und würde eine stundenlange Punktevergabe die Zuschauer nicht eher zum Abschalten bringen, ganz davon abgesehen, dass es bei der zugenommenen Anzahl von Ländern gar nicht mehr möglich wäre, einen Zeitrahmen einzuhalten, der noch annehmbar wäre?
Der ESC entwickelt sich weiter und passt sich einfach nur den Gegebenheiten an.
Was ich bei dieser Entwicklung allerdings verurteile, sind nicht die Neuerungen bezüglich der medialen Präsenz, sondern die Abschaffung bzw. Änderungen früherer Privilegien wie z.B. die Zulassung der Fanmedien bei den Proben. Diese werden ausschließlich Tiktok überlassen und das in einem Maße, das nicht mehr regelkonform ist. Schließlich ist es eine Veranstaltung von europäischen Sendern, die von europäischen Zuschauern bezahlt wird. Hier sollten also alle Medien Zutritt haben, die sich für den Contest interessieren.
Das soll nicht heißen, dass jeder Influencer akkreditiert werden sollte, das würde den Rahmen natürlich sprengen. Aber den Zugang zu den Proben einem einzigen Medium zu gewähren kann auch nicht die Lösung sein… nur weil dieses Medium ein offizieller Sponsor ist.
Ganz davon abgesehen, dass aufgrund der großen Reichweite der Druck auf die Teilnehmer immens gewachsen ist. Die ständige mediale Präsenz während der drei Wochen muss wirklich grauenhaft sein… jedes gesprochene Wort wird auf die Waage gelegt, jeder Patzer wird kommentiert und tausendfach geteilt und verfälscht, jede Teilnahme verpflichtet zu idiotischen Aufgaben wie Singen unter einer Dusche, Offenlegungen von privaten Handyfotos und anderem Unsinn, der überhaupt nichts mehr mit dem Contest zu tun hat. Und wer da nicht mitspielen will, fällt halt hintenüber. Und das ist für mich keine gute Entwicklung, weil sich der Fokus der Veranstaltung weg von der Musik und hin zur medialen Präsenz der Interpreten und deren Ländern verlagert.
Was interessiert mich das dumme Gelaber einer Bambie Thug? Was das unflätige Benehmen von Joost Klein? Dumme und beleidigende Kommentare gab es bestimmt auch schon früher beim ESC, da hat es nur keiner mitbekommen. Wer heute öffentlich provoziert, bekommt die Aufmerksamkeit und darum geht es doch.
Das gefällt mir nicht, ist aber wohl inzwischen Tatsache. Da muss ich mich als Fan entscheiden, ob ich den Weg mitgehen will oder mein Hobby ändere.
Ich gehe mit, weil mir die Musik und die völkerverbindende Idee am Herzen liegt.
Alles andere ist für mich sinnfreies Gewäsch und wird entweder von mir ignoriert oder kritisiert.
Entschuldigt den langen Text. Die Tiktok Generation hat es vermutlich nicht so weit bis nach unten geschafft. 😉
Was ich mich immer Frage ist, wie – in diesem Falle – China die ganzen Daten auswerten will. Haben die nen Weg gefunden, U12 rauszufiltern, um so die Eltern die im AA oder bei Airbus arbeiten zu targeten? Es ist ja auch ne Riesenmenge Energie, die da verballert wird.
Ditto mit den Geheimdiensten – wie schaffen die es, den relevanten Chatter rauszufinden?