Live-Blog Finale „Melodi Grand Prix“ in Norwegen

Bild: Instagram @sonymusicnorway

„Ich glaube tatsächlich, dass dies das beste MGP der Geschichte werden könnte“, verkündete der Projektleiter Madsp Tørklever während den Vorbereitungen für den norwegischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2026 optimistisch. Heute haben wir Zuschauer*innen nun die Möglichkeit, uns einen Eindruck davon zu verschaffen, ob mit diesen Worten zu hoch gepokert wurde oder sie sich bewahrheiten. Um 19:45 Uhr startet der Melodi Grand Prix. Zwei Stunden später wissen wir, welcher Act Norwegen beim kommenden ESC in Wien vertreten wird.

Die Vorentscheid-Show wird heute Abend live aus dem norwegischen Lillehammer übertragen. Mit knapp 30.000 Einwohnern ist die Kommune nicht besonders groß, aber dennoch geschichtsträchtig. Im Jahr 1994 haben hier die olympischen Winterspiele in der Håkons Hall stattgefunden. Genau in dieser Halle wird sich heute Abend auch der Melodi Grand Prix abspielen.

Die Veranstalter*innen des MGP erhoffen sich, dass die Fußgängerzone in Lillehammer während der Musikshow in diesem Jahr genauso sehr mit Leben gefüllt ist, wie sie es vor 31 Jahren während der Sportveranstaltung war. Um das zu erreichen, haben im Stadtzentrum während der gesamten Woche vor dem Finale verschiedene Veranstaltungen stattgefunden.

Im Zentrum des Spektakels stehen aber ohne Frage die neun Kandidat*innen des Abends. Über 1.500 Songs wurden für den Wettbewerb eingereicht. Von diesen wurden acht Beiträge durch ein internes Verfahren direkt für den norwegischen Vorentscheid ausgewählt. Ein weiterer Act wurde vom norwegische Publikum gewählt. Dafür sind acht Acts auf der Plattform NRK.no und in der Radiosendung Nitimen im sogenannten „MGP-Cup“ gegeneinander angetreten. Unter ihnen befanden sich auch Gothminister, der MGP-Teilnehmer von 2013 und 2024 sowie Emmy, die irische ESC-Vertretung aus dem letzten Jahr. An mehreren Tagen haben sich jeweils zwei Künstler*innen von den acht Wildcard-Acts direkt duelliert, wovon jeweils ein Act weitergewählt wurde. Es folgten zwei weitere Runden, bis dann mit Skrellex der vom Publikum gewählte neunte Act für MGP feststand.

Unter den finalen neun Acts befindet sich auch Alexander Rybak. Besonders interessant an diesem Abend ist sicherlich auch die Frage, ob dieser es zum dritten Mal schaffen wird, den norwegischen Vorentscheid zu gewinnen. Bereits 2009 und 2018 schickten die Norweger*innen den geigenden Sänger zum ESC. Besonders bedeutsam ist, dass Alexander es 2009 geschafft hat, mit dem Song „Fairytale“ den Eurovision Song Contest in Moskau zu gewinnen.

In unserem ESC kompakt-Voting zeigt sich, dass für euch Emma (Aufmacherfoto) mit ihrem Song „Northern Lights“ die Favoritenrolle trägt, dicht gefolgt von Mileo mit seinem Lied „Frankenstein“. Alexander Rybak positioniert sich dahinter auf dem dritten Platz. Interessanterweise liefern sich auch in der Umfrage von eurovisionword.com Emma und Mileo ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel als Favorit*in. Auch hier folgt Alexander Rybak mit einem gewissen Abstand auf dem dritten Platz. Geht es allerdings nach Norsk Tipping, werden sich Emma und Alexander Rybak heute Abend ein knappes Rennen bieten.

In dieser Startreihenfolge werden die neun Acts heute Abend auftreten:

  1. Skrellex – Into the wild
  2. Hedda Mae – Snap back
  3. Storm – Lullaby
  4. Mileo – Frankenstein
  5. Silke – Forevermore
  6. Alexander Rybak – Rise
  7. Emma – Northern lights
  8. Leonardo Amor – Prayer
  9. Jonas Lovv – Ya ya ya

Eine internationale Jury wird heute Abend zu 40 Prozent und das Publikum zu 60 Prozent stimmberechtigt sein. Als Intervall-Act wird Kyle Alessandro, der norwegische ESC-Act vom vergangenen Jahr, erwartet. Durch den heutigen Abend führen werden Marte Stokstad, Markus Neby und Ronny Brede Aase.

Alle Beiträge vom MGP 2026 sind auch in unserer Playlist bei Spotify zu finden:

Der norwegische Vorentscheid findet heute Abend ab 19:45 Uhr statt. Planmäßig soll die Show bis um 21:45 Uhr laufen. Er wird live aus Lillehammer übertragen und kann auf der Seite des TV-Senders NKR verfolgt werden. Wir werden die Show in diesem Live-Blog mitverfolgen. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr gerne die Geschehnisse unter diesem Beitrag kommentieren.

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Guten Abend liebe Leute! 😀 Ich freue mich über jede und jeden, der hier ist und zusammen mit mir feierlich den Auftakt eines absoluten Super-Samstags zelebriert. Ich begrüße euch und freue mich sehr auf diesen tollen ESC-Abend!

Was schaut ihr euch heute alles an, guckt ihr überall rein oder habt ihr euch einzelne Vorentscheide rausgepickt?

Wir befinden uns gerade in der norwegischen Kommune Lillehammer, wo 1994 die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben. Ich war da zwar noch nicht geboren, bin aber vor Kurzem auf die zwei unglaublich wundervollen Küren gestoßen, die Katarina Witt in Lillehammer abgeliefert hat, was ich jetzt immer mit Lillehammer verbinden werde. Mit heute Abend kommt sicherlich eine weitere Erinnerung an Lillehammer dazu.

Auch heute werde ich wieder alle Acts mit Punkten von 1-10 bewerten. Schreibt sehr gerne auch eure Wertungen in die Kommentare, ich bin gespannt!

Bei mir steht aktuell noch, dass die Sendung bald beginnen wird.

Jetzt geht es los!

Der Einspieler greift auf, dass in Lillehammer schon die Olympischen Spiele stattgefunden haben, Menschen tragen eine Fackel durch das verschneite Lillehammer und entzünden ein Feuer. Passend dazu eröffnet Kyle Alessandro mit seinem ESC-Lied „Lighter“ vom vergangenen Jahr den MGP. Nach dem ersten Refrain werden die Kandidat*innen präsentiert. Dann performt Kyle weiter. Ein sehr sehenswerter Auftritt mit sehr viel Feuer und einigen Tänzer*innenr im Hintergrund. Ein würdevoller Start in diesen Super-Samstag.

Die drei Modearator*innen Marte Stokstad, Markus Neby und Ronny Brede Aase heißen das Publikum willkommen, die Stimmung scheint gut zu sein. Ich hab nicht viel verstanden außer „Lasset die Show beginnen!“…Das ist doch das Wichtigste. Und los geht es mit dem ersten Act.

1. Skrellex – Into the wild

In dem Einspieler sehen wir Social-Media-Videos von Skrellex eingespielt, also nicht, was eiegens für den MGP geschaffen wurde.

Wir beginnen direkt mit der Wildcard-Gewinnerin an der Reihe. Ein starker Einstieg in den Abend. Der Beitrag erinnert mich extrem an Norwegens ESC-Beitrag von 2023: „Queen of Kings“ von Alessandra. Und dieser Eindruck bestätigt sich absolut mit der Performance. Skrellex sitzt auf einem Thron aus Holz und Stöcken und trägt eine Krone. Alles nicht weit von Alessandra entfernt. Ich finde das Lied deutlich stärker und geeigneter für den ESC als die meisten Beiträge heute Abend. Der lange Ton vor dme letzten Refrain hat nicht gesessen. Aber ein guter Einstieg in den Wettbewerb. Ich finde das Lied deutlich stärker und geeigneter für den ESC als die meisten Beiträge heute Abend.

7 Punkte

Skrellex rastet aus und freut sich über das Publikum und ihren Auftritt. Der Moderator acherzt noch ein bisschen mit ihr.

2. Hedda Mae – Snap Back

Hedda startet auf einer Treppe, die deutlich opulenter ist als die, die wir aus dem deutschen Vorentscheid kennen und leuchtet und funkelt. Stimmlich startet sie sehr schwach und fängt sich auch nicht. Man hört sie kaum und auch die Töne trifft sie an vielen Stellen nicht. Die Inszenierung finde ich ganz cool mit den Tänzer*innen. Alle fünf sind die Treppe rnter gegangen, standen unter, jetzt vor der Treppe, viel Glitzer. Vom Lied her ist es eine Dua Lipa 2.0. Klarer Fall von „Kann im Radio laufen, ist aber nichts für den ESC“. Das spielt aber leider sowieso keine Rolle bei der wirklich nicht guten stimmlichen Leistung.

3 Punkte

3. Storm – Lullaby

Visuell fangen wir weiß an und werden später rot, viel Feuer, Hände auf dem Backdrop. Die band steht auf Metall-Podesten. Sah ganz cool aus. Das Lied bringt auf jeden Fall ein bisschen Abwechslung und Power in den Abend. Eigentlich mag ich Rock-Musik, aber das ist die Art von Rock-Musik, mit der ich nicht viel anfangen kann. Den Refrain finde ich ganz okay, aber nur so lange bis es zu dem „lalala“ kommt, was ich recht anstrengend finde.

5 Punkte

Jetzt läuft jemand in einem Hamsterrad, warum weiß ich nicht, aber das ist ja nichts, was uns als ESC-Fans überrascht.

Vor dem Lied „Frankenstein“ gibt es einen Zusammenschnitt von norwegischen ESC-Liedern, in denen Namen besungen wurden, wie Romeo, Casanova oder Aladdin.

4. Mileo – Frankenstein

Mileo startet in einem Tank und steigt dann wie bei Frankensteins Geburt aus diesem Tank. Farblich wird die Bühne grün gehalten. Es gibt vier Tänzer*innen, die zombieähnlich tanzen. Vom Licht her passiert leider recht wenig Abwechslung. Frankenstein ist der einzige Song, bei dem mir die Melodie im Kopf bleibt. Schon nach ein, zwei Mal hören ging mir das Franken, Frankenstein out your brain out your mind nicht mehr aus dem Kopf. Ich habe mich auf das Lied heute Abend gefreut und war gespannt auf die Choreografie. Rein vom Lied her ist es mein Lieblingslied an diesem Abend. Leider ist das jetzt kein wirklicher Banger. Ich hätte mir allerdings eine etwas kreativere und abwechslungsreichere Performance gewünscht.

7 Punkte

5. Silke – Forevermore

Leute was ist das? Habe ich einen Knick im Gehör oder ist das der schlechteste gesang, den ich jemals bei einem Vorentscheid gehört habe? Die Inszenierung ist voller blauer Laser. Das Lied hört sich irgendwie so an, als ob es in 2007 steckengeblieben ist. Ich kann das Lied aber gar nicht richtig bewerten, weil die Töne so dermaßen schief sind, dass ich keine Worte finde…

1 Punkt

6. Alexander Rybak – Rise

Da ist er, der wohl kontroverseste Act des Abends. Da ist er, der wohl kontroverseste Act des Abends. Zunächst einmal: Wie kann jemand mit 39 noch genauso aussehen wie mit 23?

Alexander steht auf einem Kreis, der aus Scheinwerfern besteht. Seine Gestik und Mimik hat sich über die letzten 17 Jahre kaum verändert. Im Hintergrund sind gelbe Blumen. Die zwei Tänzer erinnern mit ihrem Tanz extrem an die Tänzer von Fairytale. Jetzt rised Alex und die kleine Bühne , auf der ers teht hebt sich. Ich persönlich mag ihn wirklich gerne, er hat 2009 einen der legendärsten ESC-Auftritte abgeliefert, er ist ein kleiner Entertainer und unvergessen bleibt für mich auch immer seine kleine Schwärmerei für Lena. Allerdings war seine ESC-Teilnahme 2018 schon nah dran an peinlich, was das Lied „That`s How You Write A Song“ angeht. Ich hatte gehofft, dass das nur ein Ausrutscher war und er jetzt mit einem Hit daherkommt. Das jetzige Lied „Rise“ ist nicht ganz so schlimm. Ich mag die Strophen ganz gerne, aber der Refrain geht dann wieder in so eine Richtung von Kinderlied, was der schlichte Text nicht besser macht. Wenn ein Newcomer mit so einem Lied ankommt, ist das okay, aber wenn ein ESC-Sieger zum dritten Mal antritt, erwarte ich irgendwie auch ein Lied auf Top-Niveau. In der Inzenierung war für mich keine klar zu erkennende Linie und dass die Tänzer so wie bei Fairytale getanzt haben fand ich irritierend. Dennoch ist es einer der besseren Beiträge an diesem Abend.

5 Punkte

Was sagt ihr?

7. Emma – Northern Lights

Um Emma herum sind blau leuchtende Eisberge(?). Es schneit. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass Emma ein bisschen lustlos in ihr Mikrofon nuschelt. Sie hat auch kurz vor dem Refrian einfach ihren Einsatz verpasst, als wäre sie gar nicht richtig beid er Sache. Jetzt natürlich auch noch Polarlichter im Hintergrund. Schönes Staging. Im positiven Sinne erinnert es mich vor allem im hinteren Teil an „Only Teardrops“. So ganz kann ich persönlich den Favoritenstatus aber nicht nachvollziehen, weil ich dieses Lied von der Stärke her eher mit einem Lied wie „Infinity“ von Sissal vergleichen würde, mit dem es Sissal in diesem Jahr nicht geschafft hat, den dänischen Vorentscheid zu gewinnen. Alles in allem finde ich das Lied nicht besonders stark und vor allem etwas kraftlos. Das Lied ist trotzdem besser als das ein oder andere im Wettbewerb.

6 Punkte

Bei dem Moderator stehen jetzt Marcus und Martinus mit Emma-Fanshirts und Emma schreit vor Freude über ihren Auftritt ins Mikrofon.

8. Leonardo Amor -Prayer

Endlich mal wieder stimmlich ein guter Auftritt, obwohl es auch hier nicht umhauend ist, vielleicht liegt es wirklich an der Technik? Viele Kerzen auf der Bühne und die Lichter, die das Publikum hochhält wirken wirklich schön. Der Auftritt ist sehr ruhihg und unaufgeregt. Zum Schluss ein bisschen mehr Licht. Das Lied hat schöne Momente. Ich würde aber sagen, dass das eine typische ESC-Ballade ist, die schon im Halbfinale untergehen würde.

5 Punkte

Wir sind schon beim letzten Beitrag angelangt:

9. Jonas Lovv – Ya Ya Ya

Alles ist rot. Es stehen zwei Gitarristen auf der Bühne und und ein Schlagzeuger. Schriftzüge im Hintergrund. Das Lied hat sehr viele Teile, die mich an etwas erinnern, aber ich komme nicht so richtig darauf an was…Ich habe das Gefühl, das schonmal gehört zu haben. Ein bisschen von Maneskin hat es auch. Die Strophen gehen noch in eine ganz coole rockige Richtung, aber den „Ya Ya Ya“-Refrain finde ich nur schwer erträglich. Am End esteht der Sänger auf einem Walk vor der Bühne mitten im Publikum. Er ist auf jeden Fall richtig auf der Bühne. Besser als ich dachte.

6 Punkte

Ich dneke die meisten sind jetzt in Deutschland. Ich wünsche allen viel Spaß, ich galube das wird ein ganz cooler Vorentscheid. 🙂 Ich bleibe hier Standhaft und halte die Fahne hoch und freue mich über jede*n Begleiter*in 😀

Ich weiß nicht so recht. Also der einzige Act, den man für mich zum ESC schicken könnte wäre Mileo mit „Frankenstein“. Emma war mir deutlich zu lustlos. Alexander Rybak hat seine alten Performances wiederholt und mit einer völlig uninspirierten Inszenierung kombiniert. Eine gute Show hat wenn dann noch Jonas Lovv gemacht.

In der Pause gibt es ein Lied über Statistiken.

Jetzt noch ein Video in der Pause. Ich versuche es mal zu beschreiben: Ein fliegender Shispringer, eine Kapelle, Ärzt*innen. Jetzt kommen die auf die Bühne. Singende Fische. Leute mehr kann ich nicht für euch tun, ich weiß es doch auch nicht…

Jetzt kommen die Punkte der Jury.

Wir gucken zuerst auf die Jury in der Schweiz: 8 Punkte für Leonardo Amor, 10 Punkte für Mileo, 12 Punkte für Jonas Lovv

Aus Schweden: 8 Punkte an Mile, 10 an Alexander Rybak, 12 an Jonas Lovv

Armenien: 8 Punkte an Alexander Rybak, 10 an Leonardo Amor, 12 für Jonas Lovv…da zeichnet sich was ab

United Kingdom: 8 an Alexander Rybak, 10 für Mileo und 12 gehen an Jonas Lovv

Estland: 8 Punkte an Alexander Rybak, 10 für Leonardo Amor und erneut 12 Punkte für Jonas Lovv

Kroatien: 8 an Alexander Rybak, 10 an Leonardo Amor, 12 für Jonas Lovv

Zwischenstand:

Jonas Lovv: 96 Punkte

Alexander Rybak: 66 Punkte

Leonardo Amor: 60 Punkte

 

jetzt die Punkte vom Publikum:

Silke: 4 Punkte

Hedda Mae: 4 Punkte

Storm: 36 Punkte

Skrellex: 30 Punkte

Emma: 99 Punkte

Mileo: 35 Punkte

Leonardo Amor: 13 Punkte

Alexander Rybak: 126 Punkte

Jonas Lovv: 169 Punkte

Jonas Lovv gewinnt!

Hat mir Spaß gemacht mit euch 😀 Viel Spaß noch beim Super-Samstag!



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