
Am Montagmorgen hat das norwegische Fernsehen NRK die acht direkt für das Finale des Norsk Melodi Grand Prix 2026 (MGP) qualifizierten Beiträge in voller Länge veröffentlicht. Darunter ist auch der Song „Rise“ des ESC-Siegers Alexander Rybak (Aufmacherbild). Morgen werden wir auch wissen, wer sich in den Online-Duellen des „MGP Cup“ durchgesetzt und die Wildcard für die Show gewonnen hat. Hier schon einmal die acht Finalbeiträge in voller Länge.
Der Norsk Melodi Grand Prix ist seit vielen Jahren die Hülle oder besser der Name der norwegischen ESC-Vorentscheidung. Denn das Format und die Regeln des Wettbewerbs werden immer mal wieder verändert. So gab es mehrere Jahre Vorrunden und ein großes Finale. In diesem Jahr hat man sich für eine TV-Show mit einer Wildcard entschieden. Während die letztes Abstimmung über die Wildcard noch läuft, wurden heute die direkt für das Finale gesetzten Beiträge veröffentlicht.
Das große Finale des Melodi Grand Prix 2026 findet am 28. Februar in Lillehammer statt. Moderiert wird die Show dann von Marte Stokstad, Markus Neby und Ronny Brede Aase. Sie wird im ersten Programm des norwegischen Fernsehens übertragen werden.
Hier sind die acht bereits feststehenden Acts des MGP 2026 in voller Länge:
Die Abstimmung, welche Songs Eure Favoriten sind, folgt morgen, wenn auch die Wildcard entschieden ist.
Alexander Rybak – Rise
Der Musiker aus Nesodden liebt es seit jeher, Geschichten auf der Bühne zu erzählen, und kehrt nach seinen MPG-Siegen 2009 und 2018 nun zurück auf die große Bühne des norwegischen Vorentscheids zurück. Wie beim ESC-Sieg mit „Fairytale“ hat Alexander Rybak auch seine Geige wieder mit dabei. Nach mehreren Jahren mit anderen Projekten, darunter das Kindermusical „Trolle“ und ein Masterstudium in Filmmusik in den USA, hat der Künstler auch das Album „Fairytales Too“ am Start. Darauf verbindet er Pop mit einem deutlich filmischen, orchestralen Klang – aus genau diesem Umfeld stammt auch sein diesjähriger Beitrag für den norwegischen Vorentscheid.
Emma – Northern Lights
Emma Gunnarsen ist vom achtjährigen Kinderstar zu einer etablierten jungen Popkünstlerin in Norwegen geworden und kommt inzwischen auf mehr als 75 Millionen Streams. Nach ihrer Teilnahme an Maskorama 2025 als „Marionetten“ sowie ausverkauften Konzerten im Parkteatret plant sie weitere größere Schritte in ihrer Karriere. Zunächst steht jedoch der Auftritt beim MGP an: Mit „Northern Lights“ präsentiert sie einen Titel, der vom Autorenteam hinter Loreens Siegertitel „Tattoo“ stammt.
Hedda Mae – Snap Back
Seit ihrem Durchbruch 2020 hat sich Hedda Mae mit ihrem verspielten, energiegeladenen Retropop auch international einen Namen gemacht. Sie lässt sich hörbar von den 90er- und 2000er-Jahren inspirieren und verbindet diesen Sound mit Selbstironie und einer klaren Haltung. Ihr Beitrag „Snap Back“ ist ein Pop-Song über toxische Beziehungen – und vor allem über die Kraft, sich selbst wieder aufzurichten. Für Hedda, die den MGP ihr ganzes Leben verfolgt hat, ist der Schritt auf die Bühne in diesem Jahr ein ganz besonderer Moment.
Jonas Lovv – Ya Ya Ya
Jonas Lovv wurde durch seine Teilnahme an The Voice einem breiteren Publikum bekannt, wo er mit Energie, eigenem Stil und starker Bühnenpräsenz auffiel. Als Performer legt er Wert darauf, die Grenze zwischen Bühne und Publikum bewusst aufzulösen. Sein MGP-Beitrag „Ya Ya Ya“ transportiert eine klare Botschaft: sich selbst treu zu bleiben und weniger auf die Erwartungen anderer zu hören.
Leonardo Amor – Prayer
Leonardo Amor zog von den Philippinen nach Norwegen, um seinen musikalischen Traum zu verfolgen, und machte unter anderem bei The Voice auf sich aufmerksam. Er ist Absolvent der Musikschule Limpi und sammelte bereits Erfahrung im Eurovision-Umfeld, als er 2025 am nationalen Vorentscheid von San Marino teilnahm. Sein MGP-Beitrag „Prayer“ begann als spontane Idee auf einer Serviette und entwickelte sich zu einer persönlichen, bewusst zurückhaltend erzählten Geschichte, die er nun dem norwegischen Publikum präsentiert.
Mileo – Frankenstein
Der norwegisch-australische Künstler Mileo sorgte bereits 2024 mit seiner verstörenden Nummer „You’re Mine“ beim MGP für Aufsehen. Nun ist er mit dem Song „Frankenstein“ zurück. Mit einer düsteren, zugleich kraftvollen Botschaft geht es ihm darum, die eigene Identität selbst in die Hand zu nehmen und das Unperfekte bewusst anzunehmen. Mileo – der behauptet, 143 Jahre alt zu sein – präsentiert einen internationalen Sound mit starkem, theatralischem Ausdruck. Er will zeigen, dass selbst dann, wenn man sich wie ein „Monster“ fühlt, immer auch Schönheit im Anderssein steckt.
Silke – Forevermore
Silje Montsko Blandkjenn, die unter dem Künstlernamen Silke auftritt, ist Sängerin, Songwriterin und Produzentin aus Kragerø. Beim MGP war sie bislang bereits als Backgroundsängerin zu hören, unter anderem bei Jone und dessen Beitrag „Ekko inni meg“ (2023), steht nun aber selbst im Mittelpunkt. Mit „Forevermore“ präsentiert sie einen selbstproduzierten Titel, der sich thematisch mit Hoffnung und Liebe beschäftigt. Ziel ist es, das Publikum in ihr eigenes künstlerisches Universum „Silketopia“ mitzunehmen und Raum für Träume zu schaffen.
Storm – Lullaby
Der 17-jährige Storm hat sich bereits als markante Stimme im Bereich Alternative und Rock etabliert. Er stand unter anderem bei großen Festivals wie dem Download Festival in Großbritannien und Tons of Rock in Norwegen auf der Bühne. Beim MGP tritt er mit „Lullaby“ an, einem energiegeladenen Titel, der raue Elemente mit melodischen Passagen verbindet. Über TikTok hat sich Storm zudem eine wachsende Fangemeinde aufgebaut und nutzt den Wettbewerb nun als nächste große Plattform.
Wie gefallen Dir die acht bereits feststehenden MGP-Finalbeiträge in voller Länge? Wird Alexander Rybak sich den dritten Sieg beim Vorentscheid holen? Und überhaupt: Hat einer der Songs Siegpotenzial beim ESC in Wien? Lass uns Deine Einschätzung in den Kommentaren da!
Über die Songs des MGP 26 sprechen wir auch heute Abend bei einem ESC kompakt LIVE ab 19.30 Uhr.
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Rybak finde ich echt schwach und das ist schon schade. Könnte mir vorstellen, dass Emma es macht, ist jetzt auch nicht besonders innovativ der Song, aber passt für so eine junge Künstlerin. Muss man aber live sehen. Silke klingt ja ganz ähnlich hoch. Vielleicht sollten die als Duo dahin, dann würde der Refrain auch stärker klingen. Sisters 2 🤪 Ja muss man live sehen und hören, da gibt’s ja immer wieder Überraschungen nach oben oder unten. In Norwegen wird der ESC 2027 wohl nicht stattfinden, vielleicht auch besser so.
Absolut !
So schlimm, wie befürchtet, finde ich die Auswahl gar nicht.
Zwar ist kein echter Banger für meine Playlist dabei. Aber ein paar Beiträge finde ich schon ganz ok. Meine Top 3:
Storm – Lullaby
Jonas Lovv – Ya Ya Ya
Mileo – Frankenstein (für Horror Franny 😛 )
Rise von Alexander Rybak finde ich viel schwächer als Fairytale von 2009, aber eine deutliche Steigerung zu That’s How You Write A Song von 2018.
Dann hoffen wir mal auf Northern Lights 🤩
Wow, der Rybak Song ist ja fürchterlich.
Sowas hätte in die 70er gepasst, aber doch nicht jetzt….
Da gefallen mir sogar viele Beiträge der 70er besser als das. Eigentlich habe ich auch nix gegen Retro (siehe „Bella“). Aber das hier ???
Ich hätte nix dagegen, falls es diesmal ein Finale ohne Norwegen geben sollte. Der quäkende Ritter letztes Jahr oder die Frau im Biene-Maja-Kostüm 2023 haben mir schon echt gereicht….
Ich bin kein Fan von Rybak und auch dieses Liedchen finde ich äußerst banal, klingt fast wie ein Schunkelschlager. Gegen den finnischen Flammenwerfer und auch sonst ist das gar nichts.
Sorry, weg damit!
Da ist ja sogar die dänische Auswahl besser als das hier, eher noch Konkurrenz für den SWR.
Skrellex komplettiert das diesjährige Teilnehmerfeld beim Vorentscheid:
https://www.nrk.no/kultur/xl/no-kan-du-stemme-pa-din-favoritt-til-den-siste-finaleplassen-i-mgp-1.17733900
Sie setzte sich gegen Raylee durch.
Jonas Lovv – Ya Ya Ya gefällt mir gut!
Danach kommt Leonardo Amor – Prayer.
Storm – Lullaby hat auch was.
Neuigkeiten von Alexander Rybak:
https://en.euromix.co.il/2026/02/04/alexander-rybak-opens-up-i-regret-the-kiss-it-was-unprofessional/
Neuigkeiten von Lenny Kuhr:
https://en.euromix.co.il/2026/02/04/lenny-kuhr-announces-retirement-citing-division-around-the-contest/
Mileo tritt dieses Jahr bei der Nordic Eurovision Party auf:
https://www.instagram.com/p/DUazOz0CE9-/?igsh=aDBvejRvbWJneDZ1
Frankenstein! Frankenstein! Wenn er nicht gewinnt dann FIX bei SCC.
Kyle Alessandro vertrat Norwegen letztes Jahr beim ESC und sein neuer Song hat den Titel „Rosary“: