Erneut keine Jurys: Welche Auswirkungen hatte das reine Televoting in den Halbfinalen des ESC 2024? (Malmö Memories 11)

Bild: EBU / Alma Bengtsson

Beim Eurovision Song Contest 2024 durften die Jurys zum zweiten Mal weder im ersten noch im zweiten Halbfinale abstimmen. Die Finalteilnehmer*innen wurden damit erneut ausschließlich vom Televoting bestimmt. Mit ein bisschen Abstand wollen wir uns heute in unserer Rückblick-Serie „Malmö Memories“ die Ergebnisse der beiden Halbfinale nochmal genauer anschauen. Mussten wir uns durch das reine Televoting von vermeintlichen Jurylieblingen verabschieden, während Beiträge, die typischerweise hauptsächlich für die Zuschauenden konzipiert wurden, das Finale spielend leicht erreichten?

Kurzer Rückblick: Da seit Ende der 90er Jahre immer mehr Länder (bzw. Sendeanstalten) am Eurovision Song Contest teilnehmen wollten, führte die EBU 2004 zum ersten Mal ein Halbfinale ein, das allen nicht automatisch qualifizierten Ländern die Chance gab, sich noch für das Finale am folgenden Samstag zu qualifizieren. Seit dem Contest 2008 in Belgrad qualifizieren sich allerdings nur noch die sogenannten „Big Four“ (seit der Rpckkehr von Italien im Jahr 2011 die „Big Five“) und das siegreiche Land des Vorjahres als Gastgeber automatisch für das Finale – die restlichen Teilnehmenden werden auf zwei Halbfinale aufgeteilt, aus denen sich jeweils zehn Beiträge qualifizieren.

In den ersten beiden Jahren bekamen die eingesetzten Jurys noch die Möglichkeit, aus jedem Halbfinale einen Beitrag direkt ins Finale zu setzen. Danach kamen bis einschließlich 2015 jeweils die zehn Beiträge ins Finale, die aus den beiden Votinginstanzen gemeinsam die meisten Punkte erhielten. Zwischen 2016 und 2022 wurden die Bewertungen dann einzeln berechnet und veröffentlicht.

Seit dem letzten Jahr wird nun auf das Juryvoting im Halbfinale komplett verzichtet. Naturgemäß unterscheidet sich allerdings eine Jurybewertung vom Abstimmverhalten der Zuschauer*innen. Während die jeweils fünf Jurymitglieder jedes teilnehmenden Landes angehalten sind, Faktoren wie die stimmliche Leistung, die Qualität der Performance und die Komposition sowie Originalität der Beiträge in die Wertung mit einfließen zu lassen, wählen die Zuschauer einfach nach eigenem Geschmack. Zusätzlich rankt jedes Jurymitglied alle Beiträge vom ersten bis zum letzten Platz durch, die Zuschauenden können wiederum insgesamt bis zu zwanzig einzelne Stimmen verteilen.

Das erste Halbfinale

In diesem Jahr starteten insgesamt 15 Beiträge im ersten Halbfinale, stimmberechtigt waren die Zuschauenden aus den teilnehmenden Ländern, sowie aus dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Schweden und dem „Rest of the World“. Folgende Beiträge erreichten das Finale (in Klammern die Platzierung beim Televoting im Finale):

  1. Kroatien – 177 Punkte (18 Wertungen, 8 x 12 Punkte) (Finale: Platz 1)
  2. Ukraine – 173 Punkte (18 Wertungen, 5 x 12 Punkte) (Finale: Platz 3)
  3. Irland – 124 Punkte (18 Wertungen) (Finale: Platz 6)
  4. Litauen – 119 Punkte (18 Wertungen, 2 x 12 Punkte) (Finale: Platz 10)
  5. Luxemburg – 117 Punkte (18 Wertungen) (Finale: Platz 17)
  6. Zypern – 67 Punkte (13 Wertungen, 2 x 12 Punkte) (Finale: Platz 12)
  7. Finnland – 59 Punkte (13 Wertungen) (Finale: Platz 15)
  8. Portugal – 58 Punkte (17 Wertungen, 1 x 12 Punkte) (Finale: Platz 20)
  9. Slowenien – 51 Punkte (12 Wertungen) (Finale: Platz 21)
  10. Serbien – 47 Punkte (8 Wertungen, 1 x 12 Punkte) (Finale: Platz 14)

Im Vergleich mit dem Votingverhalten der Zuschauenden im Finale, ist hier das Abschneiden von Tali aus Luxemburg und von Teya Dora aus Serbien auffällig. Während Zypern und Finnland im Finale eine bessere Platzierung als Luxemburg erhielten, konnte der serbische Beitrag sich im Halbfinale zwar nur knapp qualifizieren, im Finale dann aber ein besseres Ergebnis als Finnland, Portugal und Slowenien erreichen. Besonders iolanda aus Portugal litt offenbar unter dem reinen Televoting im Halbfinale, denn im Finale gaben die Jurys mit Platz 7 für iolanda besonders viele Punkte im Gegensatz zu den Zuschauer*innen.

Im ersten Halbfinale schieden folgende Beiträge aus:

11. Australien – 41 Punkte (13 Wertungen)
12. Polen – 35 Punkte (9 Wertungen)
13. Moldau – 20 Punkte (7 Wertungen)
14. Aserbaidschan – 11 Punkte (6 Wertungen)
15. Island – 3 Punkte (2 Wertungen)

Beim Blick auf die ausgeschiedenen Beiträge ist es natürlich besonders spannend, ob ein Finaleinzug mit einem Juryvoting möglich gewesen wäre. Am ehesten hätten vielleicht Hera Björk aus Island mit Blick auf die stimmliche Qualität und Electric Fields aus Australien im Hinblick auf die Komposition und den nationalen Sound profitieren können, allerdings scheint keiner der Beiträge ein typischer Jurymagnet zu sein.

Das zweite Halbfinale

In diesem Jahr starteten insgesamt 16 Beiträge im zweiten Halbfinale, stimmberechtigt waren die Zuschauenden aus den teilnehmenden Ländern, sowie aus Frankreich, Spanien, Italien und dem „Rest of the World“. Folgende Beiträge erreichten das Finale (in Klammern die Platzierung beim Televoting im Finale):

  1. Israel – 194 Punkte (18 Wertungen, 10 x 12 Punkte) (Finale: Platz 2)
  2. Niederlande – 182 Punkte (19 Wertungen, 4 x 12 Punkte) (Finale: Disqualifiziert)
  3. Armenien – 137 Punkte (19 Wertungen, 2 x 12 Punkte) (Finale: Platz 9)
  4. Schweiz – 132 Punkte (19 Wertungen, 1 x 12 Punkte) (Finale: Platz 5)
  5. Griechenland – 86 Punkte (17 Wertungen, 1 x 12 Punkte) (Finale: Platz 8)
  6. Estland – 79 Punkte (16 Wertungen, 1 x 12 Punkte) (Finale: Platz 13)
  7. Lettland – 72 Punkte (12 Wertungen, 1 x 12 Punkte) (Finale: Platz 16)
  8. Georgien – 54 Punkte (13 Wertungen) (Finale: Platz 18)
  9. Österreich – 46 Punkte (15 Wertungen) (Finale: Platz 23)
  10. Norwegen – 43 Punkte (11 Wertungen) (Finale: Platz 24)

Im Vergleich zum Votingverhalten der Zuschauenden im Finale, ist hier lediglich das gute Abschneiden von Ladaniva aus Armenien etwas auffälliger. Im Finale erhielt das Duo im Televoting weniger Punkte als Nemo aus der Schweiz und Marina Satti aus Griechenland. Die restlichen Beiträge behielten ihre Reihenfolge. Von einem Juryvoting auch im Halbfinale hätte definitiv ESC-Gewinner Nemo profitiert, während wahrscheinlich Eden Golan aus Israel und Marina Satti ein paar Plätze verloren hätten.

Besonders spannend ist allerdings das überraschend gute Abschneiden des Letten Dons, dessen emotionale Ballade „Hollow“ im Vorfeld von vielen Fans nicht als Qualifikant gehandelt wurde und sogar mehr Punkte erhielt als Fanliebling Kaleen aus Österreich. Auch wenn Lettland und Estland sich im Halbfinale gegenseitig die Höchstwertungen gaben, überrascht zudem noch ein genauerer Blick auf das Ergebnis im Finale, denn mit Platz 16 im Televoting und Platz 15 bei den Jurys waren sich die Votinginstanzen hier recht einig, auch wenn der lettische Beitrag zuvor oft als „Juryfutter“ bezeichnet wurde.

Im zweiten Halbfinale schieden folgende Beiträge aus:

11. Tschechien – 38 Punkte (14 Wertungen)
12. Dänemark – 36 Punkte (9 Wertungen)
13. Belgien – 18 Punkte (7 Wertungen)
14. San Marino – 16 Punkte (4 Wertungen)
15. Albanien – 14 Punkte (4 Wertungen)
16. Malta – 13 Punkte (4 Wertungen)

Ein genauerer Blick kann hier durchaus überraschen: Während Silia Kapsis das erste Halbfinale eröffnete und recht klar das Finale erreichen konnte, schaffte es Sarah Bonnici mit ihrem „Loop“ im ähnlichen Musikgenre trotz einer noch beeindruckender Tanzchoreographie von Startplatz 1 nur auf den letzten Platz im zweiten Halbfinale. Auch Megara aus San Marino hatte wohl eher die Zuschauer*innen als die Jurymitglieder als Zielpublikum. Trotzdem erhielt die Band am Ende nur 16 Punkte – zehn davon allein aus Spanien, wo die Rockband beheimatet ist.

Von einem Juryvoting hätten wahrscheinlich am ehesten Saba aus Dänemark und vor allem der stimmgewaltige Belgier Mustii profitiert, der wohl mit dem Ausscheiden im Halbfinale für die größte Überraschung sorgte.

Was denkt Ihr – wäre Mustii mit den Votes der Jurys ins Finale gelangt oder wer hätte davon am meisten profitiert? Oder macht der Wegfall der Jurys im Halbfinale gar keinen so großen Unterschied, da es hier nicht um die einzelnen Platzierungen, sondern „nur“ um den Finaleinzug geht? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

In der Reihe „Malmö Memories“ bereits erschienen:

  1. Mein erster ESC – Ein Gastbeitrag von Johannes Floehr
  2. Im selben Hotel wie Eden Golan und die israelische Delegation
  3. Neue Podcast-Folge von „ESC BITE“: Ein sehr persönlicher Rückblick auf den ESC 2024
  4. Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2024
  5. Effizient, praktisch, gut – der ESC 2024 profitierte von der erfahrenen Gastgeberstadt Malmö
  6. Die Eröffnungs-, Pausen- und Closing-Acts des ESC 2024
  7. So war das ESC-kompakt-Treffen beim Eurovision Song Contest 2024
  8. Wie hätte Joost Klein mit „Europapa“ für die Niederlande im Jury-Voting beim ESC 2024 abgeschnitten?
  9. Auswirkungen des ESC 2024: Diese Länder könnten 2025 zurückkehren – Teil 1
  10. Jury- und Televoting beim Eurovision Song Contest 2024: So hat Österreich abgestimmt


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68 Comments
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Sven
Sven
1 Jahr zuvor

Ich habe nicht alles kontrolliert, aber bei der Angabe der Finalplatzierung haben sich einige Fehler eingeschlichen: Luxemburg im Finale 17., Serbien 14. ..?

Benjamin Hertlein
Admin
1 Jahr zuvor
Reply to  Sven

Es ist das Ergebnis des Televotings im Finale…

Amion
Amion
1 Jahr zuvor

ich bin sicher Tschechien und möglicherweise auch Dänemark wären durch die Jury ins Finale gelangt.

JoelESC
JoelESC
1 Jahr zuvor
Reply to  Amion

Tschechien? Bei Dänemark wäre ich mir sicher. Aber Tschechien weiß ich nicht

Nils
Nils
1 Jahr zuvor
Reply to  JoelESC

Sicher wäre ich mir bei keinem der Beiden, eher sähe ich da Australien, das bei den Jurys ja traditionell besser abschneidet als beim Televoting.

Aiko hat mich allerdings sehr positiv überrascht. Andererseits hätte sie ihre VE-Performance aber auch kaum noch unterbieten können.

Konstantin supports Eden and Israel 2025 💙
Konstantin supports Eden and Israel 2025 💙
1 Jahr zuvor

Sorry, aber mit Israels Jury-Ergebnis im Finale hat sich jegliche Glaubwürdigkeit von Juries für immer erledigt. Weg damit!

Der Thoddy
Der Thoddy
1 Jahr zuvor

Soll heißen, dass die Jurys einen Sieg Israels verhindert haben, damit die EBU nicht 2025 vor noch größeren Problemen steht (hosting etc. , Proteste, Absagen anderer Länder). Verschwörungstheoretiker würden behaupten, die Jurys sind ein „Steuerungsorgan“ der EBU.
Ich halte mich da raus.

Konstantin supports Eden and Israel 2025 💙
Konstantin supports Eden and Israel 2025 💙
1 Jahr zuvor
Reply to  Der Thoddy

Deine Theorien, nicht meine – also leg sie mir nicht in den Mund …

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Wobei wir sagen müssen, dass die Juries die Überbewertung durch die Televote ausglichen. Diese Castingshow Ballade hätte doch 12-24 In der Televote bekommen, wenn D oder Uk das geschickt hätte

Last edited 1 Jahr zuvor by 4porcelli - Bring Hersh home!
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor

Die meisten Casting-Show-Balladen, die ich kenne, klingen ganz anders. Was macht „Hurricane“ castingshowballadenhafter als „Mon amour“?

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Mon amour ist ev eine Castingshow-Ballade in Frankrrich, keine Ahnung. Allgemein ist das Rezept ja schöne Frau, große Stimme und power Ballade. Also Malta.

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Ich sehe das anders.

Eden Golan hat zwar die israelische Show „Hakochav Haba” gewonnen, aber dies macht „Hurricane“ ist doch nicht direkt zu einer „Castingshow-Ballade“.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Wann geht’s los?

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

1. Juli 😄

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Yeah, freue mich für Dich! #rallyforthem

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Bin auch schon ganz aufgeregt to be honest. 😅

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Fk hab gerade ne Message bekommen, dass ein Freund von mir in Florida gestorben ist. Vor 4 Wochen ins Krankenhaus gekommen, Schlaganfall. Da haben sie dann noch Lungenkrebs festgestellt.‘ 57, ein sehr kreativer und lebensfreudiger Mensch, furchtbar. Baruch Dayan Ha-Emet 🥲

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Mein herzliches Beileid! 💔

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Danke Dir 😘

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Wahnsinn, wie schnell und plötzlich das Leben enden kann … 😓

Hast du das TV-Duell zwischen Trump und Biden geschaut?
Ich habe nur Ausschnitte gesehen. Katastrophe.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Ich hab die ersten 20 Minuten geguckt, dann abgestellt und Musik gehòrt, um mich abzuregen, dann die letzten 40 Minuten. Trump wie immer, Biden sah wie 100 aus und klang auch. Die Erkältung wurde bóllig falsch “behandelt” Debate Prep auch eine Katastrophe.

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Ein Blick in die Zukunft: Einer dieser beiden Männer wird das Land vier Jahre regieren…

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Wenn sie die 4 Jahre überleben. Biden macht einen guten Job, aber kann es überhaupt nicht verkaufen. Gestern war schlimm, als ob er auf irgendwelchen Drogen war.

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Ja, das ist der springende Punkt. Seine Medienpräsenz ist einfach eine totale Katastrophe. Seine Erfolge kommen beim Volk leider absolut nicht an – sein fragwürdiger Gesundheitszustand dagegen schon. Er macht leider den besten Wahlkampf für Trump.

Ein Traum wäre es, wenn die Demokraten doch noch Gavin Newsom und die Republikaner Nikki Haley nominieren.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Gretchen Whitmer. Ich finde Newsom super aber er sieht aus wie ein Bösewicht aus einer Netflix-Serie.
Der Kult wird Trump auch dann noch nominieren, wenn er 6!feet under ist

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Witzige Assoziation. Ich wäre nicht darauf gekommen. Bösewicht aus einer Netflix-Serie. 😅
Die Menschen in Kalifornien mögen wohl Bösewichte. 😉

Gretchen Whitmer sieht – finde ich zumindest – ein bisschen aus wie Kamala Harris. 😅 Oder bilde ich mir das nur ein?

Es war schön, mal wieder ein wenig hier zu quatschen. Ich werde mich vor Abreise auf jeden Fall nochmal melden (danach natürlich auch höchstpersönlich aus Israel kommentieren 😃). Morgen (oder kann ich schon „heute“ schreiben?) gibt es noch einiges zu tun.

Gute Nacht!

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Es sind die zurückgegelten Haare, die hinten zu lang sind. Klassisch in Film und TV für Investment Banker und Mafiosi. Michael Douglas als Gordon Gekko in Wall Street.
Ich finde, man kann Whitmer und Harris gar nicht vergleichen. Whitmer‘s Styling ist mehr Midwestern mom (auch wenn die Haare vermutlich 300 Euro kosten. Harris hingegen ist klassisch in gedeckten Farben – weil sie eine schwarze Frau ist, versucht sie möglichst professionell aufzutreten. Würde sie was buntes tragen, würden sich die Leute aufregen. Bei Haley stört das keinen, die trägt meistens helle bunte Farben.

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor

Mein Beileid!

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

Danke Dif.

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Sehe ich ähnlich. Es ist ganz offensichtlich, dass die Juries hier nicht nach musikalischer Qualität bewertet haben, sondern lediglich das Televoting negieren wollten.
Ich habe die Juries in der Vergangenheit oft verteidigt. Jetzt werde ich das nicht mehr machen.

mrtn_mrcy
mrtn_mrcy
1 Jahr zuvor

Ich bin da z.B. definitiv auf der Seite des Jury-Votings. Eden Golan hat eine tolle Stimme, ja, der Song ist aber maximal beliebig und eine 0815 Ballade – ähnlich wie bei Saba. Die beiden hätten die Songs tauschen können und es wäre das selbe Ergebnis: stimmgewaltige Frau mit extrem dünnen Song. Musikalisch ist Hurricane nichts und das spiegeln auch die wrk schwachen Verkaufszahlen wieder.

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor

Es hat doch sogar ein Jurymitglied -ich weiß aber nicht mehr aus welchem Land- zugegeben, dass er bei Israel nicht nach dem Song bzw. Auftritt gegangen ist. Weiß von euch noch jemand wer das war?

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  AlexESC

Norwegen meine ich.

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor

Danke für die Info! Jetzt habe ich auch die entsprechenden Infos wieder gefunden.
Es war Daniel Owen von der diesjährigen norwegischen Jury. Hier, für alle die es nicht mitbekommen haben, der entsprechende Eurovoix-Artikel:
https://eurovoix.com/2024/05/13/norway-nrk-jurys-voting-to-the-ebu/

norbert
norbert
1 Jahr zuvor

Nur weil sie Israel realistisch eingeschätzt haben, für das, was es war? Ein Lied perfekt fürs Mittelfeld, nicht schlecht, aber auch kein Gewinner?

_ESC-Fan_
_ESC-Fan_
1 Jahr zuvor

Also das ist ja wohl wahrlich Schwachsinn.
Die Juries haben Israel mit Sicherheit deutlich realistischer eingeschätzt als der Televote. In einem normalen Jahr wäre „Hurricane“ wahrscheinlich in der rechten Hälfte des Finales gelandet, wenn nicht sogar schon im Semifinale ausgeschieden. Der Song an sich ist einfach nicht wirklich gut, nicht herausstechend.
Den Juries Antisemitismus oder gezielte Lenkung des Ergebnisses zu unterstellen, ist einzig und allein eine Verschwörungstheorie, die von einer unverhältnismäßigen Israel-Liebe gezeugt wird.
Wenn das diesjährige Ergebnis Israels eines gezeigt hat, dann sicherlich, dass die Kraft des Televotes verringert werden sollte. Es ist so schade zu sehen, dass aus dem ESC immer mehr ein politisches Ereignis gemacht wird. Ein überwiegenden Teil derjenigen Menschen, die für Israel gestimmt haben, haben nicht für den Song abgestimmt. Und politisches Voten ist in meinen Augen sehr problematisch, egal ob es dabei um Israel, die Ukraine oder sonst irgendein Land geht.
Schade, dass die Verhältnismäßigkeit hier aus den Augen verloren wird.

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor
Reply to  _ESC-Fan_

Eigentlich bin ich dagegen, wenn Zuschauer politisch abstimmen, aber dieses Jahr gab es so viele politische Äußerungen von vielen Teilnehmern des ESC und auch von den Personen im Hintergrund (Head of Delegations etc.), dass sich das Publikum mit der Abstimmung für Israel hier auch eine politische Stimme verschaffen wollte und somit auch den ESC-Teilnehmern und ihrem Team contra bieten konnte.

Und wer sagt, dass nicht mehr Jurymitglieder dieses Jahr so gedacht haben wie eben Daniel Owen von der norwegischen Jury?
https://eurovoix.com/2024/05/13/norway-nrk-jurys-voting-to-the-ebu/

_ESC-Fan_
_ESC-Fan_
1 Jahr zuvor
Reply to  AlexESC

Mag sein, dass es solche Jurymitglieder gab. Das ist natürlich genauso zu verurteilen wie wenn ein Jurymitglied aus politischen Gründen für Israel stimmt – und auch diese Juroren wird es gegeben haben.

Ich finde es nicht richtig, politisch abzustimmen, unabhängig davon wie die Stimmung vor dem ESC war. Zudem glaube ich auch, dass der „normale Zuschauer“ von der angeblichen anti-israelischen Stimmung im Vorfeld nicht so viel mitgekriegt hat (außer evtl. von den pro-palästinensischen Protesten, die ja durch die Medien gingen).
Meiner Meinung nach ist Politisches Abstimmen immer falsch und gegen den Gedanken des ESC.

Der Thoddy
Der Thoddy
1 Jahr zuvor

Vom Gefühl her machen Jurys in den Halbfinalen doch Sinn, wenn man sich die ganzen Hupfdohlen mit ähnlichen Choreos anschaut. Gefühlvolle Balladen haben es sehr schwer dagegen anzukommen. Dann passiert genau das, was wir dieses Jahr gesehen haben – sehr viele ähnlich Uptempo Songs.

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor
Reply to  Der Thoddy

Aber in diesem Jahr sind doch alle „gefühlvollen Balladen“ (Israel, Lettland(!), Portugal, Slowenien und Serbien) ins Finale gekommen. Jetzt noch zu behaupten, Balladen hätten es grundsätzlich beim Televoting schwer, ist dann schon ein bisschen haltlos.
Ich muss gestehen, dass ich diese Annahme bis zu diesem Jahr auch immer hatte, aber anscheinend werten die Televoter durchaus nach Qualität, so sind ja auch die schlecht gesungenen Songs aus Polen, Belgien und San Marino ausgeschieden.

ESCFan 2010
ESCFan 2010
1 Jahr zuvor

Finde dass die Juries zumindest 1-2 Qualifikanten bestimmen dürfen.

Das Publikum soll die ersten 8-9 auswählen und die Jury dann 1-2 Beiträge „retten“.

Hendi
Hendi
1 Jahr zuvor
Reply to  ESCFan 2010

Also im Prinzip exakt wie 2008 und 2009… in ersterem Jahr haben die Jurys den Plastik-Schlager-Käse aus Schweden ins Finale gebracht, der im Televoting 12. wurde. Dann doch lieber pures Televoting.

ESCFan 2010
ESCFan 2010
1 Jahr zuvor
Reply to  Hendi

Dieser „Plastik-Schlager“ war damals auch Standard.
In den letzten Jahren gab es den nicht.

xCCx
xCCx
1 Jahr zuvor
Reply to  ESCFan 2010

„Standard“ ist ein gutes Stichwort: konventionell, kreativlos, tendenziell altbacken. Das Hero von 2024 wäre wohl Sand gewesen. Wer es mit diesem Rezept nicht unter die populärsten 10 v. 15/16 schafft, hat auch im Finale nichts zu suchen.
Vor allem herrscht so nun gleich nach der Bekanntgabe Klarheit, und man muss nicht rätseln, ob und welche der Finalist:innen eigentlich gar nicht gewollt waren, und wer lediglich übers Extraticket dabei ist. So bildet das Final-Televoting außerdem mehr oder weniger den Ausgang eines hypothetischen Contests mit 100% Publikumsentscheid ab, was sich bei Jurybeteiligung auf Semiebene eben nicht rekonstruieren lässt.

Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Die Niederlande hat ab jetzt einen Posten als Delegationsleiter(in) zu vergeben:

https://eurovoix.com/2024/06/28/
netherlands-twan-van-de-nieuwenhuijzen-steps-down-head-of-delegation/

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Aber sie suchen aktuell keinen! Sie wollen offensichtlich, was ich auch richtig finde, erstmal die ganze Sache mit Joost Klein und seiner Gerichtsverhandlung abwarten.

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Schickst Du Deine Bewerbung hin?

Matty
Matty
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

Nein

Hendi
Hendi
1 Jahr zuvor

Ich glaube, selbst mit Jurys wären weder Dänemark noch Belgien ins Finale gekommen. Dänemark ist musikalisch einfach zu anspruchslos und mittelmäßig. Die Jurys haben schließlich auch Malta 2022 nicht weitergebracht. Mustii aus Belgien ist stimmgewaltig, das ist wahr – aber er lag auch sehr oft gewaltig neben dem richtigen Ton. Das hätten die Jurys auch gemerkt und damit nicht gut bewertet.

tomudu
tomudu
1 Jahr zuvor
Reply to  Hendi

Bei Belgien stimme ich dir zu, da wäre es wohl auch mit Juryvoting eng geworden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Dänemark bei den Jurys so um Platz 7 herum gelandet wäre und es mit dem soliden Televote-Ergebnis (immerhin nur 7 Punkte hinter Platz 10) dann knapp ins Finale geschafft hätte. Schon beim DMGP hat Saba bei den Jurys ja ordentlich abgeräumt.

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied

Die Zuschauer haben gezeigt, dass sie durchaus musikalische Klasse erkennen und entsprechend auch bepunkten können.

Zuzüglich zu dem Fakt, dass die Juries auch politisch voten, komme ich zu dem Ergebnis, dass die Gewichtung von Televoting und Juryvoting extrem verändert werden muss.

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor

Wenn ich mir die NQs so anschaue, verstehe ich nach wie vor das schlechte Abschneiden Maltas nicht. Wie im Text schon angesprochen, kam Zypern ja auch locker ins Finale, da hätte das besser performte und besser gesungene „Loop“ besser abschneiden müssen (und ins Finale einziehen können).
Ich arbeite zurzeit aber mal an einer faktischen Auswertung, welche Länder vom Televoting besonders (nicht) profitieren, da der Misserfolg Maltas beim Publikum für mich schon auffallend ist (selbst 2022, als Malta als Mitfavorit galt). Vermutlich haben kleinere Länder beim Publikum aufgrund ihrer geringeren Bekanntheit und eines geringeren medialen Vorkommens einen Nachteil.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

Malta 2022 Mitfavorit?? Ich glaube du verwechselst das mit 2021 wo Destiny angetreten ist.

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Ja, stimmt. Danke für die Korrektur, 2022 war nicht so stark! Der Punkt bleibt aber derselbe leider…

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

Ganz einfach, der Song war von vorne bis hinten VÖLLIG BELANGLOS!! 🥱

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Den Song fand ich gar nicht so schlecht, etwas generisch schon. Viel schlimmer war diese kitschige Gold-Performance, die eher an den JESC erinnerte.

Hendi
Hendi
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

Mir ist aufgefallen, dass, obwohl Sarah wirklich klasse performt hat, ihr Stimme wirklich null zum Lied passt. Sie klingt soulig und leicht rau. Sie könnte Musik wie Amy Winehouse und Gabriella Cilmi hervorragend singen, aber stattdessen singt sie ein Lied wie von Chanel, was ungefähr so gut zusammenpasst wie Joost Klein und Mon Amour.

xCCx
xCCx
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

2013 oder 2014 hatte die EBU im Zuge der (partiell auch bestätigten) Betrugsvorwürfe gegen Aserbeidschan ja angekündigt, die eingegangenen Anrufe nunmehr genauer auf Manipulation überprüfen und ggf. technisch bereinigen zu lassen. Seither hat Aserbeidschan mit Ausnahme 2019, wo der Beitrag allgemein sehr beliebt war, im Televoting keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen. Meine Vermutung ist seit längerem, dass auch Malta, bekanntlich ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt was Votingauffälligkeiten angeht, von einer etwaigen Hyperkorrektur betroffen sein könnte. Woher will Digame wissen, ob 20 Stimmabgaben desselben Gerätes von einem genuinen Fan oder einer bezahlten Simkarten-Abtelefonier:in stammen? Wenn solche dann in dubio contra reum ungültig beschieden würden, bei anderen Ländern jedoch nicht, wäre das durchaus eine plausible Erklärung für das konsistente Schwächeln.

dirtsa
dirtsa
1 Jahr zuvor

Ich wäre ein Fan von Jury-Voting, wenn ich das Gefühl hätte, dass Jurys wirklich nach den pben genannten Kriterien „die stimmliche Leistung, die Qualität der Performance und die Komposition sowie Originalität der Beiträge“ werten würden. Aber leider macht es häufig den Eindruck, dass andere Kriterien eine Rolle spielen, wie Nachbarschaft, gut vermarktbare Musik ( radiotauglich?), Politik und vielleicht auch die Odds.
Ich fände es wichtig, dass in den Jurys nur Leute sind, die nicht für irgendwelche Labels oder Radiosender arbeiten oder als Künstler selber einen Vertrag haben. Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur Leute darin sind, die der Pop-Musik verbunden sind, sondern auch Liebhaber anderer Stilrichtungen Teil der Jury sind.

Nach den vorgegebenen Kriterien hätte z.B. Norwegen bei den Jurys viele Punkte bekommen müssen, denn die stimmliche Leistung war gut, es gab nicht annähernd was Ähnliches im Kontest, also Originalität war da, Performance war für mich eine der besten dieses Jahr und die Komposition war auch gut.

Also stellt sich mir eher die Frage, ob Jurys im Allgemeinen benötigt werden, wenn sie auch recht subjektiv urteilen.
Bei den Halbfinals habe ich sie nicht vermisst und selbst wenn durch sie das Ergebnis anders gewesen wäre, wäre das nicht unbedingt besser gewesen.

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Hätten die Jurys in den Semis schon ein Mitspracherecht gehabt, wäre wahrscheinlich Dänemark ins Finale gekommen, was mich sehr gefreut hätte.
Bemerkenswert fand ich, dass es Lettland trotz fehlender Juryunterstützung ins Finale geschafft hat, war ich positiv überrascht.

dirtsa
dirtsa
1 Jahr zuvor

Im ersten Semi hätte ich gerne Aserbaidschan weiter gehabt, glaube aber nicht, dass die Jurys dafür gesorgt hätten.
Im 2. Semi wären es Tchechien und Sam Marino gewesen, aber auch da glaube ich nicht, dass mit den Jurys was anders gewesen wäre. Und sehr dramatisch hätte ich es ja gefunden, wenn durch die Jurys Norwegen nicht ins Finale gekommen wäre.
Im Großen und Ganzen finde ich sollte das Publikum entscheiden, denn sie dind es ja, die die Musik streamen oder kaufen oder die Konzerte besuchen und nicht die Jurys.

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor
Reply to  dirtsa

Fand‘ ich auch sehr schade, dass es Aserbaidschan nicht ins Finale geschafft hat. Aber ich denke auch nicht, dass die Jurys den Titel ins Finale „gerettet hätten…

Trevoristos
Trevoristos
1 Jahr zuvor

Leider unbekannt bleibt wie hoch eigentlich die jeweiligen tatsächlichen Votingwerte der 12 Punkter (und aller anderen der Platzierten je Land) eigentlich ausgefallen sind. Die Deckelung durch die maximal 12 Punkte spiegelt ja keineswegs das tatsächliche Votingverhalten wieder. Israels Beitrag hatte in sicherlich recht vielen Ländern drastischen Vorsprung vor den jeweils Zweitplatzierten. Die Reduzierung auf 20% (also 10 zu 12) bzw 12 von 58 (d.h. maximal 20,7% des Votingaufkommens der Top 10 für den Votingsieger unabhängig davon wie hoch der Votingsieg eigentlich ausgefallen ist) ist natürlich (allerdings nur mutmaßlich) für den israelischen Beitrag nachteilig gewesen.

Ich vermute es gab nicht wenig Länder, bei denen der Anteil des Votingaufkommens für den israelischen Beitrag bei mutmaßlich über 50% des Top 10 Votingaufkommens je Land lag.
Leider werden konkrete Ergebnisse des Televotings (was das tatsächliche Stimmenaufkommen betrifft) bis auf Italien leider geheimgehalten.

Untersuchungen, die sich nur auf die Punkteverteilung, nicht aber auf das tatsächliche Stimmenaufkommen beziehen, sind wenig informativ, das sie ja lediglich ein einfaches Platzierungsfaktum darstellen…

Auch ist unbekannt, wieviele Personen am Voting teilgenommen haben und wie viel davon in welcher Verteilung eigentlich mehr als 1 Stimme abgegeben haben.

Wichtiges Fazit: 20 Stimmen je Gerät ist unbedingt auf maximal 1 je Gerät zu verringern. Da nur ein Act den ESC gewinnen kann, soll man sich auch nur für einen entscheiden müssen (dürfen). Finde das logisch und auch gerechter, als panaschieren.

Anders sieht es in den HFs aus. Da könnte ich mir 10 Stimmen vorstellen, da ja 10 weiterkommen sollen und man sich so, wenn man das will, ’seine‘ 10 aussuchen kann.

Last edited 1 Jahr zuvor by Trevoristos
Jack NRW
Jack NRW
1 Jahr zuvor

Unabhängig von eurer Fragestellung, bin ich der dringlichen Meinung, dass die expertenjuries wieder zur Hälfte über den den Einzug ins Halbfinale mitentscheiden sollten. Dieser Mix hält es spannend und bringt einen nicht so kommerziell gesteuerte Mischung der Beiträge.

xCCx
xCCx
1 Jahr zuvor
Reply to  Jack NRW

Ich empfinde es als genau umgekehrt. Welche spannender machenden Veränderungen in den Ergebnissen der letzten zwei Jahre hättest Du Dir denn von einer Jurybeteiligung erhofft?

Tobiz
Mitglied
Tobiz
1 Jahr zuvor

Seit letztem Jahr mache ich mir einen Spaß daraus, die Jury-Ergebnisse in den Halbfinalen anhand der Ergebnisse im Finale zu schätzen. Ist ein Land im Finale bei einer Jury auf den hinteren Plätzen gelandet, ist es unwahrscheinlich, dass es im Halbfinale Punkte erhalten hätte und das macht Platz für einen der ausgeschiedenen Länder. Ich versuche auch Aspekte wie Nachbarschaftsvotings oder Jury-Futter einzukalkulieren. Das Ergebnis des 1. Semis sieht so aus. Die erste Zahl sind die Punkte der Jury.

Kroatien 170+177=347
Ukraine 124+173=297
Irland 122+124=246
Luxemburg 116+117=233
Litauen 70+119=189
Portugal 118+58=176
Zypern 72+67=139
Serbien 49+47=96
Slowenien 37+51=88
Finnland 26+59=85
———-
Australien 38+41=79
Polen 37+35=72
Aserbaidschan 42+11=53
Moldawien 14+20=34
Island 9+3=12

Es hätte ich gar nichts geändert. Aserbaidschan und Australien landeten auf der 9 und 10, allerdings mit einem kleinen Vorsprung, wodurch es am Ende nicht reicht. Finnland wurde in meiner Rechnung 13. in der Jury, Slowenien 11. Für sie hätte es knapp werden können.
Und hier das 2. Semi. Berücksichtigt, dass für San Marino eine Jury abstimmt und ich stattdessen das Televoting schätzen musste, weswegen sich die Zuschauerpunkte leicht von den echten Ergebnissen unterscheiden.

Schweiz 206+127=333
Niederlande 78+182=260
Israel 53+206=259
Armenien 120+137=257
Belgien 133+19=152
Griechenland 60+92=152
Lettland 69+73=142
Dänemark 90+29=119
Estland 28+80=108
Österreich 49+49=98
———-
Georgien 27+59=86
Norwegen 40+38=78
Tschechien 43+32=75
Albanien 43+12=55
Malta 42+9=51
San Marino 21+16=37

Hier gibt es eine Änderung und zwar kommen Belgien und Dänemark weiter statt Georgien und Norwegen. Norwegen überrascht mich nicht. Sie landeten auf Platz 13 bei der Jury. Georgien allerdings schon. Das liegt daran, dass Georgien sehr viele hintersten Plätze im Finale bei der Jury hatte und es daher nur 15. in meiner Rechnung wurde, knapp vor dem Letzten San Marino. Ansonsten gehe ich davon aus, dass alle NQs bis auf San Marino bei der Jury solide bis gut abgeschnitten hätten, für das Finale hätte es für Albanien, Malta und Teschechien dennoch nicht gereicht. Belgien war in der Jury von San Marino zwar letzter, aber ich ging dennoch von einem sehr guten Platz aus und am Ende war es der 2. Nemo hat in meiner Rechnung sogar noch besser als Loreen abgeschnitten mit 206 von 216 möglichen Punkten.
Am Besten wäre es natürlich, wenn die Ergebnisse der Backup-Jury einfach direkt veröffentlich werden würden.

Last edited 1 Jahr zuvor by Tobiz
Benjamin Hertlein
Admin
1 Jahr zuvor
Reply to  Kurt Krickler

Sorry Kurt, aber Dein Artikel ist leider Quatsch. Dass Israel es bei den Jurys schwer haben würde, war schon weit im Voraus abzusehen. Die Schweiz hingegen lag schon lange bei den Wettquoten (mit) ganz vorne und das Juryergebnis ist oft vorhersehbarer als das Televoting.