Germany 12 Points: Noch kein Hit entfacht? Wenig Bewegung bei den Streamingzahlen

Anfang der Woche berichteten wir auf dem Blog über die ersten Entwicklungen bei den Streamingzahlen der sechs Beiträge für die deutsche ESC-Vorentscheidung „Germany 12 Points“. Seitdem sind ein paar Tage vergangen und am gestrigen Freitag die wöchentlichen Single-Charts erschienen. Für uns bedeutet dies, dass wir einmal mehr auf die sechs Titel schauen und versuchen, die Daten einzuordnen. Alle Zahlen sind Stand Freitag 13:00 Uhr abgerufen.

Spotify

Maël & Jonas liegen mit ihrem Song „I swear to god“ auf Spotify weiterhin vorne. Dies liegt unter anderem daran, dass der Song bereits im Oktober 2021 veröffentlicht wurde und seitdem auf einigen Spotify-Playlisten enthalten war, wodurch eine größere Reichweite erzeugt werden konnte. Mit 1,84 Millionen Streams (Stand 18. Februar, 13 Uhr) konnten Maël & Jonas seit letztem Donnerstag, als ihre VE-Teilnahme offiziell wurde, rund 56.000 Streams sammeln.

Dahinter kommt an zweiter Stelle mit „Anxiety“ von Felicia Lu ebenfalls ein Titel, der schon im Spätherbst 2021 veröffentlicht wurde. 516.730 Streams (Stand 18. Februar, 11 Uhr) konnte Felicia für ihren Vorentscheidungstitel bisher ansammeln. Auf Platz 3 steht Malik Harris mit „Rockstars“, der seinen Song noch ein paar Tage vor der Bekanntgabe der sechs Acts für den Vorentscheid veröffentlichte. Sein Song ist unter anderem in der „Top of the Morning“-Playlist (612.000 Follower:innen) und „Pop Brandneu“ (449.000 Follower:innen) auf Spotify. Für ihn stehen derzeit 210.351 Spotify-Streams zu Buche. Dahinter bleibt es eng umkämpft: Auf Platz vier befinden sich Nico Suave und Team Liebe mit „Hallo Welt“, die auf 93.305 Streams kommen – Spotify hat den Titel unter anderem in die „POPLAND“-Playlist (568.000 Follower:innen) aufgenommen. „Soap“ von Emily Roberts kommt auf 84.311 Streams und zu guter Letzt folgt Eros Atomus mit „Alive“, der auf 24.979 Streams kommt.

Interessant ist natürlich besonders die Entwicklung der Titel seit der Bekanntgabe am Donnerstag, den 10. Februar – die Zähler werden praktisch auf null gesetzt und wir schauen nur auf die Streams, die die Songs seitdem gesammelt haben. Hier ist das Ranking aktuell folgendermaßen:

Platz 6: Eros Atomus – „Alive“ (24.979 Streams)

Platz 5: Felicia Lu – „Anxiety“ (80.034 Streams)

Platz 4: Emily Roberts – „Soap“ (84.311 Streams)

Platz 3: Nico Suave & Team Liebe – „Hallo Welt“ (93.305 Streams)

Platz 2: Malik Harris – „Rockstars“ (146.622 Streams)

Platz 1: Maël & Jonas – „I swear to god“ (156.562 Streams)

Maël & Jonas sind somit auch hier an der Spitze – jedoch dicht gefolgt von Malik Harris, der nun knappe 10.000 Streams hinter dem Duo liegt. An der Reihenfolge der sechs Beiträge hat sich unterdessen nichts geändert: „Hallo Welt“ steht auf Rang 3, danach „Soap“, „Anxiety“ und „Alive“. Felicia Lu konnte jedoch immerhin etwas Boden auf Emily Roberts gut machen, sie steht bei 80.034 Streams seit dem 10. Februar. Acht Tage nach der Bekanntgabe der sechs Titel der deutschen Vorentscheidung kann also weiterhin attestiert werden, dass die Titel aktuell wohl stärker in der ESC-Community gestreamt werden und nur teilweise über Playlists ihre Reichweite ausbauen konnten.

YouTube

Auf YouTube liegen Maël & Jonas ebenfalls vorne, das Musikvideo wurde wie schon der Song bereits im Oktober veröffentlicht und hatte damit einen zeitlichen Vorsprung. Alle anderen Musikvideos wurden am 9. bzw. 10. Februar veröffentlicht, sodass die anderen fünf Beiträge denselben Zeitraum zur Verfügung hatten. Die Zahlen stellen sich wie folgt dar:

Platz 6 (-2): Eros Atomus – „Alive“ (36.483 Streams)

Platz 5: Emily Roberts – „Soap“ (38.327 Aufrufe)

Platz 4 (+2): Nico Suave & Team Liebe – „Hallo Welt“ (38.333 Streams)

Platz 3: Malik Harris – „Rockstars“ (44.093 Aufrufe)

Platz 2: Felicia Lu – „Anxiety“ (54.659 Aufrufe)

Platz 1: Maël & Jonas – „I swear to god“ (109.823 Aufrufe)

Da YouTube die Aufrufzahlen teilweise nachträglich anpasst, kommt es bei den Aufrufzahlen im Vergleich zum letzten Artikel zu leichten Verschiebungen, sodass manche Videos weniger Aufrufe verzeichnen als 14. Februar, wo wir erstmals auf dem Blog die aktuellen Zahlen präsentiert haben. Eros Atomus (Platz 6) und Nico Suave & Team Liebe (Platz 4) tauschen die Plätze, das restliche Ranking bleibt unverändert. Den größten Zuwachs seit dem letzten Update am 14. Februar verbucht Felicia Lu mit rund 8.000 Aufrufen, gefolgt von Malik Harris mit etwa 4.000 Aufrufen.

Single-Charts

Am Freitag wurden zudem die von der GfK Entertainment erhobenen deutschen Single-Charts veröffentlicht (abrufbar bei MTV Germany). Wie in der Vorwoche steht dort Gayle mit ihrem Hit „abcedfu“ an der Spitze, gefolgt von Katja Krasavice („Onlyfans“), die mit ihrem neuen Album zudem auf Platz eins der Album-Charts einsteigt. Der erste Titel mit ESC-Bezug findet sich auf Platz 59 mit „Blurry Eyes“ von Michael Patrick Kelly (mit der Kelly Family 2002 in der deutschen Vorentscheidung gewesen). Das „Beggin'“-Cover von Måneskin steht immer noch in den Top 100 auf Platz 68. Und Laurell Barker kann ihren erfolgreichen Song „Habit“ auf Platz 98 platzieren.

Die Download Single-Charts wurden zuletzt am 14. Februar aktualisiert, die Verkaufszahlen dieser Woche werden somit erst am Montag veröffentlicht. Interessant ist jedoch, dass sich für die zurückliegende Woche „Brividi“ von Mahmood und Blanco dort auf Platz 36 befindet. Auf Platz 82 steht Maite Kelly mit „Ich steh dazu“. Die Platzierungen in den Download-Charts sollten jedoch nicht überbewertet werden, da die Verkaufszahlen auf Portalen wie iTunes oder Amazon in den letzten Jahren immer stärker zurückgegangen sind. Dennoch zeigt sich, dass Mahmood und Blanco offenbar schon Fans in Deutschland mit ihrem Song so sehr begeistern konnten, dass sie sich den Titel gekauft haben.

Von den sechs Vorentscheidungsteilnehmern hat es somit keiner in die deutschen Top 100 geschafft. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Aufmerksamkeit und damit auch das Interesse an den Songs in den Tagen vor und vor allem nach „Germany 12 Points“ am 4. März zunehmen wird – vielleicht dann auch mit mehr Erfolg in den deutschen Charts.

Welcher Titel könnte in den nächsten zwei Wochen bis zum Vorentscheid die stärksten Zuwächse verbuchen? Und glaubt Ihr, einer oder mehrere der Vorentscheidungstitel wird noch zum Hit? Die sechs Vorentscheidungsbeiträge könnt Ihr jederzeit über unsere Spotify-Playlist abrufen und streamen. 


125 Kommentare

  1. Wahrscheinlich wird es der eine oder andere Titel nach dem 4. März den Sprung in die Charts schaffen und dann nach einer Woche wieder draußen sein. Hitpotential gibt es definitiv bei keinem der Songs.

  2. Es wird wieder mal eine einzige Enttäuschung in Turin werden. Mehr als einer der letzten Plätze wird es auch dieses Jahr nicht werden. Keiner der 6 Songs sticht auch nur in irgendeiner Form raus. Typische Radiosongs, die man schnell wieder vergisst. Seitens des NDR’s mal wieder schön ins Klo gegriffen.

    • Sehe ich anders. Enttäuscht bin ich, wenn ich einen Song sehr mag, der dann in Europa durchfällt. Katastrophal fand ich z.B. das Abschneiden von „Never Forget“ von Greta Salome und Jonsi. Diese Auswahl ist mir ziemlich schnuppe, wenn ich auch die Songs von Felicia und Malik ok finde.

    • Das Ergebnis steht jetzt nicht fest. Wenn der VE-Sieger in Turin gut abschneiden wird, werden demjenigen der solche Aussagen trifft, hoffentlich um die Ohren geschlagen.

      • Schade, dass man hier keine Lach smilies setzen kann. Der „wenn wir besser abschneiden, als gedacht..“ hätte sicher einen verdient.

  3. Zur Einordnung der YouTube-Zahlen: Eurovision France hat am 16.02. die 12 Videos von den Auditions eingestellt. Drei Tage später liegt „Fulenn“ bei über 100.000 und „Seule“ bei über 80.000 Aufrufen.

    • Sind ja auch starke Songs. Besonders „Fulenn“ hat es mir angetan. Der Song geht direkt in die Beine, bleibt im Kopf. Das kann ich leider von unseren Beiträgen nicht wirklich behaupten.

      Würde mich nicht wundern wenn „Fulenn“ sogar in den deutschen Singlecharts höher einsteigt als die heimischen Beiträge. Und der Song ist ebenfalls radiotauglich.

  4. Hier kommt wieder die Problematik der Radiotauglichkeit zum Tragen. Keiner der Songs hat wirklich Hitpotential und auf Spotify bzw YouTube hört man in der Regel Musik bewusst. Das heißt man erstellt sich selbst ne Liste oder klickt gezielt den einen Song an. In den Poplisten von Spotify in denen die Lieder auftauchen, gehen diese ebenfalls unter. Dort sind zu viele Popsongs vertreten so dass sich die Finalisten-Songs nicht wirklich abheben von der Masse und dann wieder in der Versenkung verschwinden.

    Ich sehe also nicht wie sich die Songs der Finalisten durchsetzen sollten gegen die bessere internationale Konkurrenz in den Charts und auf Spotify. Da fehlt einfach das Besondere oder das Alleinstellungsmerkmal.

    • Nicht nur du, hab Flasbacks zu den Fotos einer weinenden Levina.
      Künstler mit chancenlosen Acts so ins Messer laufen zu lassen ist unfassbar… und das nur, weil man sich für so viel schlauer hält, obwohl man seit Jahren nur am Versagen ist.

      • Im Gegensatz zu Levina, die ihre Songs ja mehr oder weniger aufgedrückt bekommen hat, haben sich die Künstler dieses Jahr allerdings mit ihren Songs selbst beworben, sie also selbst für konkurrenzfähig genug erachtet. Dem, NDR könnte man höchstens vorwerfen, dass sie mir ihrem Geschwafel von den „super starken Songs“ diese schiefe Eigenwahrnehmung noch verstärkt haben.

  5. You Let Me Walk Alone wurden auch keine Chancen eingeräumt…. bei aller verständlichen Kritik, lasst uns doch erst mal die anderen Beiträge abwarten, so viele gibt’s ja noch nicht, vielleicht läuft’s ja doch nicht ganz so schlecht im Mai

    • You Let Me Walk Alone kam international aber zumindest etwas besser an, als unsere aktuelle Auswahl.

      Der einzige der vielleicht einen ähnlichen Effekt haben kann ist Malik. Aber wird das dann das Schema? Mann mit unscheinbarer Wimmerballade? Bitte nicht.

      Wir müssen dieses Jahr sogar floppen, sonst wird der NDR gar nichts ändern und wir kriegen nur noch mittelmäßigen Radiopop und kämpfen jedes Jahr um den Platz 15-20

      • Tja, hat leider früher nach den Flops auch nicht geklappt…. Die NDR-Riege war davon immer stets unbeeindruckt (am schlimmsten war es 2016/17, zuvor konnte Schreiber wenigstens noch die Schuld auf das Publikum schieben, weil sie unglücklich entschieden haben)

    • Wie oft haben Songs, denen vorher keine Chance eingeräumt worden, denn erfolgreich abgeschnitten. 2018 gehörten Österreich und Deutschland bestimmt nicht zu den Favoriten. Am Ende wurde sie dritte und vierte. Arcade würde ich auch als Radiofreundlich bezeichnen. Trotzdem hat der Song 2019 gewonnen. Auch Bulgarien 2017 war eher ein Radiosong und die wurden zweite. Es ist also schlicht falsch, wenn behauptet wird, das Radiofreundliche Songs keine Chance beim ESC hätten.

  6. Bei aller richtigen und wichtigen Diskussion um die musikalische Diversität muss man dich auch erst mal abwarten wie die Songs live rüberkommen. You let me walk alone war zuerst auch kein Hit, erst mit dem überraschenden 4 Platz ging das los. Ich werde mir erstmal die Live Auftritte angucken um mir über die 6 Songs abschließend ein Urteil zu bilden

  7. Da felicia lu ihren Song noch verlängern muß um auf 3 Minuten zu kommen, erhoffe ich mir das sie noch Highlights einbaut die den Song dann aufwerten.
    Klar wird er dadurch wahrscheinlich nicht wirklich herausragend aber vielleicht etwas woran man sich dann positiv erinnert.

    • Wieso muss sie verlängern, es gab auch in der Vergangenheit kürzere Songs. Längere Songs sind eher problematisch

    • Ist es nicht umgekehrt, dass Lieder gekürzt werden müssen, die länger sind als 3 Minuten, Lieder aber gern auch kürzer sein können?

      • Richtig, es gibt eine Maximal-, aber keine Minimallänge. Oder zumindest keine in der Größenordnung von Felicia Lus Song. Der kürzeste Eurovision Song ist derzeit Aina mun pitää mit 1:42.

    • ESC-Songs müssen nicht 3 Minuten lang sein, sie dürfen nur nicht länger sein (wobei es wohl einen Toleranzbereich von einen Sekunden darüber gibt).
      Kürzer ist kein Problem. 2014 trat die finnische Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät mit „Aina mun pitää“ an. Das Lied war keine 2 Minuten lang.

      Vielleicht meinte Rainer Knuth auch nur, dass er sich wünschen würde, dass Felicia ihr Lied noch etwas streckt. 3 Minuten mit einer weiteren Wiederholung des Refrains überzeugen im Zweifel vielleicht mehr als 2:30.

  8. Ich wünsche alles 6 Künstlern wirklich viel Glück für die kommende Zeit.
    Vielleicht auch die ein oder andere positive Erfahrung nach dem ganzen Spektakel.
    Auf jeden Fall starke Nerven und viel Selbstvertrauen für das Kommende.
    Ob das jeden gelingt, weiß ich nicht aber nach den Erfahrungen der letzen Jahre braucht es schon auch etwas Mut dann weiter wie bisher zumachen….
    Ich schreib das nur ,weil halt meine sonstige Unterstützung fehlt.
    Ich streame die 6 Titel nicht und werde auch (zweitmalig ) für keinen Titel anrufen.
    Ich schaue mir gerechterweise alle 6 Videos nochmals in Ruhe an und sitze beim Vorausscheid auch vorm Fernseher – mehr geht leider nicht.
    Ich kaufe mir ja sonst auch kein Hemd was ich nicht anziehe…

  9. Sie hat erwähnt, das sie ihn anders singen will. Bin halt davon ausgegangen, das er verlängert wird. War halt unklar von mir ausgedrückt.

    Ist aber so gesehen auch eine große Chance es aufzuwerten.

    • Ich denke nicht an einen Revamp ala Albanien oder Israel sondern an ein Revämpchen, vll. wird in der Tonart mal gewechselt. An einer Veränderung des Playbacks glaube ich bei keinem der 6 Teilnehmer.

  10. Selbst wenn sie den Song „aufwerten“ kann, wird das nicht viel nützen. Das bringt dann vielleicht 1-2 Plätze.
    Aus einem Trabbi wird auch nach dem besten Tuning kein Ferrari.

  11. Für das Online Voting und den 4.3. kann es interessant werden, wer seine Community und sein Netzwerk noch mobilisiert bekommt. Würde mich nicht überraschen, wenn da noch was passiert. Gerade nach dem Shitstorm, der bis dahin auch nicht aufhören wird.

  12. 6 Lieder von der traurigen Gestalt eben, und eines der armen Dinger wird in Turin im Kampf gegen die Jury- und Televotingwindmühlen untergehen. 🙁

    Und bevor sich jetzt irgendwer wieder aufregt, weil ich und andere keinen unserer potenziellen Beiträge unterstützen: Die Schuld liegt nicht beim Überbringer der schlimmen Nachricht. Die Schuld liegt einzig und alleine beim NDR, der 6 x ein „Thema verfehlt. 6. Setzen.“ abgeliefert hat. Und dieses Komplettversagen müssen die 6 vermutlich talentierten Acts jetzt ausbaden, ohne dass sie irgendetwas dafür können. Die haben ganz einfach das beim NDR eingereicht, was sie sonst auch so machen. Dem NDR hätte aber auffallen müsssen, dass es sich hierbei weder um ESC-TOP 10- oder auch nur ESC-Mittelfeldmaterial handelt, sondern um 6 durchaus vernünftige Arbeiten im Fach Fahrstuhl- und Kaufhausmusik, gepflegtes musikalisches Levinagrau in unterschiedlichen Schattierungen und in der Konfektionsgröße ESC 20+ …

    Und wenn man sich das bisherige Schicksal der traurigen 6 in Charts und Streaming anschaut, scheint der NDR selbst im Kontext der von ihm definierten und für den ESC falschen Auswahlkriterien zu scheitern. Da kann ich mich kaum noch über den NDR aufregen. Ich spüre vor allem Mitleid …

      • Du hast mal wieder so recht …

        🙄 und ich sofort:

        🎵🎶 da hat da hat da hat da hat der Heidegger wieder mal recht…. 🎶🎵

      • Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber ich finde, dass die Sender, die Künstler für den ESC auswählen, auch eine Fürsorgepflicht gegenüber diesen Künstlern haben. Der NDR wirft ganz einfach jedes Jahr einen jungen und hoffnungsvollen Act unter den Bus, danach dreht man sich um und sagt: Das ist nicht unsere Schuld, aber nächstes Jahr versuchen wir beim ESC-Actwurf zumindest die offene Bustür zu treffen. Und schupps landet der nächste unter dem Bus … *Kopfauftischplatteschlag*

        In anderen Ländern, wie z. B. letzte Nacht in Malta oder beinahe jedes Jahr beim FdC, werden alle ehemaligen Teilnehmer gefeiert, auch jene, die beim ESC den letzten Platz belegt haben. Beim NDR habe ich immer das Gefühl, dass man den Vorentscheid am liebsten ganz am ESC vorbei aufziehen will. So als wäre der ESC was Schmuddeliges, mit dem man eigentlich gar nichts zu tun haben möchte. Und dieses Jahr zeigt sich dieser seltsame Ansatz mMn besonders deutlich, sowohl im Auswahlprozess and auch in der Auswahl der 6 Finalisten.

    • Also eine 5 kann man geben. Immerhin haben die Beteiligten Leistung gezeigt, über 900 Songs gehört, bewertet und eine Auswahl getroffen. Nur leider nicht die richtige.

    • Es ist ein bisschen, als hätten die sieben Radioleute den ESC mit dem ZDF-Fernsehgarten verwechselt, als sie meinten, das seien passende Songs. Aber gut, die machen das ja schließlich auch zum ersten Mal, wie der Herr Friedel gestern meinte. Da kann das ja mal passieren.

      • Ich nehme das jetzt mal als ironische Intervention, und dafür gibt es ein 👏👏👏

  13. Ich denke, das Mindeste, was die ARD den sechs Kandidaten nun schuldig ist, nachdem sie so in Mitleidenschaft gezogen wurden, wäre, das Versprechen, aus den Songs Radio-Hits zu machen, auch einzuhalten. Aber dazu reicht es halt nicht, die Songs nur einmal am Tag und im Zweifel dann auch noch abends zu spielen.

    Ob wir die Songs in der Woche nach dem VE in den Charts sehen werden, halte ich auch noch für fraglich. Die S!sters sind ja auch nicht in die Top 100 gekommen, Jendrik ebenso wenig.

    • Aber wenn die Leute die 6 Songs nicht hören wollen, bringt es ja auch nichts, sie dauernd im Radio zu spielen. Wir ESC-Fans strengen uns ja jedes Jahr an, uns so einiges schönzuhören, weil die Beiträge, die für den ESC ausgewählt werden, Teil unseres Hobbys sind. Das trifft auf Radiohörer nicht zu.

      • Auch wenn du natürlich Recht hast, denke ich, dass der NDR es trotzdem noch stärker forcieren sollte. Die Sechs können einem ja wirklich nur Leid tun.

  14. In meiner Sicht ist „You let me walk alone“ ein starker Song, starker Text, mit einem starken Sänger, (funfact: er hatte glaube vor der Teilnahme schon eine youtube „Fanbase“, oder?).
    Auf dieser Basis hatte man dann noch ein gelungenes Staging hinzugefügt und so konnte sich Michael Schulte mit seiner starken Performance durchsetzen im Starterfeld von 2018.

    Wenn ich den Song jetzt höre, werde ich emotional bewegt. Das ist die Stärke des Songs.

  15. Sooo…
    Spotify Germany Daily heute (d.h. gestern):

    1° Tageslicht by RAF Camora, Ufo361, The Cratez 618,572

    2° MVP by Samra, Anonym, BOJAN 417,802
    3
    3° Bilder by Jamule 394,427

    4° Weg von mir by CIVO 382,717

    5° Kopf aus by 1986zig 378.000

    Komisch….. alle deutsche Titel…. wer haette das gedacht?

    🙄🙄🙄 🤣🤣🤣

      • Also ich habe mir gestern auf Amazon We Got The Moves und Pump It von Eskimo Callboy gekauft.

    • Fast alle dieser Titel liefen in der letzten Woche bei meinen jungen Barber der 45 Minuten meinen Vollbart wieder den richtigen Schliff verpasste. Er hatte bei der Musik Spaß und war teilweise auch tectsicher.
      Ich empfand die 45 Minuten als Ewigkeit.
      Er gehört womöglich mit seinen 25 Jahren nicht zur ESC Zielgruppe. 😂😂😂

  16. „Unsere“ 6 Lieder sind einfach nur magere Kost. Hier glaubt doch keiner im Ernst, dass sich darunter ein Hit befindet. Wir alle wissen das wird in Turin ein Desaster. Deutschland wird davon keine Notiz nehmen. Die Zuschauerquote wird weiter sinken. Das alles sind düstere Aussichten. Es gibt gar nichts zum schön Reden. Die Interpreten können einem wirklich leid tun. Weil sie vom NDR sowas von verheizt werden. Letztes Jahr dachte ich tiefer kann der NDR nicht mehr fallen. Leider werden wir dieses Jahr eines Besseren belehrt. Immerhin bröckelt erstmals die devote – Wir stehen Stramm- Einstellung von Eurovision de. Leise Kritik Töne sind nicht zu überhören. Hoffentlich festigen sich diese Meinungen.

    • 1. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt. 2. Wie können die schon zu streaminghits werden, wenn andauernd nur über Kandidaten gesprochen wird, die nicht gar nicht zur VE zugelassen worden sind? 3. Es ist einfach nur zum Kotzen in Deutschland, ständig werden die Künstler von den sogenannten Fans sabotiert. Auch jetzt werden die chancen der Kandidaten schon vor der VE zu nichte gemacht, nur weil andere ihr Ego verletzt sehen, weil EC nicht dabei sind. Ich könnte gerade nicht so viel essen wie ich kotzen möchte. Am besten ist die ARD zieht sich vom ESC ganz zurück. Weil diese Hetze im Internet, die hier gegen die Künstler und die Verantwortlichen läuft, ist einfach nicht mehr zumutbar. Man kann es den Fans hier nicht mehr recht machen. Ich freue mich auf den Vorentscheid und ich werde für meinen Favoriten voten und als wahrer ESC-Fan drücke ich unserem Kandidaten die Daumen. Ob es was hilft, wird sich zeigen. Ich hoffe natürlich weiterhin auf ein gutes Ergebnis, auch wenn die Trollnation natürlich alles tun wird, damit das nicht passieren wird.

      • Am besten ist die ARD zieht sich vom ESC ganz zurück. Weil diese Hetze im Internet, die hier gegen die Künstler und die Verantwortlichen läuft, ist einfach nicht mehr zumutbar.

        Dann werden wir mal sehen, wie es ProSieben organisiert. Die lechzen nur danach.

      • @escfan05: Du selbst hast vor nicht einmal einem Jahr gefordert, dass es wieder einen klassichen Vorentscheid mit „diversen Musikstilen für jede Zielgruppe“ (dein Wortlaut!) geben sollte. Nun fordern die Leute genau das ein und du empfindest es als „Hetze“? Hä?

        Und vor zwei Jahren wolltest du jemanden wie VoXXclub haben, da „Stimmungsmusik beim ESC gut ankommen würde“ (auch ein Zitat von dir). Fallen EC nicht genau in diese Kategorie von „Stimmungsmusik“, wenn auch unter einem anderen Genre?

        Ich halte es zudem für … gewagt, zu behaupten, dass die Leute die Lieder unserer Bewerber*innen nur deswegen nicht auf den Streamingdiensten anhören, weil im Internet ein Shitstorm gegen den NDR und dessen Musikauswahl läuft. Also ich kann Felicia Lu ganz prima hören und trotzdem der Meinung sein, dass es bessere Alternativen für unseren Vorentscheid gegeben hätte. Umgekehrt würde ich mir aber nicht freiwillig „Hallo Welt“ anhören, selbst wenn alle Welt begeistert über dieses Lied schreiben würde und wir dieses Lied nach Turin schicken sollten.

        Die Songs werden nicht zu Streaminghits, weil es offenbar keine Hits sind. Du kannst die Menschen nicht zwingen, ein Lied gut zu finden und es darum öfter freiwillig anzuschmeißen.

  17. Was bin ich froh,das heute Abend Vorentscheide kommen.
    Dann ist man nicht geneigt,sich die Sülze in den Kommentaren durchzulesen.
    Schlimmer wie sechs Wochen Dauerregen.

  18. Warum beschweren sich eigentlich Menschen darüber, dass sie Kommentare lesen. Das ist ja eine Art Selbstvorwurf. Klar ist es blöd, wenn man aus Langeweile viele Kommentare liest, die einen langweilen.

  19. @Jastus: Ich stehe zu meinen Aussagen nach wie vor. Ich bin durchaus der Meinung das die VE die musikalische Vielfalt eines Landes wiederspiegeln sollte. Und ja, ich war damals für VoxxClub, weil der Song mir am besten gefallen hat. Als aber die Entscheidung für Michael Schulte gefallen ist, habe ich sie akzeptiert und respektiert, weil er alle Votings in der VE damals gewonnen hat und ihm die Daumen gedrückt. Ich habe habe keine Petition initiiert, mit dem Ziel ihn durch Voxxclub zu ersetzen und habe nicht gegen ihn im Internet gehetzt. Sondern ich habe ihn die Daumen gedrückt.

    • @Jastus: Man kann ja auch der Meinung sein, das die VE nicht divers genug ist. Was mich aber total ankotzt, das hier Boykottaufrufe lanciert werden, oder das man aus Protest den schlechtesten Auftritt zum Sieg verhelfen will und so weiter. DAS geht klar gegen die Kandidaten und das ist unfair. Der NDR wird diesen Shitstorm aushalten, was das ganze aber mit dem Kandidaten macht, ist ne andere Sache. Da wird immer von Respekt gefaselt, aber viele Beiträge nicht nur hier, sondern auch in den gesamten Sozialen Netzwerken, sind aber total respektlos gegenüber den anderen Kandidaten, unabhängig davon ob einem die Songs gefallen. Ich bitte einfach darum, wenn der VE-Sieger feststeht, diesen von übertriebenen Kritik zu bewahren, vollkommen unabhängig davon ob einem der Song gefällt. Keine Aktionen gegen den VE-Sieger usw. Denn der soll ja dann in Turin für Deutschland auftreten. Seid einfach fair zu demjenigen der nach Turin fährt.

  20. @escfan05 bitte nehme das jetzt nicht als persönlichen Angriff! Mit dieser Petition soll / sollte erreicht werden die Vielfalt an Genre in den deutschen VE zurück zu bringen. Wenn dann in diesen Fall EC nicht gewählt worden wäre, hätte alle gesagt „die Mehrheit will was anderes“. Nur wurde uns dieses Jahr die versprochene Vielfalt nicht gegeben weil nicht unbedingt die Jury falsch entschieden hat, sondern die Jury ganz einfach nicht vielfältig genug besetzt war (alles Mainstream Radio Leute) zumal auch die Prioritäten falsch gesetzt waren. Das sollte sich nächstes Jahr ändern.

    • Das konnte man aber vorher wissen. Eine Radiojury entscheidet sich für, oh Überraschung, für sogenannte radiofreundliche Songs. Ich hätte ja abgewartet, bis das Ergebnis in Turin feststeht. Wer sagt denn das Malik Harris nicht ganz ordentlich abschneidet? Das weiß man doch vorher nicht. Diese ganze Aktion für EC war einfach unfair gegenüber den anderen Kandidaten. Sie war einfach nutzlos und sinnlos. Der NDR hat nicht nachnominiert. Viel mehr glaube ich, wird der NDR im nächsten Jahr einfach keine VE mehr veranstalten, sondern wieder direkt nominieren. Außerdem ich sage es noch mal, sie hat den Kandidaten geschadet, was ihre Chancen in Turin angeht.

  21. Sorry, aber schaut euch mal an was andere Länder gerade für Knallersongs raushauen (Ukraine mit Kalush Orchestra, für Polen wahrscheinlich Ochman und mit großer wahrscheinlichkeit Subwoolfer für Norwegen).
    Da können diese 6 Schnarch-Songs gar nicht mithalten. Es ist mir ein Rätsel wie dieser „I sear to god“ kram überhaupt so viel gestreamt werden konnte.

    Mir tun die Teilnehmer des VE unendlich leid. ich hoffe, dass man sich für Felicia entscheidet und ihr ein Bomben-Staging mit zusätzlichen Tänzer/innen gibt. Alles andere ist „i’m sorry Germany – Zero points“.

    • mir gefällt i swear To god ausgesprochen gut. Und die drei genannten Songs finde ich nicht so toll. „Give that wolf a Banana“ Echt jetzt?

      • @Mariposa

        Mir gefällt der Song auch nicht.
        Aber deswegen braucht man sich nicht als Geschmackspapst hier aufspielen.
        Ne aufgeblasene Plastiktüte hat noch mehr Substanz als deine Kommentare.

  22. Was ich schade finde, das wir von keinem der 6 Acts, vor dem 04.03. Liveauftritte sehen werden. So das man mal einschätzen könnte, wie gut die Acts live sind.

    • @ elkracho

      Man wird hier schon als „Hetzer“ bezeichnet, wenn man lautstark Kritik am NDR übt… Vielen Dank für die Herabwürdigung. Was soll das ?

      • @ mariposa

        Sehr gern geschehen.
        War kein Herabwürdigung.
        Nur ne nüchterne Feststellung.
        Die Leser hier sind nicht doof.
        DIe kapieren es schon ,wenn man etwas nicht gut findet.
        Und sich zwei- oder dreimal dementsprechend äußert.
        Da brauchts es keine gleichlautenden hundert Kommentare
        Das macht die eigene ANsicht nicht wichtiger.
        Und nicht die Meinung an sich nervt,ich sehe durchaus einiges ähnlich.

        Und als Hetzer wird nicht bezeichent,wenn Kritik übt.
        Den EIndruck habe ich nun wirklich nicht.
        Aber keine Ahnung,in welcher Welt du unterwegs bis.

        Enspann einfach mal,und atme tief durch.

  23. Es ist einfach eine verfahrene Kiste inzwischen. Am Anfang war ich auch noch dafür nachzunominieren, inzwischen sollte um die Gemüter zu beruhigen es so bleiben, aber die Songs alle überarbeitet werden mit mehr „pfeffer“ drin.
    Keiner kann sagen wie ein Song abschneiden wird, zumal wir die wirkliche Show der Songs noch nicht einmal kennen. Diese macht einen großen Anteil an Punkten aus. Gibt genug Beispiele in beide Richtungen mit guter und schlechter Show.

    • Meine Güte, jetzt warte doch mal ab. Wir sind erst bei der VE. Noch mal 2018 hat keiner einen Pfifferling darauf gegeben, das der Schulte so gut abschneiden würde, ich ehrlich gesagt auch nicht. Umso erfreulicher war dann der vierte Platz. Wir kennen ja noch nicht mal die Live-Auftritte der Kandidaten. Live ist noch mal was ganz anderes, als so ein Musikvideo.

  24. Bei Felicia Lu könnte ich mir eine ähnliche Show wie von Aly Rain damals vorstellen. Etwas dunkler noch und weniger bunt und vor allem OHNE Laufband 😁

  25. Es ist aber leider davon auszugehen, dass es gar keinen ESC 2022 gibt Putin wollte noch ein Paar Medaillen einheimsen und jetzt geht es wohl los 🙁 Dann schon lieber die NDR-Farce als das.

    • Es gab schon andere Kriege, wegen derer der ESC nicht abgesagt wurde (zum Beispiel seit 8 Jahren in der Ukraine). Einzig das Corona-Virus hat das Undenkbare (ein Jahr ohne ESC) geschafft.

  26. Wenn ich so den Kommentarverlauf verfolge, frage ich mich, ob da nicht manchen die Freude am Mitkommentieren vergeht. Manche von euch verbringen offenbar viel Zeit mit viel Wut im Bauch vor dem Computer. Natürlich kann man das auch auf den NDR schieben, aber gesund kann das nicht sein, und Lebensfreude bringt das wohl auch nicht.

  27. Ich habe heute (Samstag, 19.02.2022) das Hörfunkprogramm NDR 2 von 10 bis 17 Uhr gehört. Nicht einmal wurde etwas über die sechs deutschen Wettbewerbslieder berichtet, abgespielt oder sonst was. Kurzum: NICHTS!!!!!!!!!! Und das aus dem gleichen NDR-Gebäude.

    • Sicher?
      18:16 eros atomus – alive
      12:41 Felicia Lu – Anxiety
      10:16 Emily Roberts – Soap
      06:41 Malik Harris – Rockstars

      • da gebe ich inga recht. Habe heute Vormittag Emily Roberts auf NDR 2 im Auto gehört (war auf dem Weg zum Einkauf).

  28. Katja Krasavice hätte ordentlich Farbe und Unterhaltung in den deutschen ESC-Vorentscheid gebracht und leider hat es der NDR vermasselt. Daß noch keiner aus dem Sixpack des deutschen ESC-Vorentscheides in die Top 100 Singlecharts eingestiegen ist, war abzusehen und hatte ich auch prognostiziert. Weder in der Zeit zwischen dem ESC-Vorentscheid in zwei Wochen noch nach dem ESC in Turin wird sich das ändern.

  29. Ich bin zwar kein TV-Experte, aber ich bin mir nicht sicher, ob es ideal war, den ESC-Vorentscheid an einem Freitag gegen RTL und „Let’s Dance“ antreten zu lassen, also hinsichtlich der Einschaltquoten. Vielleicht hätten die es vor dem 18. Februar bringen sollen, als kein Let’s Dance im TV zu sehen war? Was denkt ihr so?

    • Ich denke ja, wenn sich der ESC-Vorentscheid nicht gegenüber „Let’s dance“ behaupten kann, zeigt das nur einmal mehr, dass was schief läuft.

      Allerdings dürfte der VE nun auf den Dritten wohl eh weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit laufen. Gibt ja doch viele, die gar nicht sagen könnten, unter welcher Kanalnummer sie die Dritten oder ONE gespeichert haben.

    • Andererseits kann der Vorentscheid sehr gut ohne die Let’s Dance Zuschauer auskommen. Am Besten noch Volksmusik im Zweiten und es wäre wirklich nur die Interessierten dabei

  30. „Hallo Welt“ ist ein Lied von einem sehr zweifelhaften Künstler (Verbindung zu Xavier Naidoo), welches ein Schlag ins Gesicht ist für Menschen die mit Depressionen und Burnout zu kämpfen haben. Jeder der sowas gut findet ist bei mir als Mensch einfach unten durch. Die Jury hat mit diesem Beispiel alleine gezeigt dass sie überhaupt keine Ahnung hatten mit dem was die tun.

    • Ich wollte mich ja nicht mehr zu den Anfeindungen der Teilnehmer äußern, weil es mich einfach nur nervt. Du kannst aber nicht einfach Gerüchte in die Welt setzten oder verbreiten, ohne auch Fakten zu nennen. Soweit ich weiß hat er nur die Erklärung damals unterschrieben, die Naidoo in Schutz nahm, als er vom NDR rausgeschmissen wurde, Schau doch mal an, wer da alles noch unterschrieben hat und sind das alles Leute mit zweifelhafter politischen Gesinnung?
      https://kress.de/news/detail/beitrag/133491-menschen-fuer-xavier-naidoo-wer-hinter-der-soli-anzeige-in-der-faz-steckt.html

      Vielleicht kann Benny mit seinem Faktefinder hier mal aufklären.

      • Alleine diese Verbindung, ist es nicht woran es hakt. Es geht mir vornehmlich um den Song. Der ist mit dieser Botschaft einfach nur untragbar und unsensibel. Einfach weglächeln wenn du Depressionen hast, sag mal geht es noch?

      • So einfach ist das nicht.
        Suave hat mit Naidoo, als dieser schon öffentlich Reichsbürgerpositionen vertreten hat und in rechtsextremen Kreisen verkehrte und auftrat, zwei Songs (Gebor´n und Danke) aufgenommen. Beide Songs sind auf Spotify noch zu bekommen, Danke ist auch in Suaves Youtube Account (sogar in mehreren Versionen) bis Heute abrufbar, Nach der Veröffentlichung war er 2015 als Support mit Naidoo auf Tour. Bis Heute hat sich Suave nicht öffentlich von Naidoo distanziert oder Kritik an diesem geübt.

      • @ ESC1975

        Danke! Auch wenn die Anzeige schon damals eine schlechte Idee war, weil sich Naidoo bereits zu dem Zeitpunkt mehr als ausreichend disqualifiziert hatte. Aber da haben ja wirklich noch ganz andere Leute unterzeichnet. Will man jetzt z. B. Michael Mittermaier eine rechte Gesinnung unterstellen?

        Was mich allerdings mal interessieren würde, wäre, wie Marek Lieberberg als Initiator da heute drüber denkt. Als Jude 75.000 € in den Sand setzen, um Naidoo vom Vorwurf des Antisemitismus freizusprechen, nur, damit der in der Folge noch offener antisemitisch agiert … autsch.

      • Nein Josh Suki,
        die Songs sind von 2015 also genau dem Jahr um das es geht. Damals haben viele den Wandel von Herrn Naudoo wohl falsch eingeschätzt, weil er eben 15 jahre lang ein Aushängeschild für ein friedliches Miteinender in unsere Gesellschaft war.
        Da muss also schon etwas mehr her, als er hat mit Naidoo was gemacht.

      • Nils, ich bin ja Mannheimer und hier wurde das natürlich noch mehr diskutiert. Ich habe auch etwas Einblick in die Musikszene, wenn auch in die noch ältere. Da kennen eben viele Xavier persönlich und das seit Jahren, Man wusste schon immer dass er etwas seltsam ist, früher war es ja seine Erweckungsgeschichte, aber trotzdem war er in linken Zusammenhängen immer präsent und der letzte der sich nicht gegen Rechts engagierte.
        Wenn sower eben plötzlich seltsames erzählt, dann tut man das schnell ab, weil er weiter so handelte wie zuvor. Seine Entwickung aus den linken in die rechte Szene dauerte ja Jahre. Daher haben es eben auch Lieberberg und andere lange nicht glauben wollen, wohin sein Weg geht. Muss man dann letztlich als Lebenserfahrung abhaken.

      • @ESC1975: Naidoo hatte bereits 2014 bei eine Demo von Reichsbürgern eine Rede gehalten. Aber du hast natürlich zum Teil Recht. Das Ganze war ein schleichender Prozess. Und ich möchte Suave auch gar nicht unterstellen ein Rassist zu sein.
        Was mich jedoch wirklich wundert ist, dass Suave bis Heute die Songs die in Zusammenarbeit mit Naidoo entstanden sind auf Spotify und Youtube anbietet und sich bis Heute niemals distanziert oder zuminst kritisch mit Naidoo auseinandergesetzt hat.
        EC wurden wegen des Namens (der aus Unwissenheit und nicht aus böser Absicht so entstanden ist) und einiger fragwürdiger Songtexte aus der Frühzeit der Band angegangen. Die entsprechenden Songs bietet EC nicht mehr an und hat sie ausdrücklich als Fehler bezeichnet, den Namen wird die Band ändern.
        Fehler kann man machen, aber bei Suave sehe ich, im Gegensatz zu EC, keine Reflektion über die eigenen Fehler.

  31. Keiner dieser Songs hat Chancen auf ein gutes Ergebniss. Die jungen sich entwickelnden Künstler werden sinnlos verheizt. Der einzige Song, der Chancen auf ein gutes Ergebniss hätte ‚Pump it‘, darf wegen angeblicher mangelnder radiotauglichkeit nicht im Vorentscheid dem Publikum zur Wahl gestellt werden. Doch das würde den ganzen Vorentscheid aufwerten, und auch den jungen Künstlern eine bessere Publicity geben.

  32. Interessant wäre gewesen wie „We got the moves“ und „Pump it“ von EC im gleichen Zeitraum abgeschnitten haben, schließlich sind das ja die 2 Songs die rausgeflogen sind und die viele wohl doch drin haben wollen.

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