
Heute endet die Bewerbungsfrist für die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2026 in Wien – und damit um die Nachfolge von Abor & Tynna (Aufmacherbild). Während es weiter keine offizielle Kommunikation vom nunmehr für den Wettbewerb in Deutschland verantwortlichen SWR gibt, ist der grobe weitere Prozess bereits bekannt. So sollen geeignete Beiträge eine internationale Marktforschung durchlaufen. Außerdem geht aus Antwortschreiben des Senders an interessierte Künstler*innen hervor, dass „Anfang Dezember“ eine Shortlist der Acts für den Vorentscheid stehen soll.
Die Arbeiten des SWR an der deutschen Vorentscheidung laufen offenbar auf Hochtouren. Entsprechende Informationen kommen aber weiter nicht vom Sender selbst, sondern von den Künstler*innen, die sich bereits beworben haben. Einige von ihnen lassen ihre Fans über Social Media vollkommen transparent am Bewerbungsprozess teilhaben. Außerdem liegen uns Schreiben des Senders an Acts vor, die weitere Informationen enthalten.
Seit Mitte September ist bekannt, dass die Bewerbungsfrist für den deutschen Vorentscheid am heutigen 22. Oktober endet. Interessierte Künstler*innen haben also nur noch ein paar Stunden Zeit, um ihre Artist-Song-Kombination einzureichen. Anders als in manchen früheren Jahren ist also eine Bewerbung nur von Sänger*innen allein ohne einen Song nicht vorgesehen. Und jeder Act darf sich nur mit einem Song bewerben.
Grundsätzlich wünscht sich der SWR Bewerbungen von Acts, die bereits als Sänger*in mit bestehendem Business-Umfeld professionell tätig sind. Diese Definition war allerdings offenbar nicht ganz eindeutig, so dass es vereinzelt zwischen einzelnen Acts und dem Sender in der E-Mail-Kommunikation der Klarstellung bedurfte.
Wenn nun heute nach Mitternacht alle Bewerbungen vorliegen, sollen diese gesichtet und auf „Qualität und Eignung“ für den ESC geprüft werden. Fällt diese Prüfung positiv aus, wird die entsprechende Bewerbung in den „Artist-Song-Pool“ aufgenommen. Der SWR will die Bewerber*innen im Laufe des Novembers per E-Mail informieren, wenn das bei ihnen der Fall sein sollte. Allerdings kann sich der Sender auch früher bei den Künstler*innen melden, wenn sie noch Rückfragen zur Bewerbung haben sollten.
Die Act-Song-Kombinationen, die es in den Pool geschafft haben, werden dann in eine internationale Marktforschung gegeben, „die das ESC-Voting simuliert“. Es ist also davon auszugehen, dass einem – wie auch immer zusammengestellten – internationalen Panel online die Songs vorgestellt werden und diese dann Punkte nach ESC-Logik vergeben.
Während schon länger klar war, dass auf Basis der Marktforschung eine Shortlist von möglichen Vorentscheid-Acts erstellt werden soll, besagen die jetzt vorliegenden Informationen, dass dies „Anfang Dezember“ soweit sein soll. Ob dann alle Beiträge von der Shortlist auch im Vorentscheid auftreten werden, ist aktuell nicht bekannt. Das gilt auch für die Frage, wann die Öffentlichkeit durch den SWR selbst über den Fortgang dieses Prozesses informiert wird und die Vorentscheid-Acts bekanntgegeben werden.
Wie viele Acts, glaubst Du, haben sich beim SWR für den ESC-Vorentscheid beworben? Welche Künstler*innen kennst Du, die sich dort beworben haben? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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