
Die 35 teilnehmenden Songs für den kommenden Eurovision Song Contest in Wien stehen fest. Jetzt läuft die typische Revamp-Phase, und in den letzten Wochen haben wir bereits die ersten neuen Song-Versionen vorgestellt. Während die Veränderungen bei den Beiträgen aus der Ukraine und Montenegro relativ deutlich hörbar sind, gibt es bei den neuesten Revamps nur feine Unterschiede – dafür jedoch Musikvideos!
Satoshi aus Moldau (Aufmacherbild, rechts) wurde bereits im Januar zum ESC-Vertreter erkoren und kündigte direkt nach dem Vorentscheid Selecția Națională 2026 an, seine Nummer „Viva, Moldova!“ für Wien etwas zu überarbeiten. Zwar gab es zu seinem Song bereits ein Musikvideo, doch für die finale ESC-Version musste nun scheinbar ein völlig neuer Clip her. Mit seinem Vorentscheid-Sieg erhielt Satoshi umgerechnet 50.000 Euro, von denen vermutlich ein relevanter Anteil für den Videodreh genutzt wurde.
Diesen präsentierte der Rundfunk aus Moldau nun auf dem offiziellen YouTube-Account von Eurovision. Schon bei seinem Gastauftritt im ukrainischen Vorentscheid Vidbir 2026 fiel aufmerksamen Fans auf, dass Satoshi einige Passagen in „Viva, Moldova!“ abgeändert hatte. Nun steht fest, dass in der ESC-Version tatsächlich neue Lyrics ihren Platz gefunden haben. Statt „Republica Moldova“ singt Satoshi nun „Welcome To Moldova“ und einige Gesangsparts von Aliona Moon wurden etwas abgeändert.
Musikalisch gesehen verbreitet der moldawische Beitrag für Wien weiterhin Partystimmung und soll die Zugehörigkeit Moldaus zu Europa verdeutlichen. In der Nummer wird übrigens nicht nur auf Rumänisch gesungen – es gibt auch Textzeilen auf Italienisch, Latein, Englisch, Spanisch, Französisch und (dank dem „Aloha“) auch auf Hawaiianisch! Weiterer Fun Fact: In den ersten sieben Sekunden der Nummer ist die Melodie zu hören, die an Flughäfen in Moldau offiziell genutzt wird.
Auch der albanische Beitrag, der für den ESC 2026 ausgewählt wurde, bekam inzwischen eine dezente Überarbeitung. So wirkt „Nân“ von Alis nun nicht nur etwas dynamischer, sondern enthält auch klare Unterschiede im Instrumental und der Produktion, wenn man es mit der Ursprungsversion vergleicht.
Insgesamt wirkt der albanische Beitrag für Wien nun runder und „finalisierter“. Zum Revamp hat Alis auch das (ästhetisch aufwendige) Musikvideo seiner Nummer präsentiert. In diesem wird vor allem das Thema der mütterlichen Liebe visuell dargestellt, und Alis ist unter anderem zwischen einer Frauengruppe zu sehen, die vor einem modernen Gebäude um ihn herum läuft – alle Frauen im selben Gewand gekleidet (siehe unten). Alis selbst sorgt im Clip für gewohnt-elegante Fashion.
Zwar keine neue Version, doch dafür ein neues Video gibt’s außerdem von DARA. Die Bulgarin präsentierte im Song-Finale der Vorentscheidung Natsionalna Selektsiya 2026 drei Songs, die erst kurz davor entstanden sind. Zeit für ein Musikvideo zum ausgewählten Titel „Bangaranga“ gab es also erst anschließend. Dieses wurde in dieser Woche veröffentlicht und zeigt neben der Sängerin auch außergewöhnliche Outfits ihrer Tänzer*innen.
Es handelt sich bei den Kostümen um traditionell-bulgarische Anzüge Namens kuker, die der Legende nach getragen werden, um böse Geister zu vertreiben. Ob DARA diese Looks auch auf der ESC-Bühne präsentiert, bleibt abzuwarten. In Kombination mit dem Ethno-House-Track „Bangaranga“ funktionieren die Kostüme, zumindest im Video, schon mal sehr gut (siehe unten).
Bulgariens südlicher Nachbar, Griechenland, hat ebenfalls für neue visuelle Eindrücke gesorgt. Akylas, der mit „Ferto“ an den Start geht, veröffentlichte inzwischen auch ein offizielles Musikvideo. In seiner Nummer geht es um eine konsumsüchtige Gesellschaft. Hinter dem verrückten Sound des Songs steckt also durchaus eine kritische und tiefgründige Botschaft, welche im Musikvideo aufgegriffen wird.
Auch im griechischen Musikvideo ist der rote Faden der Fashion-Highlights des diesjährigen ESC-Jahrgangs klar zu erkennen. Aklyas präsentiert sich in unterschiedlichen Streetstyle-Outfits und ist in einigen Szenen als König gekleidet (siehe unten). Auch ein Mops gehört zum Video und im Mittelteil des Videos isst der griechische Vertreter einen FERTO-Kuchen!
Welches der neuesten Musikvideos aus dem ESC-2026-Jahrgang gefällt Dir am meisten? Überzeugen Dich die dezenten Änderungen der Songs aus Moldau und Albanien? Lass uns gern deine Meinung da.
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