Fakten-Check „Eine Stunde History“ – ESC kompakt LIVE am Samstag um 19 Uhr

Am Samstagabend werden wir noch ESC-nerdiger als sonst. Denn dann unterziehen wir die Radiosendung „Eine Stunde History“ von Deutschlandfunk Nova einem Faktencheck. Welche inhaltlichen Fehler gab’s in der dortigen Folge zum ESC? Das wollen wir mit Eurer Unterstützung zusammentragen.

Wie wir berichteten, hatte vor ein paar Tagen das Format „Eine Stunde History“ von Deutschlandfunk Nova die Geschichte des Eurovision Song Contests zum Thema. Dort absolvierten Moderatorin Meike Rosenplänter und der Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld einen Parforceritt durch 65 Jahre Musikgeschichte. Zu Wort kamen dabei auch taz-Redakteur und Ex-Eurovision.de-Experte Jan Feddersen, ESC-Kommentator Peter Urban und Guildo Horn.

Benny hat hier die Sendung bereits besprochen. Dabei war er nicht nur mit dem Ende der Sendung nicht wirklich zufrieden. Ähnlich erging es Douze Points, der sich auch an inhaltlichen Fehlern störte, die bei einer ESC-fachlichen Prüfung leicht zu vermeiden gewesen wären.

Der Link zu unserem Talk am Samstagabend

So war im Nachgang zum Hören schnell die Idee geboren, gemeinsam mit den Lesern im Rahmen eines ESC kompakt LIVE einen Faktencheck vorzunehmen. Und dabei kommt Ihr jetzt ins Spiel: Wir werden am Sonnabend um 19 Uhr die Radiosendung von vorn nach hinten chronologisch durchgehen, die Fehler benennen und die angesprochenen Themen diskutieren.

Benny und Douze Points machen sich dafür im Vorfeld Notizen, wo ihnen Fehler aufgefallen sind – und merken sich dabei die exakte Zeitmarke. Ihr seid aufgerufen, das ebenfalls zu machen. Über Eure Kommentare hier unter dem Artikel im Vorfeld des Videos oder live auf YouTube könnt Ihr dann jeweils die nächsten diskussionswürdigen Punkte mit benennen. Am Ende erhalten wir so eine vollständige Fakten-Check-Liste für das Programm.

Die Sendung “ Eine Stunde History“ könnt Ihr Euch direkt auf der Seite des Deutschlandfunks anhören. Alternativ gibt es sie zum Beispiel auch als Podcast auf den gängigen Kanälen – wie nachfolgend auf Spotify.

Wir freuen uns auf den ESC-nerdigen Austausch mit Euch am Samstagabend! Ihr könnt den Livestream hier auf YouTube verfolgen. Wenn Ihr einen YouTube-Account habt, könnt Ihr Euch schon jetzt mit einem Klick auf das Video oben eine Erinnerung einrichten und außerdem hier unseren YouTube-Kanal abonnieren.


13 Kommentare

  1. Tolle Idee, werde das ESC kompakt verfolgen, weiss aber nicht, ob ich es noch schaffe die Dokumentation zu hören, ist jetzt was knapp🧦

  2. Ich werde es eher nicht schaffen den ESC Kompakt Live an zuschauen, da um die Zeit in der ARD die Sportschau läuft, die ich mir anschauen werde.

  3. Zwar wünsche ich viel Spaß beim Verriss – denn es gibt in der Tat viel Grund dazu… (ich glaube nicht, dass es nur beim Faktencheck bleiben wird ;-)), Andererseits will ich vorsorglich nur schon mal vor zu viel Nerdigkeit und Kleinkariertheit aus ESC-Fan-motivierten Gründen warnen – wirkt nämlich ebensowenig sympathisch. 😉

    Ich breche immer gerne eine Lanze für Formate, die den ESC dem großen Allgemeinpublikum und andererseits auch den kulturkritischen Kreisen näher bringen. Da sollten wir uns Fans auch nicht so anstellen. Der ESC wird nicht in erster Linie für uns gemacht. Andererseits strahlte durch diesen Podcast auch viel Plumpheit in der Recherche und milieuspezifische Haltung. Läuft halt bei Deutschlandfunk Nova. Hat ein entsprechend distinguiertes Publikum und entsprechende Macher. Die meinen zu wissen, was z.B. „Qualität“ ist. (Wobei ich zugeben muss, dass ich den Sender erst kürzlich entdeckt habe und ihn – von dem ESC-Beitrag abgesehen – eigentlich ganz gut finde. Sowas hatte ich früher in meinem Leben als Medienkonsument immer gesucht: Jugendlichere Musik und viel tiefer gehende Informationsstrecken… bei anderen Sendern hat man meist nur eines von beiden…)

    Ich stimme z.B. auch nicht der Meinung dort zu, dass es nur die ESC-Liebhaber gibt und diejenigen, denen er quasi egal ist. Es gibt ein großes, großes Publikum, das dazwischen einzuordnen ist. Es würde in Deutschland auch viel mehr Interessierte geben, wenn nicht so vieles im Programm versteckt würde und, ja, gerade auch die Radios besser mitziehen und den ESC nicht immer noch so verballhornen würden. (Alle tun z.B. auch immer so europafreundlich, aber lieber wird von den Musikredaktionen sämtliches Repertoire der immer selben amerikanischen und deutschen Interpreten durchgenudelt und wiederholt, anstatt auch im Massenmedium Europas Pop-Vielfalt zu zeigen. Ein und derselbe Titel wird halt garantiert eher gespielt, wenn er von z.B. einer Englischsprachlerin als von einer Slowenin interpretiert wird…)

    Ich hoffe, dass auch die Peter-Urban-Kritiker (ich bin ein -Freund!) es zu schätzen wissen, dass wir ihn haben, wenn man sich diesen Beitrag angehört hat… Unser Guildo war auch ganz gut… Erbauliches ESC kompakt LIVE morgen! 😉

  4. Ich habe es noch nicht geschafft, den Deutschlandfunk-Podcast zu hören, aber ich kann noch ein Video von Philipp Walulis ins Spiel bringen: https://www.youtu.be/1wIzSOhjioo

    Es wurde im Mai 2018 hochgeladen, noch vor dem ESC. Und auch wenn ich Philipp Walulis seine Videos liebe und ich ihn sehr dafür schätze, dass er die Dinge gut erklären kann, so sind mir auch hier einige Kleinigkeiten aufgefallen:

    Zunächst einmal bei 1:39, wo ein „Experte“ auftritt und erklärt, dass Platz 11 genauso wenig Punkte pro Wertung erhält wie Platz 26, nämlich gar keine. Diese Stelle erscheint mir ein bisschen ungenau: Es werden nämlich nur die „Jurys“ erwähnt. Die „Zuschauer“ hingegen nicht. Bis 2015 hat man ja noch beide Wertungen zusammengezählt, mittlerweile gibt es derer zwei. Nachwievor gilt aber: Nur die ersten Zehn kriegen Punkte. Ob das „unfair“ ist, muss jeder für sich entscheiden. Aber wahr ist: Seit im Finale nicht mehr achtzehn, sondern bis zu 27 Länder dabei sind, gibt es auch mehr Beiträge, die pro Wertung leer ausgehen müssen.

    Bei der danach erwähnten Excel-Tabelle bzw. bei 2:00 kann man sehen: Es ist das detaillierte Ergebnis aus dem ESC-Finale 2016. Wie die Juroren die einzelnen Songs platziert haben und wie die Zuschauer in jedem Land abgestimmt haben. Ja, es ist ein Zahlenwust. Und ein Papierkrieg obendrein. Ob es aber wirklich fünf Toner braucht, das möchte ich ausnahmsweise einmal nicht ausprobieren.

    Ab 2:39 wird die Geschichte mit Ann Sophie anno 2015 angesprochen. (Und eben sahen wir noch die Tabelle von 2016.) Dass die Jurys sie aber kein einziges Mal unter den ersten Zehn platziert haben, ist falsch! Wäre es nur nach den Jurys gegangen, hätte Ann Sophie noch aus einigen Ländern Punkte erhalten. Umgekehrt auch, wenn nur die Zuschauer hätten abstimmen dürfen. In einigen Ländern kam sie tatsächlich in die Top 10 – aber eben nur in einer der beiden Wertungen. In der anderen fiel sie durch und zusammengerechnet fiel sie damit auf eine Platzierung zurück, bei der es heißt, Zitat Bar Refaeli: „I’m sorry… zero points!“

    Das Schicksal ereilte bekanntlich auch Gastgeber Österreich, doch da hätten sie nur von den Jurys profitiert – bei den Zuschauern fielen die Makemakes durch.

    Die Excel-Tabelle für das ESC-Finale 2015 findet ihr hier: https://web.archive.org/web/20150528153905/http://www.eurovision.tv/upload/voting/ESC-2015-grand_final-full_results.xls

    Ab 3:21 kommt Eurovision-Consultant Mario R. Lacker zu Wort: Er führt die Siegeschancen auf das Starterfeld zurück, man könnte auch gewinnen, wenn kein Phänomen wie Conchita Wurst oder „diese Monster-Rocker aus Finnland“ (er meint natürlich Lordi) dabei wäre. Die „drei S“ sind demnach entscheidend: Song, Sänger, Show. Kennen wir ja von „Monz“ Zelmerlöw, seinen „Heroes“ und seiner Armee der Strichmännchen. Hier hat Walulis ab 3:47 ein Anti-Beispiel gewählt: Den Auftritt von Alex Swings Oscar Sings „featuring“ Dita von Teese. Und da ist auch gleich der nächste Fehler, wenn auch kein Schwerwiegender: Unter dem Video steht „Eurovision Song Contest 2018 Vorentscheid / Das Erste“. Das heißt, der größere Fehler war es, diese „Grütze“ zum ESC zu schicken, aber da kann Walulis nichts für.

    Besser machen würden es, so Walulis ab 3:52, Aserbaidschan, Schweden, die Ukraine und Russland – „die böse Achse der Trash-Musik“ oder auch kurz: die ASUR-Staaten. Während man Dima Bilan, Jamala, „Monz“ Zelmerlöw, Ell und Nikki beim Jubeln zuschauen darf, heißt es, dass diese vier Länder seit 2002 ungefähr die Hälfte der ESC-Wettbewerbe unter sich ausgemacht hätten. Wenn es jetzt nur um die Siege geht, dann stimmt das auch nicht so ganz: Von 2002 bis 2017 gewannen diese Länder insgesamt nur sechs Mal, also weniger als die Hälfte. Gut, in diesen Jahren landeten die vier Nationen insgesamt häufiger auf den, sagen wir, vorderen fünf bis zehn Rängen, vielleicht ist es so gemeint. Aber Aserbaidschan ist auch erst seit 2008 dabei. Und es gab bekanntlich auch Jahre, in denen Russland oder Schweden im Halbfinale ausschied, aber das sind auch bloß Ausnahmen.

    Danach geht es ums Marketing, dass sich die Interpreten auch abseits des ESC gut verkaufen sollen. Ab 4:48 werden die Google-Trends von Lena, Ann Sophie, Jamie-Lee und Levina gezeigt. Lena wurde von Anfang bis Ende oft gesucht, die anderen Teilnehmerinnen konnten da nicht mithalten, so Walulis. Ja, es lief insgesamt schwächer, aber es gab zu Beginn und zum Ende noch ein paar Hochs. Bei Ann Sophie vor allem am Anfang – wir wissen ja, sie musste die Bürde von Andreas Kümmert tragen. Bei Jamie-Lee kam zum Ende ein Hoch – wahrscheinlich wegen ihres Manga-Outfits, oder weil sie zuvor TVOG gewonnen hat. Bei Levina (bzw. IZZA) hingegen perlte alles ab.

    Und ab 4:58 spielt „Networking“ eine Rolle – man kann auch sagen: Die berühmt-berüchtigten Freundschaftspunkte. Man hätte die bereits erwähnte Excel-Liste von vorne bis hinten durchgearbeitet, so Walulis. Und jetzt ging es tatsächlich um 2016, also das erste Jahr mit zwei getrennten Wertungen. Von 3.276 Juryvotes gingen demnach 8,9 % an Nachbarländer. Bei den Zuschauern waren es 577, also 14,5 %. Hab nachgerechnet, stimmt nicht hundert Pro, aber ungefähr. Nur: Wo kommen die 3.276 Votes eigentlich her? Von der Excel-Tabelle? Zu finden hier: https://web.archive.org/web/20160515141453/https://www.eurovision.tv/upload/voting/ESC-2016-grand_final-full_results.xls

    Beim Zählen der Tabelle komme ich auf 1.066 mal fünf gleich 5.330 Jury-Votes. Manche Länder hatten ja ein Land mehr oder weniger zur Auswahl, je nachdem, ob sie im Finale standen oder nicht. Oder geht es um die insgesamt vergebenen Punkte, alle Länder vergeben davon gleich viele: 1 bis 8, 10 und 12, macht zusammen 58. Bei 42 teilnehmenden Ländern wären dies in summa 2.436! Und das noch mal zwei, weil zwei Wertungen. Macht also 4.872. Die eben erwähnte Zahl 3.276 konnte ich bislang nicht finden. Oder habe ich etwas übersehen? Auch 2015 kommt nicht in Frage, zumal sich 3.276 auch nicht ohne Rest durch 58 teilen lässt.

    Laut dieser Tabelle würde es den Mythos, dass sich die Länder gegenseitig Punkte zuschieben würden, nicht geben. Auch wenn Russland aus Ex-Sowjetstaaten, Serbien aus Ex-Jugoslawien und Schweden aus Norwegen, Finnland und Dänemark regelmäßig viele Punkte bekommt. Also: Jein. Aber: Wenn 2008 nur die westeuropäischen Staaten hätten abstimmen dürfen, wäre Armenien der Sieger gewesen und Russland noch Fünfter geworden (und Deutschland Letzter): http://www.stefan-niggemeier.de/blog/808/die-maer-vom-ostblock-beim-grand-prix-4/ Bereits 2007 war die Dominanz Osteuropas ein Thema, aber die würde auch nicht so stimmen, schrieb man damals irgendwo, selbst wenn nur Westeuropa hätte abstimmen dürfen, wäre Serbien der Sieger gewesen. Leider weiß ich nicht mehr, wo genau das zu lesen war und ich habe diese Liste bislang auch nicht finden können.

    Ab 5:33 geht es noch einmal um „Sympathie“, in diesem Fall bezogen auf die Punkte, die Griechenland aus Deutschland erhielt. DIe nahezu unbeschriftete Tabelle zeigt die Anzahl der Punkte, die die Griechen von uns erhielten. Der erste Balken, das erkenne ich gleich, ist von 2005, dem Jahr des Sieges (und des letzten Platzes von Gracia): 12 Punkte für „My Number One“! Auch 2008 ging die Höchstwertung in dieses Land. Ab 2012 hätte es mit den hohen Wertungen aber nachgelassen und ab 2014 wäre total Sendeschluss gewesen. Ob das wirklich daran lag, dass Griechenland pleite war? Oder lag es doch eher daran, dass die Qualität derer Songs nachgelassen hat? (Vielleicht gibt es ja einen Zusammenhang zwischen beidem…) 2016 gab es im Finale überhaupt keine Punkte für Griechenland: Die waren da gar nicht dabei!

    Zum Schluss noch die „pragmatische“ Herangehensweise des NDR, der sich einfach denkt: Jo, wir sind ja schon sicher im Finale und wenn wir den ESC selber austragen müssen, das kostet doch nur! Da ist was dran. Ob das wirklich der Grund ist, dass wir immer so schlecht abschneiden, weil der NDR sich nicht anstrengen würde und den Wettbewerb nicht austragen möchte, das sei einmal dahin gestellt. Aber dafür kostet es, wenn die ab 6:34 genannten Zahlen stimmen, weniger, am ESC teilzunehmen, als eine eigene Show zu produzieren. Mittlerweile wurde die als Quelle angegebene Meldung aktualisiert: https://www.eurovision.de/news/Was-kostet-der-ESC-die-Teilnehmerlaender,gebuehren110.html Demnach kostete die Teilnahme 2019 dem NDR 405.100 Euro, etwas mehr als zwei Jahre zuvor. Also nur ein lächerlicher Teil dessen, was der ESC an sich kostet.

    Darum geht es ab 6:45, da kommt eine Tabelle ins Bild, in der es darum geht, wie viel es gekostet hat, den ESC selbst auszurichten, laut Walulis zwischen 19 und 55 Millionen Euro. Wem die Zahlen verwirrend erscheinen: Die erste Spalte sind die Beträge, aber in Millionen Britischer Pfund! Nur komisch, dass Baku 2012, Malmö 2013, Kopenhagen 2014 und Wien 2015 Eingang finden, Düsseldorf 2011, Stockholm 2016 und Kiew 2017 jedoch nicht. (Wo kommt diese Tabelle eigentlich her?)

    Ganz zum Schluss reiht sich Philipp Walulis in den Kanon der Kritiker ein, die sich sicher sind, dass Deutschland mit Michael Schulte „mal wieder“ ein Platz im letzten Drittel sicher wäre. Wie wir ja wissen: Dem war nicht so! Und dafür schätze ich Philipp Walulis: Selbst aus dieser Fehleinschätzung konnte er etwas Gutes machen: https://youtu.be/pTvqdVkcx2M?t=468

    So, das war jetzt eine lange und ausführliche Analyse. Nur ein paar Details, da bin ich mir nicht sicher oder ich habe sie nicht gefunden. Vielleicht kann da jemand weiterhelfen…

    • Schön, dass mein Kommentar auch noch kurz erwähnt wurde. Aber halt nur kurz, denn es ging ja um etwas völlig Anderes. -.- :/

      Den Podcast habe ich gestern Nachmittag nachgeholt. Mir persönlich fällt jetzt kein weiterer Fehler mehr ein, den ihr hier nicht erwähnt habt. Höchstens noch: Nicole hat sogar heute am Sonntag Geburtstag. Und Levina bekam keine Punkte aus Georgien. Vielleicht meintet ihr Jamie-Lee, sie bekam noch einen von der dortigen Jury. Levina bekam ihre Punkte aus Irland (Jury) und der Schweiz (Zuschauer).

      Apropos: Meine Eltern sagen auch häufig „European Song Contest“, im schnippischen Ton. Da muss ich sie auch sehr oft ermahnen…

  5. Den Podcast habe ich mir im Schnellverfahren angehört und mir sind drei gravierden Fehler aufgefallen. Dazu muss ich erwähnen, dass ich mir die Telefonate mit den Experten gespart habe.

    1. Fehler bei: – 33:23: England hat nur 5 x gewonnen, genau so oft wie Frankreich, Niederlande und Luxemburg

    2. Fehler bei: – 30.02: Beim ersten Grand Prix startete jedes Land mit zwei Liedern und bis auf Luxemburg und die Schweiz wurden diese von unterschiedlichen InterepretInnen vorgetragen. Deshalb war Freddy Quinn nicht unser alleinige Teilnehmer. Es trat auch noch Walter Andreas Schwarz für Deutschland an.

    3. Fehler bei: -28:49: Nicole war nicht so eben 16 Jahre alt und hat damit die Statuten gernde erfüllt. Beim Sieg 1982 war die 17.

  6. Wie kann man nur so viele Fehler in eine einzige Show unterbringen??? Wenn man nur ein bisschen besser und genauer recherchiert hätte… So etwas ärgert einen als Fan (von Experte würde ich trotz viel Wissen noch nicht sprechen), wie damals, als noch ab und zu in einigen Medien vom „European Song Contest“ gesprochen wurde.

  7. Habe mir gerade erst die Nova-Sendung „angetan“ und dann Euer Video geschaut – vielen Dank, dass Ihr die vielen Fehler und Ungereimtheiten geradegerückt habt. Die schlechte Recherchearbeit, aber noch viel mehr die Borniertheit der Deutschlandfunk-Redakteure hat mich wirklich erschreckt. Gut, dass es Euch gibt und ich hoffe, der eine oder andere „Experte“ vom Deutschlandfunk schaut mal auf Eurem Blog vorbei!

  8. Hab mir den Podcast heute beim Sport reingezogen; Ab und zu wurden ganz gute Stichpunkte aufgegriffen (z.B. die Kommerzialisierung des Contests), aber wie ihr’s bereits richtig getroffen habt, sind die Themen nur an der Oberfläche angekratzt worden und die Moderatoren konnten sich in keiner Sekunde von ihrem Schubladendenken trennen. Besonders schade finde ich die These, der Contest könne nach 65 Jahren endlich mal zu Ende gehen. In Zeiten, in denen viele Menschen (nicht nur in Europa) den Rückzug ins Nationale suchen, ist das eine sehr vermessene Behauptung.
    Schön wären einzelne Podcasts getrennt nach z.B. Dekaden gewesen, wobei ich über so manche Phase (Mittachtziger, die Jahre 1999 – 2002) lieber den Mantel des Schweigens hüllen lassen würde. Für Deutschlandfunk Nova dürfte es von Interesse gewesen sein, keine allzu „langen“ Podcasts abzuhalten, da dies der vermeintlich angepeilten Hauptzielgruppe zu langwierig und zäh sein würde (Stichwort: Jugendradio). Für jene, die sich ausgiebig mit der Geschichte des ESCs befassen möchten, empfehle ich Chris Wests „Eurovision! A History of Modern Europe through the World’s Greatest Song Contest“.

  9. Vielen Dank für den Fakten-Check. Ein Einwurf von meiner Seite: Ich hatte im Hinterstübchen immer abgespeichert, dass Brotherhood of Man mit „Save your kisses for me“ (Sieger 1976 für UK) der kommerziell erfolreichste Titel (international). Liege ich damit falsch? Lt. Wikipedia ist es zumindest im GB der erfolgreichste Titel..

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